Christus ist Sieger - jeden Tag!

    • Es gibt zwei Klassen von Nachfolgern Christi, 10.November

      Dann wird es mit dem Reich [Gottes] sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und ausgingen dem Bräutigam [Christus] entgegen. Fünf aber von ihnen waren klug und fünf töricht. Matthäus 25,1.2 (EB).

      Unter denen, die vorgaben, Christi Nachfolger zu sein, hat es immer zwei Klassen gegeben. Während die eine das Leben des Heilands erforscht und sich ernsthaft bemüht, die eigenen Fehler zu korrigieren und dem Vorbild Jesu ähnlich zu werden, scheut die andere die klaren, praktischen Wahrheiten, die ihre Irrtümer bloßstellen. Selbst in ihrer besten Verfassung bestand die Gemeinde nicht nur aus treuen, reinen und aufrichtigen Menschen. Unser Heiland lehrte, dass die, welche absichtlich der Sünde frönen, nicht in die Gemeinde aufgenommen werden sollen. Siehe Matthäus 18,15.17. Aber er verband sich mit Männern, die Charakterfehler hatten, und gewährte ihnen den Nutzen seiner Lehren und seines Beispiels, damit sie Gelegenheit hatten, ihre Fehler einzusehen und zu korrigieren.

      Unter den zwölf Aposteln gab es einen Verräter.Judas wurde nicht wegen, sondern trotz seiner Charakterfehler aufgenommen. Er wurde mit den Jüngern verbunden, damit er durch die Unterweisung und das Vorbild Christi lernen konnte, was einen christlichen Charakter ausmacht. Auf diese Weise sollte er dahin geführt werden, seine Fehler einzusehen, sie zu bereuen und mit Hilfe der göttlichen Gnade Gottes seine „Seele durch den Gehorsam gegen[über der] Wahrheit ... [zu] reinigen“.1.Petrus 1,22 (EB). Aber Judas wandelte nicht in dem Licht, das ihm so gnädig schien. Indem er der Sünde frönte, lud er die Versuchungen Satans ein.Siehe Johannes 12,4.6.Seine schlechten Wesenszüge wurden vorherrschend. Er überließ finsteren Mächten die Herrschaft über sein Denken. Er wurde wütend, wenn seine Fehler getadelt wurden, und so wurde er [schließlich] dazu gebracht, das furchtbare Verbrechen, seinen Meister zu verraten, zu begehen. Siehe Johannes 13,2; Matthäus 26,24.25. In ähnlicher Weise hassen alle, die unter einem frommen Mantel Böses hegen und pflegen, diejenigen, die ihren Frieden stören, indem sie ihren sündigen Wandel verurteilen. Wenn sich ihnen eine günstige Gelegenheit bietet, werden sie — wie Judas — diejenigen verraten, die versucht haben, sie zu ihrem Besten zurechtzuweisen.

      Auch die Apostel begegneten in der Gemeinde Menschen, die sich zur Frömmigkeit bekannten, während sie im Geheimen Unredlichkeit hegten. Ananias und Saphira handelten wie Betrüger: Sie gaben vor, Gott ein vollständiges Opfer zu bringen, obwohl sie habgierig einen Teil davon zurückhielten. Siehe Apostelgeschichte 5,1-10 ...Als [später] Prüfungen und Verfolgungen über die Nachfolger Christi hereinbrachen, wollten nur noch solche seine Jünger werden, die bereit waren, um der Wahrheit willen alles aufzugeben.Dadurch blieb die Gemeinde vergleichsweise rein, solange die Verfolgung andauerte.Doch als sie aufhörte, kamen Neubekehrte in die Gemeinde, die weniger aufrichtig und hingebungsvoll waren. So wurde Satan der Weg eröffnet, [in ihr] Fuß zu fassen.
      The Spirit of Prophecy IV, 44.45 (fast identisch mit: Der große Kampf 43.44).


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    • Sie werden auch euch verfolgen, 11.November

      Alle, die in der Bindung an Jesus Christus ein Leben führen wollen, das Gott gefällt, werden Verfolgungen erleiden. 2.Timotheus 3,12 (GNB).

