Gesetzlichkeit und Werksgerechtigkeit

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bemo schrieb:

      Hallo,
      ich habe schon oft festgestellt, dass die Begriffe "Gesetzlichkeit" und "Werksgerechtigkeit" als Synonyme verwendet werden.
      Deshalb mal meine Frage an euch: Seht ihr einen Unterschied zwischen beiden Begriffen? Welche inhaltlichen Schnittmengen weisen beide Begriffe auf? Wo unterscheiden sie sich?
      Also ich sehe Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Begriffen. Paulus erwähnte ja, dass man mit (AT-)Gesetzes-Werken vor Gott, dem Vater Jesus unmöglich als Gerechter bestehen könne. Leider Gottes wurde in der Hoffnung für alle, statt Gesetzes Werke, Werke des Gesetzes fälschlicherweise Gute Werke verwendet, was vollkommen falsch ist.

      Luther 2017, Gal. 216 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch gerecht.


      Hoffnung für Alle Gal.2.16 Trotzdem wissen wir inzwischen sehr genau, dass wir nicht durch Taten, wie das Gesetz sie von uns fordert, vor Gott bestehen können, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus. Wir sind doch deshalb Christen geworden, weil wir davon überzeugt sind, dass wir nur durch den Glauben an Christus von unserer Schuld freigesprochen werden; nicht aber, weil wir die Forderungen des Gesetzes erfüllen. Denn kein Mensch findet durch gute Werke Gottes Anerkennung.

      Gute Nachricht Bibel Gal. 2.16 Aber wir wissen, dass kein Mensch deshalb vor Gott als gerecht bestehen kann, weil er das Gesetz befolgt. Nur die finden bei Gott Anerkennung, die in vertrauendem Glauben annehmen, was Gott durch Jesus Christus für uns getan hat.9 Deshalb haben auch wir unser Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt, um durch das Vertrauen auf ihn bei Gott Anerkennung zu finden und nicht durch Erfüllung des Gesetzes; denn mit Taten, wie sie das Gesetz verlangt, kann kein Mensch vor Gott bestehen.

      Neue Genfer Übersetzung Gal.2.16 Aber wir wissen ´jetzt`, dass der Mensch nicht durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften für gerecht erklärt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus. Darum haben auch wir unser Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt, denn wir möchten vor Gott bestehen können, und das ist – wie gesagt – nur auf der Grundlage des Glaubens an Christus möglich, nicht auf der Grundlage der Gesetzeserfüllung. Niemand steht durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften vor Gott gerecht da.

      Das Einhalten der Gebote wird immer als wichtig -z.B. als Zeichen für die Liebe zu Jesus oder auch für die Liebe zu Gott bezeichnet. Und einige Gesetze verlangten Taten, die Gebotes-Übertretung zur Folge hatten.

      Gesetzeswerke- der Gesetzlichkeit unterworfen sein (wie die Pharisäer und Schriftgelehrten) und Werke der Gerechtigkeit sind absolut unterschiedliche, ja gegensätzliche Angelegenheiten Das eine ist lieb- und erbarmungslos, das andere liebevoll und barmherzig, genau, was Jesus im Auftrag seines Vaters ja berichtigen wollte. Darum wohl machte Jesus ab sofort die Gültigkeit der bisherigen Gesetze und Propheten von der gelebten Liebe abhängig.

      Gesegnete Grüsse renato23

    • renato23 schrieb:

      Das Einhalten der Gebote wird immer als wichtig -z.B. als Zeichen für die Liebe zu Jesus oder auch für die Liebe zu Gott bezeichnet. Und einige Gesetze verlangten Taten, die Gebotes-Übertretung zur Folge hatten.
      Das taten die Pharisäer. Das war Gesetzlichkeit,Gesetze nicht zu übertreten. Wie schon gesagt wurde,Tempo 50 nicht zu überschreiten.
      Jesu hat zum Beispiel den Unterschied genannt beim Ehebruch. Wer eine Frau begehrlich anschaut begeht schon bei Gott Ehebruch....

