Warum hat Judas Jesus verraten?

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    • Warum hat Judas Jesus verraten?

      Was waren die Motive des Judas Iskariot für seinen Verrat an Jesus von Nazareth?

      Darüber wurde schon viel geschrieben! Heute kam im RADIO HOREB darüber auch ein Beitrag vom Heidelberger Neutestamentler Prof. Dr. Klaus Berger.

      Prof Berger erklärte die Motivation des Judas: Er wollte nach dem triumphalen Einzug Jesu als Messias am Palmsonntag - aus Liebe zu seinem Volk - so Berger - dass Jesus "aus dem Verkehr gezogen werden sollte". Judas wollte aber nicht Jesu Tod - und als die Hohenpriester Jesus dem röm. Statthalter Pilatus überliefert hatten, was nur das Todesurteil wegen Hochverrats ("König der Juden = Feind des Kaisers!" ---> siehe Joh. 19,12) bedeuten konnte, hatte Judas Jesus dem Tode ausgeliefert und darüber empfing er Reue und hat nach dem jüd. Gesetz ("Leben um Leben") gehandelt und sich erhängt.

      Also, was meint Ihr, war das Motiv des Judas Iskariot für seinen Verrat?

      Mögliche Antworten:
      1. ) Es war der Wille Gottes, um seinen Heilsplan zu vollenden!
      2. ) Es war Geldgier des Judas!
      3. ) Er wollte Jesus zwingen sich vor dem Hohen Rat als Messias zu bezeugen!
      4. ) Er wollte durch die Verhaftung durch die Hohenpriester erreichen, dass Jesus dann endlich
        sein Messianisches Reich auf Erden aufrichtet!
      5. ) Er wollte - wie Berger sagte - Jesus "aus dem Verkehr ziehen, damit er nicht von den Römern
        wegen Hochverrats als "König der Juden" verhaftet würde" und im Hohen Rat quasi in
        Sicherheit bringen!
      6. ) Er wurde vom Satan besessen und Satan drängte Judas dass er Jesus verraten solle, weil Satan
        Jesu Tod am Kreuz wollte!
      7. ) Er war von Jesus - trotz aller Wunder, die er miterlebte - enttäuscht, weil er die
        Römer-Unterdrückung nicht beseitigt hatte!
      8. ) Sonstiges!
      Zusatzfrage: Wird Judas für alle Ewigkeit in der Hölle verdammt? Man bedenke, dass Jesus bei seiner Verhaftung zu Judas laut dem Evangelisten Matthäus "Freund" sagte! (---> siehe Mth.26,50)

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Was waren die Motive des Judas Iskariot für seinen Verrat an Jesus von Nazareth?


      Darüber wurde schon viel geschrieben! Heute kam im RADIO HOREB darüber auch ein Beitrag vom Heidelberger Neutestamentler Prof. Dr. Klaus Berger.
      ...
      Und wenn hier auch noch darüber geschrieben wird, führt das zu keinem Erkenntnisgewinn, denn keiner von uns kannte Judas und die Heilige Schrift erklärt seine Motive ebensowenig, wie seine Persönlichkeit. Sie erwähnt nur, dass Satan Einfluss hatte, warum und wieweit ist nicht geoffenbart.

      Was soll so ein "Herumstochern im Nebel" denn bringen?
      Liebe Grüße, Heimo
    • Hi

      Für mich gibt es in dem Zusammenhang genau zwei Dinge, die für mich gesichert sind:
      Punkt 1 ist es sicherlich nicht.
      Und Satan ihn verführt es zu tun, was letzten Endes das Motiv war, bleibt im dunkeln.
      Es wäre auch nicht gewinnbringend es zu wissen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Der im Samen enthaltene Keim wächst durch die Entfaltung des Lebensprinzips, welches Gott hineingelegt hat. Seine Entwicklung hängt nicht von menschlicher Kraft ab. So verhält es sich auch mit dem Reich Christi. Es ist eine neue Schöpfung. Die Grundsätze, nach denen es sich entwickelt, sind gerade das Gegenteil von denen, welche die Reiche dieser Welt beherrschen. Irdische Regierungen herrschen durch Machtanwendung, sie behaupten ihre Herrschaft durch Waffengewalt und Krieg; aber der Gründer des neuen Reiches ist der Friedensfürst. Der Heilige Geist versinnbildet weltliche Reiche durch Raubtiere, aber Christus ist „Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt“. Daniel 7,17. In seinem Regierungsplan kommt keine Gewalt des Fleisches zur Anwendung, um das Gewissen zu zwingen. Die Juden erwarteten, daß das Reich Gottes in derselben Weise aufgerichtet werden würde, wie die Reiche dieser Welt. Um die Gerechtigkeit zu fördern, nahmen sie ihre Zuflucht zu äußerlichen Maßregeln. Sie schmiedeten Pläne und erfanden allerlei Methoden. Christus aber prägt den Grundsatz der Wahrheit und Gerechtigkeit ein und wirkt dadurch gegen Irrtum und Sünde. {CGl 75.3}


      Diese Wahrheit hat Judas nicht akzeptiert. Aus welchem Grund, das werden wir erst verstehen, wenn es uns Gott beantworten wird.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • "Gottes Wege sind nicht unsere Wege!"

