Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

    • Wie Mose können auch wir im Glauben wachsen, 1.April

      Auch Mose vertraute Gott. Sonst hätte er sich — als er erwachsen war — nicht geweigert, noch länger als Sohn der Pharaonentochter zu gelten. Lieber wollte er gemeinsam mit dem Volk Gottes Unterdrückung und Verfolgung erleiden, als weiter das gottlose Leben am Königshof zu genießen. Hebräer 11,24.25 (Hfa).

      Ägypten war damals das mächtigste Reich der Welt und hier wurde Mose die höchste Ehrenstellung angeboten. Doch er ließ sich nicht auf diese reizvolle Versuchung ein, sondern konnte ihr widerstehen, „denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn“ Hebräer 11,27.

      Mose bezog seine innere Stärke aus der engen Verbindung mit der Quelle aller Kraft, dem Herrn der himmlischen Heerscharen. Dadurch wuchs er über irdische Verlockungen hinaus und gab sich völlig Gott hin. Er sah sich selbst als Gottes Eigentum. Einerseits war er mit den politischen Interessen des Landes Ägypten befasst, doch gleichzeitig studierte er die Gesetze der Regierung Gottes und dabei konnte sein Gottvertrauen wachsen. Sein Glaube war ihm der höchste Wert. Er war tief verwurzelt in dem, was er von klein auf gelernt hatte, und die kulturellen Einflüsse, die auf ihn einwirkten, sollten ihn auf die große Aufgabe vorbereiten, die Israeliten aus der Sklaverei zu befreien ...

      Als er den Ägypter erschlagen hatte, wurde ihm bewusst, dass er den Plan Gottes nicht begriffen hatte. Er floh aus Ägypten und wurde Schafhirte. Siehe 2.Mose 2,11.12.15; 3,1. Nun plante er keine großen Heldentaten mehr, sondern wurde sehr demütig. Die Nebel, die seinen Verstand umlagert hatten, wurden vertrieben, indem er sein Denken dadurch zur Disziplin erzog, dass er Gott als seine einzige Zuflucht betrachtete. Nun konnte er Gottes Gegenwart in seinem Alltagsleben wahrnehmen. Die ganze Natur schien von der Nähe des Unsichtbaren erfüllt zu sein. Er hatte Gott als einen persönlichen Gott kennen gelernt, und während er immer mehr und immer tiefer über sein Wesen nachdachte, verschärfte sich sein Wahrnehmungsvermögen für Gottes Gegenwart. Er fand Geborgenheit in den Armen des Ewigen. Gott „redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet.“ 2.Mose 33,11. Die hellen Strahlen der „Sonne der Gerechtigkeit“ (siehe Maleachi 3,20) schienen in sein Herz und in alle Kammern seines Denkens.Gott war sein Zufluchtsort, seine Wohnung, seine Heimat ...

      Auch du kannst — wie Mose — durch das Vertrauen zu Gott den Unsichtbaren wahrnehmen und dadurch standhaft bleiben. Der Herr möchte dir eine kostbare Erfahrung schenken. Er hat eine Aufgabe für dich. Du kannst dann ewige Inhalte besser wahrnehmen und verstehen. Gott ist allen sehr nahe, die ihn von ganzem Herzen rufen. Welche Chancen und welchen Ruhm kann dir die Welt bieten im Vergleich mit dem Vorrecht, ein Sohn, eine Tochter Gottes zu sein? ...

      Die dunklen Schatten werden bald verfliegen, der Morgen kommt, die Auseinandersetzung wird bald beendet sein. Eine Krone des Lebens liegt für jeden bereit, der auch an den Leiden Christi Anteil hatte. Siehe Offenbarung 2,10; Römer 8,17.
      Brief 21, 1893; Manuscript Releases XIV, 14-16.


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    • Gott hat andere Ausbildungsmethoden, 2. April

      Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich auf im Lande Midian. 2.Mose 2,15.

      Mose arbeitete 40 Jahre lang als Schafhirte. Siehe 2.Mose 3,1; Apostelgeschichte 7,29.30. In dieser Zeit wurde er darauf vorbereitet, sich selbst zu verstehen und innerlich heil zu werden, indem er seinen Egoismus fahren ließ, sodass der Herr seinen Willen in ihm vollbringen konnte. Der Herr nimmt sich keine intellektuellen oder emotionalen Roboter als Mitarbeiter. Verstand und Gefühl sind wichtig für die Mitarbeit, aber diese menschlichen Elemente der Persönlichkeit müssen von Defekten gereinigt werden, denn sie sind dadurch geschädigt worden, dass man den eigenen Kopf durchgesetzt hat statt Gottes Willen zu tun. Mose befand sich im Trainingslager Gottes. Er musste einen langen Prozess des geistigen Trainings über sich ergehen lassen, bis er in der Lage war, das große Volk Israel zu führen.

      Wen Gott erwählt, den erfüllt er auch mit seinem Geist. Doch diese Inspiration erfahren nur jene, die sich nicht selbst für großartig halten. Ein Mensch, den Gott zur Erfüllung seiner Pläne gebrauchen kann, wird bescheiden von sich denken und immer lernbereit bleiben. Gott wird von keinem fordern, sich wie ein blutiger Anfänger zu fühlen und Minderwertigkeitsgefühle zu entwickeln, sodass er immer unfähiger und untauglicher wird. Gott ruft jeden seiner Mitarbeiter dazu auf, seine Verstandeskräfte optimal zu nutzen und gleichzeitig ebenso eifrig zu beten, zu hoffen und zu vertrauen.

      Viele müssen — wie damals Mose — auf vielen Gebieten umlernen, um das zu begreifen, was sie wissen und verstehen müssen. Mose selbst musste zuerst erzogen werden durch härteste geistige und moralische Disziplin, und Gott arbeitete an ihm, bevor Mose dazu tauglich war, andere in ihrem Denken und Herzen zu erziehen. Mose war am ägyptischen Königshof ausgebildet worden.Dort hatte man keine Mittel gescheut, ihn zu einem tüchtigen Heerführer auszubilden. Die falschen Theorien der ägyptischen Götzenanbeter waren seinem Denken eingeprägt worden; die Einflüsse, von denen er umgeben war, und die Dinge, die er täglich gesehen hatte, konnten nicht so leicht abgeschüttelt oder korrigiert werden.

      So ergeht es vielen, die auf irgendeinem Gebiet falsch geprägt worden sind.Die falschen Werte einer Prägung ohne Gott müssen entfernt werden — Stück für Stück, Punkt um Punkt, wie damals aus dem Denken des Mose. [Sein Schwiegervater] Jitro half ihm in verschiedenen Bereichen zu einem gesunden Gottvertrauen und dem richtigen Glauben, soweit er ihn selbst verstand. Mose strebte aufrichtig und ehrlich nach dem Licht, in dem er Gott erkennen konnte, und Jahwe offenbarte sich ihm. Die gründliche und systematische Ausbildung seines Verstandes in Ägypten und seine Ausbildung zum Schafhirten in der frischen Luft des Berglandes machten ihn zu einem scharfen Denker und einem Menschen, der das Wort Gottes energisch in die Praxis umsetzte.
      Manuskript 45, 1890; Manuscript Releases II, 324-326.

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    • Gott hat andere Ausbildungsmethoden, 2. April

      Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich auf im Lande Midian. 2.Mose 2,15.

      Mose arbeitete 40 Jahre lang als Schafhirte. Siehe 2.Mose 3,1; Apostelgeschichte 7,29.30. In dieser Zeit wurde er darauf vorbereitet, sich selbst zu verstehen und innerlich heil zu werden, indem er seinen Egoismus fahren ließ, sodass der Herr seinen Willen in ihm vollbringen konnte. Der Herr nimmt sich keine intellektuellen oder emotionalen Roboter als Mitarbeiter. Verstand und Gefühl sind wichtig für die Mitarbeit, aber diese menschlichen Elemente der Persönlichkeit müssen von Defekten gereinigt werden, denn sie sind dadurch geschädigt worden, dass man den eigenen Kopf durchgesetzt hat statt Gottes Willen zu tun. Mose befand sich im Trainingslager Gottes. Er musste einen langen Prozess des geistigen Trainings über sich ergehen lassen, bis er in der Lage war, das große Volk Israel zu führen.

      Wen Gott erwählt, den erfüllt er auch mit seinem Geist. Doch diese Inspiration erfahren nur jene, die sich nicht selbst für großartig halten. Ein Mensch, den Gott zur Erfüllung seiner Pläne gebrauchen kann, wird bescheiden von sich denken und immer lernbereit bleiben. Gott wird von keinem fordern, sich wie ein blutiger Anfänger zu fühlen und Minderwertigkeitsgefühle zu entwickeln, sodass er immer unfähiger und untauglicher wird. Gott ruft jeden seiner Mitarbeiter dazu auf, seine Verstandeskräfte optimal zu nutzen und gleichzeitig ebenso eifrig zu beten, zu hoffen und zu vertrauen.