      Werksgerechtigkeit hat mit "guten tun zu tun",um in den Himmel zu kommen..
      Matthaeus 7
      21Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
      22Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel
      ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?
      23Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!
    • renato23 schrieb:

      Und einige Gesetze verlangten Taten, die Gebotes-Übertretung zur Folge hatten.
      Könntest Du da bitte Mal Beispiele aus der Bibel bringen, denn so pauschal kann ich das nicht erkennen!
      Oder denkst Du hier z.B. daran, dass die Jünger am Sabbat Ähren ausgerissen haben oder dass Jesus am Sabbat Kranke geheilt hat?
      Beides wurde Jesus und den Jüngern von den Pharisäern als Verstoß gegen das Sabbat-Gebot vorgeworfen! Hast Du das gemeint?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      renato23 schrieb:

      Und einige Gesetze verlangten Taten, die Gebotes-Übertretung zur Folge hatten.
      Könntest Du da bitte Mal Beispiele aus der Bibel bringen, denn so pauschal kann ich das nicht erkennen!Oder denkst Du hier z.B. daran, dass die Jünger am Sabbat Ähren ausgerissen haben oder dass Jesus am Sabbat Kranke geheilt hat?
      Beides wurde Jesus und den Jüngern von den Pharisäern als Verstoß gegen das Sabbat-Gebot vorgeworfen! Hast Du das gemeint?
      Nein, diesmal nicht. Das ist doch ganz einfach: AT-Gesetzlich musste getötet/gesteinigt werden, wer z.B. Ehebruch beging (trotz immer geltenden Gebot, Du sollst NICHT töten.) statt wie Jesus jener Ehebrecherin anriet, künftig nicht mehr zu sündigen (Jesus ist ja gekommen, nicht um Sünder zu bestrafen, sondern um sie vom Sündigen abzubringen, wie ja seine Jünger und Apostel ja auch von ihm genau so gelernt und weitergelehrt haben. Allesamt arbeiteten auf das Reich Gottes hin, wo dann Sünde der Vergangenheit angehört.
    • Mi fallen zwei Beispiel ein .


      "Werkgerechikeitgkeit" -. So wurde vom Podium herab die spätmittelalterliche Usance bezeichnet vontäglichvon o bis 24 h Chräle ercshallen zu lassen. (Damit wäre uns er Aufstehen zu LIed und Gebet sowie ds Niederknien zur Gebetsgemeinschaft ja auc Werksgerchtigkei !

      Dagegen :

      Wozu tragen die Mitglieder des "Opus dei" unter dre Kleidung Blegürtel ?Gesetzlichkeit

      Gesetzlichkeit - Schwester XX, Häuschen in Uralubergegend, Zimmer vermietend, alter STA - Treffpunkt.. Eine Urlauberin musste plötzlich und unvorhersehbar schon sabbats abreisen. Schwester XX: "Lege mir das Geld hier auf den Küchentisch, sabbats greife ich kein Geld an (Na, Zahlschneine, Kreditkarten - - gab es damals noch nicht. Den ganze Sabbat lief SChwester xx um den Küchentisch herum, umczu erspähen, ob - ohne das Geld anzurühren - die iumme auch stimme.


      Na einkaufen tu`ich nicht am Sabbat , .Ich hole ; was ich unmittelbar sabbats brauche -wiozu habe ich eine Kreditkarte ? : 1 Nach der Jugendstunde gehen wir alle auf ein Eis; bis wir wir das endlich genossen haben, ist Sonnenuntergang schon vorbei - und wir zahlen - streng biblisch - bereits am Sonntag 1 -Einge namen es genauer : Sie gingen vor dem Eissalon auf und ab, mit daurndem Blick auf die Uhr - un dbetraten den Eissalon erst punkt nach Sonneuntergang, wie angegeben im Sabbatschulheft.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Bogi111 schrieb:

      renato23 schrieb:

