Die "Wahrheit"

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      Elli59 schrieb:

      Wie kann überhaupt eine Kirche von sich behaupten, nur sie hätten die absolute Wahrheit...gerade auch mit dem Wissen, dass sie ihre Theologie immer mal wieder korrigieren müsse.

      Die „absolute Wahrheit“ kann niemand haben, das beanspruchen die ZJ auch nicht. Ich (für mich!) glaube aber, dass die ZJ näher dran sind, als alle anderen Kirchen. Deshalb bin ich ein ZJ geworden. Letztendlich geht es aber um die Frage, ob Gott durch unterschiedliche Kirchen mit unterschiedlichen Lehren wirkt, oder ob er „ein Volk“ hat, so wie er in alter Zeit nur „ein Volk“ hatte. Es geht nicht um die Frage, welche Kirche aus eigener Kraft die Beste ist, sondern wen Gott heute gebraucht und durch seinen Geist läutert und leitet!

      ....

      Elli59 schrieb:

      Natürlich gibt es nur eine Wahrheit. Niemals können Menschen die ganze Wahrheit erfassen. Wenn es so wäre, dann wären sie Jesus.

      Stimmt. Aber wenn es nur eine Wahrheit gibt, dann kann der heilige Geist den Gläubigen auch nur eine Wahrheit vermitteln. Gott ist ja nicht schizophren. Wenn der eine Christ beim Lesen der Bibel zu dem Schluss gelangt, dass Gott aus Vater, Sohn und heiligen Geist besteht, ein anderer Christ jedoch beim Lesen der Bibel zu dem Schluss gelangt, dass Gott nicht „dreieinig“ sein kann, dann ist definitiv nur einer von beiden vom heiligen Geist geleitet worden. Das sage ich völlig unabhängig davon, welcher von beiden nun tatsächlich Recht hat. Wenn verschiedene Gläubige völlig unterschiedliche Ansichten, Gottesbilder und Vorstellungen vertreten, dann kann man schlecht behaupten, dass sie alle vom heiligen Geist geleitet werden. Gott ist ein Gott der Ordnung (siehe 1. Korinther 14, 33), er wünscht die Einheit seiner Anbeter (siehe Epheser 4, 1-5). Er möchte nicht nur „in Geist“, sondern auch „in Wahrheit“ angebetet werden (siehe Johannes 4, 23-24). Die Annahme dass sich der Leib Christi aus Christen zusammensetzt, die sich kaum in zwei Glaubenspunkten einig werden, würde ja darauf hinauslaufen, dass Gott nicht in der Lage ist, durch seinen heiligen Geist eine Einheit in Verständnis, Lehre, Glauben und Handeln herbeizuführen.

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Aber wenn es nur eine Wahrheit gibt, dann kann der heilige Geist den Gläubigen auch nur eine Wahrheit vermitteln. Gott ist ja nicht schizophren. ....
      Ich denke da komplett anders
      Angenommen - rein hypothetisch - beide hätten Unrecht mit ihrer Ansicht "Dreieinigkeit, oder, nur einen Gott".
      Sie erkennen das, und können anschließend durch neue Blickwinkel die Wahrheit umfassender verstehen.
      Ein weiterer Schatz der "Wahrheit" wäre entdeckt.

      Was ist dann mit uns, können wir sagen, keiner war zuvor in der Wahrheit, weil ja offensichtlich einiges nicht erkannt wurde...? Ich sage doch, ich lebe als Mensch in der "Wahrheit Jesus". ER in uns und wir in IHM.

      Es ist für mich als Mensch nicht möglich, alles im Wort Gottes aufzunehmen und zu verstehen. Auch eine Gemeinde kann nicht die ganze Wahrheit komplett verstehen.
      Deswegen ist es absolut wichtig, eine Bereitschaft zu pflegen, seine theologischen Ansichten korrigieren zu wollen
      (Außerdem, sobald wir sündigen, kann der Geist der Wahrheit nicht in uns gewirkt haben)

      Wenn ich aber denke, dass ich bereits die ganze Wahrheit habe, bremse ich mich möglicherweise selbst, um eine neue und bessere Erkenntnis die im Verständnis sehr wichtig wäre, anzunehmen

      Also ist Wahrheit, ein beständiges Streben auf der Suche nach Wahrheit(Jesus) . Mit dieser Grundeinstellung kann die Wahrheit Jesus in mir wachsen.

