Kann man den Heiligen Geist haben und trotzdem noch sehr fleischlich leben?

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    • Kann man den Heiligen Geist haben und trotzdem noch sehr fleischlich leben?

      Kann man den Heiligen Geist haben und trotzdem noch sehr fleischlich leben?

      In: "Das Magazin für Gemeinschaften, Hauskreise, Gemeinden und Kleingruppen 5 2016: Gemeinschaft - Heiliger Geist - mit den Punkten
      • Das Wunder des Heiligen Geistes
      • Was ist dran am "hörenden Gebet"?
      • Gnadau und die Pfingstbewegung

        die-apis.de die Apis Evangelischer Gemeinschaftsverband Württemberg"

        schreibt Prof. Dr. Volker Gäckle, Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL) auf Seite 5, ich zitiere:

        "... So merkwürdig es sich anhört, aber man kann den Heiligen Geist haben und trotzdem noch sehr fleischlich, unweise und ungeheiligt leben. ..."
      Was meint ihr hierzu: Kann man den Heiligen Geist haben und trotzdem noch sehr fleischlich leben?
    • Johannes2 schrieb:

      Es geht nicht darum was der Mensch meint, sondern was Gott meint. Was meinst Du mit haben? Kann Satan Gemeinschaft mit dem HGeist haben? Entweder bist du der Tempel Gottes oder der Tempel Satans.
      Lieber Johannes,

      ich glaube, dass ich Deine Aussage nicht ganz verstehe. Meinst Du damit, dass ein Christ praktisch zur "Sünde" unfähig ist bzw. nicht mehr sündigt / sündigen kann ?
    • Die Antwort auf Deine Frage bedarf eigentlich keiner Diskussion, sie ist so klar wie die Mittgssonne: Man findet sie im
      1. Joh. 3. 9. Vor allem Röm. Kap. 8 bestätigt jenen Vers und vor allem auch Röm. 6, das Kapitel über die Taufe. Gemeint ist aber nicht die Wasssertaufe, sondern die Taufe mit "Feuer und Geist" (aber mal ganz ausserhalb der Charismatik!).
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge
    • Solange es nicht klar defniert r ist, was Prof. Dr. Volker Gäckle mit "Heiligen Geist haben" - "fleischlich" - "unweise" - "ungeheiligt" meint, sind Urteile schwer abzugeben.

      (Mir scheint es ein sehr inkonkretes, vielfach interpretierbares, in einiger Ohren gefährlich wohlkingendes Wortgebimmel zu sein)
    • Kisehel schrieb:

      Die Antwort auf Deine Frage bedarf eigentlich keiner Diskussion, sie ist so klar wie die Mittgssonne:
      Man findet sie im 1. Joh. 3. 9. Vor allem Röm. Kap. 8 bestätigt jenen Vers und vor allem auch Röm. 6
      Dann wird sich auch gewiss Jemand im Forum finden lassen, der diese Worte Tag für Tag, Minute für Minute in seinem Leben verwirklicht hat. Gibt es hier jemanden, der von sich behaupten kann, diesen Versen (immer) in seinem Leben nachgekommen zu sein ?

      Oder kann es sein, dass diese Gnade die Sünde nicht überwindet, aber Kraft gibt die Sünde überwinden zu können ?

      Ich glaube, dass unsere Freiheit in Jesus eine der wertvollsten Eigenschaften ist. Gerade weil der Geist im Herzen der Gläubigen zu finden ist, sind wir dazu befähigt freie, moralisch verantwortliche Menschen zu sein. Kein Leben mehr unter dem Zwang, nachdem Fleisch zu handeln, ebenso wenig wie Gott uns zwingt im Geist zu handeln. Ich bin vollkommen frei, die Leitung des Geistes in meinem Leben oder den Wandel nach dem Fleisch zu wählen. Es besteht keine Notwendigkeit mehr zum sündigen, aber das bedeutet nicht, dass ein Christ nie mehr in seinem Leben "sündigen" würde.

      Wir sind nicht perfekt (nur weil wir gläubig sind) und unsere Mitmenschen wissen das. Was bringt es eine christliche Fassade der Perfektion aufzubauen, um Geschwister zu ermutigen und um "Sünder" zu gewinnen ? Das kann man vergessen, es wird nicht gelingen. Es bedeutet auch nicht, dass 'eh alles Gnade ist und das Sünde was für die leichte Schulter sei. Ja, auch bei einem Christen kann mal eine fleischliche Neigung durchkommen. Was mach ich dann, wenn ich das bemerke ? Ich registriere mal, dass ich dem Fleisch gefolgt bin, denn wenn ich dem Geist gefolgt wäre, hätte ich nicht der "fleischlichen Natur" nachgegeben. Ich gebe mein falsches Verhalten vor Gott zu und korrigiere es.

