Offenbarung 22,14

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    • Offenbarung 22,14

      Ich hätte da mal eine Frage:
      Warum sind die Texte der Bibelübersetzung in Offenbarung 22,14 in den unterschiedlichen Übersetzungen so verschieden?

      Schlachter:

      Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können.

      Luther 2017, Elberfelder

      Selig sind, die ihre Kleider waschen, dass sie Zugang haben zum Baum des Lebens und zu den Toren hineingehen in die Stadt.
      King James Bible
      Blessed are they that do his commandments, that they may have right to the tree of life, and may enter in through the gates into the city.
      Genfer Übersetzung:
      Glücklich,
      wer seine Kleider wäscht und sie von allem Schmutz reinigt! Er hat das
      Recht, vom Baum des Lebens zu essen; die Tore der Stadt werden ihm offen
      stehen.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Ich hätte da mal eine Frage:
      Warum sind die Texte der Bibelübersetzung in Offenbarung 22,14 in den unterschiedlichen Übersetzungen so verschieden?

      Schlachter:

      Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können.

      Luther 2017, Elberfelder

      Selig sind, die ihre Kleider waschen, dass sie Zugang haben zum Baum des Lebens und zu den Toren hineingehen in die Stadt.
      King James Bible
      Blessed are they that do his commandments, that they may have right to the tree of life, and may enter in through the gates into the city.
      Genfer Übersetzung:
      Glücklich,
      wer seine Kleider wäscht und sie von allem Schmutz reinigt! Er hat das
      Recht, vom Baum des Lebens zu essen; die Tore der Stadt werden ihm offen
      stehen.
      Aus dem Handgelenk und in Eile : Da gibt es zwei verschiedene Lesarten im Grundtext, wohl zurückzuführen auf Hörfehler beim Schreiben der Diktate für die Textkopien ::


      hoi poiountes tas entolas - - hoi luontes tas stolas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Das "Kleiderwaschen" ist das Halten der Gebote.

      Wascht euch, reinigt euch, tut eure bösen Taten aus meinen Augen,
      lasst ab vom Bösen! Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten,
      schafft den Waisen Recht, führt der Witwen Sache!
      So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR.
      Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden,
      und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.
      (Jesaja 1,16-18)

      Bzw. hier sind jene, die ihre Kleider gewaschen haben und (folglich) halten die Gebote.
      Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe.
      (Gal 2,19)
    • Liebe Pfingstrosen,

      dass in verschiedenen Bibeln Verschiedenes steht, ist eine altbekannnte Tatsache. Schlachter 2000 (und Luther 1545) ist eine "Textus receptus"-Bibel, die meisten andern aber heutigen Tags Textkritische Bibeln.

      Dein Beispiel ist bezeichnend. "Glückselig sind, die seine Gebote tun" und "Selig sind, die ihre Kleider waschen" sagen im Prinzip das selbe aus. Aber wer hört schon gerne, dass man die Gebote halten soll, wenn wir doch täglich unters Kreuz kriechen können? Deshalb ist es einfacher, die textkritische Versionn mit dem Kleiderwasch zu lesen.


      Zu einer geistige Lesart, wie hier mit dem Kleiderwasch ist ja sowieso kaum mehr jemand fähig.

      Mit liebem Gruss
      Hans
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge
    • Kisehel schrieb:

      Zu einer geistige Lesart, wie hier mit dem Kleiderwasch ist ja sowieso kaum mehr jemand fähig.
      aber zur Erklärung sind manche fähig. Denn man kann anhand der Schrift zeigen, was das Kleiderwaschen bedeutet.
      Man muss sich aus unterschiedlichen Übersetzungen keinen Strick drehen oder sich damit aufhalten. Ist nicht nötig.
      Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe.
      (Gal 2,19)
    • Kisehel schrieb:

      WORTWÖRTLICH
      Ja, ich weiß. Dass es mit Wortwörtlichkeit nicht geht, zeigt die Schrift dann selbst, wenn man in lauter Konflikte und "Widersprüche" kommt und nachher den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

