Christus ist Sieger - jeden Tag!

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    • Bemo schrieb:

      "Geheimnis der Sünde". Und so verstehe ich auch Ellen Whites Erklärungen dazu.
      die ich ganz gut finde (Kombination bzw. Zusammenschau von Jesaja 14 und Hesekiel 28!)

      Elli59 schrieb:

      Die Schrift erklärt es uns nicht.
      Doch - eigentlich schon; in Jes.14 + Hes.28, wie ich oben schrieb.

      Seele1986 schrieb:

      Die Harmonie war letztlich nur im Vater, im Sohn und im Geist.
      Ein sehr interessanter Gedanke; aber bis zum Sündenfall lebten doch auch Adam und Eva in völliger Harmonie mit Gott ihrem Schöpfer!

      Seele1986 schrieb:

      Sobald er Wesen erschuf, war die Möglichkeit zum Widerspruch da. Das nennen wir doch "Freiheit", die gerade hier vielen so wichtig ist, oder nicht?
      Was immer dann geschieht, wenn wir unseren freien Willen über den Willen Gottes erheben - z.B. duch Nichtbeachtung der Zehn Gebote.

      Seele1986 schrieb:

      Eva sagt es der Schlange ja ganz kurz im Prinzip: Wir essen hier von den Bäumen!;
      man könnte sagen: Besser als hier im Garten Gottes geht es mir doch niemals mehr! Alles ist gut und ich will in dieser Herrlichkeit leben.
      Von allen Bäumen im Garten Eden durften sie essen; sie hatten vollkommene Fülle und alles liebevolle Gute in ihrem Leben - nur eben von einem einzigen Baume nicht.

      >>Besser als hier im Garten Gottes geht es mir doch niemals mehr!<< - was sie dann gemerkt hatten, als sie den Paradies-Garten verlassen mussten und als sie Mühsal und Leid erdulden mussten - doch da kam diese Erkenntnis zu spät! ==> Sie wurden quasi "aus Schaden klug".

      Da Jesus durch seinen Erlöser-Tod am Kreuz uns wieder den Zugang zum Paradiese erwirkt hatte ("Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis"-EG NR.27), werden auch wir einst - ich meine schon nach unserem Tode - wieder in dieser Herrlichkeit leben können!

      Elli59 schrieb:

      wenn wir eines Tages bei Gott sind, in einer sündlosen Umgebung, werden wir immer frei sein von einer bösen Wurzel.
      siehe soeben oben!

      Elli59 schrieb:

      ...Die Sünde wurde gesühnt und aus der Welt geschafft.
      Dank dem Erlösertod Jesu.

      Elli59 schrieb:

      Die Wurzel allen Übels wird vernichtet.
      Gott sei Dank!

      Stofi schrieb:

      Christus war stark genug, um die ganze Welt zu retten.
      Hallelujah!

      Elli59 schrieb:

      Ohne die Verführung Satans hätten Adam und Eva nicht gesündigt.
      Das ist unbestritten so! Wohl aber hatten sie in ihrem Fleische schon die Neigung zur Sünde (
      Konkupiszenz) inne - oder was meint ihr?

      Elli59 schrieb:

      Adam und Eva hatten vor der Sünde ein vollkommenes glückliches Leben. Es fehlte nichts. Dort werden wir wieder hingehen. Ein großer Unterschied zu ihnen ist aber, dass wir einen anderen Leib und Geist bekommen werden. Es ist der Geist und Leib Jesu
      Ja - Gott sei es gedankt!
      siehe oben!

      Elli59 schrieb:

      Wir Christen leben noch im Gefängnis des Fleisches, so wie Paulus das auch in Römer 7 sagt.
      Ja leider! Deshalb sehnt sich Paulus ja danach mit dem neuen unsterblichen Leibe überkleidet zu werden! (---> siehe 2Kor 5,2 + 2Kor 5,4)

      Elli59 schrieb:

      Wir Christen leben noch im Gefängnis des Fleisches, so wie Paulus das auch in Römer 7 sagt. Wir wollen nicht sündigen, tun aber. Mit unserem Auferstehungsleib ist dieses Problem ein für allemal beseitigt.
      Ja!

      Elli59 schrieb:

      Oft gewinnt der Geist, dann wieder das Fleisch, wir sind geistlich und das ist das, was zählt.
      Jesus sagte schon : "Der Geist ist willig - aber das Fleisch ist schwach!" (---> siehe : Mk 14,38)

      Elli59 schrieb:

      Mittlerweile wird die Kreuzigung schon von Theologen angezweifelt, weil sie das mit ihrer Vorstellung von Liebe nicht vereinbaren können.
      Diese ist auch für unseren Verstand in letzter Konsequenz nicht zu begreifen. Wir können sie nur staunend zur Kenntnis nehmen und Gott und Jesus dafür danken und IHN anbeten!

      freudenboten schrieb:

      Jesaja 14 und Hesekiel 28 lassen sich bibelkonform/heilsgeschichtlich als "nach der Schöpfung" (von Eden bis zum Paradies) deuten.
      Aber doch eher bevor Gott das Weltall geschaffen hatte so wie es Frau White - nach meinem Verständnis richtig - schreibt!