      Yppsi schrieb:

      Und Punkt 1 ist eh unmöglich, denn Gott benutzt ganz gewiß keinen Menschen in negativer Weise, um seinen Heilsplan zu vollenden!
      Man überlege nur mal - ich weiß es ist rein hypothetisch! - wenn Judas Jesus nicht verraten hätte, hätten ihn die Hohenpriester nicht an Pontius Pilatus ausliefern können - und es wäre ... k e i n ... Todesurteil gegen Jesus ergangen - und Jesus wäre nicht für unsere Sünden gestorben - und folglich wären wir bis heute nicht erlöst und errettet! ===> Somit könnte durchaus mit Punkt 1 argumentiert werden, denn "Gottes Wege sind nicht unsere Wege!" (Jes.55,8f + Röm.11,33)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Und Punkt 1 ist eh unmöglich, denn Gott benutzt ganz gewiß keinen Menschen in negativer Weise, um seinen Heilsplan zu vollenden!
      Man überlege nur mal - ich weiß es ist rein hypothetisch! - wenn Judas Jesus nicht verraten hätte, hätten ihn die Hohenpriester nicht an Pontius Pilatus ausliefern können - und es wäre ... k e i n ... Todesurteil gegen Jesus ergangen - und Jesus wäre nicht für unsere Sünden gestorben - und folglich wären wir bis heute nicht erlöst und errettet! ===> Somit könnte durchaus mit Punkt 1 argumentiert werden, denn "Gottes Wege sind nicht unsere Wege!" (Jes.55,8f + Röm.11,33)

      Norbert, du (und nicht nur du) vergißt immer wieder, daß Gott allmächtig ist.
      Er wußte wie es kommen würde.
      Wenn es anders gekommen wäre, dann hätte er es auch gewußt. Dann wäre es eben anders abgelaufen. aber er hätte es gewußt.
      Er ist allmächtig, allwissend!
      Er mußte nicht aus einer Notlage heraus, weil es anders nicht ging, einen Menschen benutzen.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Und Punkt 1 ist eh unmöglich, denn Gott benutzt ganz gewiß keinen Menschen in negativer Weise, um seinen Heilsplan zu vollenden!
      Man überlege nur mal - ich weiß es ist rein hypothetisch! - wenn Judas Jesus nicht verraten hätte, hätten ihn die Hohenpriester nicht an Pontius Pilatus ausliefern können - und es wäre ... k e i n ... Todesurteil gegen Jesus ergangen - und Jesus wäre nicht für unsere Sünden gestorben - und folglich wären wir bis heute nicht erlöst und errettet! ===> Somit könnte durchaus mit Punkt 1 argumentiert werden, denn "Gottes Wege sind nicht unsere Wege!" (Jes.55,8f + Röm.11,33)
      Auch wenn Gottes Wege nicht unsere Wege sind, opfert Gott deswegen nicht einen Menschen. Gott geht einem Jeden nach und versucht dieverlorene Seele zu ihm zurückzubringen. Übrigens solche hypothetischen Überlegungen bringen bei Gott nichts, es wäre sowieso so gekommen. Gott weiss was geschehen wird und trotzdem haben die Menschen den freien Willen. Dies ist ein Gedankengang den zumindest ich nicht richtig nachvollziehen kann, es ist für meinen Verstand nicht greifbar, aber ich glaube daran.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Hätte Judas nicht, dann wäre Jesus nicht ... - Die Idee, dass Judas ja eigentlich den Messias "gemacht" hat, indem er ihn auslieferte, ist schon was älter; ebenso gibt es die Idee (Amos Oz, Judas), Judas habe wirklich geglaubt, Jesus werde, weil er Gott ist, vom Kreuz herabsteigen, und dergleichen ...

      Seit wann ehrt die Schrift Menschen oder leitet von Menschen her?
      Es ist mit Judas, wie mit dem Pharao bei Mose: er war ein Gefäß zur Verherrlichung Gottes.

      Jesus sagte es, als er Judas den Bissen Brot gab, dass nun der Sohn verherrlicht werde; und dort steht: als er ihm vom Brot gab, da ging der Satan auf Judas.
      Judas verherrlicht durch seine Tat, aber er wird mitnichten dafür geehrt; sondern Jesus sagt: Wehe ihm, es wäre besser für ihn, er wäre nie geboren worden.

      Er verherrlicht, weil er zum Plan Gottes gehört. Alles gehört zum Plan Gottes und wurde auch angekündigt:

      Ihr Männer und Brüder, es musste das Wort der Schrift erfüllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas,
      der denen den Weg zeigte, die Jesus gefangen nahmen (Ps 41,10);
      denn er gehörte zu uns und hatte dieses Amt mit uns empfangen.
      Der hat einen Acker erworben mit dem Lohn für seine Ungerechtigkeit ...

      Und heute nennt man ihn Hakeldamach: Blutacker.

