Biblische Gleichnisse

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    • Biblische Gleichnisse

      Man lernt immer wieder dazu! Nach Jahrzenten bekommt man eine völlig neue Sichtweise auf die Gleichnise Jesu:



      Kurzzusammenfassung: die Gleichnisse Jesu sind keine Allegorien wie jahrhundertelang vermutet, sondern direkte Rede, bzw. Anrede an die Zuhörerinnen und Zuhörer.
    • Babylonier schrieb:

      Man lernt immer wieder dazu! Nach Jahrzenten bekommt man eine völlig neue Sichtweise auf die Gleichnise Jesu:
      Ich wundere mich immer wieder was die historisch kritische Methode, oder auch die Universitätstheologie für eine Vorgehensweise hat.Es gibt viel Gutes in dieser Theologie, gerade wenn es um das Verständnis der hebräischen und griechischen Sprache geht. Für mich ist das aber nicht "das Gelbe vom Ei"

      Jesus sprach direkt zu Menschen, folglich müssen ganz normale Menschen die Gleichnisse verstehen können.
      Natürlich kann ein Bauer in der damaligen Zeit, das Gleichnis vom Sämann, zunächst besser verstehen als wir heutzutage, darum geht es aber gar nicht.....

      Ich stelle fest, dass ich von Anfang an die meisten Gleichnisse nicht allegorisch ausgelegt habe. Dafür brauchte ich keine Anleitung irgendwelcher Theologen. Meine Anleitung heißt: Bitte den Heiligen Geist um Verständnis, und wenn du jetzt nicht verstehst, dann später, aber du wirst verstehen, wenn du es verstehen willst.

      Das sagt Jesus selbst:
      Matthäus 13, 10 - 17
      Und die Jünger traten hinzu und sprachen zu ihm: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
      11 Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, zu wissen die Geheimnisse des Himmelreichs, diesen aber ist's nicht gegeben.
      12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.
      13 Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht.
      14 Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt (Jesaja 6,9-10): »Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet nicht erkennen.
      15 Denn das Herz dieses Volkes ist verfettet, und mit ihren Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie geschlossen, auf dass sie nicht mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, dass ich sie heile.«
      16 Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören.
      17 Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben's nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben's nicht gehört.


      Ein Fehler der Theologen war/ist wohl, dass alle Gleichnisse allegorisch ausgelegt werden mussten/müssen. Das kann doch gar nicht sein. Gerade beim barmherzigen Samariter geht so eine Auslegung gar nicht. Nein, es muss nach einem Schema ausgelegt werden....und fertig, selbst dann, wenn wirres Zeug dabei herauskommt.

      Es kann aber auch nicht sein, dass nur das Gleichnis vom Sämann allegorisch zu verstehen sei. Das geht nicht, wenn ich an Unkraut und Weizen denke und an die Ernte von Weizen und dem verbrennen der Spreu. Jedes Gleichnis spricht seine eigene Sprache.

      Dann das Gleichnis vom reichen Mann und den armen Lazarus. Was wurde mit diesem Gleichnis alles angestellt.?? Für mich muss hier auch allegorisch ausgelegt werden, anders ergibt es keinen Sinn.Hätten die Pharisäer diese Geschichte buchstäblich verstanden, dann wäre der Aufschrei groß gewesen, weil sie an diese Existenz der Hölle nicht glaubten.
      Sie schwiegen, folglich haben sie das Gleichnis - nur auf sie bezogen - verstanden.

      Nun, was soll ich sagen, ich bleibe bei der Methode mit dem Heiligen Geist, auch wenn ich erst nächstes Jahr verstehen sollte.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Babylonier schrieb:

      Kurzzusammenfassung: die Gleichnisse Jesu sind keine Allegorien wie jahrhundertelang vermutet, sondern direkte Rede, bzw. Anrede an die Zuhörerinnen und Zuhörer.
      Jesus hat direkt zu Zuhörern geredet?

