Religion für Atheisten

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    • Seele1986 schrieb:

      Man kann da sehr gut zu stehen! Gespräche mit Andersgläubigen zum Beispiel und liebevoller Umgang mit ihnen, wie wir es mit jedem Menschen halten sollen. Ganz einfach.
      Das finde ich auch.

      Das "House Of One" sieht sich selbst als nötige und hilfreiche Idee um einen Ort der Begegnung und des Dialoges zu schaffen. Mich persönlich überzeugt das irgendwie nicht. Wenn ernsthafte Gesprächsbereitschaft und auch Integrationsbereitschaft gegeben ist, dann findet man schon Möglichkeiten, einen Stammtisch, Vorträge und Diskussionsrunden oder ähnliches in's Leben zu rufen. So könnten auch auf religiös neutralem Boden gesprächsbereite Menschen zusammenkommen. Aber braucht es dafür ein "House Of One" ?

      Pfingstrosen schrieb:

      Bei einem "House of one" ist es doch eigentlich eine unehrliche Geschichte, wenn ich als Christ weiß, dass ich im Namen Jesu zum Vater bete und in den anderen beiden Religionen, Jesus in der Person als solches herabgewürdigt wird als guter Mensch, möglicher Prophet, aber keinesfalls als Sohn Gottes mit göttlicher Macht.

      Picke ich mir dann nicht die Umstände einfach zusammen und verleugne meinen Zugang zu Gott Vater, der nur über Jesus geht?

      Seele1986 schrieb:

      Danke Pfingstrosen,
      eben das ist es. Eigentlich müsste so ein Projekt an den Christen scheitern, denn wir sagen ja, dass Jesus Christus Gott ist.
      Der Danksagung von Seele kann ich mich nur anschließen. Danke Pfingtsrosen, Du bringst es gut auf den Punkt, finde ich.

      Persönlich bin ich für "interreligiösen Dialog" zwar offen, doch die "Wahrheitsfrage" kann so oder so kein Mensch entscheiden. Meine Bedenken gehen da auch in die Richtung, dass wenn unter christlichen Strömungen schon wesentliche Inhalte des christlichen Glaubens zugunsten einer äußeren Annäherung und Einheit preisgegeben wurden, man auch sicherlich nicht lange überlegen wird, dies auch anderen Religionen gegenüber zu tun. Sobald dies politisch und gesellschaftlich wünschenswert erscheint und Anerkennung von wem auch immer bringt, könnte dies durchaus ein denkbares Szenario sein.

      Seele1986 schrieb:

      Eigentlich müsste so ein Projekt an den Christen scheitern, denn wir sagen ja, dass Jesus Christus Gott ist.
      Da fällt mir 1. Samuel 5, 1 - 5 ein. Es regt mich zum Nachdenken an, da ich hier sehe, was der "Gott der Bibel", der Vater unseres Herrn Jesus davon hält mit "anderen Göttern" unter einem Dach zu wohnen.


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • James Gabriel schrieb:

      Da fällt mir 1. Samuel 5, 1 - 5 ein. Es regt mich zum Nachdenken an, da ich hier sehe, was der "Gott der Bibel", der Vater unseres Herrn Jesus davon hält mit "anderen Göttern" unter einem Dach zu wohnen.
      Hallo Gabriel, da geht es um selbst geschaffene Götzen.

      Ich frage mich manchmal an welchen Maßstab wir das Heil oder die Erlösung eines Menschen sehen dürfen.

      Jesus sagt klar, niemand kommt zu Vater denn durch mich. Wir wissen aber das das höchte Gebot die Liebe ist und Gott uns ins Herz schaut.

      Die Juden hatten ihren "Glaubenskatalog" das ihnen Heil zusprach. Nach welchen Kriterien wurden die Menschen vor der Sintflut

      beurteilt. Es war doch der Schöpfer des Himmels und der Erde der durch eine Opfergabe auf dem Altar angebetet wurde.

      Ist das Gebet eines Moslems oder Anderen Gläubigen nicht das gleiche?
    • Bogi111 schrieb:

      Ist das Gebet eines Moslems oder Anderen Gläubigen nicht das gleiche?
      Ist ein Moslem in Jesus? Ist ein Buddhist, der keinen Gott haben möchte, sondern gute Eigenschaften leben möchte in Jesus?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Bogi111 schrieb:

      Ist das Gebet eines Moslems oder Anderen Gläubigen nicht das gleiche?
      Lieber Bogi,

      es liegt mir fern, die persönlichen Glaubensüberzeugung eines "andersgläubigen" Menschen oder gar den Menschen selbst wegen seines Glaubens anzugreifen. Deine Bedenken kann ich gut nachvollziehen, und kann es mir auch gut vorstellen, dass es für manche Menschen vermessen und hochmütig erscheint, wenn man als Christ meint, dass Jesus der einzige Weg zum ewigen Leben ist.