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Elli59 schrieb:



      Genauso wenig, warum Satan hochmütig und neidisch wurde..Warum musste er rebellieren und warum ließ Gott das zu.

      Und warum ließ er es zu, daß Satan und damit das Böse/die Sünde in die Welt kam?
      Anstatt ihn wegzujagen hätte er ihn ja auch vernichten können!
      Warum erschuf er ihn überhaupt, er wußte doch vorher schon, was mal aus ihm wird und was für Probleme er machen wird?
    • Yppsi schrieb:

      Anstatt ihn wegzujagen hätte er ihn ja auch vernichten können!
      Aber Gott vernichtet das nicht, was ER aus Liebe geschaffen hat! ===> Deshalb lehne ich auch die Lehre des zweiten = endgültigen Todes bzw die "Auslöschung der Existenz" ab.

      Auch der Satan, der nicht als Gegenspieler Gottes geschaffen wurde - sondern als ein "glänzender Cherub" (Hes 28,14) - als der LICHTENGEL LUZIFER, war nicht seit seiner Erschaffung der Teufel; dies wurde er erst durch seine Auflehnung gegen Gott. (Lies bitte Jesaja 14 und Hesekiel 28!)

      Daher vertrete ich die Lehre des Origenes, des Friedrich Schleiermachers und von Matthäus Hahn - die >>APOKATASTASIS PANTON<< - oder auch "ALLVERSÖHNUNG" genannt, in der einst nach vielen Äonen von Strafgerichten auch der Satan wieder zum guten Lichtengel Luzifer wird. Biblisch begründen lässt sich dies u.a. mit 1Kor 15,28 ["Gott wird sein alles in allem"(1.Korinther 15,28)], von einigen Theologen als >>das Ende bzw. Ziel der Schrift<< bezeichnet. (--> siehe u.a. auch Hesekiel 16 und Apostelgeschichte 3,21)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ein sehr interessanter Gedanke; aber bis zum Sündenfall lebten doch auch Adam und Eva in völliger Harmonie mit Gott ihrem Schöpfer!
      Ich schrieb, sobald er ein Wesen erschuf, war die Möglichkeit zum Widerstand da.
      Der Fall kam und nun sind wir hier. Es ist unnötig, darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn Adam und Eva, oder was gewesen wäre, wenn Luzifer nicht hätte ... Das führt doch zu nichts.

      Die Eintracht herrschte in Gott, im Vater und im Sohn und im Geist. Diese Eintracht lässt sich nicht trüben.
      Wenn er aber Geschöpfe schafft und sie liebt, dann können sie widersprechen; auch, wenn das Leben ohne Gott ein geistliches Totendasein ist, dennoch können sie widersprechen.
      Das ist Freiheit.

      Luzifer wurde, das geht aus Jesaja und Hesekiel hervor, neidisch auf Gott und wurde hochmütig ("Ich will mich auf den Thron im äußersten Norden setzen!")
      Warum geschah das? - Da es nunmal geschehen ist, konnte er diese Gefühle anscheinend haben; was sollen wir da rumüberlegen? Kennen wir das nicht? Haben wir das nicht?

      Wie es aber zu Neid kommt (und das hatte ich ausgeführt), ist simpel: er sieht Gott und sieht sich selbst und will Gott sein. Er ist sein schönster und mächtigster Engel und das reicht ihm nicht.
      Er kann neidisch sein, weil er den Vergleich hat. Das mag philosophisch klingen; ich gehe einfach vom schlichtesten Fall aus.
      In der Schrift heißt es: Es ward Böses gefunden in deinem Herzen und du überhebtest dich ... - Welche Alternativen will man haben? Hat Gott ihn böse gemacht?

      Wenn man schon über solche Dinge nachdenkt, dann muss man sich überlegen, was man für Gedankenwege haben kann.
      Natürlich kann man sagen, es sei ein Geheimnis, das kommt aber für mich aufs gleiche raus: da war ein Engel, der wurde hochmütig. Also konnte er es wohl werden bzw. Gott hat es ihm zugelassen.
      Das kommt, wie gesagt, exakt aufs gleiche raus wie das, was ich sagte ... Man kann permanent andere Sätze bilden, nur, um was anderes zu sagen.