      Das Einhalten der Gebote wird immer als wichtig -z.B. als Zeichen für die Liebe zu Jesus oder auch für die Liebe zu Gott bezeichnet. Und einige Gesetze verlangten Taten, die Gebotes-Übertretung zur Folge hatten.
      Das taten die Pharisäer. Das war Gesetzlichkeit,Gesetze nicht zu übertreten. Wie schon gesagt wurde,Tempo 50 nicht zu überschreiten.Jesu hat zum Beispiel den Unterschied genannt beim Ehebruch. Wer eine Frau begehrlich anschaut begeht schon bei Gott Ehebruch....

      Werksgerechtigkeit hat mit "guten tun zu tun",um in den Himmel zu kommen..
      Matthaeus 7
      21Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
      22Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel
      ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?
      23Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!
      Wer steinigte, Bog111 hielt die Gebote nicht ein, auch wer zum Steinigen aufrief hielt sich zwar an dasjenige mosaische Gesetz, verletzte das Gebot, Du sollst nicht töten. Sicher bezeichnete Paulus mal die Gebote als Gesetz aber dort wo er schrieb, Gal 2.16........denn mit Taten, wie sie das Gesetz verlangt, kann kein Mensch vor Gott bestehen.

      Wie Du Werksgerechtigkeit definierst, verstehe ich nicht ganz. In einer Freikirche hiess es, wer glaube er würde durch seine guten Werke von Gott als gerecht erklärt, könne sich damit den Himmel verdienen, liege falsch.

      Der Wille des Vaters im Himmel wird ja genauestens, zweifelsohne durch Jesus Christus seinen geistlich erstgezeugten Sohn gelehrt. Und der hängt nun mal mit GUTEN WERKEN zusammen, die Gott einem jeden willigen Menschen gemäss seinen Begabungen in die Wege geleitet hat sie zu tun. Nicht als Pflichtübung, sondern als intuitiv aus dem Herzen heraus. Warum wohl regte Jesus die Jünger an, ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, sondern ihr Licht leuchten zu lassen, damit die Leute die GUTEN WERKE sehen und den Vater im Himmel preisen.

      Im Himmel Einlass finden ja auch gemäss Jüngstem Gericht die warmherzigen Menschen, die wie schon vorher erwähnt, mit offenen Augen und warmem Herzen, helfenden Händen durch den Alltag schritten und ohne Ansehen der Person gerne taten, was ihnen half, Not linderte, Freude bereitete. = Schafe. Im Gegensatz zu den Böcken, die egoistisch eingestellt, solche göttlich inszenierte Situationen übersahen, kaltherzig wegsahen, aber glaubten, sie kämen so oder so in den Himmel, weil man dies ihnen so gesagt hat z.B. bei freikirchlichen Evangelisationen, wo man den Gutschein für den Himmel, samt Heiligen Geist postwendend nach dem Übergabegebet zugesagt bekam. :(
    • Steht im Urtext "nicht töten" oder "nicht morden ?

      renato23 schrieb:

