5. Gebot - Mutter und Vater ehren

    • 5. Gebot - Mutter und Vater ehren

      Hallo zusammen,

      mich beschäftigt folgende Frage.
      Lt. den 10 Geboten sollen wir Mutter und Vater ehren.

      Wie verhält es sich jedoch wenn einer von Beiden, Mutter oder Vater, ihrem Sohn oder ihrer Tochter
      etwas dermaßen (unbiblisch) schlimmes antut, das die normale (menschliche?) Reaktion eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wäre.
      Alles Reden und Flehen bringe auch nichts!

      Darf man seine Mutter oder seinen Vater anzeigen wenn Gott doch gebietet: "Ehre Deinen Vater und Deine Mutter"?
      Oder gibt es eine Stelle in der Bibel die dem "Ehren" Grenzen setzt?

      Wie würdet ihr handeln?
    • Hallo,

      ja, in solch einem schlimmen Fall darf man seine Eltern anzeigen, ohne gegen das Gebot Vater und Mutter zu ehren, zu verstossen.

      Die Bibel sagt auch dass man Gott mehr gehorchen soll als den Menschen. Auch Eltern sind "nur" Menschen und wenn sie gegen Gottes Gesetz oder normale menschliche Gesetze grob verstossen, darf man sich dagegen wehren dürfen. Es könnte ja auch sein dass du dadurch andere Menschen schützst?!

      Alles Gute
    • XDreamdancer schrieb:

      Wie verhält es sich jedoch wenn einer von Beiden, Mutter oder Vater, ihrem Sohn oder ihrer Tochter
      etwas dermaßen (unbiblisch) schlimmes antut,
      Es ist ein ganz heikles Thema.

      Wenn man mit den Jahren feststellt das Mutter einen, gegen andere Geschwister ausspielt,Unwahrheit sagt, Wort bricht,
      ja man feststellt,das man kein Vertrauen zu Ihr haben kann.

      Bei Kritik Sie wütend und Zornig reagiert und alles abstreitet.

      Dann bleibt nur auf Distanz gehen,leiden und täglich Gott bitten das man keine Bitterkeit oder Hass im Herzen aufbaut....
    • Guten morgen zusammen.

      Vielen Dank für eure Antworten.
      Diesen entnehme ich das das Gebot richtig verstanden werden muß um zu der Erkenntnis zu gelangen das man gegen seine Eltern vorgehen darf.

      Das Gebot: Du sollst Mutter und Vater Ehren! steht in der Bibel jedoch ohne jegliches weiteres Kommentar.
      Könnt ihr mir die Bibelstellen nennen die auf dieses Ehren genauer eingeht, bzw. diesem Grenzen setzt?

      Beste Grüße
    • HeimoW schrieb:

      Wenn Eltern nachhaltig (wiederholt) etwas tun, das strafbar ist, dann sollte man die Behörden oder zumindest (falls man die hat) eine Vertrauensperson informieren. Am Besten die Zuständigen (Behörden).
      Ich denke, wir müssen uns fragen, was vorgefallen ist. Wenn ein Elternteil seinem Kind 1000€ stiehlt, würde ich nichts machen....Aber wenn es um körperlichen Missbrauch geht, dann gibt es keine Diskussionen für mich mehr.
      Einmal genügt. Hier braucht niemand eine Wiederholung.
      Der Schutz eines Menschen steht immer im Vordergrund. Kein Mensch muss wegen der Ehre eines Anderen, Gewalt über sich ergehen lassen.

      Vater und Mutter ehren.....ist ein ganz anderes Thema.
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Es gibt natürlich keine Bibelstellen, die sagen, daß man seine Eltern anzeigen darf.

      Ehren kann aber auch z.B. bedeuten, daß man jemanden sein schlimmes Tun verhindert, daß er zur Besinnung kommt, oder daß er von einer psychischen Krankheit geheilt wird.
      Wenn es Letzteres ist, wird er ja nicht bestraft, sondern geheilt
      Man muß denjenigen dann ja nicht zwangsläufig hassen.
      Er wird von irgendwas gesteuert, welches er nicht mehr beherrschen kann.
      Er ist zwar im Moment nicht, aber vielleicht später mal dankbar dafür, daß er geheilt wurde, auch wenn er vielleicht eine Strafe absitzen musste?