      Herodes und die boshaften Amtsträger brachten den Gerechten um, doch Christus tötete nie jemanden. Daher können wir den Geist der Verfolgung auf seinen Urheber Satan zurückführen, denn Menschen wünschen sich Gewissensfreiheit. Der Teufel ist ein Betrüger und Lügner, ein Mörder und „Verkläger der Brüder“. Siehe Johannes 8,44; Offenbarung 12,10. Er liebt es, menschliches Elend zu sehen und jubelt über Verzweiflung. Wenn wir die grausamen Verfolgungen derer betrachten, die Gott gemäß ihrem Gewissen gehorchen wollten, so erkennen wir darin das Wirken des „Geheimnisses der Bosheit“.2.Thessalonicher 2,7. Der Herr sagte zu Satan, jener „alten Schlange“ (Offenbarung 12,9): „[Evas] Nachkomme ... soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn [Christus] in die Ferse stechen.“ 1.Mose 3,15. Christus zermalmte den Kopf der Schlange in spezieller Weise, aber diese Prophezeiung reicht weiter. Es ist die Ankündigung einer unermüdlichen Auseinandersetzung zwischen Christus und seinen Nachfolgern und Satan mit seinen Engeln und menschlichen Werkzeugen auf dieser Erde bis zum Ende der Zeit. Dieser Kampf wurde gegen den Sohn Gottes eröffnet. Er wurde bedrängt, verachtet und abgelehnt, „ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“. Jesaja 53,3 (EB). Die Majestät des Himmels musste immer wieder den Schauplatz seiner Arbeit verlassen, weil Satan „ihm in die Ferse stach“. Schließlich erreichte Satans Boshaftigkeit ihren Höhepunkt, als er die Gemüter böser Menschen dazu bewegen und so sehr kontrollieren konnte, dass sie Jesus kreuzigten. Er hat den Kindern Gottes seit jeher nachgestellt und ihnen Elend und Tod gebracht ... Jesaja, Daniel und Johannes haben diese Kämpfe und Unterwerfungen vorausgesagt, die Gottes Volk durchmachen muss, und den Triumph Satans in seinen scheinbaren Siegen.

      Die Feindseligkeiten Satans werden auch weiterhin gegen die Nachfolger Jesu gerichtet sein ... Wo immer das Böse in der Ablehnung des Lichtes und der Wahrheit und in der Abkehr vom lebendigen Gott existiert, wird es sich gegen die Gerechten und Gehorsamen verbünden.Gefallene Engel und gefallene Menschen vereinen sich in einer verzweifelten Gemeinschaft. Das ist die Verbindung, die die Verfolger der Gläubigen eingegangen sind. Satan rechnete damit, dass er die Menschen als Verbündete in seiner Unternehmung gegen den Himmel hätte, wenn er sie verführen konnte, wie er damals die Engel getäuscht und verführt hatte, in seinem Kampf mitzumachen ...

      Die Wahrheit bringt keine Auffassungen, die mit Traditionen und Legenden vermischt sind. Die Religion Jesu Christi präsentiert die Wahrheit rein und unverdorben. Sie hält jeder Untersuchung stand und, wer aufrichtig nach Wahrheit sucht, wird sie finden. Wahre Religion erregt die Gedanken und Gefühle nicht, sondern appelliert an den Verstand und den Willen. Sie entwickelt sich ständig und erhebt sich immer höher himmelwärts.
      Manuskript 62, 1886.


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    • Welches ist die Wahrheit, die die gefallenen Engel am meisten fürchten?

      Es ist die Wahrheit über das Erlösungsopfer Jesu und die Gerechtigkeit aus Glauben.

      1. Korintherbrief 1:18.

      "Denn die Botschaft, die vom Kreuz/Opfer Christi kommt, ist denen, die verloren werden, eine Torheit; denen, die gerettet werden, uns, ist sie eine Kraft Gottes."
    • freudenboten schrieb:

      Welches ist die Wahrheit, die die gefallenen Engel am meisten fürchten?

      Es ist die Wahrheit über das Erlösungsopfer Jesu und die Gerechtigkeit aus Glauben.

      1. Korintherbrief 1:18.

      "Denn die Botschaft, die vom Kreuz/Opfer Christi kommt, ist denen, die verloren werden, eine Torheit; denen, die gerettet werden, uns, ist sie eine Kraft Gottes."

      oder fürchten sie sich eher über ihr eigenes Schicksal... einst bei Gott im Himmel im Paradies, jetzt die Aussicht auf die ewige Vernichtung. Die bittere Wahrheit für die gefallenen Engel ist, dass sie für immer verloren sind und keine Chance mehr haben.