      Wow ... krass ... :tired:
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Seele1986 schrieb:

      Babylonier schrieb:

      Kurzzusammenfassung: die Gleichnisse Jesu sind keine Allegorien wie jahrhundertelang vermutet, sondern direkte Rede, bzw. Anrede an die Zuhörerinnen und Zuhörer.
      Jesus hat direkt zu Zuhörern geredet?
      Wow ... krass ... :tired:
      :)

      Hintergrund ist die Erklärung, dass die meisten Gleichnisse jahrhundertelang allegorisch ausgelegt und somit als indierekte Rede behandelt wurden.
    • Die Grenzen zwischen "Gleichnis" und Allegorie sind teilweise etwas schwammig; bei einem Gleichnis allegorisiert man auch.
      Das Problem der Allegorie als Lesemethode ist, dass sie aus Dingen etwas macht, was nicht da ist bzw. was gar keinen Sinn hat: es wird jeder Gegenstand und jedes Utensil allegorisiert, anstatt der Erzählung zu folgen.

      Es wurde nicht jahrhundertelang allegorisch ausgelegt, sondern die Allegorie war eine Leseweise (meistens für Mystiker, die glaubten, ein tieferes Verständnis in den Text zu erlangen).

      Die Bibelkritische Lesart ist keine Auslegung, sondern eigentlich nur eine Art Religionswissenschaft; bzw. dort würde sie hingehören.
      Sie hat mit dem Verstehen der Heiligen Schrift eigentlich gar nichts zutun.

      Es wird dann erklärt, es ginge nicht darum, der Bibel ihre Glaubwürdigkeit zu nehmen, sondern um ein tieferes sachliches und historisches Verständnis der heiligen Schriften;
      wir haben das ja alles im Unterricht gehabt ...

      Erstens bringt einem die Bibelkritik gar nichts; weder dem Zuhörer, noch dem Prediger.
      Zweitens ist sie eben doch genau das, was das Wort sagt: Bibel-kritisch. "Kritik" im Sinne von "unterscheiden, unterschiedlich gewichten, anzweifeln, etc."; genau das wird ja gemacht.

      Vollkommen geistlos und eine selbsterhaltende Wissenschaft. Dem Geist und der Seele des Menschen hilft sie kein bisschen.
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Die Bibel ist ein Buch mit historischem Hintergrund (2. Petrus 1:10.) und "ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens" (Hebräer 4:12.)

      Die sogenannte "historisch-kritische" Schule ist, zumindest bezüglich der biblischen Schriften nicht historisch und auch nicht kritisch. Vor allem ist sie nicht selbstkritisch, daher sie auch als Methode/Vorurteil vorgibt, dass die Bibel unhistorisch und unkritisch sei. Diese "Schule" ist veraltet, mindestens 200-300 Jahre, und dem Forschungsgegenstand Bibel nicht angemessen.
    • freudenboten schrieb:

      Die Bibel ist ein Buch mit historischem Hintergrund (2. Petrus 1:10.) und "ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens" (Hebräer 4:12.)

      Die sogenannte "historisch-kritische" Schule ist, zumindest bezüglich der biblischen Schriften nicht historisch und auch nicht kritisch. Vor allem ist sie nicht selbstkritisch, daher sie auch als Methode/Vorurteil vorgibt, dass die Bibel unhistorisch und unkritisch sei. Diese "Schule" ist veraltet, mindestens 200-300 Jahre, und dem Forschungsgegenstand Bibel nicht angemessen.

      Wie kommst Du auf Deine (eher gewagten) Thesen?
    • Ist der Mensch denn nicht ausgestattet mit Hirn und Herz?

      Das Problem ist, dass das Hirn mit seinem Verstand für das Materielle, Sicht-, Mess- und Beweisbare zuständig ist, also um die materielle Welt zu erkennen und sich darin zu bewegen.

      Das Herz hingegen ist das Zentrum des Geistigen, des Glaubens. Theologie, sei sie nun historisch-kritisch oder sonstwie, ist immer, ohne Ausnahme eine Sache des Hirns und damit des Verstandes, aber keine Sache des Glaubens.

