Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

    • Der Wert eines lebendigen Glaubens, 17. Februar

      Wenn schon ihr hartherzigen, sündigen Menschen euren Kindern Gutes gebt, dann wird doch der Vater im Himmel erst recht denen seinen Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten. Lukas 11,13 (Hfa).

      Jesus versichert uns, dass Gott auf keinen Fall die größte Gabe zurückhält, die er uns geben kann. Er sagt: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel (gibt), den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten.“ Lukas 11,13 (EB). Doch „bitte im Glauben und zweifle nicht“. Jakobus 1,6. Der mangelnde Glaube ist daran Schuld, dass so viele unserer Gemeindeglieder schwach sind. Christus sagte am Grab des Lazarus zu Marta: „Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen.“ Johannes 11,40.

      Dies [der Heilige Geist] ist der größte Segen, der Gottes vertrauensvollen Kindern geschenkt werden kann. Doch viele haben nicht die besondere Eigenschaft eines lebendigen Glaubens. Sie meinen sie hätten Glauben, aber das ist nur der Gedanke oder die Tat eines Augenblicks. Sie klopfen nicht beharrlich an Gottes Tür, sie halten ihm ihre Bitten nicht ständig vor. Siehe Lukas 11,9.10. Wir sollen nicht nur gelegentlich an Gott denken. Unsere Gebete sollten so inbrünstig und ernst sein wie die Bitten eines Freundes in Not [in der Geschichte Jesu], der mitten in der Nacht um einige Brotlaibe bittet, [um sie seinem überraschenden Gast vorzusetzen]. Siehe Lukas 11,5-8. Je mehr du bittest, um so enger bist du mit Gott geistlich verbunden. Du kannst so weit kommen, dass du immer mehr Segnungen empfängst, weil du einen größeren Glauben hast.

      Wenn du fest darauf vertraust, dass dein himmlischer Vater dir die nötige Hilfe zukommen lässt, wird er dich nicht enttäuschen. Gott hat einen ganzen Himmel voller Segnungen, die er über alle ausschütten möchte, die ernsthaft um jene Hilfe ersuchen, die nur der Herr schenken kann. Henoch wandelte mit Gott, indem er im Glauben auf Jesus [den Sohn Gottes] blickte, ihn ständig um etwas bat und darauf vertraute, dass sich jedes seiner Worte erfüllen würde. Er hielt sich eng an Gottes Seite und gehorchte jedem seiner Worte. Und der Bericht kommt durch die ganzen Geschlechter bis in unsere Zeit: „Henoch wandelte mit Gott.“ 1.Mose 5,22. Das war ein wunderbares Leben, eins mit Gott. Christus war sein Gefährte. Er lebte in inniger Gemeinschaft mit Gott.

      Henoch machte über die letzten Tage prophetische Aussagen. Er verkündigte: „Seht, der Herr kommt mit vielen tausend heiligen Engeln, um über alle Menschen Gericht zu halten und alle Gottlosen zu verurteilen, die sich gegen seinen Willen aufgelehnt haben. Ihr gottloses Treiben und ihr höhnisches Geschwätz wird er dann bestrafen.“ Judas 14-15 (Hfa).
      Manuskript 111, 1898.


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      Noah hatte einen echten Glauben, den auch wir haben können, 18. Februar

      Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. Hebräer 11,7.

      Noah wurde angewiesen eine Arche zu bauen, um sich und seine Familie zu retten. Siehe 1.Mose 6,13-18. Über ihn sagte Gott: „Noah ... habe ich gerecht vor mir erfunden in dieser Generation.“ 1.Mose 7,1 (EB). Auch von Noah heißt es: „Er wandelte mit Gott.“ Noah hielt sich nicht mit der Frage auf: „Was werden die Leute von mir denken, wenn ich dieses Schiff auf trockenem Land baue?“ Er glaubte genau das, was Gott ihm gesagt hatte, und begann die Arbeit mit dem Wissen und nach dem Plan, den Gott ihm gegeben hatte. Siehe 1.Mose 6,14-16. Er musste viele Zimmerleute anstellen, die ihm beim Bau dieses Riesenprojektes halfen. Viele von ihnen waren in jener Zeit gläubige Menschen. Doch der größte Teil der Welt Noahs waren Ungläubige, und sie machten ihn zur Zielscheibe ihres Spotts. Sie verspotteten ihn, weil er ein großes Schiff auf trockenem Land baute.