      Mt 8,29 Und siehe, sie schrien: Was haben wir mit dir zu schaffen, du Sohn Gottes? Bist du hergekommen, uns zu quälen, ehe es Zeit ist?

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    • Klar fürchten sich Teufel und seine Engel vor ihrem Ende ("kurze/geringe Zeit"). Deshalb suchen sie so viele Menschen wie möglich auf Erden zu verführen. Aber im Himmel gibt es keine Anklage mehr für die, die an die Rechtfertigung durch Christus glauben. (Offenbarung 12:7.ff.)
    • Die Grundsätze der Reformation sollen heute hochgehalten werden, 12.November

      Schreib alles auf, was du siehst — was die Gegenwart und was die Zukunft betrifft. Offenbarung 1,19 (GNB).

      Das Prinzip, das wir in dieser Zeit hochhalten sollen, ist dasselbe, das von den Anhängern des Evangeliums zur Zeit der großen Reformation vertreten wurde. Als sich die Fürsten 1529 beim Reichstag zu Speyer versammelten, sah es so aus, als würde die Hoffnung der Welt zerstört. Dieser Versammlung wurde das Edikt des Kaisers vorgelegt, das die religiöse Freiheit einschränkte und verbot, die Lehren der Reformation weiter zu verbreiten ...

      Angelegenheiten, die für die Welt bedeutungsvoll waren, hingen von der Handlungsweise einiger Glaubenshelden ab. Die Anhänger der Reformation trafen sich und beschlossen einmütig: „Wir erheben Einspruch gegen diesen Erlass. In Gewissensangelegenheiten hat die Mehrheit keine Macht.“ Sie unterzeichneten eine Protestnote und übergaben sie den versammelten [Reichs-] Staaten ..

      In der letzten Auseinandersetzung hat Gott das Banner der Wahrheit und der Religionsfreiheit, das die Reformatoren hochhielten, unseren Händen anvertraut.Wer von ihm mit der Erkenntnis seines Wortes beschenkt wurde, ist für diese große Gabe verantwortlich. Wir sollen Gottes Wort als höchste Autorität anerkennen. Wir müssen selbst seine Wahrheiten annehmen. Das ist eine individuelle Entscheidung. Und wir werden diese Wahrheiten nur dann wertschätzen können, wenn wir sie für uns selbst, durch eigenes Studium des Wortes Gottes erforscht haben ...

      Die protestantischen Kirchen haben inzwischen Lehren angenommen, die das Wort Gottes verurteilt. Sie werden diese in den Vordergrund stellen und dem Gewissen des Volkes aufzwingen, so wie damals zur Zeit Luthers die päpstlichen Autoritäten ihre Dogmen den Vertretern der biblischen Wahrheit aufdrängten. Derselbe Kampf wird erneut ausgetragen werden und jeder Mensch wird dazu aufgerufen sein zu entscheiden, auf welche Seite der Auseinandersetzung er oder sie stehen will.

      Wenn Menschen nicht bereit sind, die Wahrheit einzusehen und anzunehmen, weil das ein Kreuz beinhaltet, dann öffnen sie die Tür für Satans Versuchungen. Er wird sie dazu führen, wie damals Eva in Eden, einer Lüge zu glauben. Siehe 2.Thessalonicher 2,10.11. Die Wahrheit, durch die sie geheiligt werden konnten, wird beiseite geschoben. Stattdessen nimmt man die angenehme Täuschung an, die vom Zerstörer der Seelen präsentiert wird.

      Häufig liegen die kostbarsten Wahrheiten anscheinend dicht neben folgenschweren Irrtümern. Christus hat allen innere Ruhe verheißen, die von ihm lernen. Siehe Matthäus 11,29. Scharen von Menschen übersehen, dass diese Ruhe nur gefunden wird, indem wir Christi Joch [des Gehorsams und der Dienstbereitschaft] auf uns nehmen und seine Last tragen und dabei seine Sanftmut und Demut besitzen. Siehe V. 29.30;
      Manuskript 100, 1893.

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    • Stofi schrieb:

      Häufig liegen die kostbarsten Wahrheiten anscheinend dicht neben folgenschweren Irrtümern. Christus hat allen innere Ruhe verheißen, die von ihm lernen. aus: Manuskript 100 von E. White, 1893
      Deshalb sollte man auch die Millerbewegung bis 1844 sowie die Erklärungsversuche nach der "Großen Enttäuschung" aufrichtig untersuchen.
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      Den Unterschied zwischen Gottvertrauen und Anmaßung verstehen, 13. November

      Auch von Übermütigen halte deinen Knecht zurück; lass sie mich nicht beherrschen! Dann bin ich tadellos und bin rein von schwerem Vergehen. Psalm 19,14 (EB).

