Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

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      Gott schätzt geheiligte Kühnheit, wenn wir uns ihm nahen, 20. April

      Mose bat: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ 2.Mose 33,18.

      Wer eine verantwortliche Stellung [im Werk Gottes] bekleidet, muss erkennen, dass er zuerst bei Gott Einfluss haben muss, bevor er Menschen beeinflussen kann ... Gott hört auf die Bitten seiner selbstverleugnenden Mitarbeiter, die sich für den Aufbau seines Werkes einsetzen. Er ist sogar vom Himmel herabgekommen, um mit schwachen Sterblichen zu reden. Er hört nicht nur geduldig zu, sondern freut sich sogar über die hartnäckigen Bitten derer, die sich wirklich nach seiner Hilfe sehnen.

      Sein Diener Mose spürte seine Unzulänglichkeit für die große Aufgabe, die vor ihm stand, und bat mit einer Ausdauer, die beinahe anmaßend erschien, um die ständige Gegenwart Gottes. Doch er wurde deshalb nicht getadelt. Der hartnäckige Bittsteller bekam die Antwort: „Mein Angesicht soll vorangehen; ich will dich zur Ruhe leiten.“ 2.Mose 33,14. Damit wurde ihm versprochen, dass er alle seine Lasten bei Gott ablegen durfte. Doch Mose ist in Gedanken so bedrückt von der Last der ungeheuren Verantwortung, dass er sich noch näher zu Gott hin drängt und seine Bitte erweitert. Siehe V. 15.16. Und Gott antwortet: „Auch das, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.“ V. 17.

      Durch diesen Erfolg ermutigt, wagt sich Mose noch weiter vor. Er besitzt eine geheiligte Kühnheit, die ihn einen Punkt erreichen lässt, der sterblichen Menschen unbegreiflich ist. Der Diener Gottes ist durchs Gebet Gott immer näher gekommen und äußert nun eine Bitte, die noch kein sterblicher Mensch je auszusprechen gewagt hatte: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ V. 18.Wird Gott seinen Knecht wegen dieser offensichtlichen Anmaßung zerschmettern? Zum dritten Mal kommt die Antwort: „Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen.“ V. 19 ...

      Wie tief lässt sich Gott zu uns Menschen herab! Die Hand, welche die Welt erschuf, nimmt den Glaubenshelden und stellt ihn in eine Felsspalte, um ihm seine Herrlichkeit zu offenbaren und all seine Güte an ihm vorübergehen zu lassen. Siehe V. 21.22 ...

      Der schärfste Verstand, die gründlichsten Forschungen, die glänzendste Rhetorik kann niemals die Weisheit und Macht Gottes bei denen ersetzen, die Verantwortung in seinem Werk tragen ... Gott hat alle Vorkehrungen getroffen, dass jeder Mitarbeiter die Hilfe bekommt, die nur Er allein geben kann. Wenn sie zulassen, dass sie von der Arbeit gehetzt, getrieben und verwirrt werden und keine Zeit für die persönliche Andacht und fürs Gebet haben, dann machen sie Fehler. Wenn Christus nicht seinen Schutzschild gegen Satan erhebt, wird er alle überwältigen, die sich bei der Erfüllung des Werkes in unserer Zeit engagieren.
      Manuskript 6, 1879.

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      Himmlische Beobachter registrieren jedes Wort, 21.April

      Und sie sprachen: „Redet denn der Herr allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?“ Und der HERR hörte es. 4.Mose 12,2.

      Aaron und Mirjam waren über Mose wegen seiner Ehe verärgert. Siehe 4.Mose 12,1 ... Sie meinten auch, Mose würde sich ihnen überlegen fühlen, während sie immer an zweiter Stelle standen. Diese Gefühle waren genau das, was Satan bei ihnen bewirken wollte. Sie waren ganz in seinem Sinne, damit er das Werk, das er im Himmel begonnen hatte, weiterführen konnte ... Satan konnte zwar den Kopf, die Vernunft und die Einsicht nicht beeinflussen. Aber er konnte einen Eindruck erwecken, der zu seinem subtilen Vorgehen passte ...Aaron und Mirjam wurden sich einig. Sie besprachen sich und sagten: „Redet denn der Herr allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?“ Achte auf den folgenden Satz: „Und der HERR hörte es.“ 4.Mose 12,2.