      Die Erdoberfläche sah noch beinahe so aus, wie sie Gott geschaffen hatte, obwohl einige Veränderungen eingetreten waren. Die Leute schauten die erhabenen Bäume und die wunderbaren Dinge in der Natur an, die Gott gemacht hatte, und sagten: „Es ist unmöglich, dass Gott all dies vernichten wird.“ Was sie vor Augen sahen und ihre Sinne wahrnahmen, beeindruckte sie stärker als die Botschaft vom Himmel. Noah stand dort in seiner treuen Rechtschaffenheit als ein Zeuge in jener Generation.

      Abel, Henoch und Noah waren Repräsentanten Gottes gegenüber den Bewohnern der alten Welt. Jeder dieser Männer war mit den Geboten Gottes geprüft worden: Würden sie Gott gehorchen und genau so handeln, wie er es ihnen gesagt hatte, oder würden sie ungehorsam sein und die Folgen erleben?Wäre Noah so gewesen wie viele [Christen] heute, die sagen: „Glaube, glaube nur; alles, was du tun musst, ist glauben“, dann hätte er der Welt nicht ihr Urteil gesprochen. Siehe Hebräer 11,7. Doch Noah hatte jenen echten Glauben, den Glauben, der [durch Taten] wirksam wird. Er bezeugte durch seinen Glauben und seine Werke den Menschen der vorsintflutlichen Welt, dass er Gott vertraute. Wäre er mit den Worten vor der Aufgabe zurückgeschreckt: „Ich kann diese Arche nicht bauen, denn die Leute werden mich für verrückt halten, wenn ich auf trockenem Land dieses Schiff baue“, dann hätte er keinen Einfluss zum Guten auf sie gehabt. Doch er glaubte genau das, was Gott gesagt hatte, und setzte es in die Tat um. Die Menschen hielten ihn für verrückt. Sie lachten Noah aus und verspotteten ihn, doch er blieb an der Arbeit und baute die Arche nach den Anweisungen Gottes. Als er seine letzte Botschaft an die Menschen dieses entarteten Zeitalters ausrichtete, als er vor ihnen stand um sie [vor der Sintflut] zu warnen, kehrten sie ihm den Rücken und verspotteten ihn. Sie hatten die Gebete gehört, die Noah Tag für Tag für sie zum Himmel schickte. Sein Herz streckte sich nach ihnen aus, als er ihnen seine allerletzte Botschaft übermittelte.
      Manuskript 86, 1886.


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      Nur zwei Klassen von Menschen — nur ein Arche der Sicherheit, 19. Februar

      Da sprach Gott zu Noah: „Ich habe beschlossen, die gesamte Menschheit zu vernichten, denn wo man auch hinsieht, herrscht Grausamkeit. Darum werde ich alles auslöschen!“ 1.Mose 6,13 (Hfa).

      In der Zukunft wird es Umstürze geben und „Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit“. Lukas 21,25 (EB). Satan wird mit intensiver Geschäftigkeit wirken. Die Erde wird von den Schreien leidender, untergehender Völker erfüllt sein. Kriege werden toben. Die ganze Welt wird ins Chaos stürzen, während aus dem Innern der Erde feurige Massen aufsteigen, um die Bewohner der Erde zu vernichten (siehe 2.Petrus 3,10), die in ihrer Boshaftigkeit den Bewohnern der vorsintflutlichen Welt gleichen.