      Viele müssen — wie damals Mose — auf vielen Gebieten umlernen, um das zu begreifen, was sie wissen und verstehen müssen. Mose selbst musste zuerst erzogen werden durch härteste geistige und moralische Disziplin, und Gott arbeitete an ihm, bevor Mose dazu tauglich war, andere in ihrem Denken und Herzen zu erziehen. Mose war am ägyptischen Königshof ausgebildet worden.Dort hatte man keine Mittel gescheut, ihn zu einem tüchtigen Heerführer auszubilden. Die falschen Theorien der ägyptischen Götzenanbeter waren seinem Denken eingeprägt worden; die Einflüsse, von denen er umgeben war, und die Dinge, die er täglich gesehen hatte, konnten nicht so leicht abgeschüttelt oder korrigiert werden.

      So ergeht es vielen, die auf irgendeinem Gebiet falsch geprägt worden sind.Die falschen Werte einer Prägung ohne Gott müssen entfernt werden — Stück für Stück, Punkt um Punkt, wie damals aus dem Denken des Mose. [Sein Schwiegervater] Jitro half ihm in verschiedenen Bereichen zu einem gesunden Gottvertrauen und dem richtigen Glauben, soweit er ihn selbst verstand. Mose strebte aufrichtig und ehrlich nach dem Licht, in dem er Gott erkennen konnte, und Jahwe offenbarte sich ihm. Die gründliche und systematische Ausbildung seines Verstandes in Ägypten und seine Ausbildung zum Schafhirten in der frischen Luft des Berglandes machten ihn zu einem scharfen Denker und einem Menschen, der das Wort Gottes energisch in die Praxis umsetzte.
      Manuskript 45, 1890; Manuscript Releases II, 324-326.

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    • Wir dürfen Gott ganz und gar vertrauen, 3. April

      In solchem Vertrauen verließ Mose Ägypten und fürchtete sich nicht vor dem Zorn des Königs. Er hatte den unsichtbaren Gott vor Augen, als ob er ihn wirklich sehen würde, und das gab ihm Mut und Ausdauer. Hebräer 11,27 (GNB).

      Mose war ein Kind Gottes und für eine bestimmte Aufgabe auserwählt. Da ihn die Tochter des Pharao adoptiert hatte (siehe 2.Mose 2,10), wurde er am Königshof hoch geachtet. Weil er zum Enkel des Königs bestimmt war, schmeichelten ihm alle, denn sie betrachteten ihn als den künftigen Thronfolger.

      Mose war ein Geistesmensch und Gott hatte ihn in seiner Vorsehnung an einen Ort gestellt, wo er sich Wissen und Können für eine große Aufgabe aneignen konnte. Er wurde gründlich und sorgfältig zum Heerführer ausgebildet. Wenn er in einen Krieg zog, hatte er großen Erfolg, und wenn er dann aus der Schlacht zurückkehrte, sang das ganze Heer Loblieder auf seine Leistungen.

      Trotzdem behielt Mose immer im Hinterkopf, dass Gott durch ihn sein Volk Israel befreien wollte. Allerdings bekam er im Dienst des Pharao und durch die Ausbildung unter den Ägyptern eine gewisse Prägung, die ihn zunächst für das wunderbare Werk, das ihm aufgetragen war, untauglich machte. Diese Schwäche wurde sichtbar, als er seine Brüder besuchte und beobachtete, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug. Da handelte Mose eigenmächtig, „erschlug den Ägypter und verscharrte ihn im Sand“. 2.Mose 2,11.12 ...

      Damit Mose später für seine Lebensaufgabe tauglich wurde, musste ihn der Gott des Himmels von seiner bisherigen Umgebung trennen. Mose sollte eine neue Schule besuchen: die Schule der Vorsehung Gottes. Welch eine große Veränderung im Leben und der Beschäftigung des Mose! ...

      Vom menschlichen Standpunkt betrachtet würde man Mose ein völliges Versagen bescheinigen. Doch statt diesem ausgebildeten Befehlshaber, den man für seine Aufgaben als absolut befähigt einschätzte, freie Hand zu lassen, die ihm vorhergesagte Aufgabe zu erfüllen, schickte ihn der Herr in die Berge, um eine Ausbildung zu erhalten, die ihn tauglich machte, der Befehlshaber Israels zu werden ...

      Gott wollte, dass Mose auch allein gegen alle stehen konnte, indem er sich allein auf Gottes starken Arm verließ. Er sollte beten und glauben lernen ...Jeder sollte damit seine persönliche Erfahrung machen. Wir sollten lernbereit an die Umstände herangehen, die uns Gottes Vorsehung in den Weg stellt, und die entsprechenden Lektionen lernen ... Wenn wir davon abhängig sind, dass uns andere unterstützen und den Rücken stärken, wenn wir uns auf menschliche Hilfe verlassen, dann können wir unsere eigenen Grenzen nicht richtig einschätzen, denn wir verlassen uns dann immer noch nicht allein auf Gott, der unser einziger Helfer ist. In Situationen, die wir allein durchstehen müssen, können wir die Hauptwurzel unseres Glaubens nur an dem einzig sicheren Halt festmachen: am unendlichen Gott.
      Manuskript 36, 1885.


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    • Wir arbeiten für Zeit und Ewigkeit, 4. April

      [Der HERR] erschlug die Ägypter und errettete unsere Häuser.2.Mose 12,27.

      Für jeden von uns stehen ewige Interessen auf dem Spiel. Jeder wird auf die Probe gestellt und versucht. Viele handeln so, als gäbe es keinen Teufel, keinen Versucher, keine Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Wenn ihr euch nicht klar macht, dass ihr Widerstand leisten müsst, werden eure Füße unter euch wegrutschen. Dann wird irgendjemand in unsere Gemeinden mit einer Botschaft kommen und ihr werdet Wahrheit nicht vom Irrtum unterscheiden können und quasi die Dunkelheit als Licht annehmen.

      „Erinnert euch daran, wie ihr die Botschaft anfangs gehört und aufgenommen habt! Richtet euch doch nach ihr und lebt wieder wie damals!Wenn ihr nicht wach seid, werde ich euch wie ein Dieb überraschen; ihr werdet nicht wissen, in welcher Stunde ich komme.“ Offenbarung 3,3 (GNB).

      Viele verstricken sich in enge Bindungen zur Welt. Viele haben das von Gott gesandte Licht nicht beachtet, das uns anweist, unsere Kinder unter optimalen Lebensumständen großzuziehen, wo sie die Wahrheit hören. Sie nahmen auch die Anweisung Gottes nicht ernst, nach der sie ihre Kinder aus den öffentlichen Schulen nehmen und in Schulen anmelden sollten, wo sie die Wahrheiten der Bibel kennenlernen können, eine nach der anderen, ein Gebot nach dem anderen. Ihre Schuldbildung sollte sie auf die Erziehung vorbereiten, die in der höheren Schule im Himmel fortgesetzt wird.

      Als Gottes Gerichte über das Ägypten kurz vor der Vollstreckung standen, gab Christus den Israeliten durch Mose die Anweisung, ihre Kinder in die Häuser zu rufen und drinnen zu halten. Falls einige von ihnen in einem ägyptischen Haus blieben, würden sie den Plagen nicht entkommen. Siehe 2.Mose 12,22.23. Deshalb solltest du deine Kinder in deiner Nähe halten und sie so weit wie möglich vor schlechten und gottlosen Einflüssen bewahren. Der Herr möchte, dass ihr eure Kinder auf das ewige Leben vorbereitet. Wenn wir nicht Acht geben, werden unsere Kinder dieselbe skeptische Einstellung in sich aufsaugen, die damals die Israeliten offenbarten, was dazu führte, dass Gott sie nicht ins verheißene Land bringen konnte. Siehe Psalm 106,24-26.

      Wir wollen die ganze Waffenrüstung Gottes anlegen (siehe Epheser 6,11-17) und uns als Menschen erweisen, die ihren Herrn in den Wolken des Himmels erwarten. Wenn ihr das tut, werden Menschen zu Gott umkehren. Eure Prediger werden dann nicht monatelang arbeiten, ohne einen einzigen Menschen von der Wahrheit überzeugen zu können. Wir sollen danach streben, Menschen zu Jesus zu führen, wie Fischer und Jäger nach Beute suchen. Manchmal wirst du einen Fisch fangen (siehe Lukas 5,6.10), manchmal auch nicht, aber wir sollen einfach damit weitermachen, weil es Gottes Werk ist und weil wir wissen, dass er uns eine wichtige Botschaft für die ungläubigen Menschen aufgetragen hat. Diese Botschaft wird sich ihren Weg in viele Menschenherzen bahnen und sie gewinnen.
      Manuskript 161, 1904.

