Fegefeuer

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      DonDomi schrieb:

      Aber es würde mich trotzdem interessieren wie die RKK diese Ansicht herleiten.
      siehe hier:
      Fegefeuer

      Yppsi schrieb:

      2 Makk 12 42-45
      Dies ist übrigens auch eine Stelle, die den katholischen Ablasshandel beschreibt! Deswegen hat Luther vollkommen zu Recht daher auch die Apokryphen "als der Heiligen Schrift (AT+NT) nicht gleichgestellt" betrachtet.
      Übrigens: Der Ablasshandel wurde zwar auf dem Trientiner Konzil 1546 verboten, nicht jedoch der Ablass generell; der gilt kath. bis heute! Auf selbigem Konzil wurden übrigens fast 1500 Jahr nach der bibl. Kanon-Bildung(!!!) die Apokryphen als "dem Kanon der Bibel zugeordnet" und damit als vollgültig erklärt.
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      Seele1986 schrieb:

      Die katholische Idee des Fegefeuers
      mit

      Bogi111 schrieb:

      Bezugsquellen!
      Katechismus der Katholischen Kirche:

      III Die abschließende Läuterung - das Purgatorium
      1030 Wer in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, ist zwar seines ewigen Heiles sicher, macht aber nach dem Tod eine Läuterung durch, um die Heiligkeit zu erlangen, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen zu können.

      1031 Die Kirche nennt diese abschließende Läuterung der Auserwählten, die von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden ist, Purgatorium [Fegefeuer]. Sie hat die Glaubenslehre in bezug auf das Purgatorium vor allem auf den Konzilien von Florenz [Vgl. DS 1304] und Trient [Vgl. DS 1820; 1580] formuliert. Im Anschluß an gewisse Schrifttexte [Vgl. z.B. 1 Kor 3,15, 1 Petr 1,7] spricht die Überlieferung der Kirche von einem Läuterungsfeuer:

      „Man muß glauben, daß es vor dem Gericht für gewisse leichte Sünden noch ein Reinigungsfeuer gibt, weil die ewige Wahrheit sagt, daß, wenn jemand wider den Heiligen Geist lästert, ihm ‚weder in dieser noch in der zukünftigen Welt‘ vergeben wird (Mt 12,32). Aus diesem Ausspruch geht hervor, daß einige Sünden in dieser, andere in jener Welt nachgelassen werden können" (Gregor d. Gr., dial. 4,39).

      1032 Diese Lehre stützt sich auch auf die Praxis, für die Verstorbenen zu beten, von der schon die Heilige Schrift spricht: „Darum veranstaltete [Judas der Makkabäer] das Sühnopfer für die Verstorbenen, damit sie von der Sünde befreit werden" (2 Makk 12,45). Schon seit frühester Zeit hat die Kirche das Andenken an die Verstorbenen in Ehren gehalten und für sie Fürbitten und insbesondere das eucharistische Opfer [Vgl. DS 856] dargebracht, damit sie geläutert werden und zur beseligenden Gottesschau gelangen können. Die Kirche empfiehlt auch Almosen, Ablässe und Bußwerke zugunsten der Verstorbenen.

      „Bringen wir ihnen Hilfe und halten wir ein Gedächtnis an sie. Wenn doch die Söhne Ijobs durch das von ihrem Vater dargebrachte Opfer geläutert wurden [Vgl. Ijoh 1,5], wie sollten wir dann daran zweifeln, daß unsere Opfergaben für die Toten ihnen Trost bringen? Zögern wir nicht, den Verstorbenen Hilfe zu bringen und unsere Gebete für sie aufzuopfern" (Johannes Chrysostomus,horn. in 1 Cor. 41,5).
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      Die Bibel kennt ein zeitlich begrenztes, endgültiges "Reinigungsfeuer" vom Ende des "Millenniums" bis zum Beginn von neuen Himmeln, neuer Erde. Johannes-Apokalypse 20, 2. Petrusbrief 3:7.-13.

      Es ist die Erfüllung des symbolischen "Brandopfers" am Ende des Entsühnungstages (Levitikus 16:24.-28.)

      Das Gleichnis Jesu Lukas 16:19.ff. entspricht genau diesem Zeit-Schema.

      Im biblisch-hebräischen "Scheol=Hades" gibt es kein Leben und es brennt kein "Feuer" (Prediger 9:5.).
      Lukas 16:23. beschreibt daher den Augenblick am Ende des (zukünftigen, Psalm 90) Millenniums. Der "Grieche" Lukas benutzt hier anstelle des sonst üblichen "Gehenna" das Wort "Hades" . Die Bedeutung ist aber eindeutig "Gehenna".

      Betont wird diese Sicht vom "Feuer" am Ende des Millenniums durch die "große Kluft". Es ist die Kluft zwischen der Auferstehung der Gerechten bei der Wiederkunft Christi am Beginn des Millenniums einerseits und der Auferstehung der Gottlosen zum "Feuer" am Ende des Millenniums andererseits.
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      Wer über das Fegefeuer nachdenkt, der müsste auch über Freiheit nachdenken.

      Joh 8,36 Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.

      Beides passt ja nicht zusammen.

      Halbfrei geht ja nicht.

      Eigentlich irre ,was der Mensch sich selbst mit so viel "Aberglaube" antut.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
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      freudenboten schrieb:

      Meistens wurde AT-"Sheol" mit Hades übersetzt. Das Feuertal (Hinnom) mit "Gehenna", ein im Griechischen unbekanntes Wort. Lukas benutzt hier Hades, Jesus selbst sprach von dem "Feuer" der "Gehenna", nicht des Hades.
      Ach, ja klar. Sorry, habe mich vertan. Scheol und Hades sind das selbe, genau.

      Aber dort für Gehinnom steht also Hades?
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
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      Ich schätze, du wirst nur den Begriff Hades dort finden.
      Das Gleichnis nutzt durchaus Bilder der griechischen Mythologie, wenn man hinsieht.
      Man muss mal diese Fixierung loslassen, was Jesus gesagt und gemeint haben darf und was nicht, denke ich.

      Denn er spricht zwar zuerst zu Juden, aber durchaus zu Menschen, die ja unter einer römischen (griechischen) Besetzung leben und benutzt diese Bildwelt.
      Doch nicht, um die Totenwelt zu beschreiben, sondern eigentlich, um eben dieses Leben hier hervorzuheben.

      Jesus ist vollkommen undogmatisch. Davon könnten wir lernen.
      Wie Paulus sagte: Den Juden bin ich ein Jude geworden, den Heiden bin ich ein Heide geworden.

      Missionare aßen Käfer und Spinnen im Busch, um sich den Naturvölkern anzunähern. Ich weiß, für einige hier undenkbar.

      Die Alternative wäre und war: Entweder du glaubst dran, oder du musst dran glauben.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)