Die Salbung(en) Jesu

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    • [...]

      Beschenkte schrieb:

      Würden wir mehr von diesen wichtigen Aussagen Jesu beherzigen, dann gäbe es keinen Streit mehr über Rollenverhalten; Aber wir sind da auch ein bisschen so wie die Jünger damals, die darüber stritten, wer nun der Grösste unter ihnen ist ....
      Ja, Jesus liebte die Frauen, gab ihnen, obwohl sie auch schwer sündigten, Achtung und Wertschätzung. Das führte wiederum dazu, dass die Maria, Jesus die Füße küsste.Sie fühlte sich dabei bestimmt nicht erniedrigt.
      Das Endergebnis des Verhaltens, wer ist " der Größte unter uns", ist eine große "Geißel" der Menschheit, die sehr viel Leid verursacht hat
      [...]
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • [...]
      Jesus hatte als Wanderprediger kein Regelbuch unter dem Arm. Jesus brachte zuallererst den Menschen gegenüber seine Wertschätzung zum Ausdruck . Jesus verurteilte Maria nicht als Prostituierte, die nur beabsichtigte die Männer zu verführen!
      Jesus liebte die Maria. Seine Liebe zu ihr hat sie verändert!
      [...]
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • [...]

      Elli59 schrieb:

      Jesus verurteilte Maria nicht als Prostituierte
      Da bist Du der kath.Legenden-Bildung aufgesessen, welche Maria von Magdala zu einer Hure gemacht hatte, was mit keinem Satz aus der Bibel ableitbar ist. Maria von Magdala war wohl eine reiche Witwe, die die Jünger Jesu auch finanziell unterstützt haben wird!
    • Die Salbung(en) Jesu

      Norbert Chmelar schrieb:

      Da bist Du der kath.Legenden-Bildung aufgesessen, welche Maria von Magdala zu einer Hure gemacht hatte, was mit keinem Satz aus der Bibel ableitbar ist. Maria von Magdala war wohl eine reiche Witwe, die die Jünger Jesu auch finanziell unterstützt haben wird!
      Es gibt einige Verwirrungen über mehrere Frauen die Maria hießen.

      Maria von Magdala wurde von sieben unreinen Geistern geheilt...Von einer reichen Witwe lese ich nicht

      Hier ein Link
      Referat-Maria-von Magdala-von-BrigtteGlaab.pdf

      An einer Stelle wird Maria, die Jesus die Füße küsste genannt
      Johannes 12, 1-3

      Bei der Salbung Jesus gibt es unterschiedliche Berichte, so dass einige Ausleger meinen, dass Jesus zweimal gesalbt worden wäre.

      Alles etwas Kompliziert.

      Aber dieses Thema gehört nicht hierher.
      Gerade die unterschiedlichen Beschreibungen der Salbung Jesus, wäre ein interessantes Thema für einen neuen Thread
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elli59 () aus folgendem Grund: Maria von Bethanien war keine Sünderin, sie war die Schwester von Martha und Lazarus ( Johannes 12,1-3)

    • Elli59 schrieb:

      Maria von Magdala wurde von sieben unreinen Geistern geheilt...Von einer reichen Witwe lese ich nicht
      Link hin, Referather: Da gibt es die Salbung der stadtbekannten Sünderin - zuerst das Waschenseine Füße mit ihren Tränen, das Trocknen mit ihren Haaren - unerhört, das Ganze,was sich der Heilige Mann da gefallen lässt! - und er Vorwurf an den sich schonvordem unmöglich verhalten habenden Pharisäer. Punkt. Nächste Perikope: Esbegab sich danach - - - dazu etliche Weiber, die er gesund gemacht hat von denbösen Geistern und Krankheiten, nämlich - -
      Sechs Tage vorOstern - Bethanien, da Lazarus war, - -da nahm Maria ein Pfund Salbe von unverfälschtem,köstlicher Narde (Wert etwa 30 000. - Euro !) und salbte die Füße Jesu - - -Judas : Warum hat man diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen unddies den Armen gegeben - er war ein Dieb und trug den Beutel - ) - Jesus:Solches hat sie behalten zum Tag meines Todes -