      Wenn wir nun ein Gleichnis über das Hirn und den Verstand betrachten, haben wir eine ganz andere Sicht als wenn wir es mit dem Herzen betrachten.Wie Elli schon bemerkte, sollen wir die Gleichnisse durch das Licht des Heiligen Geistes betrachten. Und das ist nur im und durch das Herz, also des Glaubens, möglich. Hirn und Verstand können mit dem Glauben nichts anfangen.

      Hirn und Verstand ist eine Sache des natürlichen Menschen, das Herz hingegen eine Sache des geistlichen Menschen. Und genau deshalb heißt es, dass "der natürliche Mensch nichts vom Geiste Gottes vernimmt."

      Theologie ist immer eine Sache des Verstandes und damit des natürlichen Menschen. Mit dem Geist Gottes hat Theologie demnach nichts zu tun. Leider, leider!

      Mit liebem Gruß
      Hans
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge
    • Von Siegfried Zimmer kenne ich schon 2 oder 3 Vorträge. Er wirkt jedenfalls sehr sympathisch und kann gut reden. Aber inhaltlich?

      Ich hab jetzt erst mal diesen Vortrag nur bis Minute 35 gekuckt. Anhand des Gleichnisses vom verlorenen Sohn will er auf den Unterschied zwischen Gleichnis und Allegorie hinweisen:

      Allegorisch: Der Vater in der Erzählung ist Gott.
      Gleichnishaft: Der Vater in der Erzählung ist wie Gott.

      Welche praktischen Auswirkungen dieser Unterschied nun auf den Sinn der gesamten Erzählung haben soll, erschließt sich mir aber noch nicht.

      Zimmer behauptet, dass dies - wenn man diesen Unterschied nicht macht - zur Folge hat, dass man durch die Allegorisierung Christen zu "Stubenhockern" erzieht. Meines Erachtens liegt die Ursache aber nicht darin, ob man diese Erzählung gleichnishaft oder allegorisch auslegt, sondern ob man sie vollständig erzählt - auch Zimmer tut dies im Vortrag nicht, denn er unterschlägt den zweiten Sohn. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn kritisiert damit nämlich sehr wohl auch den christlichen "Stubenhocker". Wieder mal arbeitet sich Zimmer (wie in den anderen Vorträgen, die ich von ihm kenne), an seinen "lieben" konservativen "Brüdern" ab - das scheint ihn irgendwie zu treiben...
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      Allegorisch: Der Vater in der Erzählung ist Gott.
      Gleichnishaft: Der Vater in der Erzählung ist wie Gott.

      Welche praktischen Auswirkungen dieser Unterschied nun auf den Sinn der gesamten Erzählung haben soll, erschließt sich mir aber noch nicht.
      Und genau das ist es doch, Bemo. Mit sowas füllt man sich da den Tag aus und kann dann sagen, man habe intensiv die Bibel studiert ...
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Lieber Babylonier,

      2. Timotheus 3:16. entspricht der Auffassung aller biblischen Autoren seit Mose. Die sogenannte historisch-kritische Schule stellt mit der Autorschaft auch die Intentionen der Autoren in Abrede.

      Außerdem ist diese Schule ein Kind der europäischen "Aufklärung" (wie der spätere Marxismus, Darwinismus u. a.), welche fragwürdige Prämissen zum Dogma erhebt. Somit durchaus vergleichbar mit den "Kirchenvätern", welche die abergläubische alte "Kirche" erschufen.

      Bevor man die Methodik dieser Schule anwendet, sollte man sie "kritisch" hinterfragen.
    • Bemo schrieb:

      Ich hab jetzt erst mal diesen Vortrag nur bis Minute 35 gekuckt. Anhand des Gleichnisses vom verlorenen Sohn will er auf den Unterschied zwischen Gleichnis und Allegorie hinweisen:

      Allegorisch: Der Vater in der Erzählung ist Gott.
      Gleichnishaft: Der Vater in der Erzählung ist wie Gott.