      Wäre es nicht Judas gewesen, dann wäre es ein anderer der Jünger gewesen; denn einer seiner Schüler musste ihn verraten.
      Nicht irgendein anderer, die berühmten "bösen anderen" (die wollten ihn ohnehin töten); sondern einer der Schüler Jesu, die ihn nämlich eigentlich liebhatten.
      Das zeigt sich daran, dass er mit dem Lohn sofort hingeht, den Acker kauft, und sich erhängt. Sein Leben hatte keinen Sinn mehr.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      Hätte Judas nicht, dann wäre Jesus nicht ... - Die Idee, dass Judas ja eigentlich den Messias "gemacht" hat, indem er ihn auslieferte, ist schon was älter; ebenso gibt es die Idee (Amos Oz, Judas), Judas habe wirklich geglaubt, Jesus werde, weil er Gott ist, vom Kreuz herabsteigen, und dergleichen ...
      Ja, diese Gedanken, Judas musste von Gott eingesetzt werden damit Gottes Plan aufgeht, sind schon sehr menschlich und viel zu kurz gedacht. Jesus hatte es nicht nötig sich zu verstecken, Er wäre so oder so verhaftet worden.

      Seele1986 schrieb:

      Seit wann ehrt die Schrift Menschen oder leitet von Menschen her?
      Es ist mit Judas, wie mit dem Pharao bei Mose: er war ein Gefäß zur Verherrlichung Gottes.
      Im Text steht nicht, dass Jesus Judas zur seiner Verherrlichung einsetzt hatte. Es geht um Verrat und den Tod Jesus. Das hat mit Verherrlichung Jesus nichts zu tun.

      Seele1986 schrieb:

      Jesus sagte es, als er Judas den Bissen Brot gab, dass nun der Sohn verherrlicht werde; und dort steht: als er ihm vom Brot gab, da ging der Satan auf Judas.
      Judas verherrlicht durch seine Tat, aber er wird mitnichten dafür geehrt; sondern Jesus sagt: Wehe ihm, es wäre besser für ihn, er wäre nie geboren worden.
      Allgemein gesehen kann Gott alles zur Verherrlichung seiner selbst umwandeln, das sagt aber noch lange nicht aus, dass Er der Verursacher des Bösen war/ist.

      Johannes 13, 26 -27
      Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald!

      Ich gebe zu, dass man diese Stelle so auslegen könnte, als wenn Jesus selbst, Satan in Judas hineinkommen lies. Das stimmt ja auch, wir müssen aber hier sehr vorsichtig sein!!!

      Die Frucht der Sünde ist der Tod, nicht nur körperlich auch geistlich.
      Der Kontext der ganzen Bibel erklärt das sehr gut. Wir dürfen nicht aus einzelnen Versen eine Theologie machen, die der ganzen Bibel widerspricht.

      David konnte Buße tun, Petrus auch, im Vergleich dazu, Judas nicht.
      Petrus sündigte genauso wie Judas. Er verleugnete dreimal Jesus und noch viel schlimmer, er schwörte sogar ihn nicht zu kennen.
      Nachdem er aber in die Augen Jesus sah, kam die bitterliche Reue, er konnte Buße tun.
      Die Begebenheit Judas und Petrus zeigt mir die Macht Satans und die Macht es Heiligen Geistes.

      Gott verstockte den Pharao... wird oft so ausgelegt, als hätte Gott selbst dem Pharao die Auflehnung und Sünde geschickt. Nein, der Pharao sündigte immer mehr und die Verstockung nahm gleichzeitig zu, bis zu guter Letzt sogar sein Erstgeborener sterben musste.

      Im Hebräerbrief lesen wir, dass die Frucht der Sünde die Verstockung ist.

      Hebräer 3, 7 - 9
      Darum, wie der heilige Geist spricht: "Heute, so ihr hören werdet seine Stimme, (Hebräer 4.7) 8 so verstocket eure Herzen nicht, wie geschah in der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste, (2. Mose 17.7) (4. Mose 20.2-5) 9 da mich eure Väter versuchten; sie prüften mich...

      Hebräer 4, 7
      "Heute," wie gesagt ist, "so ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht."

      Weil unser Gott der HERR aller Dinge ist lässt er die Verstockung als Frucht der Übertretung seiner Gebote zu. Sein Gesetz wird sich niemals ändern. Der Mensch der sündigt muss sterben....auch geistlich. Der geistliche Tod kann extremes Leid mit Mord, Vergewaltigung,Totschlag, Selbstmord und noch vieles mehr hervorrufen. ( bei Selbstmord sollten wir nicht Urteilen, ist viel zu komplex... )

      Aus meiner Sicht war Judas bereits schon so stark in der Sünde verstrickt, dass er im Gedanken schon dabei war Jesus zu verraten. Mit dem "Bissen Brot" zeigte Jesus, Judas geistlichen Zustand, der dazu führte, dass schlussendlich Satan in ihn fahren konnte.Dies lies Jesus natürlich zu, weil der Tod sein Gesetz ist. .
      Wenn in der Verstockung nicht Buße getan wird, wird die Sünde immer stärker, bis zum Schuß sogar Satan den Menschen in seinen Besitz nehmen kann.

      Seele1986 schrieb:

      Ihr Männer und Brüder, es musste das Wort der Schrift erfüllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas,
      der denen den Weg zeigte, die Jesus gefangen nahmen (Ps 41,10);
      denn er gehörte zu uns und hatte dieses Amt mit uns empfangen.
      Der hat einen Acker erworben mit dem Lohn für seine Ungerechtigkeit ...
      Das Wort wird erfüllt, klar, weil Gott unsere Zukunft kennt. Er weiß, was ich in drei Monaten machen werde. Er weiß, wann ich in welcher Stunde sterben werde,wann ich sündige und wann ich Buße tue. Alles, ER bestraft mich in meinen Sünden, kann aber auch dann noch alles zum Guten wenden. ER weiß das alles schon im Voraus.
      Das heißt aber nicht, dass Er mir die Sünde ins Herz legt..Die Verantwortung liegt bei uns Menschen.