      Keine Religion rettet, auch nicht die christliche, wenn sich diese als Religion gebärdet. Gerne möchte ich Deine Frage aufgreifen, ob das Gebet eines Christen anders sei als zum Beispiel das eines Moslems - Wenn ich darüber nachdenke, so komme ich für mich zu einer persönlichen Antwort, die sich für mich in weiteren Fragen zeigt:
      Gibt es "andere Brücken" in den Himmel ?
      Ist der Empfänger dieser Gebete der gleiche (Gott) ?

      Ich glaube an den "lebendigen" Gott und ich glaube und vertraue daher auch Seinen Wort. So kann ich nicht anders, als zu sagen, dass wenn irgendeine Lehre oder ein "anderer Gott" in der Lage gewesen wäre, von der ewigen Verlorenheit zu erretten, so hätte Gott dies genannt. Es geschah' aber alleinig durch den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu. Interreligiösen Dialog zu suchen um Frieden und gegenseitiges Verständnis zu stiften ist eine tolle Sache, keine Frage. Es scheint, als stehe diese "Toleranzidee" oftmals doch sehr im Mittelpunkt, nur wird die Toleranzidee gegenüber allen religiösen Gebilden den Menschen letzten Endes nicht weiterhelfen, genauso wenig, wie ein Bild von einer Wasserflasche den Durst stillt.

      Zu Deiner Frage könnte ich eine Gegenfrage stellen:
      Ist Allah der Vater von Jesus ? Ist Jesus der Messias der Juden ?

      Für einen Moslem oder einen Juden wären solche Fragen gotteslästerlich. Wie gesagt, ich bin für interreligiösen Dialog offen, doch ich würde nicht Punkte des christlichen oder biblischen Glaubens zugunsten einer äußeren Annäherung und Einheit preisgegeben.

      Mancher könnte mir wohl Intoleranz vorwerfen - Ich akzeptiere und respektiere Menschen, unabhängig ihres Glaubens, doch als Christ ergibt sich für mich auch die Konsequenz an die Worte Gottes zu glauben und wenn Gott sagt: "Ich bin der Erste und ich bin der Letzte und außer mir ist kein Gott", dann kann und wäre ich nicht bereit dafür, auch nur ein Jota, einen Punkt davon abzuweichen. Ich denke, Jesus ist keine Alternative zu einer Religion. Er ist eigentlich ihre Absage und Verwerfung, denn Er ist der Weg nach Hause. Das bedeutet aber nicht, dass ich Menschen die einen anderen Glauben haben als "gering" schätze oder ihnen sagen müsste, dass ihre "Religion" aus der Sicht "meines Glaubens" falsch wäre, weil "mein Gott" das gesagt hat.
    • Bogi111 schrieb:

      Ist das Gebet eines Moslems oder Anderen Gläubigen nicht das gleiche?

      HeimoW schrieb:

      Nein, es ist nicht das Gleiche - wie könnte es das Gleiche sein, ob man den lebendigen Gott anbetet, oder einen Götzen?
      Lieber HeimoW - dann sagst Du ja wohl dass ALLAH nicht ELOAH/ELOHIM=JAHWEH, sondern
      ein "arabischer Wüsten-Dämon" ist, wie manche Christen meinen. Ist dem so?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • James Gabriel schrieb:

      Mancher könnte mir wohl Intoleranz vorwerfen - Ich akzeptiere und respektiere Menschen, unabhängig ihres Glaubens, doch als Christ ergibt sich für mich auch die Konsequenz an die Worte Gottes zu glauben und wenn Gott sagt: "Ich bin der Erste und ich bin der Letzte und außer mir ist kein Gott", dann kann und wäre ich nicht bereit dafür, auch nur ein Jota, einen Punkt davon abzuweichen. Ich denke, Jesus ist keine Alternative zu einer Religion.
      Lieber Gabriel, danke Dir für Deine ausfürliche Begründung. Für uns ist Jesus Christus natürlich der Erlöser.

      Mich beschäftigt aber der Gedanke, kann ich einen Gläubigen der sich auf den Gott Abrahams und Moses beruft als Heiden
      oder Götzenanbeter "abqualifizieren".

      Zitiert aus dem Koran ,Sure 14 dort im Vers 10

      10. Ihre Gesandten sprachen: «Ist etwa ein Zweifel über Allah, den Schöpfer der Himmel und der Erde? Er ruft euch, damit Er euch eure Sünden vergebe und euch Aufschub gewähre bis zu einer bestimmten Frist.» Sie sprachen: «Ihr seid nur Menschen wie wir; ihr wollt uns abwendig machen von dem, was unsere Väter zu verehren pflegten. So bringt uns einen deutlichen Beweis.»

      14. Abraham (Ibráhím) | Koran auf deutsch

      Es ist nicht die Bibel auch nicht das was wir kennen, aber doch Respekt und Anbetung vor dem Schöpfer Himmels und der Erde
      und den Gott Abrahams und Moses.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wenn Allah = Eloah ist, dann Ja!
      Der Gott des Koran und der Bibel mögen hier und da verbale Ähnlichkeiten in den Schriften zeigen. Bei näherer Betrachtung finde ich keine Gemeinsamkeiten zwischen den lebendigen Gott und Allah. Wenn Gott sagt, dass Er immer derselbe ist, kann der lebendige Gott dann derselbe Gott sein, an dem Moslems und Christen glauben ?