      Jedenfalls, sollte es was sein, bei dem normalerweise der Staatsanwalt eingeschaltet wird, nicht schweigen, unbedingt handeln!
    • XDreamdancer schrieb:

      Könnt ihr mir die Bibelstellen nennen die auf dieses Ehren genauer eingeht, bzw. diesem Grenzen setzt?
      ZB Markus 3
      Jesu wahre Verwandte Gleichnisse
      31 Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen.
      32 Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir.
      33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder?
      34 Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder!
      35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
    • Gewalt gegenüber Schutzbefohlene muss zur Folge haben, dass die Schutzbefohlenen vor dieser Gewalt beschützt werden.

      Jemand anders muss diesen Schutz übernehmen
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Gläubige haben füreinander Verantwortung.
      Im Klartext heißt das für mich: Geistlicher und erst recht körperlicher Missbrauch sind ohne wenn und aber zu ahnden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das "nur" Glaubensgeschwister oder die eigenen Eltern sind. Hier muss knallhart Einhalt geboten werden. Es geht um den Schutz des Missbrauchten bzw. Verhinderung einer Wiederholung!!
      Wer dabei wegsieht oder um des lieben Friedens willen gewähren lässt, macht sich vor Gott schuldig. Das sollten wir uns klar und deutlich vor Augen führen.
      Die höchste Berufung und Bestimmung des Christen ist es, seinen Herrn nachzuahmen. Das ist der ganze Sinn der Heiligung: dem Herrn mehr und mehr gleichgestaltet zu werden, während man ihm auf der Erde dient.
      Als Gottes geliebte Kinder sollen die Gläubigen ihrem himmlischen Vater immer ähnlicher werden.
      Anmerkung zu Eph. 5,1 Schlachter 2000
    • XDreamdancer schrieb:

      Hallo zusammen,

      mich beschäftigt folgende Frage.
      Lt. den 10 Geboten sollen wir Mutter und Vater ehren.

      Wie verhält es sich jedoch wenn einer von Beiden, Mutter oder Vater, ihrem Sohn oder ihrer Tochter
      etwas dermaßen (unbiblisch) schlimmes antut, das die normale (menschliche?) Reaktion eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wäre.
      Alles Reden und Flehen bringe auch nichts!

      Darf man seine Mutter oder seinen Vater anzeigen wenn Gott doch gebietet: "Ehre Deinen Vater und Deine Mutter"?
      Oder gibt es eine Stelle in der Bibel die dem "Ehren" Grenzen setzt?

      Wie würdet ihr handeln?
      Hallo XDreamdancer !

      Als ich ein kleiner Junge war hat mein Vater die Familie verlassen. Er hat jeden Kontakt mit
      uns Kindern abgebrochen und sich auch sonst in keiner Weise um uns gekümmert.
      Für was soll ich diesen Menschen ehren ? Jesus zwingt mich nicht zu ehren wo nichts
      zu ehren ist.
      Wenn dann auch noch strafbare Handlungen wie im von dir angeführten Fall im Spiel sind
      da brauch ich keine Bibelstellen mehr.

      Lg Andi
    • Mir sind im Leben zwei Fälle begegnet, die mit "Eltern ehren" zu tun haben.

      Der erste Fall betrifft einen nun verstorbenen Bruder. Sein leiblicher Vater hatte ihn und seine Mutter verstoßen, als diese STA wurden Damals war der Bruder ein kleiner Junge, und die Mutter schlug sich und das Kind mühsam durch.
      Als der Rabenvater in Rente ging, war diese sehr gering, weil er nicht genug Beiträge bezahlt hatte. Jetzt verlangte er von dem verstoßenen Sohn (der auch nur ein beschiedenes Einkommen hatte) Unterhalt.
      Der Bruder fragte die Gemeinde, wie er sich verhalten solle, weil Gott doch verlange, Vater und Mutter zu ehren.

