Inhalt und Wesen der Rechtfertigungslehre

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    • Seele1986 schrieb:

      Das gebe ich zurück, denn eure Sichtweise will Gottes Gerechtigkeit nach menschlicher, juristischer Logik erfassen; und ihr wollt festlegen, wie das aussieht.
      Ich würde eher sagen, dass die juristische Komponente ein wesentlicher Teil der Verkündigung des Paulus war. Schon allein der Begriff Rechtfertigung ist hochgradig juristisch: jemanden gerecht sprechen oder jemanden für gerecht ansehen (obwohl er dies nicht ist) etc. Oder die Begriffe Schuld, Vergebung, Gnade, Verkläger, Fürsprecher usw.

      Das Problem ist nicht die juristische Sicht an sich, sondern die Einseitigkeit der Verkündigung. Positive Beispiele geben uns da die Briefe des Paulus, die immer einen "theologisch-juristischen" Teil (Rechtfertigung) und einen praktisch, seelsorgerlichen Teil (Heiligung) enthalten - beides meist wunderbar miteinander verknüpft.

      Wir legen Gottes juristische Logik nicht fest, wie diese auszusehen hat, sondern wir meinen ein Bild dieser Logik in der Bibel zu erfassen bzw. zu erkennen, welches sich von anderen Konfessionen in bestimmten Punkten unterscheidet. Wenn du etwas bestimmtes in der Bibel erkannt hast, legst du dann auch fest, wie dies aussieht? Woher kommt die Verknüpfung zwischen Erkenntnis (Erfassen) und der Festlegung, wie etwas auszusehen hat?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      Wenn du etwas bestimmtes in der Bibel erkannt hast, legst du dann auch fest, wie dies aussieht?
      Natürlich. Das tue ich ja hier.

      Ich sagte nur an Jacob, dass ich seine Kritik an ihn zurückgebe, denn er/ ihr tut das auch.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Bemo schrieb:

      Schon allein der Begriff Rechtfertigung i
      Der Begriff ist juristisch, natürlich. Aber der Inhalt der Rechtfertigungslehre ist nicht juristisch.
      Die Begriffe sind es selbstverständlich.

      Die Bibel zeigt uns aber Gottes "Justiz" und die ist nicht die unsrige.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Adventistische Prediger sagen: "Was wäre das für ein Gott, der einen Menschen auf ewig foltert? Wie soll die Mutter im Himmel glücklich sein, wenn das Kind in der Hölle gequält wird?"
      Wird das Kind aber ausgelöscht, dann soll die Mutter glücklich sein können?
      Ich weiß, so wird leider zu oft gepredigt und argumentiert. Besser wäre es anhand der Bibel zu zeigen, wie es ist und nicht menschliche Logik zu gebrauchen, um jemand mit rhetorischen Fragen irgendwo hinzulenken.

      Es gibt keine ewige Höllenqual, und sollte doch ein (erwachsenes) Kind auf ewig ausgelöscht werden, dann werden der Mutter trotz alledem die Tränen abgewischt.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Seele1986 schrieb:

      Der Begriff ist juristisch, natürlich. Aber der Inhalt der Rechtfertigungslehre ist nicht juristisch.
      Kannst du den Inhalt der Rechtfertigungslehre ohne Juristerei erklären? Was ist denn für dich der Inhalt der Rechtfertigungslehre?

      Seele1986 schrieb:

      Die Bibel zeigt uns aber Gottes "Justiz" und die ist nicht die unsrige.
      Ja klar, das behauptet auch kein Adventist, dass Gottes Justiz unsere ist - uns ist nur unsere Erkenntnis darüber.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Adventistische Prediger sagen: "Was wäre das für ein Gott, der einen Menschen auf ewig foltert? Wie soll die Mutter im Himmel glücklich sein, wenn das Kind in der Hölle gequält wird?"
      Wird das Kind aber ausgelöscht, dann soll die Mutter glücklich sein können?


      Es gibt keine ewige Höllenqual, und sollte doch ein (erwachsenes) Kind auf ewig ausgelöscht werden, dann werden der Mutter trotz alledem die Tränen abgewischt.

