Christus aus Eigennutz verkünden

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    • Christus aus Eigennutz verkünden

      Eigennutz ist ein Thema, in der christlichen Verkündigung kam es wohl nicht so selten vor.(Phiipper1)
      Vielleicht könnte man mal Unterschiede herausarbeiten und wann arbeitet eine Kirche zum Eigennutz?
      Ich schaue da durchaus auch kritisch auf meine eigene Kirche. Selbstdarstellung und Existenzberechtigungsbegründungen haben viele Gesichter.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pfingstrosen ()

    • Der Tradition die absichtliche Geschichtsfälschung zu unterstellen, halte ich für falsch.
      Unwissenheit und Fälschung sind doch ein großer Unterschied.

      Mahler sagte mal: "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers." - So sollte es sein.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Mahler sagte mal: "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers." - So sollte es sein.
      Kann man "Feuer " weiter geben? Eine Haltung " Feuer " empfangen zu wollen, das kann man vielleicht weiter geben.

      "Tradition verpflichtet", heißt es und ist irgendwie nicht klar wem man da genau verpflichtet sein soll...

      Im Jüdischen ist der Mensch dem Gesetz verpflichtet, zumindest gibt die Tradition das Gesetz weiter, wenn ich es richtig verstehe.
      Auch da wurde viel Menschliches hinzugefügt und es blieb nicht ohne Kritik seitens Jesu, oder?

      Ich denke die Gaben sind zur Positionierung eines Christen zum Dienst. Eigennutz liest sich für mich wie eine Eigenpositionierung.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Kann man "Feuer " weiter geben? Eine Haltung " Feuer " empfangen zu wollen, das kann man vielleicht weiter geben.
      Ich denke, solche Einzeiler sind nicht dazu gedacht, sie auseinanderzunehmen. Sie sind immer pointiert.

      Pfingstrosen schrieb:

      Ich denke die Gaben sind zur Positionierung eines Christen zum Dienst. Eigennutz liest sich für mich wie eine Eigenpositionierung.
      Eigennutz sehe ich anders. Eigenpositionierung darf es durchaus geben, finde ich; (oder du meinst das Wort anders)

      Von Eigennutz ist z.B. in 1. Kor 3,5-17 auch die Rede. Man baut auf weltliche Werke, um sich zu bereichern, mächtig zu sein, Prestige und Ansehen zu haben, und dergleichen mehr.
      Die Anerkennung, die Verneigungen, die geküssten Hände, das Kleid des Priesters, was ihn vom "Profanen" unterscheidet, die Titel (siehe anderer Thread); alldas ist verführerisch.

      Gehst du dort nicht mit, dann wirst du kaum aufsteigen auf der Leiter, beziehst aber sehr wohl eine Eigenpositionierung.
      Man darf den gläubigen und treuen Christen sehr wohl mit der biblischen Wahrheit in Verbindung setzen; man darf sie nur nicht gleich-setzen.
      Daher würde ich das "Eigenpositionierung" nennen, zumal die Umwelt es ja auch als solche betrachtet.

      Dann aber bleibst du nicht mehr im "Dienst" dieser Leute, sondern verlässt diesen Dienst. Der Dienst, den du getan hast, ist eine Unterscheidung, die du gesetzt hast, und die andere vielleicht bemerken.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Bezogen auf die Traditionen war mir der Begriff Feuer nicht passend, aber egal.
      Bei "Eigenpositionierung" denke ich daran, dass Jesus uns vorlebte sich selbst für eine von Gott gewollte Position zur Verfügung zu stellen.
      Das ist dann keine Eigenpositionierung , sondern man kommt an den von Gott bestimmten Platz.

      Wenn ich , wie in "Dornenvögel" Karriere machen möchte oder eben irgendwie Jesus als Information oder Kirche als Arbeitsplatz benutze, dann
      wäre das jetzt Eigennutz.

      So habe ich es gemeint.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Die Evangelischen haben's vorgemacht...!
      Und mit einem evangelischen Pastor wäre es keine so schöne Geschichte geworden ;)

      Da wären wir wieder bei der Frage, ob Gutes und Schlechtes irgendwo einander bedingt.
      In der Literatur mit Sicherheit.

      Aber ich schweife ab .......... :D
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Pfingstrosen schrieb:

      Vielleicht könnte man mal Unterschiede herausarbeiten und wann arbeitet eine Kirche zum Eigennutz?
      Wer Jesus verkündet gibt Zeugniss ab und wünscht sich, das der Zuhörende Jesus auch kennenlernt.
      Der überlässt dem anderen die Entscheidung, welcher "Kirche" er sich anschließt.
      Der säät und überlässt dem HL.Geist den Rest.

