Christus ist Sieger ...... jeden Tag

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wenn wir groß sein wollen, müssen wir demütig dienen, 12. September

      Die Jünger stritten sich darüber, wem unter ihnen der erste Platz zusteht. Lukas 22,24 (Hfa).

      Die anderen Jünger waren empört über die Bitte des Jakobus und Johannes, rechts und links vom Thron Christi sitzen zu dürfen. Siehe Markus 10,35-37.41. Dass die beiden Brüder sich angemaßt hatten, um die höchsten Positionen zu bitten, regte die übrigen zehn Jünger dermaßen auf, dass eine Entfremdung im Jüngerkreis drohte. Sie fühlten sich falsch beurteilt und meinten, ihre Treue und ihre Begabungen würden nicht genügend geschätzt. Judas ging am härtesten mit Jakobus und Johannes ins Gericht.

      Deshalb waren die Herzen der Jünger beim Betreten des oberen Saales mit beleidigten Gefühlen erfüllt. Judas drängte sich neben Christus auf die linke Seite und Johannes hielt sich rechts von ihm. Wenn es einen ersten Platz zu vergeben galt, dann war Judas fest entschlossen, ihn einzunehmen, und der Platz, dachten sie, war der neben Christus. Dabei war Judas ein Verräter.

      Noch ein weiterer Grund zur Uneinigkeit kam auf. Bei einem Fest war es damals Sitte, dass ein Diener den Gästen die Füße wusch. Auch bei diesem Anlass hatte man dafür vorgesorgt. Der Wasserkrug, die Schüssel und das Handtuch standen bereit. Allerdings war kein Diener anwesend, und so war es Aufgabe der Jünger, diesen Dienst zu leisten. Doch jeder einzelne gab dem verletzten Stolz nach und war fest entschlossen, die Dienerrolle nicht zu übernehmen ...

      Christus betrachtete die beunruhigten Gesichter seiner Jünger und stand vom Tisch auf. Er legte sein Obergewand ab, das ihn an der freien Beweglichkeit hinderte, nahm ein Handtuch und band es sich als Schürze um. Siehe Johannes 13,4.5 ... Judas war der erste, dem Jesus die Füße wusch. Er hatte sich bereits verpflichtet, Jesus in die Hände der Priester und Schriftgelehrten auszuliefern. Siehe Matthäus 26,14-16. Jesus kannte sein Geheimnis (siehe Johannes 13,11) — und doch stellte er ihn nicht bloß. Er hatte Sehnsucht nach seiner Seele. Sein Herz schrie auf: „Wie könnte ich dich aufgeben?“ Er hoffte, dass er durch das Waschen der Füße das Herz des irregeführten Jüngers berührte und ihn davor bewahrte, seinen Verrat zu vollenden. Und einen Moment lang ging es Judas durch und durch: Er verspürte den Impuls, seine Sünde hier und jetzt zu bekennen. Aber er wollte sich nicht demütigen und verhärtete sein Herz gegen die Reue. Er erhob keinen Einwand und protestierte nicht dagegen, dass sich der Heiland so tief demütigte. Er war über dessen Handlungsweise sogar verärgert. „Wenn sich Jesus so tief demütigt“, dachte er, „kann er nicht Israels König sein.“

      Gott hätte selbst Judas, wenn er bereut hätte, angenommen und begnadigt. Die Schuld seiner Seele wäre durch das versöhnende Blut Christi abgewaschen worden.Aber in seiner Selbstsicherheit und Selbsterhöhung schätzte er seine Weisheit sehr hoch ein und rechtfertigte seine Absichten.
      Manuskript 106, 1903

      .
    • Wir müssen uns in der großen Quelle reinigen lassen, 13.September

      Als [Jesus] zu Simon Petrus kam, sagte der: „Du, Herr, willst mir die Füße waschen?“ Johannes 13,6 (GNB).

      Als die Reihe an Petrus kam, konnte der sich nicht mehr zurückhalten. Er rief voller Staunen: „Herr, wie kommst du dazu, mir die Füße zu waschen?“ Johannes 13,6 (Hfa). Ruhig antwortete Jesus: „Du verstehst jetzt noch nicht, was ich tue. Aber später wirst du es verstehen.“ V. 7 (Hfa). Petrus spürte intensiv, wie sehr sich sein Herr demütigte, und voller Liebe und Achtung rief er aus: „Niemals sollst du mir die Füße waschen!“ Jesus erwiderte ernst: „Wenn ich dir nicht die Füße wasche, gehörst du nicht zu mir.“ V. 8 (Hfa).

      Ein Lichtstrahl durchdrang das Denken des Jüngers. Petrus begriff, dass diese Handlung, gegen die er sich gewehrt hatte, ein Symbol für eine höhere Art der Reinigung war: der geistlichen Reinigung des Verstandes und Herzens. Er konnte den Gedanken nicht ertragen, von Christus getrennt zu sein — das wäre für ihn der Tod gewesen. Deshalb sagte er: „‚Herr, dann wasch mir auch die Hände und das Gesicht, nicht nur die Füße!‘ Jesus antwortete: ‚Wer gebadet hat, der ist ganz rein. Ihm braucht man nur noch den Straßenstaub von den Füßen zu waschen.‘“ V. 9.10 (Hfa).

      Wer aus dem Bad kam, war sauber; nur die nackten Füße in den Sandalen wurden [auf dem Weg wieder] staubig und mussten noch einmal gewaschen werden. So waren auch Petrus und seine Gefährten in der großen Quelle gewaschen worden, die für jede Sünde und Befleckung geöffnet wurde. Siehe Sacharja 13,1 (EB). Christus anerkannte sie als die Seinen.Allerdings hatte die Versuchung sie zum Bösen verführt, und sie brauchten immer noch seine reinigende Gnade. Als Jesus sich mit dem Handtuch umgürtete, um den Staub von ihren Füßen zu waschen, wollte er durch diese Handlung jede Entfremdung, Eifersucht und Stolz aus ihren Herzen waschen. Das hatte viel weitreichendere Folgen als die bloße Reinigung ihrer staubigen Füße. Mit der Einstellung, die sie damals hatten, war kein einziger von ihnen darauf vorbereitet, ... am Passamahl oder dem Gedächtnismahl teilzunehmen, das Christus gerade einsetzen wollte. Ihre Herzen mussten gereinigt werden.Stolz und Selbstsucht führen zu Trennung und Hass, doch dies alles spülte Jesus weg, indem er ihre Füße wusch.

      Dadurch wurde ihre Einstellung verändert. Als Jesus sie ansah, konnte er sagen: „Ihr seid rein.“ Johannes 13,10. Nun waren sie innerlich miteinander verbunden und liebten einander. Sie waren demütig und lernbereit geworden. Außer Judas war nun jeder bereit, dem anderen die höchste Stellung zu gönnen .