      Auch in der Zeit [vor der Sintflut] gab es — wie heute — zwei Parteien von Menschen: die Gerechten und die Bösen. Henoch und andere wandelten mit Gott in Rechtschaffenheit. Doch die große Mehrheit der Bewohner der Erde hatte sich dem Unrecht ergeben und ihre Bosheit stieg vor Gott auf. Siehe 1.Mose 6,11.12 ... Gott gab [Noah] den Auftrag, dass eine Arche für alle gebaut werden sollte, die vor der kommenden Vernichtung errettet werden wollten.Siehe V. 13-18. Gott stand kurz davor, ein Machtwort gegen die Bosheit zu sprechen, die furchtbare Ausmaße angenommen hatte. Er war im Begriff, sich die Kleider der Vergeltung anzuziehen und sein Gericht an den Übertretern seines Gesetzes zu vollstrecken. Manuskript 72, 1902; Manuscript Releases XVIII, 92.93.

      Als Noah seine Warnungsbotschaft verkündete, hörten einige auf ihn und halfen ihm beim Bau der Arche. Doch sie blieben nicht dabei. Die bösen Einflüsse setzten sich durch. Da wandten sie sich von der Wahrheit ab und wurden zu Spöttern.

      Genauso wird es in den letzten Tagen der Weltgeschichte sein. Wer heute die Botschaft der Wahrheit hört, aber nicht daran glaubt, wird in der verbreiteten sittlichen Untreue zu Fall kommen, so wie es damals zu Noahs Zeiten mit allen geschah, die nicht fest gegründet waren. Sie hielten nicht bis zum Ende ihrer Prüfungszeit durch. Wenn der Herr jeden nach seinen Taten belohnt (siehe Römer 2,5.6), werden diese Menschen begreifen, dass Gott Wahrheit ist und seine Botschaft für sie Leben und Rettung bedeutet hätte, wenn sie die Beweise akzeptiert und die genannten Bedingungen erfüllt hätten. Dann wird ihnen klar, dass sie gerettet worden wären, wenn sie nicht das einzige Mittel zur Rettung ausgeschlagen hätten.

      Die Prüfungen, die Gottes Volk durchstehen muss, mögen lang und schwer sein, doch der Herr vergisst niemals jemanden. Wer an die Wahrheit glaubt und den Geboten gehorcht, wird seine Zuflucht in Christus finden. Sie werden unter dem sicheren Schutz seiner ewigen, liebenden Fürsorge stehen, solange sie entschlossen auf der Seite Gottes und seines Gesetzes stehen, das sein Königreich seit jeher regiert hat und immer regieren wird.
      Manuskript 42, 1900.

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      Wird unser Glaube standhalten, wenn wir geprüft werden? 20. Februar

      Noah tat alles, was ihm der Herr gebot. 1.Mose 7,5.

      Gott sagte zu Noah, dass er mit seiner Frau, seinen Söhnen und Schwiegertöchtern in die Arche gehen sollte. Siehe 1.Mose 6,18. Daran sehen wir, wie wenige der Botschaft des Himmels, dem Wort Gottes, glauben wollten und dadurch vor den Wassern der Sintflut bewahrt blieben. Die Folgen der Übertretung des göttlichen Gesetzes waren an der Bevölkerung und an der Erde deutlich zu sehen.Überall herrschten Gewalt und Verdorbenheit.

      Doch dann kam der Tag, an dem die Bewohner der vorsintflutlichen Welt etwas beobachteten, was sie noch nie zuvor gesehen hatten. Jene, die vorher gelacht und gelästert und Noah verhöhnt hatten, konnten erleben, dass etwas Wunderbares geschah: Durch den Wald, über die Felder, und von überall her kamen Tiere, immer zwei und zwei, und bahnten sich den Weg zur Arche. Siehe 1.Mose 7,8.9.Diese Tiere gehorchten dem Befehl Gottes, aber die Menschen waren ungehorsam. Dann konnte man so etwas wie eine dunkle Wolke am Himmel sehen, als die Vögel auf die Arche zuflogen. Dies machte in dem Moment einen gewaltigen Eindruck auf die Menschen. Doch als sie sich miteinander unterhielten, verdrängten sie in ihrem Unglauben und ihrer Verdorbenheit diese Erinnerung aus ihrem Gedächtnis.