      Seele1986 schrieb:

      Wäre es nicht Judas gewesen, dann wäre es ein anderer der Jünger gewesen; denn einer seiner Schüler musste ihn verraten.
      Nein, von müssen dürfen wir nicht sprechen. Gott kennt die Zukunft und kann die Sünden der Menschen so nehmen, dass sogar noch etwas Gutes dabei herauskommt.
      Wir haben den unbußfertigen Judas, und im Vergleich dazu, Petrus der Buße tun konnte.
      Anhand dieses Beispiels dürfen wir lernen. Es geht immer um uns Menschen, wir sollen lernen, wir dürfen Gott erkennen und unseren erbärmlichen Zustand, der uns sagt, dass wir Gott Geist brauchen..

      Seele1986 schrieb:

      Das zeigt sich daran, dass er mit dem Lohn sofort hingeht, den Acker kauft, und sich erhängt. Sein Leben hatte keinen Sinn mehr.
      Der Blutacker zeigt das Gesetz: Der Sünde Sold ist der Tod.

      Du hast es zitiert, David schrieb in seinem Psalm: Der hat einen Acker erworben mit dem Lohn für seine Ungerechtigkeit ...

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Im Text steht nicht, dass Jesus Judas zur seiner Verherrlichung einsetzt hatte.
      Als Judas nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. (Jo 13,31)

      Warum so kleinlich? Du benutzt doch zur Erklärung von Texten auch nicht immer exakt die gleichen Worte, oder? ;)

      Elli59 schrieb:

      Allgemein gesehen kann Gott alles zur Verherrlichung seiner selbst umwandeln,
      Genau.

      Elli59 schrieb:

      das sagt aber noch lange nicht aus, dass Er der Verursacher des Bösen war/ist.
      Habe ich auch nirgendwo geschrieben, Elli.

      Elli59 schrieb:

      Das heißt aber nicht, dass Er mir die Sünde ins Herz legt.
      Habe ich auch nirgendwo geschrieben.

      Elli59 schrieb:

      Nein, von müssen dürfen wir nicht sprechen.
      und keiner von ihnen ist verloren außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde. (Jo 17,12)

      Ich denke, du reagierst einfach auf den Verdacht der "Prädestination", Elli. Das kann ich dir nicht übelnehmen, denn ich habe ja solche Ideen mal vertreten hier.
      Darum ging es mir aber nicht. Es ging mir darum, die Texte zu beachten, bevor man (wie es bei Norbert wieder anfing) rumspekuliert, was mit Judas hätte sein können, sollen, müssen, folglich mit Jesus, usw.

      Auch die Gedanken, wie "böse" Judas schon war oder nicht, ob er sich hätte bessern können, usw., sind ja nur unsere Spekulationen; die Schriften sagen`s nicht. Sie sagen, dass eine Prophezeiung erfüllt wurde.

      Auch das, mag es uns auch unangenehm sein, müssen wir hinnehmen, wie Gott es hat geschehen lassen.

      Jesus hat übrigens über Judas geweint! Es war ihm nicht egal, er hat ihn auch geliebt.

      Lg
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Gott ist mit Sicherheit nicht von Menschen abhängig, um an Sein Ziel zu kommen. Wenn nicht Judas, dann halt jemand anderer...oder etwas anderes. Fakt ist, dass nicht Judas Jesus töten wollte, sondern die Pharisäer. Sie hätten sich so lange eine Gelegenheit gesucht, bis sie eine gefunden hätten.

      Wir alle haben ein mal einen unzulänglichen Charakter, deshalb hat Gott uns in Seine Schule genommen (Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken.) Auch Jesus nahm Judas in die Gruppe Seiner Jünger auf, weil Er mit ihm (wie mit allen anderen) die BESTEN Vorsätze hatte.

      Petrus und Judas... beide haben Jesus verraten. Petrus bereute und bekannte seine Sünde vor Gott und flehte in Tränen um Vergebung. Judas dagegen unterlag seinem Stolz und obwohl er große Gewissensbisse hatte, hat er keine Buße getan...die Last des Gewissens hat er mit Selbstmord gelöst, nicht mit aufrechter Reue vor Gott.... denn die hätte ihn von der unerträglichen Last befreit.


      Norbert Chmelar schrieb:

      ) bedeuten konnte, hatte Judas Jesus dem Tode ausgeliefert und darüber empfing er Reue und hat nach dem jüd. Gesetz ("Leben um Leben") gehandelt und sich erhängt.

      Ich schätze zwar den Berger, aber größeren Schwachsinn, wie oben, habe ich bis jetzt noch nicht gehört. Sorry, wie konnte (der in dem Moment schlechte) Judas mehr verstehen, als die restlichen Jünger, die erst nach der Auferstehung Jesu langsam begriffen haben, wie es sich mit der Sünde... hat. Und selbst die Überlegung, Judas hat sich aus Einhaltung des Gesetzes erhängt......mennoooo!!

