Dogmatische Rechtgläubigkeit gegen soziales Engagement

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Seele1986 schrieb:

      Das Problem ist auch nicht die "Theologie", wenn man sie als Lehre, Suchen und Forschen von Gott und Mensch, von Gottes Wesen und des Menschen Wesen, versteht. Studium ist immer gut, und wenn es eine gewisse Linie, einen Rahmen hat, ist das gut und richtig; es kann ja nicht uferlos alles besprochen und hingenommen werden, bloß weil jeder Irgendwas ausdenken darf. Das kann nicht gutgehen.
      Das beschreibt EGW so...

      Fanatismus wird auch in unseren eigenen Reihen auftreten. Die damit verbundenen Anschauungen werden so verführerisch sein,
      daß selbst die Auserwählten in der Gefahr stehen, irregeführt zu werden. Wenn solche Bewegungen auffällige Widersprüche und Unwahrheiten aufweisen würden, wären sie wenig zu fürchten, und der Herr müßte nicht vor ihnen warnen.
      Ich erhebe meine Stimme nur deshalb, weil ich durch Vermittlung des Heiligen Geistes Dinge sehe, die meine Glaubensgeschwister nicht erkennen.
      Ich werde die Aufmerksamkeit nicht auf jeden einzelnen Aspekt der Täuschung lenken.
      Es genügt, euch zu sagen: Seid auf der Hut und sorgt als treue Wächter dafür, daß eure Herde nicht alles kritiklos annimmt, was den Anspruch erhebt, in Namen Gottes gesprochen zu sein. Wer religiöse Gefühle anheizt, wird bald merken, wie schnell diese außer Kontrolle geraten. „Predigt das Wort“ besonnen und klar. Es ist nicht unsere Aufgabe, religiöse Gefühle zu erregen.
      Der Geist Gottes allein schafft gesunde Begeisterung. Laßt Gott arbeiten. Es ist das beste, seine Beauftragten folgen behutsam seinen Schritten, warten, beten und sehen auf Jesus. Sie werden gute Arbeit leisten, wenn sie sich durch Gottes Geist, der Licht und Leben ist, leiten lassen. Brief 68, 1894

      Ellen G. White Writings in Multiple Languages
    • Bogi111 schrieb:

      Fanatismus wird auch in unseren eigenen Reihen auftreten
      Jetzt suche ich nur noch den Fanatiker in meinem Beitrag. Sind es jene Theologen und Akademiker oder bin ich es?
      Ich verstehe deine Nutzung der White-Texte manchmal nicht ganz.

      Übrigens ein sehr schöner Text!
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Pfingstrosen schrieb:

      Ich ... denke , dass es auch gerechtfertigt ist darüber nachzudenken was man in der Gemeinde, in den Kirchen besser machen könnte
      Diesen Versuch habe ich auch gestartet in Sachen Reformen in der Evangelischen Landeskirche Württemberg und in der EKD, als ich 6 Reformvorschläge eingebracht hatte, die im Antwortschreiben des OKR alle sämtlich :thumbdown: abgelehnt wurden :cursing: - siehe meinen Beitrag im Blog unter:5 NEUE "LUTHER-THESEN" NR. 96 - 100 FÜR UNSERE ZEIT! vom 11. Dezember 2016
      Vielleicht liegt es ja auch an Deinen Thesen, und nicht so sehr an der Reformresistenz der Kirche.

      Zwei Deiner Vorschläge laufen daraus hinaus, Wahlkämpfe auch in der Kirche einzuführen. In der Politik finde ich sie ja in Ordnung, aber muss das jetzt auch noch bei der Bischofs- und Pfarrerwahl sein? Da setzt sich am Ende dann immer der durch, der in der Presse am besten rüberkommt und allen alles verspricht.

      Bei zwei weiteren theologischen Thesen schreibst Du ja selbst, dass sie bereits von anderen Konfessionen in Deinem Sinne verwirklicht wurden.
    • Babylonier schrieb:

      Zwei Deiner Vorschläge laufen daraus hinaus, Wahlkämpfe auch in der Kirche einzuführen. In der Politik finde ich sie ja in Ordnung, aber muss das jetzt auch noch bei der Bischofs- und Pfarrerwahl sein?
      Das wäre schlicht und einfach im Sinne des "Priestertums aller Gläubigen", welche Luther eingefordert hatte zu sehen: Die Gemeinden sollen doch ihren Pfarrer selber auswählen. Und warum nicht auch den Landesbischof vom Kirchenvolk in max. 2 Wahlgängen wählen lassen? Es gab in Württemberg, wo der Landesbischof von der Landessynode gewählt wird, schon mehr als 33 Wahlgänge...! Unzumutbar...!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Babylonier schrieb:

      Zwei Deiner Vorschläge laufen daraus hinaus, Wahlkämpfe auch in der Kirche einzuführen. In der Politik finde ich sie ja in Ordnung, aber muss das jetzt auch noch bei der Bischofs- und Pfarrerwahl sein?
      Das wäre schlicht und einfach im Sinne des "Priestertums aller Gläubigen", welche Luther eingefordert hatte zu sehen: Die Gemeinden sollen doch ihren Pfarrer selber auswählen. Und warum nicht auch den Landesbischof vom Kirchenvolk in max. 2 Wahlgängen wählen lassen? Es gab in Württemberg, wo der Landesbischof von der Landessynode gewählt wird, schon mehr als 33 Wahlgänge...! Unzumutbar...!

      "Priestertum aller Gläubigen" heißt aber nicht "Personalmanagement aller Gläübigen". Die Besetzung der Pfarrstellen wird vom Gemeindekichenrat entschieden, der widerum von allen Gemeindemitgliedern demokratisch gewählt und damit legitimiert ist.

      Dass Vorstellungsgespräche nicht in aller Öffentlichkeit stattfinden, macht ja wohl Sinn. Schließlich muss man als Bewerber/in ja auch damit rechnen, nicht genommen zu werden.

      Wenn die Bewerber stattdessen von Tür zu Tür tingeln, wird am Ende immer der Witwentröster gewählt. Pastor Fliege auf allen Ebenen. Möchte ich wirklich nicht haben.

      Das mit den vielen Wahlgängen liegt daran, dass ein Bischof im allerletzten Wahlgang eine 2/3 Mehrheit und nicht wie in einem politischen Parlament eine einfache Mehrheit braucht. In einer Kirche macht dieser Konsenszwang durchaus einen Sinn.

      Ich bin parteilpolitisch aktiv uns sehe, was parteiinterne Wahlen oftmals für verbrannte Erde hinterlassen. In einer Demokratie geht es manchmal auch nicht anders, das ist ein schmerzlichen aber auch notwendiger Selbstreinigungsprozess. Aber bitte, eine Kirche ist zum Glück noch keine politische Partei.

      Da gibt es schon genug heftige interne Diskussionen. Da muss man nicht noch weiteres Öl ins Feuer gießen.
    • Babylonier schrieb:

      Das mit den vielen Wahlgängen liegt daran, dass ein Bischof im allerletzten Wahlgang eine 2/3 Mehrheit und nicht wie in einem politischen Parlament eine einfache Mehrheit braucht. In einer Kirche macht dieser Konsenszwang durchaus einen Sinn.
      Über 33 Wahlgänge bis einer eine 2/3-Mehrheit erreicht macht Sinn...????
      PS: Im MA gab ' s schon Wahlgänge in Sachen Papstwahl die über mehrere Wochen - ja manche auch über mehrere Jahre gingen...!

      Babylonier schrieb:

      Da gibt es schon genug heftige interne Diskussionen. Da muss man nicht noch weiteres Öl ins Feuer gießen.
      Gut, das stimmt allerdings...! Und warum gibt es die? Weil das Kirchenparlament total zerstritten ist -- hier Bibeltreue - da die Bibelkritikaster, welche die historisch-kritische Methode befürworten, die zum großen Teil antibiblisch ist...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Bogi111 schrieb:

      Den wirst Du nicht finden, dafür seit ihr zu weltoffen.

      Leider haben wir in unseren Reihen damit zu kämpfen...
      Ja gut. Das ist zwar bedauerlich, aber dennoch verstehe ich den White-Text in Bezug auf mein Beitragszitat nicht ... Oder hat es dich einfach nur auf die Idee gebracht ... ?

      Ich schrieb das schonmal, glaube ich: Wenn jemand mich zitiert und darunter etwas schreibt, dann denke ich, das Geschriebene oder Kopierte bezieht sich auf das Zitat meines Beitrags, ferner meinen Beitrag.

      Deshalb bin ich dann irritiert ...

      Lg
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Seele1986 schrieb:

      Deshalb bin ich dann irritiert ...
      Ich habe versucht Deine Gedanken mit denen von EGW zu ergänzen.

      Tut mir leid wenn es Dich irritiert....mich auch, das Du Dich angegriffen fühlst...

      Auch ein Gedanke, warum gerade bei uns diese Gefahr auftritt?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bogi111 ()

    • Bogi111 schrieb:

      .mich auch, das Du Dich angegriffen fühlst...
      ich fühle mich nicht angegriffen; ich frage nur nach.

