Nach dem Tod

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    • Hallo Don Domi!

      DonDomi schrieb:

      Mit meimem einwand vom petrusbrief meinte ich, dass die seelen oder wie man das auch immer nennen mag, beim tod jesu noch existieren mussten, sonst machen diese verse keinen sinn.. Sie wurden also nicht, wie von bogi behauptet komplett ausgelöscht.

      Du setzt voraus, dass es sich bei den "Geistern" aus 1. Petrus automatisch um die Geister der Verstorbenen handeln muss. Warum eigentlich? Wir hatten das Thema schon einmal in dem Thread Die unsterbliche Seele:

      Gane MacShowan schrieb:

      Abgesehen davon, dass hier weder von Jesu „Seele“, noch von "Toten" die Rede ist, sollte man auch den Kontext beachten. Zuvor heißt es:

      1. Petrus 3, 18 (Elberfelder 2006): Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.

      Hier steht nicht „lebendig geblieben nach dem Geist“! Stattdessen wird gesagt, dass Jesus dem Geiste nach lebendig gemacht wurde! Das setzt voraus, dass er vorher nicht lebendig war! Es gibt keine Bibelstelle, die besagt, dass ein Teil von Jesus bei seinem Tod lebendig blieb. Es wird auch nirgendwo gesagt, dass ein Teil von ihm direkt nach seinem Tod wieder lebendig gemacht wurde. Wann immer es darum geht, dass Jesus von Gott wieder zum Leben gebracht wurde, beziehen sich die biblischen Aussagen auf seine Auferstehung am dritten Tag. Ich wüsste also nicht, weshalb man 1. Petrus 3, 18 auf etwas anderes, als auf diese Auferstehung beziehen sollte. Was die „Geister im Gefängnis“ betrifft, so nennt uns Petrus ja einige zusätzliche Infos:

      1. Petrus 3, 19-20 (Elberfelder 2006): In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs abwartete, während die Arche gebaut wurde, in die wenige, das sind acht Seelen, durchs Wasser hindurchgerettet wurden.

      Petrus sagt NICHT, dass Jesus den Geistern verstorbener Menschen predigte, welche zur Zeit Noahs umkamen. Es waren die Geister selbst, welche in den Tagen Noahs ungehorsam waren! Sie waren also auch vor der Flut bereits Geister! Was für Geister das waren, wird sowohl im AT, als auch im NT genau beschrieben:

      1. Mose 6, 1-2 (Luther 1984): Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten.

      1. Mose 6, 4 (Luther 1984): Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die hochberühmten.

      Judas 1, 6-7 (Elberfelder 2006): und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter Finsternis verwahrt, wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden.

      2.Petrus 2,4 (Schlachter 2000): Denn wenn Gott die Engel nicht verschonte, die gesündigt hatten, sondern sie in Fesseln der Finsternis in den Abgrund warf, um sie zum Gericht aufzubewahren,

      Die einzigen in der Bibel beschriebenen Geister, die sich in Gefangenschaft ("im Gefängnis"; "in Fesseln"; "im Abgrund") befinden, sind diese abtrünnigen Engel, welche sexuelle Vergnügungen mit den Frauen der Menschen suchten. Engel werden in der Bibel als Gottessöhne, aber auch als Geister bezeichnet (siehe Hiob 1, 6 und 1. Könige 22, 21), somit passt 1. Petrus 3, 19-20 perfekt zu diesen Engeln, welche "gesündigt hatten". Man kann die Unsterblichkeit der Seele mit den von dir genannten Versen also gewiss nicht beweisen. Wie gesagt, das Wort „Seele“ kommt in diesem Text ohnehin nicht ein einziges mal vor.

      Und den letzten Satz möchte ich an dieser Stelle korrigieren. In 1.Petrus 3, 20 ist tatsächlich von "Seelen" die Rede, nämlich von "acht Seelen, die durch das Wasser hindurchgerettet wurden". Die Menschen in der Arche werden hier als "Seelen" bezeichnet, aber nicht diejenigen, welchen Jesus im "Gefängnis" seinen Sieg verkündete.