      .
    • EGW schreibt sehr viel über Judas. Hier nur ein paar Auszüge:

      Judas war von bitteren Gewissensbissen und Scham über seinen Verrat an Jesus erfüllt. Die Misshandlungen des Erlösers, die er mit ansehen musste, überwältigten ihn. Er hatte Jesus geliebt, aber das Geld noch mehr. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Jesus sich von dem Mob, den er anführte, gefangennehmen lassen würde. Er dachte, Jesus würde ein Wunder wirken und sich selbst befreien. Doch als er die aufgebrachte Menge, die nach seinem Blut verlangte, in der Gerichtshalle miterlebte, wurde er sich der Tiefe seiner Schuld bewusst. Während Jesus von vielen heftig angeklagt wurde, drängte Judas durch die Menge und bekannte, dass er unschuldig Blut verraten habe. Er wollte den Priestern das Geld zurückgeben, das sie ihm bezahlt hatten und flehte sie an, Jesus freizugeben, weil er völlig unschuldig sei. {GE 204.3; SR.216.1}


      Für einen kurzen Augenblick verstummten die verwirrten Priester voller Schrecken. Sie wollten nicht, dass es bekannt würde unter dem Volk, dass sie einen der angeblichen Nachfolger Jesu gedungen hatten, um ihn in ihre Hände zu verraten. Niemand sollte erfahren, dass sie ihn wie einen Dieb gesucht und heimlich ergriffen hatten. Doch Judas‘ Bekenntnis und sein verstörtes, schuldiges Aussehen stellte die Priester bloß und machte deutlich, dass sie Jesus aus Hass ergriffen hatten. Als Judas mit lauter Stimme Jesu Unschuld beteuerte, erwiderten die Priester: „Was geht uns das an? Da sieh du zu!“ Matthäus 27,4. Endlich hatten sie Jesus in ihrer Gewalt und waren entschlossen, ihn festzuhalten. Verzweifelt warf Judas das Geld, das er jetzt verachtete, den Priestern zu Füßen, die ihn bezahlt hatten. Von qualvollen Gewissensbissen und Schuldgefühlen überwältigt ging er hinaus und erhängte sich. {GE 205.1; SR.216.2}


      Unter der Menge befanden sich viele Anhänger Jesu, und sein Schweigen auf alle Fragen setzte sie in Erstaunen. Trotz allen Spottes und aller Gewalttätigkeiten des Mobs zeigte Jesu Angesicht keine Angst oder Beunruhigung. Alles ertrug er mit Würde und Gelassenheit. Die Zuschauer wunderten sich und verglichen sein festes, würdiges Verhalten mit dem Benehmen der Menschen, die über ihn zu Gericht saßen. Einer sagte zum andern, er gleiche mehr einem König als irgendeinem der anderen Führer, die im Saal waren. Er trug keine Merkmale eines Verbrechers. Seine Augen waren sanft, klar und unerschrocken, seine Stirn breit und hoch und sein Gesichtsausdruck gütig und edel. Viele erzitterten, weil seine Geduld und Nachsicht so außergewöhnlich waren. Selbst Herodes und Pilatus beunruhigte sein edles, gottähnliches Verhalten. {GE 205.2; SR.216.3}


      Christus gab seinen Jüngern zu verstehen, dass die Fußwaschung sie nicht von ihren Sünden reinigte, sondern dass die Reinigung ihres Herzens durch diesen demütigen Dienst geprüft wurde. Wenn das Herz gereinigt war, genügte diese Handlung (der Fußwaschung) vollauf, diese Tatsache zu offenbaren. Er hatte die Füße des Judas gewaschen; doch er sagte: „Ihr seid nicht alle rein.“ Judas brachte sein verräterisches Herz mit in diese Handlung, und Christus offenbarte allen, dass er um Judas als seinen Verräter wusste und dass die Fußwaschung an Judas keine Möglichkeit erbrachte, die Seele von ihrer sittlichen Befleckung zu reinigen. ... {BK 324.3; 5BC.1138.6}


      Jesus lieferte überzeugenden Beweis, dass er den Charakter des Judas völlig kannte, dass er seinen Dienst selbst dem nicht vorenthielt, von dem er wusste, er würde daran arbeiten, ihn in die Hände seiner Feinde zu überliefern. Und aus seinem Beispiel lernen wir: die Handlung der Fußwaschung darf nicht abgetan werden, weil einige bekenntliche Gläubige nicht von ihren Sünden gereinigt sind. Christus kannte das Herz des Judas, doch er wusch dessen Füße. Unendliche Liebe konnte nicht mehr tun, Judas zur Umkehr zu bewegen und ihn vor diesem verhängnisvollen Schritt zu bewahren. Wenn dieser Dienst seines Meisters, der sich selbst erniedrigte, die Füße des schlimmsten Sünders zu waschen, nicht des Judas Herz erweichte — was sollte man noch mehr tun? Es war die letzte Handlung der Liebe, die Jesus dem Judas erweisen konnte. Auch die größte Liebe konnte Judas nicht bewegen umzukehren, seine Sünde zu bekennen und gerettet zu werden. Jede Gelegenheit wurde ihm gewährt. Nichts wurde versäumt, das getan werden konnte, ihn aus den Schlingen Satans zu retten. — The Review and Herald, 14. Juni 1898. {BK 324.4; 5BC.1138.7}

      .
    • Seele1986 schrieb:

      Elli59 schrieb:

      Im Text steht nicht, dass Jesus Judas zur seiner Verherrlichung einsetzt hatte.
      Als Judas nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. (Jo 13,31)
      Warum so kleinlich? Du benutzt doch zur Erklärung von Texten auch nicht immer exakt die gleichen Worte, oder? ;)
      Genau.Habe ich auch nirgendwo geschrieben, Elli.
      Ich habe hier nicht aufgepasst, ich hätte den von dir zitierten Vers auch mit einbeziehen sollen.
      Auch hier müssen wir aufpassen.