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    • Gottes äußeres Siegel bezeugt das innere Vertrauen, 5.April

      Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da für einen Brauch?, so sollt ihr sagen: „Es ist das Passaopfer des HERRN, der an den Israeliten vorüberging in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete.“ 2.Mose 12,26.27.

      Jeder Mensch lässt sich von einer der beiden Mächte prägen — entweder vom Fürsten des Lebens oder vom Fürsten der Finsternis ... Wenn wir uns von der Sünde versklaven lassen, werden wir den Lohn bekommen, der jedem Übertreter des göttlichen Gesetzes vor dem Richterstuhl Christi zugesprochen wird. Siehe Römer 6,23 ... Dann wird jedem Menschen vorgeführt, wie viele Einladungen eines vergebungsbereiten Gottes er leichtfertig ignoriert oder sogar abgelehnt hat. Das Urteil wird verkündet, das über das Geschick des Menschen entscheidet: ewiges Glück oder Strafe im Zornesfeuer Gottes, das die Geschichte der bösen Menschen endgültig abschließen wird.

      Die Bedingung, die den Hebräern in Ägypten in der Nacht genannt wurde, als die Erstgeborenen getötet wurden, war eindeutig: Jede Familie sollte zeigen, dass ihr Vertrauen in die Botschaft Gottes zum genauen Gehorsam gegenüber Gottes Anweisungen führte. Die Hebräer sollten alle Familienangehörigen im Haus zusammenrufen. Sie sollten das Passa-Lamm essen, nachdem sie schon alles für die Abreise gepackt hatten. Sie sollten sogar beim Essen den Wanderstab in der Hand halten. Siehe 2.Mose 12,8.11. Gott wollte sein Gerichtshandeln beginnen (siehe V. 12) und das sollte Pharao klar machen, dass der Herr allein Gott war und neben ihm kein anderer existierte.

      Der Engel Gottes würde an allen Häusern der Hebräer vorübergehen, die an den Türschwellen und Pfosten mit Blut bestrichen waren. Das sollte das entscheidende Zeichen sein. Siehe V. 7.13.

      Nehmen wir einmal an, die Bewohner eines Hauses wären gleichgültig gewesen und hätten ihre Kinder nicht ins Haus geholt. Oder nehmen wir an, die Kinder, die ja in Ägypten geboren und aufgewachsen waren, hätten diese Anordnung auf die leichte Schulter genommen, sie als unnötige Schikane abgetan und ähnliche Ausflüchte und Vorwände gesucht wie jene Menschen, die [im Gleichnis Jesu] zur Hochzeitsfeier eingeladen waren. Siehe Matthäus 22,2-5; Lukas 14,18-20. Wie hätten sie dann vor Gottes Gericht verschont bleiben können? Dann hätte der Schlag einen erstgeborenen Hebräer ebenso getroffen wie den erstgeborenen Ägypter.

      In welchem Zustand befinden sich die Menschen, „die Gottes Gebote [halten] und den Glauben Jesu bewahren“? Siehe Offenbarung 14,12 (EB). Wenn sich Familienangehörige weigern, dem Herrn zu gehorchen, indem sie den Sabbat übertreten, dann kann ihnen Gottes Siegel nicht aufgedrückt werden. Die Versiegelung (siehe Offenbarung 7,2.3) ist ein Versprechen Gottes, seine Auserwählten unter allen Umständen zu schützen und zu bewahren. Dieses Siegel zeigt, dass du von Gott auserwählt wurdest. Siehe 2.Timotheus 2,19. Er hat dich als sein Eigentum gezeichnet. Wer Gottes Siegel trägt, der gehört Christus, ist von ihm erkauft worden und keiner kann uns aus seinen Händen reißen. Siehe Johannes 10,28.
      Manuskript 59, 1895; Manuscript Releases XV, 223-225.

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    • Die Ergebnisse der Verhärtung des Herzens gegen Gott, 6.April

      Und der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, sodass er die Israeliten verfolgte, obwohl sie unter dem Schutz einer mächtigen Hand ausgezogen waren. 2.Mose 14,8 (Bruns).

      Pharao sah sich zum Einlenken gezwungen, als ihm durch starkes und überzeugendes Licht klar wurde, dass Jahwe der einzig wahre Gott war. Doch sobald der Druck nachließ, kehrte sein Unglaube zurück und drängte das Licht zurück, das Gott ihm geschenkt hatte. Als er sich weigerte, das erste Wunder als echt anzuerkennen (siehe 2.Mose 7,9-13), säte er den Samen des Unglaubens. Der bringt, wenn man ihn wachsen lässt, eine entsprechende Ernte hervor. Hinterher ließ sich der König durch keinerlei Beweis des göttlichen Eingreifens überzeugen. Er verhärtete sein Herz und ging auf der Straße des Unglaubens einen Schritt nach dem anderen, bis schließlich alle Erstgeborenen Ägyptens — der Stolz jeder Familie — weggerafft worden waren. Siehe 2.Mose 12,29.30. Und nachdem Pharao das Volk Israel endlich in die Freiheit entlassen hatte, jagte er ihm nach. Siehe 2.Mose 14,8.9. Er wollte das Volk zurückholen, das durch den Arm des Allmächtigen befreit worden war. Doch er kämpfte gegen eine Macht, die stärker war als menschliche Kräfte, und er ertrank mit seiner gesamten Streitmacht im Roten Meer. Siehe V.26-28.

      Wer Gottes Gesetz verachtet, begeht dieselbe Sünde, die damals der Pharao beging: er verhärtet sein Herz. Die Stimme Gottes wird zurückgewiesen, dafür nimmt man von Menschen erdachte Theorien an, von Satan eingeflüsterte Gedanken und Täuschungen. Der Heilige Geist wird abgewiesen und verdrängt. Dann werden die Schandtaten der Väter an ihren Kindern heimgesucht. Siehe 2.Mose 34,7.

      Der Geist Gottes hält das Böse unter der Kontrolle des Gewissens. Wenn die Menschen sich über den Einfluss des Geistes erhaben fühlen, ernten sie viele Schandtaten ... Warnungen bewirken dann immer weniger. Nach und nach verlieren sie die Ehrfurcht und den Respekt vor Gott ... Alle sollten sich darüber informieren, mit welchen Strategien die menschliche Seele zerstört wird. Menschen gehen nicht deshalb verloren, weil Gott irgend ein Urteil gegen einen Mann oder eine Frau erlassen hätte. Gott macht die Menschen auf keinen Fall blind für geistliche Erkenntnisse. Im Gegenteil: Er schenkt ihnen genügend Licht und Beweise, die sie befähigen, zwischen Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden. Aber er zwingt sie nicht, die Wahrheit anzunehmen. Er lässt sie frei das Gute oder das Böse wählen. Wenn die Menschen den Beweisen widerstehen, die genügen, ihr Urteil in die richtige Richtung zu lenken, und einmal das Böse wählen, werden sie es beim zweiten Mal um so bereitwilliger tun. Beim dritten Mal werden sie sich noch schneller von Gott zurückziehen und sich absichtlich auf die Seite Satans stellen. Und auf diesem Weg werden sie weitergehen, bis sie im Bösen gefestigt sind und die Lüge glauben, die sie als Wahrheit angenommen haben.
      Manuskript 126, 1901; Sermons and Talks II, 183.184.

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    • Gottes Schutzschild in der Wüste: die Wolkensäule, 7.April

      Zugleich machten sie Mose bittere Vorwürfe: „Gibt es etwa in Ägypten nicht genug Gräber für uns? Warum führst du uns hierher? Wir sollen wohl hier in der Wüste sterben! Was hast du uns nur angetan!“ 2.Mose 14,11 (Hfa).

      Aus der Erfahrung der Israeliten beim Auszug aus Ägypten können wir eine Menge lernen. Über eine Million Menschen waren in ein Tal geführt worden, das von Bergen umgeben war, und viele von ihnen meinten, das wäre ein Irrweg. Denn vor ihnen lag das Rote Meer und hinter ihnen kamen die Verfolger rasch näher — Pharaos Truppen. Siehe 2.Mose 14,9.