      Die großartige Wahrheit, dass wir uns zur Erlösung völlig auf Christus verlassen müssen, liegt dem Irrtum der Anmaßung sehr nahe. Die Freiheit in Christus (siehe Galater 5,1.13) wird von Tausenden irrtümlich für Gesetzlosigkeit gehalten. Weil Christus kam, um uns vom Verdammungsurteil des Gesetzes zu erlösen (siehe Galater 3,13), erklären viele, dass das Gesetz selbst abgeschafft worden sei und dass alle, die es halten, „aus der Gnade gefallen“ seien. Galater 5,4. Weil Wahrheit und Irrtum so nahe beieinander liegen, werden alle, die sich nicht vom Heiligen Geist leiten lassen, dahin gebracht, den Irrtum anzunehmen, und begeben sich dadurch unter die Macht der Täuschungsmanöver Satans. Indem er die Menschen dahin geführt hat, Irrtum als Wahrheit anzunehmen, wirkt er darauf hin, sich die Gunst der protestantischen Welt zu sichern. Jeder Mensch muss vor seinen Listen auf der Hut sein. Wir müssen regelmäßige Bibelleser sein und der Heiligen Schrift gehorchen ... Jeder sollte sich aufrichtig fragen: „Was ist Wahrheit?“ Wenn wir gegen die falschen Lehren bestehen wollen, die uns jetzt überall begegnen und die Gottes Wahrheit in eine Lüge verwandeln, brauchen wir die himmlische Salbung [den Heiligen Geist] ...

      Jene frühen Reformatoren, deren Proteste uns den Namen Protestanten gegeben haben, wussten, dass Gott sie berufen hatte, der Welt das Licht des Evangeliums zu bringen, und sie waren bereit, ihren Besitz, ihre Freiheit und ihr eigenes Leben zu opfern. Sind wir in der letzten Auseinandersetzung des großen Kampfes ebenso treu gegenüber dem uns anvertrauten Gut [der Wahrheit]? ... Luthers Schreibfeder war eine Macht. Seine Schriften, die überallhin verbreitet wurden, wühlten die Welt auf. Dieselben Mittel haben wir auch heute zur Verfügung und dazu noch viel mehr Möglichkeiten. Bibeln und Veröffentlichungen in vielen Sprachen, die die Wahrheit für diese Zeit darstellen, stehen uns zur Verfügung und können leicht in jeden Teil der Welt getragen werden ...

      Die Wahrheit muss an den dunklen Orten der Erde verkündet, Widerstände müssen überwunden werden. Ein großes Werk liegt vor uns und wer die Wahrheit kennt, sollte sich in seiner Fürbitte um Hilfe einsetzen. Siehe Matthäus 9,37.38 ... Der Geist Christi muss auf sie ausgegossen werden und sie müssen sich darauf vorbereiten, im Gericht [Gottes] zu bestehen. Wenn sie sich Gott ganz hingeben, werden ihre Bemühungen, anderen die Wahrheit zu bringen, von großer Überzeugungskraft begleitet sein. Wir dürfen nicht länger auf Satans verzaubertem Boden schlafen, sondern müssen all unsere Hilfsmittel requirieren und alle Gelegenheiten nutzen, die uns die Vorsehung gegeben hat ... Uns ist dabei versprochen: „Ich [Christus] bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“ Matthäus 28,20 (EB).
      Manuskript 100, 1893

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      Sei treu bis zum Tod!, 14. November

      Er wird dich behüten wie eine Henne, die ihre Küken unter die Flügel nimmt. Seine Treue schützt dich wie ein starker Schild. Psalm 91,4 (Hfa).

      Der Körper von Jan Hus wurde verbrannt. Das Konzil hatte alles Mögliche gegen den Mann unternommen, dessen einziges Verbrechen darin bestand, dass er das Konzil von Konstanz nicht als unfehlbare Instanz annehmen konnte. Er wollte dessen Urteil nicht über die Stimme Gottes in seinem Wort setzen. Doch Gott wird die Vergangenheit wieder aufrollen und alle Gerichtsverfahren in Erinnerung rufen, ob nun jemand verurteilt oder begnadigt wurde ... Die Biografie dieses gerechten Mannes gehört zu den kostbarsten Schätzen, die die Gemeinde besitzt. Wir haben den Nutzen von den Berichten, die uns von den Machenschaften des Bösen erzählen im Gegensatz zu den Taten derer, die in all den Jahrhunderten „von einem jedem Wort (lebten), das aus dem Mund Gottes geht“. Matthäus 4,4.