      Da der unhöfliche Pharisäer, dort der diebisch - unterschlagende Judas - - (undeinige andere bedeutende Differenzen)

      Dass die "büßende Sünderin Maria Magdalena" dann zu einemLieblingsobjekt erotischer christlicher Kunst wurde, ist in jedem besserenMuseum nachzusehen. Nur bitte: Jene, welche dabei und darüber sich verbreitenwollen - - sollen sie.
      Eigentlich offtopics, aber ein extra Thread darüber wäre durchaus angebracht.
    • Beschenkte schrieb:

      Hier: Joh 11,2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar getrocknet hatte. Deren Bruder Lazarus war krank.
      (nur küssen steht da nicht )
      Maria - dieSchwester des Lazarus. Gut, Sünderin wie wir alle - - - aber erstens ist MariaMagdalena eine von Dämonen ( - der Krankheit? ) Geplagte, zweitens ist Mariadie Frau aus Magdala - einem Kaff (kwmh") am See Genezareth - nicht Mariaaus der Stadt Bethanien "polis" (- befestigte Stadt)

      Weder Maria ausMagdala noch Maria, die Schwester des Lazarus, wird als "Sünderin" inden Evangelien bezeichnet. -

      Wie NorbertChmelar schrieb: Man soll nicht katholischen Legenden - samt dem illustren Büßerlebender Maria Magdalena - so mirnixdirnix nachreden.

      Thread samteinleitender genauer Textanalyse folgt.



      Und es hat sehrwohl etwas mit "Frauenordination" zu tun: Maria Magdalena alsProjektionsobjekt etwas trüber, mysogyner Männerphantasien. - sie, der derAuferstandene begegnet ist.
    • Ja, Maria von Magdala wird nicht als "Sünderin" bezeichnet.

      Demnach haben wir zwei Salbungen.
      Einmal von Maria, die Schwester von Lazarus und Martha,und einmal die namenlose Sünderin die Jesus die Füße küsst.

      Oder gibt es hier Missverständnisse??
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:


      Demnach haben wir zwei Salbungen.
      Einmal von Maria, die Schwester von Lazarus und Martha,und einmal die namenlose Sünderin die Jesus die Füße küsst.

      Diese Theorie scheint mir doch ein wenig unwahrscheinlich.


      Es ist ja schon ungewöhnlich genug, dass eine Frau Jesus die Füsse mit kostbarem Öl salbt (sonst wohl zur Salbung des Kopfes, wie Lk 7, 46 nahelegt) und mit ihren Haaren trocknet..
      Aber dass dies gleich 2x so in der Art geschieht von 2 verschiedenen Frauen?

    • Bei Lukas ist es eine Sünderin, die Jesus während eines Gastmahles im Haus des Pharisäers Simon aufsucht. Das bei den anderen drei Evangelisten erwähnte Gastmahl findet unmittelbar vor Jesu Leiden statt. Während bei Markus und Matthäus als Gastgeber Simon der Aussätzige genannt wird, ist es bei Johannes Maria, die Schwester Marthas und des Lazarus, die Jesus die Füße salbt.
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Versuch einer Gegenüberstellung

      Ausgearbeitet um 1970, neu durchgeseehen 05. 10. 2016


      LUKAS (ein Synoptiker)



      Frage nach Ort und Zeit ( mit Annahmen)

      Kapernaom 7,1. ff, Nain 7,11. - Galiläa! Johannes lebt noch 7, 18. - 39. Salbung in einer (befestigten) Stadt (polis) 7, 37.
      Jesus kommt erst 10,38 nach dem Weiler - Flecken (kwmh) Bethanien.
      Gastgeber: Pharisäre 7, 36. mit Namen Simon 7,40, welcher sich zudem unglaublich schlecht benimmt 7, 41. -46.
      Salbende: ein Weib, welche in der Stadt (eine) Sünderin war (Grundtext wörtlich)
      Salbung: Bitte mit allen Details genau 7, 37. - 40. lesen .
      Salbungsmittel: Myrrhe (myrw)
      Erste Publikumsreaktion: Mit gewisser Empörung verwundert sich der Gastgeber 7,39.
      Jesu Antwort: Erkennt Simons Gedanken und hält ihm seine Ungehörigkeit vor

      Abschluss dieser Episode: Die übrigen Anwesenden werden ob der Sündenvergebung aufmerksam; die Frau wird mit Segen entlassen.