      Als die Israeliten ihre Wanderung begannen, wurden sie von einer Wolkensäule geführt. Siehe 2.Mose 13,20-22. Die Menschen hatten lange in einem Land gelebt, das von abergläubischen Vorstellungen geprägt war.Deshalb staunten sie über diese Wolke. Manche betrachteten sie voller Angst, während andere meinten, sie sei ein gutes Omen. Als die Menschen am Ufer des Roten Meeres Rast machten, sahen sie in der Ferne die blitzenden Rüstungen und die Streitwagen der ägyptischen Armee näher kommen.Panischer Schrecken erfüllte ihre Herzen. Manche schrien zum Herrn um Hilfe, doch die Mehrheit lief zu Mose und begann zu klagen und zu jammern.Siehe 2.Mose 14,10-12 ...

      Mose war sehr beunruhigt, weil sein Volk so wenig Gottvertrauen zeigte, obwohl sie doch mehrfach miterlebt hatten, wie mächtig Gott zu ihren Gunsten eingegriffen hatte ... Dem äußeren Anschein nach gab es keine Chance auf Rettung, falls Gott sie nicht befreite. Doch weil sie in diese Situation durch den Gehorsam gegenüber der göttlichen Führung [durch die Wolkensäule] gekommen waren, fürchtete Mose die Konsequenzen nicht. Seine ruhige und zuversichtliche Antwort lautete: „Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird.“ 2.Mose 14,13 ...

      Es war [für Mose] nicht einfach, die Scharen der Israeliten in einer Wartestellung vor dem Herrn zu halten. Da ihnen Disziplin und Selbstbeherrschung fehlten, wurden sie unvernünftig und aggressiv ... Sie waren der übernatürlichen Wolkensäule gefolgt, weil sie darin ein Zeichen Gottes sahen, das ihnen befahl, voranzugehen. Doch nun fragten sie sich, ob die Wolkensäule nicht vielmehr der Vorbote eines großen Unglücks war. Hatte sie sie nicht auf die falsche Seite des Berges geführt — in eine Sackgasse? ...

      Als die Ägypter nahe herangekommen waren und meinten, leichte Beute zu machen, schwebte die Wolke plötzlich majestätisch nach oben, zog über die Israeliten hinweg und ließ sich zwischen ihnen und dem ägyptischen Heer nieder. Siehe V. 19. Eine finstere Mauer hatte sich zwischen die Verfolgten und ihre Verfolger geschoben. Die Ägypter konnten das Lager der Hebräer nicht mehr sehen und wurden zum Anhalten gezwungen. Siehe V. 20. Als es Nacht wurde, begann die Wolkenmauer auf der Seite der Hebräer wie ein Flutlicht zu strahlen, sodass das hebräische Lager taghell erleuchtet wurde. Gerade das, was die Leute vorher in Angst und Schrecken versetzt hatte, erwies sich nun als ihr Schutz.
      Manuskript 6a, 1903.

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    • Gott befreit sein Volk aus Feindeshand, 8. April

      Der HERR ließ die ganze Nacht über einen starken Ostwind wehen, der das Wasser zurücktrieb. So verwandelte sich das Meer in trockenes Land. Das Wasser teilte sich, es stand auf beiden Seiten wie eine Mauer, und die Israeliten gingen trockenen Fußes mitten durchs Meer. 2.Mose 14,21.22 (GNB).

      „Geht voran!“, befahl Mose, und dieser Befehl wurde von den Hauptleuten der verschiedenen Abteilungen weitergegeben. Gehorsam betrat das Volk Israel den Weg, der so ungewöhnlich und auf übernatürliche Weise für sie gebahnt worden war. Das Licht der Feuersäule beschien die schaumgekrönten Wellen und beleuchtete die Straße, die wie eine riesige Furche durchs Meer gepflügt worden war.

      Als die Wolke langsam weiterzog, entdeckten die ägyptischen Wachposten, dass die Israeliten ihr Lager abgebrochen hatten. Sofort wurde das mächtige Heer in Marsch gesetzt. Die Ägypter hörten den Klang vieler Füße, die über steinigen Boden gingen, doch sie konnten immer noch nichts sehen, denn die Wolke, die den Israeliten ein Flutlicht bescherte, war für die Ägypter eine undurchdringlich schwarze Mauer. Siehe 2.Mose 14,20. Sie folgten den Geräuschen und gerieten auf den Wunderpfad, den Gott für sein Volk bereitet hatte. Die ganze Nacht marschierten sie weiter, kamen aber nur langsam voran, weil ihre Streitwagen dort nur schwer fahren konnten. Siehe V. 23.25.Und doch ließen sie sich nicht abbringen und hofften, schon bald die Wolke zu durchbrechen und die Flüchtigen überwältigen zu können.

      Schließlich verblassten die Schatten der Nacht, der Morgen dämmerte und das Heer der Verfolger hatte die fliehenden Hebräer beinahe eingeholt ... Vor ihren erstaunten Augen verwandelte sich die geheimnisvolle Wolke plötzlich in eine Feuersäule, die von der Erde bis zum Himmel reichte. Donner grollten und Blitze zuckten. „Wasser ergossen sich aus dem Gewölk, die Wolken donnerten und deine Pfeile fuhren einher. Dein Donner rollte, Blitze erhellten den Erdkreis, die Erde erbebte und wankte.“ Psalm 77,18.19.

      Die Ägypter waren bestürzt und verwirrt. Mitten im Aufruhr der Elemente, in dem sie die Stimme eines zornigen Gottes vernahmen, wollten sie umkehren und wieder ans Ufer flüchten. Doch Mose streckte seinen Stab aus, und die aufgetürmten Wassermassen stürzten brüllend zusammen und begruben die ägyptische Armee in schwarzer Tiefe. Siehe 2.Mose 14,26-28.

      Der Morgen offenbarte der israelitischen Volksmenge, was von ihren mächtigen Feinden übrig geblieben war: schwer gepanzerte Leichen, die an den Strand gespült waren. Siehe V. 30. Diese eine Nacht hatte sie aus schrecklicher Gefahr befreit ... Jahwe allein hatte sie gerettet und ihm wandten sich ihre Herzen voll Dankbarkeit und Vertrauen zu. In Lob- und Dankliedern brachten sie ihre Empfindungen zum Ausdruck. Siehe 2.Mose 15;
      Manuskript 6a, 1903.


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    • Am Ende werden Gottes Feinde umkommen, 9. April

      Der HERR aber trieb die Ägypter mitten ins Meer. 2.Mose 14,27 (EB).

      Auf der ganzen Welt gibt es kein Reich, das von Gott unabhängig wäre, denn er hat ja alles geschaffen. Und wenn die Menschen einer Nation oder einer Gesellschaft zwar die Gesetze begreifen, die dazu dienen, die Untertanen des Herrschers über das ganze Universum zu regieren, diese Gesetze aber bewusst übertreten, dann stellen sie sich selbst unter das Verdammungsurteil des Gesetzes, das unser höchster Herrscher bei Grundlegung der Welt aufgerichtet hat ...

      Da der Pharao so starrköpfig war, befahl ihm Gott, die Israeliten aus der Sklaverei zu entlassen. Er weigerte sich, und der Herr strafte das ganze Reich, weil der irdische Herrscher das Volk Gottes nicht freigeben wollte, damit sie ein Reich unter göttlicher Führung aufrichten konnten. Die Weigerung des Pharao brachte viele Plagen über Ägypten, bis der widerspenstige König gezwungen war, dem Plan Gottes zuzustimmen. Siehe 2.Mose 12,29-32. Danach verhärtete er sein Herz aber gleich wieder gegen Gott und rebellierte offen, indem er seine ungeheuer große Armee losschickte. Siehe 2.Mose 14,5-8. Sie sollte die Israeliten zurückholen, damit sie dem ägyptischen Herrscher weiterhin Sklavendienste leisteten.

      Der Herr griff auf übernatürliche Weise ein, um sein Volk zu retten. Er baute mitten durchs Rote Meer eine Straße. Die Wassermassen wurden wie eine stabile Mauer aufgetürmt, und dazwischen wurde ein Fluchtweg geschaffen, auf dem das Volk Israel seinem Führer Mose folgen konnte. Siehe 2.Mose 14,22.

      Das große ägyptische Heer wagte es, das Meer auf demselben Pfad zu durchqueren. Eine dunkle Wolke zog vor ihnen her, und doch drängten sie weiter. Als die ganze Armee mit Pharaos Pferden, Streitwagen und Reitern mitten im Meer stand, sagte der Herr zu Mose: „Streck deine Hand über das Meer aus!“ V. 23.26 (EB). Die Israeliten waren inzwischen aufs trockene Land gekommen, doch sie hörten schon die Schreie der sie verfolgenden Soldaten.Als Mose seinen Stab über das Meer streckte, stürzte die Wassermauer ein; das Meer kehrte in sein gewohntes Bett zurück. Alle Ägypter dieser riesigen Armee ertranken, kein einziger entkam. Siehe V. 27.28. Alle starben, weil sie entschlossen waren, ihren eigenen Willen durchzusetzen und Gottes Plan abzulehnen. Damit war ihre Gnadenzeit zu Ende.