      Aber zur entscheidenden Frage: Wusste Gott irgendetwas nicht? Warum hat er das überhaupt werden lassen?
      Auch hier muss man sich überlegen, wie man Gott denn sieht:
      Für mich gibt es keinen Gott, der etwas nicht gesehen hätte. Er weiß alles! Also hat er es zugelassen.
      Warum? Damit alldas vollendet würde.

      Alle weiteren Fragen nach Gottes Beweggründen sind uns nicht gestattet; ganz einfach. Er ist Gott und er ist nicht etwa "sündlos", weil er nach meiner Ethik gut und rechtschaffend wäre, sondern er ist Gott und keiner richtet ihn.
      Und wenn wir Menschen das nicht lernen und einsehen, dann wird er es uns zeigen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Jesus schätzt die Gabe eines Dienstes aus Liebe, 2. September

      Jesus war in Bethanien bei Simon, dem Aussätzigen, zu Gast. Während des Essens trat eine Frau an Jesus heran. Sie hatte ein Fläschchen mit sehr wertvollem Salböl; das goss sie Jesus über den Kopf. Matthäus 26,6.7 (GNB).

      Aus dieser Begebenheit können wir viel lernen. Für Jesus, den Erlöser der Welt, nahte sich der Zeitpunkt, an dem er sein Leben für die sündige Menschheit hingeben würde. Doch wie wenig erkannten seine Jünger, was sie bald verlieren sollten. Maria konnte dieses Thema nicht bloß vernunftmäßig durchdenken. Ihr Herz war von reiner, heiliger Liebe erfüllt. Ihre Herzensabsicht war: „Was kann ich dem Herrn für alle seine Wohltaten an mir wiedergeben?“ Dieses Salböl, das nach Einschätzung der Jünger sehr teuer war (siehe Markus 14,5), konnte ihre Liebe zu ihrem Meister nur dürftig ausdrücken. Doch Christus schätzte dieses Geschenk als Ausdruck ihrer Liebe, und Marias Herz füllte sich mit vollkommenem Frieden und Glück.

      Christus freute sich über das aufrichtige Verlangen Marias, den Willen ihres Herrn zu tun. Er nahm diesen Reichtum reiner Zuneigung gerne an, den seine Jünger nicht verstanden, ja, nicht verstehen konnten ... Die Salbung durch Maria war das Geschenk der Liebe, und diese Liebe verlieh ihr in den Augen Christi den eigentlichen Wert ...

      Jesus bemerkte, wie Maria zurückzuckte, weil sie befürchtete, sie könnte von dem Einen getadelt werden, den sie so sehr liebte und anbetete. Stattdessen hört sie lobende Worte. Er sagte: „Warum kränkt ihr die Frau durch eure Vorwürfe? Sie hat etwas Gutes für mich getan.Arme werdet ihr immer bei euch haben, ich dagegen werde nicht mehr lange bei euch sein. Mit diesem Salböl hat sie meinen Leib für mein Begräbnis vorbereitet.Überall da, wo man in der Welt Gottes Heilsbotschaft verkünden wird, wird man auch von ihr sprechen und von dem, was sie an mir getan hat.“ Matthäus 26,10-13 (Hfa).Das war die einzige Salbung, die Jesus empfing, denn [nach seinem Kreuzestod] stand der Sabbat vor der Tür, und sie hielten den Sabbat, so wie es im Gebot Gottes steht. Siehe Lukas 23,55.56 ... Das Verlangen, das Maria dazu trieb, ihrem Herrn diesen Dienst zu erweisen, war für Christus wertvoller als alle teuren Parfüms und kostbaren Salböle der Welt, denn damit zeigte sie, wie sehr sie den Erlöser der Welt schätzte. Es war die Liebe Christi, die sie drängte.Siehe 2.Korinther 5,14 ...

      Maria erkannte durch den Einfluss des Heiligen Geistes in Jesus den Einen, der gekommen war, Menschen zu suchen und zu retten, die dem Verderben geweiht waren.Siehe Lukas 19,10. Jeder einzelne von den Jüngern hätte zu einer ähnlichen Verehrung inspiriert sein sollen.
      Manuskript 28, 1897.

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    • Seele1986 schrieb:

      Alle weiteren Fragen nach Gottes Beweggründen sind uns nicht gestattet; ganz einfach. Er ist Gott und er ist nicht etwa "sündlos", weil er nach meiner Ethik gut und rechtschaffend wäre, sondern er ist Gott und keiner richtet ihn.
      Somit bleibt auch das THEODIZEE - Problem ("Warum lässt Gott das und das zu?") unbeantwortet.
    • Viele erlebten Christi triumphalen Einzug nach Jerusalem, 3. September

      Jesus schickte zwei Jünger mit dem Auftrag voraus: „Wenn ihr in das Dorf kommt, werdet ihr dort eine Eselin mit ihrem Fohlen finden. Bindet sie los und bringt sie zu mir. Sollte euch jemand fragen, was ihr vorhabt, dann sagt einfach: ‚Der Herr braucht sie.‘“ Matthäus 21,2.3 (Hfa).