      Dieser Erfahrungsschatz ist uns als kostbares und wertvolles Vermächtnis hinterlassen worden. Wenn sich die Geschichte wiederholt, wenn die großen Männer und Frauen der Erde auf ihrer Suche nach Licht, Wahrheit und Beweisen die Bibel links liegen lassen, wenn menschliche Gesetze über die Gebote Gottes gestellt werden und wenn es als Verbrechen betrachtet wird, Gott mehr zu gehorchen als den bürgerlichen Gesetzen (siehe Apostelgeschichte 5,29), dann können wir einen Weg gehen, auf dem uns schon viele vorangegangen sind.

      Der Herr stützt seine treuen [Zeugen] bis zum Ende. Das sollte uns ermutigen. Den Gerechten in allen Zeitaltern soll es die Zuversicht geben, dass der Herr sich nicht ändert. Die Aussagen des Wortes Gottes und die Genauigkeit, mit der Gott sie in der Geschichte zur Erfüllung brachte — beide geben uns Gewissheit und Unterweisung von größtem Wert ... Die Lebensgeschichte des Jan Hus steht da als ein Zeugnis, wie ein Denkmal, das die Aufmerksamkeit der Welt auf die Verheißung lenkt: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ Offenbarung 2,10. In den Geschichtsbüchern der Völker lebt Hus immer noch. Sein gottesfürchtiges Verhalten und sein standhafter Glaube, sein reines Leben und seine Gewissenhaftigkeit, mit der er der ihm eröffneten Wahrheit folgte, das alles wollte er nicht aufgeben, selbst um einem grausamen Tod zu entgehen. Dieser triumphale Tod wurde vom ganzen Himmel mit angesehen, vom gesamten Universum. Satan stach dem Nachkommen der Frau in die Ferse, doch durch die Hinrichtung des Jan Hus wurde ihm der Kopf zertreten. Siehe 1.Mose 3,15 ...Auf den Zinnen des Himmels drängen sich Scharen von Engeln, die die Auseinandersetzung der Menschen mit dem Fürsten der Finsternis beobachten ... Mit großer Anteilnahme schauen sie zu und warten, ob ein Kind Gottes, das gejagt, verwirrt, verfolgt, verrraten, geschmäht und verurteilt wird wie sein Meister, zum Himmel aufsieht und um Kraft bittet. Der Himmel wartet darauf, dass wir seine Hilfsangebote in Anspruch nehmen.
      Manuskript 38, 1887.

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      Stofi schrieb:

      Der Körper von Jan Hus wurde verbrannt. Das Konzil hatte alles Mögliche gegen den Mann unternommen, dessen einziges Verbrechen darin bestand, dass er das Konzil von Konstanz nicht als unfehlbare Instanz annehmen konnte.
      Jan Hus ist einer meiner Vorfahren! Seine Verbrennung - trotz der Zusicherung von Kaiser Sigismund für ein freies Geleit - war, ist und bleibt ein schweres Verbrechen der Katholischen Kirche und bleibt ein Verrat eines feigen weltlichen Herrschers, aber:

      Stofi schrieb:

      In den Geschichtsbüchern der Völker lebt Hus immer noch.
      So ist es!

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      Dem Gewissen zu folgen, brachte Jesu Nachfolger in Lebensgefahr, 15. November

      Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 121,1.2 (EB).

      Wir fuhren [mit der Eisenbahn] durch die Schweiz. Als die Wagen [des Zuges] langsam voran rollten, konnten wir die Landschaft in Ruhe betrachten ...

