Das nachsynodale Schreiben des Papstes "AMORIS LAETITZIA"

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    • Das nachsynodale Schreiben des Papstes "AMORIS LAETITZIA"

      Amoris Laetitia vom 19.3.2016 von Papst Franziskus : (Artikel aus WIKIPEDIA !)

      Das rund 300 Seiten umfassende nachsynodale apostolische Schreiben enthält Aussagen zum Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, zur Sexualmoral und zum Umgang mit Homosexualität.
      Papst Franziskus will nach seinem verbindlichen Lehrschreiben mehr Barmherzigkeit in der Anwendung der kirchlichen Morallehre zulassen, hält aber grundsätzlich an den geltenden Normen zu Ehe und Familie fest. Er mahnt „eine realistischere Sicht“ an und erklärt, dass „nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden“ müssten. Als wertvolle Voraussetzung für ein echtes Wachstum der Liebe hebt er den Wert der Keuschheit hervor. Darüber hinaus wünscht er eine bessere Vorbereitung junger Paare auf die Ehe. Der Papst wendet sich ausdrücklich gegen übereilte Eheschließungen, die allein dem Ziel dienten, Geschlechtsverkehr zu ermöglichen, und unterstreicht den Wert körperlicher Liebe in der Ehe, die Bedeutung von Leidenschaft und Zärtlichkeit. Seine ausnehmend positive Würdigung der menschlichen Sexualität und der Erotik unterstreicht der Papst: „Wir dürfen also die erotische Dimension der Liebe keineswegs als ein geduldetes Übel oder als eine Last verstehen, die zum Wohl der Familie toleriert werden muss, sondern müssen sie als Geschenk Gottes betrachten, das die Begegnung der Eheleute verschönert.“ (Nr. 152) Die künstliche Befruchtung verurteilt er als Akt der Manipulation des Lebens [Kommentar von mir:Ein katastrophaler Rückschritt hin zu "HUMANE VITAE" - von "Pillen-Paule" Papst Paul VI. !!!] , denn die Zeugung eines Menschen könne nicht als von der sexuellen Beziehung zwischen Mann und Frau unabhängig gesehen werden.
      In der Frage der Ehenichtigkeit und den daraus entstehenden Folgen räumt der Papst den Ortskirchen und Bischöfen mehr Eigenständigkeit ein und gesteht ihnen, wiederum unter dem Aspekt der Barmherzigkeit, eine größere Spannweite der Auslegung und der Anwendung der kirchlichen Lehre zu. Die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe lehnt er ab, weil es keinerlei Fundament dafür gebe, „zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen“ (Nr. 251). Er bekräftigt hingegen, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden solle.
      Bei der Beurteilung von reinen Zivilehen erinnert Papst Franziskus an das von Papst Johannes Paul II. angeführte „Gesetz der Gradualität“, nach dem damit zu rechnen sei, dass Menschen nur stufenweise den „objektiven Anforderungen des Gesetzes“ gerecht würden (Nr. 295). Eine Entscheidung für eine Zivilehe hat oft ihren Grund in kulturellen oder faktischen Gegebenheiten; solche Verbindungen könnten offenkundige Stabilität besitzen und geprägt sein von Zuneigung und Verantwortung gegenüber den Kindern. Diese Elemente zu erkennen und ernstzunehmen könne durch pastorale Begleitung „zu einer größeren Offenheit gegenüber dem Evangelium der Ehe in seiner Fülle“ führen (Nr. 293).
      Papst Franziskus mahnt, Urteile zu vermeiden, welche die Komplexität der verschiedenen Situationen von Menschen in „irregulären“ Partnerschaften nicht berücksichtigten. Aufgabe der Priester sei es, „die betroffenen Menschen entsprechend der Lehre der Kirche und den Richtlinien des Bischofs auf dem Weg der Unterscheidung zu begleiten“ (Nr. 296, 300). Es sei zu prüfen, „welche Formen des Ausschlusses liturgischen, pastoralen, erzieherischen und institutionellen Bereich überwunden werden könnten“, damit sich die geschiedenen und zivil wiederverheiratete Katholiken sich nicht nur als nicht exkommuniziert empfänden, sondern „als lebendige Glieder der Kirche leben und reifen“ könnten. (Nr. 299). Der Papst betont die kirchliche Lehre von der Bedeutung der Gewissens des Einzelnen. [Kommentar von mir: Sehr gut !!!]
      Er verweist auf eine „solide Reflexion über die mildernden Bedingungen und Umstände“ in der Theologie, so dass es nicht mehr möglich sei, „zu behaupten, dass alle, die in irgendeiner sogenannten ‚irregulären‘ Situation leben, sich in einem Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben“ (Nr. 301). [Kommentar von mir: Sehr gut !!!]
      In der diesbezüglichen Fußnote 351 merkt das Dokument an: „In gewissen Fällen könnte es auch die Hilfe der Sakramente sein.“ Denn die Eucharistie sei „nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen“.
      Eine Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion wird hier weder explizit befürwortet noch ausgeschlossen. Der Papst weist darauf hin, dass die Kirche in keiner Weise darauf verzichten dürfe, „das vollkommene Ideal der Ehe, den Plan Gottes in seiner ganzen Größe vorzulegen“ (Nr. 307).
      Stellungnahmen:
      Der Philosoph Josef Seifert * bittet Papst Franziskus, Sätze in dem Schreiben, „die fast jeder Leser von AL in irrigem Sinn, der der Heiligen Schrift und der Lehre der Kirche widerspricht, verstehen muß, richtigzustellen und verheerende Interpretationen der Aussagen von AL entschieden zurückzuweisen“, weil er der Auffassung ist, das Schreiben enthalte Irrtümer und „verworrene Aussagen“.[sup][13]