      31 Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht.
      32 Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.

      Der Vers 32 erklärt Vers 31. Jesus ist durch den Vater verherrlicht und Gott Vater wird durch Jesus verherrlicht, nicht durch Judas. Die "Verherrlichung Gottes (Jesus und Vater) fing schon damit an, als der gottlose Mensch (Judas) Jesus zur Todesstrafe preisgab.

      Seele1986 schrieb:

      Ich denke, du reagierst einfach auf den Verdacht der "Prädestination", Elli. Das kann ich dir nicht übelnehmen, denn ich habe ja solche Ideen mal vertreten hier.
      Darum ging es mir aber nicht. Es ging mir darum, die Texte zu beachten, bevor man (wie es bei Norbert wieder anfing) rumspekuliert, was mit Judas hätte sein können, sollen, müssen, folglich mit Jesus, usw.
      Wir können über Judas kein Persönlichkeitsprofil erstellen, das ist schon richtig.
      Im Kontext der Bibel wird aber erklärt, dass nicht Jesus willentlich Satan befielt, ohne zutun des Menschen, in den Menschen einzuziehen. Zuvor kommt immer die Sünde die zur Verstockung führt.
      Für die Sünde ist der Mensch selbst verantwortlich - das ist wichtig. Sie fängt mit unsere Begierde an und geht mit weiteren sündigen so wie der Mensch es zulässt.
      Von Judas wissen wir, dass er sehr dem Gelde anhing und auch wohl veruntreut hat. Viel wissen wir nicht über Judas nicht, das ist richtig...
      Es geht wie sooft um die Todesstrafe. Genauso wie beim Pharao, die Erstgeburt der Israeliten wird gegen die Erstgeburt der Ägypter eingelöst.
      Der sündige Mensch ( hier Judas) liefert Jesus zur Todestrafe aus.
      Das Schlimme daran ist, dass dieser sogar einer seiner früheren Anhängern war.

      Die schlimmsten Verfolger der Brüder sind die ehemaligen Anhänger Jesus, das sind die, die ihre Geschwister mit einem "Bruderkuss" verraten.
      Diese Art der Verfolgung wird auch uns prophezeit.
      Deshalb auch die harten Worte gegen diese Verräter.

      Seele1986 schrieb:

      Auch das, mag es uns auch unangenehm sein, müssen wir hinnehmen, wie Gott es hat geschehen lassen.
      Ja, geschehen lassen. Er lässt Sünde geschehen, wir sehen das tagtäglich. Der Mensch ist verantwortlich.

      Seele1986 schrieb:

      Jesus hat übrigens über Judas geweint! Es war ihm nicht egal, er hat ihn auch geliebt.
      Ja, natürlich, Jesus weint über Judas und auch über seine sündigen Menschen, daran sollten wir denken, wenn wir das Leid hier auf Erden sehen.
      Gerade weil Er uns liebt, ist Er in den stellvertretenden Tod gegangen. Hätte Judas Buße tun können, wäre wieder alles in Ordnung gewesen, wie bei Petrus. In Judas war Satan eingekehrt, offensichtlich bei Petrus und David nicht.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elli59 ()

    • Matthäus 26,14
      Da ging hin der Zwölf einer, mit Namen Judas Ischariot, zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. (Sacharja 11.12) (Johannes 11.57) 16 Und von dem an suchte er Gelegenheit, daß er ihn verriete.

      Der Verrat an Jesus war schon vor dem Abendmal im Herzen Judas, und wurde bereits mit einem Geldpreis ausgemacht

      Matthäus 26, 24
      Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß er nie geboren wäre. (Lukas 17.1) 25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.

      Dabei denke ich gerade an den Satz Jesus, als er gefragt wurde, ob Er der König der Juden sei. Die Antwort war:"Du sagst es"
      Mit dem "du sagst es" wird wohl eine Bestätigung eines Ist-Zustandes ausgedrückt.

      Judas fragte Jesus, ob er derjenige sei der IHN verraten würde, weil er schon vorher mit den Gedanken diese Tat begangen hatte.

      Die Sünde fängt schon in unseren Gedanken an.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      nicht durch Judas.
      das schrieb ich auch nicht, Elli.

      Elli59 schrieb:

      In Judas war Satan eingekehrt, offensichtlich bei Petrus und David nicht.
      Ja, da wird wohl das Herz für offen gewesen sein, wenn der Satan dort einkehrt; das ist schon klar. - Das ist die Seite des Menschen.
      Wenn du von dort allein herangehst, ist das aber zu wenig, meines Erachtens, denn die Schrift sagt uns ja, dass Judas in eine "Rolle" kam, die vorhergesagt war.
      Das ist die Seite Gottes.

