Dogmatische Rechtgläubigkeit gegen soziales Engagement

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    • Dogmatische Rechtgläubigkeit gegen soziales Engagement

      Durch ein kurzes Zitat:
      "Chrysostomos stand gegenüber Arianern und Novatianern klar auf der Seite des kirchlichen Konsensus, aber er befasste sich wenig mit den Feinheiten der Dogmatik und theologischen Kontroversen. Er betonte die praktische Frömmigkeit anstelle einer unfruchtbaren, rein dogmatischen Rechtgläubigkeit."

      ist mir gerade wieder eingefallen, dass ich eigentlich gerne wüsste wie andere darüber denken, dass die Betonung heute so sehr auf dem christlichen Engagement liegt und die Wortverkündigung bestimmte Themen meist auslässt.
      Ganz praktisch gedacht, führt das nicht wieder in eine Werksgerechtigkeit? Also ich meine nicht dass es falsch ist zu helfen, das kann nie falsch sein, aber so wie es oft dargestellt wird, verliert die Bibel, als Wort Gottes etwas ganz Wesentliches und Liebe wird zum Selbstläufer, der irgendwie im Gutmenschentum endet. Ich weiß jetzt nicht , ob ich das verständlich genug ausdrücken kann, aber meine Erfahrungen mit Menschen, die betont Gutes tun, ist nicht so toll. Ich hab oft das Echte vermisst, das die Verbindung zu Gott hervorbringt.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Tendenziell halte ich bibelbasierte Lehre auch für sehr wichtig. In dem Zusammenhang Deiner Frage scheint mir aber bemerkenswert, dass in der Gerichtserzählung Jesu (Mt. 25,31.ff) nur nach dem Dienst am Nächsten geurteilt (bzw. verurteilt) wird, nicht nach dogmatischer Rechtgläubigkeit (oder lehrmäßigem/erkenntnismäßigem Irrtum).
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ja, das ist auch ein Grund warum man weiß, dass man bereit sein muss sein Wissen in die Tat fließen zu lassen, aber mir fällt auf, dass die Gläubigen, die Gott annimmt nichts von ihrem guten Tun wissen. Auch sind es die Werke, die Gott zuvor bereitet hat, wie es in der Bibel heißt.
      Das kann also kein bewusstes , sondern ein quasi fleischgeordenes Sein und Tun aus der Verbindung mit Gott enstandenes Handeln sein.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • @Pfingstrosen

      das Problem ist nicht das "Dogma", wenn man Dogma als Bekenntnis und feste Glaubensansicht versteht. Der Mensch stützt sich ja auf etwas und das wird nunmal in Sprache, in Lehrsätzen festgehalten. Luther nannte das (ich liebe dieses Wort) assertio: feste Meinung, feste Gewissheit, bzw. confessio: Bekenntnis, woher ja eben die "Konfessionen" kommen.
      Das Problem ist auch nicht die "Theologie", wenn man sie als Lehre, Suchen und Forschen von Gott und Mensch, von Gottes Wesen und des Menschen Wesen, versteht. Studium ist immer gut, und wenn es eine gewisse Linie, einen Rahmen hat, ist das gut und richtig; es kann ja nicht uferlos alles besprochen und hingenommen werden, bloß weil jeder Irgendwas ausdenken darf. Das kann nicht gutgehen.

      Das Problem ist, wie und was man dogmatisiert und wie man darüber redet, ferner, wie man Theologie betreibt, und ferner, wie man predigt!
      Man predigt heute über die Bibel (Exegese nennt man das) und oft predigt man sogar darüber, was jemand über die Bibel geschrieben hat, oder was jemand über jemanden, der über die Bibel geschrieben hat, geschrieben hat ... Das ist bei uns in der evangelischen Kirche eine echte Krankheit!
      Mit der Theologie ist es so, dass sie "Wissenschaft" sein soll. Keine Ahnung, wer das erfunden hat (vermutlich, damit sie überhaupt akademisch sein kann), aber es prägt die Theologie enorm:
      der Theologe, ferner der Pastor, ist ein Geisteswissenschaftler, der, wenn er predigt, den Besuchern ein gewisses Informationspaket über diese Geisteswissenschaft zukommen lässt; weil es ja aber Kirche ist, wird noch hinzugefügt, dass das ja Glaube sei und wir (Christen) das ja glauben ...
      Ich überspitze natürlich absichtlich, aber so wirkt es manchmal, und dass die Menschen dort das Gefühl haben, sie fänden Gott nicht in der Kirche, ist kein Wunder. - Wenn ich sowas sehen will, dann gucke ich mir Sternstunde Philosophie oder Sternstunde Religion an; da werde ich auch informiert und höre etwas über Gott und die Welt (noch dazu in einem interessanten Gespräch und wesentlich anspruchsvoller und spannender, als im Gottesdienst).

