Christus ist Sieger - jeden Tag!

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      Kontroversen vermeiden und Harmonie fördern, 19. November

      Wer überheblich ist, zettelt Streit an; der Kluge lässt sich etwas sagen. Sprüche 13,10 (Hfa).

      Die Reformation wurde stark gebremst, weil Meinungsunterschiede in einigen Glaubenspunkten [öffentlich] bekannt gemacht wurden und jede Partei an den Dingen festhielt, in denen sie anderer Meinung war.Wir werden schon bald Gott „von Angesicht zu Angesicht sehen“ und nicht nur „stückweise erkennen“ (siehe 1.Korinther 13,12), aber bis dahin ist es ein Fehler, wenn du hart wirst und es als deine Pflicht betrachtest, deine Ansichten in krassem Widerspruch zu dem Glauben oder der Wahrheit darzustellen, wie wir sie als Adventvolk gelehrt haben. Das wird Schaden anrichten und nur schaden wie zur Zeit Martin Luthers. Wenn du dich zurückziehst und dich frei fühlst, deine Ideen ohne Bezug auf die Ansichten deiner Gefährten zu vertreten, wird eine Lage eintreten, von der du nicht träumst.

      Mein Ehemann [James White] hatte in einigen Punkten Gedanken, die von den Ansichten seiner Brüder abwichen.Mir wurde gezeigt, dass, egal wie richtig seine Sicht war, Gott ihn nicht dazu berufen hatte, sie vor seinen Brüdern darzulegen und einen Meinungsstreit auszulösen ... Für spekulative Gedanken sollte man sich nicht öffentlich einsetzen, denn manche Sonderlinge lieben es, einen Punkt zu finden, den andere nicht akzeptieren. Sie argumentieren und beziehen alles auf diesen einen Punkt; sie drängen ihn anderen auf und vergrößern den Punkt, obwohl die Sache in Wirklichkeit nicht sehr wichtig ist und man sie unterschiedlich verstehen kann. Zweimal wurde mir gezeigt, dass alles im Hintergrund bleiben sollte, was unsere Prediger von den Punkten ablenken könnte, die für diese Zeit wesentlich sind.

      Christus offenbarte viele Dinge nicht, die Wahrheiten sind, weil das Meinungsunterschiede hervorrufen und Dispute auslösen würde. Doch junge Männer, die nicht die Erfahrungen durchgemacht haben, die wir erlebt haben, möchten lieber bald einen Zusammenstoß haben als gar nicht. Nichts würde ihnen besser gefallen als eine scharfe Diskussion zu haben ..

      Wir leben in der Erfüllung des großen Versöhnungstages, in einer Zeit, in der wir, unsere Sünden bekennen, unsere Herzen vor Gott demütigen sollen (siehe 3.Mose 16,29, EB mit Anmerkung) und uns auf die große Auseinandersetzung vorbereiten müssen. Wenn solche Streitfragen dem Volk [Gottes] vorgelegt werden, werden sie verwirrt, weil sie [zuerst] denken, dass der Eine Recht hat und dann dem Anderen Recht geben, der dem völlig widerspricht. Eine solche Konferenz würde ein vollständiger Verlust sein, schlimmer, als wenn es keine Zusammenkunft gegeben hätte.

      In dieser Zeit, in der es lauter Meinungsverschiedenheiten und Streit gibt, muss es entschiedene Anstrengungen geben, solche Themen zu behandeln oder durch Stimme und Feder zu veröffentlichen, die Einigkeit offenbaren.
      Brief 37, 1887; Manuscript Releases XV, 20-22.

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