      Bevor die Symbole für den gebrochenen Leib Christi und sein vergossenes Blut genommen werden, sollen alle Uneinigkeiten zwischen den Geschwistern ausgeräumt werden ...Wir sollen uns darauf vorbereiten, mit Christus im Reich Gottes zu sitzen.
      Manuskript 106, 1903

      .
    • E. White hat auch gesagt (sinngemäß), dass Nachfolger Jesu mehr im Glauben auf Jesus schauen sollten als auf sich selbst.

      Sie war im Puritanismus/Methodismus erzogen, in dem jeder "Gläubige" sich "untersuchen" muss. Ich mache täglich die Erfahrung, dass der Geist Gottes das besser kann, darum lasse ich den Geist zur "Sinnesänderung" führen.
    • Habsucht und Gier führen ins Verderben, wenn sie gefrönt werden, 14. September

      Jesus sprach: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten!“ Johannes 13,21.

      Die Jünger schauten sich gegenseitig prüfend ins Gesicht, während sie fragten: „Herr, bin ich es?“ Matthäus 26,22.Die ganze Zeit hatte Judas still dabei gesessen, als ob ihn das alles nichts anginge. Doch nun zog er durch sein Schweigen alle Augen auf sich. Um den prüfenden Blicken der anderen Jünger zu entgehen, raffte er sich zu derselben Frage auf, die sie alle gestellt hatten: „Bin ich‘s, Rabbi?“ Und Jesus antwortete ernst: „Du sagst es.“ V. 25.

      Sogar jetzt noch konnte Judas seine Schuld bekennen, auch noch zu diesem Zeitpunkt konnte er den Bann brechen, der auf ihm lag. Christus war ihm ganz nahe und bereit, ihm zu helfen. Doch sein Stolz und die Versuchung des Feindes waren so stark, dass er keine Kraft hatte, aus der Falle zu entkommen. Statt sich selbst der Gnade eines barmherzigen Heilands auszuliefern, verhärtete er sich in seinem Widerstand ...

      Die Geschichte des Judas erzählt das traurige Ende eines Lebens, das von Gott hätte geehrt werden können ... Judas hatte selbst einen Platz im Kreis der Jünger erbeten. Mit großem Ernst und scheinbar aufrichtig hatte er beteuert: „Ich will dir folgen, wohin du auch gehst, Herr.“ Lukas 9,57 (EB) ...

      Die Jünger waren sehr darum bemüht, dass Judas in ihren Kreis aufgenommen wird. Er war ein Mann von beeindruckender Erscheinung, ein Mann mit scharfem Urteilsvermögen und Führungskraft. Sie empfahlen ihn Jesus als jemand, der ihm bei seiner Aufgabe eine große Hilfe sein könnte..

      Das Gesicht des Judas war nicht abstoßend. Seine Züge waren lebhaft und klug, aber ihnen fehlte die Freundlichkeit und das Mitgefühl, das man bei einem wahrhaft bekehrten Menschen findet ... Indem er anderen diente, hätte Judas eine selbstlose Einstellung entwickeln können. Doch obwohl er täglich den Lehren Christi zuhörte und dessen selbstloses Leben beobachten konnte, pflegte er weiterhin seine habsüchtige Einstellung. Siehe Johannes 12,6 ..

      Christus konnte in seinem Herzen lesen. In seinen Lehren sprach er ausführlich von den Grundsätzen der Wohltätigkeit, die die Habgier an der Wurzel packen. Siehe Lukas 16,1-13. Er malte Judas den abscheulichen Charakter der Gier vor Augen. Häufig bemerkte der Jünger, dass sein eigener Charakter geschildert und seine Sünde aufgezeigt wurde. Doch er bekannte sein Unrecht nicht und wollte auch nicht davon lassen. Er war mit sich selbst zufrieden, und anstatt der Versuchung zu widerstehen, verfolgte er weiterhin seine betrügerischen Praktiken .

      Obwohl Jesus Judas von Anfang an kannte (siehe Johannes 6,70.71), wusch er ihm die Füße. Und der Verräter hatte das Vorrecht, mit Christus gemeinsam am Abendmahl teilzunehmen ... Ihm wurde das Brot des Lebens und das Wasser der Erlösung angeboten. Ihm galt die Lektion, die der Heiland erteilte. Doch Judas weigerte sich, daraus Nutzen zu ziehen.
      Manuskript 106, 1903.

      .
    • Wer Zweifel und Unglauben sät, verrichtet die Arbeit Satans, 15. September

      Jesus antwortete ihnen: „Habe ich nicht euch Zwölf erwählt?Und einer von euch ist ein Teufel.“ Er redete aber von Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Der verriet ihn hernach und war einer der Zwölf. Johannes 6,70.71.

      Judas übte einen starken Einfluss auf die Jünger aus. Er war eine stolze Erscheinung und hatte hervorragende Fähigkeiten. Doch diese Gaben waren nicht Gott geweiht. Judas hatte den Versuchungen Satans die Kammern seines Denkens und die Tür seines Herzens geöffnet. Seine Energien waren seinen eigenen Interessen, seiner Selbsterhöhung und der Liebe zum Geld gewidmet.Siehe Johannes 12,6

      Dieser bedauernswerte, unabhängige Mensch hatte es schwer abseits des Geistes und der Lebenskraft Christi. Ständig fühlte er sich verurteilt, weil ihm die Lehren Jesu immer wieder ins Herz schnitten. Und doch ließ er sich nicht zu einer lebendigen Rebe umwandeln, die aus der engen Verbindung mit dem „wahren Weinstock“ lebt. Siehe Johannes 15,1.5. Hätte Judas doch nur sein Herz vor Gott gedemütigt, als der Unterricht Christi die Prinzipien schilderte, die ganz klar auf ihn zutrafen. Dann wäre er nicht länger jemand geblieben, der die anderen Jünger in Versuchung führte, indem er den Samen des Unglaubens in ihre Herzen säte.

      Satan hatte in das Herz und den Verstand des Judas den Samen gesät, den er seinen Gefährten übermittelte. Die nagenden Zweifel, die der Teufel in das Denken des Judas einschleuste, gab er an seine Brüder weiter. Er äußerte so viel Kritik gegenüber seinen Gefährten, dass er damit den Lehren Christi entgegen wirkte. Deshalb nannte Jesus den Judas einen „Teufel“. Johannes 6,70.

      Es ist unmöglich, eine neutrale Position einzunehmen. Jedem werden seine Aufgaben gemäß seinen Fähigkeiten gegeben werden. Siehe Matthäus 25,14.15.Und alle werden durch den Glauben an Christus einen Sinn für ihr Vorrecht haben, mit Christus verbunden zu sein ... Der Jünger, dessen Religion nur ein Lippenbekenntnis ist, unterscheidet sich von einem echten Nachfolger.

