Die Allmacht Gottes

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    • Die Allmacht Gottes

      Hallo zusammen,

      weil das Thema so intensiv diskutiert wird, bitte hier dafür dieses Thema ab jetzt verwenden.

      Ich hoffe es ist erhellend...

      viele Grüße

      tricky

      P.S. Wenn ich noch Beiträge hierhin verschieben soll, weil sie woanders fehl am Platz sind, bitte um Hinweis per PN!
    • freudenboten schrieb:

      Was machen wir, wenn das scheinbar "apostolische" Bekenntnis (In Wahrheit: Symbolum Romanum) nicht deckungsgleich mit der Bibel ist ?
      Hallo freudenboten,

      kannst Du genauer erläutern, warum Du meinst, dass das apostolische Glaubensbekenntnis nicht "deckungsgleich" mit der Bibel ist ? Deine anders gelagerten Ahnungen haben doch sicher einen Realitätsbezug, verrätst Du uns den ?

      Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
      den Schöpfer des Himmels und der Erde.
      Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
      empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,
      gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
      hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten,
      aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes,
      des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen,
      zu richten die Lebenden und die Toten.
      Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche,
      Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,
      Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

      =========================================================================
      Zu Deiner Aussage: "das scheinbar apostolische Bekenntnis (In Wahrheit: Symbolum Romanum)

      Nein, das entspricht nicht der Wahrheit.
      Neben dem oben niedergeschriebenen Apostolischen Glaubensbekenntnis (symbolum apostolicum) gibt es unter anderem noch das Nicäno - Konstantinopolitanum, das nicänische Glaubensbekenntnis (symbolum nicaeum) und das Altrömische Glaubensbekenntnis (symbolum romanum).

      Das apostolische Glaubensbekenntnis ist nicht das symbolum romanum, genauso wenig wie das Nicäno - Konstantinopolitanum das symbolum nicaeum ist.
      Als frühe Form einer Glaubenserklärung, die den in der "traditio apostolica" formulierten Tauffragen entspricht, ist das Altrömische Glaubensbekenntnis (symbolum romanum) überliefert. Es bildet einen textlichen Rahmen, eine Art Vorstufe für das symbolum apostolicum, wie es dann seit Karl dem Großen in Geltung steht.
      Ich wünsche Dir Mauern für den Sturm, ein Dach für den Regen, Getränke neben dem Feuer, Gelächter um Dein Herz zu wärmen, Diejenigen in Deiner Seele und Nähe die Du liebst. Mögest Du schon am Morgen der Hilfe des Himmels gewiss sein und über den Tag in der Sicherheit sein, dass Jesus Dich in Seiner Hand hält. Céad míle fáilte !
    • freudenboten schrieb:

      Was machen wir, wenn das scheinbar "apostolische" Bekenntnis (In Wahrheit: Symbolum Romanum) nicht deckungsgleich mit der Bibel ist?
      Es ist aber deckungsgleich und beruft sich auf Gott den Allmächtigen (1.Artikel) - biblische Daten Jesu (2.Artikel) und es geht um den Heiligen Geist und die Kirche (3.Artikel)
      Jeder Satz darin lässt sich biblisch belegen!
    • Ich finde, man sollte auch in religiösen Fragen locker, entspannt und "sachlich" bleiben, so wie die Apostel 15:12.ff nach ihrem Streiten.

      Das "Symbolum Romanum" bildete einen Entwicklungsschritt auf dem Weg zu den Nicänischen (Konstantinischen) und folgenden Bekenntnisformeln.

      Ob ein Bekenntnis mit AT/NT übereinstimmt oder nicht, entscheiden nicht nachapostolische "Kirchenväter" sondern der biblische Text.

      Leider waren die Pseudepigraphen/Apokryphen zu der Zeit noch nicht klar getrennt von den inspirierten Schriften, wie Luther sie später kennzeichnete.

      Der Gottesbegriff war bis nach dem arianischen Streit und der kirchlichen Anerkennung der athanasischen Position noch nicht "katholisch".