      Dass Judas es hätte anders machen können, sich anders hätte entscheiden können, Gott ihn hätte zur Besserung rufen können, usw., mag alles sein, spielt aber in der Schrift keine Rolle.
      Gott ruft Menschen zur Umkehr, ermahnt sie, dass sie Gut und Böse erkennen können, dass sie links oder rechts gehen können, und dergleichen.

      Es ist hier aber angekündigt: da ist einer (aus den Brüdern), der teilt das Essen mit dir und er wird dich verraten. Dies traf ein und die Schrift er-füllte sich, wurde also wahr; das ist Vorsehung.
      Dieser Jemand war nun der Judas Iskariot. Und es ist nicht die Rede davon, dass Jesus ihn zur Umkehr rief, sondern er sagt ihm: Was du tun musst, das tue bald.

      Dass dort zuvor schon Verstockung war? Nun, wenn wir das Beispiel des Pharao beibehalten, dann stimmt dies ja: denn der Pharao verstockte mehrmals sein Herz und wollte nicht auf Gott hören; bis dann Gott zu Mose sagt: Ich habe sein Herz verstockt (sein lassen) und er wird nicht hören.

      Nicht Gott verführt zum Bösen oder schlägt mit dem Bösen, sondern Satan. Der Satan aber, weil Gott ihn lässt (siehe Hiob). Wir dürfen die Souveränität Gottes nicht mit der Freiheit des Menschen begrenzen. Unsere Freiheit ist begrenzt, nicht seine. Wir können Gut und Böse erkennen, sind aber kaum Herr darüber; wir können nur durch Gottes Geist dessen Herr werden und das ist ein lebenslanger Lernprozess.

      Der Geist führte Jesus in die Wüste. Die Versuchung tat der Teufel, aber der Geist brachte ihn dorthin. Jesus ging mit dem Geist, fügte sich aber nicht dem Satan; das ist die ganze Geschichte, an der wir lernen sollen.

      Es ist für uns geschrieben. Wir sollen daran lernen. Ob Judas es hätte anders machen können, erübrigt sich, da es geschehen ist. Du redest doch auch zu Menschen, solange sie leben und umkehren können, und fragst dich nicht erst dann, wenn sie bereits gestorben sind, oder?
      Das ist der Ratschluss Gottes. Er macht richtig, was er tut.

      Lg
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      Dass Judas es hätte anders machen können, sich anders hätte entscheiden können, Gott ihn hätte zur Besserung rufen können, usw., mag alles sein, spielt aber in der Schrift keine Rolle.
      Gott ruft Menschen zur Umkehr, ermahnt sie, dass sie Gut und Böse erkennen können, dass sie links oder rechts gehen können, und dergleichen.

      Es ist hier aber angekündigt: da ist einer (aus den Brüdern), der teilt das Essen mit dir und er wird dich verraten. Dies traf ein und die Schrift er-füllte sich, wurde also wahr; das ist Vorsehung.
      Dieser Jemand war nun der Judas Iskariot. Und es ist nicht die Rede davon, dass Jesus ihn zur Umkehr rief, sondern er sagt ihm: Was du tun musst, das tue bald.
      Ja, es wurde angekündigt, weil die Vorsehung es so sagte. Gott sieht schon alles..
      Du weißt, dass ich die Prädestinationslehre nicht mag, und alles was in diese Richtung geht, auch nicht unkommentiert lasse.
      Schön dass du davon Abstand genommen hast :)
      In dieser Lehre gibt es unterschiedliche Ausrichtungen.... Wichtig ist, dass der Mensch verantwortlich ist - wie bereits bei Adam und Eva - niemand wird von Gott versucht. Die Begierden sind es, und Satan steigt auf diesen Zug und vergrößert alles bis zum Äußersten...ja, bis er ganz einziehen kann.
      Judas hatte wohl die Begierde nach dem Geld.

      Seele1986 schrieb:

      Nicht Gott verführt zum Bösen oder schlägt mit dem Bösen, sondern Satan. Der Satan aber, weil Gott ihn lässt (siehe Hiob). Wir dürfen die Souveränität Gottes nicht mit der Freiheit des Menschen begrenzen. Unsere Freiheit ist begrenzt, nicht seine. Wir können Gut und Böse erkennen, sind aber kaum Herr darüber; wir können nur durch Gottes Geist dessen Herr werden und das ist ein lebenslanger Lernprozess.
      Hiob wird als der "Gerechte" beschrieben. Er wurde nicht zur Sünde versucht, sondern als Gerechter angefochten. Wenn Gläubige angefochten werden, dann nur zum Zweck den Glauben zu stärken.
      Die Anfechtung kommt von Gott.
      Judas war kein Gerechter, seine Begierden nahmen ihren Lauf. Wir lesen bei Hiob nicht, dass er Begierden hatte.

      Wir werden zur Sünde versucht, weil wir Begierden haben, obwohl wir im geistlichen Sinne auch Gerechte sind. Es ist die Gerechtigkeit Jesus, die uns mit seinem Geist, immer wieder zurückführen lässt, wenn wir sündigen.

