Was ist die Drei-Engels-Botschaft bei den Adventisten?

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    • Samuel S. Snow und sein "kleiner" Fehler

      Shabbat Shalom!

      Lieber @Norbert Chmelar


      Norbert Chmelar schrieb:

      Frage: Wie hieß dieser angebliche Kirchenmann und von wann bis wann lebte dieser, falls es diesen wirklich geben sollte?


      Biographie von Samuel S. Snow (1806-1890)
      Samuel S. Snow (englische Wikipedia)

      Liebe Geschwister

      William Miller errechnete den Termin für das Passahfest 1843. Als die Wiederkunft ausblieb, wurde nach dem Fehler gesucht und in dem mitgerechneten Jahr "0" gefunden, weil es das nicht gibt. Der korrigierte Termin war das Passahfest 1844. Als auch dieses Ereignis ausblieb, war William Miller bereits sehr vorsichtig mit weiteren Datierungen.

      Samuel S. Snow, der sich erst ein paar Jahre zuvor bekehrt hatte, war überzeugt, dass die biblischen Feste eine wichtige Bedeutung hatten. Das Passahfest wies ja schon auf Jesu Kreuzigung hin, das Pfingstfest auf die Ausgießung des Hl. Geistes, dann müsste folglich der große Versöhnungstag auf die Wiederkunft Jesu hinweisen (denn das Laubhüttenfest dürfte auf die zukünftigen Wohnungen im neuen Jerusalem hinweisen). Daher verlegte er im August 1844 den Termin auf Herbst.

      Die Juden feierten damals am 23. September 1844 den großen Versöhnungstag, errechneten aber den Termin des Neujahres bzw. des Passahfestes nicht mehr mit der Gerstenernte, die Karaiten (jüdische Splittergruppe) hingegen schon.
      Samuel S. Snow verwendete aber eine Tabelle mit einem "kleinen" Fehler, weswegen er selbst eine Korrektur vornahm und den 22. Oktober 1844 für den großen Versöhnungstag errechnete. (Die Karaiten selbst feierten ihn am 23. Oktober 1844, was aus heutiger Sicht auch tatsächlich korrekt war.)
      Hier kann die exakte Berechnung für den 23. Oktober 1844 nachgelesen werden. (Siehe Überschrift "War Yom Kippur wirklich am 22. Oktober 1844?)
      Kleiner Fehler (Siehe Überschrift "Zu schön, um wahr zu sein?")

      Fazit:
      Für mich ist der Fehler ein wichtiger Hinweis, auch heute noch alles zu prüfen und nicht einfach als "zeitlose Wahrheit" hinzunehmen.
      Er zeigt mir auch, wie akribisch geforscht und Auslegungen "präzisiert" wurden.
      Dennoch sehe ich auch, wie vieles geschichtlich erwachsen ist und unsere Pioniere Kinder ihrer Zeit waren.

      Bemerkung 1: Berechnungen für "exakte" biblische Zeit-Prophezeiungen wurden noch nie im Voraus richtig getroffen. Viele sind heute nicht einmal dazu im Stande, sie retrospektiv (also aus der Rückschau) zu berechnen. - Sorry! Das ist meine Erfahrung und die Überprüfung mit historischen Daten.

      Bemerkung 2: Diskussionen über das exakte Sterbedatum Jesu sind daher mühsam und auch, wann 1844 nun "exakt" stattfinden hätte sollen.

      Bemerkung 3: Aussagen wie "Wir leben seit 1844 in der Zeit des großen Versöhnungstages" sind keine biblischen Angaben, sondern nur eine "allegorische", denn der große Versöhnungstag markiert einen Tag (Zeitpunkt), nicht einen Zeitabschnitt (der bereits über 170 Jahre andauern soll).

      Bemerkung 4: Wenn schon Milleriten einen Fehler machten, unsere adventistischen Pioniere darauf ihre Theologie aufbauten, dann sollten wir heute zumindest nicht die gleichen Fehler machen, sondern daraus lernen. - Der Bezug zum Heiligutm erachte ich für korrekt, auch die Zeitprophetie von den 2300 Abenden und Morgen als Jahre, aber die weiteren Interpretationen sind mit Vorsicht zu betrachten. - Wer sich nicht daran hält (@'Norbert Chmelar'), wird die gleichen Enttäuschungen erleben und den Spott ernten, wie viele andere zuvor mit ihren Fehldeutungen in den letzten 2000 Jahren.