      Die Formulierung im Symbolum R. "... den allmächtigen Vater..." war schon nicht mehr biblisch gedeckt, auch bei den Nachfolge-Symbolen nicht. Daher rührten ja die Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Bischofssitzen über die Gotteslehre.

      Jesus nannte seinen Gott "Unser Vater", "Euer himmlischer Vater", "Vater im Himmel", niemals jedoch "allmächtiger Vater".

      Der "Allmächtige" in der Offenbarung Jesu Christi Kap. 1:7.8.17.18. ist eindeutig der "Sohn". Siehe Johannesev. 1:1.2.14.

      Der Genesis-Schöpfergott "Elohim" sind: Der Allgegenwärtige - Geist = Ruah, der Allmächtige - Wort = Amar/Memra, der Allwissende - Vater = Raah.

      Jesus bezeugt den "Vater" als allwissend in Matthäus 24:36. Apg. 1:7., sich, den Sohn, als nicht allwissend. Der "Geist" hingegen wird als allgegenwärtig bezeichnet sowohl vor als auch nach Jesu Auferstehung/Pfingsten (Johannes 16:7.ff). Das "Senden" bezieht sich auf die Beauftragung der Apostel "durch den heiligen Geist". Die Allgegenwart des Geistes ist geradezu eine Voraussetzung für die Aussendung/den Missionsauftrag. Jesus, der Allmächtige, ist durch den "Geist", bei uns und im Himmel "leibhaftig" beim Vater, bis er als "Menschensohn" wiederkommt.

      So gesehen sind schon das Symbolum Romanum sowie die folgenden "Bekenntnisse" gnostisch/antichristlich/mithräisch "unterwandert" im Sinne von 2. Thessalonicher 2:1.-12. Daniel 11:28.ff.

      Weitere biblisch unkorrekte Formulierungen, auf die ich hier umfänglich nicht eingehen kann sind:

      "Eingeborener Sohn", "Jungfrau Maria", "Reich des Todes", "Sitzend zur Rechten", "Von dort wird er kommen", "Richten die Lebenden und die Toten".

      Der Schlusssatz erscheint biblisch, dennoch beruht die ganze Formel auf einem unvollständigen/falschen Trinitätsbegriff und Kirchenbegriff.

      Bei solcher Oberflächlichkeit kann man sogar die "Spötter" (einschl. Mohammedaner) ein wenig verstehen, welche die Überheblichkeit der "scheinchristlichen" Dogmen öffentlich kritisieren.
    • Bogi111 schrieb:

      Jesus in mein Glaubenszentrum zu stellen und aus seiner Sicht die Offenbarung zu betrachten. Einen Gott der Mensch wurde, am Kreuz gestoben ist um sein Geschöpf zu retten!!!

      Schon sein auserwähltes Volk, ist immer wieder gestrauchelt, trotz seiner Gegenwart,Todesstrafe und Opferzwang!

      Seine neue Gemeinde hatte eine andere Grundlage! Zeugniss von diesem Jesus zu geben,Liebe und Barherzigkeit zu Leben und Predigen. Das unter diesen Umständen jede Gemeinde an ihre Grenzen stößt, Andere Meinungen,Kulturen und Charaktere zu integrieren,eine Einheit in Liebe aufrechtzuerhalten und Barmherzigkeit üben,dabei den Angriffen Satans ständig ausgesetzt zu sein kann zu Verwerfungen und Fehlentwicklungen kommen. Trotzdem achtet der Herr auf "seine Gemeinde" und korregiert sie! Das zu verinnerlichen braucht Liebe,Geduld und Demut.
      Lasst uns noch einen Schritt "weiter" gehen in der kommenden Zeit:

      Das vorchristliche Israel strauchelte nicht nur wegen äußerlichem "Ungehorsam" sondern wegen mangelndem Glauben, bis auf die ehrlichen Getreuen.

      Die "Andersartigkeit" des nachchristlichen "Israel" hat keine anderen Grundlagen als das vorchristliche: "Wer diese meine Rede hört und tut sie..." (Matth. 7:24.26.) = Glauben wie Abraham.