      Nein, diesmal nicht. Das ist doch ganz einfach: AT-Gesetzlich musste getötet/gesteinigt werden, wer z.B. Ehebruch beging (trotz immer geltenden Gebot, Du sollst NICHT töten.) statt wie Jesus jener Ehebrecherin anriet, künftig nicht mehr zu sündigen (Jesus ist ja gekommen, nicht um Sünder zu bestrafen, sondern um sie vom Sündigen abzubringen, wie ja seine Jünger und Apostel ja auch von ihm genau so gelernt und weitergelehrt haben. Allesamt arbeiteten auf das Reich Gottes hin, wo dann Sünde der Vergangenheit angehört.
      Danke renato23 für die Klarstellung! Sehe ich wie Du!
      Deshalb sagt der kirchenkritische TV-Sender "DIE NEUE ZEIT", dass die ganzen Steinigungs-Gebote usw. gar nie niemals von Gott stammen könnten, da sie den 10 Geboten (u.a. "Du sollst nicht töten!") widersprechen, was ja so auch stimmt! Diese Gebote hätte die vom Sender so bezeichnete "Priester-Kaste" eingeführt, um ihre Machtstellung im jüdischen Volk zu etablieren!
      Nun sagen aber wiederum andere Sprachwissenschaftler/Bibelgelehrte, dass es in den Geboten gar nicht heiße, „Du sollst nicht töten!”, sondern dass hier im Urtext stehen würde: »Du sollst nicht morden!«
      ===> Damit - so wird gesagt - habe somit Gott sowohl die Steinigung als auch das Töten im Krieg (gegen die 7 kanaanitischen Heidenvölker) - damit also einen »gerechten Krieg« erlaubt!
      Was soll man nun eigentlich glauben und dazu sagen?
      Wie es auch immer im einzelnen im AT gewesen sei, fest steht für uns Christen (bis auf Teile in den USA!), dass Jesus die Steinigung für Ehebruch und damit die Todesstrafe abgelehnt hatte! Da stimme ich renato23 voll und ganz zu! Daran sollten sich Christen halten: "Der werfe den ersten Stein, der von euch ohne Sünde ist!"!
      Ein echter Christ kann nur ein eindeutiges Nein zur Todesstrafe sagen!!!

      philoalexandrinus schrieb:

      Mi fallen zwei Beispiel ein .


      "Werkgerechikeitgkeit" -. So wurde vom Podium herab die spätmittelalterliche Usance bezeichnet vontäglichvon o bis 24 h Chräle ercshallen zu lassen. (Damit wäre uns er Aufstehen zu LIed und Gebet sowie ds Niederknien zur Gebetsgemeinschaft ja auc Werksgerchtigkei !

      Dagegen :

      Wozu tragen die Mitglieder des "Opus dei" unter dre Kleidung Blegürtel ?Gesetzlichkeit

      Gesetzlichkeit - Schwester XX, Häuschen in Uralubergegend, Zimmer vermietend, alter STA - Treffpunkt.. Eine Urlauberin musste plötzlich und unvorhersehbar schon sabbats abreisen. Schwester XX: "Lege mir das Geld hier auf den Küchentisch, sabbats greife ich kein Geld an (Na, Zahlschneine, Kreditkarten - - gab es damals noch nicht. Den ganze Sabbat lief SChwester xx um den Küchentisch herum, umczu erspähen, ob - ohne das Geld anzurühren - die iumme auch stimme.


      Na einkaufen tu`ich nicht am Sabbat , .Ich hole ; was ich unmittelbar sabbats brauche -wiozu habe ich eine Kreditkarte ? : 1 Nach der Jugendstunde gehen wir alle auf ein Eis; bis wir wir das endlich genossen haben, ist Sonnenuntergang schon vorbei - und wir zahlen - streng biblisch - bereits am Sonntag 1 -Einge namen es genauer : Sie gingen vor dem Eissalon auf und ab, mit daurndem Blick auf die Uhr - un dbetraten den Eissalon erst punkt nach Sonneuntergang, wie angegeben im Sabbatschulheft.
      Dazu kann man nur den Kopf schütteln und von schlimmer Gesetzlichkeit reden! So wird das Sabbat-Gebot ad absurdum geführt!
    • renato23 schrieb:

      Wie Du Werksgerechtigkeit definierst, verstehe ich nicht ganz. In einer Freikirche hiess es, wer glaube er würde durch seine guten Werke von Gott als gerecht erklärt, könne sich damit den Himmel verdienen, liege falsch.
      Hallo Renato,Du gibst ja selbst die Antwort!

      renato23 schrieb:

      Der Wille des Vaters im Himmel wird ja genauestens, zweifelsohne durch Jesus Christus seinen geistlich erstgezeugten Sohn gelehrt. Und der hängt nun mal mit GUTEN WERKEN zusammen, die Gott einem jeden willigen Menschen gemäss seinen Begabungen in die Wege geleitet hat sie zu tun. Nicht als Pflichtübung, sondern als intuitiv aus dem Herzen heraus.
      Und wer aus dem Herzen handelt überlegt nicht lang ob etwas "gutes" zu tun ist...
      Deshalb sagt auch Jesus über diese Leute folgendes..
      Math.25...
      37 Dann werden die, die den Willen Gottes getan haben, fragen: 'Herr, wann sahen wir dich jemals hungrig und gaben dir zu essen? Oder durstig und gaben dir zu trinken?
      38 Wann kamst du als Fremder zu uns und wir nahmen dich auf, oder nackt und wir gaben dir etwas anzuziehen?
      39 Wann warst du krank oder im Gefängnis und wir besuchten dich?'
      40 Dann wird der König antworten: 'Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan.'
    • Für mich haben diese beide Begriffe ziemlich andere Bedeutung.

      Gesetzlichkeit:
      wenn jemand ohne selbst überlegen oder nachdenken immer nach einer Vorschrift sucht.

      Z.B.: als jugendliche waren wir am Sabbat Nm. zusammen, wir wollten zusammen bleiben und am Abend etwas spielen. Jemand fragte: - wann ist Sonnenuntergang? Ich schaute durchs Fenster und antwortete: - die Sonne berührt schon den Berghorizont, also noch einige Minute. Darauf er: - ich fragte nicht wo die Sonne steht, sondern was steht im Sabbatschulheft... (philo hat ähniches erzählt)

      Oder manche Evangelikalen nehmen die Hinweise von Paulus als Gesetz; Frau darf in der Gemeinde nix sagen :kichern: ... muss im Gottesdienst Kopftuch tragen o.Ä. Für mich ist das auch Gesetzlichkeit.

      Über Werksgerechtigkeit können wir dann reden, wenn die alte Denkweise über Gerechtigkeit in die Zeit des Evangeliums übertragen wird. Kurz erklärt, wie ich das verstehe:

      Moses las die 10 Gebote für die Israeliten noch einmal vor, dann fügte er dazu:

      Wenn dich nun dein Sohn morgen fragen wird: Was sind das für Vermahnungen, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat?,
      ... der HERR hat uns geboten, nach all diesen Rechten zu tun, daß wir den HERRN, unsern Gott, fürchten, auf daß es uns wohlgehe unser Leben lang, so wie es heute ist. Und das wird unsere Gerechtigkeit sein, daß wir alle diese Gebote tun und halten vor dem HERRN, unserm Gott, wie er uns geboten hat.
      5.Mos.6;20-25.

      Im letzten Satz erkennen wir eine wichtige Eigenschaft des alten Bundes: das Halten der konkret formulierten Gebote betrachtete Gott als Gerechtigkeit. Paulus kommt auch zu diesem Gedanke zurück (er weist auf 3.Mos.18;5. hin, also hier redet er NICHT über Zeremonialgesetzte!):

      Das Gesetz aber ist nicht »aus Glauben«, sondern: »der Mensch, der es tut, wird dadurch leben«
      Gal.3;12.


      Mit den zehn Geboten erzielte Gott keine wirkliche Gerechtigkeit - sprich keine Vollkommenheit. Gott betrachtete die Israeliten aber so, wie gesagt: "Und das wird unsere Gerechtigkeit sein". Anders formuliert mit dieser Bedingung wurde die Gerechtigkeit vom Gott GESCHENKT. Paulus formuliert im Röm.4;4 sogar so, dass Gott sich dazu "verpflichtete" (im Sinai Bund natürlich):

      Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht.
      Röm.4;4
      .

      Diese Massnahme Gottes können wir nicht aus ihrer historischen Position herausnehmen, also den Begriff "Werksgerechtigkeit" können wir zu dieser Zeit noch gar nicht anwenden.