      Dazu, dass Jesus "den Geistern im Gefängnis gepredigt hat", könnte man auch noch erwähnen, dass das griechische Wort kērussō nicht nur für das predigen "guter Botschaften", sondern auch für das "Bekanntgeben", "Vorankündigen" oder "Ausrufen" einer Sache gebraucht wird. Jona verkündete den Menschen in Ninive kein Evangelium, sondern eine Ankündigung des Gerichts! Man könnte auch auf Offenbarung 12-20 verweisen, wo ebenfalls Gerichtsankündigungen (gegenüber Satan und seinen Engeln) "gepredigt" werden.

      Gruß, GMacS

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gane MacShowan ()

    • Stellen, die für eine Unsterblichkeit der Geist-Seele sprechen im 1. Petrusbrief sind u.a.:
      1.Petrus1,4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch
      1.Petrus1,9 wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.
      1.Petrus1,23 Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen,
      1.Petrus1,5 Und auch ihr als lebendige Steine
      1.Petrus3,4 sondern der verborgene Mensch des Herzens, unvergänglich, mit sanftem und stillem Geist
      1.Petrus3,18 ... aber lebendig gemacht nach dem Geist.
      1.Petrus3,19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis
      1.Petrus4,6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise leben im Geist.
      1.Petrus4,19 Darum sollen auch die, die nach Gottes Willen leiden, ihm ihre Seelen anbefehlen als dem treuen Schöpfer und Gutes tun.
      1.Petrus5,4 So werdet ihr, ..., die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen.
      1.Petrus5,10 Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus

      Gane MacShowan schrieb:

      könnte man auch noch erwähnen, dass das griechische Wort kērussō nicht nur für das predigen "guter Botschaften", sondern auch für das "Bekanntgeben", "Vorankündigen" oder "Ausrufen" einer Sache gebraucht wird.
      Ja, hier im Hades-Totenreich gab Jesus bekannt, dass nun die Seelen der Gläubigen des Alten Bundes aus dem Hades im Triumphzug mit Jesus in den Himmel ziehen werden - Christus rief hier im Totenreich bereits seinen Sieg des Lebens über den Tod aus. Er kündigte im voran an, dass Er nach drei Tagen leiblich auferstehen werde!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ja, hier im Hades-Totenreich gab Jesus bekannt, dass nun die Seelen der Gläubigen des Alten Bundes aus dem Hades im Triumphzug mit Jesus in den Himmel ziehen werden
      Totenreich??? Ich kenne nur die Stelle wo es steht...Wer im Lebensbuch steht, ist gerettet!!!
      oder Offenbarung 3,5, wo der Herr Jesus sagt: „Wer überwindet soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“

      Alles andere wird gerichtet...zum Tode!

      Norbert Chmelar schrieb:

      1.Petrus1,4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch
      Was verstehst Du darunter? was wird aufbewahrt? Zitieren allein ist zu wenig,deshalb die ständigen Missverständnisse.

      Können die Erretteten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden? – Biblische Bücher und Predigten
      Gibt es nach dem Tod eine zweite Chance, gerettet/erlöst zu werden?
    • Hallo Norbert!

      Norbert Chmelar schrieb:



      Gane MacShowan schrieb:

      könnte man auch noch erwähnen, dass das griechische Wort kērussō nicht nur für das predigen "guter Botschaften", sondern auch für das "Bekanntgeben", "Vorankündigen" oder "Ausrufen" einer Sache gebraucht wird.
      Ja, hier im Hades-Totenreich gab Jesus bekannt, dass nun die Seelen der Gläubigen des Alten Bundes aus dem Hades im Triumphzug mit Jesus in den Himmel ziehen werden - Christus rief hier oim Todenreich bereits seinen Sieg des Lebens über den Tod aus. Er kündigte im voran an, dass Er nach drei Tagen leiblich auferstehen werde!
      Und wo steht das alles? Wo in 1. Petrus 3,19 steht was genau Jesus gepredigt hat? Wo steht dort etwas vom Totenreich? Hier ist wohl der Wunsch Vater des Gedanken...