      Ein neuerlicher Fall:
      Ein ehemaliger STA hatte drei Ehefrauen und von jeder 2 Kinder. Für deren Unterhalt wollte er aber nicht auf kommen. Die vier ältesten wuchsen mit Hilfe des Sozialamtes auf, die beiden Jüngsten lebten bei ihm, als er starb. Er bezog Aufstocker Rente, weil er in der Zeit, wo er für seine ältesten Kinder hätte aufkommen müssen, lieber schwarz gearbeitet hatte und das Sozialamt zahlen ließ

      Nun starb er ziemlich früh und es ging um die Kosten der Beerdigung. Sollen jetzt diejenigen zahlen, um deren Unterhalt er sich immer gedrückt hatte? Die beiden Jüngsten gehen noch zur Schule.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Ich denke, dass gerade in schwierigen Situationen - wenn die Liebe zu den Eltern aus berechtigten Gründen nicht da ist - wichtig ist, wie das Gebot.
      Vater und Mutter zu ehren, zu verstehen ist.

      Es gibt eine Verheißung. Ein wenn du.....oder wenn du nicht.
      Was sollen wir Menschen sagen, die ihre Eltern aus berechtigten Gründen ablehnen oder sogar hassen.

      Natürlich, wir wissen alle wie wichtig Vergebung ist. Sagen können wir vieles. Wenn aber der Bruder oder die Schwester nicht kann. Was sagt ihr in so einer Situation??

      Epheser 6,2-3

      Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheißung hat: 3 auf daß dir's wohl gehe und du lange lebest auf Erden


      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • benSalomo schrieb:

      Der erste Fall betrifft einen nun verstorbenen Bruder. Sein leiblicher Vater hatte ihn und seine Mutter verstoßen, als diese STA wurden Damals war der Bruder ein kleiner Junge, und die Mutter schlug sich und das Kind mühsam durch.

      Als der Rabenvater in Rente ging, war diese sehr gering, weil er nicht genug Beiträge bezahlt hatte. Jetzt verlangte er von dem verstoßenen Sohn (der auch nur ein beschiedenes Einkommen hatte) Unterhalt.

      Der Bruder fragte die Gemeinde, wie er sich verhalten solle, weil Gott doch verlange, Vater und Mutter zu ehren.
      Und ... ? Wie ist es ausgegangen ??? Was haben die STA geraten ??? Hoffentlich: NICHT ZAHLEN!!! (??)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      benSalomo schrieb:

      Der erste Fall betrifft einen nun verstorbenen Bruder. Sein leiblicher Vater hatte ihn und seine Mutter verstoßen, als diese STA wurden Damals war der Bruder ein kleiner Junge, und die Mutter schlug sich und das Kind mühsam durch.

      Als der Rabenvater in Rente ging, war diese sehr gering, weil er nicht genug Beiträge bezahlt hatte. Jetzt verlangte er von dem verstoßenen Sohn (der auch nur ein beschiedenes Einkommen hatte) Unterhalt.

      Der Bruder fragte die Gemeinde, wie er sich verhalten solle, weil Gott doch verlange, Vater und Mutter zu ehren.
      Und ... ? Wie ist es ausgegangen ??? Was haben die STA geraten ??? Hoffentlich: NICHT ZAHLEN!!! (??)

      Menschliche Züge - verständlich - lassen grüßen.

      Manchmal möchte Gott etwas anderes. Bin ich dazu bereit ???
      Die höchste Berufung und Bestimmung des Christen ist es, seinen Herrn nachzuahmen. Das ist der ganze Sinn der Heiligung: dem Herrn mehr und mehr gleichgestaltet zu werden, während man ihm auf der Erde dient.
      Als Gottes geliebte Kinder sollen die Gläubigen ihrem himmlischen Vater immer ähnlicher werden.
      Anmerkung zu Eph. 5,1 Schlachter 2000
    • jüngerjesu schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      benSalomo schrieb:

      Der erste Fall betrifft einen nun verstorbenen Bruder. Sein leiblicher Vater hatte ihn und seine Mutter verstoßen, als diese STA wurden Damals war der Bruder ein kleiner Junge, und die Mutter schlug sich und das Kind mühsam durch.