      Es war die schönste Zeit im Jahr, als Christus im Triumph nach Jerusalem einzog. Der Ölberg war mit einem grünen Teppich überzogen, die kleinen Wälder prangten im frischen Grün verschiedener Tönung. Aus den Gebieten rund um Jerusalem waren viele Menschen herbeigeströmt mit dem ernsten Verlangen, Jesus zu sehen.Das krönende Wunder Jesu — die Auferweckung des Lazarus von den Toten — hatte einen starken Einfluss auf die Gemüter gemacht. Siehe Johannes 11,45. Eine große und begeisterte Menschenmenge kam dorthin, wo sich Jesus aufhielt.

      Der Nachmittag war schon halb vorüber, als Jesus seine Jünger in das Dorf Betfage sandte ... Es war das erste Mal während seines Dienstes, dass sich Christus zum Reiten bereit erklärte. Die Jünger deuten dies als Zeichen dafür, dass er im Begriff stand, seine königliche Macht und Autorität auszuüben und seinen rechtmäßigen Platz auf dem Thron Davids einzunehmen. Voller Freude führten sie seinen Auftrag aus. Siehe Matthäus 21,4-6. Sie fanden das Eselfohlen so, wie es Jesus vorausgesagt hatte. Siehe Markus 11,4 ...

      Als er den Eselsrücken besteigt, schwirren Lobesrufe und Triumphgeschrei durch die Luft ... Jesus trägt kein äußeres Zeichen seiner Königswürde und kein Staatsgewand. Ihm folgt auch kein Zug von bewaffneten Männern. Stattdessen ist er von einer Menschenmenge umringt, die unglaublich aufgeregt ist. Sie können ihre Freude und ihre Erwartung nicht zurückhalten, von der ihre Herzen bewegt sind ...

      Die Rufe werden von den Bergen und Tälern zurückgeworfen: „Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ Matthäus 21,9 ...Menschen, die früher einmal blind waren, gehen an der Spitze der wunderbaren Prozession ... Einer, den Jesus von den Toten auferweckt hat, führt das Reittier, auf dem Jesus sitzt. Die einstmals Gehörlosen und Stummen, deren Ohren geöffnet und deren Zunge gelöst wurde, verstärken die frohen Hosianna-Rufe. Menschen, die verkrüppelt gewesen sind, sind nun mit schwungvollen Schritten und dankbaren Herzen besonders eifrig dabei, Palmzweige abzubrechen und sie auf den Weg zu legen, um damit den mächtigen Heiler zu ehren. Der Leprakranke ist auch dabei, der damals die verhängnisvollen Worte des Priesters hörte, der ihn für unrein erklärte. Siehe 3.Mose 13,3. Die Witwe und das Waisenkind sind da und erzählen von seinen Wundertaten. Die auferweckten Toten sind da.Ihre Zungen, die einst durch die Macht Satans zum Schweigen gebracht wurden, greifen das freudige Lied auf ... Der ehemals Besessene ist da, und dieses Mal werden ihm seine Worte nicht durch Satans Macht im Munde verdreht. Siehe Markus 5,6-8;
      Manuskript 128, 1899.

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    • Das ist ja wieder ein schönes Zeugnis. Die Ermutigingen für ein geheiligtes Leben in der Nachfolge Jesu aus der inspirierten Feder werden verpönt, nicht gewollt und schließlich gelöscht. Wobei Seiten um Seiten gefüllt mit fremdem Feuer (Wochensprüche im Herrnhunter Losungsbuch) stolz stehen gelassen werden und sogar begrüßt wurden.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden“, 5.September

      Jesus trat in den Tempel ein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um. Matthäus 21,12 (EB).

      Die Tempelhöfe waren angefüllt mit Rindern, Schafen, Ochsen und Tauben.Über dem Lärm durch das Muhen der Rinder, das Blöken der Schafe und das Gurren der Tauben erhoben sich die Stimmen der Händler, die ihre Tiere zum Verkauf anboten. Die Pilger, die zum Passafest gekommen waren, brauchten Opfertiere, und sie mussten Höchstpreise für sie bezahlen. Jesus vertrieb die Händler aus den Tempelhöfen und nannte als Begründung: „Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): ‚Mein Haus soll ein Bethaus heißen‘; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.“ Matthäus 21,13.