      Es ist oft so unnahbar und ohne Herzblut. Der liebe Pastor lächelt immer und ist sicher ein guter Kerl, hat aber keinen Schneid, zumindest in der Predigt nicht.
      Dogmatisch kloppt sich das Presbyterium (wohl gemerkt: das sind laut der Bibel die Ältesten, die Leiter der Gemeinde) über Gelder oder welche liturgische Form benutzt wird; die Gemeinde war immer lutherisch, eine reformierte Liturgie geht auf keinen Fall ... Luther oder Calvin, usw.; und keiner sagt ihnen, dass das alles Menschenwerk ist.
      Paulus sagte: Was sagt ihr "ich bin Pauli" oder "ich bin Apolls" oder "ich bin Petri"? Wir sind Christi und sonst niemandes!
      - Ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Aus unseren Kirchen habe ich jedenfalls einiges gehört, worüber man nur noch den Kopf schütteln kann. Das soll Christentum sein?

      Jedenfalls: die Verkündigung und das soziale Engagement schließen sich nicht aus; das gehört zusammen.
      Die Verkündigung ist auch eine Tat; die Tat ist auch eine Verkündigung.

      Lg
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Seele1986 schrieb:

      Jedenfalls: die Verkündigung und das soziale Engagement schließen sich nicht aus; das gehört zusammen.
      Die Verkündigung ist auch eine Tat; die Tat ist auch eine Verkündigung.
      Jeder nach seinen Gaben, die oft, gleich einem sehr kleinen Rädchen im Uhrwerk, verteilt sind.
      Ich habe den Ausspruch Bonhoeffers....
      Es ist eine seltsame Tatsache, daß gerade Christen und Theologen ihre Arbeit oft für so wichtig und dringlich halten, daß sie sich darin durch nichts unterbrechen lassen wollen. Sie meinen damit einen Dienst zu tun, und verachten dabei den ›krummen und doch geraden Weg‹ Gottes.

      .... im Sinn

      und denke , dass es auch gerechtfertigt ist darüber nachzudenken was man in der Gemeinde, in den Kirchen besser machen könnte, aber sobald ein Mensch vor deiner Tür steht und etwas braucht ...ist alles Nachdenken und alle Theorie zweitrangig.
      Umgekehrt ist tätige Nächstenliebe , im Namen einer Kirche, die "falsche" Lehren bringt irgendwie auch seltsam, um das mal vorsichtig auszudrücken. (Mt 23,28)
      Es geht ja um unser ewiges Heil und Leben.
      Endzeitlich betrachtet......2.Tim 3....ist auch der Schein von Frömmigkeit...eben auch nur ein Schein.


      Seele1986 schrieb:

      - Ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Aus unseren Kirchen habe ich jedenfalls einiges gehört, worüber man nur noch den Kopf schütteln kann. Das soll Christentum sein?
      Ich finde es halt persönlich schwierig mit den Widersprüchen in den Kirchen zurecht zu kommen. Ich frag mich auch oft, ob die Gemeinschaft von Menschen, die nach "Dogmen " leben nicht einfach auch hinderlich ist "Christ " zu sein.
      Das hört sich jetzt sicherlich komisch an, weil ja auch die Bibel davon spricht, dass man die Gemeinschaft nicht verlassen soll, man ist ein Teil des Leibes Christi.......aber kann ich das von der urchristlichen Gemeinde einfach auf die furchtbar vielen Spaltungen übertragen, die allesamt in Wort oder Tat auch Irrtümer lehren oder leben?
      Ich mag es nicht, wenn der Adventismus als Besonderheit gepredigt wird anstatt Jesus und ich mag es nicht, wenn Nächstenliebe gepredigt wird und soziale Anliegen, aber mit keinem Wort Jesus in der Predigt vorkommt, so wie ich es in zahlreichen Predigten der Großkirchen gehört habe.
      Auch da gefällt mir ein Zitat von Bonhoeffer:

      Die Kirche als eigenes Gemeinwesen dient der Erfüllung
      des göttlichen Mandates der Verkündigung und zwar in
      einer zweifachen Weise: erstens: indem alles in diesem Gemeinwesen
      ausgerichtet ist auf die wirksame Ausrichtung der Christusverkündigung
      an alle Welt, so also daß die Gemeinde selbst
      nur Werkzeug, nur Mittel zum Zweck ist; zweitens: indem eben
      in diesem Eintreten der Gemeinde für die Welt bereits das Ziel
      und der Anbruch der Erfüllung des göttlichen Mandates der
      Verkündigung geschehen ist, so also daß die Gemeinde gerade
      indem sie selbst nur Werkzeug und Mittel zum Zweck sein will
      zum Ziel- und Mittelpunkt alles Handelns Gottes mit der Welt
      geworden ist. Der Begriff der Stellvertretung bezeichnet diese
      doppelte Beziehung am Klarsten. Die christliche Gemeinde
      steht an der Stelle, an der die ganze Welt stehen sollte; insofern
      dient sie stellvertretend der Welt, ist sie um der Welt willen da.
      Andererseits kommt die Welt dort zu ihrer eigenen Erfüllung,
      wo die Gemeinde steht, die Gemeinde ist die »neue Schöpfung
      «, die »neue Kreatur« (2 Korinther 5, 17), das Ziel der Wege
      Gottes auf Erden. In dieser doppelten Stellvertretung steht die
      Gemeinde ganz in der Gemeinschaft und Nachfolge ihres
      Herrn, der gerade darin der Christus war, daß er ganz für die
      Welt und nicht für sich selbst da war.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Ich mag es nicht, ... wenn Nächstenliebe gepredigt wird und soziale Anliegen, aber mit keinem Wort Jesus in der Predigt vorkommt, so wie ich es in zahlreichen Predigten der Großkirchen gehört habe.
      Ja, ein Manko in manchen Predigten der beiden Kirchen(kath.+evang.)in Deutschland. Eine Predigt, in der Jesus, unser Heiland und Erlöser, nicht vorkommt, ist m.E. eine verlorene Predigt und vergeudete Zeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Evangelische Kirche ist >>reform-resistent<<!

      Pfingstrosen schrieb:

      Ich ... denke , dass es auch gerechtfertigt ist darüber nachzudenken was man in der Gemeinde, in den Kirchen besser machen könnte
      Diesen Versuch habe ich auch gestartet in Sachen Reformen in der Evangelischen Landeskirche Württemberg und in der EKD, als ich 6 Reformvorschläge eingebracht hatte, die im Antwortschreiben des OKR alle sämtlich :thumbdown: abgelehnt wurden :cursing: - siehe meinen Beitrag im Blog unter:
      5 NEUE "LUTHER-THESEN" NR. 96 - 100 FÜR UNSERE ZEIT! vom 11. Dezember 2016
    • Pfingstrosen schrieb:

      Ich finde es halt persönlich schwierig mit den Widersprüchen in den Kirchen zurecht zu kommen. Ich frag mich auch oft, ob die Gemeinschaft von Menschen, die nach "Dogmen " leben nicht einfach auch hinderlich ist "Christ " zu sein.
      Es ist schwierig, natürlich. Ich kann nun die "fehlerhafte" Gemeinde verlassen und eine neue gründen ... Dadurch haben wir ja aber den Konfessionssalat von heute.
      Oder ich werde sozusagen ein Solitär.
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Seele1986 schrieb:

      Oder ich werde sozusagen ein Solitär.
      Eine Zeit lang kann das ja sehr heilsam oder vorbereitend oder was auch immer sein, aber auf Dauer sicher nicht das Ziel....
      Oder ist das ein Zeichen der Endzeit, dass es immer mehr Solitärs gibt?
      Oder ist Solitär ein Zeichen für Hochmut oder Perfektionismus ?
      Die Gaben des Geistes jedenfalls deuten darauf hin, dass sie für Gemeinschaft gemacht sind.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Die Gaben des Geistes jedenfalls deuten darauf hin, dass sie für Gemeinschaft gemacht sind.
      Ja, aber Gemeinschaft muss nicht Kirche oder eine bestimmte Konfessionsfamilie sein.

      Paulus war nicht Mitglied einer Kirche, sondern ist umhergezogen zu den Gemeinden, zu den Heiden, zu den Juden, usw.
      Jesus drückte das mit den Worten aus: Der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt niederlegen kann.

      Das ist aber nichts für jeden; eher für ganz wenige auf der Welt. Dazu muss man natürlich wissen, was man glaubt, und kann sich nicht durch lauter Debatten, Gelesenes und dergleichen aus der Fassung bringen lassen.
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Paulus hat das Evangelium gepredigt. Das kann man natürlich überall, in der Arbeit, im Urlaub etc....man nimmt es doch mit sich, wenn man in Jesus ist. Da geht es auch nicht um viel reden.
      Trotzdem hat er uns ja irgendwo hingestellt. Soll man da die Mitbrüder "stärken" oder nicht? In der Theorie finde ich schon. In der Praxis ist das Zusammenleben nicht so einfach, schongar wenn Horizonte so unterschiedlich weit sind.
      Oder auch Auffassungen schlicht unterschiedlich sind, ohne Wertung gemeint.
      Oder es ist auch tatsächlich so, dass es für alles eine Zeit gibt.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Paulus hat das Evangelium gepredigt. Das kann man natürlich überall, in der Arbeit, im Urlaub etc....
      Genau.

      Pfingstrosen schrieb:

      Trotzdem hat er uns ja irgendwo hingestellt. Soll man da die Mitbrüder "stärken" oder nich
      Wenn man dort hingestellt ist, dann soll man das, natürlich. Wie du sagtest: unterschiedliche Gaben.

      Zudem auch die eigene Entscheidung: wenn ich in eine Gemeinde gehe, dort Familie, Liebe, Lehre und Halt suche (und auch finde), dann muss ich es mittragen, dass in der Familie die Geschwister eben auch Zoff haben, bzw.: das wir Menschen einfach Sünder sind.

      Pfingstrosen schrieb:

      In der Praxis ist das Zusammenleben nicht so einfach, schongar wenn Horizonte so unterschiedlich weit sind.
      Das ist richtig. Aber es lohnt sich trotzdem. Vor allem, wenn man Horizonte weiten kann (und geweitet bekommt).

      Pfingstrosen schrieb:

      Oder es ist auch tatsächlich so, dass es für alles eine Zeit gibt.
      Das sowieso.
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Seele1986 schrieb:

      Zudem auch die eigene Entscheidung: wenn ich in eine Gemeinde gehe, dort Familie, Liebe, Lehre und Halt suche (und auch finde), dann muss ich es mittragen, dass in der Familie die Geschwister eben auch Zoff haben, bzw.: das wir Menschen einfach Sünder sind.
      Wenn ich das nicht brauche( Familie, Halt etc...) und Zoff hasse, dann kann ich wegbleiben?
      Ja manchmal ist das so;-)
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      dann kann ich wegbleiben?
      Du kannst machen, was du willst.

      Ist das jetzt sehr überraschend?
      Du (bzw. jeder von uns) muss das mit Gott klären.
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Seele1986 schrieb:

      Du kannst machen, was du willst.

      Ist das jetzt sehr überraschend?
      Nein, natürlich nicht. Das ist ja eigentlich auch nicht der Punkt.
      Mir gefällt nur immer wieder die Beschreibung der ersten Gemeinde:
      Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
      43 Es kam aber Furcht über alle, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.
      44 Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam.
      45 Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte.
      46 Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen
      47 und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Was verstehen wir unter "der Gemeinschaft der Heiligen"​?