      MATTHÄUS, MARKUS, JOHANNES (Zwei Synoptiker und der Jesus besonders in seinen Dialogen und seelsorgerlichen Umgängen Darstellende)


      Frage nach Ort und Zeit: (Ziemlich präzise!) 6 Tage (J) bzw.2 Tage (Mtth, Mk. ) vor Ostern. Bethanien, ein Markt, Flecken, Weiler (kwmh), NaAch Jerusalem: etwa 4 km.


      Gastgeber: Simon der Aussätzige (Mt., Mk.)
      Salbende: ein Weib (Mt, Mk.) mit Namen Maria (J 12, 2.) , Schwester der Martha (J 11,2.)
      Salbungsmittel : Glas mit köstlichem Wasser (Mt) ungefälschtem und köslichem Nardenwasser (Mk 14,3.) ein Pfund Salbe von köstlicher Narde (J 12,3.)
      Salbungsvorgang: bitte genau nachlesen!
      Erste Publkumsreaktion: Etliche - die Jünger (Mt. Mk) werden unwillig - der Defraudant und Veruntreuer Judas ist offensichtlich dahinter ( J12,6.)
      Jesu Antwort: "Arme habt ihr allezeit unter euch (Mt) wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun - -(Mk) W
      WESENTLICH: Bezugnahme auf seinen baldigen Tod (Mt 26, 12; Mk 14, 8.; Joh. 12, 7. !);
      Abschluss dieser Episode: Viel Volk kommt, um Jesus und den auferweckten Lazarus zu sehen, weswegen vile gläubig werden


      Der Unterschied zwischen Satdt (polis) und Weiler, Flecken, Markt (kwmh) wurde erklärt.

      Myrrhe: Aus der arabischen Halbinsel - heute noch.. ein Harzausbruch am Stamm der Pflanze, recht billig, häufig und weltweit verwendet, ungeniessbar bitter ( - in der Apotheke einmal Tinctura myrrhe kaufen und kosten !)

      Narde: Ein exqusit duftender Auszug aus der Pflanze, welche nur am Himalya wächst (Rohausfuhr aus Nepal verboten!) und wegen der Seltenheit und des langen Handelsweges extrem teuer war und ist.

      Maria Magdalena: Maria aus Magdala, einer offensichtlich befestigten Stadt ("Starker Turm" ??) am SeenGenezareth. Man suche, wie Kranke ("Geist der Lähmung") und Besessene ( - hilflos dem Teufel auusgeliefert ohne eigene Schuld) von damals bis heute gesehen und behandelt wurden - (Auch mit Krankensalbung und Exorzismus) - die"Stadtprostituierte" sah und bezeichnete man wohl anders.

      Das Thema ist ja keine "Seligkeitsfrage" - aber an Maria Magdalena die eigenen erotischen Phantasien aufzuhängen ist wohl unzulässig und scheint mir - leider leider charakteristisch für ein Obendrüberlesen im Heiligen Text.


      Diskussionsgrundlage!
    • Ein wichtiges Detail - finde ich - ist noch das Trocknen der Füsse mit den Haaren bei der Salbung.
      Denn das war ja wohl bestimmt nicht üblich; deshalb schreibt Johannes ja auch:

      Joh 11,2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar getrocknet hatte. Deren Bruder Lazarus war krank.

      Er schreibt nicht: "Maria war eine von den Frauen, die ...." sondern: "Maria war es, die"
      Nicht nur die Salbung der Füsse mit teurem öl war etwas Besonderes, sondern auch das Trocknen der Füsse mit den eigenen Haaren. Diese Geschichte war so bekannt unter den Menschen, an die Johannes sich richtete, dass er sagen konnte: "Maria war es, die das getan hatte"; Und gleich wussten alle Bescheid, von wem er da sprach, das sagte ihnen etwas.
      Im Vers vorher hatte er ja schon gsagt: 1 Es lag aber einer krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf Marias und ihrer Schwester Marta. Das sagte den Zuhörern anscheinend nicht so viel - aber durch den Zusatz: "Maria war es, die ..." wusste jeder: ""Ah, die Frau, von der alle wissen ...."