      Der Herr hört vieles, was wir Menschen reden, und er weiß, dass der Strom des Bösen dadurch in Gang gesetzt wird, dass man heimlich böse Worte ausspricht. Würde man sich immer bewusst machen, dass ein Zeuge anwesend ist, der jedes Wort mit anhört, auch wenn es in einem abgeschirmten Zimmer gesprochen wird, gäbe es weniger persönliche Gespräche, bei denen menschliche Lippen den Verstand anderer mit Ideen und bösartigen Vorschlägen beeinflussen, die die Versuchungen des großen Verführers nachbeten ...

      Es gab Einen, der Mose verteidigen konnte. Höre sein Zeugnis. Seine Worte sind uns bis heute überliefert und beweisen, dass Gott ganz anders denkt als ungeheiligte Menschen.

      „(Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden.) ... Da kam der HERR hernieder in der Wolkensäule und trat in die Tür der Stiftshütte und rief Aaron und Mirjam, und die beiden gingen hin.“ 4.Mose 12,3.5.

      Dann wies er sie zurecht: „Hört, was ich euch sage! Wenn ich einem Propheten unter euch etwas mitteilen will, erscheine ich ihm in einer Vision oder spreche im Traum zu ihm. Mit Mose aber rede ich anders. Denn er ist mein treuer Diener, ihm habe ich mein Volk anvertraut. Ich rede mit ihm von Angesicht zu Angesicht ... Nach diesen Worten entfernte sich der Herr voller Zorn, und die Wolke verschwand vom heiligen Zelt. Als Aaron sich zu Mirjam umdrehte, war ihre Haut weiß wie Schnee, denn sie war aussätzig geworden!“ V. 6-10 (Hfa) ...

      Weil Aaron und Mirjam dadurch ausgezeichnet wurden, dass sie an der Führung des Volkes beteiligt waren, hielten sie sich Mose gegenüber für gleichberechtigt — und in der Tat hatten sie an dem Ganzen einen wichtigen Anteil. Sie waren der Meinung, dass ihnen ebenso wie Mose Ruhm und Ehre zustanden. Jeder von Gott gebrauchte Mensch sollte bedenken, dass in jeder Stellung, in die Gott ihn gestellt hat, er ihm völlig vertrauen muss.
      Brief 7, 1894.


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      Achte darauf, keinen falschen Bericht zu geben, 22. April

      Gegen diese Völker können wir nicht antreten. Sie sind viel stärker als wir. 4.Mose 13,31 (Hfa).

      Im Werk Gottes werden junge Menschen gebraucht, solche, die sich in Projekten mit Interesse engagieren und sie schwungvoll und energisch vorantreiben. Doch der Herr ist bei den alten, standhaften Führern, — und wird zu ihnen stehen — die in gefährlichen Zeiten treu zur Wahrheit standen. Wenn den jungen Führern der Boden des Glaubens unter den Füßen weggezogen zu werden scheint und ihre Häuser einstürzen (siehe Matthäus 7,27), dann wird man von den alten Kämpfern das Zeugnis hören, ähnlich wie es damals Kaleb äußerte: „Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!“ 4.Mose 13,30 (Hfa). Doch schon meldete sich der Unglaube zu Wort: „Wir können es nicht! Das Volk im Land ist viel stärker als wir!“ V. 31 (GNB). Ein zweifelndes Wort bahnt weiterem Unglauben den Weg. Satan lässt einen Menschen nicht so leicht in Ruhe, den er dazu bringen kann, Gott zu entehren, indem er seinen Unglauben ausspricht ...

      Welche Wirkung hatte dieser Bericht auf die Versammlung? ... „Alle miteinander lehnten sich gegen Mose und Aaron auf, sie murrten und sagten: ‚Wären wir doch lieber in Ägypten gestorben oder unterwegs in der Wüste!‘“ 4.Mose 14,2 (GNB) ...

      Das vierzehnte Kapitel des vierten Buches Mose sollte jeder gründlich lesen, um zu erkennen, was dabei herauskommt, wenn Menschen einen falschen Bericht geben wie damals die Kundschafter, die die Wege für mehr als eine Million Menschen erkunden sollten ...