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Hier ist wohl der Wunsch Vater des Gedanken...
      Schaut man etwas weiter, dann heißt es: Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist. (1. Petr 4,6)

      Fleisch und Geist ist, wie so oft, das Thema hier; ebenso wie zuvor:
      Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
      In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, die einst ungehorsam waren, ...

      Was ist "nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch"? Das ist der Tod, sprich: zur Zeit Noahs die Sintflut.
      Was ist "nach Gottes Weise das Leben haben im Geist"? Das ist die Erweckung.

      So ist Christus getötet nach dem Fleisch, aber lebendig nach dem Geist, als der Erste von allen.
      Das "Gefängnis" ist der Tod, natürlich. Und die Geister sind Menschen, denn es geht um Menschen und nicht um irgendwelche anderen Wesen.

      Der Punkt ist nicht, ob diese Geister schon Bewusstsein vor Jesu Erdenleben hatten, sondern er hat sie mit sich erweckt,
      denn er ist für alle Menschen gekommen.

      (Hier sind sowohl Glaube als auch Wunsch Vater der Gedanken!)

      Lg
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Die Voraussetzung des Seelentodes ist genauso falsch, wie die Voraussetzung einer unsterblichen Seele.

      Was die Bibel sagt ist, dass Gott Unsterblichkeit hat und dass alles in seinen Händen liegt.
      Wenn man also per se sagt, der Mensch stirbt ganz beim Tode, dann ist das falsch; ebenso, wie zu sagen, die Seele des Menschen hält sich von Natur her durch, denn wir halten uns keinen Milimeter durch!

      Die Hoffnung ist doch, in Gottes Gefilden zu erwachen; es gibt himmlische Gestalten, sagt Paulus. Also predige ich doch nicht den totalen Tod. Was soll das denn sein?
      Es muss nur klar sein, dass Gott es ist, und nicht ich, der es so fügt!

      Jene ganzen Stellen aus dem alten Testament, der Mensch habe keinen Anteil mehr, er sehe und höre nichts mehr, sondern schlafe im Grab, heißt: keinen Anteil mehr an dieser Welt hier.
      Es ist überhaupt kein Argument für eine These. Wir haben immer beides in der Schrift, beide Möglichkeiten, und Beispiele für solche, die nicht schlafen: Henoch, Mose, Elia, Samuel.

      Zudem heißt es schon bei der Kreuzigung, dass die Heiligen auferstanden und durch die Straßen der Stadt liefen.
      Also vielleicht kann man von dieser starren Genesis-Ableitung mal ablassen, aus der heraus man alle weitere Geschichte liest!

      Paulus spricht auch einen Tod an: auch ihr ward tot in euren Übertretungen, ...
      Tod und Leben, Sterben und Erwachen, hat mehrere Ebenen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      heißt: keinen Anteil mehr an dieser Welt hier.
      Ja aber das ist ein ausschlaggebender Punkt, der bei jeglichen "Wundern" zum Beispiel von Fatima und Ähnlichem vergessen wird. Die Auswirkungen dieser Einflüsse sind nicht möglich, wenn wir den Tod akzeptieren als ein Ende des Wirkens auf der Erde. Man muss doch auch erkennen, dass eine Auferstehung der Gläubigen die "Norm" und die vielleicht schon bei Gott lebenden die Ausnahme sind. Maria gehört nicht dazu, sonst würde das in der Bibel stehen.....was soll das dann alles?
      Ich kann als gläubiger Mensch diese Vorstellungen nicht unterstützen, weil ich mich am Missbrauch nicht schuldig machen möchte.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Die ganze Bibel weiß, dass der Mensch aus 2 (zwei !!!) Teilen besteht: Lehm vom Acker und Lebensodem vom Gott. Beides zusammen ergibt dann die "lebendige Seele".

      Bisher hat mir noch niemand eine Bibelstelle zeigen können, aus der hervor geht, dass Gott bei irgend einer Gelegenheit dem menschen noch einen oder mehrere Teile zusätzlich verliehen hat. Und solange dieser Nachweis fehlt, ist die selbstverständliche Annahme, dass es ihn geben müsse, eine teuflische Verführung des Menschen.