      In Lk 7 wird beschrieben: Lk 7, 37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin. Als die vernahm, dass er zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Glas mit Salböl
      38 und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit Salböl.

      Klar, kann man sagen: Johannes wusste halt nicht, dass das 2x genau so von 2 verschiedenen Frauen gemacht wurde, denn Maria, Schwester der Martha und des Lazarus, kann ja nicht die Sünderin gewesen sein ....

      Finde ich aber doch ziemlich unwahrscheinlich.
      Davon, dass die Sünderin aus Magdala war, steht da natürlich nichts, und die Verbindung würde ich auch nicht so ohne Weiteres ziehen.
    • Lukas erzählt doch etwas anderes als die anderen Evangelisten.

      Bei Matthäus, Markus und Johannes wird Jesus zum Begräbnis gesalbt, wie er ja bei allen dreien sagt.
      Bei Lukas wird sein "Weg", seine Füße gesalbt, betont von einer Sünderin, was zu dem wunderbaren Gleichnis führt, das Jesus Simon erzählt. Vom Begräbnis ist hier nicht die Rede; es geht um die Frau bzw. um den Pharisäer. Bevor sie die Füße salbt, beweint sie sie.

      Johannes inszeniert von dieser Salbung ebenfalls nur die Fußsalbung. Die nächste Szene ist der Einzug in Jerusalem (12,12ff).

      Natürlich sind die Motive und die Handlung ähnlich, aber inhaltlich unterscheidet sich Lukas von den anderen.
      Es wird wohl eine Hure sein. Der Satz: was für eine Frau das ist... deutet doch recht klar darauf hin.

      Das Trocknen der Füße mit den Haaren ist die Hingabe der Frau. Jesus selbst hat den Jüngern die Füße mit seinem Schurz getrocknet und gab damit ein Beispiel für den dienenden Menschensohn. Die Frau nimmt ihre Haare, ihre "Schönheit"; es bedeutet Hingabe.
      Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe.
      (Gal 2,19)
    • Versuche mich kurz zu halten und einige Details zu geben:

      A) Es sind m.M.n. zu viele Parallelen und Verbindungen und Verflechtungen bei den 4 Evangelisten, als das es 2 Salbungen gegeben hätte...

      z.B. die Namen (Simon, Maria / Sünderin, Jesus); ein Gastgeber + sein "Haus"; ähnliches Thema (Salbung, Dialoge, Begräbnis, Liebe); Körperteile der Salbung (Kopf, Fuß, wahrscheinlich von Kopf bis Fuß gemeint ;) Marias Haare); ...

      Jeder Evangelist schildert:
      a) verschiedene Abschnitte/Blickwinkel dieser großen Geschichte/Szene,
      b) beleuchtet "die 3. Person": die Einen "Judas" und sein als Folge/Reaktion sofort anschließender Verrat, -- die Anderen "Simon" den Gastgeber,
      c) und auch in verschiedener geschichtlicher Einbetung/Erzählung: eher chronologisch,´kurzer Rückblick (wenige Tage), langer Vorrausblick.
      d) ...


      Eine Zusammenschau der Berichte ist m.M.n. hilfreich:
      Johannes 12:1-11 // Matthäus 26:6-17 // Markus 14:3-12 // Lukas 7:36-50
      (man beachte, dass ich bei Matthäus & Markus jeweils noch 3-4 anschließende Verse hinzugenommen habe)


      PS: Äußerst bemerkenswert und empfehlenswert ist diese Schilderung im Buch "Das Leben Jesu" unter Kapiel 62 "Das Fest im Hause Simons" (Seite 549-55) von Ellen White:

      https://text.egwwritings.org/publication.php?pubtype=Book&bookCode=LJ&lang=de&collection=40§ion=all&pagenumber=549

      Interessierte am Thema lesen vielleicht dieses Kapitel/Bibelkommentar und ziehen wahrscheinlich persönliche Schlüsse. (Stichwort: "Das Gute behaltet...")

