Wilde Ehe

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    • Es ist schon merkwürdig, dass im Zusammenhang mit 'wilder Ehe' immer wieder der Begriff Ehebruch oder Scheidung fällt.

      Eigentlich ist damit doch nur ein Zusammenleben ohne Trauschein gemeint.
      Das betrifft sogenannte 'voreheliche Beziehungen', die teilweise Jahrzehnte dauern,
      das betrifft auch das Zusammenleben zwischen verwitweten Personen, die keine zweite offizielle 'Trauung' wünschen,
      oder das Zusammenleben in Situationen, in denen eine Trauung nicht möglich ist, weil es niemanden gibt,
      der die beiden trauen würde ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Bogi111 schrieb:

      ich möchte nicht in seiner Haut stecken.

      Ich wäre froh in meiner Jugend solch eine Auswahl gehabt zu haben.
      ... ja wie jetzt?

      Wenn Du die Auswahl haben willst, dann musst Du doch 'in seiner Haut stecken',
      oder habe ich da was nicht kapiert?
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Stofi schrieb:

      Man kann sehr wohl selber bestimmen, wo man Liebe (sich zu verlieben) zulässt und wo nicht. Der Slogan: "Wo die Liebe hinfällt" ist eine pervertierte Lüge. Das sollen sowohl gläubige, als auch ungläubige Menschen beherrschen.
      Wenn man nicht alleine leben möchte ist die Auswahl durchaus eingeschränkt. Es fallen alle Weg die einem selber nicht passen (warum möchte ich mal offen lassen) und dann fallen alle weg, denen man selbst nicht passt. Wenn man sich zu stark einschränkt, z.B. er muss unbedingt den gleichen Glauben haben läuft man Gefahr bis ans Lebensende ledig zu bleiben.
      Btw. auch die sorgfältigste Auswahl garantiert noch lange nicht eine glückliche Ehe bis ans Lebensende. Und der gleiche Glaube mag zwar etwas helfen aber es gibt da genau so viele unglückliche Ehen wie bei Ungläubigen oder Menschen unterschiedlicher Konfessionen.
      Die heile Welt existiert in keiner Kombination und ebenso gibt es keine Kombination die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      gleiche Glaube mag zwar etwas helfen aber es gibt da genau so viele unglückliche Ehen wie bei Ungläubigen
      Dass es genau so viele unglückliche Ehen gibt, das glaube ich nicht. Ich kann nicht glauben, dass zwei Christen verliebt in Jesus sind, bzw.Gott lieben und sich von ihm verändern lassen, dann aber unglücklich miteinander sind.
      Dann stimmt etwas anderes nicht.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Seele1986 schrieb:

      Ernsthaft?
      Du suchst auch die Selbstzerstörung, oder
      Fast 10 Jahre Suche,mit einem Vorhaben nach Brasilien auszuwandern wegen dem Frauenüberschuß, haben schon Kraft und Nerven gekostet...

      Das hätte man sich mit solch einer Auswahl vieleicht sparen können... ;)
    • Bogi111 schrieb:

      Ich freue mich für Dich das Eure Kirche diese paradisischen Zustände ohne Zwang lebt und ihr das "unbiblische" Leben um Euch herum ausblenden könnt.
      Hmm, ich sehe das nicht so. Mormonen sind Menschen wie alle anderen auch und machen genauso viele Fehler - wenn nicht noch mehr - als andere Menschen. Aber ich habe langsam den Eindruck, dass wir ein anderes Verständnis von Ehe haben als gewisse andere Christen.

      In meiner Kirche gilt: Keuschheit ausserhalb der Ehe und absolute Treue innerhalb der Ehe haben allerhöchste Priorität. Wer standesamtlich (Mann & Frau) geheiratet hat gilt in der Kirche als verheiratet. Es braucht keine kirchliche Zeremonie dazu. Wir bezeichnen diese Art der Ehe als eine Ehe auf Zeit, denn der Tod scheidet das Ehepaar. Wer Sexualität leben will muss nach unserer Auffassung miteinander verheiratet sein.

      Die Kirche wird niemandem nahelegen sich scheiden zu lassen. Auch die Mitglieder der Kirche sind aufgefordert niemanden zur Scheidung aufzurufen, zu motivieren oder auch nur zu empfehlen. Ein Scheidungswunsch sollte in jedem Fall immer von den betroffenen Personen (= dem Ehepaar) selber formuliert werden. Die Kirche und ihre Vertreter raten bis zuletzt auf die Fortsetzung der Ehe. Der Grund für diese Regeln sind, dass niemand später sagen kann, die Kirche oder ihre Vertreter haben mir zur Scheidung geraten und eine Schuldzuweisung machen.