      Dann erhielt Noah und seine Familie den Befehl: „Geht in die Arche.“ 1.Mose 7,1. Die Gnadenzeit für die Menschen der vorsintflutlichen Welt war vorüber. Noah ging in die Arche, und die Leute sahen ein blendendes Licht: ein Engel kam vom Himmel und verschloss die massive Tür. Siehe V. 16... Noah war mit seiner Familie in der Arche eingeschlossen und die Ungerechten waren ausgeschlossen.Die Gnade Gottes wurde von jener verdorbenen und bösen Generation zurückgezogen ...

      Nun mussten Noah für seine Familie eine besondere Prüfung bestehen: [sie waren] sieben Tage lang in der Arche eingeschlossen, doch es fiel immer noch kein Tropfen Regen. Siehe V. 4.7.Die Witze und spöttischen Bemerkungen [nahmen zu] und der Triumph ihrer Feinde schien vollständig zu sein. Doch sobald die sieben Tage verstrichen waren, zogen derart schwarze und schwere Wolken auf, wie man sie nie zuvor gesehen hatte. Sie wurden immer dunkler, und der Regen begann herabzufallen.Siehe V. 10.12.

      Bis zu diesem Tag hatte es noch nie geregnet, nur „ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land“.1.Mose 2,6. Deshalb hatten die Leute gedacht, sie hätten Grund zum Triumphieren. Doch es regnete immer weiter, und da machten sie sich ernste Gedanken. Aber um sie zu verdrängen, stürzten sie sich tiefer in ihre Schandtaten und schauten ernst [zum Himmel] auf, ob es nicht Anzeichen gab, dass die Wolken zurückwichen — doch es gab keine. Der Regen steigerte sich, bis es in Strömen goss.
      Manuskript 86, 1886.

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      Verteidiger des göttlichen Gesetzes, 22. Februar

      Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat. Jakobus 1,25.

      Wird ein Volk glücklich, wenn es die Gesetze Gottes ignoriert und abschafft? Die Länder hier [in Europa] haben ihre Gesetze, und ihre Bürger sind nur dann sicher, wenn sie diesen Gesetzen gehorchen. Ihr wisst, wie streng die Einhaltung dieser Gesetze gefordert wird. Wenn ihr einen Polizisten seht, neben dem ein Mann mit Handschellen steht, könnt ihr sicher sein, dass dieser Mann die Gesetze des Landes übertreten hat. Er hat seine Freiheit verscherzt und wird ins Gefängnis gebracht, weil er das Gesetz übertreten hat.

      Sollte jemand die Ansicht vertreten, dass der Herr des Universums kein Gesetz hat, um sein Königreich zu regieren? Ist es die Lehre Christi oder des Himmels, dass Gottes Gesetz für die Menschen auf dieser Erde keine verbindlichen Forderungen habe? Dabei sind doch die Zehn Gebote der große moralische Maßstab, an dem die Rechtschaffenheit aller Wesen im Himmel und auf der Erde gemessen wird. Siehe Jakobus 2,10-12. Dieses große Gesetz ist die Grundlage aller Gesetze für die Völker und die Familien.

      Es ist ein Meisterstück des Teufels zu sagen, dass das Gesetz Gottes abgetan sei und für die Menschen nicht mehr gelte. Wir wissen, dass Mörder, Ehebrecher und Diebe sofort mit diesem Gesetz in Konflikt geraten. Siehe 2.Mose 20,13-15. Es gibt Menschen, die sich wünschen, dieses Gesetz wäre abgeschafft, damit sie ihrer Phantasie und ihrer Bosheit freien Lauf lassen können. Wenn wir eine Person sehen, die von Polizisten abgeführt wird, halten wir sie nicht für jemanden, der das Gesetz gehalten, sondern der es übertreten hat.