      Es reicht nicht, das Wort Gottes zu hören. Wenn wir nicht von Gott gelehrt werden, dann wird die Wahrheit nicht angenommen, die zur Rettung der Seele führt. Sie muss ins praktische Leben
      hineingebracht werden. Ein Mensch wird deutlich zeigen, ob er von Gott gelernt hat. Siehe Johannes 6,45. Und wenn nicht, dann liegt das nicht daran, dass Gott ihn nicht gerne unterrichtet hätte, sondern dass dieser Mensch nicht bereit war, diese Lehren anzunehmen und vom „Brot des Lebens“ zu essen. Siehe Johannes 6,35.51.

      „Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht [das Gott sendet] und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden.“ (Johannes 3,20 (EB). Ein solcher Mensch will nicht zurechtgewiesen werden ... Der Selbstgerechte sucht nicht nach tieferer Einsicht. Er liebt die Finsternis mehr als das Licht, weil er sich nicht so sehen möchte, wie Gott ihn sieht. „Wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbaren, dass sie in Gott gewirkt sind.“ V. 21 (EB).

      Manuskript 67, 1897; Siehe auch The Review and Herald, 2. November 1897.
    • In Gethsemane stand unser Schicksal auf dem Spiel, 16.September

      Sie kamen zu einem Grundstück, das Gethsemane hieß. Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Bleibt hier sitzen, während ich beten gehe!“ Markus 14,32 (GNB).

      Als Christus seine Jünger bat, für sich und ihn zu beten und sie dann zurückließ, wählte er drei von ihnen aus — Petrus, Jakobus und Johannes — und ging mit ihnen noch tiefer in die Abgeschiedenheit des Gartens hinein.Siehe Markus 14,32.33. Diese drei Jünger hatten seine Verklärung miterlebt. Sie hatten die Besucher aus dem Himmel gesehen, — Mose und Elia — wie sie mit Jesus [über sein Lebensende in Jerusalem] sprachen. Siehe Lukas 9,28-31.Christus wollte auch jetzt gern mit ihnen zusammen sein .

      Er drückte ihnen sein Verlangen nach menschlicher Anteilnahme aus. Siehe Markus 14,34. Dann zog er sich auf Steinwurfweite von ihnen zurück, fiel auf sein Angesicht siehe (V. 35) und betete: „Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“ Lukas 22,42

      Die übermenschliche Qual, mit der Jesus zu kämpfen hatte, trieb ihn zurück zu seinen Jüngern. Er hungerte nach Gemeinschaft mit anderen Menschen, doch er wurde enttäuscht (siehe Markus 14,37); sie boten ihm nicht die erhoffte Stütze .

      Stell dir vor, du würdest das qualvolle Gebet Christi im Garten Gethsemane hören! Während die Jünger unter den verzweigten Ästen der Ölbäume schlummerten, lag der Menschensohn — „ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“ (Jesaja 53,3, EB) — hingestreckt auf der kalten Erde. Als die Seelenqual über ihn kam, quollen große blutige Schweißtropfen aus seinen Poren und mischten sich mit dem Tau, der den Erdboden von Gethsemane befeuchtete. Siehe Lukas 22,44 ..

      Hier zitterte der geheimnisvolle Kelch in seiner Hand. Hier hing das Schicksal einer verlorenen Welt in der Waagschale. Sollte er sich die blutigen Tropfen von der Stirn wischen und die Schuld einer todgeweihten Welt von seiner Seele abschütteln, die ihn unschuldig und unverdient der Strafe eines gerechten Gesetzes unterwarf? Sollte er sich weigern, der Stellvertreter und Bürge der Sünder zu werden? Sich weigern, ihnen noch eine zweite Chance zu geben, eine weitere Gnadenzeit einzuräumen?

      Ihm stand die Trennung von seinem Vater bevor, — die Strafe für die Gesetzesübertretung und Sünde — damit das Gesetz Gottes groß gemacht und seine Unveränderlichkeit bezeugt wurde. Dies sollte die Auseinandersetzung zwischen dem Fürsten Gottes und Satan über den unwandelbaren Charakter dieses Gesetzes für alle Zeiten entscheiden.

      Die Majestät des Himmels glich einem Menschen, der vor Qual verwirrt ist.Kein Mensch könnte solche Leiden ertragen, doch Christus hatte sich bewusst und überlegt in diesen Kampf begeben. Er hatte zu seinen Jüngern gesagt: „Ich muss mich ... taufen lassen mit einer Taufe, und wie ist mir so bange, bis sie vollbracht ist!“ Lukas 12,50. Nun war die „Stunde und die Macht der Finsternis“ gekommen. Lukas 22,53.
      Manuskript 42, 1897.

      .
    • Stofi schrieb:

      Als Christus seine Jünger bat, für sich und ihn zu beten und sie dann zurückließ, wählte er drei von ihnen aus — Petrus, Jakobus und Johannes
      Petrus - laut Matth.16,18 - der Fels/Grundstein der Gemeinde bzw. der Kirche - der erste der Apostel - und die Zebedäus-Brüder Jakobus( der Ältere) und Johannes - der Lieblingsjünger Jesu waren die drei(dadurch wird m.E. auch schon die göttl. Dreieinigkeit angedeutet!) Jünger, die besonders eng mit Jesus vertraut waren und die deshalb auch von Jesus auf den Berg der Verklärung (=Berg Tabor) mitgenommen wurden, wie es Stofi richtig geschrieben hatte:

      Stofi schrieb:

      Diese drei Jünger hatten seine Verklärung miterlebt.
    • Stofi schrieb:

      Ihm stand die Trennung von seinem Vater bevor, — die Strafe für die Gesetzesübertretung und Sünde — damit das Gesetz Gottes groß gemacht und seine Unveränderlichkeit bezeugt wurde. Dies sollte die Auseinandersetzung zwischen dem Fürsten Gottes und Satan über den unwandelbaren Charakter dieses Gesetzes für alle Zeiten entscheiden.
      Nicht <<DAS GESETZ>> = <<DIE ZEHN GEBOTE>> sollte "gross gemacht" werden - hier irrte Frau Ellen G. White! (so sehe ich es jedenfalls) - sondern die <<GNADE und BARMHERZIGKEIT und LIEBE GOTTES>>!

      Das jedenfalls ist die Quintessenz des gesamten Neuen Testamentes! ===> Das ist es ja, was andere Christen den STA vorwerfen - die zu große Betonung des AT!
    • Christus nahm die Schuld der Welt freiwillig auf sich, 17. September

      In seiner Todesangst betete Jesus noch angespannter, und sein Schweiß tropfte wie Blut auf den Boden. Lukas 22,44 (GNB).