      Jesus wurde genauso wie Hiob als Gerechter von Satan angegriffen, nicht um seinen Glauben zu bestärken - warum auch - nein, es geht und dreht sich letztendlich alles um den Menschen. Jesus war in allem unser Stellvertreter, auch in der Anfechtung. Versucht wurde Jesus in der Wüste. Satan wollte Begierden in Jesus wecken ( Brot, Reichtum, Macht...)
      Jesus hatte keine Begierden, was Er aushalten musste war der Schmerz und die Nöte der Menschen
      Weil Jesus alles für uns durchstanden hat können wir mit seiner Kraft auch alles überwinden.
      Er heilt uns in allem. Er errettet uns von unserem verdienten Tod, von unseren Wunden und Sünden.

      Seele1986 schrieb:

      Der Geist führte Jesus in die Wüste. Die Versuchung tat der Teufel, aber der Geist brachte ihn dorthin. Jesus ging mit dem Geist, fügte sich aber nicht dem Satan; das ist die ganze Geschichte, an der wir lernen sollen.
      Ja, er fügte sich nicht, sündigte nicht und überwand die starke Anfechtung in der Wüste für uns.

      Ein schönes Bild für die Wüste. Die Israeliten mussten durch die Wüste gehen. Sie jammerten, sie hätten nicht genug zu essen und zu trinken. Gott sorgte für sie....sie glaubten nicht und die Folge war, dass sie Not litten.
      Wir können unsere Not Jesus geben, der diese bereits überwunden hat.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Schön dass du davon Abstand genommen hast
      Ach ja, es sind halt auch wieder theologische Theorien, die sich an bestimmten Bibelstellen fixieren und mit denen man zwar theoretisch alles "erklären" (und vor allem rechthaben) kann, die aber einem kein Stück helfen, weiterzukommen im Leben. Das habe ich dann irgendwann auch eingesehen.

      Man redet letztlich mehr über Theorien und Modelle, als aus der Schrift zu reden. Das lag mir sehr, denn ich fand Theorien immer sehr faszinierend, und wie gesagt, kann man damit immer recht-haben.

      Irgendwann fragt man sich ja aber, auf was für einem Weg man eigentlich geht oder gehen will. Ich will ja den guten Lauf vollenden.

      In der reformierten Kirche werden Theologen daran gebunden, die Unfreiheit des Willens zu glauben; die Lehrregeln von Dordrecht, die Katechismen ...
      Warum geht man einerseits hin (wie z.B. Martin Luther richtigerweise) und sagt: "Wir können das nicht ergründen und wissen, wie es sich verhält!",
      andererseits aber schreibt man fest: "So verhält es sich!" und verpflichtet Menschen darauf? Auf Lehrkonzepte.

      Alldas warf man doch der römischen Kirche vor in der Reformation! Es sind Theorien und Konzepte, die mit der Sache, mit der Versammlung der Gläubigen, nichts zutun haben.

      Es ist sehr befreiend mit Gott zu gehen. Es wird soviel unnützes Zeug abgetragen aus dem Berg, dass man das Gold finde und bewahre.

      Sei gesegnet!
      Schön, dass du wieder öfters hier bist.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Stofi schrieb:

      Fakt ist, dass nicht Judas Jesus töten wollte, sondern die Pharisäer.
      Stofi, da stimme ich Dir zu!

      Stofi schrieb:

      Judas war von bitteren Gewissensbissen und Scham über seinen Verrat an Jesus erfüllt. Die Misshandlungen des Erlösers, die er mit ansehen musste, überwältigten ihn. Er hatte Jesus geliebt, aber das Geld noch mehr. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Jesus sich von dem Mob, den er anführte, gefangennehmen lassen würde. Er dachte, Jesus würde ein Wunder wirken und sich selbst befreien. Doch als er die aufgebrachte Menge, die nach seinem Blut verlangte, in der Gerichtshalle miterlebte, wurde er sich der Tiefe seiner Schuld bewusst. Während Jesus von vielen heftig angeklagt wurde, drängte Judas durch die Menge und bekannte, dass er unschuldig Blut verraten habe. Er wollte den Priestern das Geld zurückgeben, das sie ihm bezahlt hatten und flehte sie an, Jesus freizugeben, weil er völlig unschuldig sei.
      Das was EGW hier schrieb, zeigt uns doch, dass Judas nicht abgrundtief böse war (ihm schlug sein Gewisssen - er sah ein, dass er einen schweren Fehler gemacht hatte) - und dass er vielleicht eine Chance hat der "ewigen" Verdammnis zu entgehen. Gott wird Judas ganz gewiss gerecht richten, auch wenn ein Selbstmord allgemein als "Todsünde" gilt!

      Stofi schrieb:

      Von qualvollen Gewissensbissen und Schuldgefühlen überwältigt, ging er hinaus und erhängte sich.
      Hätte er aufrichtig Busse getan, hätte er diese schwere Schuld seines Selbstmordes nicht auch noch auf sich nehmen müssen.

      Stofi schrieb:

      Auch die größte Liebe konnte Judas nicht bewegen umzukehren, seine Sünde zu bekennen und gerettet zu werden. Jede Gelegenheit wurde ihm gewährt. Nichts wurde versäumt, das getan werden konnte, ihn aus den Schlingen Satans zu retten.
      Deutet hier EGW an, dass Judas doch "in Ewigkeit verloren" ist und den "zweiten Tod" sterben müsse?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()