Hat der Mensch einen freien Willen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wie beschreibt ihr denn christliche Mystik für euch?
      Wenn ich meinem Großvater von meinen Erfahrungen mit Gott erzählt habe, dann hat er immer gesagt ich wäre eine Mystikerin. Ich konnte und kann damit gar nichts anfangen. Es scheint auch jeder eine andere Auffassung von Mystik zu haben.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Pfingstrosen schrieb:

      ....am Ende hatten wir nur den Eindruck, dass es ein andrer Geist sein muss....
      Das ist hier die Frage - von Gott - oder vom Satan? (---> siehe oben!)

      Hm , vielleicht gibt es ja auch noch etwas dazwischen ?
      Wenn man seinen Glauben , seine Lebensweise durch den von anderen bedroht sieht , einfach dadurch daß er existiert , dann kreiert man sich seinen Satan permanent selber. ( meine bescheidene Meinung )
    • Schwertwal schrieb:

      Hm , vielleicht gibt es ja auch noch etwas dazwischen ?
      Wenn man seinen Glauben , seine Lebensweise durch den von anderen bedroht sieht , einfach dadurch daß er existiert , dann kreiert man sich seinen Satan permanent selber. ( meine bescheidene Meinung )
      Also bedroht hab ich mich damals nicht gefühlt, es war schlicht ein menschliches Bedürfnis, dass dort bei dem Gottesdienst gedeckt wurde. Ein Gläubiger joggte z.B. herum, andere weinten....die Emotionen wurden verbal und musikalisch unterstützt, gefördert und unterstrichen.....das Wort Gottes mehr auf das Bedürfnis der Menschen, geliebt und angenommen zu sein, ausgerichtet. Das ist etwas Gutes, aber wenn man es verstanden hat und die "Heilung" angenommen hat, dann möchte man doch mehr von Gott....seinem Wort. Ich habe mir viele Gemeinden angesehen. Die Gemeinden, in denen sich die Menschen so sehr um sich und ihre Bedürfnisse drehen oder ein Wohlstandsevangelium verkündigt wird, haben nunmal einen anderen Geist als die Apostel verkündigt haben. Da muss man sich nichts kreiern, das hat die Bibel schon getan.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Wie beschreibt ihr denn christliche Mystik für euch?
      Nun, das Einswerden mit Gott sucht der Mystiker; nicht über das Wort, sondern über die spirituelle Erfahrung. Im Prinzip ähnlich der Meditation im Buddhismus, nur das man nicht das Verlöschen des Ichs sucht, sondern das Aufgehen des Selbst im göttlichen Wesen (was aber kein großer Unterschied ist). Der Mensch will sozusagen "ver-gotten" (Theosis).

      Die Schrift wird vorwiegend allegorisch ausgelegt; also gänzlich: alles ist ein Symbol für Geistliches. Es geht weniger um die Erkenntnis aus den Schriften, sondern eher um die Praxis (Meditation, Gebet, Exerzitien).

      Das ist sehr individualistisch und selbstgerichtet. Daher meinte ich, dass man Mystik in einer Gemeinde so nicht finden wird. In einem Mönchsorden geht das, wo alle eben dieses "Ziel" haben, aber in einer Kirchengemeinde wird das nichts.
      Wenn es noch eine Kirche gibt, die das ansatzweise kollektiv transportieren kann, dann sind es die Orthodoxen Kirchen; die sind sehr mystisch und der Gottesdienst ist wesentlich anders als bei uns im Westen.

      Und eben die charismatischen und pfingstlichen Richtungen versuchen Ähnliches: weniger Verkündigung und Exegese, geschweige Liturgie, sondern wesentlich mehr Musik und die Einladung zur mystischen Selbst- und Gotteserfahrung.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)