Rettet Gott auch durch das Gericht?

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    • Elli59 schrieb:

      Ich sehe bei deiner Beschreibung des Glaubens und der Gnade keinen Unterschied zur RKK. Des Weiteren glaubt ihr doch auch an eine Art "Fegefeuer".
      Die RKK sagt, dass Angehörige ihre Toten aus dem Fegefeuer herausbeten können. Ihr sagt, dass die Lebenden(höhere Apostel) die Toten, nachträglich
      taufen können. So gesehen doch auch eine Errettung aus dem Fegefeuer.
      Dann ist die Kindertaufe für euch bereits die "Wiedergeburt"
      Hi

      Nein, wir kennen kein Fegefeuer, wir glauben zwar dass ein Teil des Menschen, wir nennen das Seele, nach dem irdischen Tod weiterexistiert. Wir glauben dass es im Totenreich verschiedene Bereiche gibt, je nachdem wie man gelebt hat kommt man in einen anderen Bereich. Ähnlich also wie es das Gleichnis vom armen Lazarus und dem reichen Mann beschreibt. Man kann allerdings nicht eine Zeit dort absitzen und dann wird alles gut.
      Im weiteren kann man Menschen nicht wirklich aus diesen Bereichen herausbeten, allerdings glauben wir, dass man mit Gebet diesen Menschen ein Stück weit helfen kann. Und ja wir glauben, dass es seit dem Opfertod Jesu möglich ist, dass auch bereits verstorbene Seelen noch den Weg zu Gott finden können. Als biblische Basis dient da 1.Kor.15,29 wo das explizit erwähnt wird, aber auch die Stellen aus dem1. Petrusbrief 1.Petr. 3,19 und 4,6 wo gesagt wird, dass Jesus auch den Toten in den Gefängnissen das Evangelium gepredigt hat. Dass sich die Apostel stellvertretend taufen lassen liegt in unserem Verständnis der Sakramente. Wir glauben das jedes Sakrament auch ein äusseres Zeichen besitzt: Wasser bei der Wassertaufe, Handauflegung bei der Geistestaufe oder Brot und Wein beim heiligen Abendmahl. Daher wird das stellvertretend an den Aposteln durchgeführt.
      Dann noch etwas zur Wiedergeburt: Ja, wir glauben dass die Wasser und Geistestaufe bei einem Kleinkind zur Wiedergeburt reicht, allerdings ist das kein Gratiseintritt in die Herrlichkeit Gottes, erst wenn man danach lebt hat man die Chance das ewige Leben zu erlangen. Im Gegensatz zu den Adventisten ist die Taufe primär ein Gnadenakt Gottes am Menschen, die bewusste Umkehr steht weniger im Zentrum, denn wer bereits den Weg Gottes geht muss nicht mehr umkehren. Bei der Konfirmation entscheidet sich jedoch jeder Mensch selbst, dass er diesen Weg weitergehen will, insofern kann man die Konfirmation eher mit dem adventistischem Taufverständnis gleich setzen, obwohl die kein Sakrament ist.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Stofi schrieb:

      Die Praxis (auch hier im Forum) zeigt deutlich, dass die meisten Christen den Glauben zwar predigen, die Werke (den Gehorsam) aber scharf bekämpfen (kritisieren). Auch dieses Forum ist voll von diesen Threads.
      Da musst du etwas komplett falsch verstanden haben, Stofi.
      Ich kenne keine Christen, die gute Werke bekämpfen oder kritisieren. Und auch hier im Forum habe ich so etwas noch nicht gelesen.

      Aber was bekämpft/kritisiert wird, ist die falsche Auffassung, dass ein Mensch aufgrund seiner guten Werke gerecht gesprochen wird und sich den Himmel verdient.

      Die Frage ist nicht "Werke oder keine Werke?"