      Jene, die mit ihren entmutigenden Berichten das ganze Lager ansteckten, dienten mit ihrer Rebellion den satanischen Mächten — obwohl [Josua und Kaleb] ihnen widersprachen. Siehe 4.Mose 14,6-9. Sie zogen die entmutigte Menschenmenge auf ihre Seite, weil die ihren Interpretationen der Zustände im verheißenen Land glaubte. Das Volk stellte sich auf die falsche Seite.Angestachelt von bösen Engeln, schrien sie die treuen Kundschafter nieder. Sie wollten Josua und Kaleb steinigen (siehe V. 10), nur weil die es wagten eine zutreffende Schilderung des Landes zu geben.

      Aber es gibt immer einen Beschützer für Menschen, die die Wahrheit bezeugen. Wodurch wurde das Leben von Josua und Kaleb gerettet? „Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor den Augen aller Israeliten über dem Heiligen Zelt.“ V. 10 (GNB) ...

      Hier haben wir einen eindeutigen Beweis dafür, dass Gott über das rebellische Volk zornig war — über Menschen, die mit großer Erkenntnis beschenkt wurden und wertvolle Gelegenheiten hatten, Gottes Willen zu erkennen, der ihnen von Christus selbst mitgeteilt worden war, ihrem in der Wolken- und Feuersäule verborgenen Führer. Siehe 1.Korinther 10,1-4. Brief 106, 1897; Manuscript Releases XV, 289-291.

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      Äußere keine Worte des Unglaubens, 23.April

      Wir haben das Land durchzogen, in das du uns geschickt hast, und wir haben alles genau angesehen. Es ist wirklich ein Land, das von Milch und Honig überfließt.Sieh hier seine Früchte! 3.Mose 13,27 (GNB).

      Bisher hatten die Kundschafter Worte des Glaubens gesprochen, aber was kam dann? Nachdem sie die Schönheit und Fruchtbarkeit des Landes geschildert hatten, ließen sich außer zweien sämtliche Kundschafter über die Probleme und Gefahren aus, die den Israeliten bevorstanden, falls sie das Land Kanaan wirklich erobern wollten ...

      Ihr Unglaube warf einen düsteren Schatten über die Versammlung. Jammern und Klagen mischte sich plötzlich mit dem Murmeln verwirrter Stimmen. Kaleb erfasste die Situation und versuchte mit aller Kraft dem schlechten Einfluss entgegenzuwirken, der durch seine ungläubigen Kameraden erzeugt worden war. Er widersprach ihrem Bericht nicht, denn die Mauern waren hoch und die Kanaaniter waren stark. Doch Gott hatte dieses Land seinem Volk Israel als Besitz zugesagt.

      Kaleb drängte: „Lasst uns gleich losziehen und das Land in Besitz nehmen, denn wir können es mit Sicherheit erobern!“ Doch die zehn anderen unterbrachen ihn und malten die Hindernisse in noch schwärzeren Farben. „Gegen diese Völker können wir nicht antreten. Sie sind viel stärker als wir ... Alle Menschen, die wir gesehen haben, sind groß und kräftig. Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken, und so haben wir uns auch gefühlt.“ 4.Mose 13,33 (Hfa).

      Es stimmt schon, dass Menschen, verglichen mit dem Gott Israels, eher Heuschrecken ähneln. Doch als die Kundschafter die Israeliten mit Heuschrecken gleichsetzten — im Gegensatz zu den Kanaanitern —, wurde deutlich, wie wenig sie Gott vertrauten. Die Israeliten hatten die mächtigen Kräfte des Himmels auf ihrer Seite. Der Eine, der sie — in der Wolkensäule verborgen — durch die Wüste führte, kämpfte ja für sie. Sie hatten seine Macht am Roten Meer erlebt, als sein Wort das Wasser teilte und ihnen einen Weg mitten durchs Meer bahnte. Trotzdem ließen die Kundschafter zu, dass ihre Gedanken von Zweifeln erfüllt wurden, als sie die hohen Stadtmauern im verheißenen Land sahen. Mit dieser Einstellung kehrten sie zurück und gaben einen Bericht ohne Gottvertrauen ...