      Christus wurde nicht gezwungen, die Schuld einer todgeweihten Welt zu tragen. Er hatte sich selbst bereit erklärt, sein Leben hinzugeben, um die Welt zu retten. Die Forderungen der Regierung Gottes waren wegen der täuschenden Worte und Taten Satans missverstanden worden.Sowohl der Vater als auch der Sohn hielten es für nötig, einen Vermittler einzusetzen

      Das himmlische Universum hatte mit großem Interesse das ganze Leben Christi beobachtet — jeden Schritt von der Krippe bis zu dieser furchtbaren Szene, bei der es um alles ging. Die ungefallenen Welten beobachten das Ergebnis dieser Auseinandersetzung.Sie sahen, wie der Sohn Gottes, ihr geliebter Befehlshaber, in übermenschlichen Qualen auf der Erde lag. Es sah so aus, als würde er bei dem Versuch, eine verlorene und umkommende Welt zu retten, auf dem Schlachtfeld sterben ..

      Satan drängte ihm mit aller Kraft seine Versuchungen auf. Er redete ihm ein, dass die strenge Strafe für die Sünde der Welt, die Gott so widerlich war, zu groß wäre, als dass er je wieder als der reine, heilige und makellose Sohn Gottes angesehen werden könnte.

      Christus stand nun in einer anderen Position als jemals zuvor. Bisher war er der Fürsprecher der anderen gewesen, aber nun sehnte er sich selbst nach einem Mittler. Konnte seine menschliche Natur diesen Druck aushalten? Sollten die Sünden einer von Gott abgefallenen Welt wirklich auf ihn gelegt werden — alle Sünden seit Adams Übertretung bis zu denen am Ende der Weltgeschichte? .

      In dieser äußersten Krise, als ihm die Sündenlast der Welt das Herz und die Seele zerreißt, wird Gabriel gesandt, der ihn stärken soll. Siehe Lukas 22,43. Und während der Engel seinen geschwächten Körper stützt, nimmt Christus den bitteren Kelch an und erklärt sich bereit, ihn auszutrinken. Vor dem leidenden Gottessohn erscheint das Wehklagen einer verlorenen und todgeweihten Welt und von seinen blutverkrusteten Lippen kommen die Worte: „Wenn die gefallene Menschheit untergehen muss, wenn ich diesen Kelch nicht trinke, dann soll dein Wille geschehen und nicht meiner.“ Siehe Matthäus 26,42 ... Im Himmel ist es ganz still, keine Harfensaite wurde angerührt.Die Engel sehen ihren Herrn von Legionen satanischer Streitkräfte umzingelt. Seine menschliche Natur ist durch eine rätselhafte Angst bedrückt, die ihn erschauern lässt ...Doch gestärkt durch den Engel, den der Himmel gesandt hat, erhebt sich Jesus in Schweiß, Blut und Qualen und kommt zum dritten Mal zu seinen Jüngern ... Und wieder wird er enttäuscht. Er findet sie im tiefen Schlaf — und das in der Stunde seiner bittersten Qual! Siehe Markus 14,40.41. Dieser Anblick macht die Engel sehr traurig ... Die biblische Vorhersage hatte angekündigt, dass der Mächtige „die Kelter alleine“ treten würde; „niemand stand [ihm] bei“. Jesaja 63,3.5.
      Manuskript 42, 1897.
    • Als Jesus verraten wurde, empfand er dasselbe wie wir in einer solchen Lage, 18. September

      [Jesus sagte:] „Steht auf, wir wollen gehen; er ist schon da, der mich verrät.“ Markus 14,42 (GNB).

      Nun hörten sie die schweren Schritte der Soldaten im Garten ... „Der Verräter hatte mit ihnen ein Erkennungszeichen ausgemacht: ‚Wem ich einen Begrüßungskuss gebe, der ist es. Den nehmt fest und führt ihn unter Bewachung ab!‘ Judas ging sogleich auf Jesus zu, begrüßte ihn mit ‚Rabbi!‘ und küsste ihn so, dass alle es sehen konnten.“ Markus 14,44.45 (GNB). „Aber Jesus fragte ihn: ‚Judas, willst du den Menschensohn mit einem Kuss verraten?‘“ Lukas 22,48 (Hfa) ... Zu der Menschenschar sagte Jesus: „Bin ich denn ein Schwerverbrecher, dass ihr mit Schwertern und Knüppeln gekommen seid, um mich zu verhaften? Jeden Tag habe ich öffentlich im Tempel gepredigt. Warum habt ihr mich nicht dort festgenommen? Aber auch dies geschieht, damit sich die Vorhersagen der Propheten erfüllen.“ Markus 14,48.49 (Hfa).

      Johannes beschreibt diesen Vorfall wie folgt: „Mit einem Trupp römischer Soldaten und den Männern, die ihm die Hohenpriester und Pharisäer mitgegeben hatten, kam Judas dorthin. Sie trugen Fackeln und Lampen und waren schwer bewaffnet. Jesus wusste, was jetzt geschehen würde. Er ging dem Trupp entgegen und fragte: ‚Wen sucht ihr?‘ ‚Jesus von Nazareth!‘, war die Antwort. ‚Ich bin es!‘, erklärte da Jesus. Judas, sein Verräter, stand mitten unter den Soldaten. Als Jesus klar und offen sagte: ‚Ich bin es‘, wichen die Bewaffneten erschrocken zurück und fielen zu Boden ... Simon Petrus hatte ein Schwert dabei. Plötzlich zog er es und schlug damit Malchus, einem Diener des Hohenpriesters, das rechte Ohr ab. Aber Jesus befahl Petrus: ‚Stecke dein Schwert weg! Soll ich denn dem Leiden aus dem Weg gehen, das ich nach dem Willen meines Vaters auf mich nehmen muss?‘“ Johannes 18,3-6.10.11 (Hfa).

      Als er das sagte, wurden die Jünger von Schrecken gepackt. Sie hatten sich inzwischen wieder zusammengefunden und umringten ihren Herrn. Doch auf den Vorschlag von Petrus hin „verließen ihn alle und flohen.“ Markus 14,50.

      Die menschliche Natur Christi ähnelte der unseren. Dabei empfand er das Leid noch stärker als wir, weil seine geistliche Natur völlig frei von jeder Spur der Sünde war. Das Maß seiner Abneigung gegen Leiden entsprach ihrer Schwere. Sein Wunsch, dass ihm Leiden erspart blieben, war genauso stark, wie wir Menschen es empfinden ..