      Siehst du, das ist wieder so ne Aussage, die nirgends steht.
      Ihr geht davon aus, - ich auch, weil ich nicht an´s Auslöschen glaube - daß verstorbene Babys nicht ausgelöscht werden!?
      Ab wann wird dann ausgelöscht? Ab 10, ab 14 oder erst ab 18?
    • Bemo schrieb:

      Was ist denn für dich der Inhalt der Rechtfertigungslehre?
      Dass Gott mich aus Liebe angenommen hat und aus Gnade meine Verfehlungen übersieht, in denen ich lebte, und mich lehrt, immer mehr wie sein geliebter Sohn zu werden;
      und dass dieser Zugang nicht durch Ritus und Kult, sondern allein durch Glauben und Geist möglich ist.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Yppsi schrieb:

      Siehst du, das ist wieder so ne Aussage, die nirgends steht.
      Ihr geht davon aus, - ich auch, weil ich nicht an´s Auslöschen glaube - daß verstorbene Babys nicht ausgelöscht werden!?
      Ab wann wird dann ausgelöscht? Ab 10, ab 14 oder erst ab 18?
      Auch wenn's unbefriedigend klingt: Das legt Gott fest.

      Aber du hast recht, Gott könnte auch Kinder auslöschen, nur wenn er etwas (nach meiner Erkenntnis) anderes offenbart, wird er es nicht tun - es sei denn er hält sich nicht an sein eigenes Wort, was er theoretisch auch nicht müsste, weil er ja garnichts muss. Aber das hatten wir ja alles schon...

      Gott ist keine Maschine, kein System und keine Idee, wo man weiß wie sie funktioniert. Er ist eine Person, der man nur vertrauen und glauben kann.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Seele1986 schrieb:

      Dass Gott mich aus Liebe angenommen hat und aus Gnade meine Verfehlungen übersieht, in denen ich lebte, und mich lehrt, immer mehr wie sein geliebter Sohn zu werden;
      und dass dieser Zugang nicht durch Ritus und Kult, sondern allein durch Glauben und Geist möglich ist.
      Meiner Meinung nach fehlt da das "Kreuz" - Rechtfertigungslehre ohne Jesus?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Ab wann wird dann ausgelöscht?
      Es wird nichts und niemand ausgelöscht!

      Ich sage jetzt nicht, daß niemand ausgelöscht wird, aber ich sage, daß es ganz anders kommen wird, als wir ALLE hier denken.
      Gott ist gerecht und er wird nicht dem Einen 18 Jahre lang die Chance geben, zum Glauben zu finden, und dem Anderen 80 Jahre lang und beide, den 18jährigen tödlich Verunglückten auslöschen, ebenso wie den 80jährigen, der 5 mal so viel Zeit hatte, weil sie ihn nicht gefunden haben.
      Oder einem 13 1/2 jährigen Ungläubigen das ewige Leben schenken und den 14 jährigen vernichten.
    • Bemo schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Siehst du, das ist wieder so ne Aussage, die nirgends steht.
      Ihr geht davon aus, - ich auch, weil ich nicht an´s Auslöschen glaube - daß verstorbene Babys nicht ausgelöscht werden!?
      Ab wann wird dann ausgelöscht? Ab 10, ab 14 oder erst ab 18?
      Auch wenn's unbefriedigend klingt: Das legt Gott fest.
      Klingt unbefriedigend, habe aber genau damit gerechnet. ;)
    • Hallo,
      ich habe die Gedankenaustausch zur Rechtfertigungslehre aus dem Thread Fegefeuer abgetrennt und als neues Thema gestartet.

      Von daher noch mal die Fragen an alle:

      Wie versteht ihr "eure" Rechtfertigungslehre?
      Was ist der Inhalt "eurer" Richtigfertigungslehre?
      Was ist ihr Wesen?
      Was ist ihr Kern?
      Und als Bonusfrage: Welche Rolle spielen dabei juristische Aspekte?


      Biblische Begründungen sind wie immer gern gesehen.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Leider wird bei der "Rechtfertigung" aus Glauben/Gnade traditionell der Schwerpunkt nur auf persönliche "Schuldvergebung" gelegt. Das ist so durch Augustinus und die katholische Kirchen-Lehre gekommen. Die Schuldvergebung wurde fälschlich an die "Mitgliedschaft" in der "Kirche" gebunden.

      Gott hingegen rechtfertigt seine ursprüngliche Erschaffung aller Dinge und Wesen. Zugleich vergibt er die persönliche Schuld dessen, der an die Verheißung/Evangelium glaubt. Das ewige Leben in einer neuen zukünftigen Schöpfung wird die Folge sein.
    • Bemo schrieb:

      Was ist der Inhalt "eurer" Richtigfertigungslehre?
      Was heißt hier "eurer" ??? Es gibt nur die biblische Rechtfertigungslehre!