      Das zeigt uns, was Verzweiflung und Unglaube anrichten können.Meine lieben Brüder und Schwestern, denkt daran, dass Schweigen Beredsamkeit ist, wenn euch Gedanken des Unglaubens und Misstrauens kommen. Äußert keine Worte des Unglaubens, denn sie sind wie Samen, der aufkeimt und entsprechende Frucht bringt. Wir alle reden zu viel und beten zu wenig. Wir denken an die Probleme, mit denen wir uns herumschlagen, und reden über sie. Dabei vergessen wir, dass wir dem Herrn vertrauen dürfen.Gottes Geist würde viel für Gottes Volk bewirken, wenn wir ihm Gelegenheit dazu geben würden!
      Manuskript 10, 1903.

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      Vertrauen und gehorchen lernen, 24. April

      Mose wandte ein: „Wenn du nun ganz Israel auf einen Schlag tötest, dann werden alle diese Völker, die schon so viel von dir gehört haben, davon erfahren und sagen: ‚Der Herr konnte dieses Volk nicht in das Land bringen, das er ihnen mit einem Eid versprochen hat. Er hat sie in der Wüste abgeschlachtet‘.“ 4.Mose 14,13.15.16 (Hfa).

      Der Herr hatte Abraham versprochen, dass er seine Nachkommen nach 400 Jahren aus der Sklaverei befreien werde. Siehe 1.Mose 15,13.14. Dieses Versprechen war erfüllt ... Und nun standen sie an der Grenze des verheißenden Landes und machten Gott Schande, indem sie misstrauischen Gedanken nachgaben. Siehe 4.Mose 14,1-3.

      Wir werden immer wieder in schwierige Situationen kommen, aber sollen wir bis dahin warten, bevor wir lernen zu vertrauen und zu gehorchen? Jetzt und hier haben wir die Chance und das Vorrecht dazu. Wenn uns die Wahrheit erleuchtet, sollten wir die Lektion lernen. Lasst uns Gott anflehen, dass er uns eine rechte Erkenntnis seines Charakters gibt und uns zum Gehorsam bereit macht.

      Wir sollen in der Kraft und Stärke des Gottes Israels standhalten. Werden wir das tun, liebe Schwestern und Brüder? Oder werden wir murren und klagen, die Hindernisse von allen Seiten betrachten und aus einem Maulwurfshügel einen Riesenberg machen? Gott gibt seinem Volk heute dieselben Beweise seiner Macht, wie damals den Israeliten, weil er unseren Glauben stärken will.Werden diese Beweise keine Wirkung zeigen? Oder werden wir uns so verhalten, als hätte Gott nicht zu unseren Gunsten eingegriffen? Der Herr möchte, dass wir seine Macht anerkennen und seine Gnade und seine großartige Rettungstat schätzen, die er unendlich teuer bezahlte — mit dem Tod seines einzigartigen Sohnes.

      Wir leben jetzt in der Bewährungszeit, in der wir getestet und auf die Probe gestellt werden. Gott prüft sein Volk, weil er sehen möchte, ob er zu unseren Gunsten eingreifen kann. Er kann nicht für uns wirken, wenn wir unsere Herzen den Einflüssen des Feindes öffnen. Er kann nicht mit uns zusammenarbeiten, wenn wir Menschen vertrauen, statt auf Jesus zu blicken und uns über seine Güte und Liebe zu freuen. Er möchte uns zu einem Volk machen, durch das er seine Schönheit und Gnade demonstrieren kann. Er wird es auch tun, wenn wir ihm die Möglichkeit dazu bieten, indem wir die Fenster unserer Seele für den Himmel öffnen und gleichzeitig gegen alles irdische Murren, Klagen, Jammern und Herumnörgeln verschließen ...

      Wer heutzutage die auserwählten Mitarbeiter Gottes anklagt und dadurch das Vertrauen der Gemeindeglieder untergräbt, tut dasselbe wie damals die Israeliten. Der Herr hört jedes murrende Wort. Er hört jedes Wort, das von dem Einfluss derer ablenkt, die sich von ihm gebrauchen lassen und die Wahrheit verkünden, die Gottes Volk darauf vorbereiten soll, in den letzten Tagen standzuhalten.
      Manuskript 10, 1903; The General Conference Bulletin, 30. März 1903, p. 20.

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