Das Nizänische Glaubensbekenntnis und seine biblischen Begründungen!

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    • Das Nizänische Glaubensbekenntnis und seine biblischen Begründungen!

      Dieses Glaubensbekenntnis, das weitgehend evangelische, katholische und orthodoxe Christen verbindet, ist - von wenigen späteren Zusätzen abgesehen - auf den Konzilien in Nizäa (325) und Konstantinopel (381) entstanden.

      1. Wir glauben an den einen Gott, (1.Korinther 8,6)
      2. den Vater, (Matthäus 6,9) den Allmächtigen, (Hiob 37,23)
      3. der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, (1.Mose 1,1)
      4. die sichtbare und die unsichtbare Welt. (Römer 1,20)
      5. Und an den einen Herrn Jesus Christus, (Apostelgeschichte 16,31)
      6. Gottes eingeborenen Sohn, (Johannes 1,14.18 / Johannes 3,16)
      7. aus dem Vater geboren vor aller Zeit: (Sprüche 8,22)
      8. Gott von Gott, (Kolosser 2,9 / Hebräer 1,3) Licht vom Licht, (Johannes 1,4.9)
      9. wahrer Gott (1.Johannes 5,20) vom wahren Gott, (Johannes 17,3)
      10. gezeugt, (Hebräer 1,5 / Psalm 2,7) nicht geschaffen, (Johannes 1,1)
      11. eines Wesens mit dem Vater, (Johannes 10,30)
      12. durch ihn ist alles geschaffen. (Johannes 1,3.10 / Kolosser 1,16 / Hebräer 1,2 / Hebräer 11,3 / 1.Mose 1,3.26 / 1.Korinther 8,6)
      13. Für uns Menschen und zu unserm Heil (Apostelgeschichte 4,12) ist er vom Himmel gekommen, (1.Johannes 4,14)
      14. hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. (Matthäus 1,23)
      15. Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, (Markus 15,25)
      16. hat gelitten (Markus 15,15) - Anmerkung: komischerweise fehlt hier der Satz, dass Jesus gestorben ist! (???) und
      17. ist begraben worden, (Markus 15,46) - Anmerkung: das Wort "begraben" wird wohl suggerieren, dass Jesus somit gestorben ist!
      18. ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift (1.Korinther 15,4)
      19. und aufgefahren in den Himmel. (Apostelgeschichte 1,9)
      20. Er sitzt zur Rechten des Vaters (Apostelgeschichte 7,55f.)
      21. und wird wiederkommen in Herrlichkeit, (Matthäus 24,30)
      22. zu richten die Lebenden und die Toten; (2.Timotheus 4,1)
      23. seiner Herrschaft wird kein Ende sein. (Daniel 7,14)
      24. Wir glauben an den Heiligen Geist, (Hebräer 10,15)
      25. der Herr ist (Johannes 4,24 / 2.Korinther 3,17)
      26. und lebendig macht, (Johannes 6,63 / 2.Korinther 3,6)
      27. der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, (Johannes 14,26)
      28. der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, (Matthäus 28,19 / 2.Korinther 13,13)
      29. der gesprochen hat durch die Propheten, (Hebräer 1,1)
      30. und die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche. (Matthäus 16,18 / Epheser 2,20)
      31. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. (Apostelgeschichte 2,38/ Apostelgeschichte 10,43)
      32. Wir erwarten die Auferstehung der Toten (1.Korinther 15,21) und
      33. das Leben der kommenden Welt.(Jesaja 11,6-10 / Jesaja 65,17-25 / 2.Petrus 3,12.13 / Hebräer 13,14 / Offenbarung 21,1-5 / Offenbarung 22,1-7)


      Amen.

      DAS NIZÄNISCHE GLAUBENSBEKENNTNIS

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Baptist schrieb:

      Braucht man so ein ausformuliertes Glaubensbekenntnis überhaupt?
      In meinen Augen: Ja!

      Denn es wurde darum ja Jahrhunderte lang gerungen! ----> siehe den Arianischen Streit!