      Norbert Chmelar am 30. Januar 2016 schrieb:

      Stofi schrieb:

      Kann denn der Glaube ihn selig machen?
      Ja, der Glaube ... a l l e i n ... macht uns selig! ===> Das ist die Hauptlehre des Neuen Testamentes (NT)! Darüber - über das Verhältnis Glaube - Werke - ist Luther schier zerbrochen, hätte er beinahe seinen Glauben verloren. Dieser innere Kampf wird gerade im Leben des Reformators Martin Luther deutlich: Als Mönch im Kloster versuchte er mit Werken einen gnädigen Gott zu erreichen! Er hatte ständig Angst "das ewige Leben zu verlieren" und legte sich härteste Bußübungen auf - wurde aber dadurch nur noch mehr verzweifelt: "Ich bin nicht fähig für das Himmelreich!" klagte Luther - auch seinem Augustiner-Obersten von Staupitz! Bis Luther auf ein mal auf die Stelle in Römer 1,17 aufmerksam wurde: "Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht(in Habakuk 2,4): <<Der Gerechte wird aus Glauben leben.>>"Da fiel es Martin Luther wie Schuppen von den Augen, dass er bisher auf einem falschen Weg war! Nur der Glaube allein rettet einen Menschen! Das ist die Hauptlehre des NT! Der Glaube und die Gnade Gottes ist das Wichtigste! (siehe 16 weitere folgende Bibelstellen!)

      1.)

      Bibelstelle

      "Ich rede aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die da glauben."(Römer 3,22)

      2.)

      Bibelstelle

      "und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist."(Römer 3,24)

      3.)

      Bibelstelle

      "So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben."(Römer 3,28)

      4.)

      Bibelstelle

      "Denn es ist der eine Gott, der da gerecht macht die Juden aus dem Glauben und die Heiden durch den Glauben."(Römer 3,30)

      5.)

      Bibelstelle

      "Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit."(Römer 4,5)

      6.)

      Bibelstelle

      "Derhalben muß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf dass sie sei aus Gnaden..."(Römer 4,16)

      7.)

      Bibelstelle

      "Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus"(Römer 5,1)

      8.)

      Bibelstelle

      "...Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit getrachtet, haben die Gerechtigkeit erlangt; ich rede aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt."(Römer 9,30)

      9.)

      Bibelstelle

      "Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht so..."(Römer 10,6)

      10.)

      Bibelstelle

      "Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Christus Jesus, sind auch wir gläubig geworden an Christus Jesus, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Fleisch gerecht."(Galater 2,16)

      11.)

      Bibelstelle

      So hat doch »Abraham Gott geglaubt, und es wurde ihm gerechnet zur Gerechtigkeit« (1. Mose 15,6).7 Erkennt also: Die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder."(Galater 3,6+7)

      12.)

      Bibelstelle

      "Die Schrift aber hat es vorausgesehen, dass Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht."(Galater 3,8)

      13.)

      Bibelstelle

      "So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus, damit wir durch Glauben gerecht würden."(Galater 3,24)

      14.)

      Bibelstelle

      "Denn aus Gnade seid ihr gerettet worden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus den Werken, auf dass sich nicht jemand rühme."(Epheser 2,8+9)

      15.)

      Bibelstelle

      "und in ihm erfunden werde, damit ich nicht habe meine eigene Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, nämlich die Gerechtigkeit, die aus Gott kommt, auf Grund des Glaubens."(Philipper 3,9)

      16.)

      Bibelstelle

      "und durch seinen Glauben sprach er der Welt ihr Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt."(Hebräer 11,7b)


      Stofi schrieb:

      Man sieht, in der Bibel steht beides. Beides ist unabdingbar. Glaube UND Werke. Grade bei Abraham ist es deutlich: eine Stelle sagt, er wurde aus dem Glauben- , die andere sagt: aus dem Werken gerechtfertigt.
      Deshalb sagt ja z.B. die Katholische Kirche, dass zum Glauben die Werke dazu gehören! Unter den kath. Dogmen Nr.130 und 133 schreibt sie: Dogma 130: Die empfangene Gnade kann durch gute Werke vermehrt werden. Dogma 133: Der Gerechtfertigte verdient sich durch seine guten Werke die Vermehrung der heiligmachenden Gnade, das ewige Leben und die Vermehrung der Himmelsglorie. Gleichzeitig widerspricht aber Dogma 113 den beiden Dogmen 130+133! Dogma 113: Die Gnade kann durch natürliche Werke weder de condigno(???) noch de congruo(???) verdient werden.
      Aber unter RN 426 im Kompendium schreibt die RKK: "Gott gegenüber kann der Mensch an sich kein Verdienst geltend machen, weil er alles aus Gnade von ihm empfangen hat. ... Die Verdienste der guten Werke müssen deshalb zunächst der Gnade Gottes und dann dem freien Willen des Menschen zugeschrieben werden."