      Die einige Möglichkeit aus dieser Kombination ist, dass alles, was sonst noch mit dem Menschen irgenwie verbunden wird, ein Produkt aus dem beiden Grund Bestandteilen ist und also beendet wird / verschwindet, wenn die Grund Bestandteile sich auflösen.

      Der "Geist" des Menschen z.B. spielt sich im Gehirn ab. Dieses ist aber Materie: Lehm und Odem Gottes. Zerfallen beide, hört der Geist automatisch auf, zu bestehen.

      Das Totenreich oder Hades ist kein Reich wie oberirdische Reiche, sondern ein orientalisches Bild für das Grab. So steht es auch auf vielen griechischen Gräbern. Die griechische Unterwelt mit einem extra Gott, mit Fährmann, vielleicht mit Schatten Gestalten wie Sysiphus, oder das Geldstück im Munde eines Toten für den Fährmann über den Styx, beruhen doch auf der heidnischen, platonischen Annahme einer unsterblichen Seele. Und diese ist - mMn. - des Teufels liebstes Handwerkszeug. Wer sich darauf verlässt, wird garantiert mit ihrem Erfinder im feurigen Pfuhl landen.Und diesem gibt es tatsächlich. Selbst Jesus warnt vor diesem Ende.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Pfingstrosen schrieb:

      Man muss doch auch erkennen, dass eine Auferstehung der Gläubigen die "Norm" und die vielleicht schon bei Gott lebenden die Ausnahme sind.
      Für mich ist das kein Entweder - Oder.

      Pfingstrosen schrieb:

      . Maria gehört nicht dazu, sonst würde das in der Bibel stehen.....was soll das dann alles?
      Weiß ich nicht. Die Bibel sagt nichts dazu. Man könnte eher fragen: Warum sollte Gott sie nicht erwecken, die seinen Sohn getragen, geboren, genährt und geliebt hat?

      Wir denken sehr kategorisch und darauf will ich hinaus.
      Da wird der Schöpfungsbericht rangezogen, um systematisch zu erläutern, was der Mensch und die Seele sei;
      einer tat es hier sogar mal mit einer mathematischen Formel "Leib + Odem = Seele", als seien die Gesprächspartner Vollidioten. Dieses Niveau erreicht man dann ...

      Die Schrift sagt uns, dass wir durch Jesus geistliche Menschen werden, nicht mehr fleischliche sind.
      Die Irrlehren rund um den Spiritismus sind doch etwas vollkommen anderes. Sie haben eine ganz andere Denkweise und vorallem auch ganz andere Konsequenzen und Werke.

      Zu dem Punkt noch: Kann Gott die Seele auslöschen? Natürlich kann er das.
      Alle Sätze, die mit "Gott kann nicht" beginnen, können wir getrost vergessen. Es ist kein Thema, ob und was Gott kann.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • benSalomo schrieb:

      Der "Geist" des Menschen z.B. spielt sich im Gehirn ab. Dieses ist aber Materie: Lehm und Odem Gottes. Zerfallen beide, hört der Geist automatisch auf, zu bestehen.
      Das ist nun eine materialistische Sichtweise vom Geist und gänzlich unbiblisch.

      Und Begriffe wie "automatisch" sind eben jene, die dem lebendigen, biblischen Wort so entgegenstehen und darin nicht vorkommen.
      Es ist eine Philosophie, mehr nicht.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Also wenn Geist die Persönlichkeit des Menschen bedeuten soll, dann hört das auch schon zu Lebzeiten auf, wenn Menschen dement sind, finde ich.
      Ab und zu schaut der gewohnte Mensch noch heraus aus dem zerfallenden Körper, aber dann verschwindet das Ganze wieder im Nebel.

      Seele1986 schrieb:

      Das ist nun eine materialistische Sichtweise vom Geist und gänzlich unbiblisch.
      Warum soll die materialistische Sicht unbiblisch sein. Man bezeichnet den Menschen ohne Gottes Geist ja auch als tot, obwohl der Mensch lebt.
      Da könnte man schon schlussfolgern, dass wir nur in ihm leben, das andere ist nur existieren.