      Wie gesagt, es ist ein schöner Text. Nur schreibt sie scheinbar von extremen und fanatischen Richtungen innerhalb der Gemeinde. Ich schrieb halt von dieser Verwissenschaftlichung der Theologie, die, wie ich finde, viel an Nähe und Lebendigkeit frisst.

      Ich hörte mir die Tage ein Interview mit einem Bischof an, der sagte sinngemäß zum Thema der Verbreitung des Christentums, also Mission: Menschen suchen Halt und Orientierung. Wir müssen schauen, wie wir darauf eingehen. Auch das christliche Orientierungsangebot kann den Menschen Hilfe und Halt geben, usw.usw.

      Wieso sagt ein Christ: "christliches Orientierungsangebot" ? Das müsste mir mal jemand erklären. - Ein Philosoph, ein Religionswissenschaftler, der kann sowas sagen.
      Ich frage mich manchmal, ob so jemand abends vorm Spiegel steht und zu sich sagt: "Was ist eigentlich los mit dir?"; vermute aber eher, er sagt sich: "Sehr gut. Du bewirkst etwas!"

      Was sagt Jesus?

      Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dich einmal bekehrst, dann stärke deine Brüder. (Lk 22,32)
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Ich lese - nachdenklich - die Threadüberschrift.

      Und erinnere mich an eine Fersehsendung mit Barbara Stöckl : eine vom Islam zum Christentum konvertierte Muslima und eine den ungekehrte Weg Gegangene :

      Die Neumusima schätze es, dass es für alles eine Regel gebe - - und man sich (sie sich) je nach Abhaken der eingehaltenen Regeln des Paradieses sicher sein könne. Die Neuchristin sprach über Erlösung, Befreiung und Heilsgewissheit.


      So, ich wollte eine DVD - Kopie der Sendung. Der ORF : Wir haben die Rechte nicht. Stöckl : Sie müsse zuerst die beiden Frauen fragen. Dann negative Antwort : die Exmuslima - Neuchristin habe ihre Einnwilligung zum Aushändigen einer Kopie nicht geben können, da sie - nach der Sendung - wiederholt mit dem Tod bedroht worden sei, von Muslimen.
      Punkt.

      Dogmatische Rechtgläubigkeit beruhigt, gibt Sicherheit, - - und erspart einem den Glauben. (wenn ich die Burqua trage, keine Schweinsstelze esse - - - alles abgehakt - - dannist das PAradies mir sicher)
    • philoalexandrinus schrieb:

      Dogmatische Rechtgläubigkeit beruhigt, gibt Sicherheit, - - und erspart einem den Glauben. (wenn ich die Burqua trage, keine Schweinsstelze esse - - - alles abgehakt - - dannist das PAradies mir sicher)
      Ich habe mich mit einem befreundeten Moslem unterhalten und ihn gefragt, wie das mit der Schuld bei ihnen sei.
      Für ihn löst sich das über gute Taten, die die Schuld halt bis zu einem Teil aufheben...in die Tiefe geht er da nicht. Nun gut , das würde ein Papierchrist auch nicht tun.
      Soziales Engagement versteht sich oft auch als Wiedergutmachung. Da spricht ja auch nichts dagegen, dass man versucht etwas zurück zu geben von den Segnungen , die man tagtäglich erlebt. Sicherheit vermittelt es aber anscheinend nicht, wenn ich an die Geschichte von der Mutter Therese denke und ihren Depressionen. Ich kann keine Sicherheit aus meinem eigenen Wirken generieren. Höchstens für kurze Zeit. Nichts ist sicher.
      Sicherheitsdenken oder sich mit Taten absichern zu wollen, steht eigentlich gegen den Glauben, bzw eben das Vertrauen, das ich in Jesus habe, haben sollte. Es kommt wohl immer auf das Denken an, die Tat folgt so oder so von ganz alleine.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Es kommt wohl immer auf das Denken an, die Tat folgt so oder so von ganz alleine.
      Denken ist mir zu wenig,wichtig ist für mich die Beziehung das anschen,betrachten des anderen.

      Jesu spricht von sich als den Weinstock unduns von den Reben.

      Nur eine schöne Frucht spricht an und bewirkt ihre Wirkung...
    • philoalexandrinus schrieb:

      Dogmatische Rechtgläubigkeit beruhigt, gibt Sicherheit, - - und erspart einem den Glauben.
      Hallo Philo,hier habe ich eine Predigt gefunden wie man dogmatisch vorgeht.... von Richard Buchli.

      Kennst Du Ihn?

      Werde_ich_noch_Glauben_finden_Richard_Buchli_2012.pdf