      Vielleicht war es z.B. so:
      1) Jesus am Kopf gesalbt, wie üblich bei Salbungen...
      2a) ... aber das "viele" Öl floß/tropfte weiter bis zu den Füßen
      2b) --> Folge: wirkte wie Ganzkörper-Salbung = Ganze Person/Körper/Leib
      2c) -----> "sie hat im Voraus meinen Leib=Körper zum Begräbnis gesalbt" (Markus 14:8, ELB)
      3) weiters: "Fußwaschung Jesus" mit Tränen Marias und abfließendem/tropfendem Öl inkl. Küssen+Trocknung der Füße durch Marias Haare (Lukas 7:38+44).


      Sie hatte Jesus von seinem herannahenden Tode sprechen hören, und in ihrer innigen Liebe und ihrer Besorgnis sehnte sie sich danach, ihm ihre Verehrung zu zeigen. Unter großem persönlichem Opfer hatte sie ein alabasternes Gefäß mit “Salbe von unverfälschter, köstlicher Narde” (Johannes 12,3) gekauft, um damit ihren Herrn zu salben. Doch nun hörte sie, daß Jesus zum König gekrönt werden sollte. Ihr Kummer verwandelte sich in Freude, und sie war eifrig bestrebt, als erste den Herrn zu ehren. Sie zerbrach das Gefäß und schüttete den Inhalt auf das Haupt und auf die Füße des Herrn, sie kniete vor ihn hin, weinte und netzte mit ihren Tränen seine Füße, die sie mit ihrem lang herabwallenden Haar trocknete.
      Maria wollte jedes Aufheben vermeiden, und ihr Tun sollte unbemerkt bleiben; doch der Wohlgeruch der Salbe erfüllte den Raum und ließ ihre Tat allen Anwesenden bekannt werden. Judas betrachtete dieses Geschehen sehr mißvergnügt...
      ... Judas war der Schatzmeister der Zwölf. Er hatte ihrer kleinen Kasse heimlich Beträge für sich selbst entnommen ...
      ... Marias Handlungsweise stand in einem so auffallenden Gegensatz zu seiner
      Selbstsucht, ...
      ...
      Die duftende Gabe, die Maria an den Leichnam des Herrn zu verschwenden gedachte, schüttete sie über seine lebende Gestalt aus. Beim Begräbnis hätte der Wohlgeruch nur das Grab erfüllt; jetzt aber erfreute er Jesu Herz mit der Gewißheit ihrer Treue und Liebe. Joseph von Arimathia und Nikodemus boten ihre Gaben Jesus nicht zu seinen Lebzeiten an, sondern sie brachten ihre kostbaren Spezereien unter heißen Tränen einem Toten. Die Frauen, die Spezereien zum Grabe trugen, konnten ihren Auftrag nicht ausführen, denn Jesus war inzwischen auferstanden. Maria aber, die ihre Liebe dem Heiland bewies, als dieser ihre Liebestat noch annehmen konnte, salbte ihn fürs Grab. Als Jesus in die Finsternis seiner schweren Prüfung hinabstieg, trug er in seinem Herzen die Erinnerung an jene Tat als ein Pfand der Liebe, die ihm von seinen Erlösten für immer entgegenschlägt.