      Für den Muslim sind Begriffe wie "Gotteskind" und das Vatersein des Herrn wie es z.B. in Römer 8,16 beschrieben wird gotteslästerlich, denn Allah ist strikt von dieser Welt und den Menschen getrennt.

      Die biblische Heilsgeschichte und die Menschwerdung Gottes in Jesus und das Ertragen der Sünde am Kreuz und die daraus resultierende Erlösung des Menschen ist im islamischen Glauben nicht nachvollziehbar.

      Undenkbar im Islam ist ein Gott der uns Frieden, Geborgenheit, Schutz, etc... schenkt. Im Islam ist eine Selbsterniedrigung Gottes bis zum Tode am Kreuz ebenso undenkbar, genauso wie es im Islam nicht nachvollziehbar ist, dass der Heilige Geist in das Herz eines Menschen ausgegossen werden kann. Unmöglich für den Islam ist auch die Wiederkunft Jesu in Macht und Herrlichkeit.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Ja - Jesus ist der Messias der Juden! - sie werden es (spätestens bei Harmagedon!) noch erkennen!
      Ich würde sagen, dass Jesus der Messias aller Menschen ist. Wie Du sagst, sie werden es spätestens bis dahin erkennen, doch den meisten gilt die Predigt vom Kreuz als Schande.

      Der jüdische Glaube gründet in einer Offenbarung an das Volk Israel. Der jüdische Glaube anerkennt Jesus nicht als den Messias, weil Jesus laut diesen Glauben nicht die messianischen Prophezeiungen erfüllt hat. Jesus verkörperte also "in sich" nicht die persönlichen Eigenschaften des Messias, die der jüdische Glauben vom Messias erwartet.

      Der Messias wird laut dem jüdischen Glauben der größte Prophet der Geschichte sein und im Rang gleich nach Moses stehen. Weissagungen kann es in Israel erst geben, wenn die Mehrheit der Juden der Welt in Israel wohnt, was jedoch seit etwa 300 vor der christlichen Zeitrechnung nicht mehr der Fall war. Zur Zeit Esra, als sich die Mehrheit der Juden weigerte, von Babylon nach Israel umzusiedeln, endeten die Weissagungen mit dem Tod der letzten Propheten Haggai, Sacharja und Maleachi. Jesus gilt Ihnen nicht als Prophet.

      Zudem wird der Messias nach jüdischen Quellen menschliche Eltern haben. Er wird Gott nicht zum Vater haben und er wird keine "übernatürlichen Kräfte" besitzen. Der Messias muss väterlicherseits aus dem Hause König Davids stammen

      Der biblischen Behauptung zufolge, nach der Jesus von einer Jungfrau geboren wurde, besaß er keinen Vater und kann daher das messianische Erfordernis nicht erfüllt haben, väterlicherseits ein Abkömmling von König David zu sein. Und nicht zuletzt wird der Messias das jüdische Volk zur vollständigen Befolgung der Tora führen.

      Die Tora sagt, dass alle "Mizwot" - Das sind die jüdischen Gesetze, Rituale und Vorschriften der Tora - für alle Zeiten bindend bleiben und dass, wer auch immer kommt, um die Tora zu ändern, sofort als falscher Prophet erkannt werden wird. Im Neuen Testament widerspricht jedoch Jesus der Tora (Joh. 1,45 und 9,16; Apostel 3,22 und 7,37).

      Eine einfache Antwort zu dieser Frage gibt es dennoch nicht, da es auch im Judentum viele Strömungen und Sichtweisen gibt, ich habe jetzt nur mal den "Mainstream" angeschnitten.
    • James Gabriel schrieb:

      Jesus gilt Ihnen nicht als Prophet.
      Jesus ist König - Priester - und Prophet!

      James Gabriel schrieb:

      Im Neuen Testament widerspricht jedoch Jesus der Tora (Joh. 1,45 und 9,16; Apostel 3,22 und 7,37)
      Eine gewagte These, wenn man Matthäus 5,17

      Bibelstelle

      "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz(= die Tora!) oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen."
      auf sich wirken lässt!
      PS: Was hat Jesus mit seinem Kommen "erfüllt"? Die ganzen Opfer-Zeremonien des AT im 3. Mosebuch(= =Levitikus) durch sein einzigartiges Opfer am Kreuz! Und ca. 400 Prophezeiungen des AT, die sich alle in Jesus von Nazareth erfüllt hatten!
    • Bogi111 schrieb:

      Mich beschäftigt aber der Gedanke, kann ich einen Gläubigen der sich auf den Gott Abrahams und Moses beruft als Heiden oder Götzenanbeter "abqualifizieren".
      Dieses "Abqualifizieren" wäre ein Angriff auf die gesamte Persönlichkeit eines Mitmenschen und weder respektvoll noch hilfreich. Als Götzendiener oder Heide möchte ich keinen Menschen betiteln. Eher stelle ich mir die Frage, ob man wirklich den "gleichen" und "selben" Gott Abrahams anbetet. Es ist mehr als eine Frage von "Gleichheit", ich finde es ist auch eine Frage des Heils mit ewiger Bedeutung. Wenn es der "gleiche" Gott ist, wieso hat dieser "eine gleiche Gott" Abrahams dann nicht auch den "gleichen Sohn", den "gleichen" Erlösungsweg durch das Kreuz ?

