Unverständliche oder schwer verständliche Bibelstellen

    • Wir müssen mündige Christen werden.

      Für mich heißt das biblisch, nicht nur die Milch mit der festen Speise zu tauschen, sondern auch ab einem gewissen Lebensalter mit meiner Gefühlswelt, Denk- und Handlungsweise zuerst vor Gott und danach vor Menschen Verantwortung in vollem Ausmaß zu übernehmen. Damit fällt auch die Methode weg, die Gemeinde(leitung) denkt und ich brauche nur machen, was die sagen. Damit werde ich schon richtig liegen.

      In der Praxis sieht das so aus, sich durchaus mit anderen Gedanken und Meinungen egal ob christlich oder weltlichen Dingen zu befassen. Bin ich zu einem Ergebnis gekommen, welches nicht von der großen Masse meiner Gemeinde bejaht wird, lasse ich mir auch kein schlechtes Gewissen machen. Bedingung ist natürlich, es muss mit der Bibel übereinstimmen.
      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.
    • Hesekiel 28,15

      Die Frage bleibt, wie es möglich war, dass ein guter Engel >>böse<< wurde!?

      Denn in dem doch als strahlender LICHTENGEL LUZIFER *** (Jesaja 14,12) g u t geschaffen Geschöpfe Gottes - musste "auf sehr geheimnisvolle - unerklärliche - nicht verstandesmäßig fassbare Weise" sich der "GEIST DER ÜBERHEBLICHKEIT" und der "GEIST DER AUFLEHNUNG" entwickelt haben (Hesekiel 28,14.15)
      8 verschiedene Bibel-Übersetzungen: zu Hesekiel 28,15:
      1. Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde. (Lutherbibel 2017)
      2. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Unrecht an dir fand. (Elberfelder Bibel)
      3. Als ich dich schuf, warst du untadelig und vollkommen, doch dann fingst du an, Unrecht zu tun. (Hoffnung für Alle)
      4. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. (Schlachter 2000)
      5. Untadelig warst du auf deinen Wegen seit dem Tag, an dem du erschaffen wurdest, bis Unrecht an dir gefunden wurde. (Zürcher Bibel)
      6. Vollkommen hatte ich dich geschaffen und du bliebst es, bis du in Sünde fielst. (Gute Nachricht Bibel)
      7. Ohne Tadel war dein Verhalten seit dem Tag, an dem man dich schuf, bis zu dem Tag, an dem du Böses getan hast. 3 bis zu dem Tag, an dem du Böses getan hast, wörtlich: bis an dir Schlechtigkeit gefunden wurde. (Einheitsübersetzung)
      8. Unsträflich warst du in all deinem Tun vom Tage deiner Erschaffung an, bis Verschuldung an dir gefunden wurde. (Menge Bibel)


      siehe hierzu auch:
      >Möglichkeit zu sündigen< ergibt sich aus der Willensfreiheit des Menschen! vom
      13. April 2017

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      ***
      Vulgata: zu Jesaja 14,12: Latein:
      12 Quomodo cecidisti de cælo, Lucifer, qui mane oriebaris ? corruisti in terram, qui vulnerabas gentes ?

      Deutsch:
      Einheitsübersetzung: zu Jesaja 14,12 mit Anmerkung 1
      12 Ach, du bist vom Himmel gefallen, du strahlender Sohn der Morgenröte. Zu Boden bist du geschmettert, du Bezwinger der Völker.1
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      1: 12-21: Der Text verwendet mythische Bilder. Nach babylonischer Anschauung wurde Helel, der Sohn der Morgenröte, in die Unterwelt gestürzt, als er in den Himmel aufsteigen wollte.

      Die Neue evangelistische Übersetzung (NEÜ) bringt hierzu folgende Anmerkung: Die lateinische Bibel (Vulgata) hat diesen Ausdruck mit Luzifer = "Lichtbringer" übersetzt. Von daher wurden die Verse 12-15 in Verbindung mit Lukas 10,18 oft auf den Fall Satans gedeutet. Direkt spricht der Abschnitt aber – wie die Verse vorher und nachher – vom Fall des Königs von Babylon.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Warum wird bei der Engellehre vom einfachen reformatorischen "allein die Schrift/die Schrift legt die Schrift aus" abgewichen?