      Diese Tat Christi war sehr bedeutsam, wichtiger als die Zuschauer ahnten.Sobald sich die Priester und Pharisäer von ihrem Schock erholt hatten, der ihre schuldigen Seelen bei den Worten Christi ergriffen hatte, kehrten sie zum Tempel zurück. Sie waren aber nicht bekehrt und noch weniger demütig. Sie beschlossen, Christus herauszufordern: Er sollte erklären, woher er das Recht nahm, sie aus den Tempelhallen hinauszuwerfen. Beim Tempel angekommen merkten sie, dass während ihrer Abwesenheit Jesus erneut ein wunderbares Werk vollbracht hatte: die Kranken und Sterbenden waren alle gesund geworden. Siehe Matthäus 21,14. Sie staunten darüber, aber sie wollten ihren trotzigen Unglauben nicht aufgeben. Sie hatten sich bereits fest vorgenommen, Christus umzubringen und wollten auch Lazarus töten, der von den Toten auferweckt worden war. Siehe Johannes 11,46-53; 12,10.11. Ihnen war klar, dass die Leute so lange an Christus glauben würden, wie unter ihnen jemand lebte, der durch Jesu Vollmacht von den Toten auferweckt worden war.

      Der Beweis, den Christus erbracht hatte, sollte nach seinem Plan jeden aufrichtigen Verstand überzeugen, aber die Priester und Führer des Volkes wollten keine Beweise. Ihr Bestreben war es, dass das Volk Jesus ablehnen und verurteilen sollte. Jeder zusätzliche Beweis verstärkte nur noch ihre Abneigung gegen ihn. Etwas wollten sie auf keinen Fall mehr: dass Jesus auf der Erde seine Wunder tut, sein rechtschaffenes, selbstloses und hingebungsvolles Leben in aller Öffentlichkeit führt und weiterhin anderen Menschen das zärtliche Mitgefühl entgegenbringt, das schon lange aus ihrem Leben verschwunden war.

      Christus erfüllte den Auftrag, der ihm von seinem Vater übertragen worden war. „Der Geist des HERRN ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, auszurufen das Gnadenjahr des HERRN.“ Jesaja 61,1 (EB); vergleiche Lukas 4,18.19;
      Manuskript 128, 1899
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    • Es gibt keine Zeitangabe für die Ausgießung des Geistes, 6. September

      Darum werdet nicht nachlässig und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann es so weit ist. Markus 13,33 (Hfa).

      Möge die Macht Gottes auf seinem Volk ruhen! Wir brauchen täglich die Verbindung mit Gott. Täglich müssen wir die Schrift studieren und ernsthaft um die Kraft des Heiligen Geistes bitten, mit der Gott uns ausstatten möge, damit wir unsere Aufgabe in seinem Weinberg erfüllen können. Ohne die Gabe des Heiligen Geistes ist niemand in der Lage, die Gemeinde zu unterrichten und zu stärken.Kein Prediger ist darauf vorbereitet, mit Weisheit für die Rettung von Menschen zu arbeiten, wenn er nicht durch den Heiligen Geist ausgerüstet wurde, sich von Christus ernährt (siehe Johannes 6,48-51) und die Sünde intensiv hasst

      Ich kann keine exakte Zeitangabe nennen, wann der Heilige Geist ausgegossen wird, wann der mächtige „Engel aus dem Himmel herabkommen“ wird (Offenbarung 18,1, EB) und sich zur Vollendung des Werkes [Gottes] für diese Welt mit dem [zweiten und] dritten Engel [aus Offenbarung 14,8-12; vgl. Kap. 18,2.3] vereinen wird. Meine Botschaft lautet: Unsere einzige Sicherheit besteht darin, auf die himmlische Erquickung vorbereitet zu sein, indem wir unsere „Lampen in Ordnung“ bringen und hell brennen lassen. Siehe Matthäus 25,7 (GNB). Christus hat uns aufgerufen: „Darum seid wachsam ... denn der Menschensohn wird zu einer Stunde kommen, wenn ihr es nicht erwartet.“ Matthäus 24,42.44 (GNB). „Bleibt wach und hört nicht auf zu beten“, lautet die Aufforderung unseres Erlösers. Lukas 21,36 (EB). Täglich sollen wir nach der Erleuchtung durch den Geist Gottes verlangen, damit er in unserer Seele und unserem Charakter wirken kann. Wie viel Zeit wurde verschwendet, indem wir uns mit nichtigen Dingen beschäftigt haben! „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch vorausbestimmten Jesus Christus sende!“ Apostelgeschichte 3,19.20 (EB).

      Wir rufen euch jetzt auf, euch dem Dienst für Gott zu weihen. Allzu lange habt ihr eure Kräfte in den Dienst Satans gestellt und seid Sklaven seines Willens gewesen.Siehe Römer 6,16-18. Gott ruft euch auf, die Herrlichkeit des Charakters Christi zu betrachten, damit ihr durch Anschauen in sein Bild verwandelt werdet. Siehe 2.Korinther 3,18 ... Jesus kam, um der Welt die Liebe und Güte Gottes zu offenbaren.
      The Review and Herald, 29.März 1892.

