Hesekiel 36,25: Sprenkeln mit Wasser zur rituellen Reinigung

    • Hesekiel 36,25: Sprenkeln mit Wasser zur rituellen Reinigung

      Hallo,

      eine kurze Frage, bei der Ihr mir vielleicht helfen könnt und die auch der allgemeinen Reflexion nützt:

      Hesekiel 36, 25 (Schlachter 2000) "Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen."

      In letzter Zeit hatte ich viel mit Katholiken zu tun, die z.B. nach dem Essensgebet den gedeckten Essenstisch noch mit den Fingerspitzen mit Wasser besprenkelt haben; dachte es sei ein heidnisches Element. Nun stieß ich beim Studium für die aktuelle Lektion auf oberen Vers.

      Wie seht ihr das Besprenkeln und wenn Ja, wann und wie soll oder kann es angewendet werden, wenn es nach der Bibel geht? Kommentare und Hinweise? Danke.

    • Ich sehe das - trotz aller Missnbäuche, die ich erlebt habe - asl symbolische HAndlung. DAs Weihwasser ist eben Weihwasser und damit einbesonderes Medium. Es ist im HAus vorhanden - man erinnert sich, es rehtzeitig aus der Preisterhand in der Kirche nachzuschaffen. Und man "weiht" damit die Tischgemeinschaft m das MAhl nicht nur mit demn Wortne des Tiscgbebetes, sondernhörbar), sondern auch mit diesem Wasser.


      Das ist natürlich alles katholischkatholischkatholisch.
    • Jan schrieb:

      Hesekiel 36, 25 (Schlachter 2000) "Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen."
      Könnte das - da es im Propheten-Buch des Hesekiel steht - nicht vielleicht eine "prophetische Vorschau auf die (christliche) Taufe" sein? Nur mal so ein Gerdanke von mir...
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Könnte das - da es im Propheten-Buch des Hesekiel steht - nicht vielleicht eine "prophetische Vorschau auf die (christliche) Taufe" sein? Nur mal so ein Gerdanke von mir...
      Dankesehr für das Kommentar. Natürlich ist im prophetischen Sinn der neue Bund und auch die Taufe gemeint. Nun geht es um das Bild Wasser zu sprengen das dafür verwendet wird und das damals dann eine übliche und legitime (nicht okkulte) Handlung zur Renigung von z.B. Götzen und sonstiger Unreinheit gewesen sein muss.

      Als alttestamentarisches aber göttliches Prinzip der persönlichen Reinigung hat es im NT in Jesus sicherlich seine Erfüllung in der Taufe und der Fußwaschung als Erinnerungsritual, da nur diese erwähnt wird. Beschneidung geistlich, Weihrauch, Ölsalbung, Heiligtum usw. sybolisch
      Dann lohnt es sich zumindest den damaligen Hintergrund dieser Praxis zu herauszufinden, zu studieren und zu deuten.

      Außerdem frage ich mich, da ja das ganze Gesetz "heilig, gerecht und gut" ist und ohne Aufhebung ewig gilt, aber sich tweilweise (nicht immer, siehe Speisegesetze und Ähnliches) der Anwendungsbereich z.B. vom irdischen ins himmlische Heiligtum verschoben hat, ob diese Hinzunahme von "Weihwasser" bei angenommen Exorzismus oder in anderen Reinigungsaufgaben noch genauso wie damals einen Effekt bringt.


    • Jan schrieb:

      ob diese Hinzunahme von "Weihwasser" bei angenommen Exorzismus oder in anderen Reinigungsaufgaben noch genauso wie damals einen Effekt bringt.
      Ich glaube nicht, dass "Wasser" durch Menschen geweiht, irgendwas bewirkt. Wenn von Wasser die Rede ist, dann bedeutet es sinnbildlich direkten göttlichen Einfluss.
      Joh 4,10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser.Joh 4,11 Spricht zu ihm die Frau: Herr, du hast doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser?
      Ich halte deshalb den Text in Hesekiel eines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein nur für den Einfluss Gottes auf den Menschen direkt....nicht durch eine rituelle Handlung von außen....
      so wie der weitere Text in Hesekiel
      26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.
      nur von Gott kommen kann.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Jan schrieb:

      Außerdem frage ich mich, da ja das ganze Gesetz "heilig, gerecht und gut" ist und ohne Aufhebung ewig gilt, aber sich tweilweise (nicht immer, siehe Speisegesetze und Ähnliches) der Anwendungsbereich z.B. vom irdischen ins himmlische Heiligtum verschoben hat, ob diese Hinzunahme von "Weihwasser" bei angenommen Exorzismus oder in anderen Reinigungsaufgaben noch genauso wie damals einen Effekt bringt.
      Ich habe meine"Handbuch der katholischen Dohgmatik" nicht zur HAnd - aber Exorzismus : schon einmal eine schwierige Sache, von kleinen, sich wichtig machenden Priestern missbraucht - - In Oesterreich gibt es einen (einen !) "akkreditierten Exorzisten, einen hochgebildten, hochseriösen MAnn. NA, und wenn im Missale romanum Weihwasser vorgeschrieben sein sollte - na bitte ein "Sakramentale" zur regelrechten Hanhabung .