      Genauso wird es allen ergehen, die sich dafür entscheiden, das Licht abzulehnen, das Gott ihnen schenkt, und die hartnäckig einen Kurs verfolgen, der das Gesetz des obersten Herrschers ungültig machen soll. Damit widerstreben sie dem Gesetz dessen, der über das ganze Universum herrscht, und bekennen ihre Feindschaft gegen den ausdrücklichen Willen des großen „Ich bin“. Siehe 2.Mose 3,14 (EB).
      Manuskript 35, 1906; Manuscript Releases XXI, 64.65.


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    • Nur echter Glaube wird die Prüfung bestehen, 10. April

      So sah Israel die mächtige Hand, mit der der HERR an den Ägyptern gehandelt hatte. Und das Volk fürchtete den HERRN, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose. 2.Mose 30,31 (GNB).

      Der Siegesgesang der Israeliten schallte über das Rote Meer. Doch ihr Gottvertrauen sollte schon bald wieder auf die Probe gestellt werden. Der Herr wollte wissen, wie weit er sich auf die Treue seines Volkes verlassen konnte. Drei Tage lang wanderten sie in die Wüste hinein und fanden kein Wasser. „Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter ... Da murrte das Volk wider Mose und sprach: ‚Was sollen wir trinken?‘“ 2.Mose 15,22-24. Anstatt auch unter schwierigen Umständen dem Herrn zu vertrauen und ihn ernst zu nehmen, überhäuften sie ihren Führer mit Vorwürfen.

      Genauso verhalten sich viele Menschen auch heute. Satans Strategie bleibt immer dieselbe. Wenn alles glatt geht, meinen die Leute, sie hätten Gottvertrauen. Doch wenn sie Leid, Unglück oder Enttäuschungen erleben, sinkt ihnen der Mut. Ein Glaube, der von Umständen oder von der Umgebung abhängt und der nur wirksam ist, wenn alles glatt läuft, ist kein echter Glaube.

      In seiner Not schrie Mose zum Herrn. Siehe V. 25. Das hätten die Israeliten auch tun sollen. Sie waren ja erst kurz zuvor wunderbar befreit worden. Der Herr hörte den Hilferuf seines Dieners, der vom Volk so arg verleumdet wurde.„Der Herr zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser und das Wasser wurde süß.“ V. 25. Es war nicht das Verdienst dieses Holzes, dass das Wasser süß wurde; vielmehr war es die Macht dessen, der in der Wolkensäule verborgen war und der alle Dinge tun kann ...

      Hat das Volk daraufhin Gottes Geschenke geschätzt und anerkannt? Wurden sie innerlich von Dank und Lob erfüllt? Hielten sie einen Lobpreisgottesdienst ab wie damals am Ufer des Roten Meeres? Wir finden keinen Hinweis darauf, dass ihr Glaube durch Gottes Güte und Gnade und durch seine Liebesbeweise irgendwie gestärkt worden wäre ...

      Wenn Schwierigkeiten uns auf die Probe stellen, wenn wir keinen Weg vor uns sehen, der Wohlstand und Bequemlichkeit verheißt, sondern möglicherweise einen Verlust dieser Annehmlichkeiten befürchten lässt, wenn wir unter Druck stehen, weil Opfer oder Verzicht von uns gefordert wird, wie werden wir uns dann gegen Satans Einflüsterungen wehren, der uns einreden will, dass es uns zukünftig nur noch schlecht gehen wird, dass alles in Scherben fällt und wir nichts als Sorgen und Probleme zu erwarten haben? ...In solchen Situationen sollten wir die Reste der himmlischen Segnungen und Erweise des Guten zusammensammeln und zum Herrn sagen: „Ich glaube an dich, ich vertraue deinen Dienern und ich glaube an dein Wirken. Ich will dir vertrauen.“
      Brief 49, 1896.

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    • Die Sünde des Unglaubens führt von Gott weg, 11. April

      Er wurde ihnen zum Retter in all ihrer Not. Nicht Bote noch Engel — er selbst hat sie gerettet. In seiner Liebe und in seinem Erbarmen hat er sie erlöst. Und er hob sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit. Sie aber, sie sind widerspenstig gewesen und haben seinen heiligen Geist betrübt. Jesaja 63,7-9 (EB).

      Seit es zum ersten Mal Sünde gab, war Christus seinem Volk nahe, um die Autorität Satans anzufechten, denn er wusste, dass die Auseinandersetzung hier auf der Erde ausgetragen werden musste. Satan widerstand dem Sohn Gottes jedes Mal, wenn der sein Volk retten wollte. Christus war tagsüber in die Wolkensäule und nachts in die Feuersäule gehüllt und führte, leitete und beschützte die Israeliten auf ihrer Wanderung von Ägypten nach Kanaan.Siehe 1.Korinther 10,1.4. Doch wie ungern ließen sich die Israeliten führen!Wie unwillig waren sie, wenn der Engel des Herrn ihnen Befehle gab. Und wie eifrig waren sie darin, ihren eigenen Kurs zu verteidigen, ihre rebellischen Gefühle zu rechtfertigen und ihre eigenen Ideen und Pläne umzusetzen!

      Es war der mächtige Ratgeber, der in der Wolken- und Feuersäule verborgen das Lager seines Volkes bewachte. Er war es, der sie korrigierte, wenn sie falsche Wege einschlugen, und sie ermutigte, dem wahren Gott zu vertrauen, dass er sie sicher ins Land der Verheißung bringen würde. Sie lebten ständig unter den Augen dessen, der niemals „schläft und schlummert“. Psalm 121,4.Trotzdem murrten sie gegen Mose, den Gott doch als ihren sichtbaren Führer eingesetzt hatte und der mit Christus „von Angesicht zu Angesicht redete, wie ein Mann mit seinem Freund redet“. 2.Mose 33,11. Obwohl es eine Tatsache war, dass der Herr durch seinen Diener Mose wirkte, verführte Satan sie dazu, üble Verleumdungen auszusprechen, eifersüchtig zu sein und herumzukritisieren. Sie gaben seinen Versuchungen nach, statt sich fest an [Gottes] Prinzipien zu halten.

      Ihr Versagen wird im inspirierten Wort Gottes festgehalten. Es soll uns, die wir nahe ans Ende der Welt gekommen sind, eine Warnung sein (siehe 1.Korinther 10,11), damit wir nicht in dieselbe Falle des Unglaubens hineintappen und fallen ... Die Israeliten fielen unter der Macht des Feindes, weil sie ungläubige, böse Gedanken hegten, die sie von dem lebendigen Gott wegführten. Als sie sich dadurch erst einmal auf die Seite des Feindes gestellt hatten, nutzte er seinen Vorteil aus und machte sie bis zum bitteren Ende zu seinen Verbündeten. Die Sünde des Unglaubens, die ihr Vertrauen zum Sohn Gottes zerstörte, führte Israel von Gott weg. Zu einer Zeit, in der sie eigentlich Gott hätten loben, seinen Namen verherrlichen, von seiner Güte erzählen und von seiner Macht zeugen sollen, steckten sie tief im Unglauben, voller Selbstmitleid und Beschwerden. Der Verführer versuchte mit allen Mitteln, Zank und Streit unter dem Volk zu säen. Er wollte Neid und Hass gegen Mose wecken und sie alle zur Rebellion gegen Gott aufhetzen. Weil sie der Stimme des großen Betrügers Gehör schenkten, wurden sie angefochten, gerieten in Not und kamen schließlich alle um.
      Manuskript 65, 1895; The Signs of the Times, 25. April 1895.


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    • „Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote zu halten?“, 12. April

      Wenn sie am sechsten Tag die eingesammelte Nahrung zubereiten, werden sie entdecken, dass es doppelt soviel ist wie sonst. 2.Mose 16,5 (Hfa).

      Der Herr ließ zu, dass sein Volk Israel von den Ägyptern versklavt wurde, weil sie nicht in seinen Wegen wandelten, sondern ihn dauernd durch die Übertretung seiner Gebote entehrten. In der Unterdrückung und harten Knechtschaft konnten sie dabei den Ruhetag Gottes nicht halten. Weil sie so lange unter einem Volk lebten, das Götzen anbetete, wurde ihr Glaube verwirrt und verdorben. Die enge Gemeinschaft mit Menschen, die nichts von Gott halten oder nicht an ihn glauben, wird den gleichen Einfluss auf die Gläubigen von heute haben, wenn sie sich den Herrn nicht ständig vor Augen halten. Nur so kann sein Geist sie beschirmen ...