      Hier, zwischen den Felsen und Höhlen, hatte der Herr ein Versteck für sein Volk bereitet. Diese Kapellen, die hoch über den steilen Felsen gebaut sind, die für Menschen unzugänglich erscheinen, waren so angeordnet, um Sicherheit und Schutz zu bieten. Sie erinnern uns, dass es eine Zeit gab, in der Gottes Kinder leiden mussten, weil sie — wie einst Daniel — sich in ihren Herzen vorgenommen hatten, Gott nach den Vorschriften ihres eigenen Gewissens anzubeten. Siehe Daniel 6,11. Sie konnten nicht erlauben, dass irgendjemand ihr Gewissen sein sollte. Sie fühlten sich sicherer in der Wildnis der Felsen und Berge, wo wilde Tiere wohnten, als sich der Gnade von Menschen anzuvertrauen, die von einer falschen Religion und satanischem Eifer angesteckt waren, menschliche Gebräuche und Traditionen aufrechtzuerhalten, die im direkten Widerspruch zur Religion der Bibel standen. Diese Leute waren grausam wie blutdurstige Wölfe und wollten alle ausrotten, die es wagten, von den Lehren des Papsttums abzuweichen [z. B. die Waldenser]. Diese Männer und Frauen nahmen die Bibel — und nur die Bibel — als ihre Grundlage, bis deren herrliche Lichtstrahlen menschliche Traditionen aus ihrem Weg räumten und sie den Weg des Herrn deutlich erkannten ...

      Der „Mensch der Bosheit“ [2 Th 2,3, gemeint ist das Papsttum] ist das Werkzeug Satans. Er benutzt seine erfinderischen Fähigkeiten. Dann müssen sich die Nachfolger Jesu auf einen Kampf auf Leben und Tod einstellen. Die kirchlichen Autoritäten, verbunden mit den staatlichen Behörden, machten sich an die Arbeit, das Gewissen zu verkrüppeln, um selbst für jeden das Gewissen sein zu können. Wer davon abweicht und diesen großen Männern der Welt in ihrem religiösem Glauben und ihrer [Art der] Anbetung widerspricht, wird endlose Fragen aufwerfen und sein Licht nicht für sich behalten können [das wussten die treuen Gläubigen]. Je mehr sie über diese Frage nachdachten, umso mehr erkannten sie, was alles damit zusammenhing, menschlichen Traditionen den Rücken zu kehren und sich dem Wort Gottes zuzuwenden. Doch sie mussten sich der Auseinandersetzung stellen und sich davon nicht durch den Selbsterhaltungstrieb angesichts enormer Gefahren und Risiken abhalten lassen. Der Erlöser der Welt hatte ihnen in seinem Leben ein Vorbild gegeben.
      Manuskript 52, 1886.


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      Gott offenbart seine Geheimnisse in jedem Zeitalter, 16.November

      [Daniel sagte:] „Aber es gibt einen Gott im Himmel, der das Verborgene ans Licht bringt. Dieser Gott hat dich, König Nebukadnezar, in die fernste Zukunft blicken lassen.“ Daniel 2,28 (Hfa).

      In vergangenen Zeitaltern hat der Gott des Himmels seine Geheimnisse den Propheten eröffnet und das tut er immer noch. Siehe Amos 3,7. Die Gegenwart und die Zukunft liegen klar vor ihm und er zeigt seinen Knechten, was in der Zukunft geschehen soll. Der Allwissende überblickte die Zeitalter und sagte durch seine Propheten den Aufstieg und Fall von Königreichen voraus, Jahrhunderte bevor die Ereignisse stattfanden. Siehe Daniel 7/8. Die Stimme Gottes hallt durch die Zeitalter und sagt den Bewohnern der Erde, was geschehen wird. Könige und Fürsten nehmen zur festgesetzten Zeit ihre Plätze ein. Sie meinen, sie würden ihre eigenen Absichten ausführen, doch in Wirklichkeit erfüllen sie die Vorhersagen, die Gott durch seine Propheten übermittelt hat ...

      Die Ungläubigen und Gottlosen erkennen die Zeichen der Zeit nicht. Sie mögen sich aus Unwissenheit weigern, die inspirierten Berichte anzuerkennen.Doch wenn angebliche Christen spöttisch über die Wege und Mittel sprechen, die der große „Ich bin“ (2.Mose 3,14, EB) angewandt hat, um seine Pläne und Absichten bekannt zu machen, dann zeigen sie, dass sie „weder die Schrift noch die Kraft Gottes“ kennen. Matthäus 22,29 ... Der Christ, der die Wahrheit annimmt — und zwar die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit —, wird die biblische Geschichte in ihrer wahren Bedeutung erfassen. Die Vergangenheit, die Geschichte des jüdischen Volkes von seiner Entstehung an bis zum Ende, die [oft] verächtlich und spöttisch als „dunkle Zeiten“ abgetan wird, wird beim Studium immer mehr Licht zu Tage fördern.