      Einige Christen werden vermutlich jeden Ansatz, dass Allah und Gott derselbe sind, zurückweisen. Andere Christen nicht. Ein islamischer Apologet wird behaupten, Allah wäre derselbe Gott wie der der Christen und Juden. Ein anderer, dass das gotteslästerlich sei. Ein eifriger Moslem wird sagen, dass Adam, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und sogar Jesus alle Muslime waren.

      Islamische Quellen implizieren zwar "grundsätzlich", Allah sei derselbe Gott wie der Gott der Christen und Juden. Beide sind "Volk des Buches", d. h. Menschen, denen die göttliche Offenbarung zuteil wurde, die diese Botschaft von Allah aber verfälscht haben. Dies erforderte die Ankunft des Propheten Mohammed mit seiner klärenden Offenbarung. Die islamische Tradition erkennt zahlreiche Protagonisten des Tanach (AT) und des Neuen Testaments als islamische Propheten an. Das muslimische heilige Buch, der Koran, zitiert einige der Erzählungen der Bibel, doch häufig werden die Namen und andere Fakten geändert. Gemäß islamischer Tradition versuchte Abraham Ismael, nicht Isaak, zu opfern.

      Im vorislamischen Arabien gab es zuhauf archäologische Inschriften mit dem Namen "Allah".
      Allah war eine der 400 Gottheiten, die Araber verehrten. Im vorislamischen Mekka war Allah eine Hauptgottheit. Er wurde am berühmten schwarzen Stein (Kaaba) und an zahlreichen ähnlichen Steinstätten verehrt.

      Da wichtige Grundzüge des Islam, insbesondere die zentrale Gottheit, aus einem heidnischen Milieu stammen, wäre es eine Überlegung wert, ob Allah wirklich der gleiche Gott wie der Gott der Bibel ist. Die Lücke zwischen Gott und Allah ist groß. In der Tat ist sie mindestens so groß wie die zwischen Himmel und der Erde...

      Weder eine Philosophie der Beschwichtigung, noch des Synkretismus, ja noch nicht einmal ein interreligiöser Dialog prägte Abrahams Glaubensüberzeugungen. Es war sein unverfälschter Glaube, der ihn so besonders machte und weshalb Gott ihn erwählte, um ein Kanal des Segens für die Welt zu sein. Daher finde ich auch, dass die Universalisierung "abrahamitische Religion" entgegengesetzt zu dem ist, was Abraham eigentlich darstellt.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Eine gewagte These, wenn man Matthäus 5,17 auf sich wirken lässt!
      Allerdings, finde ich auch.
      Im jüdischen Verständnis wird es so verstanden, dass Jesus laut Joh. 1,45 und 9,16; Apostel 3,22 und 7,37 die Mizwot der Tora gebrochen hätte.


      Norbert Chmelar schrieb:

      Jesus ist König - Priester - und Prophet!
      Ja, dieses Verständnis von Jesus leitet sich aus dem Wort Gottes ab. Es steht so geschrieben und wenn ich jetzt behaupten würde, dass Jesus nur König sein würde, dann würde ich doch einen anderen Jesus, einen anderen Messias, einen anderen Geist und ein anderes Evangelium "kennen".
    • James Gabriel schrieb:

      Im vorislamischen Arabien gab es zuhauf archäologische Inschriften mit dem Namen "Allah".
      Allah war eine der 400 Gottheiten, die Araber verehrten. Im vorislamischen Mekka war Allah eine Hauptgottheit. Er wurde am berühmten schwarzen Stein (Kaaba) und an zahlreichen ähnlichen Steinstätten verehrt.

      Da wichtige Grundzüge des Islam, insbesondere die zentrale Gottheit, aus einem heidnischen Milieu stammen, wäre es eine Überlegung wert, ob Allah wirklich der gleiche Gott wie der Gott der Bibel ist.
      Somit könnte - gegen jedwede christliche Toleranz-Duselei - gesagt werden, dass man Allah mit Baal vergleichen könnte - dem Gegenspieler JAHWES im AT!
      ===> Somit ist BAAL-ALLAH GOTT-JAHWE !!!

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      Somit könnte - gegen jedwede christliche Toleranz-Duselei - gesagt werden, dass man Allah mit Baal vergleichen könnte
      Ich finde diese Überlegung interessant und ich denke, dass es möglich wäre.