      Eine kommunizierende Lesart muss es sein. Denn die Bibel spricht in sich und mit uns.
      Und es öffnen sich lauter Tore.
      Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe.
      (Gal 2,19)
    • Mein Gedanke dazu war auch ein anderer, weil es immer Diskussionen um das Halten der Gebote gibt. Viele sagen dann, dass die Gebote keine Rolle mehr spielen, man muss nur seine Kleider im Blute Jesu waschen.
      Das kann ich eben dann nicht nachvollziehen, weil das eine ohne das andere nicht geht.
      Eigentlich beides dort stehen könnte.

      philoalexandrinus schrieb:

      hoi poiountes tas entolas - - hoi luontes tas stolas
      und was heißt das?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Kisehel schrieb:

      Zu einer geistige Lesart, wie hier mit dem Kleiderwasch ist ja sowieso kaum mehr jemand fähig
      Ich glaube Du unterschätz die wirklich gläubigen Christen gewaltig

      Kisehel schrieb:

      Dein Beispiel ist bezeichnend. "Glückselig sind, die seine Gebote tun" und "Selig sind, die ihre Kleider waschen" sagen im Prinzip das selbe aus. Aber wer hört schon gerne, dass man die Gebote halten soll, wenn wir doch täglich unters Kreuz kriechen können? Deshalb ist es einfacher, die textkritische Versionn mit dem Kleiderwasch zu lesen.
      Ich glaube dass trifft bei den Gläubigen kaum zu auch wenn das hier immer wieder mal unterstellt wird.

      Ich persönlich würde Dir raten etwas vorsichtiger mit solchen Schlüssen zu sein, nur weil jemand 1000mal die selbe Sünde begeht heisst das noch lange nicht, dass er diese nicht besiegen möchte aber vielleicht immer wieder scheitert.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Lieber DonDomi,

      DonDomi schrieb:

      Ich glaube dass trifft bei den Gläubigen kaum zu auch wenn das hier immer wieder mal unterstellt wird.
      nein,so ist das nicht gemeint, damit will ich nicht den Gläubigen herausfordern, denn ich kenne doch das 1000 mal Fallen von mir selbst. Vielmehr spreche ich die Lehre an, von täglich unters Kreuz gehen! ("sündige tapfer und glaube noch tapferer" oder "wir südigen solange wir im Fleisch sind".) Das ist es, was ich anspreche. Wieder und immer wieder ...

      Lieben Gruss
      Hans
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge
    • Es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt​!

      Kisehel schrieb:

      "wir sündigen solange wir im Fleisch sind".
      Das ist nun mal aber leider eine unleugbare Tatsache!
      • "Da ist keiner der Gutes tut, auch nicht einer!" (Psalm 14,3/ Römer 3,10ff./ Psalm 53,4)
      • "...denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt." (1.Könige 8,46)
      Dennoch gilt auch das, was
      • Jesus sagte: "...sündige hinfort nicht mehr." (Johannes 5,14/ Johannes 8,11) und
      • Paulus sagte: "Werdet doch einmal recht nüchtern und sündigt nicht!" (1. Korinther 15,34) und
      • Johannes sagte: "Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt." (1.Johannes 2,1)
      ==> Deshalb schrieb Luther auch, dass wir "Zugleich gerecht und Sünder!" sind ("simul justus et peccator")

      ---> siehe dazu auch die hoch-theologische Internet-Seite [speziell für Spezialisten/Interessierte, wie Luther zu dieser Auffassung kam!--> kirchengeschichtlich sehr detailliert!]:
      Simul iustus et peccator / Rechtfertigungslehre
      Religionsgespaech Worms 1540/1541 Eck Melanchthon Einigung
      Sündenverständnis Reformation

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Hallo, liebe Pfingstrose.

      Die unterschiedlichen Übersetzungen gehen tatsächlich auf einen unterschiedlichen Grundtext zurück. Der jüngere Grundtext spricht von "Gebote halten", der ältere von "Kleider waschen".

      Zu Luthers Zeiten gab es nur eine Offenbarungs-Version aus dem 11. Jahrhundert, und die war teilweise sogar noch rück-übersetzt aus der Vulgate (lateinisch)

      Liebe Grüße von benSalomo.