      Die Worte von Menschen versagen und wer sich von ihren Beteuerungen abhängig macht, hat guten Grund zum Zittern, denn sie werden eines Tages Schiffbruch erleiden. Aber Gottes Wort ist unfehlbar und bleibt ewig ... Gott lebt und regiert. Seine Herrlichkeit ist nicht beschränkt auf einen Tempel, der von Menschenhänden gebaut ist. Siehe Apostelgeschichte 17,24. Er hat den Himmel nicht gegenüber seinem Volk verschlossen. So wie Gott zur Zeit des jüdischen Volkes seine Geheimnisse seinen Knechten, den Propheten, offenbart hat, so tut er es auch in unserem Zeitalter.

      Das Standbild, das Nebukadnezar in einer nächtlichen Vision gezeigt wurde (siehe Daniel 2,28-34), stellt die Königreiche der Welt dar. Die Metalle des Bildes, die die verschiedenen Reiche symbolisieren, nehmen an Wert und Reinheit immer mehr ab. „Das Haupt dieses Bildes war aus feinem Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Bronze, seine Schenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen, teils aus Ton.“ V. 32.33 (EB).So nahmen also die Königreiche, die durch sie dargestellt wurden, im Wert ab ... Hätten sie sich stets die Ehrfurcht vor Gott vor Augen gehalten, hätte er ihnen Weisheit und Kraft gegeben, die sie [die Reiche Europas] miteinander verbunden und stark erhalten hätte.
      Manuskript 39, 1899.

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      Gott ruft uns auf, Kinder des Lichts zu sein, 17.November

      Als Christen sind wir Kinder des Lichts, Kinder des hellen Tages; wir gehören nicht zur Nacht mit ihrer Finsternis. 1.Thessalonicher 5,5 (Hfa).

      Die Bibel ist Gottes großer Wegweiser. Sie ist unseres „Fußes Leuchte und ein Licht auf [unserem] Wege“. Psalm 119,105. Sie wirft ihr Licht voraus, damit wir den Weg erkennen können, auf dem wir reisen. Sie schickt aber ihre Strahlen auch zurück in die Geschichte und zeigt die vollkommene Harmonie in dem, was dem unerleuchteten Verstand als Irrtum und Disharmonie erscheint. In dem, was einem gottfernen Menschen ein unerklärliches Geheimnis zu sein scheint, erkennen Gottes Kinder Licht und Schönheit ...

      Die Israeliten strichen Blut an ihre Türen zum Zeichen, dass sie Gottes Eigentum waren. Siehe 2.Mose 12,7.13. So wird auch in unserer Zeit jedes Gotteskind ein bestimmtes, von Gott bestimmtes Zeichen tragen ... Gott erklärt: „Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie erkannten, dass ich der HERR bin, der sie heiligt.“ Hesekiel 20,12.Wenn jemand behauptet, Gottes Gesetz wäre aufgrund der Aussagen der „Kirchenväter“ abgeschafft worden, dann lehrte er Gebote von Menschen als Wahrheit ..

      Wir leben in einer bedeutsamen Zeit der Weltgeschichte. Die große Auseinandersetzung steht uns bevor ... Der „Mensch der Bosheit“ [2 Th 2,3, das Papsttum] hat mit erstaunlicher Ausdauer darauf hingearbeitet, einen nachgemachten Sabbat zu erheben. Die untreue protestantische Welt „wunderte sich über das Tier“ [aus dem Meer, das Papsttum; Offenbarung 13,1-3] und hat die Beachtung des von Gott eingesetzten Sabbats als Untreue gegenüber den bürgerlichen Gesetzen bezeichnet. Regierungen haben sich darauf geeinigt, eine falsche Ruhetags-Einrichtung [den Sonntag] zu stützen, die durch keine Aussage Gottes in seinem Wort autorisiert wird .

      Die große Auseinandersetzung, die jetzt in Gang kommt, ist nicht bloß ein Kampf zwischen Menschen. Auf einer Seite steht der Fürst des Lebens, der als unser Stellvertreter und Bürge eintritt, auf der andere Seite steht der Fürst der Finsternis, der die gefallenen Engel kommandiert ... [Paulus fordert uns auf:] „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt!“ Epheser 6,11 (EB).