      Liebe Forumsteilnehmer! Seid auch ihr der Meinung, dass Amoris Laetitia
      " I r r t ü m e r " enthalte? Ich bitte um eure Stellungnahmen! Innerhalb der RKK ist AL ziemlich umstritten zwischen "Hardlinern" - wie dem Prof Seifert, die "Päpstlicher als der Papst" sein wollen und den "Reform-Katholiken", die verlangen, dass wiederverheiratete Geschiedene auch wieder zur Kommunion zugelassen werden sollen.
      Ich kann den fettgedruckten Aussagen des Papstes voll und ganz zustimmen! Wie halten es die STA mit den wiederverheirateten Geschiedenen? Sind diese bei euch zum Abendmahl zugelassen?
      MfG
      Norbert Chmelar
      * Josef Seifert:
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ich kann den fettgedruckten Aussagen des Papstes voll und ganz zustimmen! Wie halten es die STA mit den wiederverheirateten Geschiedenen? Sind diese bei euch zum Abendmahl zugelassen?
      Norbert dieses Schreiben ist ein weiteres herumeiern,keine klare Entscheidung nach dem Wort Gottes zu treffen,
      aber eine selbstverständlichkeit eines Christen auf Priester zu delegieren.
      Die Eucharistie mit dem Abendmahl zu vergleichen, ist von der Theologie der RKK nicht möglich.

      Wir als STA handeln bei Abendmahl so wie Jesus es uns Empfohlen hat.

      Es geht nicht um die Sünden die der Mensch Gott gegenüber begangen hat,

      sondern um das Gedenken, was Jesus für uns Sündige Menschen getan hat!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Liebe Forumsteilnehmer! Seid auch ihr der Meinung, dass Amoris Laetitia
      " I r r t ü m e r " enthalte?
      Lieber Norbert,

      das ist mir vollkommen ***-egal.
      Es mag wohl Irrtümer enthalten, sonst wäre es ja irrtumsfrei...

      Darf ich mal fragen, warum du ständig (STÄNDIG) wissen willst, was man hier vom Papst oder von Lehren der Römischen Kirche hält???

      Was willst du? Was willst du??

      - Du bist einem Klassiker erlegen, scheinbar mit ganzem Herzen erlegen: der Faszination von Macht und Uniformität!
      Das fasziniert viele Menschen, du bist nicht der einzige. Deshalb glotzt alles ständig nach Rom oder nach Washington D.C.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)

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