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    • Christus wünscht sich, dass wir Frucht bringen, indem wir für ihn arbeiten, 7. September

      [Der Vater] entfernt jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt; aber die fruchttragenden Reben reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringen. Johannes 15,2 (GNB).

      Ich habe über die Lehre nachgedacht, die Christus seinen Jüngern erteilte, bevor er in den Garten Gethsemane ging. Er wusste, dass dies seine letzte Gelegenheit war, den Jüngern vor seiner Kreuzigung noch etwas beizubringen. Jesus zeigte auf einen Weinstock — und Weinstöcke wurden von den Juden hoch geschätzt, respektiert und als etwas sehr Schönes angesehen. Dann sagte er: „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner.Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, nimmt er weg.“ Johannes 15,1.2 (EB).

      Dies ist etwas, das wir studieren sollten ... Wir haben die Gelegenheit, jetzt Frucht zu bringen. Wir können zeigen, dass wir fruchtbringende Reben am Weinstock sind. Wenn wir aber jetzt gleichgültig und leichtsinnig weiterleben, in welche Lage bringen wir uns dann? Jesus warnt uns davor, dass wir weggeworfen werden, denn ohne Christus können wir ja nichts bewirken. Siehe V. 5.6. Wenn wir wie ein toter Zweig sind, der keine Nahrung und keinen Saft aus dem lebendigen Weinstock zieht, werden wir vertrocknen. Jesus sagt, dass der Vater jede Rebe, die Frucht trägt, [von überflüssigen Blättern und Trieben] reinigt, damit sie noch mehr Frucht bringt. Siehe V. 2 ...

      Wir haben in dieser Welt mit dem Feind zu kämpfen. Wir müssen den Mächten der Finsternis entgegentreten. Wir werden bis zum Ende der Geschichte in dieser Auseinandersetzung stehen. Auch unser Heiland hatte mit den Mächten der Finsternis zu kämpfen, und diese Mächte kämpften gegen ihn — und das besonders, als er in unsere Welt gekommen war. Satan stand im Widerstreit mit ihm. Sobald Jesus seine Verstandeskräfte gebrauchen konnte, geriet er in Konflikt mit den Mächten der Finsternis. Gerade sein Kommen als Baby in Bethlehem sollte eine Standarte gegen den Feind erheben.

      Als Jesus unsere Erde verließ, was unternahm er da? Wer soll die Auseinandersetzung jetzt weiterführen? Wo sind die sichtbaren Kämpfer, die hier in dieser Welt den Kampf aufnehmen und ihn bis zum Ende durchfechten? Es sind die Nachfolger Christi. Jeder Einzelne ist hier gemeint, nicht nur die beauftragten Prediger. Hier machen unsere Gemeindeglieder einen großen Fehler. Sie denken offenbar, dass die Prediger, die täglich, ja stündlich und minütlich in der Auseinandersetzung stehen, auf sie aufpassen müssten.Dabei ist hier jeder selbst gefordert.

      Wir wissen nicht, welche Aufgaben Gott für uns bereithält ... Wenn wir nur einen einzigen Zentner [wörtlich: Talent] erhalten haben und ihn zu den Geldverleihern bringen (sieheMatthäus 25,24.27), dann beginnen wir mit diesem Talent zu arbeiten.Wenn Gott sieht, dass wir in den kleinen Dingen treu sind, gibt er uns ein weiteres Talent ... Und so vermehrt sich das Talent und wächst. Und je mehr wir zu den Geldverleihern bringen, desto mehr Talente können wir zur Ehre Gottes einsetzen.
      Manuskript 56, 1890



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    • Weŕ an Jesus glaubt, sollte ihn persönlich kennen, 8.September

      Seht doch, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns schenkt!Denn wir dürfen uns nicht nur seine Kinder nennen, sondern wir sind es wirklich. Als seine Kinder sind wir Fremde für diese Welt, weil Gott für sie ein Fremder ist. 1.Johannes 3,1 (Hfa).

      Wie viele Menschen haben heutzutage ein richtiges Bild von Jesus, dem Retter der Welt? Nur wenige kennen ihn! Nur wenige kennen den Vater! Wer Jesus kennt, kennt auch den Vater. Siehe Johannes 14,7. Jesus zu kennen, wie er wirklich ist, gehört zu den größten Segnungen, die der gefallenen Menschheit jemals zuteil werden können. Könnten wir nur den großartigen Erlöser so sehen, wie er ist! Viele haben nur einseitige Ansichten über Jesus. Sie anerkennen ihn zwar als den Retter der Welt, doch sie kennen ihn nicht als ihren persönlichen Heiland. Dabei ist das entscheidend: durch Jesus Christus den wahren Gott zu kennen. Siehe Johannes 17,3

      „Ein jeder, der solche Hoffnung hat, reinigt sich.“ 1.Johannes 3,3. Welche Hoffnung ist hier gemeint? Die, Jesus zu „sehen, wie er ist“ (V. 2), der lebendige Glaube, der sich an den Arm des unendlichen Gottes klammert, das lebendige Vertrauen, das Christus als persönlichen Erlöser annimmt. Wer kennt ihn so?Alle flüchtigen Blicke auf Christus werden keinen einzigen Menschen retten.Kennst du ihn durch eine lebendige Vertrauensbeziehung?