      Wie stark war das Verlangen der menschlichen Natur Christi, dem Missfallen eines erzürnten Gottes zu entgehen! Wie sehr er sich nach Erleichterung sehnte, zeigt sich in seinen Worten: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber! Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Matthäus 26,39 (EB). All die angehäufte Schuld der ganzen Welt wurde auf den Sündenträger gelegt, auf den Einen, der völlig unschuldig war (siehe 2.Korinther 5,21), den Einen, der als einziger die Schuld sühnen konnte, weil er selbst stets gehorsam war. Sein Leben war eins mit Gott. Nicht die Spur einer Verdorbenheit lag auf ihm.
      Manuskript 42, 1897

      .
    • Unser Charakter entscheidet über unseren Platz in der Geschichte, 19. September

      Kaiphas, der in jenem Jahr der Oberste Priester war, sagte: „... Seht ihr nicht, dass es euer Vorteil ist, wenn einer für alle stirbt und nicht das ganze Volk vernichtet wird?“ Johannes 11,49.50 (GNB).

      Mit Kaiphas endete die Reihe der jüdischen Hohenpriester. Dieser stolze, anmaßende und boshafte Mann bewies, dass er eigentlich unwürdig war, jemals das Kleid des Hohenpriesters zu tragen. Er hatte weder die Fähigkeiten noch die Autorität vom Himmel für diese Aufgabe bekommen ... In Wirklichkeit war Kaiphas gar kein Hoherpriester. Er trug zwar Priesterkleidung, doch er hatte keine lebendige Beziehung zu Gott .

      Der fingierte Prozess gegen Christus zeigt, wie niederträchtig die Priesterschaft geworden war. Die Priester bestachen Zeugen, die unter Eid Falschaussagen machten, nur um Jesus verurteilen zu können. Siehe Matthäus 26,59.60. Doch bei dieser Gelegenheit kam Christus die Wahrheit zur Hilfe.Siehe Markus 14,56 ... Dabei wurde offenbar, dass die Zeugenaussagen, die gegen ihn gemacht wurden, allesamt falsch waren, denn die Zeugen waren von Menschen gekauft worden, die in ihren Herzen die niedrigsten Elemente der Verdorbenheit hegten. Doch Gott wollte, dass die Männer, die Jesus dem Tod auslieferten, vorher bezeugt bekamen, dass er unschuldig war. „Ich finde keine Schuld an ihm!“, erklärte Pilatus Johannes 18,38. Und als Judas den Priestern das Geld vor die Füße warf, das er für seinen Verrat an Christus bekommen hatte, bezeugte er: „Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten habe.“ Matthäus 27,4.

      Einige Zeit vorher war der Oberste Rat der Juden zusammengerufen worden, um gemeinsam zu planen, wie man Christus verhaften und umbringen konnte.Da hatte Kaiphas gesagt: „Merkt ihr nicht, dass ihm die ganze Welt hinterherläuft?“ Einige Mitglieder des Rates meldeten sich zu Wort und baten die anderen inständig, ihre Leidenschaften und ihren Hass gegen Christus zu bremsen. Sie wollten ihn gerne vor der Hinrichtung bewahren. Ihnen antwortete Kaiphas: „Ihr wisst nichts und überlegt auch nicht, dass es euch nützlich ist (er hätte eigentlich sagen müssen: „einer korrupten Priesterschaft nützlich ist“), dass ein Mensch für das Volk sterbe und nicht die ganze Nation umkomme.“ (Johannes 11,49.50, EB). Diese Worte wurden von einem Menschen gesprochen, der sich ihrer Tragweite gar nicht bewusst war ... Er verurteilte den Einen, dessen Tod die Notwendigkeit eines symbolischen Versöhnungsdienstes überflüssig machte. Jesu Tod wurde in jedem gebrachten Tieropfer im Vornherein dargestellt. Die Worte des Hohenpriesters bedeuteten viel mehr, als er selbst und seine Anhänger ahnten. Siehe V. 51. Dadurch bezeugte er, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass nun die Zeit gekommen war, in der das aaronitische Priestertum für immer aufhörte .

      Kaiphas war im Amt, als die Abbilder und Schatten Realität wurden und der wahre Hohepriester sein Amt antrat ... Ganz unterschiedliche Persönlichkeiten — Gerechte und Ungerechte — bekleiden verantwortliche Positionen. Je nachdem, welchen Charakter sie entwickelt haben, werden sie ihre Rolle in der Erfüllung der Geschichte spielen.
      Manuskript 101, 1897


      .
    • Stofi schrieb:

      Kaiphas, der in jenem Jahr der Oberste Priester war, sagte: „... Seht ihr nicht, dass es euer Vorteil ist, wenn einer für alle stirbt
      Damit sprach der (falsche) Hohepriester Kaiphas eine Prophetie aus - ohne es selbst zu wissen. Christus ist für die gesamte Menschheit gestorben! ---> siehe: 1Joh 2,2

      Stofi schrieb:

      Der fingierte Prozess gegen Christus zeigt, wie niederträchtig die Priesterschaft geworden war. Die Priester bestachen Zeugen, die unter Eid Falschaussagen machten, nur um Jesus verurteilen zu können. Siehe Matthäus 26,59.60.
      Eine traurige Priesterkaste... Aber waren die hohen Priester(=Bischöfe der RKK) im Mittelalter viel anders?

      Stofi schrieb:

      „Ich finde keine Schuld an ihm!“, erklärte Pilatus Johannes 18,38.
      Und doch verurteilte der römische Statthalter - als Stellvertreter des Kaisers Tiberius - Jesus von Nazareth wegen Hochverrats ("Jesus von Nazareth - Der König der Juden") zum qualvollen Kreuzestod!

      Johannes 19,12ff.:
      12 Die Juden aber schrien: Lässt du diesen frei, so bist du des Kaisers Freund nicht; wer
      sich zum König macht, der ist gegen den Kaiser. [=der juristische Tatbestand des Hochverrats!]
      13 Da Pilatus diese Worte hörte, führte er Jesus heraus und setzte sich auf den Richterstuhl an der Stätte, die da heißt Steinpflaster, auf Hebräisch Gabbata.
      14 Es war aber der Rüsttag für das Passafest, um die sechste Stunde.[= 6:00 Uhr morgens!] Und er spricht zu den Juden: Sehet, euer König!
      15 Sie schrien aber: Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König außer dem Kaiser.
      16 Da überantwortete er (=Pilatus) ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde.