      Bogi111 schrieb:

      Er Jahrelang eine Geliebte hatte und es offensichtlich einige aus der Gemeinde bescheid wussten.....seine Frau bestimmt geahnt....
      In meiner Kirche wäre so etwas unmöglich. Wenn so etwas rauskommt gibt es ein Kirchengericht und der / die Fehlbaren müssen sich der Kirchendisziplin unterordnen. Der Kirchenausschluss ist die härteste Strafe, welche die Kirche verhängen kann und sie macht es üblicherweise auch bei Ehebruch. Wir kennen aber nicht die Ächtung ehemaliger Mitglieder wie das ZJ praktizieren. Die ausgeschlossenen Personen dürfen immer noch regelmässig in die Kirche kommen, werden normalerweise auch von der Kirche betreut wenn sie das wollen. Allerdings dürfen sie keine Ämter mehr annehmen, kein Abendmahl mehr nehmen, keinen Zehnten bezahlen und auch nicht mehr öffentlich beten. Ziel eines Ausschlusses ist die Umkehr, der Fokus auf das Evangelium und die Rückkehr in die Kirche (einige Jahre später), was immer wieder geschieht.

      Yppsi schrieb:

      Soweit ich hier mitbekommen habe, ist es bei den STA nicht so, daß man verstoßen wird, wenn man sich scheiden lässt, zumindest nicht in jeder Gemeinde.
      Aber es gibt eben Glaubensgemeinschaften (ZJ), da muß man den Schein wahren, um nicht ausgestossen zu werden.
      Wenn bei uns wird niemand verstossen, der geschieden ist. Er kann auch am Abendmahl teilnehmen und fast alle Ämter ausüben. Das einzige was zählt ist die moralische Reinheit. Dazu zählt auch die Zeit während der Trennung / Scheidung.

      Yppsi schrieb:

      Und wenn´s doch passiert, was dann?
      Oder kann das einem bibeltreuen Christen gar nicht passieren?
      Doch, das passiert sogar sehr häufig. Ich habe ein Buch gelesen (Titel vergessen) eines freikirchlichen Familientherapeuten, der schon über 1000 scheidungswillige gläubige Ehepaare gesehen hat. Er sagt, dass ein Ehebruch nicht einfach so passiert. Er beschreibt ein fiktives Beispiel:

      Der hochangesehene Pastor führt eine erfolgreiche Gemeinde, seine Ehe ist hervorragend, viele Leute sehen ihn und seine Frau als Vorbilder. Weil er soviel Arbeit hat stellt er eine Sekretärin ein. Es läuft alles bestens, die Beziehung ist rein professionell.

      Mit den Jahren beginnen sie sich private Dinge aus ihrem Leben zu teilen. Sie erzählt von ihrem Kummer als alleinstehende Frau, er beginnt über seine Eheprobleme zu erzählen. Sie teilen Geheimnisse, die den anderen eigentlich gar nichts angehen. Weil sie sich jetzt näher stehen, gehen sie auch gemeinsam an Kongresse, bei denen der Pastor anwesend ist. Irgendwann kommt es zum Ehebruch, dann sind sie überrascht, dass es soweit kommen konnte.

      Überlegt mal, wie schnell sich gewisse Leute im Chat private / intime Dinge mit Menschen vom anderen Geschlecht teilen. Da sind Ehebrüche auch vorprogrammiert..

      Ein Bischof sagte mir mal, er können sich jeden Tag in irgendjemanden verlieben, er sehe täglich nette / charmante / hübsche Frauen, die ihm gefallen würden. Er verliebe sich aber trotzdem nicht. Warum ? Er will sich nicht verlieben. Er sei mit seiner Frau glücklich verheiratet und benötige weder eine aussereheliche Partnerin noch eine neue Ehefrau. Mit anderen Worten: Man kann selber bestimmen, ob man sich verlieben will oder nicht. Wenn es "einfach so" mit einer Person ausserhalb der Ehe passiert ist lief doch schon vorher - also beim Kennenlernen - etwas schief.

      Das "Rezept" ist wohl, eine nahe Beziehung mit dem / der EhepartnerIn zu leben und keine Geheimnisse mit Menschen des anderen Geschlechts teilen, ausser es ist eine Fachperson (Arzt, Therapeut etc.). Regelmässiges Investieren in die eigene Ehe von Zeit, Liebe und Gespräch ist halt auch nötig und macht nebenbei so gesagt noch einen Riesenspass !

      Der verstorbene Präsident Spencer W. Kimball schrieb eindrücklich an die Mormonen: "Lassen Sie nichts und niemanden zwischen Ihnen und Ihrer Ehepartnerin kommen".

      Yppsi schrieb:

      Außerdem denke ich, daß es besser und auch gottwohlgefälliger ist, ein paar Fehler gemacht, aber am Ende die wirkliche Liebe gefunden zu haben, als eine scheingottwohlgefällige Ehe zu leben!?
      Fehler machen alle. Jesus hat uns mit seinem Sühnopfer von der Sünde befreit. Wir können immer wieder aufstehen und umkehren. Was aber meiner bescheidenen Meinung aber nicht geht ist in Sünde (= unverheiratet) zusammen zu leben und denken, der liebe Gott wird das schon akzeptieren, er sieht ja meine grosse Liebe für diese Person. Ich glaube nicht, dass Gott etwas Unreines in seinem Reich akzeptieren kann. Vom Sühnopfer können wir nur profitieren, wenn wir umkehren. Aber irgendwann ist es für das wohl auch zu spät..

      :)