      Wie schon oben gesagt ü
      ber Werksgerechtigkeit können wir erst dann reden, wenn die alte Denkweise über Gerechtigkeit in die Zeit des Evangeliums übertragen wird. Was es in der Praxis bedeutet, würde den Raman dieses Thema sprengen, aber ich denke ich rede nicht über was ganz neues.

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Noch paar Gedanken zu diesem Thema.

      Wir können auch über Gesetzlichkeit reden, wenn alte Gewohnheiten zum "Gesetz" werden, z.B. strenge Rituale in Landeskirchen (Freikirchen sind auch nicht immer Ausnahmen). Wenn zwischen Tradition und Erneuerung nicht die richtige Balance gefunden wird, entsteht Gesetzlichkeit. Wenn z.B. jahrzehntelang der gleiche Gemeindeleiter gewählt wird, eingeführte Gewohnheiten (z.B. Gottesdienstablauf) werden zum Gesetz. Dies kann sowohl positiv, als negativ auswirken.

      Gesetzlichkeit kann auch im Alltagsleben, z.B. in der Familie oder im Arbeitsplatz entstehen. Vor Kurzem sagte mir ein Verwandte (91J. alt ehemaliger Statiker, Konstrukteur) - ich will nicht "irgendwie" sterben, sondern richtig, nach Vorschrift... er meinte das todernst... Gewohnheiten beim Tischgebet, Aufgabenaufteilung etc. können auch zum Gesetz werden. So lange, bis damit eine vernünftige Struktur gepflegt wird, ist gar nicht schlecht. Werden diese "Gesetze" steinhart und unflexibel, wirkt negativ aus.

      Wegen "Gesetzlichkeit" kann auch eine Firma- oder Vereinführung derart festfahren, dass die Notwendigkeit einer Erneuerung völlig übersehen wird.

      Werksgerechtigkeit ist dagegen ausschliesslich ein theologischer Begriff, und hat nur negative Auswirkung.

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Jetzt bin ich dem einmal nachgegangen . Rook, ein Kartenspiel, das auch bei STA angeblich sehr beliebt ist (so Bull and Lockhart in "Seeking the Sanctuary - Seventh Day Adventism and the Ameriucan Dream"

      Nun lautet das Gesetz : "Du darfst nicht Karten spielen", ja auch pietistisches Erbe : "Spielkarten sind des Teufels Gebetbuch" (aus Deutschland).

      Also : ein evangelikales Ehepaar in den USA "erfindet" einen "harmlosen", von dieser Gesetzlichkeit nicht wörtlich erfassten Ersatz : Rook.Hässliche , unbebilderte Karten ( - wie schön sind Tarockkarten, noch dazu als historische Remakes ! - Jugnedstil, Klimt - -), nur grelle Farben und simple Ziffern. Ich verstehe von Kartenspielen überhaupt nichts und lege so das Set einem lieben Freund vor : Man kann damit so ziemlich alles (inklusiver Pokern, ohne Tarock) spielen. Und man folgt dem "Gesetz"


      Für Interessierte : Um US - $ 5. - bereits bei amazon
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Hier liegt ein Missverständnis vor.

      Die Thora/Gesetz enthält sowohl Segen als auch Fluch.

      Die Rabbinen/Pharisäer konzentrierten sich nur auf den "Fluch", Jesus (Glauben) hingegen sah ausgewogen, beides.

      Durch Konzentrieren auf den "Fluch" (Unglauben) schufen die Judaisten eigene Gesetze, sogar gegen Gottes Gesetz.

      In dieselbe Falle tappte die orthodoxe und katholische Kirche.

      Protestanten hingegen schütten meistens das "Kind" (Evangelium) mit dem "Bade" (Gesetz) aus.
    • Neu

      freudenboten schrieb:

      Hier liegt ein Missverständnis vor.


      In dieselbe Falle tappte die orthodoxe und katholische Kirche.