      ===> Damit steht historisch auch fest, dass die Römer den Gottessohn gekreuzigt hatten und nicht die Juden, wie man diesen in christl. Kreisen seit dem 2. Jahrhundert vorgeworfen hatte ("Die Juden sind Christusmörder!")
      Wie viel Unheil und Verfolgung hat dies über die Juden gebracht?
    • Wie Pilatus können wir durch Schweigen verwerfen, 20. September

      Da spricht Pilatus zu ihm: „Weißt du nicht, dass ich die Vollmacht habe, dich loszugeben und Gewalt habe, dich zu kreuzigen?“ Jesus antwortete: „Du hättest keinerlei Vollmacht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.“ Johannes 19,10.11 (EB).

      Vor dem Richterstuhl steht Christus als gefesselter Gefangener. Der Richter betrachtet ihn misstrauisch und streng. Viele Menschen laufen herbei und überall stehen Schaulustige, als die Anklage verlesen wird: „Er behauptet, er wäre der König der Juden.“ „Er weigert sich, dem Kaiser Steuern zu zahlen.“ Siehe Lukas 23,2. „Er stellt sich selbst mit Gott gleich.“ Siehe Johannes 19,7.

      Pilatus war davon überzeugt, dass man Christus keine Schuld nachweisen konnte (siehe Lukas 23,4.22), obwohl ihn die Priester und Führer des Volkes der Gotteslästerung angeklagt hatten. Doch die Juden standen unter den Einflüsterungen Satans wie damals Kain und andere Mörder, die sich entschieden haben, Leben zu zerstören statt zu retten. „Sie aber wurden noch ungestümer und sprachen: Er wiegelt das Volk auf damit, dass er lehrt hier und dort in ganz Judäa, angefangen von Galiläa bis hierher.“ Lukas 23,5.

      Da sah Pilatus eine Chance, wie er diesen Prozess gegen Christus loswerden könnte. Denn ihm war völlig klar, dass ihn die jüdischen Führer aus Neid an ihn ausgeliefert hatten. „Und als er erfahren hatte, dass Jesus aus dem Machtbereich des Herodes sei, sandte er ihn zu Herodes, der auch selbst in jenen Tagen in Jerusalem war.“ V. 7 (EB).

      Das war der Herodes, dessen Hände mit dem Blut Johannes des Täufers besudelt waren. Siehe Matthäus 14,1-11. „Herodes freute sich sehr, als er Jesus sah; denn er wollte ihn schon lange einmal kennen lernen. Er hatte viel von ihm gehört und hoffte nun, selbst eines seiner Wunder mitzuerleben.“ V. 8 (GNB).

      Doch Christus hatte in dieser Welt nicht die Aufgabe, die Neugier von Fürsten, Herrschern, Schriftgelehrten, Priestern oder Bauern zu befriedigen. Er kam, um die zu heilen, die ein gebrochenes Herz hatten. Siehe Lukas 4,18... Wenn Christus etwas äußern konnte, wodurch die Wunden einer von der Sünde verletzten Seele geheilt wurden, schwieg er nicht. Doch die kostbaren Perlen der Wahrheit sollten nicht „vor die Säue geworfen“ werden, hatte er seine Jünger angewiesen. Matthäus 7,6. Das Verhalten Christi und sein Schweigen vor Herodes drückten mehr aus als viele Worte.

      Das jüdische Volk hatte seinen lang ersehnten Messias zur Hinrichtung ausgerechnet an die Macht ausgeliefert, von der sie selbst unterdrückt wurden. Sie wollten erreichen, dass der Fürst des Lebens verurteilt wurde — der einzige, der sie von ihrer Knechtschaft befreien konnte.
      Manuskript 112, 1897.

      .
    • Die Geschichte wiederholt sich: Christi Nachfolger werden verfolgt, 21. September

      Aber Herodes und seine Soldaten hatten nur Spott für [Jesus] übrig.Zum Hohn ließ Herodes ihm ein Prachtgewand anziehen und schickte ihn in diesem Aufzug zu Pilatus zurück. Lukas 23,11 (GNB).

      Die Geschichte wird sich wiederholen. Eine entscheidende Auseinandersetzung wird in der christlichen Welt ausgetragen werden.Menschen, die den Geboten des lebendigen Gottes untreu sind, werden in ihrer angemaßten Wichtigkeit von Satan dazu inspiriert werden, gegen die zu kämpfen, die dem Lamm Gottes nachfolgen, das die Sünden der Welt getragen hat. Siehe Johannes 1,29 ...Als Folge werden sie Andersdenkende unmenschlich behandeln. Siehe Offenbarung 12,17; 13,10 ... Wenn die bekennende Christenheit eine Lehre aus der Art ziehen würde, wie die Juden damals Christus behandelt haben, und sich in Gott dazu entschlössen, niemals genauso zu handeln, dann würden sie nicht am Tod Christi schuldig werden, indem sie seine treuen Nachfolger töten.

      Eine große Gruppe der Priester und Ältesten begleitete Jesus zu Herodes.Als Christus vor ihn gebracht wurde, redeten diese Priester, Obersten und Schriftgelehrten aufgeregt auf ihn ein und brachten ihre Vorwürfe gegen Christus vor. Siehe Lukas 23,10. Doch der Regent über den vierten Teil des Landes schenkte diesen Anklagepunkten wenig Beachtung. Er fand, dass sich Jesus keines Deliktes schuldig gemacht hatte. Die römischen Soldaten wussten, dass sie den primitiven, brutalen und verrohten Mob und die Priester und Obersten zufrieden stellen konnten, wenn sie Christus mit all der Verachtung behandelten, die boshafte, korrupte Soldaten veranlassen konnten. Dabei wurden sie von den jüdischen Würdenträgern unterstützt ... Sie stellten die Majestät des Himmels, den König der Herrlichkeit, als einen Hochstapler dar und machten ihn zur Zielscheibe ihres Spottes.

      Sie ließen den „König der Ehren“ (Psalm 24,7.8) so lächerlich erscheinen, wie es nur möglich war.Sie warfen ihm ein altes, purpurfarbenes Königsgewand um, das früher irgendeinem König gedient hatte. Siehe Lukas 23,11. Sie steckten Jesus ein altes Schilfrohr in die Hand und drückten ihm einen Kranz von grausamen Dornenzweigen auf das königliche Haupt. Siehe Johannes 19,2.Die scharfen Dornen durchbohrten die Kopfhaut des Heiligen und ließen ihm das Blut über das Gesicht laufen und in den Bart tropfen. Die verächtlichsten Reden wurden vor ihm gehalten. Doch Christus warf ihnen nicht einmal vorwurfsvolle Blicke zu. Sie verhüllten sein Angesicht mit einem alten Stoffstück, schlugen ihm ins Gesicht und sagten: „Weissage uns, Christus, wer ist‘s, der dich schlug?“ Matthäus 26,67.68. Dann rissen sie das Tuch beiseite, spuckten ihm ins Gesicht und schlugen ihn mit dem Schilfrohr mit all der brutalen Kraft verdorbener Soldaten. Sie nahmen groteske Stellungen ein und benutzten die gemeinsten Ausdrücke, während sie sich in verhöhnender Demut vor ihm beugten. Siehe Markus 15,19 .