      Pharao erlebte, wie mächtig Gottes Geist wirkte. Er sah die Wunder, die der Herr durch seinen Diener tat. Trotzdem wollte er dem Befehl Gottes nicht folgen. Auch als Gottes Gerichte das Land trafen, — eines härter als das andere — blieb er trotzig und widerspenstig. Weil er das Licht vom Himmel zurückgewiesen hatte, wurde er hart und ließ sich nicht mehr beeindrucken ...Wer die eigenen Ideen über den ausdrücklich erklärten Willen Gottes stellt, sagt damit dasselbe, wie damals der Pharao: „Wer ist der Herr, dem ich gehorchen müsste?“ Wenn wir Licht zurückweisen, dann verhärten wir damit das Herz jedes Mal ein wenig mehr und verdunkeln unseren Verstand.Dadurch wird es Menschen immer schwerer, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden, und sie widerstehen immer offener dem Willen Gottes.

      Der Herr holte die Israeliten aus Ägypten heraus, damit sie seinen Sabbat heilig halten konnten. Er erklärte ihnen auch genau, wie sie das machen sollten. Diese Anweisungen schrieb Mose auf (siehe 2.Mose 16,23-26), damit sie allen Menschen der Erde bis zum Abschluss der Weltgeschichte weiterhelfen.Gott hat gesprochen — wir wollen ihm zuhören und tun, was er sagt.

      Als die Israeliten das Manna erhielten, wurden sie auch geprüft, ob sie sich an Gottes Gesetz hielten. Der Herr ließ den Israeliten durch Mose sagen: „Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Dann soll das Volk hinausgehen und den Tagesbedarf täglich sammeln, damit ich es prüfe, ob es nach meinem Gesetz leben will oder nicht.“ 2.Mose 16,4 (EB) ...

      Obwohl Gott den Israeliten ganz genau erklärt hatte, wie und wann sie das Manna einsammeln sollten, gingen einige am siebten Tag vors Lager und wollten Manna holen. Sie fanden nichts (siehe V. 27) und der Herr sagte zu Mose: „Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten!“ 2.Mose 16,28. Damit es diesbezüglich keine Missverständnisse mehr gab, kam Gott auf den Berg Sinai herab. Dort wurde jedes seiner Gebote feierlich verkündet, so dass alle Israeliten es hören konnten.Siehe 2.Mose 20,1-19;
      Manuskript 3, 1885.


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    • Eine Warnung vor unbeherrschter Esslust, 14. April

      Und sie sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst. 2.Mose 16,3.

      Gott wollte sein Volk großzügig beschenken. Er hatte vor, sie in ein gutes Land zu bringen, das wegen seiner Fruchtbarkeit und seines Reichtums als „Land, in dem Milch und Honig fließen“ bezeichnet wurde. Siehe 2.Mose 3,8.17; 13,5. Gott wollte sie dort als gesundes, starkes und mächtiges Volk ansiedeln — wenn sie nur auf seine Anweisungen hörten! Die Israeliten hatten in Ägypten von reichen und üppigen Speisen gelebt, nicht gerade eine gesunde Ernährung!Nun wollte sie Gott durch die Wüste in das gute Land bringen, das er ihnen versprochen hatte. Unterwegs wollte er sie von der Fleischnahrung entwöhnen und ihnen stattdessen eine einfache, aber gesunde Nahrung geben. Sie sollten sich im fruchtbaren Kanaan als starkes Volk niederlassen, in dessen Stämmen es keinen schwächlichen Mann, keine kranke Frau und kein kränkelndes Kind gab ...

      Seit Evas Ungehorsam im Paradies ist die unbeherrschte Esslust die vorherrschende Sünde in der Menschheit geblieben. Nachdem Eva von der Frucht gegessen hatte, überredete sie ihren Mann, ebenfalls davon zu essen.Siehe 1.Mose 3,6. Adam wurde nicht wie Eva betrogen (siehe 1.Timotheus 2,14), doch er ließ sich von ihr beeinflussen, da es ihr ja, wie sie sagte, nicht geschadet hatte. Also gab Adam der Versuchung durch seine Frau nach. Er konnte den Gedanken nicht ertragen, von ihr getrennt zu werden. Er aß und verlor dadurch seine Rechtschaffenheit. Seit diesem bedauerlichen Vorfall, der die Sünde in unsere Welt brachte, haben unbeherrschte Esslust und der Einfluss, den jeder auf andere ausübt, der falsch handelt, unbeschreibliches Elend zur Folge. Auf keine andere Weise gelingt es Satan, die gefallenen Menschen so erfolgreich zu verführen wie durch die Esslust.

      Während der Wüstenwanderung flackerten unter den Israeliten immer wieder Aufstände und Revolten auf, weil ihre entartete Esslust nicht befriedigt wurde. Mose wurde immer wieder in die Enge getrieben; er wurde immer wieder tief traurig, weil die Israeliten ständig murrten und sich darüber beklagten, dass Gott ihnen Fleischnahrung vorenthielt. Siehe 2.Mose 16,2.3; 4.Mose 11,4; 21,4.5.

      Sie stellten sich dauernd Schwierigkeiten vor und rechneten mit dem Schlimmsten. Sie waren neidisch auf Mose und unterschoben ihm egoistische Motive — als hätte er sie nur deshalb aus Ägypten geführt, damit sie in der Wüste umkamen (siehe 2.Mose 16,3) und er sich an ihrem Besitz bereichern konnte.
      Manuskript 32, 1885.

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    • Die Israeliten und die Wichtigkeit des Sabbats, 13. April

      Ich habe euch den siebten Tag als Ruhetag gegeben; darum versorge ich euch am sechsten Tag mit der doppelten Menge Nahrung. Geht also am Sabbat nicht los, um Körner zu sammeln!Bleibt in euren Zelten! 2.Mose 16,29.30 (Hfa).

      Bevor das Gesetz vom Sinai herab verkündet wurde, tat Gott jede Woche ein Wunder, um dem Volk klarzumachen, dass der Sabbat ihm gehört und heilig ist. Er ließ Manna vom Himmel fallen, das sie essen konnten, und sie sammelten diese Körner täglich ein. Am sechsten Wochentag sammelten sie doppelt so viel wie sonst, wie es Mose angeordnet hatte. Siehe 2.Mose 16,4.5.26...

      „Die Israeliten lebten vierzig Jahre lang von Manna, bis sie an der Grenze Kanaans besiedeltes Land erreichten.“ 2.Mose 16,35 (Hfa). Gott wirkte also 40 Jahre lang jede Woche ein Wunder, um seinem Volk klarzumachen, dass sein Ruhetag heilig war.

      Gott gab auch Anweisungen, ein Heiligtum zu bauen, an dem ihn die Israeliten während ihrer Wüstenwanderung anbeten konnten. Siehe 2.Mose 25,8. Die Anweisung aus dem Himmel lautete, dieses Heiligtum unverzüglich zu bauen. Da diese Arbeit für Gott getan wurde und die Zeit drängte, argumentierten manche, man solle auch am Sabbat daran arbeiten, nicht nur an den Wochentagen. Christus hörte diese Vorschläge und merkte, dass die Leute nahe daran waren, in eine Falle zu tappen, als würde der Zeitdruck rechtfertigen, dass man auch am Sabbat handwerkliche Arbeiten durchführte.

      Sie bekamen die Anweisung: „Haltet nur ja meine Sabbate!“ 2.Mose 31,13 (EB). Obwohl die Arbeit am Heiligtum ohne Verzögerung durchgeführt werden sollte, durfte der Sabbat nicht als Arbeitstag missbraucht werden. Auch die Arbeit am Haus des Herrn muss für die Heiligung des Tages unterbrochen werden, den der Herr für sich reserviert hat. Gott achtet eifersüchtig auf die Ehre seines Gedenktages der Schöpfung.

      Der Sabbat ist ein Zeichen zwischen Gott und seinem Volk. Siehe V. 13. Er ist ein heiliger Tag, den uns der Schöpfer geschenkt hat, damit wir ausruhen und Gedanken nachsinnen können, die uns Gott näher bringen. Gott wollte, dass der Sabbat zu allen Zeitaltern als beständiges Bundeszeichen beachtet wurde.Siehe V. 16 ...

      Wenn wir am siebten Tag die Arbeit ruhen lassen, zeigen wir dadurch der Welt, dass wir auf Gottes Seite stehen, und dokumentieren unser Bestreben, in vollkommener Harmonie mit seinen Geboten zu leben. Wir anerkennen Gott als unseren höchsten Herrscher, der die Welt in sechs Tagen erschuf und am siebten Tag ruhte. Siehe V. 17 ... Der wahre Sabbat muss wiederhergestellt werden und seinen rechtmäßigen Platz als Gottes Ruhetag erhalten.
      Manuskript 77, 1900; The Review and Herald, 28. Oktober 1902.


