Was für Arbeiten taten eigentlich Adam und Eva im Garten Eden?

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    • Was für Arbeiten taten eigentlich Adam und Eva im Garten Eden?

      Da ich gerade das 2. Kapitel von dem Buch "Der Auftakt" von E.G.White gelesen habe, wo EGW schreibt: "Die Arbeit war für sie (für Adam und Eva) ein Segen *, eine Quelle der Zufriedenheit und des Glücks. ... Schon damals sollten sie nicht untätig ** sein, sondern wurden mit sinnvollen Aufgaben (welche???) betraut, um ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu entwickeln."

      Was für Arbeiten taten eigentlich Adam und Eva im Garten Eden?

      1. Garten - Arbeiten?
      2. Sie sammelten die Früchte von den Bäumen auf?
      3. Sie pflückten die Früchte von den Bäumen?
      4. Sie bauten sich Häuser und Wohnungen?
      5. Sie legten Weinberge an?
      6. Sie legten Olivenhaine an?
      7. Sie benannten die Tiere und Pflanzen mit Namen?

      8. sonstige Tätigkeiten?


      9. Zusatz-Frage: War die Arbeit der ersten beiden Menschen wirklich anstrengend und ermüdend?

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      * Nach dem Sündenfall und v.a. in heutiger Zeit wurde und wird Arbeit oft als Fluch betrachtet! EGW schreibt aber in besagtem Buch auf S.25: "Wer Arbeit als Fluch ansieht, weil sie anstrengt und ermüdet, irrt sich. ... Arbeit ... ist eine Quelle der Lebensfreude."
      Ist Arbeit heutzutage nicht vielmehr zu einem "notwendigen Übel" geworden? Hatten nicht Marx und Engels mit ihrer Idee vom Sozialismus Recht, die die Ungleichheit zwischen Kapital und Arbeit beklagten? Wäre nicht der Sozialismus unnötig gewesen, wenn Arbeit in der Tat nur zur Lebensfreude gedient hätte?
      ** Dagegen kann es auch ein "Fluch" sein, gerne arbeiten zu wollen, aber keine Arbeit zu finden!
    • 1.Mose 2, ab5

      "..Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen. Denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute;
      aber ein Strom stieg aus der Erde empor und tränkte das ganze Land.
      Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
      Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.
      Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
      Und es geht aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilt sich von da in vier Hauptarme.
      ...
      ...
      Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.
      Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,
      aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.
      Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.
      Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen.
      Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen;
      ...

      ...


      Die Beschäftigung Adams und Evas ist hier, glaube ich, klar genannt. Sie waren einfach Gärtner, Landschaftsbauer,...sie bauten einen herrlichen Garten aus, pflegten ihn und bewahrten vor Üverwucherung von "Unkraut" (=falsche Pflanze auf dem falschen Ort). Zudem waren sie ZOOlogen. Eine Herrlichere Arbeit, als diese, fällt mir jetzt nicht ein, ....Eins sein mit der Schöpfung und diese auch mitgestalten :) :) :) :)



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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • ... aber streng genommen ist das keine 'Arbeit', sondern eine Aufgabe,
      je nach Sichtweise könnte man so etwas auch als Hobby oder als Beschäftigungstherapie gegen Langeweile bezeichnen,
      'Arbeit' hingegen beinhaltet auch die Konnotation der unerwünschten aber notwendigen Mühsal, um das Überleben zu sichern ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Da ich gerade das 2. Kapitel von dem Buch "Der Auftakt" von E.G.White gelesen habe, wo EGW schreibt: "Die Arbeit war für sie (für Adam und Eva) ein Segen *, eine Quelle der Zufriedenheit und des Glücks. ... Schon damals sollten sie nicht untätig ** sein, sondern wurden mit sinnvollen Aufgaben (welche???) betraut, um ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu entwickeln
      Hinter solchen Aussagen ist wohl -frei nach Max Weber- die protestantische Arbeitsethik zu vermuten.
    • Ghasel schrieb:

      'Arbeit' hingegen beinhaltet auch die Konnotation der unerwünschten aber notwendigen Mühsal, um das Überleben zu sichern ...
      Diese "Mühsal der Arbeit" kam erst außerhalb des Garten Edens - als Folge des Ungehorsams von Adam und Eva, wie es in Genesis(1.Mose) 3,16-17 beschrieben wird.

      ===> Im Paradies = Garten Eden war die Arbeit wohl noch ohne jegliche Mühsal!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Diese "Mühsal der Arbeit" kam erst außerhalb des Garten Edens - als Folge des Ungehorsams von Adam und Eva, wie es in Genesis(1.Mose) 3,16-17 beschrieben wird.