      Wir Evangelischen können den Dogmen 130+133 nicht zustimmen, denn sonst wäre Gnade nicht mehr Gnade! Auch hat ja die RKK der lutherischen Rechtfertigungslehre (siehe oben!) am 31.10.1999 in der Gemeinsamen Erklärung zugestimmt. ===> Der bibl. Befund ergibt in seiner Mehrheit eindeutig, dass der Mensch allein durch den Glauben gerechtfertigt wird, und nicht durch Werke! (Was übrigens auch advent. Lehre ist!) Die Werke sind die Frucht des Glaubens! Aber nicht Bedingung für den Glauben.
    • Römerbrief 3:28. im Original:

      "... gerechtfertigt werde ein Mensch durch Glauben ohne Gesetzeswerke."

      Das lutherische "Allein" steht hier nicht.

      Es geht bei "Gesetzeswerken" nicht um die Thora/Mose sondern um Mischnah/Halachah/Talmud, die "Aufsätze der Ältesten" aus Babylon.


      Paulus will dasselbe sagen wie Jesus in der Bergpredigt, dass die Thora im Geiste/durch "Glauben" zu halten ist.


      Die Gegner Pauli/Jesu wollten nicht aus Glauben sondern aus "eigenen" Werken gerettet werden. So schufen sie Gesetze gegen Gottes Gebot.
    • freudenboten schrieb:

      sondern um Mischnah/Halachah/Talmud, die "Aufsätze der Ältesten" aus Babylon.
      Steht nichts von in der Bibel; da hatte dich Bemo schonmal drauf hingewiesen, glaube ich.

      Schaut man sich einfach die Begriffe an, dann ist es doch leicht:
      Gesetzeswerke sind Praktiken, Riten, Kulte, Almosen aus Pflicht, Wallfahrten, letztlich alles, was ich tue und dann denke, ich verbinde mich dadurch mit Gott oder sammle Punkte und Karma im Himmel.
      Gleichsam die Werks-gerechtigkeit.

      Was Jesus lehrte ist sehr simpel: handelst du aus Liebe, dann ist das Werk rein. Wie es situativ und im Detail aussieht, ist sekundär. Das Herz wird geprüft und wir lernen durch den Geist, unser Herz zu prüfen.
      Praktiken, um sich mit dem Göttlichen zu verbinden, braucht es nicht. Jesus macht uns klar, dass dieser Gott in uns ist und wir in ihm; es ist Geist und er muss im Geist und in Wahrheit angebetet werden.

      Wahrheit und Wahrhaftigkeit heißt: ohne Zinober und Gehampel, sondern als das, was ich bin, ein einfacher Mensch.
      Hinstellen oder Hinsetzen, Haltung annehmen, Stille einkehren lassen und mit ihm sprechen, wie mit einem geliebten Menschen.

      Es wird immer von der Rechtfertigung und "Stellvertretung" gesprochen; manchmal wirkt es sogar götzenhaft.
      Er hat aber auch gesagt: Ihr seid in mir, wie ich im Vater bin, und der Vater in mir ... - Folglich? Der Vater auch in uns, und wir dürfen sagen "Abba, lieber Vater" und können mit ihm reden, wie Sohn und Tochter, wie Jesus es tat.

      Wenn man das den Leuten erzählt und beibringt, gefällt das vielen Kirchen natürlich gar nicht! Daher wird von dem Opfer viel und fälschlich geredet, der Rest aber oft weggelassen.
      Das geht soweit, dass auf Flyern steht: "Jesus starb für Dich! Was tust Du für ihn?!", oder, dass gelehrt wird: "Im Prinzip hast Du Jesus ans Kreuz genagelt! Denn er starb wegen deiner Sünde und Bosheit!";
      das wird kleine Kinder gelehrt.

      Ein Urproblem bis heute bei vielen Menschen ist, dass sie gar nicht verstehen, warum Gott seinen Sohn wegen uns hinschlachten lässt. Und ich kann diese Menschen verstehen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)