      Es gibt keinen ewig existierenden menschlichen Geist.

      Aber ich schreibe hier gerade nur gegen meine Müdigkeit an;-) ich will nicht philopso...philophiso.....philosophieren;-)
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Also wenn Geist die Persönlichkeit des Menschen bedeuten soll, dann hört das auch schon zu Lebzeiten auf, wenn Menschen dement sind, finde ich.
      Das ist, sage ich dir als Pflegekraft, vollkommen falsch.

      Pfingstrosen schrieb:

      Ab und zu schaut der gewohnte Mensch noch heraus aus dem zerfallenden Körper, aber dann verschwindet das Ganze wieder im Nebel.
      Vernebelt ist etwas anderes als "aufhören zu sein".

      Pfingstrosen schrieb:

      Es gibt keinen ewig existierenden menschlichen Geist.
      Das habe ich auch nicht geschrieben.

      Sondern:

      Pfingstrosen schrieb:

      Da könnte man schon schlussfolgern, dass wir nur in ihm leben, das andere ist nur existieren.
      Das habe ich geschrieben.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Guten Abend Simon!

      Seele1986 schrieb:

      Das "Gefängnis" ist der Tod, natürlich. Und die Geister sind Menschen, denn es geht um Menschen und nicht um irgendwelche anderen...

      Kennst du noch andere Bibelstellen, die den Tod als ein „Gefängnis“ bezeichnen? Ich möchte es nicht ausschließen (wäre interessant). Aber: Wäre das „Gefängnis“ in 1.Petrus 3, 19 der Tod, dann hätte es Sinn gemacht, dass Jesus denen in diesem Gefängnis predigte, als er auch tot (und selbst in diesem Gefängnis) war. Stattdessen schreibt Paulus, dass er denen im Gefängnis „in dem Geist predigte, in welchem er lebendig gemacht worden war“. (Natürlich hätte ein toter Jesus ohnehin niemanden etwas verkünden können; genauso wenig hätte ein lebendiger Jesus einem buchstäblich Toten etwas verkünden können)...

      Das die „Geister“ automatisch Menschen sein sollen, nur weil es um Menschen geht ist meiner Meinung nach nicht haltbar. Auch in 2. Petrus 2, 4 nennt Petrus nicht nur die Gerichte an Menschen, sondern auch die Bestrafung der ungehorsamen Engel als warnendes Beispiel – obwohl es doch auch an dieser Stelle um Menschen geht.

      Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man eine Bibelstelle so wörtlich und einfach nehmen sollte, wie es möglich ist, vorausgesetzt, dass dieses Verständnis dann immer noch mit der Gesamtaussage der Bibel übereinstimmt. Ich hatte bereits an anderer Stelle gefragt:

      Gane MacShowan schrieb:

      -Gab es zur Zeit Noahs buchstäbliche „ungehorsame Geister“? Ja, siehe 1. Mose 6, 1-4!

      -Gab es diese „ungehorsamen Geister“ zur Zeit der Auferstehung Jesu immer noch? Ja, siehe Judas 1, 6!

      -Hat Petrus noch an anderer Stelle auf diese „ungehorsamen Geister“ Bezug genommen? Ja, siehe 2. Petrus 2, 4!

      -Wird von den "ungehorsamen Geistern" auch noch an anderen Stellen gesagt, dass sie "gefangen" sind? Ja, siehe Judas 1, 6 und 2. Petrus 2, 4!

      Was spricht also dagegen, den Ausdruck „Geister“ wörtlich zu nehmen und auf jene ungehorsamen Engel zu beziehen, die zur Zeit Noahs sündigten, und sich zur Zeit Jesu bereits in einem Zustand der Gefangenschaft (in Erwartung des Gerichts) befanden? Das natürlichste (und wörtlichste) Verständnis dieser Textpassage würde einfach nur besagen, dass Jesus sich nach seiner Auferstehung am dritten Tag als Herold betätigte, und Geister (nicht-fleischliche Wesen) aufsuchte, "die einst ungehorsam waren, als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs".