      Das ist gnostisch-antichristlicher Einfluss.

      Wenn ich die mir bekannten Bibeltexte zusammenfasse, ergibt sich folgendes Bild:

      1. Die Engel, auch der "Sohn der Morgenröte", wurden in der Genesis/Paradies/"Eden" erschaffen, nicht davor.

      2. Ihre Bestimmung war der Dienst am Menschen und als Botschafter Gottes. Sie sind also den Menschen ursprünglich untergeordnet, nicht über.

      3. Der Sündenfall war keine alleinige Idee Luzifers/der Schlange, sondern die ersten Menschen machten seine Idee zu ihrer ("Verschwörung"). Dadurch verloren sie ihre Herrschaft über die Schöpfung an Luzifer/Satan: Ursünde = Unglaube gegen Gott und sein Wort.

      4. Die Sünde kann daher nur durch die Menschwerdung Gottes/den "Menschensohn" überwunden werden, nicht durch "Gehorsam" der Kinder Adams.

      5. Der "Kopf der Schlange" wird erst am Ende/nach dem Millennium/bei der neuen Schöpfung "zertreten". Bei der Kreuzigung Jesu wurde die "Ferse gestochen", welche durch seine Auferstehung "geheilt" wurde.

      6. Die antichristliche Weltmacht (Daniel, Offenbarung) täuscht eine scheinbar "ähnliche" Erlösungsgeschichte vor, mit "Ausreißen dreier Mächte/tödlicher Wunde" (Dan. 7, Offb. 13). Tatsächlich aber ändert sie dabei Gottes Wort.

      Falls ich eine Text übersehen oder missverstanden habe, bitte aufzeigen!
    • freudenboten schrieb:

      1. Die Engel, auch der "Sohn der Morgenröte", wurden in der Genesis/Paradies/"Eden" erschaffen, nicht davor.
      Ich sehe das anders; bin der Meinung, dass zuerst die Engel da waren, bevor Gott vor ca. 13,7 Milliarden Jahren mit dem "Urknall" die Schöpfung des Universums/Weltalls begonnen hatte.
      Welche Bibelstellen hast Du für deine Auffassung?
    • Wie ist Epheser 2,15 zu verstehen?

      In Epheser 2,15 lesen wir: " Er hat das Gesetz, das in Gebote gefasst war, abgetan, ..."

      Hier stellt sich die Frage: Was versteht Paulus unter "das Gesetz, das in Gebote gefasst war" ?


      Sind es:
      1. die 613 Mosaischen Gebote (darinnen enthalten die 10 Gebote!) oder
      2. Nur die 10 Gebote ?
      zu 1.) Wenn es die 613 Gebote sind, dann sind nur die 613 - 10 = 603 Mosaischen Gesetze abgetan und --------damit aufgehoben!

      zu 2.) Die Formulierung "das Gesetz, das in Gebote gefasst war" spräche hier an und für sich dafür, dass --------es sich hierbei um die Zehn Gebote handeln könnte; diese wären damit durch Paulus hier in --------Eph.2,15 abgeschafft und aufgehoben! ==> Dies wiederum wäre ein Widerspruch zu der Aussage --------Jesu in der Bergpredigt (= das "Programm" Jesu!), wonach Jesus die Thora - und damit die 10 --------Gebote .. n i c h t .. aufgehoben hatte. (Mt.5,17); diese Auffassung ("10 Gebote gelten für uns --------Christen nicht mehr, sondern sind durch das Gesetz Christi ("Liebe Gott und deinen Nächsten!") --------aufgehoben worden!") vertreten Teile der Evangelischen Kirche und die Zeugen Jehovas.

      Also wieder eine sehr schwer verständliche Stelle des Neuen Testamentes

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      In Epheser 2,15 lesen wir: " Er hat das Gesetz, das in Gebote gefasst war, abgetan, ..."

      Hier stellt sich die Frage: Was versteht Paulus unter "das Gesetz, das in Gebote gefasst war" ?


      Sind es:
      1. die 613 Mosaischen Gebote (darinnen enthalten die 10 Gebote!) oder
      2. Nur die 10 Gebote ?