      Es kann keine absolute theologische Wahrheit geben. Natürlich aus der Sicht des Wortes(Jesus) schon. ER ist die Wahrheit.
      Aber sobald wir sagen, wir haben die Wahrheit ganz erfasst, maßen wir uns etwas an, was uns nicht zusteht.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW () aus folgendem Grund: Kürzung für neues Thema, Originalbeitrag ungekürzt in http://www.sta-forum.de/index.php?thread/1762-jehovas-zeugen

    • Elli59 schrieb:

      Gane MacShowan schrieb:

      Aber wenn es nur eine Wahrheit gibt, dann kann der heilige Geist den Gläubigen auch nur eine Wahrheit vermitteln. Gott ist ja nicht schizophren. ....
      Ich denke da komplett andersAngenommen - rein hypothetisch - beide hätten Unrecht mit ihrer Ansicht "Dreieinigkeit, oder, nur einen Gott".
      Sie erkennen das, und können anschließend durch neue Blickwinkel die Wahrheit umfassender verstehen.
      Ein weiterer Schatz der "Wahrheit" wäre entdeckt.
      Es gibt nur "eine Wahrheit".

      Aber, der Begriff ist in der Heiligen Schrift nicht so quasi mathematisch, wie wir ihn oft verstehen oder interpretieren.

      1. Die Wahrheit ist eine Person: Jesus (ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben). Schon das widerspricht unserem säkular/philosophischen Wahrheitsbegriff, den wir oft unreflektiert auf geistliche Dinge oder Aussagen anwenden.
      2. Die Wahrheit ist Gottes Wahrheit und Gott ist so groß, dass wir seine Wahrheit jedenfalls nicht vollumfänglich erfassen können (Paulus: "wie in einem (antiken, undeutlichen) Spiegel")
      Daher kann selbst EINE Wahrheit vom Menschen in gewissem Umfang unterschiedlich verstanden und interpretiert werden. Die "Kunst" ist zu erkennen, wo diese Unterschiede gegebenenfalls in Irrtum oder Unwahrheit abgleiten. Nicht umsonst spricht Paulus von der Gabe "Geister zu unterscheiden" - für mich: zu erkennen wo Gottes Geist wirkt (die göttliche Wahrheit gelebt und gepredigt wird) und wo man (ich) davon abweicht und ein anderer Geist wirkt.
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Die Wahrheit ist Gottes Wahrheit und Gott ist so groß, dass wir seine Wahrheit jedenfalls nicht vollumfänglich erfassen können (Paulus: "wie in einem (antiken, undeutlichen) Spiegel")
      Ja, so ist es...Wir werden Gott niemals vollständig erfassen können
      Wenn wir aber die Bibel nehmen, dann heißt es: Jesus ist das Wort und die Wahrheit.
      Im Bibelstudium wandeln wir in der Wahrheit Jesus....wir wollen SEINE Wahrheit verstehen. Weil wir sie aber nicht vollständig verstehen, bleiben wir automatisch als Suchende, in einer demütigenden Position. Wir sind die Geschöpfe die den Schöpfer bitten uns in seiner Wahrheit anzuleiten.