      Denn Werke tun wir immer, egal ob wir glauben oder nicht.
      Werke können sogar gut und anerkennenswert sein, auch ganz ohne Glauben, zB mit dem Hintergedanken getan: "Wenn ich dem Bruder xy einen Gefallen tue, dann steht er in meiner Schuld und muss mir auch helfen, wenn ich ihn in der oder der Sache um Hilfe bitte."
      Dann tue ich das gute Werk nicht aus Glauben und nicht aus Gehorsam gegenüber Gott, sondern aus Berechnung, weil ich mir davon einen Vorteil verspreche.

      Um diese Werke geht es nicht beim Glauben.

      Aber auch zum Glauben gehören Werke - wie der Jakobusbrief deutlich erklärt.
      Mann kann nicht glauben ohne dass sich dieser Glaube auch in dem entsprechenden Handeln zeigt. Sonst ist das kein Glaube, sondern nur eine abgehobene Schwärmerei. Oder ein "Für-wahr-halten ohne dass es mit meinem Leben irgendetwas zu tun hätte".
      So ein Für-wahr-halten wird landläufig auch als "glauben" bezeichnet, zB "ich glaube, dass Peking die Hauptstadt von China ist."

      Das ist aber nicht "glauben" im biblischen Sinne.

      Jak 2,19 Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern.

      Wer zwar glaubt, dass es Gott gibt, aber sein Leben so lebt, als gäbe es ihn nicht, als habe er keinerlei Relevanz - der hat keinen "Glauben".
      Glauben bedeutet "Gott die Ehre zu geben" in allem, was wir tun. So wie Abraham es tat: Röm 4,20 Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre

      Und entsprechend diesem Glauben handelte er und tat Werke des Glaubens, Werke, in denen sich sein Glaube ausdrückte, Werke, die Zeugnis seines Glaubens waren.

      Wenn also hier etwas bekämpft oder kritisiert wird, dann ist es der Stellenwert der Werke, insbesondere der Werke, die zwar gut sind, aber nicht aus dem Glauben entspringen, sondern aus Berechnung. Auch aus Berechnung gegenüber Gott, mit dem Hintergedanken, sich dadurch den Himmel selbst verdienen zu können und nicht auf Gottes Gnade angewiesen zu sein, selbst dafür den Ruhm zu bekommen und nicht Gott die Ehre geben zu müssen .....
    • Stofi schrieb:

      Die Praxis (auch hier im Forum) zeigt deutlich, dass die meisten Christen den Glauben zwar predigen, die Werke (den Gehorsam) aber scharf bekämpfen (kritisieren). Auch dieses Forum ist voll von diesen Threads. Ich schrieb meinen Post zu genaus dieser Problematik, da sich hier unermüdlich eines wiederholt: Gott braucht nichts, Er liebt alle (z.B. zu untersuchen), uns wir brauchen nur zu glauben. Daraus besteht die ganze Christenheit. Und genau das ist verhängnisvoll.


      .

      Das Forum ist (zum Glück) voll von Threads, in denen nicht über andere, die anders denken, die anders sind, geurteilt wird.
      Verurteilen tun nämlich nur 2 Fories, du und benSalomo.
      Deswegen kommt es dir wahrscheinlich so vor, wie du schreibst.
      Du hast ja deine Wahrheit für dich gepachtet.
      Andere haben andere Sichtweisen, oder sind auf der Suche.
      Wenn sie dann die anderen Sichtweisen kundtun, bzw mit deiner Wahrheit Probleme haben, dann werden sie verurteilt.
    • DonDomi schrieb:

      Bei der Konfirmation entscheidet sich jedoch jeder Mensch selbst, dass er diesen Weg weitergehen will, insofern kann man die Konfirmation eher mit dem adventistischem Taufverständnis gleich setzen, obwohl die kein Sakrament ist.
      Ist es richtig, dass ihr - also die Neuapostolische Kirche (NAK) - auch noch ein drittes Sakrament - neben Taufe und Abendmahl - habt, welches "Versiegelung" genannt wird?

      Könntest Du mir - und dem Forum hier - bitte erklären, was man darunter verstehen soll und was die biblische Begründung hierfür ist? Ist die "Versiegelung" mit der kath. "Firmung" vergleichbar?
      Für eine Antwort wäre ich dankbar!
      MfG
      NCH.