      Als Jesus auf unsere Erde kam, hatte er ein wunderbares Werk zu verrichten.Satan war mit den Zuständen hier zufrieden. Er beanspruchte diese Erde als sein Territorium und sich als den „Fürsten dieser Welt“. Johannes 14,30.Christus kam, um seinen Anspruch und seine Macht anzufechten. Er kam, um die Menschheit von seiner Tyrannei zu befreien ... Das Schlachtfeld war diese kleine Welt; hier kämpfte der Fürst des Lebens gegen die Mächte der Finsternis. Wer würde siegen? Das ganze himmlische Universum, die Intelligenzwesen im Himmel beobachteten Christus und den Verlauf der Auseinandersetzung. Christus focht die Autorität Satans an und Satan verfolgte ihn auf jedem Schritt und war entschlossen, ihn durch seine Versuchungen zu überwinden. Er beabsichtigte, die Geduld Gottes mit der Menschheit zu ermüden und zu erschöpfen, damit er jeden einzelnen Menschen ins Verderben stürzen konnte

      Welche Schwäche du auch hast, [wie sehr] du auch mit Fehlern behaftet sein magst — bei Gott gibt es Hoffnung für dich. Unser geschätzter Erlöser kam, um jeden Menschen völlig zu retten, der zu ihm kommt. Siehe Hebräer 7,25 (EB) ...Und wer seinen Kopf mit irdischen Vergnügungen vollgestopft hat, zu dem kommt er, erhebt seine warnende Stimme und stellt dir die Ewigkeit vor Augen. Er öffnet vor dir den Himmel, dessen Schwelle von seiner Herrlichkeit leuchtet und strahlt, und diese Herrlichkeit strömt durch das Tor. Das Tor ist halb offen — Gott sei Dank!
      Manuskript 86, 1894.


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    • Mit dem Tod des Erlösers war Satans Macht über uns gebrochen, 9.September

      [Jesus sagte:] „Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, weil der Herrscher dieser Welt schon auf dem Weg ist. Er hat keine Macht über mich.“ Johannes 14,30 (GNB).

      Der Befehlshaber des Himmels wurde vom Versucher angegriffen. Sein Lebensweg war keinesfalls frei von Hindernissen. Man ließ ihn nicht frei und ungehindert durch seine Barmherzigkeit und Liebenswürdigkeit Menschen für sein Königreich gewinnen ... Kein Mensch auf dieser Welt ist vor der Macht des Verführers verschont geblieben. Die vereinigten Streitkräfte des Bösen wurden auf Jesu Spur gesetzt und engagierten sich in der Auseinandersetzung, um ihn, wenn möglich, zu überwinden

      Satan erkannte im Charakter und in der Persönlichkeit Jesu das Ebenbild Gottes. Siehe Kolosser 1,15. Er wusste, dass sein Machtanspruch gebrochen war, wenn Christus seine Pläne verwirklichen konnte. Deshalb bestand das ganze Leben Christi in einem ständigen Kampf gegen satanische Werkzeuge

      Der Heiland sagte kurz vor seiner Kreuzigung: „Der Fürst der Welt kommt, und in mir hat er gar nichts.“ (Johannes 14,30, EB). Obwohl in dieser Stunde die Macht der Finsternis herrschte (siehe Lukas 22,53), konnte Christus in Erwartung seines Sieges sagen: „Über den Fürsten dieser Welt ist bereits Gottes Urteil gesprochen.“ Johannes 16,11 (Bruns). „Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt. Jetzt wird der Herrscher dieser Welt gestürzt.“ Johannes 12,31 (Hfa). Er betrachtete das Erlösungswerk als bereits vollendet, deshalb konnte er sogar im Angesicht seines Todes von der großen endgültigen Befreiung sprechen und die zukünftigen Dinge so darstellen, als wären sie bereits gegenwärtig. Der einzigartige Sohn des unendlichen Gottes konnte den großen Plan erfolgreich zu Ende bringen, der die Rettung der Menschheit garantierte