      Hätten wir als STA nur mehr "symbolische" Vorschriften, etwa, dass der Prediger , betritt er das Podium , ein einfaches weisses leinernes Band um Has . Nacken, Oberkörper umgelegt bekommt -(Stola !) das würde der Gemeinde optisch Autorität - und ihm selbst ebenfalls Autorität plus Verantwortung "signalisieren" Aber : Der optische Iendruck unserer Predigten ist derselbe wie bei uns derzeit im Überschwang ins Wohnzimmer gelieferten Wahlprogrammsvorstellungen. - - - Damit erkkläre ich das Weihwasser NICHT als besonderes , heilsbringe4ndes Agens - es trägt nur zur feierlichen Form bein, diese zusätzlich optisch - amteriell erlebbar machend.


      Man missachte die "äussere Form" nich ! (Die Zeremonie des Ringtausches bei Hochzeiten haben wir ja durch kritische Zeiten hindurch - heidnisch !!, kein biblischen Vorbild !!! Schmuck !!!!) beibehlaten. ).
    • philoalexandrinus schrieb:

      Man missachte die "äussere Form" nich ! (Die Zeremonie des Ringtausches bei Hochzeiten haben wir ja durch kritische Zeiten hindurch - heidnisch !!, kein biblischen Vorbild !!! Schmuck !!!!) beibehlaten. ).
      Ja wir haben manches beibehalten, aber das Weihwasser finde ich zu losgelöst benutzt....geradezu lächerlich, wenn es mit einem klobesenähnlichem Wedel auf Fleisch, Autos und Gräber gespritzt wird.
      Feierlichkeit kommt von innen, sonst ist es nur aufgesetzt und allzuoft inhaltsleer gelebt......
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Jan schrieb:

      Hallo,

      eine kurze Frage, bei der Ihr mir vielleicht helfen könnt und die auch der allgemeinen Reflexion nützt:

      Hesekiel 36, 25 (Schlachter 2000) "Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen."

      [...]


      Wie seht ihr das Besprenkeln und wenn Ja, wann und wie soll oder kann es angewendet werden, wenn es nach der Bibel geht? Kommentare und Hinweise? Danke.
      Hallo Jan :wink: ,

      Stellen wir uns wenn wir einen Bibeltext lesen einfach praktische Fragen.

      Hier beispielsweise folgende:

      Will "Gott" hier vom Himmel "Wasser" auf Menschen/Menschengruppen "sprinkeln"?

      Passiert das wirklich real-physisch?



      Oder ist das geistlich bzw. übertragen zu verstehen?


      Alles Gute dir / euch,
      :wink:
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Pfingstrosen schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      Man missachte die "äussere Form" nich ! (Die Zeremonie des Ringtausches bei Hochzeiten haben wir ja durch kritische Zeiten hindurch - heidnisch !!, kein biblischen Vorbild !!! Schmuck !!!!) beibehlaten. ).
      Ja wir haben manches beibehalten, aber das Weihwasser finde ich zu losgelöst benutzt....geradezu lächerlich, wenn es mit einem klobesenähnlichem Wedel auf Fleisch, Autos und Gräber gespritzt wird.Feierlichkeit kommt von innen, sonst ist es nur aufgesetzt und allzuoft inhaltsleer gelebt......
      Ja, Pfingstrose, erstens handelt es sich in diesem Therad um das Kommentieren eines Familienbrauches -Esssen und Esstisch nach dem Tischgebet zu besprengen - der doch auf eine besnders enge Beziehung (des Hausvaters ?) zu Gott über die Achse Weihwasser - Priester - Gott schliessen lässt.(Damit versuche ich, zu erklären, sehe aber NICHT de Priester als unumgänglichen Mittler !) Missbauch und Aberglauben gibt es überall -auch etwa, wenn man jemnadem, wie ich jügst hörte, als Exorzismus (adventistisch) eine Bibel auf Stirrn oder Brust drückt.

      Zweitens habe ich noch nie einen klobesenähnlichen Wedel bei solchen Handlungen gesehen Finger, Hand , ja - sondern ansosnsten immer das Verwenden des "Aspergillus" (Siehe Wikipedia)

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    • Net ganz, ich beobachte nur dies und jenes : Die Schweisstücher der Apostel nach Apg. 19, 12 etwa. Und die Bibel = dieses buchgebundene Paket bedruckter Papierblätter als Saakramentale - - das gab es wohl, weit es den Bucdruck und damit auch kleine Bibeln für den kleinen Mann gibt (Meine Literatur - Belegstelle aus erster Hand stammt etwa aus 1860 - nur werden die Akteure diese "Heilige Handlung" nicht ad hoc entdeckt haben.)

      Übrigens : Ich trage seit sechzig Jahtren die gleiche Uhr am Handgelenk, welche ich von meinem Vater bekam :Der fragende Blick darauf vor de m ersten Rigorosum, vor dem ersten Rendezvous, auf der FAhrt zum Vorstellungstermin - - - - an Surfbrett vor Krk / Acapulco - - -trotz aller Faszination, welche eine IWC Da Vinci : oder eie Glashütte Senator mit Mondphase. Abr meine Rolex ist kein SAkramentale !



      Der Aspekt der "Reinigung" geht mir in diesem Thread überhaupt verloren - - meiner Meinung zu Recht, da wir von dem,was wir bei den Katholiken sehen, ausgegangen sind. den gemeinsamen Tisch zu "segnen", die Brarut zu "segnen" ( die Brautmutter nahm bem Einzug ind das Famiienhaus Weihwasser aus dem Weihbrunnnkessel und matlte ihr ( und auch dem Bräutigam ?) ein Kreiuz auf die Stirn) das Weihen des Saatgutes - - -hat doch mir "Reinigung" nichts zu tun - ausser man assoziiert sofort "Reinige mich mit Isop - -"

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()