      Der Text ist sehr ernsthaft zu meditieren - dikutieren - den Nachforsvchungen (nomos/ entolh) zu unterwerfen.


      Nur : Manche Übersetzer wollen halt unbeding Neues bringen : Den zweite Teil Deines Ziates kann ich nicht nachvollziehen, vion wegen "in Gebote gefasst" und "Abgetan".
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • GESTORBEN UND FREI VON DER SÜNDE?

      Römer 6,7: Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.

      Wer sein Leben lang gesündigt hat, der wird wenn er gestorben ist; doch nicht frei von der Sünde, sondern den erwartet das GERICHT GOTTES NACH DEM TODE, wie es in Hebräer 9,27 ("Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht") beschrieben wird.

      ===> Somit ist diese Stelle des Paulus aus Röm.6,7 schwer verständlich - und wäre wenn man diese wörtlich nehmen würde - auch gegen die Gerechtigkeit Gottes gerichtet.

      Aus den folgenden Versen (Römer 6,8ff. 8 - Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht über ihn herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal. ... 11 So auch ihr: Haltet euch für Menschen, die der Sünde gestorben sind und für Gott leben in Christus Jesus.) könnte man schließen, dass derjenige der Jesus als seinen Sündenheiland und seinen "Sündentilger" angenommen hat, dass der insofern nach seinem Tode "von der Sünde frei geworden ist". Besonders Vers 10 würde dies nahelegen.

      Es wäre besser gewesen Paulus hätte Römer 6,7 wie folgt übersetzt:
      >>Denn wer in Jesus Christus gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.<<
      ===> Dennn das Blut Jesu Christi reinigt ihn (= den Gläubigen) von aller Sünde! (1.Joh.1,7) Dann wäre der Satz verständlicher gewesen!

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    • Lieber Norbert,

      nein, so ist der Bibelvers nicht gemeint. Es steht wohl "gestorben", aber Paulus spricht nicht vom leiblichen Tod!
      Paulus spricht von der "Umkehr" vom sündigen Leben. Wer Busse getan hat und vom sündigen Weg umgekehrt ist, der ist dem alten Leben gestorben. Weil er nun dem inneren Christus folgt und dieser ihn erfüllt, befindet er sich nicht mehr in der Sünde, denn Christus oder der Heilige Geist führt einem nicht in die Sünde, sondern verhilft durch Seine Kraft, die Gebote Gottes zu halten.

      Genau hier sehen wir die Problematik des "wörtlichen" Lesens!

      Lieben Gruss
      Hans
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge
    • WIDERSPRUCH ZWISCHEN APG.9,7 UND APG.22,9?

      Einen offensichtlichen Widerspruch scheint es innerhalb der Apostelgeschichte des Lukas zu geben und zwar zwischen Apostelgeschichte 9,7 und Apostelgeschichte 22,9, wo es um das Bekehrungserlebnis des Saulus/Paulus geht. In Apg.9,7 berichtet der Evangelist Lukas davon und in Apg.22,9 berichtet Paulus selbst von seiner Begegnung mit dem auferstandenen Herrn.

      Bibelstelle

      Apg. 9,7: "Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden."


      Bibelstelle

      Apg. 22,9: "Die aber mit mir waren, sahen zwar das Licht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht."


      In Apg. 9,7 hören die Männer die Stimme - in Apg. 22,9 hören die Männer die Stimme nicht! ===> Also total diametral entgegengesetzt!
      In Apg. 9,7 sehen die Männer niemanden - in Apg. 22,9 sehen die Männer das Licht!

      Hat sich Lukas in seinem ersten Bericht(Apg.9,7) verschrieben? Es ist anzunehmen, dass Paulus, wenn er in direkter Rede (in Apg.22,9!) von diesem Erlebnis berichtet, dass er dann den genauen Ablauf schildert.

      Wer kann diesen biblischen Widerspruch auflösen?

      Ich will mal - habe ich aber gerade nicht zur Hand- da ich z.Z. in der Stadtbücherei bin - in dem Telos-Buch : "100 Fragen zur Bibel" nachschauen, ob die darüber etwas schreiben. Vielleicht hat ein Forumsteilnehmer daheim auch dieses Buch und könnte nachsehen?