      Welche praktischen Auswirkungen dieser Unterschied nun auf den Sinn der gesamten Erzählung haben soll, erschließt sich mir aber noch nicht.

      Vieles wirkt in seinem Vortrag auf mich auch nicht schlüssig. Er ist sehr sprachbegabt ohne arrogant zu wirken, und seine Inhalte kann er wissenschaftlich und intellektuell vermitteln. Viele Unkundige im Schriftverständnis, erkennen so kaum seine widersprüchlichen Aussagen..

      Für uns ist wiederum vieles unverständlich, weil, so wie er auch sagt, viele Theologen Gleichnisse sehr extrem in einer allegorischen Leseart auslegen. Wie Seele1986 schon sagte, sie machen aus jedem Ding eine Bedeutung und kommen dann vom Wesentlichen ab.

      Siegfried Zimmer spricht das Problem an, möchte zum Wesentlichen zurückkommen, schafft es aber doch nicht.
      Sein Verständnis bleibt in einer Universitätstheologie haften, die er mehrfach erwähnend, gut und ausgewogen findet.

      Wie so oft bei Theologen, die sich doch nicht ganz sicher sind, muss er auch nach dem Muster der Abgrenzung greifen, und in diesem Fall gegen die Fundamentalisten...
      Dann seine Begründung: Jesus hätte selbst die Auslegung des Gleichnisses mit dem Sämann nicht wortwörtlich gesagt...fand ich schon heftig und die Behauptung, egal von wem, die Aussage bleibt vom Sinn her gleich, macht das, was er zum Ausdruck brachte - die Schrift wird nicht wahrheitsgetreu wiedergegeben - nicht wertvoller.
      Sein Wortverständnis über Jesus Worte, vor und nach der Kreuzigung, bringen nur ein Durcheinander, wo es nicht sein sollte.

      Am Ende des Vortrags wird vermittelt: Jetzt weißt du es besser, du hast was dazugelernt..
      Ich glaube, wenn die Zuhörer danach ein Gleichnis lesen und an seine Worte zurückdenken, sie nicht wirklich damit etwas anfangen können, im Gegenteil. Hilfe gibt es nur im Heiligen Geist und im Kontext, zu wem spricht er, wann, wozu, was sagt der ganze Brief und die Kapitel vorher und nachher...usw.
      Ich glaube jeder normale Mensch, der gewissen Grundregeln einhält, kann die Gleichnisse verstehen. Meistens nicht sofort, aber doch im Kontext wird er früher oder später es erfassen können

      Alleine die Vorstellung schon, dass ein Professor über ein Gleichnis ein ganzes Buch geschrieben hat...lässt mich schütteln. Ich frage mich sofort "hoffentlich hat er am Ende das Gleichnis wirklich verstanden". :schiefguck:
      Die Schrift sagt mir, dass die Zuhörer Jesus, diejenigen die verstehen sollten, auch verstanden haben, dazu gehörten die Pharisäer und Sadduzäer, die oftmals blind bleiben wollten.


      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • freudenboten schrieb:

      Ist besagter Siegfried Zimmer ein Vertreter der weltweit "gepriesenen" "deutschen" sogenannten historisch-kritischen Schule?

      Nein, er ist laut eingener Aussage Anhänger der "biblischen Theologie", die sich die Erkenntisse der histosch-kritischen Analyse zwar zu eigen machen möchte, sie aber nicht für den Kern des Evangelium hält.

      Nicht ganz mein Ansatz, aber ich finde es interessant. Biographisch ist er jemand, der erst als junger Mensch zum Christen in einer charimatisch-fundamentalistischen Bewegung geworden ist und sich später dann zur wissenschaftlichen Universitätstheologie weiterentwickelt hat.