      Bemerkung 5: Gott hat einen Plan, der unsere Vorstellungen weit übersteigt. Darin sind all die Fehler, die wir Menschen mit unseren Unzulänglichkeiten begehen, schon einkalkuliert. (Das zeigt mir die Geschichte Israels und Jesu Erlösungsplan am Kreuz mit Auferstehung, Pfingsten und der Ausbreitung des Evangeliums.) Sich aber als Gläubige aus unterschiedlichen Denominationen gegenseitig des Unglaubens oder der falschen Prophetie zu bezichtigen, wird der Sache Gottes nicht gerecht. - Lasst uns voneinander lernen!

      Der Herr segne Dich/Euch

      Gerald

      PS: Samuel Snow wurde nie Siebenten-Tags-Adventist, auch wenn er Zeit seines Lebens an die baldige Wiederkunft glaubte bzw. sie verkündigte.
      Vergib und diene!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heidrich () aus folgendem Grund: Ergänzung PS: ..

    • Bogi111 schrieb:

      Leopold schrieb:

      Bedenkt man, dass die Aufgabe dieser 3EB ist, dass zwei Menschklassen dadurch hervorgerufen werden, dann ist es recht logisch, dass dies am Ende der Welt sein muss.
      Das ist ja ein völlig neuer Gedanke,kannst Du den bitte erläutern und Biblisch belegen?
      Okay ich versuche es :)

      1. 1. Mos 3,15 - es ist die erste Prophezeiung die gegeben wurde, und gleichzeitig DAS hoffnungsvolle Evangelium, welches die Menschheit retten wird


      „Der Geist, der Christus ans Kreuz schlug regt die Gottlosen an, Seine Nachfolger zu verderben. All dies wurde in jener ersten Prophezeiung im Voraus angedeutet: ‘Und ich will Feindschaft setzen zwischen Dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen.’ (1Mo3,15). Und diese wird bis zum Ende der Zeit fortgeführt werden.“ GC, 507.

      1. Offenbarung 14,6 - die 3EB sind das ewige Evangelium
      "Die Botschaft, die von dem Engel verkündigt wurde, der mitten durch den Himmel fliegt, ist das immerwährende Evangelium, das selbe Evangelium das auch in Eden erklärt wurde als Gott zu der Schlange sagte, ’Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen‘ (1Mo 3,15). Hier wurde zum ersten Mal ein Versprechen über den Erlöser gegeben, der im Schlachtfeld stehen, die Macht Satans anfechten und über ihn siegen sollte" 2SM 106.2

      Das Ewige Evangelium (EE) wird direkt nach Eden angesprochen. Darin werden 2 Klassen beschrieben. Gottes Kinder und diejenigen, die Satan nachfolgen.
      Im zweiten Zitat sagt EGW, dass die 3EB das EE sind. Bzw das können wir auch in der Bibel in Vers 6 von Offenbarung 14 lesen.

      Je nach dem, wie ich auf persönlich auf diese Botschaften (3EB) reagiere, bereite ich mich vor, das Malzeichen des Tieres ( den Sonntag) anzunehmen oder nicht. Das ist ein fortlaufender Prozess, so wie auch die 3EB fortlaufend in der Geschichte sind.

      Man kann das auch schön im Leben von Jesus sehen, dass seine Arbeit auf der einen Seite die hervorbrachte, die ihm nachfolgten, auf der anderen Seite waren diejenigen, die ihn ablehnten. Wenn man Christus ablehnt führt das unweigerlich zum Tod.

      Sorry, das Zitat habe ich nur in Englisch gefunden, aber ich denke, es ist sehr deutlich.

      "Many who went forth to meet the Bridegroom under the messages of the first and second
      angels, refused the third angel's message, the last testing message to be given to the world. {16MR 269.3}
      A similar work will be accomplished when that other angel, represented in Revelation 18, gives his message. The first, second, and third angels' messages will need to be repeated." 16MR 270.1

      Die 3EB sind also Testbotschaften und deren Annahme oder Ablehnung ist von großer Wichtigkeit

      "I was shown three steps,--the first, second, and third angels' messages. Said my accompanying angel, "Woe to him who shall move a block or stir a pin of these messages. The true understanding of these messages is of vital importance. The destiny of souls hangs upon the manner in which they are received." EW 258