      Warum sonst schreibt Johannes den Gläubigen: "Ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Aber wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Er ist die Versöhnung für unsere Sünden." (1. Joh 2,1-2)


      Wer von Euch hat Kinder ?
      Was wenn Dein Kind plötzlich verzweifelt und sich das Leben nehmen wollte. Würdest Du es weniger lieben ? Würdest Du es aus der Familie verstoßen ? Oder es links liegen lassen ?

      Ich glaube, keine liebenden Eltern würden das tun. Wenn überhaupt, dann hätte sie Mitleid mit ihrem Kind und würden das Kind wohl noch mehr liebhaben.

      Damit möchte ich sagen, dass wenn Menschen als "unvollkommene Eltern" so handeln würden, wie würde dann da wohl der himmlische Papa in Seiner Vollkommenheit handeln, wenn Er als liebender Papa die Schwächen Seiner Kinder kennt und Sünde vergeben kann ?


    • Hallo!

      Kisehel schrieb:

      Die Antwort auf Deine Frage bedarf eigentlich keiner Diskussion, sie ist so klar wie die Mittgssonne: Man findet sie im 1. Joh. 3. 9.
      In Johannes 3, 9 geht es nicht um einzelne, einmalige Sünden, sondern um fortgesetztes, gewohnheitsmäßiges Sündigen:

      1. Johannes 3, 9 (Schlachter 2000): Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.

      Fußnote zu "tut nicht Sünde":
      d.h. sündigt nicht beständig, lebt nicht in Sünde (gr. Gegenwartsform). Ebenso nachher »er kann nicht beständig sündigen«.

      Zum Vergleich:

      1. Johannes 3, 9 (Das Neue Testament, Ludwig Thimme 1949): Wer von Gott geboren ist, kann nicht in Sünde leben, denn der Gottessame bleibt in ihm.

      Genauso ist es auch im Vers 6:

      1. Johannes 3, 6 (Schlachter 2000): Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.

      Fußnote zu "wer sündigt":
      d.h. wer beständig sündigt, in Sünde lebt (gr. Gegenwartsform).

      Zum Vergleich:

      1. Johannes 3, 6 (Neue-Welt-Übersetzung 1986): Jeder, der in Gemeinschaft mit ihm bleibt, treibt nicht Sünde; jemand, der Sünde treibt, hat ihn weder gesehen noch ihn kennengelernt.

      Es ist ein Unterschied ob man manchmal sündigt, oder ob man dieselbe Sünde "treibt", bzw. gewohnheitsmäßig immer wieder begeht. Es gibt unzählige Verse, welche deutlich machen, dass niemand frei von Sünde sein kann, auch kein Christ!

      Prediger 7, 20 (Luther 2017): Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er nur Gutes tue und nicht sündige.

      1. Johannes 1, 8-10 (Luther 2017): Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

      1. Johannes 2, 1 (Luther 2017): Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.

      Römer 3, 9-10 (Luther 2017): Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorzug? Gar keinen. Denn wir haben soeben bewiesen, dass alle, Juden wie Griechen, unter der Sünde sind, wie geschrieben steht: »Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.

      Römer 3, 23-24 (Luther 2017): Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.

      Gruß, GMacS
    • Gane MaccShowan, , der Professr vermeidet das Wort "Sünde" und bringt viel leichter in Diffusion übergehende oder überzuleitede Worte wie "unweise" und "fleischlich" und "ungeheiligt".

      Unweise ist schon, wer auf einen Werbungsschwindel hereinfällt. "Fleischlich" : JA, die Werke des Fleisches. Aber auch das warme Fichtennadelbad, das ich - a so, na, natürlich mein Körper - geniesst ? (Ist mit immer wieder in dieser Richtung präsentiert worden !. "Ungeheiligt" - Ist jemand ungeheiligt, der nicht meinem oder seiner Gemeinde Dresscode entspricht ? Manche sagen Ja ! Oder weil er zum Golfspielen nachvon Frankfurt nach Arizona fliegt ? Manche sagen Ja !.
    • Kisehel schrieb:

      Der Mannn hat von Tuten und Blasen noch rein gar nichts verstanden.
      Könnte es nicht so sein wie hier erklärt...
      3.2 Der fleischliche Gläubige

      Hier unterstreicht der Apostel zwei Gruppen von Christen: die geistlichen und die fleischlichen. Die geistlichen Christen sind aber in keiner Weise außergewöhnlich, sie sind einfach normal.
      Es sind die fleischlichen, die vom Normalen abweichen. In Korinth gab es zweifellos Christen, aber sie waren fleischlich, nicht geistlich.
      Dreimal in diesem Kapitel sagt Paulus, daß sie fleischliche Menschen seien.
      Durch die Weisheit, die ihm der Heilige Geist verliehen hatte, erkannte der Apostel, daß er ihnen zuerst zeigen mußte, wo sie standen, bevor er ihnen die Botschaft sagen konnte, die sie so sehr brauchten.