      Alles andere sind spekulative Aussagen, die sich mit anderen klaren biblischen Aussagen nicht vertragen.

      Seele1986 schrieb:

      Der Punkt ist nicht, ob diese Geister schon Bewusstsein vor Jesu Erdenleben hatten, sondern er hat sie mit sich erweckt...

      1. Thessalonicher 4, 13-16 (Elberfelder 2008): Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die Übrigen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, wird auch Gott ebenso die Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen;

      Seele1986 schrieb:

      Schaut man etwas weiter, dann heißt es: Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist. (1. Petr 4,6)

      Und wer sagt, dass diese „Toten“ mit den „Geistern“ aus (1. Petrus 4,6) identisch sind? Ich sehe hier eher einen Zusammenhang zu den folgenden Aussagen:

      Matthäus 8, 22 (Elberfelder 2008): Jesus aber spricht zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!

      Kolosser 2, 13 (Elberfelder 2008): Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in dem Unbeschnittensein eures Fleisches, hat er mit lebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat.

      1. Timotheus 5, 6 (Elberfelder 2008): Die aber in Üppigkeit lebt, ist lebendig tot.

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Kennst du noch andere Bibelstellen, die den Tod als ein „Gefängnis“ bezeichnen? Ich möchte es nicht ausschließen (wäre interessant). Aber: Wäre das „Gefängnis“ in 1.Petrus 3, 19 der Tod, dann hätte es Sinn gemacht,...
      Ich kenne keine einzige Bibelstelle, die das Grab bzw. den Tod als Gefängnis bezeichnen. Und warum nur den Toten aus der Zeit Noahs ?

      Die Sünde wird aber sehr wohl als ein Gefängnis dar gestellt. Die Sünde hält den Menschen gefangen. Und der Teufel ist der Herr der Sünde, der Gefängnis Wärter.

      Die Petrus Stelle ist - ohne jetzt den Herrn Platon im Hinterkopf zu haben - einfach zu erklären.

      Noah ging zu seiner Zeit im Sinne und im Geist Jesu zu seiner Zeit her, den Menschen, die zu seiner Zeit im Gefängnis der Sünde gefangen waren, die Rettung durch Gottes Erbarmen zu predigen. Sie brauchten bloß inb die Arche zu kommen.

      Heute ist der Glaube an Gottes Erbarmen genau so wie damals die rettende Arche.

      Liebe Grüße von Reginald.
    • Hallo Reginald!

      benSalomo schrieb:


      Die Petrus Stelle ist - ohne jetzt den Herrn Platon im Hinterkopf zu haben - einfach zu erklären.

      Noah ging zu seiner Zeit im Sinne und im Geist Jesu zu seiner Zeit her, den Menschen, die zu seiner Zeit im Gefängnis der Sünde gefangen waren, die Rettung durch Gottes Erbarmen zu predigen. Sie brauchten bloß inb die Arche zu kommen.
      Dann hätte Petrus ja schreiben können: "In diesem ist er auch hingegangen und hat den Menschen im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren..."! Stattdessen hat er aber von Geistern gesprochen. Das wäre unpassend gewesen, wenn es tatsächlich um das ginge, was Noah einst im Geiste Jesu seinen Mitmenschen verkündigt hat.

      Dazu kommt, das hier eine andere zeitliche Reihenfolge vorliegt:

      Petrus schrieb nicht: "In diesem war er auch einst hingegangen und hat...", sondern: "In diesem (=jenem Geist, in welchem er nach seinem Tod wieder lebendig geworden ist; siehe Vers 19!!!) ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren"!

      Für das Thema dieses Threads ist das ganze ohnehin Off-Topic. Ein Beweis für die Existenz "unsterblicher Seelen" liegt hier nicht vor (darüber sind wir uns ja einig)..

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Petrus schrieb nicht: "In diesem war er auch einst hingegangen und hat...", sondern: "In diesem (=jenem Geist, in welchem er nach seinem Tod wieder lebendig geworden ist; siehe Vers 19!!!) ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren"!
      Ist grammatisch vollkommen in Ordnung; kann man so schreiben.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)