      HeimoW schrieb:

      Daher kann selbst EINE Wahrheit vom Menschen in gewissem Umfang unterschiedlich verstanden und interpretiert werden. Die "Kunst" ist zu erkennen, wo diese Unterschiede gegebenenfalls in Irrtum oder Unwahrheit abgleiten. Nicht umsonst spricht Paulus von der Gabe "Geister zu unterscheiden" - für mich: zu erkennen wo Gottes Geist wirkt (die göttliche Wahrheit gelebt und gepredigt wird) und wo man (ich) davon abweicht und ein anderer Geist wirkt.
      Es gibt nur eine Wahrheit. Wenn sie unterschiedlich interpretiert wird...dann kann man nicht mehr von einer Wahrheit sprechen.
      Wir können von unterschiedlichen Meinungen sprechen, nicht von einer "Wahrheit".
      Dennoch kann der Mensch, auch wenn er in einer "Theologie" falsch liegen sollte, in der "Wahrheit leben", dann nämlich, wenn die Position eines Suchenden - in Gottes Wahrheit - eingenommen wird. Wenn der Mensch meint er hätte die Wahrheit, ist er kein Suchender mehr.

      Die Gabe unterschiedliche Geister zu erkennen, ist oft eine Gabe, die in den Gemeinden entweder falsch, oder gar nicht gelebt wird und warum nicht, weil sie meinen sie hätten es nicht nötig...unterschiedliche Geister zu erkennen... .aber darum geht es mir bzgl "Wahrheit" nicht

      Laut den Aussagen Paulus haben aber nur einige diese Gaben der Geisterunterscheidung...

      Jeder Einzelne soll durch den Heiligen Geist, gelehrt werden. Nicht von jemanden der behauptet, dass er ..müsse...weil der Einzelne nicht in der Lage dazu sei. (er kann Recht haben, muss aber nicht - wir dürfen/sollen an Gottes Wort prüfen)
      Jesus möchte dass Jeder persönlich die Weisung Gottes, in SEINER Wahrheit, erkennt und annimmt. Wir erkennen und wandeln in der Wahrheit.
      Wir leben nicht im Irrtum, weil wir unwissentlich Falsches erkennen. Der Unterschied liegt in der Bereitschaft zur Korrektur in Jesus Christus.
      Nur dann werden wir die Erkenntnis unseres Irrtums bekommen....der natürlich notwendig ist..

      Sind wir nicht bereit - egal welche Lehren vertreten werden - bleiben wir in unsere festgefahrene menschliche Wahrheit.
      Jeder kann von der Wahrheit in Jesus Christus und seiner Sicht der Dinge predigen, das ist kein Thema...

      Ich glaube an die "Rechtfertigung aus dem Glauben" und kann das mit ruhigem Gewissen vertreten. Ich bitte Jesus darum, wenn ich mich hier Irren sollte mich neu zu unterrichten. Weil aber ich diesbezüglich schon seit Jahren keine Korrektur erfahren habe, kann ich es so sagen wie ich denke. Aber im Hintergrund gibt es bei mir noch die Möglichkeit zur Korrektur, weil ich das Jesus Christus - als sündiger Mensch - schuldig bin.

      In diesem Sinne können verständnisvolle Predigten gehalten werden, ohne das der Prediger unsicher und unglaubwürdig wirkt .Gerade diese Bereitschaft immer dazulernen zu wollen, macht den Prediger glaubwürdig und echt.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Bezüglich "Wahrheit" möchte ich noch etwas sehr Wichtiges erwähnen.

      Es gibt eine "Wahrheit" im Glauben, der in unserem Herzen wirkt - und der von Gott kommt

      Diese Wahrheit können wir nicht so messen wie eine Rechenaufgabe...sie ist eine Gewissheit, die wir oftmals nicht rational erklären können.

      Martin Luther suchte diesen Gott und seine "Wahrheit der Erlösung"

      Die Reformation hat im Grunde nur eine einzige Ursache: die Gewissensnot eines einsamen, mit Gott ringenden, an Gott verzweifelnden Menschen, der zunächst überhaupt nicht nach den Missständen in der Kirche und der Welt, sondern nur nach seinem eigenen, persönlichen Missstand fragte. Ihn trieb allein die ganz persönliche Sorge um sein ewiges Seelenheil: Wie kann ich, Martin Luther, vor dem ewigen und gerechten Gott bestehen? Wie kriege ich, Martin Luther, einen gnädigen Gott?
      Alles ist bei Luther auf die Frage nach dem Stand des Menschen vor Gott konzentriert. Die Rechtfertigung des Sünders vor Gott – das ist der Ausgangs- und Endpunkt all seines Denkens.