      ...
      “Wahrlich, ich sage euch: Wo dieses Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.” Matthäus 26,13. Der Heiland sprach, in die Zukunft blickend, mit aller Gewißheit von dem Weg des Evangeliums, das in der ganzen Welt gepredigt werden sollte. So weit es sich ausdehnte, Marias Gabe würde überall ihren Wohlgeruch verbreiten, und die Herzen würden durch ihre natürliche Handlungsweise gesegnet werden. Königreiche kämen empor und gingen wieder unter; die Namen der Herrscher und Eroberer fielen in Vergessenheit, aber die Tat Marias bliebe verewigt in den heiligen Büchern. Bis an das Ende alles irdischen Geschehens würde dies zerbrochene Gefäß die Geschichte von der großen Liebe Gottes zu dem gefallenen Geschlecht erzählen.
      ...
      Welch großer Unterschied bestand auch in der Tat Marias zu dem Vorhaben des Verräters, der hier so viel Entrüstung heuchelte!
      ...
      Doch der Blick, den Jesus auf ihn warf, überzeugte Judas, daß der Heiland seine Heuchelei durchschaute und seinen niedrigen, verachtenswerten Charakter erkannte. In Jesu herzlicher Anerkennung gegenüber der Tat Marias lag für Judas ein mahnender Vorwurf. Bisher hatte der Heiland ihm nie einen unmittelbaren Verweis ausgesprochen. Nun aber nagte Jesu Tadel an seinem Herzen, und er faßte den Entschluß, sich zu rächen. Nach der Abendmahlzeit [Anmerkung franz: Abendessen bei Simon] begab er sich sofort in den Palast des Hohenpriesters, wo er den Hohen Rat versammelt fand, und erbot sich, den Herrn in ihre Hände zu liefern.
      ...
      Kein anderer Jünger glich dem Judas. Sie liebten ihren Heiland, wenn sie auch sein wahres Wesen nicht richtig zu würdigen verstanden.
      ...
      Die Tat Marias enthielt gerade die Lehre, die die Jünger benötigten, um ihnen zu zeigen, daß die Bekundung ihrer Liebe zu ihm Jesus angenehm sein würde.
      ...
      Der gleiche Mangel tritt in unseren Tagen zutage. Nur wenige erkennen Christi Bedeutung für sie. Sonst machte solch selbstlose Liebe, wie sie einst Maria dem Herrn erwiesen hatte, sich im täglichen Leben bemerkbar, die Salbung erfolgte freiwillig, ...

      ...
      Simon von Bethanien, der Gastgeber dieses Festes, war von den kritischen Bemerkungen des Judas über Marias Gabe beeinflußt worden und zeigte sich von dem Verhalten Jesu überrascht. Sein pharisäischer Stolz war verletzt. Er wußte, daß viele seiner Gäste Jesus mit Mißtrauen und Unwillen beobachteten, und dachte bei sich: “Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er, wer und welch eine Frau das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin.” Lukas 7,39.
      Jesus hatte Simon vom Aussatz geheilt und ihn dadurch vor einem lebendigen Tode bewahrt. Und doch zweifelte Simon, daß Jesus ein Prophet sei. Weil Christus dieser Frau erlaubte, sich ihm zu nähern, weil er sie nicht als eine Person, deren Sünden zu groß waren, um vergeben zu werden ...
      ...
      Er dachte, wenn Christus ein Prophet wäre, würde er die Sünder erkennen und tadeln.
      ...
      [Fortsetzung Simon und das Schuldner-Liebes-Gleichnis]
      ...

      https://text.egwwritings.org/publication.php?pubtype=Book&bookCode=LJ&lang=de&collection=40§ion=all&pagenumber=549


      Fortsetzung folgt (in einigen Tagen)...



      :greet:

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • John Q. Public schrieb:

      PS: Äußerst bemerkenswert und empfehlenswert ist diese Schilderung im Buch "Das Leben Jesu" unter Kapiel 62 "Das Fest im Hause Simons" (Seite 549-55) von Ellen White:
      Was uns in den letzten Jahrzehnten leider den kaum zu widerlegenden Vorwurf wiederholt einbringt, wir folgen kritiklos einer Legende, entstanden im 6. Jahrhundert, in RKK Kreisen.
    • John Q. Public schrieb:

      Vielleicht war es z.B. so:
      1) Jesus am Kopf gesalbt, wie üblich bei Salbungen...
      2a) ... aber das "viele" Öl floß/tropfte weiter bis zu den Füßen
      2b) --> Folge: wirkte wie Ganzkörper-Salbung = Ganze Person/Körper/Leib
      ...
      Kaum, denn man lag bei Tisch und da tropft das Öl vom Kopf dann auf den Boden.

      Abgesehen davon wird die Salbung in Bethanien an das Ende des Lebens Jesu gestellt, was für den Bericht des Lukas nicht gilt. Die übrigen gravierenden Unterschiede wurden schon unter post13 ausführlich dargestellt. Dies zu harmonisieren bedeutet den Evangelisten sehr viel "Kreativität" oder mangelnde Sorgfalt zu unterstellen, selbst wenn man berücksichtigt, dass sie keine Historiker sind und sein wollen. Das sit so wie wenn man die Speisung der fünftausend mit der der viertausend harmonisieren will (was ja immer wieder geschieht).