      Wenn ich es nachgelesen habe, werde ich mich dann hier wieder melden.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wer kann diesen biblischen Widerspruch auflösen?
      Vielleicht kannst du mit dieser Ausarbeitung etwas anfangen

      Widerspruch_Apg_9_7_und_22_9.pdf

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Liebe Elli,
      Danke für Deinen Hinweis von Widerspruch_Apg_9_7_und_22_9.pdf
      Daraus folgendes Zitat:

      Aber der griechische Grundtext benutzt in beiden Fällen dasselbe Verb (Tätigkeitswort), das jedoch
      auch „das Gehörte verstehen“ bedeuten kann. Das ist wahrscheinlich in Apg. 22 der Fall. Also
      besagt Apg. 9, daß die Männer die Stimme akustisch wahrnahmen; und Apg. 22 ergänzt, daß sie
      nicht verstanden, was sie hörten.
      Also handelt es sich nicht um einen Widerspruch, sondern um eine gegenseitige Ergänzung: Sie
      sahen Jesus nicht, der mit Saulus redete, aber sehr wohl das Licht, das Ihn umgab. Sie hörten die
      Stimme des Herrn, aber sie verstanden nicht, was Er zu Saulus sagte.
      Detlev Fleischhammel
      06.06.2007
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Einen offensichtlichen Widerspruch scheint es innerhalb der Apostelgeschichte des Lukas zu geben und zwar zwischen Apostelgeschichte 9,7 und Apostelgeschichte 22,9

      Norbert Chmelar schrieb:

      Ich will mal - in dem Telos-Buch : "100 Fragen zur Bibel" nachschauen, ob die darüber etwas schreiben.
      Dort steht folgendes: "Das griechische Wort, das für Stimme vewendet wird, ist phönä, was Ton, Schall, Stimme und zwar von leblosen Dingen (1.Kor.14,7+8), Tieren oder Menschen sein kann. Wenn es nun in Kap.9 heißt, die Männer hätten die phonä gehört, dann klärt uns Kap. 22 auf, daß sie dabei nur einen Schall hörten, die Stimme aber nicht hörten, d.h. den Wortlaut nicht vernahmen. Ein wenig griechische Grammatik kann uns das Ganze noch unterstreichen. In Kap. 9 steht steht das griechische Wort für hören, akouein, mit dem Genitiv, in Kap.22 mit dem Akkusativ. akouein mit dem Akkusativ betont den Inhalt des Gehörten.

      Umschreibend übersetzt können wir die beiden Wendungen wie folgt wiedergeben: <<Die Männer vernahmen den Schall>> (Apg.9,7) und <<die Stimme selbst hörten sie nicht>> (Apg.22,9). Um es überdeutlich zu machen, fügt Paulus in seinem Zeugnis ausdrücklich hinzu: <<die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht>>. Tatsächlich verstand nur Paulus, was der erhöhte Herr zu ihm sagte. Für die andern war die Stimme so unverständlich wie in Joh. 12 den Leuten, die meinten, es habe gedonnert, als der Vater zum Sohn sprach (V. 28 + 29). Jene Leute hörten auch einen Schall, die Stimme aber vernahmen sie nicht. ...

      So ergibt sich folgendes Bild: Paulus sieht, von himmlischem Licht umgeben, Jesus von Nazareth und hört aus seinem Mund die an ihn gerichteten Worte. Die Reisebegleiter ("die Männer") sehen lediglich ein blendendes Licht und hören einen unverständlichen Schall."

      (zitiert aus: Benedikt Peters + Bruno Schwengeler: 100 FRAGEN ZUR BIBEL - <<Schwierige>> Stellen und ihre Erklärung, TELOS - Buch, Schwengeler-Verlag CH-9442 Berneck, 2. Auflage Herbst 1989, ISBN-Nr. 3-85666-134-4, TELOS-Paperback NR. 1321, 240 Seiten auf Seiten 217 + 218 zur Frage 95. Widersprüche in der Bekehrungsgeschichte des Paulus?)


      PS: Hätte der Evangelist Lukas in Apg.9,7 schon das griechische Wort "phonä" mit >>Schall<< übersetzt, wäre niemand auf den Gedanken gekommen, dass es einen Widerspruch zwischen Apg.9,7 und Apg.22,9 geben könnte!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • 1Sam 15,3 : "So zieh nun hin und schlag Amalek. Und vollstreckt den Bann an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel."