      Protestanten hingegen schütten meistens das "Kind" (Evangelium) mit dem "Bade" (Gesetz) aus.
      nachfraga an einen er Hohe Theologie in Bogenhofen : Ws macht ihr, wenn zu einer TAgung vermehrt üchenpersonal erforderlich ist ? - Na, die Schüler sind - als Beitrag zum schulbetrieb -, aslo quasi als abzuarbeitendes schulgeld, zu "Freiwilliger Misionsarbeit" verpflichtet. - Und so erden sie eben in die Küce geschickt zur "Freiwliien Missionsarbeit"

      Die beste Cshülerin Fritz des berühmtesten Bildhaures der NAchkriegszeit Wortubas, Gertrue Fronius, meinte in privatem Kreise einmal, als ich vermerke, ich würde gerne einen Kurs in Aktzeichnen machen ( Mich abhaltend . einfach Zeitmangel !) "Wieso, dur bist doch Arzt , da derst' des ja !" (Sie hat es als Kuststudentin natürlich auch dürfen)Bitte Bibeltexte für Verbot und mir zugestandene Ausnahme !

      In der "Welt" lief das sowieso anders : Da gab es den Jugendschutz , der einem vom Kleinkind bis zum Greis erfasset.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Neu

      freudenboten schrieb:

      Die Thora/Gesetz enthält sowohl Segen als auch Fluch.

      Die Rabbinen/Pharisäer konzentrierten sich nur auf den "Fluch", Jesus (Glauben) hingegen sah ausgewogen, beides.
      Der Grossteil der Thora beinhaltet ja meist fragwürdigen Ausrottungs- und Steinigungsgesetze. Durch einige davon gab es Erkenntnis von Sünde/Verboten von denen sie vorher wohl keine Ahnung hatten.

      Warum wohl machte Jesus Christus dann die bislang gültig gewesenen Gesetze und Prophet von der gelebten Liebe abhängig? Somit galten ja bei ihm und somit ja auch bei seinem Vater sämtliche Gesetze nicht mehr, die Lieblosigkeit und Erbarmungslosigkeit bewirkt hätten. Am Sabbath zu heilen oder Holz aufzulesen ist doch gewisslich harmloser als jemand dafür gleich umbringen zu lassen.

      Von den Geboten du sollst nicht (die Jesus, wie auch Paulus ab und zu als Gesetze bezeichnet) dürfen hingegen laut Jesus nicht der geringste Buchstabe weggenommen werden, die Befolgung derselben ermöglichen ja die vom Vater im Himmel erwünschte gelebte Liebe klar und wie von selbst umzusetzen. Paulus lehrte ja auch die Liebe als Erfüllung DER Gesetze. wer liebt tut dem Nächsten nichts Böses, tötet nicht!!!! verleumdet nicht und hintergeht niemanden... Und darum ging es ja, nichts Böses mehr zu tun, weil Boshaftigkeit Sünde ist, von Gott trennt. Liebe verbindet hingegen mit Gott, dem Himmlischen Vater, weil dieser ja DIE Liebe ist und wer wahrhaftig Liebe lebt lebt in Gott und Gott in ihm ist mit Gott verbunden, ohne ein Verbrechen, die Hinrichtung eines Unschuldigen gutheissen zu müssen.

      Warum fand ich bislang noch keine christliche Gemeinschaft, in welcher die gelebte Liebe, Abkehr von aller Boshaftigkeit anempfohlen wurde, um Gottes Willen -überbracht durch seinen Sohn Jesus unter widrigsten Umständen, bis hin zur vorläufigen Tötung- er wurde ja gottseidank vom Vater nach 3 Tagen auferweckt, was Jesus ja vorab schon wusste und seine Jünger damit beruhigen wollte) praktisch wie von selbst zu erfüllen? Jesus und die Jünger lehrten jedenfalls wahres, glaubwürdiges Christsein anders als auf entsprechenden Internet-Seiten die angeblichen Schritte dazu.