      Es lässt mich staunen, denn es gab bereits Ähnliches einige tausend Jahre zuvor. Da treffen wohl wieder mal die weißen Worte Salomos zu - "Es gibt nicht's Neues unter der Sonne".

      Baal bedeutet „Herr, Besitzer, Gemahl“. Es war eine kanaanitische Gottheit. Der Name dieser heidnischen Gottheit wurde auch eine Zeit auf Jahwe übertragen. Eine offene Opposition gegen den lebendigen Gott, wie zur Zeit des Königs Ahab, fand nicht immer statt.

      Äußerlich wurde Jahwe die Treue gehalten, dass Seine Feste gefeiert und die vorgeschriebenen Opfer dargebracht wurden. Daneben dachte man aus, wie sich der Baalsdienst mit dem Dienste Jahwes vereinigen ließ. Den "heidnischen Göttern" gewährte man Anerkennung, die "Heiden" erkannten Jahwe, den Bundesgott Israels an.

      Die gegenseitige Toleranz ging so weit, dass alle Völker ihren höchsten Gott mit dem Namen "Baal" benannten. In Israel wurde versucht, den Anforderungen Jahwes zu genügen, und man neigte sich vor den Götzen der umliegenden mächtigen Völker. Die Grenzen zwischen Gott und Baal wurden aufgehoben.

      Jahwe und Baal wurden identifiziert. Jahwe nannte man auch Baal (Hosea 2,16). Man feierte die Tage Jahwes (Hosea 2,13), aber auch die Tage der Baalim (Hosea 2,15). Die Feindseligkeit gegen Jahwe und den Jahwedienst war aufgehoben, aber eine weit gefährlichere Mischung, ein Synkretismus wurde herrschend.

      Äußerlich galt der Jahwe(dienst), innerlich erhob sich aber der Baal(dienst) zur Alleinherrschaft.
    • Bogi111 schrieb:

      Jesus sagt klar, niemand kommt zu Vater denn durch mich.

      Ja, das sagt daß Jesus sehr wohl jeden annehmen kann.
      Wen alles, das wissen wir nicht.
      Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß er jeden annimmt, der ehrlichen Herzens ein höhere Macht anbetet, ohne jemals etwas von ihm gehört zu haben, bzw die nie eine wirkliche Chance hatte, etwas anderes als seine Lehre zu hören?
      M.E. gibt es rund um den Erdball unzählige Menschen, die das tun..............auch unter den Moslems.
    • James Gabriel schrieb:

      Im jüdischen Verständnis wird es so verstanden, dass Jesus laut Joh. 1,45 und 9,16; Apostel 3,22 und 7,37 die Mizwot der Tora gebrochen hätte.
      1. Joh.1,45: Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth.
      2. Joh.9,16: Da sprachen einige der Pharisäer: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sprachen: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? Und es entstand Zwietracht unter ihnen.
      3. Apg.3,22: Mose hat gesagt (5. Mose 18,15; 18,19): »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; den sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagen wird.«
      4. Apg.7,37: Dies ist der Mose, der zu den Israeliten gesagt hat (5. Mose 18,15): »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern.«
      Zu:
      1. Nachdem was Du geschrieben hattest, sahen also Jesu Jünger genau nach jüdischem Verständnis Jesus als Messias, wenn sie Josef von Nazareth für seinen Vater hielten!
      2. Die Pharisäer hielten Jesus für einen "Sabbat-Brecher"! Aber nach Jesus durften auch Kranke am Sabbat geheilt werden! ===> Dadurch hat Jesus das "Sabbat-Gebot als Liebes-Gebot" erst richtig aufgerichtet!
      3. Jesus von Nazareth war in der Tat jener große, neue Prophet, den Moses angekündigt hatte - nur dass die führenden Männer des Volkes Israel nicht auf ihn - der die Thora ganz im Sinne eines barmherzigen Gottes richtig auslegte(!) - hören wollten!
      4. detto/ dito!

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    • Yppsi schrieb:

      Ja, das sagt daß Jesus sehr wohl jeden annehmen kann.
      Wen alles, das wissen wir nicht.
      Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß er jeden annimmt, der ehrlichen Herzens ein höhere Macht anbetet, ohne jemals etwas von ihm gehört zu haben, bzw die nie eine wirkliche Chance hatte, etwas anderes als seine Lehre zu hören?
      M.E. gibt es rund um den Erdball unzählige Menschen, die das tun..............auch unter den Moslems.

      Die einzige Grundlage für die Vergebung der Sünden und ewiges Leben ist der Weg über Jesus. Viele Menschen denken, dies bedeute, dass diejenigen, die niemals von Jesus gehört haben, automatisch verdammt seien. Keiner weiß, ob das der Fall ist.

      Gott verurteilt niemanden zu Unrecht.
      Ich denke, dass jeder Mensch die Gelegenheit haben wird zu erkennen oder zu bereuen, und dass Gott niemand ausschließen wird, weil er zufällig am "falschen Ort" und zur "falschen Zeit" geboren wurde.