      Der Zustand der Welt vor dem ersten Kommen Christi ist ein Bild für den Zustand der Welt kurz vor seinem zweiten Kommen. Dieselbe Boshaftigkeit wird herrschen, und Satan wird die gleiche täuschende Macht über das Denken der Menschen ausüben ... Er stellt jetzt seine Armee von menschlichen Helfern zusammen, die sich im letzten Kampf gegen den Fürsten des Lebens engagieren soll, um Gottes Gesetz umzustürzen, das doch die Grundlage seiner Regierung ist. Satan wird mit übernatürlichen Darstellungen arbeiten, um in den Menschen die Überzeugung zu festigen, dass er wirklich das ist, was er zu sein vorgibt — der Herrscher dieser Welt — und dass der Sieg ihm gehört. Er wird seine Streitmächte gegen alle aufbieten, die Gott treu sind. Doch wenn er auch Schmerzen, Bedrängnis und menschliche Qual verursachen kann, kann er doch nicht die Seele beflecken ... Das Volk Gottes muss in diesen letzten Tagen damit rechnen, dass es in eine scharfe Auseinandersetzung gerät, denn das prophetische Wort sagt: „Der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin zu kämpfen gegen die übrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu.“ Offenbarung 12,17;
      Brief 43, 1895; The Review and Herald, 29. Oktober 1895.
    • Das wahre Passalamm, Jesus, wurde für unsere Sünden geopfert, 11. September

      Es kam nun der Tag, von dem an ungesäuertes Brot gegessen wurde und an dem die Passalämmer geschlachtet werden mussten. Jesus gab Petrus und Johannes den Auftrag: „Geht und bereitet das Passamahl für uns vor!“ Lukas 22,7.8 (GNB).

      Christus hatte Petrus und Johannes ausgesucht, die eng zusammenarbeiten sollten, um die Passa-Mahlzeit vorzubereiten ... „Er sprach zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; folgt ihm und wo er hineingeht, da sprecht zu dem Hausherrn: ‚Der Meister lässt dir sagen: Wo ist der Raum, in dem ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern?‘“ Markus 14,13.14

      Christus wollte sich gegen vorzeitige Aktionen absichern, die der geplanten Tat des Judas zuvorkommen könnten, indem die Verräter einfach zum Abendessen erschienen.Damals war es Sitte, dass die Bürger der Hauptstadt den fremden Pilgern Räume zur Verfügung stellten, in denen sie das Passamahl halten konnten. Die Botschaft Jesu wurde in Form eines Kommandos gegeben. Uns erscheint vielleicht die Art unpassend, wie diese beiden Männer aus Galiläa einen Fremden ansprechen sollten. Doch die Umstände waren genau so, wie Christus es vorausgesagt hatte. Die Jünger trafen einen Mann, der einen Wasserkrug trug. Sie folgten ihm und betraten hinter ihm das Haus.Dort wiederholten sie ihre Botschaft, und der Hausbesitzer ging bereitwillig darauf ein.

      Das war das letzte Passafest, das Jesus mit seinen Jüngern halten würde. Er wusste, dass seine Zeit gekommen war. Er selbst war das wahre Passalamm (siehe Johannes 1,29; 1.Korinther 5,7) und am Tag, an dem man üblicherweise das Passa aß, sollte er geopfert werden. Er wusste, dass die Jünger die näheren Umstände, die sich mit diesem Ereignis verbanden, niemals vergessen würden.

      Nachdem sich alle um den Tisch versammelt hatten, sagte er als erstes: „Von ganzem Herzen habe ich Verlangen danach, gerade dieses Mahl mit euch zu feiern, bevor ich leide. Ich sage euch: Ich werde es nicht mehr essen, bis es in der Königsherrschaft Gottes seine Erfüllung findet.“ Lukas 22,15.16 (Bruns) ...

      An diesem letzten Abend mit seinen Jüngern hatte Jesus ihnen viel zu sagen. Wären sie für das empfänglich gewesen, was er ihnen gerne mitteilen wollte, hätte ihnen das herzzerreißenden Kummer, Enttäuschungen und Zweifel erspart. Doch Jesus merkte, dass sie nicht ertragen konnten, was er ihnen zu sagen hatte. Siehe Johannes 16,12. Als er in ihre Gesichter schaute, erstarben ihm die warnenden und tröstenden Worte auf den Lippen. Eine ganze Weile blieb es still. Jesus schien auf irgend etwas zu warten. Den Jüngern war unbehaglich zu Mute. Sie warfen sich Blicke zu, in denen Neid und Streit zu lesen waren ...Die Jünger hingen immer noch ihrem Lieblingstraum nach und meinten, Christus würde die Macht an sich reißen und seine rechtmäßige Stellung auf dem Thron Davids einnehmen. Und dabei hegte jeder die heimliche Hoffnung, dass er im neuen Reich die höchste Position einnehmen dürfte. Siehe Lukas 22,24;
      Manuskript 106, 1903.

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