      Als der Rabenvater in Rente ging, war diese sehr gering, weil er nicht genug Beiträge bezahlt hatte. Jetzt verlangte er von dem verstoßenen Sohn (der auch nur ein beschiedenes Einkommen hatte) Unterhalt.

      Der Bruder fragte die Gemeinde, wie er sich verhalten solle, weil Gott doch verlange, Vater und Mutter zu ehren.
      Und ... ? Wie ist es ausgegangen ??? Was haben die STA geraten ??? Hoffentlich: NICHT ZAHLEN!!! (??)
      Menschliche Züge - verständlich - lassen grüßen.

      Manchmal möchte Gott etwas anderes. Bin ich dazu bereit ???
      Das ist einer der Gründe, warum ich die zwei Gebote Jesu als viel schwieriger einzuhalten bewerte. Liebe auch gegenüber solchen Konstellationen entgegenzubringen ist sehr schwierig. Ich habe selber ein sehr zerrüttetes Verhältnis zu meinem Vater und komme da auch nur millimeterweise voran.
      In einem Gottesdienst hat mal ein Priester folgendes Szenario aufgestellt:
      Angenommen um vor die Hochzeitstür zu gelangen müsstest Du als letztes einen Skilift oder einen zweiplätzigen Sessellift benützen:
      Wärst Du in der Lage Deinen Bügel oder Deinen Sesse mit jeder beliebigen Person zu teilen? Falls Du mit "Nein" antworten musst, dann bist Du noch nicht bereit für den Tag des Herrn.
      Für mich ein Eindrückliches Bild.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Angenommen um vor die Hochzeitstür zu gelangen müsstest Du als letztes einen Skilift oder einen zweiplätzigen Sessellift benützen:
      Wärst Du in der Lage Deinen Bügel oder Deinen Sesse mit jeder beliebigen Person zu teilen? Falls Du mit "Nein" antworten musst, dann bist Du noch nicht bereit für den Tag des Herrn.
      Nach meinem Bibelverständnis sollten wir uns nicht nur einen unangenehmen, stinkigen, von Läusen verseuchten Nebenmann vorstellen....

      Ich glaube sogar, dass auf der letzten Reise wir neben einen sitzen könnten, der uns mit aller Gewalt aus dem Skilift werfen will.

      Es geht um den Kampf zwischen Gut und Böse.

      Der Böse kämpft gegen uns. Nur im Vertrauen auf Gott, der uns beschützt, erfahren wir Sicherheit und Schutz.

      Die Frage würde für mich eher lauten: Kannst du bis zum Schluss, soviel Vertrauen aufbringen, dass du dich in jeder Situation - wenn die Not größer ist als dein Vermögen - auf Gottes Schutz verlassen kannst.

      Auch wenn wir schwach sind..und nicht jeden Sturm mit Gottes Kraft bestehen können, haben wir einen Fürsprecher, der für uns eintritt....wir können im Vertrauen sagen: Was auch immer geschieht, ich weiß das mein Erlöser lebt und ich in seinen Armen gerettet bin

      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Angenommen um vor die Hochzeitstür zu gelangen müsstest Du als letztes einen Skilift oder einen zweiplätzigen Sessellift benützen:
      Wärst Du in der Lage Deinen Bügel oder Deinen Sesse mit jeder beliebigen Person zu teilen? Falls Du mit "Nein" antworten musst, dann bist Du noch nicht bereit für den Tag des Herrn.
      Nach meinem Bibelverständnis sollten wir uns nicht nur einen unangenehmen, stinkigen, von Läusen verseuchten Nebenmann vorstellen....

      Ich glaube, das hat er auch nicht gemeint?
      Eher jemandem, dem man nicht verzeihen/vergeben kann? Der einem was angetan hat?