      Die Bibel enthält Beispiele von Menschen, die von Gott angenommen wurden, obwohl ihr Wissen über ihn begrenzt war. Rahab wusste nur sehr wenig über Gott, aber die Bibel bezeichnet sie als eine gläubige Frau, und ihre Taten werden gelobt. Naeman, dem Syrer, wurde Frieden mit Gott gegeben, weil er glaubte, obwohl er inmitten einer heidnischen Kultur lebte. Jona wurde nach Ninive, einer heidnischen Stadt, gesandt, und sie bereuten durch seine Predigt

      Die Bibel lehrt, dass Gott die Welt in fairer und gerechter Weise richten wird. Andererseits lehrt die Bibel auch, dass einfaches Ausüben von Religion niemanden entschuldigt, sondern viel eher die Schuld eines Menschen ausmacht. Gott wird die ganze Menschheit auf faire Weise richten. Niemand kann dann behaupten, ein ungerechtes Verfahren gehabt zu haben. Wenn wir vielleicht auch nicht in der Lage waren, die Frage nach denen, die nicht gehört haben, zur allgemeinen Zufriedenheit zu beantworten, so gibt es doch gewisse Dinge, die die Bibel klar gemacht hat.


      Viele Dinge in der Bibel kann ich nicht verstehen. Von vielen Dingen in der Bibel denke ich nur, dass ich sie verstehe - Aber es gibt viele Dinge in der Bibel, die ich nicht missverstehen kann.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Zu:

      1
      Nachdem was Du geschrieben hattest, sahen also Jesu Jünger genau nach jüdischem Verständnis Jesus als Messias, wenn sie Josef von Nazareth für seinen Vater hielten!

      2
      Die Pharisäer hielten Jesus für einen "Sabbat-Brecher"! Aber nach Jesus durften auch Kranke am Sabbat geheilt werden! ===> Dadurch hat Jesus das "Sabbat-Gebot als Liebes-Gebot" erst richtig aufgerichtet!

      3
      Jesus von Nazareth war in der Tat jener große, neue Prophet, den Moses angekündigt hatte - nur dass die führenden Männer des Volkes Israel nicht auf ihn - der die Thora ganz im Sinne eines barmherzigen Gottes richtig auslegte(!) - hören wollten!

      4
      detto/ dito!

      1)

      Es geht da weniger um die Sicht der Jünger auf Jesus. Im jüdischen Glauben gibt es ein paar Merkmale die auf den Messias zutreffen müssen. Seitens der jüdischen Schriftgelehrten wird damit argumentiert, dass Joh 1,45 ein Beweis dafür sei, dass Jesus nicht der Messias ist. Sie glauben eben, dass der Messias zwei leibliche Eltern haben muss, aber von Jesus doch behauptet wird, dass Maria eine Jungfrauengeburt durch den Heiligen Geist erlebte. Die Juden verneinen die Jungfrauengeburt und auch die Vaterschaft des Josef. Die Herkunft Jesu wird von ihnen Fehltritt Marias gedeutet. Die im Neuen Testament erwähnte Abstammung von König David könne Jesus demnach nicht beanspruchen.

      2 & 3
      Allgemein wurde Jesus als Betrüger der breiten Masse der Juden betrachtet. Manche Juden sehen Jesus als bedeutenden Rabbi an, der von den Nachfolgern der nächsten Generation missverstanden oder falsch dargestellt wurde. Dieses Phänomen – so meine diese – führte zur Entstehung des Christentums. Jesus wird als Weiser, als Prophet oder aber auch als mutige Persönlichkeit betrachtet, die sich gegen die Tyrannei Roms aufgelehnt hat.

      Juden assoziieren mit Jesus aber auch einen abtrünnigen Juden, einen Erzfeind des jüdischen Volkes, den Gründer einer destruktiven Religion. Dieser Jesus hat ihrer Meinung nach über Generationen hinweg unaussprechliche Not und Verfolgung über das jüdische Volk gebracht. Manche schenken den Neutestamentlichen Schriften Vertrauen, ohne mit dem Inhalt vertraut zu sein; andere wiederum machen vor allem Nachfolger Jesu, wie z.B. Paulus, für die antijüdische "Irrlehre" verantwortlich.

      ==========================================

      Der babylonische Talmud berichtet wie folgt von Jesus:

      Er wird meist nur mit „jener Mann“ beschrieben. Zudem wird er als falscher Prophet, Verführer Israels, der Zauberei trieb, der über die Weisen spottete und fünf Jünger hatte, dargestellt. Am Vorabend des Pessach sei er gehängt worden, nachdem sich nach einer vierzigtägigen Suche kein Entlastungszeuge für ihn finden ließ. Die Herkunft Jesu wird als Fehltritt Marias gedeutet.