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      Die Wege eines Christen gehen nicht nur über grüne Auen, 15. April

      Am Berg Horeb werde ich vor dir auf einem Felsen stehen. Schlag mit dem Stab an den Felsen! Dann wird Wasser aus dem Stein herausströmen und das Volk kann trinken. 2.Mose 17,6 (Hfa).

      Auch wenn der Weg rau ist, sollen wir auf Gottes Führung und Macht vertrauen. Wir können viel aus den Erfahrungen lernen, die die Israeliten während ihrer Wüstenwanderung machten. „Die Israeliten brachen aus der Wüste Sin auf und zogen von einem Lagerplatz zum nächsten, wie der Herr es ihnen befahl. Als sie in Refidim ihr Lager aufschlugen, fanden sie kein Trinkwasser.“ 2.Mose 17,1.

      Der in der Wolkensäule verborgene Christus führte sie an. Auf seinen ausdrücklichen Befehl hin hatten sie an diesem Ort ihr Lager aufgeschlagen. Er wusste sehr gut, dass es in Refidim kein Wasser gab. Er brachte sein Volk ganz bewusst hierher, um ihr Vertrauen zu testen. Doch wie wenig erwiesen sie sich als ein Volk, auf das er sich verlassen konnte! Immer wieder hatte der Sohn Gottes sich seinem auserwählten Volk gezeigt. Er hatte die Erstgeborenen aller ägyptischen Familien erschlagen, um ihre Freilassung zu erwirken. Er hatte sie „mit mächtiger Hand“ aus dem Land herausgeführt, in dem man sie als Sklaven unterdrückt hatte. 2.Mose 13,3. Er hatte ihnen Engelsbrot zu essen gegeben. Er hatte sich mit einem Bund verpflichtet, sie in das verheißene Land zu bringen. Siehe 2.Mose 6,4-8. Doch nun, da sich ein Problem ergab, rebellierten sie, misstrauten Gott und klagten Mose an, sie nur deshalb mit ihren Kindern aus Ägypten herausgeführt zu haben, damit sie in der Wüste verdursten. Siehe 2.Mose 17,3. Durch ihr Gejammer und ihren Mangel an Glauben entehrten sie Gott. Sie brachten sich selbst in eine Lage, in der sie seine Gnadengaben nicht mehr zu schätzen wussten.

      Viele meinen, wenn sie ein Leben als Christen beginnen, dass sie von allen Nöten und Schwierigkeiten befreit seien. Dabei werden alle, die ihr „Kreuz auf sich nehmen“ und Christus nachfolgen (siehe Matthäus 16,24), in ihrem Leben auch eine Erfahrung wie die Israeliten in Refidim machen. Das Leben ist kein Spaziergang der nur über grüne Auen und durch erfrischende Bäche führt.Siehe Psalm 23,1.2. Es werden uns Enttäuschungen anfechten, Entbehrungen kommen und sich Umstände ereignen, die uns in schwierige Situationen bringen. Obwohl wir auf dem schmalen Weg gehen (siehe Matthäus 7,14) und unser Bestes tun, so wie wir es uns denken, erleben wir schwere Prüfungen.Wir meinen, wir seien in unserer eigenen Weisheit weit weg von Gott gegangen. Unser Gewissen schlägt und wir folgern, dass wir nicht so leiden müssten, wenn wir konsequenter mit Gott gelebt hätten ...

      Doch damals war es der Herr persönlich, der sein Volk nach Refidim geführt hatte. Vielleicht entscheidet er, uns auch dorthin zu bringen, um unsere Treue und Loyalität zu prüfen. Weil er es gut mit uns meint, führt er uns nicht immer zu den leichtesten Plätzen, denn dort könnten wir in unserer Selbstgenügsamkeit vergessen, dass der Herr unser Helfer zu allen Zeit ist, wenn wir etwas brauchen.
      Brief 24, 1896.

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      Christen sollten Wert auf Reinlichkeit legen, 16. April

      Und der HERR sprach zu Mose: Geh zum Volk und heilige sie heute und morgen! Und sie sollen ihre Kleider waschen. 2.Mose 19,10 (EB).

      Falsche Gewohnheiten gehören zu den häufigsten Ursachen von Krankheiten. Ordnung und Sauberkeit sind Gesetze des Himmels. Die Anweisungen, die Mose gegeben wurden, bevor der Herr seine Gebote auf dem Berg Sinai verkünden wollte, waren in dieser Hinsicht sehr streng ... Die Israeliten wurden aufgefordert, ihre Kleider zu waschen, damit sie nicht schmutzig vor Gott standen. Er ist ein Gott der Ordnung und er erwartet von seinem Volk Ordnung und Sauberkeit.

      Bei den Israeliten wurde niemals geduldet, dass jemand schmutzig blieb oder verschmutzte Kleidung trug. Wer eine Unreinheit hatte, wurde bis zum Abend vom Lager ausgeschlossen und musste sich und die Kleider waschen, bevor er oder sie zurückkehren durfte. Siehe 3.Mose 15. Außerdem wurde ihnen befohlen, ihren Abfall aus dem Lager zu schaffen. Siehe 3.Mose 6,4 ...

      Der Herr erwartet von seinem Volk heute nichts anderes wie damals. Wenn Reinlichkeit so notwendig war für die Wüstenwanderer, die doch fast den ganzen Tag über an der frischen Luft waren, so ist Hygiene für uns um so wichtiger, weil wir in geschlossenen Häusern leben, wo Schmutz leichter zu sehen ist und viel ungesunder ist.

      Das Sittengesetz der Zehn Gebote, das vom Sinai verkündet wurde, findet keinen Raum in den Herzen von Menschen, die gewohnheitsmäßig unordentlich und schmutzig sind. Wenn die Israeliten der Verkündigung dieser heiligen Gebote nur dann zuhören durften, wenn sie und ihre Kleider sauber waren, wie können dann diese reinen Vorschriften in die Herzen von Menschen geschrieben werden, die in ihrer Person und ihrem Heimen unsauber sind?

      In Dörfern und Städten, die man als gesunde Wohngegend ansah, sind schreckliche Epidemien aufgetreten. Sie führten bei vielen zum Tod oder zu einer geschwächten Konstitution. In vielen Fällen enthielten die Grundstücke, auf denen die Opfer der Epidemien wohnten, die Krankheitskeime, die die Luft verunreinigten und von den Familienangehörigen und Nachbarn eingeatmet wurden ...

      Als Lord Palmerston Premierminister von England war, wurde er einmal von schottischen Geistlichen gebeten, einen Fasten- und Gebetstag zur Abwehr der Cholera anzusetzen. Er antwortete: „Reinigt und desinfiziert eure Straßen und Häuser, fördert Hygiene und Gesundheit bei den Armen, sorgt dafür, dass sie ausreichend ernährt und warm gekleidet sind und führt überall richtige Sanitär-Maßnahmen ein. Dann ist es unnütz, noch zu fasten und zu beten.Der Herr wird eure Gebete auch nicht erhören, solange ihr diese Vorsorgemaßnahmen vernachlässigt.“
      Manuskript 58, 1890.


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      Gottes Gesetz wurde nicht nur für Israel gegeben, 17.April

      Wenn ihr nun auf mich hört und euch an den Bund haltet, den ich mit euch schließen will, dann werde ich euch aus allen Völkern auserwählen. Mir gehört die ganze Welt, aber ihr seid in besonderer Weise mein Eigentum. Ja, ihr sollt ein heiliges Volk sein, das allein mir gehört.2.Mose 19,5,6 (Hfa).

      Seinem erhabenen Wesen entsprechend, wollte Gott die Verkündigung seines Gesetzes zu einem Ehrfurcht gebietenden Hoheitsakt machen ... Den Anordnungen entsprechend, trafen sie ihre Vorbereitungen. Auf ein weiteres Gebot hin ließ Mose einen Zaun um den Berg herum errichten, damit weder Mensch noch Vieh in den heiligen Bereich eindringen konnte. Siehe 2.Mose 19,10-12.23 ...

      Am Morgen des dritten Tages richteten sich aller Augen auf den Berg. Sein Gipfel war mit einer dichten Wolke bedeckt, die immer dunkler wurde, bis sie sich herabsenkte und den ganzen Berg in Finsternis und Furcht erregendes Geheimnis hüllte. Dann ertönte ein Schall wie von einer Trompete, durch den das Volk aufgefordert wurde, Gott zu begegnen. Mose führte es bis an den Fuß des Berges. Aus der dichten Finsternis flammten grelle Blitze, und Donnerschläge hallten vom Berge, die sich als Echo an den umliegenden Höhen brachen. Siehe V. 16-18 ...