      Jetzt gibt es wieder Geschwister die Luthers Rechtfertigungslehre nicht akzeptieren. Wer hat nun Recht?
      Ich sage, derjenige der auch in größter Not und Einsamkeit, ja, der nicht einmal die Stimme Gottes hört, und der dennoch sagen kann:" Ich weiß aber, dass mein Erlöser lebt".

      Diese Wahrheit ist Jesus Christus...der Weg zu dieser Erkenntnis kann unterschiedlich sein, aber das Ziel und der Weg dorthin ist die Wahrheit.
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Diese Wahrheit ist Jesus Christus...der Weg zu dieser Erkenntnis kann unterschiedlich sein, aber das Ziel und der Weg dorthin ist die Wahrheit.
      Das sehe ich nicht so,es geht Jesus nicht um Lehre oder Theologie!

      Es geht Jesus immer um Beziehung in der Gemeinschaft!

      Wer das nicht lebt hat Jesus nicht verstanden...
      Johannes 13
      34 Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf daß auch ihr einander liebhabet.

      35 Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt.

      Wir sollte alle diesen Gemeinsammen nenner suchen ... ob in der Ökumene,ACK, oder welch auch immer gemeinsamen Aufgabe.
    • Elli59 schrieb:

      Diese Wahrheit ist Jesus Christus...der Weg zu dieser Erkenntnis kann unterschiedlich sein, aber das Ziel und der Weg dorthin ist die Wahrheit.

      Bogi111 schrieb:

      Das sehe ich nicht so,es geht Jesus nicht um Lehre oder Theologie!
      Es geht Jesus immer um Beziehung in der Gemeinschaft!<br style="background-color: rgb(255, 255, 255);">
      Wenn wir keine Theologie bräuchten, dann bräuchten wir die Bibel nicht!
      Sicherlich geht es um eine Beziehung in Jesus Christus, die automatisch in eine Gemeinschaftsbeziehung mündet.

      Haben wir die Liebe Jesus, dann werden wir an unseren Früchten erkannt...Aber wo ist unserer Ziel...nur in der Gemeinschaft oder auch in unserem Vertrauen zu Gott, selbst dann ,wenn die Umstände - vom menschlichen Verstand aus betrachtet - genau das Gegenteilige sagen.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Gane MacShowan schrieb:

      Stimmt. Aber wenn es nur eine Wahrheit gibt, dann kann der heilige Geist den Gläubigen auch nur eine Wahrheit vermitteln. Gott ist ja nicht schizophren. Wenn der eine Christ beim Lesen der Bibel zu dem Schluss gelangt, dass Gott aus Vater, Sohn und heiligen Geist besteht, ein anderer Christ jedoch beim Lesen der Bibel zu dem Schluss gelangt, dass Gott nicht „dreieinig“ sein kann, dann ist definitiv nur einer von beiden vom heiligen Geist geleitet worden. Das sage ich völlig unabhängig davon, welcher von beiden nun tatsächlich Recht hat. Wenn verschiedene Gläubige völlig unterschiedliche Ansichten, Gottesbilder und Vorstellungen vertreten, dann kann man schlecht behaupten, dass sie alle vom heiligen Geist geleitet werden. Gott ist ein Gott der Ordnung (siehe 1. Korinther 14, 33), er wünscht die Einheit seiner Anbeter (siehe Epheser 4, 1-5). Er möchte nicht nur „in Geist“, sondern auch „in Wahrheit“ angebetet werden (siehe Johannes 4, 23-24). Die Annahme dass sich der Leib Christi aus Christen zusammensetzt, die sich kaum in zwei Glaubenspunkten einig werden, würde ja darauf hinauslaufen, dass Gott nicht in der Lage ist, durch seinen heiligen Geist eine Einheit in Verständnis, Lehre, Glauben und Handeln herbeizuführen.
      Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass der Heilige Geist Menschen mit verschieden konkretesten Gottesbildvorstellungen in die Wahrheit oder in der Wahrheit führt. Denn wie schon zu Recht hier jemand geschrieben hat: Die Wahrheit ist Jesus Christus! Wer an IHN glaubt, ist in die/der Wahrheit geführt.
      Wir dürfen nicht von dem (meiner Meinung nach) Irrglaube ausgehen, dass der Heilige Geist für und mit uns Streitfragen bis zum Punkt und Koma regelt. Ob wir Spaghetti oder besser Spiralen essen sollten.
      Es gibt sehr viele Glaubensansichten, die nicht relevant sind, wenn es um die ewige Rettung oder um die "Wahrheit" geht. So wird (meiner Erkenntnis nach) niemand von Gott verurteilt, wenn er Gott als eine Dreieinheit versteht. Nebenbei: Die Dreieinigkeit hat 1000 Facetten. Also nicht jeder, der an die Dreieinigkeit glaubt, muss das Verständnis der Dreieinigkeit haben, welches du oder gerade du nicht hast. Ähnlich ist es mit Gebetserhörungen. Gott macht doch die Gebetserhörung nicht von eine Gemeindezugehörigkeit oder von einem bestimmten Punkt genauen Bibelverständnis abhängig. Der Leib Christi ist nicht von dem absoluten Glaubensbild abhängig, sondern davon, wer Christus als das Haupt anerkennt. Wer Christus nachfolgt und wer nach dem Willen seines Vaters lebt. Wer die zwei Gebote "Gottesliebe" "Nächstenliebe" lebt. Nicht einhält sondern lebt.
      Die Einheit soll nicht ein soldatenhaftes Klieschee sein, wo nur der Gleichschritt (womöglich in die falsche Richtung) erlaubt ist, sondern die Einheit besteht in der Nachfolge Christi. Wir müssen uns mal darauf besinnen, was es bedeutet, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen.
    • Die "Wahrheit"

      HeimoW schrieb:

      Elli59 schrieb:

      Gane MacShowan schrieb:

      Aber wenn es nur eine Wahrheit gibt, dann kann der heilige Geist den Gläubigen auch nur eine Wahrheit vermitteln. Gott ist ja nicht schizophren. ....

      Ich denke da komplett anders Angenommen - rein hypothetisch - beide hätten Unrecht mit ihrer Ansicht "Dreieinigkeit, oder, nur einen Gott". Sie erkennen das, und können anschließend durch neue Blickwinkel die Wahrheit umfassender verstehen.
      Ein weiterer Schatz der "Wahrheit" wäre entdeckt.

      Es gibt nur "eine Wahrheit".
      Aber, der Begriff ist in der Heiligen Schrift nicht so quasi mathematisch, wie wir ihn oft verstehen oder interpretieren.

      1. Die Wahrheit ist eine Person: Jesus (ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben). Schon das widerspricht unserem säkular/philosophischen Wahrheitsbegriff, den wir oft unreflektiert auf geistliche Dinge oder Aussagen anwenden.
      2. Die Wahrheit ist Gottes Wahrheit und Gott ist so groß, dass wir seine Wahrheit jedenfalls nicht vollumfänglich erfassen können (Paulus: "wie in einem (antiken, undeutlichen) Spiegel")


      Nachtperle schrieb:

      Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass der Heilige Geist Menschen mit verschieden konkretesten Gottesbildvorstellungen in die Wahrheit oder in der Wahrheit führt. Denn wie schon zu Recht hier jemand geschrieben hat: Die Wahrheit ist Jesus Christus! Wer an IHN glaubt, ist in die/der Wahrheit geführt....

      Wenn wir ernst nehmen, dass Jesus Christus die Wahrheit ist - die Wahrheit also eine Person ist, dann ist uns auch klar, warum die Wahrheit sich nicht in einheitlichen detaillierten Sätzen von allen gleich erfassen lässt.