      Und das alles (nur?) um EGW zu vaildieren? Da überweigen in meinen Augen die Nachteile.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ich glaube nicht, dass Jesus dreimal gesalbt wurde.
      Einmal im Hause Lazarus, dann im Hause Simon den Aussätzigen,und im Hause des Pharisäers, in einer Stadt

      Wo steht im Hause Lazarus?

      Johannes 12,1...Luther 1912
      .Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferweckt hatte von den Toten
      Des Weiteren heißt es, dass Marta bediente und Maria salbte

      In allen Übersetzungen, die ich gelesen habe, steht.:Da wo Lazarus war. Sie könnten sich alle im Hause "Simon den Aussätzigen" getroffen haben.
      Der Aussätzige war natürlich geheilt, sonst hätten sie sich dort nicht treffen können.

      Vielleicht war der Pharisäer ein vom Aussatz befreiter Pharisäer. Sein Name war ebenfalls Simon, wie Simon der Aussätzige

      Dann müssten wir uns fragen, wer diese Maria war...war sie die Schwester Lazarus und Martha oder eine andere...Die Schwester Lazarus war keine Sünderin!!
      Im Hause des Pharisäers war sie eine Sünderin.....Alles sehr verwirrend.
      Wenn die Bibel nur eine Salbung, mit unterschiedlichen Blickwinkeln beschriebt, dann war Maria der Name einer Sünderin und nicht die Schwester Lazarus.

      Was spricht dagegen, dass alle Kommentare, von Judas, dem Pharisäer und den Jüngern.... in einem Hause (des geheilten Pharisäer Simon) im Zusammenhang stehen.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Auffällig ist jedoch, dass bei Lukas die Salbung nicht unmittelbar vor dem Einzug nach Jerusalem beschrieben wird.(wie bei Matthäus,Markus,Johannes)

      Die Salbung geschieht am Anfang seines Wirkens.

      Anschließend wird Folgendes beschrieben
      Lukas 8,2
      Und es begab sich darnach, daß er reiste durch Städte und Dörfer und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die zwölf mit ihm, 2 dazu etliche Weiber, die er gesund hatte gemacht von den bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, die da Magdalena heißt, von welcher waren sieben Teufel ausgefahren, (Markus 15.40-41) (Markus 16.9) 3 und Johanna, das Weib Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe.

      Also dann doch zwei Salbungen, oder...

      Eine Lehre für die Nachfolge:
      Bei Lukas geht es um den theologischen Zusammenhang von Sünde, Lieben und Glauben. Es geht um das „Mehr“ , im Gegensatz zum „weniger“, das sich sowohl im Nichteinhalten der Regeln damaliger Gastfreundschaft (Fußwaschung, Begrüßungskuss, Salbung des Kopfes) als auch in der Steigerung dieser Konventionen (Tränen statt Wasser, unablässiges Küssen der Füße statt Begrüßungskuss, Salbung der Füße statt des Kopfes) realisiert.

      Dann wäre vor dem Einzug nach Jerusalem, "Simon der Aussätzige", nicht der beschrieben Pharisäer im Lukas Evangelium.(vor dem Wirken Jesus)

      Dennoch glaube ich, dass Lazarus im Hause des Aussätzigen war. Wenn nicht, hätten wir drei Salbungen
      Auf jeden Fall werden die Füße Jesus, 6 Tage vor seiner Kreuzigung, gesalbt.

      Fakt ist, dass außer bei Lukas in allen Evangelien, Jesus für sein Begräbnis gesalbt wurde.
      Eine Woche vor der Kreuzigung Jesus beschreibt Lukas keine Salbung und keinen Einzug (auf dem Esel) nach Jerusalem. Lukas Beschreibungen fangen gleich mit der Abendmahlfeier an.
      Ja, ohne Salbung für Jesus Begräbnis und natürlich auch ohne Salbung zum "König der Juden", der mit dem Einzug nach Jerusalem durch sein Volk
      geschah (Palmzweigen)

      Warum lässt Lukas diese wichtigen Aussagen aus?

      Bin verwirrt
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elli59 ()