      Jesus, der Allmächtige, sprach auch im Exodus 19:5.f. "Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so werdet ihr... denn die ganze Erde ist mein..."

      Das Opferblut, das jener frühere Bund beinhaltete, war Ausdruck der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Gottes, der Rechtfertigung im Glauben für den (glaubenden) Menschen. Dass durch Mose auch eine staatliche "Obrigkeit mit Schwert" begründet (weil notwendig) wurde, schmälert nicht den unvergleichlichen Charakter der Sinai-Offenbarung des Bundes.

      Die Tatsache, dass Jesus Christus die "Opferungen/Tempeldienst" ablöste, änderte nicht (Psalm 89:35.) den heiligen Bund (Daniel 9:27; 11:22.ff. Römerbrief 8:31.ff.; 11:29.). Das Opfer Jesu ist nicht Abschaffung sondern Erfüllung (Telos=Ziel Römer 10:4.) des Sinai-Bundes.

      Wer also von Menschwerdung, Tod, Auferstehung und Wiederkunft Christi zeugt, muss auch seinen Sinai-Bund bezeugen, der war keineswegs nur auf biologische Abstammung (siehe auch die Herkunft Jesu) gegründet. (Zwei-Zeugen-Prinzip, Offenbarung 11:3.ff. Matthäus 18:16. Deuteronomium 19:15.)

      Die Tatsache, dass die Gemeinde Jesu, die "Übrigen", sowohl von der jüdischen wie nichtjüdischen Obrigkeit (Kaiser/Päpste) verfolgt wurde, führte leider auch zur Missachtung der biblischen "Wurzel" (Römer 11:17.ff.). Auf diese Weise erhielten antichristliche Bräuche Gestalt im "Leib Christi".

      Lasst uns die kirchlichen "Begrenzungen" überwinden und die "Reformation" fortsetzen.

      Das Opfer Jesu für die Rechtfertigung der Menschheit beinhaltet auch die alte und neue Gute Nachricht: "Die (prophetische) Zeit ist erfüllt, und die Herrschaft Gottes ist herbeigekommen. Ändert (euch, - nicht den Bund) und glaubt an das Evangelium!" Markus 1:15. Genesis 3:15.
    • Der biblische Geist Gottes war schon immer allgegenwärtig da, vor der Schöpfung (ohne Anfang) und danach.

      Er hat nicht erst an Pfingsten 31 nach Null ein "neues" Volk Gottes begründet.

      Das Wort, das im Anfang war, war der unerschaffene Allmächtige, derselbe redete mit Mose/Israel am Sinai, wurde Mensch u. s. w.

      aber er war nicht allwissend (Matthäus 24:36.). Jesaja 8:5. "Abi-ad" = Mein Vater - ewig

      Der Vater, allwissend, Genesis 1:4. Kap.16:11.13.14. Der Gott. der alles hört, alles und jeden sieht. Er ist aber nicht allmächtig; es gibt keine solche Bibelaussage.

      Deshalb bedarf sowohl das athanasische wie auch das römische Gottesbekenntnis biblischer Korrektur.
    • Der Vater, allwissend, Genesis 1:4. Kap.16:11.13.14. Der Gott. der alles hört, alles und jeden sieht. Er ist aber nicht allmächtig; es gibt keine solche Bibelaussage.

      Doch! Natürlich ist JAHWEH - DER VATER allmächtig! freudenboten, das Thema hatten wir doch schon ! Ich habe zig Bibelstellen für die Allmächtigkeit des Vaters hier schon Mal zusammengestellt! ----> Bitte via Suchfunktion eingeben
    • Warum selbstverständlich, wer oder was gibt den Gedanken vor?

      Nur weil es im Symbolum Romanum formuliert wurde, ist es nicht verbindlich im Sinne Jesu/Apostel.

      Im Gegenteil, es führte zu Verwirrung und Oberflächlichkeit. Ein platonischer/gnostischer "Allmächtiger Vater" widerspricht der Gotteslehre des Jesus und Paulus.