      Wir können das auch nicht mit Personen, die unsere Zeitgenossen sind. Wenn zwei Leute über einen Dritten sprechen, bzw. diesen voneinander unabhängig beschreiben müssen, dann werden ihre Beschreibungen auch in gewissem Umfang voneinander abweichen - und dennoch wird die gleiche Person beschrieben, keiner wird die Person zu 100% richtig und / oder vollständig erfasst / beschrieben haben. Ähnlich denke ich, ist es mit der biblischen Wahrheit.
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Wir können das auch nicht mit Personen, die unsere Zeitgenossen sind. Wenn zwei Leute über einen Dritten sprechen, bzw. diesen voneinander unabhängig beschreiben müssen, dann werden ihre Beschreibungen auch in gewissem Umfang voneinander abweichen - und dennoch wird die gleiche Person beschrieben, keiner wird die Person zu 100% richtig und / oder vollständig erfasst / beschrieben haben. Ähnlich denke ich, ist es mit der biblischen Wahrheit.
      Ich denke, dass keiner zu 100% Gott erfassen kann. Ebenso können wir die biblische Wahrheit nicht vollständig erfassen. Ein Vorteil ist, weil wir nicht alles erfassen können, dass wir dabei immer die Suchenden bleiben.

      Bei deinem Beispiel fehlt aber noch etwas. Die beschriebene Person ist in unserem Fall kein Mensch, sonder Jesus, der wiederum uns seinen Geist gibt damit wir Seine Wahrheit (Wort und Person) besser verstehen.

      Die vier Zeugen der Evangelien widersprechen sich in ihren unterschiedlichen Aussagen... aber nicht grundsätzlich ..
      Auffällig ist, dass sie sogar zusammengenommen eine noch bessere Darstellung der Geschehnisse wiedergeben.
      In diesem Sinne könnten mehr Zeugen ( mit unterschiedlichen Persönlichkeiten) die Ereignisse noch detaillierter beschreiben.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Wir sind alle sehr philosophiegeschichtlich geprägt und wahrscheinlich mehr, als uns lieb ist.

      Die Idee von "Wahrheit" als Erkenntnis darüber, was die Welt im Großen und Ganzen oder im innersten Kern zusammenhält, oder wie Gott beschaffen sei usw., das sind Fragen aus der Philosophie, ebenso wie dieser "Sinn des Lebens", den viele suchen; das ist nicht schlimm, es liegt dem Menschen im Herzen über sowas nachzudenken, aber die Bibel behandelt diese Fragen eigentlich nicht. Wir sind es gewohnt, selbst die ganz frommen und "biblischen" Gemeinden, so an das "Thema" heranzugehen; die Bibel selbst tut das nicht.

      Die Argumentation der biblischen Autoren wäre (und das wirft man uns ja vor und versucht uns so, in Debatten zu zwingen) in einem Diskurs vollkommen unhaltbar. Da schreibt Paulus zu den Kritikern des Auferstehungsglaubens: Wenn Christus nicht auferstanden wäre, dann hieße das ja, er wäre nicht der Christus; also ist er auferstanden, weil er der Christus ist bzw.: Wenn Jesus nicht der Christus wäre, dann wäre er ja nicht auferstanden; da er aber auferstanden ist, ist er der Christus.
      - Das ist eine selbstbestätigende Argumentation, die sich jeder Debatte enthebt. Und deshalb gehören Glaube und Wahrheit zusammen, wie der Hebräer sagt: Der Glaube ist eine feste Zuversicht, Wissen einer Wahrheit, die man nicht sieht.

      Im Glaubensbekenntnis drückt sich das aus: dort steht nicht "Es wird geglaubt, dass...", oder "Wir glauben, dass...", sondern: Ich glaube, dass...
      Deshalb ist es auch vollkommen unwichtig, was die Wissenschaft noch alles ausgräbt und welches Nano sie nochmal und nochmal spaltet, um das erste und kleinste Anfangsding allen Lebens zu finden; können sie alles machen und finden und die Nobelpreise sollen sie auch haben. Dann hat man im Leben wenigstens was erreicht. Entziehen kann man sich am Ende des Tages nicht; da wird man sich selbst vorgestellt und muss sich ansehen.