      Die Juden hatten sich einen Beweis für seine Göttlichkeit durch ein Wunder gewünscht, doch hier hatten sie einen viel überzeugenderen Beweis, als es ein Wunder je gewesen wäre.
      Manuskript 112, 1897

      .
    • Das mit dem "Wiederholen der Geschichte" ist eine Philosophie, die an "Prädestination" grenzt.

      Jesus war der "zweite Adam" (Römer 5:12.-19.) aber nicht derselbe wie Adam vor dem Sündenfall. Jesu Versuchung war keine Wiederholung der Versuchung Adams unter gleichen Bedingungen.

      Wenn E. White von erlösungsgeschichtlicher "Wiederholung" spricht, so meint sie damit "Ähnlichkeit" (Typologie), nicht genau gleiche historische Umstände. Das historische Prinzip der Erlösung durch Christus widerspricht eigentlich "pädagogischer" Wiederholung. E. White war hier mehr Pädagogin statt Evangelistin!

      Hebräer 9:37.38.: "Wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil."
    • Trotz eindeutiger Beweise schwankte Pilatus, 22.September

      Von da an trachtete Pilatus danach, [Jesus] freizulassen. Die Juden aber schrien: „Lässt du diesen frei, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum König macht, der ist gegen den Kaiser.“ Johannes 19,12.

      Nachdem Herodes im Sinne Satans gehandelt hatte, schickte er Christus zu Pilatus zurück, ohne ein Urteil über ihn gefällt zu haben. Siehe Lukas 23,11.Pilatus war von der Wahrheit überzeugt und überführt, aber nicht bereit, sich ihr zu unterwerfen. Siehe Johannes 18,36-38. Er schien von unsichtbaren Kräften beeinflusst zu werden, seine Überzeugung über den „Heiligen Israels“ (siehe Jesaja 41,14) offen zu bekennen. Bei aller Unentschlossenheit musste er einräumen, dass Jesus keine falschen Ansprüche auf den Thron erhob und es in seinen Worten und in seinem Verhalten nicht die Spur einer Täuschung gab ... Vor der satanischen und fast irrsinnigen Menschenmenge plädierte er für die Strafe der Geißelung statt der Kreuzigung. Siehe Lukas 23,22.

      Die entschlossenen Priester und Volksführer hatten geplant, dass die Geißelung auf keinen Fall ausgelassen werden sollte, doch sie gaben sich mit keiner geringeren Strafe als der Kreuzigung zufrieden. So ist die menschliche Natur heute, wenn sie von Satan beherrscht wird ...

      Pilatus wollte Christus nicht verurteilen und dachte, er könnte — den jüdischen Führern zum Trotz — an das Mitgefühl und die Menschlichkeit der Volksmasse appellieren. Er wusste, dass er in dieser Hinsicht von den Priestern und Obersten nichts zu erwarten hatte. Deshalb hielt er eine kurze Rede, in der er erklärte, er finde keinerlei Schuld in Christus. Siehe Johannes 19,4. Er bestätigte die Einschätzung des Herodes, dass die Zeugenaussagen gegen Christus wertlos waren, weil sie nicht miteinander übereinstimmten ..

      Doch dann handelte Pilatus gegen bessere Erkenntnis, entgegen der überwältigenden Beweise und seiner eigenen Überzeugung. Die Priester und Obersten merkten, dass sie alles erreichen konnten, was sie nur wollten.Pilatus hatte die Beweislage und die Gerechtigkeit auf seiner Seite. Hätte er fest auf seiner Überzeugung bestanden, dass Christus unschuldig war, wäre ihm die spätere Reue und Verzweiflung eines Menschen erspart geblieben, der seine Unschuld der tödlichen Feindschaft und dem Hass eines neidischen und angeblich religiösen Volkes geopfert hatte. Also wurde Jesus ausgepeitscht.Siehe Markus 15,15.

      Eine Botschaft von Gott warnte Pilatus vor dem, was er gerade tun wollte ...Während er den Häftling verhörte, bekam seine Frau Besuch von einem Engel aus dem Himmel. In einer nächtlichen Vision sah sie Jesus und sprach mit ihm ... Dabei hörte sie, wie Pilatus das Todesurteil aussprach und sah, wie er Christus seinen Mördern auslieferte. Sie erwachte mit einem Schreckensschrei, verlangte einen Stift und Papier und schrieb ihm einige warnende Worte. Als Pilatus mitten im Dilemma steckte, bahnte sich ein Bote den Weg und überreichte ihm die Nachricht von seiner Frau: „Lass dich nicht weiter ein mit diesem Gerechten; ich habe heute im Traum seinetwegen viel durchgemacht.“ Matthäus 27,19 (Bruns).
      Manuskript 112, 1897


      .
    • Der Retter der Welt wurde von seinem eigenen Volk verworfen, 23. September

      Als nun die Volksmenge versammelt war, sprach Pilatus zu ihnen: „Wen wollt ihr, dass ich euch losgeben soll, Barabbas oder Jesus, der Christus genannt wird?“ Matthäus 27,17 (EB).

      Ein anderer Weg drängte sich Pilatus wie von selbst auf, auf dem er den Einen vielleicht retten konnte, den er den irrsinnigen Volksführern nicht ausliefern wollte, weil er wusste, dass sie ihn aus Eifersucht vor Gericht gestellt hatten. Siehe Markus 15,10. Ein heidnischer Brauch, der nicht den Funken von Gerechtigkeit enthielt, hatte sich eingebürgert: Bei großen Volksfesten wurde ein zum Tode verurteilter Häftling freigelassen. Siehe Johannes 18,39. Würde es Pilatus gelingen, durch diesen Trick das zu erreichen, was er gerne wollte: einen Mann zu retten, von dessen Unschuld er überzeugt war? Er wusste, dass Jesu Macht — selbst als gefesselter Angeklagter — nicht die Macht eines gewöhnlichen Mannes, sondern Gottes war. Er befand sich in einer furchtbaren inneren Auseinandersetzung. Er wollte den aufrichtigen und unschuldigen Christus neben den bekannten Verbrecher Barabbas stellen und redete sich ein, der Kontrast zwischen Unschuld und Schuld müsste derart überzeugend wirken, dass sich das Volk für Jesus von Nazareth entscheiden würde.