      Diese schlimme und absolut unverständliche Stelle des AT - die keinen gnädigen und barmherzigen und erst recht keinen gerechten Gott aufzeigt (denn was können denn unschuldige Säuglinge für die Verbrechen der Amalekiter?)! - von der Feindesliebe Jesu ganz zu schweigen! - wird von Kritikern aller Religionen als "GEWALTVERHERRLICHENDER BELEG DER GEWALTTÄTIGEN RELIGIONEN des Judentums, des Christentums und des Islams" bezeichnet.

      Selbst wenn man den typisch ATlichen Satz: "JAHWEH wird die Schuld der Väter heimsuchen bis ins dritte und vierte Glied!"(2Mo 20,5 2Mo 34,7 4.Mose 14,18 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile
      5Mo 5,9) zu Grunde legen würde, ist 1. Samuel 15,3 für jeden Bibelleser eine Zumutung!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      1Sam 15,3 : "So zieh nun hin und schlag Amalek. Und vollstreckt den Bann an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel."


      Diese schlimme und absolut unverständliche Stelle des AT - die keinen gnädigen und barmherzigen und erst recht keinen gerechten Gott aufzeigt (denn was können denn unschuldige Säuglinge für die Verbrechen der Amalekiter?)! - von der Feindesliebe Jesu ganz zu schweigen! - wird von Kritikern aller Religionen als "GEWALTVERHERRLICHENDER BELEG DER GEWALTTÄTIGEN RELIGIONEN des Judentums, des Christentums und des Islams" bezeichnet.

      Selbst wenn man den typisch ATlichen Satz: "JAHWEH wird die Schuld der Väter heimsuchen bis ins dritte und vierte Glied!"(2Mo 20,5 2Mo 34,7 4.Mose 14,18 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile
      5Mo 5,9) zu Grunde legen würde, ist 1. Samuel 15,3 für jeden Bibelleser eine Zumutung!
      ... und doch steht dieser Text so in der Bibel.

      Mir zeigt es, dass da ein souveräner und heiliger Gott konsequent handelt. Er kann tun und lassen was er will. Für manchen mag das nach Willkür klingen, ist es aber nicht. So sehe ich das.
      Er ist eben nicht der alte Mann im Sessel, sich den Bart kraulend, sondern unser Schöpfer. Umso mehr sollten wir uns in Demut, Respekt und Gottesfurcht üben!
      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.
    • Norbert, hatten wir beide nicht schon über diesen Text geschrieben?

      Ich will es hier nochmal schreiben, weil ich meine Gedanken dazu durchaus für richtig halte; daran hat sich für mich nichts geändert.

      Die Amalekiter haben Männer, Frauen und Kinder ermordet; das wird im Text gesagt. Es muss dazu gesagt werden, auch wenn wir heute solch eine Vergeltung nicht mehr wollen und als Christen nicht mehr nötig haben. So war es aber.

      Ferner hatte ich dich nach Alternativen gefragt. Frauen und Kinder leben lassen? Dann werden sie Sklaven bzw. sind vogelfrei, denn eine Frau war nicht ihre eigene Herrin.
      Zumindest die Kinder leben lassen? Väter und Mütter ermordet, die Säuglinge und Kinder wären verreckt oder man hätte sie auch zu Sklaven machen müssen; Sklaven im Hause der Elternmörder.

      Das sind die durchdachten, menschlichen Aspekte. Der andere Punkt ist der, den jüngerjesu schon genannt hat: Gott wollte dort nichts übrig lassen. Die Bosheit bringt den Tod.
      Es gibt eben auch Beispiele, wo Gott dieses Gesetz durchsetzt, das er verheißen hat.

      Es ist übrigens heute nicht anders. Oder meinst du, da ist ein Unterschied, bloß weil der Befehl nicht mehr durch eine gewaltige Stimme direkt vom Himmel herabkommt?
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Römer 9,13: " wie geschrieben steht (Maleachi 1,2-3): »Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.« "

      Heiner Geißler (1930-2017) schrieb hierzu in seinem letzten Buch "KANN MAN NOCH CHRIST SEIN, WENN MAN AN GOTT ZWEIFELN MUSS?" hierbei von einem paranoiden Gottesbild und wirft Gott hier Ungerechtigkeit vor.

