Wie legt man Hebräer 9,23 vernünftig aus?

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    • Die völlige Auslöschung des Bösen nach den 1000 Jahren ist biblische (Offenbarung 20) und STA-Lehre.

      In meinem Beitrag (s.o.) ist ersichtlich, warum die Idee einer Verunreinigung des Himmels durch Sünden, für die Jesus gestorben ist, nicht neutestamentlich (obwohl STA-Pioniere so lehrten)) ist. Im AT konnte das Blut der Sündopfer-Tiere nur "prophetisch" und für den persönlich Glaubenden die Sünde vom Sünder auf das Heiligtum/Priestertum übertragen, bis zum jährlichen Entsühnungstag (Sündenbock-Ritus). Jesus nahm die Sünde der Welt "von Adam an" ein für allemal auf sich, überwand Sünde und Tod, führt einen sündlosen Mittlerdienst (als Mitleidender/Mitfühlender) aus, bis zum antitypischen "Entsühnungstag" = Wiederkunft.
      Der AT-Hohepriester konnte den "Verkläger" (siehe Buch Hiob) nicht aus dem Himmel werfen, aber Jesus tat es (einmalig) bei seiner Entrückung. "Wehe aber der Erde ..." (Offb. 12:12.) Sünde gibt es noch auf Erden bis zur Reinigung/Entsühnung durch die Wiederkunft u.s.w.
      Die Idee einer Reinigung "vor der Wiederkunft" ist calvinistischer/puritanischer/pietistischer Herkunft.
    • Stofi schrieb:

      Dann ist diese Prophetie eben nicht für dich,
      Diese Auslegung ist nicht für mich, das stimmt.

      Johannes2 schrieb:

      Die Berechnung kam aus der Millerbewegung, die sich aus Gläubigen verschiedener Richtungen zusammen setzte. Eine kleine Gruppe, die sich danach weiter damit beschäftigt hatte, zu der auch EGW gehörte, gründete 1863 die STA
      Wie ich ja sagte: es dient dann nicht mehr einer christlichen Botschaft, sondern der Konfessionsgründung.
      Dass die STA das errechnet hätten, habe ich nicht geschrieben.

      Ich sprach allgemein von der Adventbewegung. Die Millerbewegung war eine Adventbewegung.
      Die "Siebenten-Tags-Adventisten" kamen später.
      Wenn man sich aber unter eben dieser Historie und Auslegung auf 1844 beruft, dann ist es letztlich auch Pott wie Deckel, wie das Ding am Anfang hieß oder wie es später hieß ...

      Es spricht jeder erstmal für sich selbst. Wenn aber jemand sagt: "Ich vertrete die Lehre XY", dann darf ich doch darauf Bezug nehmen, oder nicht?
      Wenn er dann Feinheiten doch anders sieht, dann muss er oder sie sich erklären; ich kann das nicht wissen und nicht riechen.

      Wenn man aber auf diese Lehre pocht, diese dann aber gar nicht vertritt, dann wird es schon seltsam.

      Mit wem soll man sich dann unterhalten?
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Der Erklärungsbedarf ergibt sich für jeden STA, der mit der Frage konfrontiert wird: Warum 1843/44 nicht die Wiederkunft Christi stattfand, wie von W. Miller, s. Snow u. a. verkündet wurde. Sucht man nach einer biblischen/erlösungsgeschichtlichen Erklärung, ohne den Text zu vergewaltigen, oder wiederholt (traditionell) man die Ansätze, welche die Gruppe Enttäuschter (Edson, Crosier, Hahn, White, Bates u. a.) nach 1844 erarbeiteten?
      Die "Ausrede" einer "Reinigung des Allerheiligsten" vor der noch ausstehenden Wiederkunft Christi, der Einfluss der ST-Baptisten sowie freimaurerisch/gnostische "Engel"-Lehren begründen die Lehre der traditionellen STA, welche E. White-Literatur für "bibelgleich" halten.
      Alternative Ansätze (Desmond Ford) scheiterten am Mangel historischer Unaufrichtigkeit gegenüber der Daniel/Offenbarung- Zeitprophetie.
      Meiner Ansicht nach machen sich die STA als Denomination etwas vor, wenn sie die Bewegung von 1844 für die "Übrigen" aus Offenbarung 12 halten. Traditionelle STA verachten (Puritanisch/pietistischer Dispensationalismus) den "Sinaibund" wie es die "Väter" der römischen Kirchen (Ersetzungstheologen) taten.

      Biblisch gesehen (Römerbrief 11) sind die "Übrigen" sowohl treu zum "Sinaibund" als auch zum "Zeugnis Jesu". Auf dieser Basis lassen sich die STA kritisch bewerten und, wenn möglich, korrigieren.