      Jeder Mensch, der auf der Erde lebt, muss Prüfungen und Versuchungen bestehen. Es werden Umstände kommen, unter denen wir nach Gottes Vorsehung unseren Glauben verteidigen müssen. Wir sollen entscheidende Beweise bringen, auf welcher Seite wir stehen. Wir werden entweder entschlossene Verteidiger des heiligen Gesetzes Gottes sein oder wir stehen auf der Seite der Übertreter. Wir werden auf die Probe gestellt wie damals Noah.Hat er in jener Zeit wegen der fast überall herrschenden Verdorbenheit etwa argumentiert, es würde sich für ihn nicht lohnen, abseits zu stehen und allein für Gottes Gesetz einzutreten? Als Gottes Ehrenmann bezog er Stellung auf der Seite des Rechts, weil es Recht war.
      Manuskript 86, 1886.

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      • Mehr als zu glauben, ist nötig, 23. Februar
      Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben‘s auch und zittern. Jakobus 2,19.

      In naher Zukunft werden wir etwas davon begreifen, was es heißt, auf die Probe gestellt zu werden. Es werden Landesgesetze erlassen werden, die mit unserem Gehorsam gegenüber Gottes Geboten unvereinbar sind. Dann wird die Prüfung kommen, auf welcher Seite wir stehen: auf der Seite Gottes oder auf der Seite seiner Gegner. Jeder Einzelne von uns sollte auf das vorbereitet sein, was bald in unserer Welt kommen wird. Keiner von euch kann sich mit einem Sprung in die Stellung begeben, wo er diese Prüfung besteht. Nur wenn wir geduldig und ständig Gutes tun, erlangen wir die charakterliche Stärke, die uns befähigt, auch die Prüfung am Ende zu bestehen.Durch standhafte Integrität an jedem Tag und Bitten zu Gott bekommen wir die Kraft, der Prüfung standzuhalten.

      Alle möglichen Einflüsse werden auf uns einstürmen, um uns zu veranlassen, die Forderungen Gottes auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch wenn wir bereit sein wollen, dem Sohn Gottes in den Wolken des Himmels zu begegnen (siehe 1.Thessalonicher 4,17), müssen wir uns jetzt darauf vorbereiten ... Wir brauchen einen lebendigen Glauben und eine lebendige Religion. Es ist nötig, dass unser Glaube durch unsere Werke vollkommen gemacht wird. Siehe Jakobus 2,22. Und diejenigen, die immerzu rufen: „Glaube nur, du brauchst nur zu glauben und du wirst gerettet!“, wollen wir fragen: „Was sollen wir denn glauben? Welche Glaubenspunkte sind denn in dieser Zeit der besondere Prüfstein?“ ...

      Jesus erzählte einmal ein Gleichnis von einem Mann, der darum bat, dass jemand von den Toten zu seinen Verwandten gehen möge, um sie zu warnen, damit sie glauben. Siehe Lukas 16,19-30. Doch Christus sagte dazu: „Wenn sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht.“ V. 31 (EB) ...

      Wir lesen, dass auch „die Teufel glauben ... und zittern“ (Jakobus 2,19), doch dieser Glaube rettet sie nicht. Wir wünschen uns einen Glauben, der eine biblische Grundlage hat, einen Glauben, der einen lebendigen Erlöser und einen lebendigen Gott ergreift ... Nur das Blut Christi kann den Sünder von den Flecken der Sünde reinigen. Siehe 1.Johannes 1,7. Hätten die Bewohner der alten Welt dieses Gesetz anerkannt, hätte es ihnen gezeigt, was Sünde ist, und sie hätten es nicht gewagt zu sündigen ...