      3.2 Der fleischliche Gläubige
    • James Gabriel schrieb:

      Johannes2 schrieb:

      Was meinst Du, kann im Tempel Gottes auch Satan wohnen, und dennoch Tempel Gottes sein ?
      Lieber Johannes,
      hilf' mir bitte auf die Sprünge.


      Du hast den Vers zitiert und meine Frage war, ob Du damit zu verstehen geben willst; "dass ein Christ praktisch zur "Sünde" unfähig ist bzw. nicht mehr sündigt / sündigen kann ?"


      wenn ein Christ nicht mehr willentlich sündigen könnte, dann wäre er kein Mensch, sondern ein Robo ohne eigenen Willen. Besser fragt Du, ob er noch sündigen tut. Wer von Gott geboren ist, der tut keine Sünde 1.Joh.3,9
    • Gane MacShowan schrieb:

      1. Johannes 3, 9 (Schlachter 2000): ... er kann nicht sündigen
      Dieser Satz für sich genommen ist falsch und im Widerspruch zu anderen Stellen der Bibel, d.h. - er
      ist <<anti-evangelisch>>!
      Denn statt vieler nur diese beiden, die genau das Gegenteil aussagen:

      Gane MacShowan schrieb:

      1. Johannes 1, 8-10 (Luther 2017): Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
      ...
      Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

      Gane MacShowan schrieb:

      Römer 3, 23-24 (Luther 2017): Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
      Letztere Bibelstelle war eine zentrale Erkenntnis des Reformators Martin Luther! ===> Alle Menschen sind und bleiben Sünder und werden ohne ihre Verdienste durch Gott rein aus Gnade gerecht gemacht! Verdient haben sie es nie und nimmer! Aber unser Gott ist barmherzig und gnädig, geduldig und von grosser Güte!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      schreibt Prof. Dr. Volker Gäckle, Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL) auf Seite 5, ich zitiere:

      "... So merkwürdig es sich anhört, aber man kann den Heiligen Geist haben und trotzdem noch sehr fleischlich, unweise und ungeheiligt leben. ..."
      Was meint ihr hierzu: Kann man den Heiligen Geist haben und trotzdem noch sehr fleischlich leben?
      Wovon hat er denn geschrieben? Vor diesem Satz und nach diesem Satz ... ?

      Ist ein bisschen unfair, oder? Aber von dir nicht anders zu erwarten, denn hier im Forum tust du ja das Gleiche.

      Zwar kann ich mir auch schon ausmalen, wohin die Reise geht beim Professor Doktor Internationale Hochschule, aber wenn man ihn hier diskutieren will, sollte man fair sein und den ganzen Text betrachten.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Bogi111 schrieb:

      Hier unterstreicht der Apostel zwei Gruppen von Christen: die geistlichen und die fleischlichen. Die geistlichen Christen sind aber in keiner Weise außergewöhnlich, sie sind einfach normal.

      Ja, Bogi, genau dieser Unterschied ist ja derart wichtig! Nur ich weiss natürlich nicht, wie das Verhältnis geistiger/natürlicher Christ in jener Zeit wirklich war. Heute jedenfalls sind die natürlichen (eben fleischlichen) Christen in erdrückender Überzahl, wenn es überhaupt noch irgendwelche echte geistige Christen gibt.
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge
    • Kisehel schrieb:

      Heute jedenfalls sind die natürlichen (eben fleischlichen) Christen in erdrückender Überzahl,
      Ich denke, das war immer so. Ist es nicht immer eine kleine Gruppe?
      Wir lesen in der Apostelgeschichte, dass sich fünftausend bekehrten; einige Seiten später müssen bereits Konzile abgehalten werden, um Streitigkeiten zu schlichten und die Briefe Pauli entstanden wesentlich aus Streit, Spaltung und Not heraus. Da wird schon darüber gestritten, was mit den Juden sei und was mit den Heiden, wer eher Paulus geneigt ist und wer eher Apollon, und so weiter.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Kisehel schrieb:

      Bogi111 schrieb:

      Hier unterstreicht der Apostel zwei Gruppen von Christen: die geistlichen und die fleischlichen. Die geistlichen Christen sind aber in keiner Weise außergewöhnlich, sie sind einfach normal.
      Ja, Bogi, genau dieser Unterschied ist ja derart wichtig! Nur ich weiss natürlich nicht, wie das Verhältnis geistiger/natürlicher Christ in jener Zeit wirklich war. Heute jedenfalls sind die natürlichen (eben fleischlichen) Christen in erdrückender Überzahl, wenn es überhaupt noch irgendwelche echte geistige Christen gibt.
      "geistig" oder "Geistlich" - -