      Pfingstrosen schrieb:

      Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft(Apg.2,42)

      Die Frage "Was ist die Lehre der Apostel?" hat sich im Laufe der Jahrhunderte - v.a. in den katholischen - aber auch in den orthodoxen Kirchen! - immer mehr weg von der Ur-Gemeinde entwickelt und alles mögliche und unmögliche sogenanntes "christliches Brimborium" (Rosenkranz / Wallfahrten / Heiligen-Verehrung / Ikonen - Anbetung / Marien-Verehrung / Ablass-(Un)Wesen usw...) zur 'Lehre der Apostel' hinzugefügt. ===> Die Reformatoren - angefangen mit Petrus Waldes, über John Wycliff, Jan Jus, Martin Luther, Ulrich Zwingli, Jean Calvin bis zu den Gebrüdern Wessley - eventuell auch Ellen G. White - haben dann verschüttete ur-christliche Lehren versucht wiederherzustellen, um damit >die Lehre der Apostel< neu aufzurichten ...
      Was verstehen wir heute unter "der Gemeinschaft der Heiligen" - wie es im Glaubensbekenntnis steht?

      Pfingstrosen schrieb:

      44 Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam.
      45 Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. (Apostelgeschichte 2,44f.)

      All das - der sogenannte "christliche Ur-Kommunismus" - ist bis heute in keiner der christlichen Kirchen verwirklicht!

      Pfingstrosen schrieb:

      46 Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel
      Das ist heute angesichts des Arbeitstempos und des Arbeitsdruckes gar nicht mehr möglich, obwohl es bei den Katholiken in vielen Gemeinden noch tägliche Messen gibt, wo dann aber nur die "alten Frauen" drin sitzen!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen
      47 und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
      Die Frage ist,war das eine Beschreibung eines Zustands zu einer bestimmten Zeit oder

      ein empfohlendes Musterverhalten für die Zukunft.

      Gemeinschaft ist wichtig,aber wir sollen doch 6 Tage arbeiten. Faulheit wird in der Bibel verurteilt.

      Das Evangelium soll mich freimachen,die Angst nehmen, mutig Veränderungen und neues anzugehen.

      Die Welt hat sich schon immer verändert, gewachsen, das ist ja der Sinn des Lebens.

      Wenn ich sehe welche Gaben ich durch das Wort Gottes in unsere Kirche entwickeln konnte und wieviel Balast ich losgeworden bin,

      damit mein Leben in Frieden und Freude leben kann,dann ist das für mich ein Wunder!

      Gott wollte nie das wir das Wort Gottes dogmatisieren,uns Geistliche Fesseln anlegen und uns abgrenzen aber sehr wohl empfohlen

      uns in Regeln und Ordnungen zu bewegen.

      So wie ich Jesus in der Bibel verstehe, hat er uns eine frohe Botschaft verkündigt.
    • Bogi111 schrieb:

      Gott wollte nie das wir das Wort Gottes dogmatisieren,uns Geistliche Fesseln anlegen und uns abgrenzen aber sehr wohl empfohlen

      uns in Regeln und Ordnungen zu bewegen
      So wie ich das sehe ist das Wort Gottes fix, aber die Regeln und Ordnungen der Gemeinden sind dogmatisch und wenn Menschen für sich dann zwar Ausnahmen und Freiheiten einfordern, aber herrisch werden, wenn andere das Wort Gottes anders verstehen, dann ist das für mich ein Problem.
      Entweder gilt Freiheit und Gewissen in allem für jeden oder es ist eben nur ein Verein mit Statuten.
      Jedenfalls ist , bezogen auf das Thema, die Kirche nicht vordergründig ein Sozialverein, sondern der Reihung nach blieben sie die ersten Christen in der Lehre der Apostel und dann kam Gemeinschaft, Brotbrechen und Beten bzw. wirken. Ohne die biblische Jesusverkündigung ist die Kirche gar nichts außer ein Verein von vielen.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!