      Eine offene Zukunft für STA gibt es meiner Meinung nach nur durch eine "Neubewertung" der "Siebten Posaune" (Offb. 10/11, nicht zu verwechseln mit der letzten Pos.)
    • freudenboten schrieb:

      STA, welche E. White-Literatur für "bibelgleich" halten.
      D a s ist u n z u l ä s s i g e Erhöhung - welche EGW selbst nicht wollte(!) und daher abzulehnen !

      freudenboten schrieb:

      Traditionelle STA verachten (Puritanisch/pietistischer Dispensationalismus) den "Sinaibund" wie es die "Väter" der römischen Kirchen (Ersetzungstheologen) taten.
      Dies ist ebenso abzulehnen - ist zudem anti-semitisch(Röm.9-11!)und anti-biblisch(---> siehe 4.Mos.22-24(v.a. 4.Mos.23,19!)/ Ps.14,7/ Röm.9,4/ Röm.11,1.2.26.29) und verstösst gegen Jesu Aussage: "Das Heil kommt von den Juden!" (Joh.4,21)

      freudenboten schrieb:

      eine "Neubewertung" der "Siebten Posaune" (Offb. 10/11, nicht zu verwechseln mit der letzten Pos.)
      Bitte ausführlich(!!!) erklären - verstehe nämlich nur Bahnhof!
    • Offenbarung 10 (bes. Vers 6.) entfaltet die Daniel 12-Prophezeiung (bes. Vers 7.), die schon Daniel 8:bes. V.13.ff begann. Unter dem himmlischen Aspekt wird dieses Geschehen schon Daniel 7:9.10. erwähnt.

      W. Miller deutet das Ende der 2300 Jahre (Daniel 8.14; ab 457 vor Null, Esra 7) als Erfüllung des "Entsühnungstags-Ritus" (Levitikus 16:30.). er kam auf diese Deutung durch die King-James-Bibel, welche irrtümlich "rechtfertigen/zadak" mit "reinigen/kappar/tahar" wiedergibt (so LXX, Vulgata). Offizielle STA-Theologen erkennen den Unterschied zwischen zadak und kappar nicht an, oder sind unsicher. Die Typologie von Levitikus 16:17.-22. erfordert die Wiederkunft Christi, welche die Milleriten 1843/44 erwarteten, ohne Erfolg. Der Millerit Samuel Snow korrigierte die Erwartung auf den 7. Neumond (genau 10.07. nach Passah = 22.10. gregorianisch) des Jahres 1844, Jesus kam nicht.

      Als die Milleriten sich 1843/44 bewusst wurden, dass der "Entsühnungstag" der 10. Tag des 7. Neumonds (Levitikus 23:27.) sein müsse, waren sie schon so "fixiert" auf die Wiederkunftserwartung, dass selbst den führenden Köpfen entging, was in Levitikus 23:24. steht: "Am ersten Tage des siebenten Monats ...Posaunenblasen..." d. h. die "Siebte Posaune" (Offb. 10:6.7. Kap. 11:15.-18.)

      Nach der "Enttäuschung" blieb die Gruppe um Edson, Crosier, Hahn, White, Bates u. a. bei der Auffassung, Daniel 8:14. = Entsühnungstag, mit der Erklärung: Jesus geht hinein ins Allerheiligste (Lev. 16:12.15.), kommt aber erst nach unbestimmter/unbekannter Zeit wieder heraus.

      Wenn ich die Texte Daniel 7:9.10.13.14.26.27. Offenbarung 11:15.-18.19. ohne die STA-Brille anschaue, erkenne ich klar die Reihenfolge aus Levitikus 23:24.-27. wieder: erst die "Siebte Posaune" = Zeit des "himmlischen" Gerichts (keine Reinigung sondern Rechtfertigung), danach die "echte" Wiederkunft Christi mit "Reinigung"/"Entsühnung" (an einem Tag "Hineingehen" und "Herauskommen" Christi).

      Die Grundlage der Rechtfertigung im "Vorwiederkunftsgericht" ist nicht der "perfekte Charakter" der Heiligen sondern der Glaube Jesu, das Lebensbuch des Lammes, der Tod und die Auferstehung Jesu.
    • Hallo Norbert.

      So, wie Du nicht die offizielle Stimme der evangelischen Kirche bist, bin ich auch nicht die offizielle Stimme der STA.. Was meine Freikirche dazu zu sagen hat, kannst Du aber auf den Seiten des "Biblical Research Institute" nach lesen. Dieses ist eine Einrichtung unserer Welt-Kirchen-Leitung.

      Wenn Du schon solche schwer wiegenden Fragen stellst, musst Du sie auch an der richtigen Stelle stellen..

      Im Übrigen ist es der Standpunkt meiner Kirche und auch von Ellen White, dass biblische Erkenntnis keine starre Größe ist. Sie ist von ihrem Wesen her vielmehr dynamisch geprägt ist.

      Liebe Grüße von benSalomo.