      Ein erbitterter Konflikt wird zwischen denen herrschen, die Gott treu sind, und jenen, die sein Gesetz verachten. Die Kirche hat sich mit der Welt verbündet. Die Ehrfurcht vor dem Gesetz Gottes ist untergraben. Religiöse Führer haben Menschengebote als göttliche Lehren verkündet. Siehe Matthäus 15,9. Und wie es zur Zeit Noahs war, so ist es auch in diesem Zeitalter der Weltgeschichte. Siehe Matthäus 24,37-39 ... Die wirklich Treuen werden aber nicht vom Strom des Bösen weggerissen. Sie werden keinesfalls Spott und Verachtung auf das häufen, was Gott als heilig abgesondert hat [den Sabbat, siehe 1 Mo 2,3]. Jeder wird auf die Probe gestellt werden. Es gibt nur zwei Seiten. Auf welcher stehst du?
      Manuskript 39, 1899.

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      Kein übereiltes, unbesonnenes Vorgehen, 18. November

      Deshalb bleibt ruhig und tut nichts Unüberlegtes. Apostelgeschichte 19,36 (Hfa).

      In allem, was du tust, soll Christus erkennbar sein. Alle sollen merken, dass du ein lebendiger „Brief Christi“ bist. 2.Korinther 3,3 ...Dein Leben soll die Herzen aller gewinnen, die mit dir zusammentreffen. In der heutigen Zeit wird zu wenig unternommen, um die Wahrheit für andere anziehend zu machen. Einige haben sich in ihren Vorträgen gedrungen gefühlt, die Kirchen anzugreifen. Durch ihre Kritiksucht versauern sie den Verstand [der Zuhörer]. Wir möchten [aber], dass unsere Herzen von der Liebe Jesu erweicht werden. Wenn die Wahrheit nicht in einer erfreulichen und akzeptablen Form dargebracht wird, werden sie viele unangenehm finden.Während wir die Wahrheit [schon] im Gegensatz zum Irrtum darstellen müssen, sollten wir sie so darlegen, dass so wenige Vorurteile wie möglich erregt werden ... Wir werden den Sabbat nicht brechen, wozu uns eine despotische Macht zu zwingen versuchen wird, [aber] wir werden durch Christi Weisheit klug vorgehen und nicht in unserer eigenen Gesinnung. Ein konsequenter, solider, liebenswürdiger Christ ist ein starkes Argument für die Wahrheit. Wir dürfen keine Worte aussprechen, die uns schaden — das wäre [schon] schlimm genug, doch wenn wir anmaßend handeln oder etwas äußern, was Gottes Sache in Gefahr bringt, tun wir etwas Grausames, denn wir räumen dadurch Satan einen Vorteil ein. Wir sollen nicht übereilt und unbesonnen handeln, sondern immer von Jesus lernen und uns zeigen lassen, wie wir in seinem Geist vorgehen können, und die Wahrheit darstellen, „wie (sie) in Jesus ist“. Epheser 4,21 (EB)

      Jeder sollte sorgfältig sein und nicht den Grund verlassen, auf dem Gott ist.Unter den Anhängern der Reformatoren vergangener Jahrhunderte machten das viele. Luther hatte große Probleme mit solchen Leuten. Unbesonnen preschten sie leichtsinnig voran, obwohl Gott sie nicht gesandt hatte, und handelten übereilt und anstößig. Sie rannten Christus voraus und provozierten den Zorn des Teufels. In ihrem verfrühten und fehlgeleiteten Eifer verschlossen sie vielen Menschen die Tür, die sonst für ihren Meister sehr nützlich gewesen wären und viel Gutes getan hätten

      Es gibt Leute, die durch hastige und unbesonnene Handlungen die Sache Gottes dem Feind in die Hände spielen. Es wird Leute geben, die sich rächen wollen, die von Gott abfallen und Christus in der Person seiner Heiligen verraten. Alle müssen Unterscheidungsvermögen lernen, denn auf der anderen Seite ist es gefährlich, zurückhaltend zu sein und dem Feind durch Zugeständnisse das Feld zu überlassen. Unsere Brüder und Schwestern sollten in dieser Hinsicht sehr umsichtig vorgehen, damit Gott geehrt wird ... Die beiden Heere werden klar erkennbar und von einander getrennt stehen. Der Unterschied wird so deutlich sein, dass viele von der Wahrheit überzeugt werden und sich auf die Seite derer stellen, die Gottes Gebote halten.
      Manuskript 6, 1889.

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