      Und es sei hier mal das Internet(---> siehe NR.3!) zitiert, warum das Nicaenum so wichtig ist für die Christenheit:

      Es ging des Verfassern des Nizäno-Konstantinopolitanums um eine verbindliche Beschreibung der Trinität, also um die Frage: Wie verhalten sich die drei „Personen“ der Trinität (vor allem Gott Vater und Gott Sohn) zueinander. Darum sind in diesem Bekenntnis Formulierungen enthalten wie diese über Jesus Christus: „Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.“ Solche Überlegungen spielen in dem anderen Glaubensbekenntnis, das Sie erwähnen, dem sogenannten „Apostolikum“ keine Rolle, denn in dem geht es vor allem um die Beschreibung der Heilsgeschichte: Gott der Schöpfer, dann Jesus Christus, dann der Heilige Geist.
      Besonders wichtig für Ihre Frage ist: Das Bekenntnis von Nicää-Konstantinopel ist bis heute von allen christlichen Kirchen anerkannt! Es ist das einzige Bekenntnis, das jemals von einer ökumenischen Versammlung bestätigt wurde. Es „gilt“ also für die katholische Kirche ebenso wie für die protestantischen und – anders als das Apostolikum – auch für die orthodoxe. Das ist der Grund, warum das Nizäno-Konstantinopolitanum – meist zu besonderen Anlässen – auch in den evangelischen Gottesdiensten vorkommt. Zugespitzt könnte man auf Ihre Frage antworten: Wenn ein einziges Glaubensbekenntnis verwendet werden sollte, dann dieses, weil es das Bekenntnis der ganzen Christenheit ist.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      56 Bibelstellen können für das Nizänische Glaubensbekenntnis angegeben werden.
      Statt 12 Punkte wie beim Apostolischen Glaubensbekenntnis umfasst das "große Bekenntnis" 33 Punkte, und damit 3 mal 7 = 21 mehr als das Apostolikum, bei dem man auf 30 Bibelstellen kommt.
      56 Bibelstellen wurden aufgeführt, Norbert, die angeblich die aufgeführten Thesen belegen sollen. Bei näherer Kontrolle und Lesens der Bibelstellen im Kontext - so man an dem möglichen Wahrheitsgehalt einer Lehre, eines Glaubensdogmas interessiert ist - zeigt im vorliegenden Falle, dass religiöse Kirchenobere Gottsuchenden ihre Glaubensüberzeugung auf diese Weise eintrichtern wollen und hierfür teils Bibelstellen verwenden, welche überhaupt keinen Bezug zu den entsprechenden Punkten haben.

      Gesegnete Grüsse renato23
    • Baptist schrieb:

      Braucht man so ein ausformuliertes Glaubensbekenntnis überhaupt?
      Ich bin der Überzeugung, NEIN, braucht es nicht, Baptist. Jesus Christus wünschte sich nachweislich inbesondere glaubwürdige Befolger seiner Glaubensdogmatik, seiner Gotteslehre (die durch ihn vollkommen klar und unmissverstehlich veranschaulicht wurde) und insbesondere dass man IHM glaubt, und ihm die Liebe zu ihm darin zeigt, dass man seine Worte liest, sich zu Herzen nimmt, getreulich umsetzt, und dann ja erfährt was es heisst IN IHM zu sein, eine neue Kreatur in Christo, mit dem nährenden Weinstock verbunden, aus Gott neu geboren und dadurch künftig dauerhaft unfähig geworden ist zu sündigen, also der Sünde wirklich abgestorben ist, nicht mehr Teil von jener Welt der Finsternis, im Licht Gottes angelangt und bleibend.

      Gesegnete Grüsse, renato23
    • renato23 schrieb:

      Bei näherer Kontrolle und Lesens der Bibelstellen im Kontext - so man an dem möglichen Wahrheitsgehalt einer Lehre, eines Glaubensdogmas interessiert ist - zeigt im vorliegenden Falle, dass religiöse Kirchenobere Gottsuchenden ihre Glaubensüberzeugung auf diese Weise eintrichtern wollen und hierfür teils Bibelstellen verwenden, welche überhaupt keinen Bezug zu den entsprechenden Punkten haben.
      Lieber renato23, den Beweis bist Du bislang schuldig geblieben! Ich werde in den nächsten Tagen Mal alle 33 Punkte mit den dazugehörenden Bibelversen hier bringen, so wie ich es schon beim Apostolischem Glaubensbekenntnis getan hatte. Dann kann sich nämlich jeder Leser/ jede Leserin selbst davon überzeugen, ob dieses Nicaenische Glaubensbekenntnis biblisch belegt werden kann.
      Bitte habt Geduld oder bringt die 33 Punkte selbst mit entsprechenden Bibelstellen, diese dann bitte im Wortlaut ausgeschrieben!
      Liebe Grüße!
      NCH

      PS: Warum ist die biblische Begründung des Nicaenums so wichtig? Weil es das gemeinsame Glaubensbekenntnis von Orthodoxen, Katholiken und Protestanten ist, deshalb! Und weil wir anderen Rechenschaft über unseren Glauben geben sollen!
    • freudenboten schrieb:

      Der Streit von damals wurde nicht endgültig durch Gottes Wort entschieden sondern "Roma Locuta".