      Nun hörte der Donner auf, die Posaune schwieg, die Erde hatte sich beruhigt.Eine Zeit lang herrschte feierliches Schweigen. Dann hörte man die Stimme Gottes aus der dichten Finsternis, die ihn verhüllte. Siehe V. 19. Vom Berge, umgeben von einer Engelschar, verkündete er sein Gesetz. Siehe 2.Mose 20 ...

      Jahwe offenbarte sich aber nicht nur in der Furcht erregenden Majestät des Richters und Gesetzgebers, sondern auch als der mitleidsvolle Hüter seines Volkes. „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.“ 2.Mose 20,2. Sie kannten ihn schon als ihren Führer und Befreier, der sie aus Ägypten geleitet und ihnen den Weg durch das Meer gebahnt, der Pharao und seine Heerscharen besiegt und sich dadurch allen Göttern Ägyptens überlegen gezeigt hatte: Er verkündete ihnen nun sein Gesetz.

      Es wurde nicht ausschließlich zum Wohle der Hebräer verkündigt. Gott zeichnete sie wohl aus, als er sie zu dessen Hütern und Bewahrern machte (siehe Römer 3,2), aber es sollte ein heiliges Vermächtnis für die ganze Welt sein. Die in den Zehn Geboten aufgestellten Forderungen sind allen Menschen zur Unterweisung und Lebensführung gegeben. Es sind zehn Regeln, die kurz, umfassend und gebieterisch die Pflichten gegen Gott und den Nächsten enthalten, und deren wesentliche Grundlage die Liebe ist. Patriarchen und Propheten 278.279.

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      Eingefleischte Rebellion ist unheilbar, 18. April

      Als Mose so lange Zeit nicht vom Berg herabkam, versammelten sich die Israeliten bei Aaron und forderten ihn auf: „Mach uns eine Götterfigur, die uns den Weg zeigt! Wer weiß, was diesem Mose zugestoßen ist.“ 2.Mose 32,1 (Hfa).

      Jeder kann frei entscheiden, ob er sich auf die Seite der Rebellen stellt oder sich mit denen vereint, die für Gott und die Wahrheit einstehen, also mit solchen, die sich ernsthaft, treu und selbstlos für die Sache Gottes eingesetzt haben, dabei Prüfungen und Ablehnung in Kauf nahmen und trotzdem mutig die Schlachten des Herrn schlugen.

      Hat sich eine rebellische Einstellung erst einmal verfestigt, lässt sie sich nicht mehr kurieren. Sie ist im Himmel entstanden und zwar ausgerechnet in dem Engel, der Christus am nächsten stand. Dieser hohe Engelsfürst hatte Anhänger, die sich seiner Rebellion anschlossen. Satan, der Erzrebell, wurde aus dem Himmel verbannt, und seine Anhänger teilten sein Schicksal. Siehe Offenbarung 12,9. Seit damals ist es sein Ziel, so viele Menschen wie irgend möglich zur Rebellion gegen Gott aufzuhetzen.

      Ein Engel sagte mir: „Die Rebellion wird immer wieder aufflackern, bis das Werk der Verkündigung der dritten Engelsbotschaft (siehe Offenbarung 14,9-12) abgeschlossen ist. Wundere dich darüber nicht und lass dich davon auch nicht entmutigen. Er, der den obersten Rebellen besiegt hat, steht auch an der Spitze seines großen Werkes. Vielleicht wird Satan jubeln; vielleicht wird es für kurze Zeit so aussehen, als hätte er gewonnen. Doch der große Sieger beobachtet ihn auf Schritt und Tritt. Satan kann nur so weit gehen, wie es ihm erlaubt wird. Er darf zwar eine kurze Zeit wirken, damit die Aufrichtigen offenbar und die Treuen geprüft werden. Dann werden sich die Heuchler entlarvt haben und werden von denen getrennt, die ein reines Herz haben. Die Rebellen werden zur rechten Zeit aus der Mitte der Treuen ausgesondert, denn die Wahrheit hat Menschen jeder Art zusammengeführt. Siehe Matthäus 13,47-49.

      Dann wurde mir die Wüstenwanderung Israels gezeigt. Bei den Israeliten war Rebellion an der Tagesordnung. Mose war nur vierzig Tage lang fort (siehe 2.Mose 24,18), doch diese Zeit war lang genug, um einen beispiellosen Abfall von Gott zu inszenieren. Dabei hatte Gott ihnen so viel Gunst erwiesen — erst kurz zuvor hatten sie seine Stimme am Berg Sinai gehört. Feierlich und majestätisch hatte er ihnen die Zehn Gebote verkündet, und jeder Israelit konnte es hören. Sie hatten daraufhin furchtbare Angst bekommen. Zitternd hatten sie Mose angefleht, der große Jahwe möge nicht mehr zu ihnen sprechen, sondern Mose sollte seine Worte entgegennehmen und sie ihnen weitersagen. Siehe 2.Mose 20,18.19. Aber nun gossen sie sich ein Kalb, wandten sich von Gott ab und ergaben sich der niedrigsten Form des Götzendienstes, indem sie das Produkt ihrer eigenen Hände anbeteten.“ Siehe 2.Mose 32,4-6;
      Manuskript 1, 1865.

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      Mose war ein Vorbild echter Demut, 19. April

      Vergib doch ihre Schuld! Wenn nicht, dann streiche meinen Namen aus dem Buch, in dem die Namen der Deinen eingetragen sind. 2.Mose 32,32 (GNB).

      Nachdem die Israeliten am Sinai der Verkündung der Zehn Gebote zugehört hatten, fielen sie von Gott ab und beteten Götzen an. Darüber war der Herr zornig. Er sagte zu Mose: „Und nun lass mich, dass mein Zorn über sie entbrenne und sie vertilge; dafür will ich dich zum großen Volk machen.“ 2.Mose 32,10. Doch der Mann, der gelernt hatte, in der Wüste nach einem verirrten Lamm zu suchen, der lieber Kälte und Sturm in Kauf nahm, als ein Schaf umkommen zu lassen, wollte die Menschen, für die er sich verantwortlich fühlte, nicht aufgeben. Er flehte Gott an, Israel nicht aufzugeben, sondern ihre Übertretung zu vergeben. Siehe 2.Mose 32,30-32 ...

      „Mose aber sprach zu ihm: Wenn nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf.“ 2.Mose 33,15. Er verließ sich nicht mehr auf sich selbst. Sein Motto hieß: Der Gott Israels ist meine Stärke und mein Führer. Er ließ sich nicht verehren wie die Könige anderer Völker. Immer wieder versicherte er den Israeliten, dass er nur das sei, was Israels Gott aus ihm gemacht habe. In allen Schlachten, die sie gewannen, erinnerte er sie daran, dass sie dafür keinen Ruhm beanspruchen konnten, denn es war der Gott Israels, der um ihretwillen den Sieg erfochten hatte. Siehe 5.Mose 1,29.30.

      Als der Herr Mose sagte: „Mein Angesicht soll vorangehen“ (2.Mose 33,14), sollte man annehmen, dass dieser vollmächtige Gottesmann damit zufrieden gewesen wäre. Doch das war nicht der Fall, sondern er flehte: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ V. 18. Wurde Mose wegen dieser Anmaßung getadelt? ...Gott nahm diesen großen Glaubenshelden, stellte ihn in eine Felsspalte, und dort offenbarte er ihm seine Herrlichkeit. Siehe V. 21-23; Kap. 34,5-7 ...

      Als Mose zu den Israeliten zurückkehrte, konnten sie ihn nicht anschauen; er hatte mit Gott gesprochen, und sein Gesicht strahlte die Herrlichkeit Gottes wider, die ihm offenbart worden war. „Die Haut seines Angesichts glänzte.“ 2.Mose 34,29.30. Deshalb musste er im Gespräch mit dem Volk sein Gesicht mit einem Schleier verhüllen. Siehe V. 33.

      Nicht der anmaßende, prahlerische ungläubige Mensch, sondern der demütige und vertrauensvolle ist in den Augen Gottes groß. Damit er die Gebete seiner Kinder erhören kann, wünscht er sich, dass jeder eine ganz persönliche Beziehung zu ihm hat. Je näher wir Christus kommen und je klarer wir seine Liebenswürdigkeit und sein Leben erkennen, um so demütiger werden wir. Je weniger hoch wir uns selbst einschätzen, um so deutlicher werden wir die Herrlichkeit und Majestät Gottes erfassen. Wenn aber Menschen von sich selbst behaupten, sündenfrei und heilig zu sein, dann haben sie schon durch diese Aussage den Gegenbeweis erbracht.
      Manuskript 36, 1885.

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