      "When the third angel's message closes, mercy no longer pleads for the guilty inhabitants of the earth. The people of God have accomplished their work. They have received "the latter rain," "the refreshing from the presence of the Lord" (Acts 3:19), and they are prepared for the trying hour before them. Angels are hastening to and fro in heaven. An angel returning from the earth announces that his work is done; the final test has been brought upon the world, and all who have proved themselves loyal to the divine precepts have received "the seal of the living God" (Revelation 7:2). {YRP 160.2}

      Interessant ist, dass mit dem Verkündigen der 3EB ein Werk zusammenhängt, das Gottes Volk vollbringt. Es sind also nicht nur Botschaften, sondern auch ein Werk. Wenn EGW hier von der dritten EB spricht, dann muss man folgendes bedenken:

      Es gibt keine 3.EB ohne die erste und zweite

      "The first and second messages were given in 1843 and 1844, and we are now under the proclamation of the third; but all three of the messages are still to be proclaimed. It is just as essential now as ever before that
      27
      they shall be repeated to those who are seeking for the truth. By pen and voice we are to sound the proclamation, showing their order, and the application of the prophecies that bring us to the third angel's message. There cannot be a third without the first and second. These messages we are to give to the world in publications, in discourses, showing in the line of prophetic history the things that have been, and the things that will be.--Manuscript 32, 1896. {CW 26.2}

      EGW spricht hier davon, dass die 3EB schon auf die Erde herunterkamen, nämlich in der Bewegung der Milleriten. Schön zu sehen sind hier die 2 Klassen. ca.50.000 warten auf Jesu kommen, aber nur 50 glauben wirklich, aus denen dann die STA, Gottes Volk, entsteht.
      Wichtig ist aber noch zu sehen, dass diese Botschaft in ihrer Reihenfolge wiederverkündigt werden sollen.

      Schön zu sehen sind die 2 Klassen auch bei der Geschichte von Noah oder Sodom und Gomorra

      "Before He destroyed the world by a flood, God commanded Noah, "Come thou and all thy house into the ark; for thee have I seen righteous before Me." Genesis 7:1. Noah obeyed and was saved. Before the destruction of Sodom, angels brought to Lot the message, "Up, get you out of this place; for the Lord will destroy this city." Genesis 19:14. Lot heeded the warning and was saved.
      So now we are warned of Christ's second coming and of the destruction that is to fall upon the world, and all who heed the warning will be saved. {SJ 180.1}

      Lies mal Matthäus 25,32 da sehen wir, dass Christus das Volk in Schafe und Böcke teilt.

      "I spoke again to those assembled Thursday night. Quite a large number of those not of our faith were present. I had a very solemn testimony to bear them in regard to the third angel's message--the proclamation we are now to make to the world. This message combines the first and the second and binds it up with the third. This brings us into a large field where we are brought down to the closing scenes of this earth's history. The great and last warfare is between to two classes--those who keep the commandments of God and those who make void the law of God. . . ." {2MR 263.2}

      wie denkst du (Bogi111)?
    • Heidrich schrieb:

      Shabbat Shalom!

      Lieber @Norbert Chmelar

      Liebe Geschwister

      [...]

      Fazit:
      Für mich ist der Fehler ein wichtiger Hinweis, auch heute noch alles zu prüfen und nicht einfach als "zeitlose Wahrheit" hinzunehmen.
      Er zeigt mir auch, wie akribisch geforscht und Auslegungen "präzisiert" wurden.
      Dennoch sehe ich auch, wie vieles geschichtlich erwachsen ist und unsere Pioniere Kinder ihrer Zeit waren.

      Bemerkung 1: Berechnungen für "exakte" biblische Zeit-Prophezeiungen wurden noch nie im Voraus richtig getroffen. Viele sind heute nicht einmal dazu im Stande, sie retrospektiv (also aus der Rückschau) zu berechnen. - Sorry! Das ist meine Erfahrung und die Überprüfung mit historischen Daten.

      Bemerkung 2: Diskussionen über das exakte Sterbedatum Jesu sind daher mühsam und auch, wann 1844 nun "exakt" stattfinden hätte sollen.

      Bemerkung 3: Aussagen wie "Wir leben seit 1844 in der Zeit des großen Versöhnungstages" sind keine biblischen Angaben, sondern nur eine "allegorische", denn der große Versöhnungstag markiert einen Tag (Zeitpunkt), nicht einen Zeitabschnitt (der bereits über 170 Jahre andauern soll).