      Er versucht schon, die verschiedenen Ansätze miteinander zu verbinden, ohne auszugrenzen. Es gibt von der Seite der wissenschaftlich arbeitenden Universitätsheologen nunmal nicht sehr viele, die das Gespräch mit freikirchlichen, evangelikalen, charismatischen oder fundamentalischen Mitchristen suchen.

      Insofern ist er schon einer der wenigen Brückenbauer.

      Mir ist bei seinen Vorträgen wie eingen von Euch aber auch schon aufgefallen, dass er aufgrund seiner inhaltlichen Vielseitigkeit viele Gedanken aufgreift und anspricht, sie dann aber aus Zeitgründen nicht alle überzeugend zu Ende bringen kann.

      Allerdings möchte Worthaus auch nicht fertige Antwortenliefern, sondern Denkanstöße geben.
    • Babylonier schrieb:

      Er versucht schon, die verschiedenen Ansätze miteinander zu verbinden, ohne auszugrenzen. Es gibt von der Seite der wissenschaftlich arbeitenden Universitätsheologen nunmal nicht sehr viele, die das Gespräch mit freikirchlichen, evangelikalen, charismatischen oder fundamentalischen Mitchristen suchen.
      Brückenbauer...hm, vielleicht in der Landeskirche. Gegen die, so wie er sagt " Konservativen oder Fundamentalisten" teil er heftig aus. In deinem zitierten Vortrag nur wenig, aber ersichtlich. Habe gelesen, dass er in anderen Vorträgen, wo er auch kaum biblische Fakten brachte, heftig gegen seine Kritiker - vor allem Evangelikale - austeilt Seine Ansichten über Homosexualität werden provokativ geäußert. Er polarisiert oft, indirekt oder sogar offen

      Jetzt müsste man erstmal klären, was der Begriff "konservativ" unter Christen bedeutet. Aus seiner Sicht wohl alle, die an die Verbalnspiration der heiligen Schrift glauben, oder...?

      Ich habe nur oberflächlich recherchiert, aber je mehr ich lese, um so unsympathischer wirkt er auf mich.
      Ich sehe mich selbst als eine konservative Christin, wobei ich viele Ansichten vieler sogenannten "Konservativen Denominationen" nicht teile. Dann die Brüderbewegung, in der ich sehr schnell als "Feministin" abgestempelt werde, obwohl ich das niemals war, nicht einmal während meiner Zeit im Unglauben. Wiederum andere sehen mich als gesetzlich, aus der Gnade gefallen, wegen des Sabbats...dann wieder zu "lauwarm", wie manche Adventisten.

      Wie auch immer, es gibt viel "Spinnerei" unter Christen, egal aus welcher Richtung. Ich würde mich aber niemals öffentlich so äußern, wie er das macht.
      Wenn überhaupt, dann nur mit biblischen Fakten..... Er bringt keine Fakten, für einen Universitätstheologen schon beschämend. Für mich kein Theologe dem ich noch zuhören werde...wenn doch, nur gezwungenermaßen, um mir ein Bild über die offiziell gelehrte Theologie zu machen.
      Ein- bis zweimal im Jahr reicht schon aus....sonst wird mir das zuviel.

      Was denken und sprechen die Pastoren oder Theologen, intern in der EKD, über Evangelikale?
      Kommen abwertende Äußerungen gegen Evangelikalen immer mal wieder vor, oder doch eher selten.?
      Meines Wissens wird gerade in der EKD religiöse Meinungsfreiheit proklamiert...
      Ich erkenne dies im Umgang mit Muslime, aber vielleicht irre ich mich auch.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Kommen abwertende Äußerungen gegen Evangelikalen immer mal wieder vor, oder doch eher selten.?
      Kommt drauf an, was du mit abwertend meinst. Direkte abwertende Äußerungen wirst du in evangelischen Kreisen eigentlich nicht hören.
      Eher so ein betroffenes Seufzen: "Ach, diese armen, unaufgeklärten, mittelalterlichen ..." etc.; eher so.
      Konkrete Punkte, die als Hetze verstanden werden können, werden natürlich auch konkret kritisiert, aber ebenfalls mit einer politisch-korrekten Ausdrucksweise ("So etwas möchten wir doch nicht"; "das kann Menschen sehr belasten"; usw.)