      Ebenso drückt sich Jesus aus. Er sagt nicht: "Ich bin den Weg der Wahrheit gegangen, gehe du diesen Weg auch", oder: "Ich rede die wahre Lehre, höre du sie an"; das wäre im Buddhismus der Fall: Buddha ist der "so Gegangene".
      Jesus aber sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. - Er selbst ist das. Und in ihm klärt sich die Frage nach "Gottes Beschaffenheit".

      Dies will jene Theologie, die später entstanden ist, darstellen, wenn sie vom Dreieinigen Gott spricht. Gott ist der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. - In der Fachtheologie klingt das alles sehr seltsam und staubig und (natur)wissenschaftlich; das ist das Problem der Fakultät, nicht das des Christen.

      Doch die anderen Richtungen, aus Jesus einen "guten Menschen" zu machen, einen besonders Berufenen, einen Halbgott, etc.etc., sind für den, der diesen Weg und diese Wahrheit und dieses Leben kennengelernt hat, nicht mehr möglich.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Die "Wahrheit "wird erst ersichtlich wenn zuvor die "Lüge" erkannt wurde.

      Kann die "Lüge" ohne die "Wahrheit" existieren? Nein, es würde alles in sich zusammenfallen. Nichts hätte Bestand. (Lüge frisst sich selbst auf)

      So gesehen kann die Lüge( Satan) ohne die Wahrheit nicht existieren.

      Im Himmel gibt es keine Lügen. Können wir sagen: Im Himmel gibt es die Wahrheit ?
      Wir bräuchten im Himmel keine Wahrheit, weil dort keine Lüge ist.

      Im Paradies kannten Adam und Eva weder Lüge noch Wahrheit. Beides hatte keine Bedeutung für sie.Sie lebten in der direkten Gegenwart Gottes. Alles war gut...ohne zu wissen was böse ist.

      Vielleicht ist es im Himmel für die Auferstandenen anders. Sie könnten sich an die sündige Welt erinnern, und somit Lüge und Wahrheit zwar nicht erleben, sich aber daran erinnern.. - Ich weiß es nicht....ist nur ein Gedanke

      1 Mose 3, 22
      Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Die "Wahrheit "wird erst ersichtlich wenn zuvor die "Lüge" erkannt wurde.
      Das unterstellt, dass nur im Antagonismus erkannt werden könne - würde das stimmen, dann könnte Gott nicht erkannt werden ohne Gegenspieler.

      Ich melde daher Vorbehalte gegenüber Deiner Überlegung an.

      Meines Erachtens kann die Wahrheit immer (unabhängig von der Lüge) erkannt werden. sie erweist sich letztlich aus sich selbst heraus als wahr (wie der Glaube aus den Werken erkannt werden kann).
      Liebe Grüße, Heimo
    • Heimo, es geht um die Bedeutung des Wortes Wahrheit.

      Unser gerechter und barmherziger Gott ist nicht von der Lüge abhängig. Er ist natürlich die Wahrheit in sich, aber ich würde seinen Charakter anders benennen.
      Wenn die Sünde nicht existieren würde, müsste Jesus uns nicht sagen, dass ER die Wahrheit ist.

      Ich wollte nur Gut und Böse nebeneinander stellen.


      HeimoW schrieb:

      Meines Erachtens kann die Wahrheit immer (unabhängig von der Lüge) erkannt werden. sie erweist sich letztlich aus sich selbst heraus als wahr (wie der Glaube aus den Werken erkannt werden kann).
      Klar, die "Werke aus dem Glauben" kommen aber durch die Einsicht, dass es besser ist in der Liebe Gottes zu leben und das zu tun was Gott möchte. Die Liebe Jesus in unserem Herzen erkennt sehr wohl Gut und Böse, so dass wir uns freiwillig für das Gute entscheiden dürfen..
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      dass es besser ist in der Liebe Gottes zu leben und das zu tun was Gott möchte.
      Das hört sich fast so an als wenn wir Sklaven wären.