      Barabbas hatte sich für den Messias ausgegeben und dabei viel Unheil angerichtet. Unter Satans Täuschung hatte er behauptet, dass ihm alles gehörte, was er durch Diebstahl, Raub und Mord an sich reißen konnte. Siehe Markus 15,7. Ein großer Unterschied zwischen den beiden Männern wurde deutlich. Barabbas war ein berüchtigter Verbrecher, der durch satanische Hilfe übernatürliche Dinge getan hatte. Er beanspruchte religiöse Vollmacht und das Recht, eine andere Ordnung einzuführen ...

      Dieser falsche Messias beanspruchte dasselbe wie Satan im Himmel: ein Recht auf alles. Christus war auch in seiner Erniedrigung noch der rechtmäßige Eigentümer aller Dinge. In ihm war keine Spur von Finsternis ...

      Barabbas und Christus standen nebeneinander, und das ganze himmlische Universum sah die beiden. Das Volk sah sie an. Wo waren nun die Stimmen, die nur wenige Tage zuvor die Wundertaten Christi verkündet hatten? ... Da war die wankelmütige Menschenmenge von einer Begeisterungswelle himmlischen Ursprungs erfasst worden. Sie hatten heilige Loblieder gesungen und Hosianna geschrien, als Christus in Jerusalem einritt. Siehe Matthäus 21,9. Nun wurde ihnen die Entscheidung überlassen. Pilatus fragte: „Wen wollt ihr, dass ich euch losgeben soll, Barabbas oder Jesus, der Christus genannt wird?“ Matthäus 27,17 (EB) ...

      Da stieg ein Schrei zum Himmel auf, der für die ganze Welt eine furchtbare Tragweite hat. Der ganze Himmel hörte jenen Ruf, in den alle einzustimmen schienen — mit einem Eifer und einer Raserei, die ihrer eigenen Wahl entsprang. Sie zeigten auf Jesus und „schrien laut: ‚Nein! Nicht den! Wir wollen Barabbas!‘“ Johannes 18,40 (Hfa) ... Der Retter der Welt wurde verworfen und der schuldige Mörder verschont.
      Manuskript 112, 1897

      .
    • Warum wollen wir nicht verstehen, dass die "Übrigen" nur die sind, die Jesus nicht verwerfen, nicht eine bestimmte protestantische "Freikirche". Sie sind alle, die glauben wie die neutestamentlichen Apostel, einschließlich des "Weissagungsbeweises" der ersten Christen: Christus ist das "Ziel" = "Erfüllung", nicht das "Ende" der Mosaischen Thora. (Römerbrief 10:4.) Übrigens wurde der Römerbrief von Paulus geschrieben, als es in Rom noch keine "heidenchristliche" Gemeinde gab sondern eine "Synagoge" mit Jesusgläubigen und Noch-nicht-Gläubigen Juden sowie "gottesfürchtigen" Nichtjuden.

      Die Verwerfung Jesu durch die "Führer Israels" war die Erfüllung der Daniel-Prophetie 8:10./9:26.27./11:22.
    • Wirst du Jesus wählen?, 24. September

      [Pilatus sagte:] „Es ist aber üblich, dass ich euch jedes Jahr zum Passafest einen Gefangenen freilasse. Soll ich euch den König der Juden freigeben?“ Johannes 18,39 (GNB).

      Der Einfluss des großen Kampfes zwischen dem Fürsten des Lichts und dem Fürsten der Finsternis ist im Laufe der Zeit um nichts geringer geworden .

      Um unseretwillen begegnete Christus den ausgeklügelten Versuchungen Satans und gab uns ein Beispiel, wie wir in dieser Auseinandersetzung Satan überwinden können. Jesus ermutigt seine Nachfolger und sagt: „Seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Johannes 16,33. Satan hat sich meisterhaft darum bemüht, die Sünde zu verewigen. Er veranlasste alle seine bösen Werkzeuge, gegen Jesus Christus anzugehen. Er verführte die Menschen, sich vor Götzen zu beugen und bekam dadurch die Oberherrschaft über die Reiche der Welt. Der „Gott dieser Welt“ zu sein (2.Korinther 4,4), sah er als das zweitbeste an, wenn er schon nicht den Thron Gottes im Himmel erlangen konnte. Mit seinen Plänen hatte er zum großen Teil Erfolg. Als Jesus auf der Erde war, bewegte Satan das Volk der Juden, den Sohn Gottes abzuweisen und an seiner Stelle Barabbas zu wählen. Siehe Matthäus 27,21.22.

      Jesus Christus kam, um den angemaßten Anspruch Satans auf die Reiche dieser Welt anzufechten. Der Konflikt ist noch nicht beendet und wird sich in seiner Intensität noch steigern, je näher wir dem Ende der Zeiten kommen.Wenn sich die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus nähert, werden Satans Werkzeuge von unten bewegt werden. Satan wird nicht nur in Menschengestalt erscheinen, sondern auch Jesus Christus personifizieren (siehe Matthäus 24,24-26), und die Welt, die die Wahrheit abgelehnt hat, wird ihn als den „Herrn aller Herren und König aller Könige“ (Offenbarung 19,16) anerkennen. Er wird seinen Einfluss auf die menschliche Vorstellungskraft ausüben und sowohl das Denken der Menschen als auch ihre Körper verderben. Er wird durch die Menschen wirken, die sich dem Ungehorsam verschrieben haben, und zwar so bezaubernd und mit hypnotischem Einfluss wie eine Schlange. Was für ein Schauspiel wird unsere Welt den himmlischen Intelligenzwesen liefern! Welch ein schrecklicher Anblick für Gott, den Schöpfer der Welt!

      Satan wirkte darauf hin, das Denken zu verwirren und zu irritieren, als er unsere Ureltern zur Sünde verführte. Siehe 1.Mose 3,1-5. Er wird genauso unterschwellig und subtil arbeiten, wenn wir uns dem Ende der Weltgeschichte nähern. All seine verführerische Macht wird auf seine menschlichen Untertanen einwirken, um so das Werk zu vollenden, die Menschheit irrezuführen. Siehe 2.Thessalonicher 2,9-12. So täuschend wird er wirken, dass Leute sich genauso verhalten werden wie zur Zeit Christi, als sie gefragt wurden: „Wen soll ich euch freilassen, Christus oder Barabbas?“ Dann wird fast weltweit der Schrei ertönen: „Barabbas! Barabbas!“ Und wenn als nächstes die Frage gestellt wird: „Was soll ich denn mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt?“, wird sich wieder der Ruf erheben: „Kreuzige ihn!“ Markus 15,12.13 (EB).
      Manuskript 39, 1894; The Review and Herald, 14. April 1896.

      .
    • freudenboten schrieb:

      Die Verwerfung Jesu durch die "Führer Israels" war die Erfüllung der Daniel-Prophetie 8:10./9:26.27./11:22.
      Du meinst sicherlich, die Verwerfung und Kreuzigung Jesus, durch die Führer Israels.....
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)