      Allerdings (das muss dazu gesagt werden), kommt es auch darauf an, was du unter "Evangelikalen" verstehst; du fragtest ja selbst "was bedeutet ,konservativ´ eigentlich".
      Es gibt Gruppen, die allgemein unter "evangelikal" geführt werden, die haben mit Christen nicht mehr viel zutun, Elli. Nicht nur in den USA, sondern auch hier in Europa.
      Man kann sich dann wieder über Begriffe und Bezeichnungen streiten, das führt zu nichts. Wenn Etiketten sich etabliert haben, dann bringt keine Diskussion mehr was. Wenn man sich dann selbst so nennt, dann muss man diesen Schuh halt tragen.

      Zu den Paradethemen: schockiert oder empört braucht man doch nicht sein. Das ist der Lauf der Welt und gerade ein Christ sollte das doch wissen, oder nicht?
      Will ich durch meine Empörung Leuten ihre Sexualität austreiben oder die Scheidungsrate senken, oder will ich mich nur empören, um mich zu empören? Das sollte man sich fragen. (Weder das eine noch das andere steht einem Christen an!)
      Leider wird das oft ein großer Zirkus auf beiden Lagern: die einen stehen mit ihren Regenbogen-Bannern da, die anderen mit ihren Plakaten " ... ist Sünde!"; zu Karikaturen machen sich beide.
      Und jeder Artikel, jede Talkshow, jedes mediale Statement wird natürlich immer plakativ und oberflächlich. Das liegt in der Natur der Sache.
      Dann sind du und ich für die Fundamentalisten, die Frauen und Ärzte vor der Abtreibungsklinik wegballern oder in Mittelafrika Homosexuelle an Bäumen aufhängen mit-verantwortlich und teilen wohlmöglich deren Denkweise. - Genau so läuft das.

      Man kann eine zeitlang Missmut darüber haben, aber drüber aufregen braucht man sich nicht. So war es, so ist es, so wird es immer sein, bis der Herr es beenden wird.

      Empörung (und das können sehr liberale und sehr strenge Christen besonders gut) ist sehr selten ehrlich und echt; meistens ist sie geheuchelt und dient einem bestimmten Geschäft.

      Sollte nicht eines Christen Sache sein.
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • freudenboten schrieb:

      Die sogenannte "historisch-kritische" Schule ist ... veraltet, mindestens 200-300 Jahre, und dem Forschungsgegenstand Bibel nicht angemessen.
      Ganz Richtig! Die "historisch-kritische" Methode ist längst theologisch überholt und nicht mehr aktuell; einige Erkenntnisse können ganz nützlich zum Verständnis mancher Bibelstellen sein; diese Methode hat eine falsche Prämisse, indem sie nämlich sagt: "Die Bibel enthalte nur das Wort Gottes, sie - die Bibel - ist aber nicht das Wort Gottes!" ===> Diese Aussage ist abzulehnen!

      Bemo schrieb:

      Von Siegfried Zimmer kenne ich schon 2 oder 3 Vorträge.
      Von ihm habe ich das sehr lesenswerte Buch : "Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben?"

      freudenboten schrieb:

      Ist besagter Siegfried Zimmer ein Vertreter der weltweit "gepriesenen" "deutschen" sogenannten historisch-kritischen Schule?
      In seinem Buch sagt er, dass wir nicht an die Bibel glauben, sondern an Gott. Die Bibel ist nicht Gott - und dürfe daher "nicht überhöht werden" und "könne auch Fehler bzw. Widersprüche enthalten". Ich halte Prof. Zimmer aber nicht für einen Total-Anhänger der historisch-kritischen Schule.
    • Hi

