Ga 5,22: Frucht des Geistes

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    • Ga 5,22: Frucht des Geistes

      Gal 5,22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
      23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.

      Man sieht, dass wir Adventisten uns selbst bei diesem Satz schwer tun.

      Wer tut nun die Liebe?

      Bist du es selbst der die Liebe tut?
      Ist es der Geist, der in dir lebt? Oje Gefahr von Pantheismujs?
      Ist die Liebe in dir, die der Geist aufweckt, wie ein Gerät das ausgesteckt ist und Geist macht wieder die Verbindung?
      Da wir alle Sünder sind, sind wir aus uns heraus nicht fähig zur Liebe?
      Wenn wir es aber selber könnten, brauchen wir den Geist?
      Und wenn wir es nicht selbst könnten, dann müssten wir uns doch nicht anstrengen?
      Wenn wir uns aber anstrengen müssen, steht die Gefahr der Gesetzlichkeit und Werksgerechtigkeit wieder im Raum.
      Aber wenn wir es aus uns nicht könnten, dann könnte ich den anderen doch gar nicht auf die Finger klopfen, damit er sich mehr anstrengt. Oje wo bleit
      Wäre es nicht zu leicht, einfach den Geist darum zu bitten, dass er in mir das vollbringt?
      Nein, das wäre zu leicht oder doch wieder zu schwer, weil man es nicht gerne annimmt.
      Ich elendiger Mensch, wer kann mir daraus helfen: Dank sei Gott durch Jesus!
    • Es könnte zum verzeifeln sein, das menschliche Elend: Der göttliche Anspruch ("Frucht des Geistes") und die menschliche Natur ("Begierden des Fleiches"). Und nun befindet sich unser "Ich" dazwischen im täglichen Kampf. Siege, die einen stolz machen könnten. Niederlagen, die einen verzweifeln lassen könnten.

      "Das Christentum ist seltsam: Es schreibt dem Menschen vor, zu erkennen, daß er gemein, ja sogar verabscheuungswürdig ist, und es schreibt ihm vor, Gott ähnlich sein zu wollen. Ohne ein solches Gegengewicht würde diese Erhöhung ihn fürchterlich eitel, oder jene Demütigung ihn entsetzlich niedergeschlagen machen.
      Wenn der Mensch Gott erkennt, ohne sein Elend zu erkennen, verfällt er dem Stolz. Erkennt er sein Elend, ohne Gott zu erkennen, verfällt er der Verzweiflung. Durch die Erkenntnis Jesu Christi stehen wir in der Mitte, denn darin finden wir sowohl Gott wie auch unser Elend.
      Jesus Christus ist ein Gott, dem man sich nähert, ohne stolz zu werden, und vor dem man sich erniedrigt, ohne zu verzweifeln."

      (B. Pascal, Gedanken, S. 120)
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Manfred7 schrieb:

      Wer tut nun die Liebe?

      Bist du es selbst der die Liebe tut?
      Ist es der Geist, der in dir lebt? Oje Gefahr von Pantheismujs?
      Gefahr des Pantheismus sehe ich eigentlich nicht, da es doch der Geist Gottes ist, der nicht getrennt von ihm eine andere Gottheit ist.
      So wie der Geist des menschen nicht getrennt von diesem Menschen existiert (ausser in Gespenstergeschichten :D ).

      1Kor 2,11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.

      Und diesen Geist lässt Gott in uns wohnen und regieren - wenn wir es zulassen.
      Dieser Geist macht uns zu seinen Kindern, Joh 1,13 die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

      Und treibt uns in unserem Denken und Tun: Röm 8,14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

      Der Geist Gottes bezeugt unserem Geist diese Kindschaft: Röm 8,16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
      Und er gibt Zeugnis von Jesus: Joh 15,26 Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.

      Voraussetzung ist, dass wir in ihm bleiben: Joh 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.


      Wir können aber auch unser Herz vor seinem Wirken verschliessen und uns so ihm entziehen
      1Joh 3,17 Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm?

      Was dem am meisten im Weg steht, ist unser Eigenwille - und ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich es nicht schaffe, das Gute und Richtige zu tun bzw das Falsche zu lassen, dann liegt es in der Regel daran, dass tief in mir drin doch noch ein Widerstand dagegen sitzt.
      Ich versuche dann, gegen diesen Widerstand trotzdem das Richtige zu tun, aber nur deshalb, weil ich weiss, dass es richtg ist - nicht, weil ich es wirklich selbst von Herzen auch will ..... und das ist sehr schwer und anstrengend. ...

      Leichter wird es, wenn ich diese Bemühung aufgebe und mein Wollen Gott bringe, damit der Heilige Geist an diesem Wollen arbeiten kann; also indem ich ihm zB sage:"Ich möchte nicht so oder so denken oder diese und jene schlechten Gefühle meinen Mitmenschen gegenüber haben, schaffe es aber nicht, die falschen Gedanken und Gefühle loszuwerden. Bitte hilf mir, sie in deine Hand los zu lassen und bitte dich, mein Wollen so zu verändern, dass es mit deinem Willen übereinstimmt."

      Wir müssen es nicht schaffen, uns selbst zu verändern.
      Wir brauchen nur die Bereitschaft, uns von Gott verändern zu lassen; er tut es gerne - aber nicht gegen unseren Widerstand.
    • Manfred7 schrieb:

      Gal 5,22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
      23 Sanftmut, Keuschheit
      das sind 3 x 3 = 9 Eigenschaften des Heiligen Geistes.

      Bemo schrieb:

      Durch die Erkenntnis Jesu Christi stehen wir in der Mitte, denn darin finden wir sowohl Gott wie auch unser Elend.
      Da hatte Pascal Recht!
    • Lieber Manfred, man darf mMn, Gal. 5,22+23 nicht isoliert sehen, sondern nur im Zusammenhang des gesamten Briefes. Und da geht es darum, dass Gottes Gnade seit Abrahams Zeiten immer als Geschenk angeboten wird. Unser einziges und ganzes "Tum" besteht in der Annahme das Geschenkes und darin, dass der Mensch sich Gott übergibt und ihn durch den Heiligen Geist an sich arbeiten und wirken lässt. "Mit unsrer Kraft ist nichts getan."

      Die Gesetze, die den Vorgang des "Heil-Werdens" veranschaulichen, sind erst später durch Mose offenbart worden und haben sich alle in Christus erfüllt. Wer sich nun im Rahmen der göttlichen Gesetze "anstrengt", verfehlt das Ziel. Das lehrt der Galater Brief.

      Liebe Grüße von benSalomo.