      Ich lebe gerne in der Liebe Gottes und in Liebe mit meinen Mitmenschen.

      Dabei versuche ich das zu unterlassen was Gott nicht gefallen könnte und mir nicht dienlich ist.
    • Elli59 schrieb:

      kommen aber durch die Einsicht, dass es besser ist in der Liebe Gottes zu leben und das zu tun was Gott möchte.

      Bogi111 schrieb:

      Das hört sich fast so an als wenn wir Sklaven wären.

      Ich lebe gerne in der Liebe Gottes und in Liebe mit meinen Mitmenschen.

      Dabei versuche ich das zu unterlassen was Gott nicht gefallen könnte und mir nicht dienlich ist.
      Bogi,

      wenn man zur Einsicht kommt, besser für Gott zu leben, anstatt ohne Gott zu sein, dann bedeutet es, dass man es gerne tut.
      Einsicht bedeutet, das Gute und Richtige zu begreifen und es zu wollen. So ist es und so wird es Elli auch gemeint haben. Man muss nicht alles zehnmal durch den Fleischwolf drehen...

      In Sklaverei kann es keine Einsicht geben.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Bibelstellen im Zusammenhang mit "Lüge und Wahrheit" .

      1Johannes 2.21
      Ich habe euch nicht geschrieben, als wüßtet ihr die Wahrheit nicht; sondern ihr wisset sie und wisset, daß keine Lüge aus der Wahrheit kommt

      1. Johannes 8.32
      und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen


      1.Johannes 4:6
      Wir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der hört uns; welcher nicht von Gott ist, der hört uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

      Johannes 8.44
      Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben

      Römer 9.1
      Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist,

      2. Thessalonicher 2.12
      auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit.

      Römer 9.1
      Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist,

      Johannes 18,37..
      Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.
      Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm

      Pilatus fragt Jesus: Was ist Wahrheit? Die Antwort bekam er schon kurz zuvor. Jesus sagte: Mein Zeugnis ist die Wahrheit

      Jeder der die Wahrheit erkennen will, wird sie bekommen.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Seele1986 schrieb:

      wenn man zur Einsicht kommt, besser für Gott zu leben, anstatt ohne Gott zu sein, dann bedeutet es, dass man es gerne tut.
      Hallo Seele,zwei Anmerkungen die mein Anliegen waren.

      1) Ich gehe davon aus das Gott mich gesucht und ich Ihm meine Herzenstür geöffnet habe.
      Was hat Liebe mit Einsicht zu tun? Glaube ist für mich eine Herzenssache und keine Kopfsache.

      2) Das wenn ich ihn Liebe, seine Gebote halte. ( "das zu tun was Gott möchte" ,verstehe ich etwas anderes)

      Wie oft entscheidet die Kirche und Tradition was Gott möchte,was richtig ist.
    • Bogi111 schrieb:

      Was hat Liebe mit Einsicht zu tun?
      Alles. Liebe kommt nur aus Einsicht. da Vinci sagte mal: "Liebe ist die Tochter der Erkenntnis".

      Herzenssache/ Kopfsache, die Unterteilung gibt es im Glauben nicht. Glaube ist nicht nur eine "Herzenssache"; wir glauben durch den Geist und auch mit dem Geist.


      Bogi111 schrieb:

      2) Das wenn ich ihn Liebe, seine Gebote halte. ( "das zu tun was Gott möchte" ,verstehe ich etwas anderes)
      Gebote halten / tun, was Gott möchte, sind unterschiedliche Formulierungen der gleichen Sache. Deshalb sagte ich, man muss nicht immer alles durch den Wolf drehen.


      Bogi111 schrieb:

      Wie oft entscheidet die Kirche und Tradition was Gott möchte,was richtig ist.
      Dann lass sie das doch machen, wenn sie Spaß dran haben. Ist ja immerhin ihr Geschäft...
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)