      Ich habe nur einen Teil des Vortrages angesehen. Auch wenn ich dem werten Herrn nicht in allen Punkten recht geben, so bin ich mit ihm z.B. einig, dass in Gleichnisse Dinge hinein interpretiert werden, die da nicht einmal stehen. Beim verlorenen Sohn steht in der Tat nirgends, dass man das Elternhaus nicht verlassen darf oder dass das schlecht wäre. Zusätzlich finde ich es schon spannend, wenn man auch mehr über die Hintergründe dieser Zeit erfahren darf, das öffnet neue Blickwinkel. Das faszinierende an den Gleichnissen finde ich aber die Vielschichtigkeit. Da wird nichts aus Zufall einfach so erzählt sondern das wird ganz bewusst getan. Dadurch enthalten sie auch sehr viele Weisheiten neben dem, dass sie auch heute noch nichts von ihrer aktualität verloren haben.
      Deswegen finde ich auch solche Vorträge eine Bereicherung, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Norbert Chmelar schrieb:

      In seinem Buch sagt er, dass wir nicht an die Bibel glauben, sondern an Gott. Die Bibel ist nicht Gott - und dürfe daher "nicht überhöht werden" und "könne auch Fehler bzw. Widersprüche enthalten". Ich halte Prof. Zimmer aber nicht für einen Total-Anhänger der historisch-kritischen Schule.
      Hier fängt die Lüge Satans schon an: Sollte Gott wirklich gesagt haben? Dass ein Buch, bzw. die Bibel nicht höher steht als Gott, dürfte für jeden logisch sein. Ich bete die Bibel nicht an, wer macht das ..? Ich kenne niemanden und habe auch noch niemals seit 1996, einen kennengelernt.
      Unser Problem ist, dass wir "das Wort" zu niedrig halten.....nicht umgekehrt.

      Die Widersprüche, die ich in den vergangenen Jahren erkannte, haben sich alle früher oder später im Verständnis des Kontextes aufgelöst. Dafür brauche ich keinen Universitätsprofessor. Das mag arrogant klingen, ist aber so.
      Unser Problem ist oft, dass wir meinen, wir müssen alles sofort verstehen. Da kommen uns die "Studierten" gerade recht. Jesus sagt uns aber, dass wir zuerst auf ihn hören sollen....Gott kann durch Menschen sprechen, durchaus, aber sein Wort steht über allem.
      Es geht zuallererst darum, dass wir einen persönlichen Kontakt zu Jesus finden, und hier dürfen wir ganz Kind sein. Kinder müssen nicht viel wissen, sie dürfen in einer einfachen Sprache mit ihrem Vater kommunizieren.
      Die Frage muss heißen: Höre ich Gottes Stimme in seinem Wort, in der Heiligen Schrift, oder möchte ich mir nur Wissen aneignen.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Ganz Richtig! Die "historisch-kritische" Methode ist längst theologisch überholt und nicht mehr aktuell; einige Erkenntnisse können ganz nützlich zum Verständnis mancher Bibelstellen sein; diese Methode hat eine falsche Prämisse, indem sie nämlich sagt: "Die Bibel enthalte nur das Wort Gottes, sie - die Bibel - ist aber nicht das Wort Gottes!" ===> Diese Aussage ist abzulehnen!
      Was für ein Wirrwar.
      Auch hier, sollte Gott wirklich gesagt haben.....Es geht um die Glaubwürdigkeit Gottes. Entweder spricht Gott durch sein Wort zu uns, oder nicht.
      Unsere Glaubensväter hatten alle etwas Gemeinsames: Sie glaubten Gottes Aussagen und Verheißungen. Wir erkennen das an Abrahams Glaubensgerechtigkeit. Er glaubte Gottes Zusagen, und handelte danach.

      Wir sollten uns Abraham als Vorbild nehmen und nicht Universitätstheologen. Sie vermittel uns keinen Glauben. Höre dir fünf Vorträge an und du wirst merken, dass in keinem dieser Vorträge ein Glauben auf Gottes Zusagen gelehrt wird, im Gegenteil.
      Oft hört man aus dieser Ecke sogar: Musste Jesus wirklich sterben.?
      Unter den Theologen im "Worthaus" wird diese Sprache gesprochen. Die einen direkt und Zimmer mehr oder weniger eher indirekt....( nicht bei Homosexualität)
      Es wird in dieser Richtung immer gleich gestrickt, als kämen sie alle aus einer Familie.