      Bemerkung 4: Wenn schon Milleriten einen Fehler machten, unsere adventistischen Pioniere darauf ihre Theologie aufbauten, dann sollten wir heute zumindest nicht die gleichen Fehler machen, sondern daraus lernen. - Der Bezug zum Heiligutm erachte ich für korrekt, auch die Zeitprophetie von den 2300 Abenden und Morgen als Jahre, aber die weiteren Interpretationen sind mit Vorsicht zu betrachten. - Wer sich nicht daran hält (@'Norbert Chmelar'), wird die gleichen Enttäuschungen erleben und den Spott ernten, wie viele andere zuvor mit ihren Fehldeutungen in den letzten 2000 Jahren.

      Bemerkung 5: Gott hat einen Plan, der unsere Vorstellungen weit übersteigt. Darin sind all die Fehler, die wir Menschen mit unseren Unzulänglichkeiten begehen, schon einkalkuliert. (Das zeigt mir die Geschichte Israels und Jesu Erlösungsplan am Kreuz mit Auferstehung, Pfingsten und der Ausbreitung des Evangeliums.) Sich aber als Gläubige aus unterschiedlichen Denominationen gegenseitig des Unglaubens oder der falschen Prophetie zu bezichtigen, wird der Sache Gottes nicht gerecht. - Lasst uns voneinander lernen!

      Der Herr segne Dich/Euch

      Gerald

      Danke für Deine Mühe der Erklärung und das Fazit/die Bemerkungen das/die ich vollinhaltlich teile.

      Gesegneten Sabbat Dir und allen, die ihn wertschätzen.

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Hi

      Ich möchte ein paar Grundsätzliche Dinge zu Berechnungen jeglicher Art anmerken:

      1. Jede Berechnung beruht auf Annahmen und Interpretationen. Das ist in der Wissenschaft, bei Ingenieur so und im Glauben erst recht. Bei den Berechnunen zu den 2300 Tagen werden gleich mehrer Annahmen getroffen: Einerseits legt man den Anfangszeitpunkt fest und dann nimmt man an, dass das Tag/Jahr Prinzip für diese Berechnung zu gelten hätte. Und als letztes nahm man bei Miller an, dass das Resultat der Zeitpunkt der Wiederkunft Christi sei, heute nehmen die STA an, dass das Resultat den Beginn eines Untersuchungsgerichtes im Himmel darstellt.

      2. Wenn man eine These hat, sucht man meistens nach etwas Bestimmten, dass diese These beweist und meistens sieht man auch das, was man sehen möchte. Unregelmässigkeiten oder Abweichungen von eine These werden oftmals rasch ignoriert oder als eine Ausnahme angesehen. In der Wissenschaft und in der Technik kann man allerdings so viele Versuche durchführen, dass man irgendwann doch noch merkt, dass es keine Ausnahmen sind, sondern dass die eigene Theorie falsch ist. Beim Glauben ist es in dieser Hinsicht etwas anders, man kann nicht einfach so Versuche und Tests durchführen, das verleitet natürlich dazu, dass man auch mal Dinge in etwas hineininterpretiert, was so gar nicht stimmt.

      Aus diesen beiden Gründen stehe ich jeglicher Rechnerei in Glaubensdingen sehr kritisch gegenüber, denn ich bin der Meinung, Jesus hat ein so einfaches Evangelium gebracht, dass jeder noch so Ungebildete verstehen kann, dass es für mich unlogisch ist, dass man für gewisse lange und komplizierte Berechnungen anstellen muss um gewisse Dinge verstehen zu können. Das alleine reicht aber nicht einmal, sondern man muss zusätzlich in der Geschichte und in historischen Daten wühlen um überhaupt etwas berechnen zu können. Das steht für mich persönlich in einem totalen Widerspruch zum Evangelium Jesu, an welchem ich mich orientiere, so dass Berechnungen in Glaubensdingen für mich keinerlei Stellenwert besitzen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Das steht für mich persönlich in einem totalen Widerspruch zum Evangelium Jesu, an welchem ich mich orientiere, so dass Berechnungen in Glaubensdingen für mich keinerlei Stellenwert besitzen.
      DonDomi,das die Zahl 2300 von Gott stammt und eine Botschaft beinhaltet kannst Du nicht verneinen.
      Das es auch nicht jedem gegeben ist sie zu verstehen geschweige auszulegen ist auch klar.
      Trotzdem ist in dieser Zeit eine Kirche entstanden die sich Warheiten auf die Fahne geschrieben hat die fast in vergessenheit geraten sind. Das in allen Christlichen Kirchen eine Evangelisation und Sichtung stattfindet hat hoffendlich mittlerweile jeder mit bekommen.
      Um diese Zeit 1844 entstand nicht nur die STA Bewegung sondern es entstanden viele Christliche und Soziale Institutionen ,die ohne ansicht der Person, sich um den Menschen kümmerten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bogi111 ()