      In der Tat wird mit Mal.1,2f. und mit Röm.9,13 die göttliche Prädestination begründet (vertreten v.a. von Calvinisten und Teilen der Puritaner: >>Gott liebt die einen und hasst die anderen!<<)

      Heiner Geißler fragt hier m.E. zu recht: "Wie passt die Prädestination(=Vorherbestimmung) Gottes mit dem angeblichen Freien Willen des Menschen zusammen?" Geißler zitiert dann auch noch die folgenden Verse aus Römer 9:
      14 Was wollen wir hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne!
      15 Denn er spricht zu Mose (2. Mose 33,19): »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.«
      16 So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.

      Für Geißler bleibt dies aber dennoch unbefriedigend.

      Ich sehe aber gerade im ERBARMEN GOTTES die Lösung dieses vordergründigen Widerspruchs, warum Gott den Esau hassen aber Jakob lieben sollte, obwohl doch beide Brüder sind. Daher sehe ich insofern eine göttliche Vorherbestimmung, indem GOTT DIE LIEBE IST, die BARMHERZIGKEIT und das ERBARMEN; deshalb wird ER am Ende aller Äonen - am Ende aller Zeitalter sich auch denen erbarmen, von denen die Bibel spricht, Gott würde sie hassen. ===> Daher bleibt keine andere Lösung übrig, als die Lehre der Allversöhnung("Apokatastasis panton"), denn "GOTT WILL DASS ALLE MENSCHEN GERETTTET WERDEN!" 1Tim 2,4, siehe auch 1Tim 4,10f.( Elberfelder Bibel / Schlachter 2000)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Sacharja5

      5 Und der Engel, der mit mir redete, trat hervor und sprach zu mir: Hebe deine Augen auf und sieh! Was kommt da hervor?
      6 Und ich sprach: Was ist das? Er aber sprach: Das ist die Tonne, die da hervorkommt – und sprach weiter: Das ist ihre Sünde im ganzen Lande.
      7 Und siehe, es hob sich der Deckel aus Blei, und da war eine Frau, die saß in der Tonne.
      8 Er aber sprach: Das ist die Gottlosigkeit. Und er stieß sie in die Tonne und warf den Klumpen Blei auf die Öffnung.
      9 Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, zwei Frauen traten heran, und Wind war unter ihren Flügeln, und sie hatten Flügel wie Storchenflügel. Und sie trugen die Tonne zwischen Erde und Himmel dahin.
      10 Und ich sprach zum Engel, der mit mir redete: Wo tragen diese die Tonne hin?
      11 Er aber sprach zu mir: Dass ihr ein Haus gebaut werde im Lande Schinar. Und wenn es vollendet ist, wird sie dort abgestellt an ihrem Platz.

      Sacharja habe ich eigentlich noch nie studiert. Würde gerne eine kurze Einordnung dazu lesen...hat da jemand etwas passendes für mich?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Ich versuche mal in dem Buch von Norbert Lieth über den Propheten Sacharja hierzu etwas nachzulesen - habe das aber gerade nicht griffbereit, weil ich im Schdfer. Familienzentrum bin. Melde mich dann wieder...
      MfG
      NCH

      PS: Mein Versuch einer Auslegung: Die Tonne mit der Sünde und der Gottlosigkeit wird "zwischen Himmel und Erde" getragen - wohl von zwei Engeln (Michael + Gabriel?) - symbolische Darstellung des "zwischen Himmel und Erde" hängenden Jesus Christus, der alle diese Sünden (>>"Tonnenschwere" Last für den Sohn Gottes!<<)auf sich genommen hatte. Das sogen. "Haus", das der Sünde gebaut wurde, ist der Körper Jesu Christi, der diese mit seinem Leibe getragen hatte.
    • "Damit deine Sünde gesühnt sei"

      Jesaja 6,7: "und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei."

      Da scheint es den Anschein zu haben, dass man auch ohne >>das Blut Jesu<< von seiner Sünde befreit werden könne...
      Jesaja 6,7 ist angesichts des Neuen Testamentes schwer verständlich, oder...?