      Wer aus Eigennutz arbeitet benutzt meistens folgende "Stilmittel".
      Die anderen werden schlecht gemacht..
      Die eigene Lehre wird als die richtige gepriesen.
      Es wird mit Druck oder Drohung gearbeitet
      Man verpricht das Heil durch die richtige Kirche zu besitzen...
      Die "Sünde" steht immer im Vordergrund der Evangelisation.
    • freudenboten schrieb:

      1. Korinther 13:9.10.

      Stückwerk
      Zunächst heisst der thread "Christus aus eigennutz verkünden". was hat Tradition da zunächst zu suchen ?

      Und leider Freudenbote, Deine Botschaften zu diesem Therad sind keine Freude. Hätten die Ursulinen nur ihre tRadition beibehalten - die Schülerinnen bis zum 18. Lbenensjahr hatten als traditionelle SChuluniform blaune FAltenrock und blaue Bluse, die Schülerinnen der Dominikanerinnen - - - und es gibt immer noch Traditionen der Universitäten und TArditionen der esellschaftsschichten oder der einen und der anderen Stadt oder von Dorf zu Dorf, welche ein Kontinuum aufrechterhalten - -was das alles nmit Geschichtsfälschung / absichtlich / Stückwerk zu tun haben soll ?
    • Bogi111 schrieb:

      Man verpricht das Heil durch die richtige Kirche zu besitzen...
      Bislang vertritt in offiziellen Glaubensbekenntnissen - so viel ich weiß - (kann mich aber auch irren) - nur die Römische Katholische Kirche(RKK) für ihre Kirche das Heilsmerkmal. Nur sie - die RKK - ist die allein seligmachende Kirche - nur durch sie gelangt jedweder Mensch zum Heil (---> siehe im dortigen Katechismus!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Seele1986 schrieb:

      Mahler sagte mal: "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers."
      ... das geht wohl auf ein Zitat von Thomas Morus (1478 - 1535) zurück.
      Thomas Morus war ein englischer Staatsmann und humanistischer Autor.
      Er ist Heiliger der Römisch-Katholischen Kirche (Gedenktag 22. Juni)
      und Patron der Regierenden, Politiker sowie der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG).
      Er sagte damals:
      "Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme."

      Nicht umsonst hat das Feuer für uns Menschen eine so große Bedeutung:
      - es liefert Wärme, wenn es draußen kalt ist
      - es bietet Helligkeit, wenn es dunkel ist
      - es ermöglicht die Zubereitung einer warmen Mahlzeit

      Das Hüten des Feuers ist mit großer Achtsamkeit verbunden,
      es muss ständig neues Holz 'nachgefüttert' werden,
      es darf nicht zu viel und nicht zu wenig sein ...

      Ich finde, es gibt kein besseres Symbol für lebendige Traditionen als das 'Feuer',
      welches durch die Glut von einer Herdstelle zur nächsten
      oder durch den Kienspan von einer Kerze zur anderen weitergegeben wird ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ghasel ()

    • Ghasel schrieb:

      Thomas Morus
      Ganz genau. Ich finde nur die Formulierung von Mahler etwas schöner, daher wählte ich sie :)

      Der Mensch tradiert immer; man mag sich so souverän geben, wie man will.
      Und wenn man sich in einer Gemeinde "nur an die Schrift hält", dann tradiert man eben diesen Satz :D

      Traditionen geben Sicherheit und stellen im besten Fall eine Einübung, eine Vertiefung dessen dar, was da brennt und lebt.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Traditionen geben Sicherheit
      Das ist sicher richtig!

      Das Problem bei der Rom-Kirche ist nun aber: Wie verhalten sich Tradition und Heilige Schrift zueinander?
      Das Konzil von Trient(1545) sagte: Die Tradition geht der Schrift vor. Das II. Vatikanum(420 Jahre später) hat sich - so weit ich weiß hier ausgeschwiegen - Benedikt XVI.(2013) betonte den Vorrang der Schrift vor der Tradition (sehr nahe an Luthers "Sola Scriptura") - auf K-TV wurde gesagt, dass die Schrift innerhalb der Tradition entstand und daher die Schrift immer im Sinne der - natürlich - katholischen - Tradition ausgelegt werden müsse!
      Die Proterstanten betonen offiziell .. n o c h .. den absoluten Vorrang der Schrift ("SOLA SCRIPTURA") vor der Tradition; seitens der Bibel könnten somit unbibl. Traditionen (in meinen Augen z.B. die ewige Höllenqual-Lehre!) von seiten der Bibel geändert werden. Bislang aber weder in Sachen Höllenlehre, noch in Sachen Babytaufe, noch in Sachen Sabbat geschehen...