    • DonDomi schrieb:

      Aus diesen beiden Gründen stehe ich jeglicher Rechnerei in Glaubensdingen sehr kritisch gegenüber, denn ich bin der Meinung, Jesus hat ein so einfaches Evangelium gebracht, dass jeder noch so Ungebildete verstehen kann, dass es für mich unlogisch ist, dass man für gewisse lange und komplizierte Berechnungen anstellen muss um gewisse Dinge verstehen zu können. Das alleine reicht aber nicht einmal, sondern man muss zusätzlich in der Geschichte und in historischen Daten wühlen um überhaupt etwas berechnen zu können. Das steht für mich persönlich in einem totalen Widerspruch zum Evangelium Jesu, an welchem ich mich orientiere, so dass Berechnungen in Glaubensdingen für mich keinerlei Stellenwert besitzen.


      Liebe Grüsse
      DonDomi
      Halte ich für kritisch, weil Christus so oft sagt, dass wir wachen sollen und genau aufpassen sollen was passiert. er nennt uns sogar gewisse Zeichen. es ist nun unserer job zu wissen wie die Zeichen laut Bibel auszulegen sind, und was unser Aufgabe zu tun ist, wenn diese Zeichen dann da sind.

      “What shall be the sign of thy coming, and of the end of the world?” [Matthew 24:3, 33, 42-51]. Jesus gave them signs, and said, “When ye shall see all these things, know that it is near, even at the doors.” [Matthew 24:3, 33, 42-51]. One saying of the Saviour must not be made to destroy another. Though no man knoweth the day nor the hour of his coming, we are instructed and required to know when it is near. We are further taught that to disregard his warning, and refuse or neglect to know when his advent is near, will be as fatal for us, as it was for those who lived in the days of Noah not to know when the flood was coming." GC88 370.2
    • Hi

      Zeichen zu sehen und etwas zu rechnen sind aber zwei paar Schuhe. Ich sehe auch die Zeichen der Zeit: Es ist kalt geworden auf dieser Erde, der Egoismus vieler Menschen ist grenzenlos, die Ich-AG hat hochkonjunktur, christliche Tugenden sind nur noch etwas für Rückständige Menschen, lieber bastelt sich jeder seinen eigenen Glauben, wie er einem am besten passt. Ja, man kann Vieles erkennen und sehen, wie lange das noch anhält weiss keiner und wieviel schlimmer es wird auch nicht. Aber für all das brauche ich nichts zu rechnen das sehe und spüre ich. Aber nicht einmal das wäre notwendig, wenn man Jesus jeden Tag erwartet, dann ist das überflüssig. Das Erkennen der Zeichen der Zeit ist nämlich nur ein Hilfsmittel, damit man in der Naherwartung Jesu bleiben kann.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Bogi111 schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Das steht für mich persönlich in einem totalen Widerspruch zum Evangelium Jesu, an welchem ich mich orientiere, so dass Berechnungen in Glaubensdingen für mich keinerlei Stellenwert besitzen.
      DonDomi,das die Zahl 2300 von Gott stammt und eine Botschaft beinhaltet kannst Du nicht verneinen.Das es auch nicht jedem gegeben ist sie zu verstehen geschweige auszulegen ist auch klar.
      Trotzdem ist in dieser Zeit eine Kirche entstanden die sich Warheiten auf die Fahne geschrieben hat die fast in vergessenheit geraten sind. Das in allen Christlichen Kirchen eine Evangelisation und Sichtung stattfindet hat hoffendlich mittlerweile jeder mit bekommen.
      Um diese Zeit 1844 entsand nicht nur die STA Bewegung sondern es enstanden viele Christliche und Soziale Institutionen ,die ohne ansicht der Person, sich um den Menschen kümmerten.
      Das ist richtig, es entstanden zu dieser Zeit sehr viele Freikirchen auch meine. Aber ich persönlich bin heute der Meinung, dass diese Zahl für mich keinen Einfluss hat und ich stehe solchen Berechnungen sehr skeptisch gegenüber. Generell stehe ich aber allen Aussagen, welche eine Zahl bez. der Wiederkunft Jesu beinhalten kritisch gegenüber, ja ich halte sie sogar für gefährlich. In meiner Kirche sagte auch einmal das Kirchenoberhaupt,nGott hätte ihm Mitgeteilt Jesu käme noch zu seiner Lebzeit, was dann nicht eingetreten ist. Niemand weiss ob Gott ihm überhaupt etwas mitgeteilt hat, ob er etwas falsch interpretiert hat oder was weiss ich. Aber wenn schon solche Fehler gescheheh sollte man hinstehen können und dazu stehen. Meine Kirche kann das heute glücklicherweise, aber es hat lange gedauert. In wie fern 1844 etwas mit Eurer Dreiengelsbotschaft zu tun hat ist mir noch nicht ganz schlüssig, allerdings habe ich bis heute nicht verstanden, was spezielles hinter dieser 3 Engelsbotschaft steckt, bis jetzt finde ich nämlich die Hauptaussagen auch ohne diesen geflügelten Ausdruck. Soweit ich es sehe sind es nämlich Kernaussagen Jesu. Aber ich habe auch kein Problem, wenn ihr dafür einen eigenen Ausdruck benutzt.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Die 3-Engels-Botschaft