      Demnach habe sie sich mit einem römischen Legionär eingelassen; das dabei entstandene Kind wurde dann dem "Heiligen Geist" zugeschrieben. Dementsprechend war Maria für die Rabbiner eine "Hure". Jesus sei somit durch den römischen Vater "nicht nur ein Bastard, sondern der Sohn eines Nichtjuden“ gewesen.

      Die im Neuen Testament erwähnte Abstammung von König David könne er demnach nicht beanspruchen. Diese Erwähnung, wie auch der "Messias" und "Sohn-Gottes-Anspruch", waren für die Autoren des Talmuds reiner Betrug. Jesus wird als Promisk (sexuell freizügig) dargestellt, der mit einer Prostituierten verkehrt haben soll. Dies beweise – so die Auffassung gewisser Rabbiner, dass er kein Prophet gewesen sein könne.
    • James Gabriel schrieb:

      andere wiederum machen vor allem Nachfolger Jesu, wie z.B. Paulus, für die antijüdische "Irrlehre" verantwortlich.
      Paulus war Jude durch und durch! ---> siehe nur Römer 9 - 11!
      Von Paulus gibt es im ganzen NT nur eine einzige antisemitische Äußerung in 1.Thessalonicher 2,14ff.:

      Bibelstelle

      "...den Juden, die den Herrn Jesus getötet haben und die Propheten, und die uns verfolgt haben, und die Gott nicht gefallen und allen Menschen feind sind"

      Dazu ist zu sagen, dass dieses Paulus aus Wut geschrieben hatte, da kurz vorher in Thessalonich die Juden einen Aufstand gegen Paulus und Silas angezettelt hatten (---> siehe Apg.17,5-8!!!)!
      Zu 1.Thess.2,14-16 ist generell zu sagen:
      • a) Die Juden haben den Herrn Jesus nicht getötet, sondern historisch
        nachweislich die Römer!!!
        Dies wird v.a. von der jüdischen Religionswissenschaftlerin Frau Ruth Lapide vertreten!
      • b) Durch den Tod des Stephanus - des ersten christlichen Märtyrers - durch einen jüdischen
        Mob gesetzeswidrig - gegen röm. Recht! - im Jahre 35 n.Chr. umgekommen, hatte sich
        eine gewisse Verrfolgungswelle seitens der Juden gegen die jüd.Sekte der Jesus-Anhänger
        ergeben.
        Außerdem waren viele Juden auf die Missionserfolge des Paulus unter ihren Landsleuten
        eifersüchtig!
      • c) Es kann keine Rede davon sein, dass "die Juden Gott _ n i c h t _ gefallen!" - ganz im
        Gegenteil, so spricht Paulus ja in Römer 11,2 ausdrücklich davon , dass "Gott sein Volk
        _ n i c h t _ verstoßen hat."! Und Jesus selbst sagt in Joh.4,22: >>Das Heil kommt von den
        Juden!<< ===> Aus alldem Gesagten ergibt sich, dass Israel - dass die Juden -immer noch
        Gottes auserwähltes Volk sind und bleiben werden!
      • d) Somit kann also auch nicht behauptet werden, dass die Juden "aller Menschen Feinde sind"!
        Dieser unglückliche Vers aus 1.Thess.2,14-15f. hat dem weltweiten Antisemitismus Vorschub
        geleistet und wäre , wenn Paulus die Jahrhundertelange Entwicklung des Judenhasses und
        der Judenverfolgung noch erlebt hätte, so von ihm mit Sicherheit n i c h t formuliert
        worden!

      James Gabriel schrieb:

      Dieser Jesus hat ihrer Meinung nach über Generationen hinweg unaussprechliche Not und Verfolgung über das jüdische Volk gebracht.
      Diese Behauptung der Juden ist durch nichts zu belegen! Es war gewiss nicht Jesus Christus, der auch für die Sünden seines jüdischen Volkes am Kreuz von Golgatha geopfert wurde, welcher "über Generationen hinweg unaussprechliche Not und Verfolgung über das jüdische Volk gebracht" hatte, sondern dies waren keine echten Nachfahren des Jesus von Nazareth, die sich an Jesu Gebote von der Feindesliebe nicht gehalten hatten und unsägliches Leid, Tod und Verfolgung über die Juden gebracht hatten - bis hin zum Holocaust! Wahrlich kein Ruhmesblatt in der Kirchengeschichte! Nein mit jedem getöteten Juden, haben die sogenannten "Christen" Jesus erneut ans Kreuz geschlagen! Die scheußlichen Verbrechen der Christenheit kann man nicht Jesus in die Schuhe schieben - absolut überhaupt nicht!

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      Paulus war Jude durch und durch! ---> siehe nur Römer 9 - 11!

      Von Paulus gibt es im ganzen NT nur eine einzige antisemitische Äußerung in 1.Thessalonicher 2,14ff.:
      Manche jüdischen Rabbiner halten Paulus für alles andere als einen Juden. Da geht es gar nicht so sehr darum, dass Juden dem Paulus eine Irrlehre wegen antisemitischen Inhalten vorwarfen und auch nicht darum, dass die Juden am Kreuzestod Jesu schuld gewesen wären.