      Daher musste es im MA (Matthäus 24:22.) zur Reformation kommen. Leider waren die Reformatoren nicht gründlich genug.

      Das vor-konstantinische Christentum wurde nicht zum Vergleich herangezogen.
      Geschichtlich stammen weder Symbolum Romanum noch Nicänum von den Aposteln Christi. Genauso wenig ist der Bischof von Rom seit Konstantin ein Nachfolger der Apostel. Petrus (Briefe) hat anders gelehrt als der Pontifex.
    • 2.) Wir glauben an den Vater, (Matthäus 6,9) den Allmächtigen, (Hiob 37,23)

      Zu:
      • Vater: "Unser Vater im Himmel!" sagt Jesus im Vaterunser-Gebet [Matthäus 6,9b)]
      • Allmächtiger: "Den Allmächtigen erreichen wir nicht, der so groß ist an Kraft und reich an Gerechtigkeit." [Hiob 37,23a)]


      3.) der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, (1.Mose 1,1)

      "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde!" [1.Mose 1,1]

      4.) die sichtbare und die unsichtbare Welt. (Römer 1,20)

      20 Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben.
    • 6.) Wir glauben an Gottes eingeborenen Sohn, (Johannes 1,14.18 / Johannes 3,16)


      Johannes 1, 14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. ...
      18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.

      Johannes 3, 16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.



      7.) aus dem Vater geboren vor aller Zeit: (Sprüche 8,22)

      Sprüche 8, 22 Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her.



      8.) Gott von Gott, (Kolosser 2,9 / Hebräer 1,3) Licht vom Licht, (Johannes 1,4.9)


      zu : Gott von Gott : "....Christus. 9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig" (Kolosser 2,8.9)
      "3 Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen
      Wort" (Hebräer 1,3)

      zu: Licht vom Licht: "4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. ... 9 Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen."(Johannes 1,4.9)



      9.) wahrer Gott (1.Johannes 5,20) vom wahren Gott, (Johannes 17,3)

      zu: wahrer Gott: "Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben." (1.Johannes 5,20)

      zu: vom wahren Gott: "3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen." (Johannes 17,3)



      10.) gezeugt, (Hebräer 1,5 / Psalm 2,7) nicht geschaffen, (Johannes 1,1)


      zu: gezeugt: "5 Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt (Psalm 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum (2. Samuel 7,14): »Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein«?"

      zu: nicht geschaffen: "1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." (Johannes 1,1)



      11.) eines Wesens mit dem Vater, (Johannes 10,30)


      "30 Ich und der Vater sind eins." (Johannes 10,30)
    • 12.) Durch ihn (Jesus Christus) ist alles geschaffen. (Johannes 1,3.10 / Kolosser 1,16 / Hebräer 1,2 / Hebräer 11,3 / 1.Mose 1,3.26 / 1.Korinther 8,6)

      Johannes 1,3.10: 3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. ... 10 Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht;

      Kolosser 1,16: 16 Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.

      Hebräer 1,2: 2 hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welten gemacht hat.

      Hebräer 11,3: 3 Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.

      1.Mose 1,3.26: 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. ...
      26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

      1.Korinther 8,6: 6 so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

      Beitrag von Norbert Chmelar ()

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      20 Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben.
      Wenn wir nicht den Zeugen Jesus Glauben, uns auf seine Verheißungen einlassen und die Kraft der Fürung seinen Geistes
      nicht vertrauen, was nützt uns das theoretische Bekenntniss, das wir vieleicht nur nachplappern.....
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ich werde in den nächsten Tagen Mal alle 33 Punkte mit den dazugehörenden Bibelversen hier bringen, so wie ich es schon beim Apostolischem Glaubensbekenntnis getan hatte. Dann kann sich nämlich jeder Leser/ jede Leserin selbst davon überzeugen, ob dieses Nicaenische Glaubensbekenntnis biblisch belegt werden kann.
      Norbert, ich habe des öfteren das Gefühl, dass du Verse, die (isoliert betrachtet) mit einer bestimmten Lehre in Einklang gebracht werden können, mit Versen verwechselst, die ein tatsächlicher (und eindeutiger) Beleg für eine Lehre sind.

      Was zählt, sind nicht Aussagen, die man in eine Richtung interpretieren kann (aber nicht muss), sondern die eindeutigen und klaren Aussagen!

      Gruß, GMacS