      Zum Beispiel Offenbarung 1:8. Kap. 4:8.ff. ist Jesus gemeint; denn Johannes 1:1.2. "ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist". Kolosserbrief 1:15.-17. "in ihm ist alles geschaffen" Viele verstehen nicht, wo vom Vater, wo vom Sohn die Rede ist, warum wohl?

      Von Athanasius ausgehend kann man zwischen Vater und Sohn nicht unterscheiden. Die Bibel tut es aber.

      Die athanasische Trinität wurde mit Zwang durch gesetzt, nicht mit Verstand. Deshalb formierte sich, besonders in der "Aufklärung" der Widerstand.
    • Ein platonischer/gnostischer "Allmächtiger Vater" widerspricht der Gotteslehre des Jesus und Paulus.

      Wo steht das? Das ist einfach schlicht und ergreifend nicht wahr!!!!!

      Lieber freudenboten manchmal gebärdest Du dich wie der Professor der Historisch-Kritischen Methode und bist uneinsichtig trotz zigfacher angebrachter Bibelstellen, die den Vater als allmächtigen Gott beweisen!

      Es wird Zeit, dass die Moderatoren eingreifen und die "gelbe Karte" ziehen und freudenboten vermahnen!

      Außerdem ist mir meine Zeit zu schade, dass ich jetzt wieder müüüüüüüüühsaaaaam alle Bibelstellen in der Suchfunktion zusammen suchen muss, die die Allmächtigkeit des Vaters beweisen! Seufz ... :love:
      :cursing: :cursing: :cursing: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: 8|
      :love: :love: :love:
    • Erstens: Die historisch-kritische "Methode" ist nicht historisch sondern oberflächlich.

      Zweitens ist sie unkritisch, was die eigenen Denkvoraussetzungen betrifft.

      Drittens hat sie nur diese Methode: Beweisführung für ein Vorurteil.

      Das Vorurteil lautet: Die biblischen Schriften sind nicht vom Geist Gottes inspiriert, weil man denselben nicht verstehen und folglich inspirierte Schriften nicht von anderen menschlichen Autoren unterscheiden kann.

      Die biblische Methode beruht auf "Vertrauen", Weissagungsbeweis, historisches Handeln Gottes.
    • Ich bitte um diese Textstellen!

      Ein alter Pastoren-Spruch lautet: "Predigt muss nach (Studier-) Lampe riechen."

      Das gilt auch für Bibelstunden.

      Apostelgeschichte 17:11. Die beröanischen Juden "forschten täglich in der Schrift, ob sich's so verhielte (wie Paulus und Silas lehrten)."
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Es wird Zeit, dass die Moderatoren eingreifen und die "gelbe Karte" ziehen und freudenboten vermahnen!
      Das ist--mMn--nicht der (aller)wichtigste Punkt, ausserdem müssten die Mod´s dann mit Sicherheit bei dir auch (und auch bei anderen und auch ggf. bei mir) "vermahnen.
      Grundsätzlich hat doch Jeder das Recht seine (falsche?) Sicht der Dinge haben.

      aber

      freudenboten schrieb:

      Es gibt keinen einzigen Bibeltext, der den himmlischen Vater als "allmächtig" bezeichnet.
      ist schon sehr "seltsam", ---ggf irre ich mich, lediglich ein kurzer Blick in eine Luther Konkordanz zeigt mir zunächst Anderes.
      Daraus lediglich drei Textstellen:
      +) ---"ich bin der allmächtige Gott"--- 1.Mos.17,1
      +) ---"der allmächtige Gott gebe euch Barmherzigkeit"---- 1.Mos.43,14
      +) ---"Heilig,heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige"--- Offb. 4,8

      unter Allmächtiger bzw. Allmächtiger Herr zeigt mir die Konkordanz (sinngemäß) viele weiter Textstellen an---seltsam
      ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Doch Du magst gute Gründe für deine Sicht (kein einziger Bibeltext ?( ) haben----
      Ich habe allerdings weder vor-noch nachgelesen hier im Forum---
      l.g.
      y.
    • Wer ist jener "Allmächtige" im Kontext der Fundstelle und des gesamten Kanons?