      Wenn ein jüdischer Rabbiner davon spricht, dass er Paulus, für die antijüdische "Irrlehre" verantwortlich hält, so ist mit Irrlehre "die Predigt vom Kreuz" gemeint. Sehr extreme Rabbiner behaupten, dass Jesus gar nicht das Problem sei, weil es für sie doch eh klar sei, dass Jesus nicht der Messias ist, sondern vielmehr das das Problem sei, dass Paulus mit Absicht daran gearbeitet hätte den jüdischen Charakter auszumerzen.

      Sehr extreme Juden vertreten die Ansicht, dass Paulus "Schuld" an der "Irrlehre" (Christentum) wäre. Laut ihnen, hat Paulus das Christentum gegründet, nicht Jesus. Die Rabbiner verweisen, dass selbst die Leiter der frühen Gemeinden gegen die "nichtjüdische" "Jesus-Richtung" waren, die Paulus eingeschlagen hatte. Oft wird dann auch damit argumentiert, dass wenn Jesus wirklich der (jüdische) Messias gewesen wäre, jeder Mensch dann auch den jüdischen Gauben annehmen müsste, um den Messias überhaupt zu folgen. Dem zufolge, sei Paulus also kein "echter" Jude und auch kein "wahrer" Nachfolger Jesu gewesen sondern habe lediglich die von Jesus vorbereitete Plattform benutzt, um seine eigenen Lehren voranzutreiben.

      Das alles ist aber nicht neu.
      Schon zu seinen Lebzeiten musste sich Paulus solche Vorwürfe anhören und wurde wegen ihnen auch angeklagt. Die Apostelgeschichte zeugt unter anderem davon.


      Norbert Chmelar schrieb:

      c) Es kann keine Rede davon sein, dass "die Juden Gott _ n i c h t _ gefallen!" - ganz im



      Gegenteil, so spricht Paulus ja in Römer 11,2 ausdrücklich davon , dass "Gott sein Volk



      _ n i c h t _ verstoßen hat."! Und Jesus sselbst sagt in Joh.4,22: >>Das Heil kommt von den



      Juden!<< ===> Aus alldem Gesagten ergibt sich, dass Israel - dass die Juden -immer noch



      Gottes auserwähltes Volk sind und bleiben werden!
      Eben ! Paulus sagt eindeutig, dass das Evangelium den Juden und den Heiden gilt.

      "Achtet die Langmut unseres Herrn für Errettung, so wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat,wie auch in allen seinen Briefen, wenn er in denselben von diesen Dingen redet, von denen etliche schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben."

      ============================
      Wie man es auch immer sehen mag: Antijudaismus wäre da fehl am Platz.

      Es gibt halt so viele unterschiedliche Meinungen über Jesus seitens der jüdischen Interpretationen, dass ich da oft gar nicht mehr durchblicke. Viele Lehrmeinungen die dann schnell für viele Missverständnisse, Widersprüche und Interpretationen sorgen können.

      Da geht es mir nicht darum, andere Religionen runter zu machen, vermeintliche "Fehler" zu finden, oder gar in harscher und liebloser destruktiver Kritik diese gar als "minderwertig" zu sehen, oder Stolz zu empfinden und ablehnend zu sein, im Sinne von: "Nur wir Christen haben Recht."

      Auch wenn es für manche Menschen vermessen oder arrogant klingen mag; Ich weiß das mein Erlöser lebt und das es nur einen lebendigen Gott gibt. Es ist nicht meine Aufgabe und auch nicht der Sinn des Glaubens anderen Religionen das zu sagen. Doch es kann auch nicht Sinn sein, zugunsten der Toleranz oder des Miteinanders den lebendigen Gott einfach zu relativieren oder gar zu verleugnen. In gewissen Maße verleugne ich dann nicht nur Gott oder Jesus, sondern auch mich selbst.

      Ich finde es nicht gut, wenn Jesus nur als ein möglicher Weg neben anderen möglichen Wegen dargestellt wird. Damit würde ich Menschen in der leuchtenden Hoffnung berauben, ein Kind des lebendiges Gottes zu sein bzw. zu werden. Welche Hoffnung hätte der biblische Glaube wohl, wenn es nicht Jesus wäre ? "Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit" (Kol 1,27)

      Wann immer Jesus "kleingeredet" wird, möchte ich einfach Jesus als die Hoffnung der Herrlichkeit hochhalten. Denn einen anderen Jesus als diesen kenne ich nicht und ich habe auch keinen Jesus erfahren, der anderes wäre. Möge der Herr noch viele menschliche Herzen berühren und Ihnen die Freude zu teil werden lassen, tagtäglich erleben zu dürfen, dass diese Hoffnung der Herrlichkeit eine lebende Hoffnung, eine lebendige Person ist und keine "streitbare" oder "relativierbare" theologische "Figur" oder "Tugend".

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