      Gott sammelt und bindet die Menschen zusammen, die ihn lieben und ihm dienen, und auch die Bösen werden in Bündel zusammengebunden, bereit für die Feuer des letzten Tages. Siehe Matthäus 13,30. Es liegt allein an uns, zu welchem Bündel wir dann gehören — ob wir bei den Garben des guten Weizens sind oder beim Unkraut, das schon für die Feuer des letzten Tages gebündelt wird ... Der ewige Lohn wird denen gegeben, die Gott treu und gehorsam sind.
      Manuskript 86, 1886.

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      Werden wir Sicherheit suchen, wenn es zu spät ist? 24.Februar

      Alle Quellen in der Tiefe brachen auf und die Schleusen des Himmels öffneten sich. 1.Mose 7,11 (Hfa).

      Die Menschen, die vor der Sintflut lebten, wurden gewarnt, doch [Jesus] stellt fest „Sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin.“ Matthäus 24,39 ... Sie sahen Noah mit seiner Frau, seinen Söhnen und deren Frauen in die Arche gehen. Hinter ihnen wurde die Tür verschlossen. Siehe 1.Mose 7,13.16. Nur acht Personen betraten den Zufluchtsort, der sie vor dem Sturm bewahrte, und eine Woche lang mussten sie dort auf den Regen warten.Siehe V. 10 ... Tag für Tag stieg die Sonne am freien Himmel auf und täglich war Noah versucht zu zweifeln. Doch der Herr hatte gesagt, dass die Flut kommen würde (siehe V. 4), und Noah fand in diesem Wort Ruhe.

      Am Ende der sieben Tage zogen sich Wolken zusammen. Das war ein ganz neuer Anblick, denn keiner hatte jemals Wolken gesehen ... Immer dicker zogen sich die Wolken zusammen, und bald begann der Regen zu fallen. Immer noch meinten die Leute, das wäre nicht alarmierend. Aber bald schien es, als wären im Himmel Fenster geöffnet (siehe V. 11), denn der Regen kam in Strömen herab. Eine Zeit lang konnte der Erdboden den Regen aufnehmen, aber dann begann das Wasser zu steigen, von Tag zu Tag höher. Jeden Morgen, wenn die Leute feststellten, dass es immer noch regnete, sahen sie sich verzweifelt an und jeden Abend wiederholten sie die Worte: „Es regnet immer noch!“ Und so ging es jeden Morgen, jeden Abend. Vierzig Tage und Nächte strömte der Regen herab. Siehe V. 12. Das Wasser drang in die Häuser und trieb die Leute in die Tempel, die sie für ihre Götzen erbaut hatten. Doch die Tempel wurden weggerissen. Die Erde brach auf und das Wasser, das in ihrem Innern verborgen war, brach hervor. Siehe V. 11. Große Steine wurden in die Luft geschleudert.

      Überall sah man fliehende Menschen, die nach einer Zuflucht suchten. Nun war die Zeit gekommen, wo sie überglücklich gewesen wären, wenn man sie in die Arche eingeladen hätte. Voller Angst riefen sie: „Wo finden wir einen sicheren Platz?“ Einige schrien zu Noah und flehten um Einlass in die Arche.Doch in dem fürchterlichen Wüten des Sturmes gingen ihre Stimmen unter.Einige klammerten sich an die Arche, bis sie von den Fluten weggespült wurden. Gott hatte alle, die seinem Wort vertrauten, sicher eingeschlossen, und kein anderer konnte dort hinein. Eltern mit ihren Kindern kletterten in die höchsten Äste der Bäume, die noch standen, aber als sie gerade diese Zuflucht erreicht hatten, riss der Sturm den Baum um und stürzte sie in das schäumende Wasser. Siehe V. 19.21 ...

      Wo waren nun die Arche und jene, die die Menschen vorher verspottet und verhöhnt hatten? Bewahrt durch die Macht Gottes (siehe 2.Petrus 2,5) schwamm das riesige Schiff sicher auf dem Wasser. Siehe V. 17. Und Noah und seine Familie waren darin sicher geborgen.
      The Signs of the Times, 10. April 1901.

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