      Mir hat noch nie jemand wirklich was Schlimmes angetan, deswegen hege ich auch gegen niemanden einen Groll, oder habe Probleme mit dem Vergeben.
      Aber wie ist es, wenn wirklich jemandem etwas Schlimmes angetan wurde und der Täter keine Reue zeigt, nicht um Verzeihung bat, vielleicht sogar weitermacht? Kann man so jemandem vergeben, muß man überhaupt, (Auch wenn er aufgehört hat, aber keine Reue zeigt) oder ist um Verzeihung bitten die Voraussetzung, daß man jemandem vergeben kann (muß)?

      Ich weiß, Jesus hat seinen Mördern vergeben, aber könnten wir das auch?
      Ich kann das nicht beurteilen, mangels Erfahrung (Gott sei Dank).
      Auf die Bibel verweisen könnte ich schon, wenn mich jemand fragte, aber ob ich selbst dazu fähig wäre.... :?:
    • XDreamdancer schrieb:

      Darf man seine Mutter oder seinen Vater anzeigen wenn Gott doch gebietet: "Ehre Deinen Vater und Deine Mutter"?
      Oder gibt es eine Stelle in der Bibel die dem "Ehren" Grenzen setzt?

      Das Wort "Ehren" verstehe ich etwa wie anerkennen, respektieren, für sie dazusein.


      Wenn wir zu deiner Frage aus den "Worte des Bundes" (die zehn Gebote) ausgehen, dann sollen wir auch die Antwort - zuerst - in diesem Bereich suchen.
      Die Grundlage des alten Bundes war das Lernen, Verstehen und Halten der Gesetze.


      ...sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes, seine Vermahnungen und seine Rechte, die er dir geboten hat, ... der HERR hat uns geboten, nach all diesen Rechten zu tun, daß wir den HERRN, unsern Gott, fürchten, auf daß es uns wohlgehe unser Leben lang, so wie es heute ist. Und das wird unsere Gerechtigkeit sein, daß wir alle diese Gebote tun und halten vor dem HERRN, unserm Gott, wie er uns geboten hat.
      5.Mos. 6;17, 24-25.



      Eine der schmerzhaftesten Erfahrungen ist (und das war gewiss auch in der alten Zeiten nicht anders), wenn Eltern gegen uns oder gegen anderen - bewusst oder unbewusst, überlegt oder unüberlegt - böse werden. Das ist eine sehr traurige Sache... Eine "richtige" Entscheidung auf Grund der Vorschriften des Gesetzes war jedoch eindeutig. Ist Vater oder Mutter einer "Todessünde" schuldig geworden, musste sterben.


      Ein Beispiel ist, wenn ein Vater Verhältnis mit der Frau seines Sohnes hatte:


      Wenn jemand mit seiner Schwiegertochter Umgang pflegt, so sollen sie beide des Todes sterben, denn sie haben einen schändlichen Frevel begangen; ihr Blut lastet auf ihnen.
      3.Mos.20;12.



      Hat sie ausgerechnet der Sohn erwischt, nützte "Ehre Deinen Vater" nichts... es blieb die schmerzliche Wirklichkeit und er durfte auch kein falsches Zeugnis abgeben sie zu retten. Wurde alles "richtig" gemacht, hatte Gott die Verantwortung für das Urteil...


      In unserer Zeit haben wir bei unseren Entscheidungen mehr Freiheit und gleichzeitig mehr Verantwortung. Die Freiheit verstehe ich so, dass wir die Gesetze nicht kopieren, sondern den Sinn verstehen sollen, so wie Jesus uns in der Bergpredigt lehrt. Als Christen sollten wir niemanden hassen, das gilt besonders gegenüber den Eltern, selbst wenn ein Juristischer Schritt (z.B. Anzeige) unvermeidbar ist. Man sollte allerdings typische Konfliktquellen meiden z.B. verheiratete Kinder sollten nicht dauerhaft mit den Eltern im gemeinsamen Haushalt leben... ("Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen ..." 1.Mos.2;24.)


      Vater und Mutter ehren ist ein ewiges Prinzip, hat aber wohl Grenzen...


      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.