      Die Bibel ist in erster Linie kein Geschichts- oder Mathebuch, auch kein Fremdsprachenbuch. Sie ist ein lebendiges Buch mit einem Pulsschlag, sofern der Leser die Stimme Gottes hören möchte, um sich IHM unterzuordnen. Hier werden wir genauso herausgefordert wie unsere Glaubensväter, von denen wir sehr viel lernen können. Diese Herausforderung ist alles andere als leicht. Um im Leben Jesus wachsen zu können, müssen/dürfen wir unser Ego täglich sterben lassen. Dafür brauchen wir ein verlässliches Wort.

      Wir dürfen Gott im täglichen Leben nach seiner Meinung fragen und um Führung bitten..
      Was habe ich, wenn ich sein Wort anzweifel.... Ich habe nichts.!!
      Jesus selbst sagt es doch: Sie wollen nicht hören...so ist es!!

      Wenn du dich mit den Theologen aus dieser Ecke persönlich unterhältst, wirst du merken, dass sie keine lebendige Beziehung zu Gott haben. Sie beten, durchaus, können aber die Bibel nicht aufschlagen, um Gottes Stimme zu hören. Dafür braucht man den Heiligen Geist, der sagt, Gottes Wort ist verlässlich.
      Gott spricht oftmals sofort, direkt in einem Vers, oder später. Manchmal dauert es halt länger, bis wir verstehen. Die Bibel beschreibt nicht selten die Geduld der Glaubensväter. Wir bitten um Antwort und Führung und warten in Geduld auf diese.
      Der Glaube sagt: Gott antwortet in seinem Wort, durchaus auch in Träumen oder Bilder, wenn so, dann aber auch nur mit Bestätigung im Wort. Wenn der Traum nicht mit der Bibel zusammenpasst, dann war das kein Traum von Gott. Daran können und sollen wir jeden Propheten überprüfen. Wenn die Bibel nicht verlässlich ist, können wir nicht überprüfen. Hast du keine verlässliche Aussagen Gottes, hast du nichts.

      Apostelgeschichte 17, 11-12
      Diese aber waren edler denn die zu Thessalonich; die nahmen das Wort auf ganz willig und forschten täglich in der Schrift, ob sich's also verhielte. So glaubten nun viele aus ihnen, auch der griechischen ehrbaren Weiber und Männer nicht wenige.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Von ihm habe ich das sehr lesenswerte Buch : "Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben?"
      Ich antworte spontan,"JA"
      Solche Bücher lese ich nicht. Wir haben den Heiligen Geist, er ist verlässlicher als Theologen, die sagen: Sollte das wirklich so sein....musste Jesus wirklich sterben?

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      ch antworte spontan,"JA"
      Solche Bücher lese ich nicht. Wir haben den Heiligen Geist, er ist verlässlicher als Theologen, die sagen: Sollte das wirklich so sein....musste Jesus wirklich sterben?
      Wenn ich Paulus und Jesus recht verstehe brauchen wir Lehrer und am Anfang leichte Speise.

      Um umgewandelt zu werden,oder wie Paulus sagt in Galater; Jesus anziehen braucht es Beistand,Begleitung und Hilfe.

      Es gibt gute Lehrer die aus eigenen Fehlern gelernt haben...Petrus,Paulus...

      Irgenwann vertragen wir auch feste Speise und können gutes und schlechtes unterscheiden, mit Hilfe des HL.Geistes,müssen davor keine Angst haben

      Wer wirklich sich mit der komplitziertheit des menschlichen Wesens beschäftigen möchte, kann hier Antworten finden...

      Transaktionsanalyse erklärt | Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kind-Ich