      ===> Im Paradies = Garten Eden war die Arbeit wohl noch ohne jegliche Mühsal!
      ... da hieß das dann auch noch nicht 'Arbeit'
      (vgl. Etymologisches Wörterbuch von Duden: 'schwere körperliche Anstrengung, Mühsal, Plage')
      auf Polnisch heißt das übrigens 'robota' ...
      Worauf ich hinaus will, ist, dass dieser Begriff eben erst nach der Vertreibung aus dem Paradies von Menschen geprägt wurde und deshalb auf den Garten Eden gar nicht angewendet werden kann ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Ghasel schrieb:

      auf Polnisch heißt das übrigens 'robota' ...
      Sehr, sehr interessant ! Der Mensch als "Arbeits- Roboter" ! Das hätt wohl mancher Unternehmer / Kapitalist gerne ! >>Arbeiten, wie ein Roboter, bis die Batterien "durchbrennen"<< (zu Deutsch: bis zum Herzinfarkt!)!

      Ghasel schrieb:

      Worauf ich hinaus will, ist, dass dieser Begriff eben erst nach der Vertreibung aus dem Paradies von Menschen geprägt wurde und deshalb auf den Garten Eden gar nicht angewendet werden kann ...
      Sehe ich auch so...
    • Es ist schon wieder interessant, dass man sich um das Wort Arbeit zickt :bääh: . Nicht jede Arbeit ist immer mühselig und schwer. Arbeit ist Arbeit, Synonyma sind Ausübung {f}, Beitrag {m}, Durchführung {f}, Gestaltung {f}, Handeln {n}, Hantierung, Leistung {f}, Schaffen (n), Tun, Verrichtung {f}, Tat {f}, Arbeit {f}, Tätigkeit {f}
      ...
      .... jedenfallst wird es der Inhalt des Allgats auf der Neuen Erde --- nur hat ohne Mühsal. ohne Erschöpfung, Stress....usw-


      .
    • @ Stofi: ich 'zicke' nicht, ich betrachte bloß die Herkunft des Wortes,
      während die angeblichen 'Synonyme' des Begriffes, die Du aufzählst,
      lediglich Teilbedeutungen des Wortes enthalten,
      gelegentlich sind diese 'Umschreibungen' auch nur Euphemismen, die einen schlimmen Sachverhalt verschleiern sollen,
      oder als was würdest Du die 'Tätigkeit' eines 'Fabriksklaven' im heutigen Asien betrachten,
      der für einen Hungerlohn 12 Stunden pro Tag damit 'beschäftigt' ist, Kleidung für Europäer herzustellen ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Das Wort Arbeit ist sicher durch die protestantische Ethik im Geiste des Kapitalismus geprägt, wie schon Babylonier hinwies. Max Weber war auch dem Begriff der Berufung auf der Spur und wies nach, dass er in der modernen Verwendung in der Antike so nicht existiert hat und eine Schöpfung protestantischer Bibelübersetzungen war (Weber, Max, Schriften zur Religionssoziologie, Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, II. Die Berufsethik des asketischen Protestantismus, 2. Askese und kapitalistischer Geist - Zeno.org).

      Wenn man sich mal nur rein auf den Bibeltext bezieht wird man auch fest stellen, dass hier verschiedene Begriffe mit Arbeit übersetzt werden, um dem Begriff insgesamt einen schmerzlichen Anstrich zu geben. Der griechische Hauptbegriff "ergazomai" hat aber einen durchaus positiven Charakter, wenn er nicht konkret im destruktiven Kontext erwähnt wird (Matthäus 7,23 - Johannes 7,7 - Philipper 3,2 - 1. Johannes 3,12 uvm.). In Johannes 5,17 sagt Jesus : "Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.". Hinter dem Wort "wirken" und "Werke" verbirgt sich ebenfalls durchgängig das Wort "ergazomai".


      Dem eigentlchen und tatsächlichen Arbeitsbegriff der Bibel ist ansich nur wenig über seine Auswirkung zu entnehmen, aber er kennzeichnet eindeutig sogar das Fehlen von Mühe, Beschwerde, Unlust, Demotivation oder Qual, sondern drückt viel mehr sogar die Leidenschaft und den Eifer des Arbeitenden aus und auf gar keinen Fall die Absicht oder gar den einzigen Zweck auf eine Tätigkeit zur Erwerbssicherung (schon gar nicht in Verbindung mit Geldverdienen).
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.