      Vater oder Sohn?

      Bitte nicht nur Konkordanz aufschlagen sondern auch im Zusammenhang studieren.

      Dabei auch einmal das sogenannte nachapostolische "Apostolikum" ausblenden.

      Was sagen die Bibeltexte (auch die Johannesoffenbarung) anders als das römische Symbolum?
    • Yokurt schrieb:

      Doch Du magst gute Gründe für deine Sicht (kein einziger Bibeltext ?( ) haben----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Naja, ist doch eh egal.
      Ich denke, 99% der Leser geht es bei seinen postings gleich wie mir?
      Wenn er auf südsüdostchinesisch mit nordjapanischem Einschlag schreiben würde, würden wir auch nicht viel weniger verstehen. :thumbdown:
    • freudenboten schrieb:

      Bitte nicht nur Konkordanz aufschlagen sondern auch im Zusammenhang studieren.
      Gerne, aber---
      dazu brauche ich weder "Apostolikum" noch "römisches Symbolium" aus-oder einzublenden-----
      sondern nur die Schrift, oder?


      freudenboten schrieb:

      Wer ist jener "Allmächtige" im Kontext der Fundstelle und des gesamten Kanons?
      Vater oder Sohn?
      war zu erwarten, dass ich, leider ohne genauerem Info-Hintergrund, dich nicht verstehen kann

      ausserdem möchte ich nicht in diesem Thread dieses Thema weiter besprechen
      obgleich: wie Du zu deiner Generalaussage gekommen bist, würde mich schon interressieren
      kopfschüttel
      l.g.y.
    • freudenboten schrieb:

      Die Annahme Luthers, jeder könne die Schrift, vor allem die Prophetenworte voraussetzungslos lesen und verstehen, wurde durch die extremen Auswirkungen wieder in Frage gestellt.

      Ja, freudenboten, und hier ist mein Problem mittlerweile:

      wenn man es nicht alles lesen und verstehen kann (als einfacher lesender oder hörender Mensch), dann braucht man Vermittler und Exegeten dafür (oder schlicht Menschen, deren Intellekt dafür ausreicht);
      und dann sind wir wieder in der Frage nach einer Art Priesterschaft, die es an den Laien transportiert.
      Das "Problem" waren übrigens nicht nur komplexe prophetische Worte, sondern alles Mögliche in der Bibel, und das bis heute.

      Ich bin (ich weiß nicht woran es liegt) vollkommen überdrüssig geworden.
      Ich lese überall und durch die ganze Kirchengeschichte hindurch immer nur "Das bedeutet dies und jenes", oder "man sagte so, es ist aber so ...", usw. (Ich selbst mache das ja auch)

      Ich kann es nicht mehr hören oder lesen. Ich dachte, ich hätte eine Aufgabe darin. Mittlerweile sehe ich nur noch eine ständige Revisionsverwaltung und ein unüberschaubares Wirrwarr an Gedanken und Auslegungen; also schlichtweg das, was der Mensch immer schon tat: jeder denkt sich seins.

      Man fragt sich irgendwann, wie heilsam das noch ist. Alles gründet auf der Idee, dass die Welt und wir Menschen so nicht in Ordnung sind, wie wir sind; dass Gott uns so nicht will.
      Und wir verlagern ständig nach außen, anstatt in uns selbst zu blicken.

      Ich komme auf diese Welt und habe Gutes und Böses in mir. Und ich mache Fehler, schlicht und ergreifend. Also muss ich lernen.
      Gleiches will ich meinen Kindern beibringen, damit sie gesunde, wache und aufrechte Menschen werden.

      Man nennt das "Leben", soweit ich weiß; ganz schlicht und ganz einfach, ohne komplizierte Theorien. Und ich habe momentan eine Phase, wo ich mich frage, ob viele Probleme nicht überhaupt erst durch dieses dicke Buch kommen, wenn ich mich so umschaue.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)