      Der Herr segne Dich, lieber @GlaubensMensch,

      Deine Frage ist berechtigt und als Siebenten-Tags-Adventisten sollten wir auch eine biblische Antwort geben können.

      Die Struktur der Offenbarung folgt den biblischen Festen. Zuerst geschieht immer etwas im Himmel (meist im Heiligtum bzw. Gegenwart Gottes), bevor es Auswirkungen auf der Erde hat. Diese himmlischen Szenen markieren besondere Ereignisse zu den biblischen Festen. - Das zeigt auch, dass ein gewisser chronologischer Verlauf vorhanden ist. Auch wenn die Offenbarung immer wieder eine Rückschau macht, ist sie dennoch zeitlich fortschreitend.

      Die 7 Siegel und die 7 Posaunen zeichnen die "Kirchengeschichte", während die Endzeit mit den 7 Plagen im weiteren Kontext mit dem Gericht über Babylon, den Nationen und dem Drachen (mit dem Tier und falschen Propheten) steht. In der Mitte steht der große Kampf zwischen Michael und dem Drachen (oder den vier Tieren: Drache, 1. Tier, 2. Tier und Lamm.) Der große Kampf dreht sich um Anbetung und um das Volk Gottes, das verfolgt wird.
      Es ist aber zu erkennen, je näher das Ende der Offenbarung erreicht wird, desto umfangreicher werden die Details. Wurde die 2000-jährige Kirchengeschichte stilistisch gerafft, werden die Beschreibungen von der Endzeit gedehnt.

      Nun zur 3-Engels-Botschaft:


      Ellen G. White betont, dass es keine wichtigere Verkündigung als die der dreifachen Engelsbotschaft gibt:


      Ellen G. White schrieb:

      Sch3.246.2 (3TT.288.1)Absatz: 1/34
      „Die Siebenten-Tags-Adventisten sind der Welt in einem besondern Sinne als Wächter und Lichtträger gesetzt worden. Ihnen ist die letzte Warnung für eine untergehende Welt aufgetragen; herrliches Licht scheint ihnen aus dem Worte Gottes. Ihnen ist eine sehr wichtige Aufgabe übertragen worden, die Verkündigung der ersten, zweiten und dritten Engelsbotschaft. Es gibt keine Aufgabe von gleicher Bedeutung. Deshalb sollten sie auch nicht zulassen, daß irgend etwas andres ihre Aufmerksamkeit gefangennimmt.“ (Ellen G. White)

      Ihre Aussage kann biblisch folgendermaßen begründet werden:

      1. Engel (Offb 14,6-7) – Warnung vor Gericht u. Anbetung des Schöpfers

      2. Engel (Offb 14,8) – Fall Babylons

      3. Engel (Offb 14,9-11) – Vernichtung der Tier- bzw. Bildnisanbeter

      Lohn der Heiligen (Offb 14,12-13)


      Vereinfacht dargelegt ist Offb 14 nur die INHALTSANGABE für die Kapitel 15-22 (siehe folgende Parallelen dazu):

      1. Engel: Offb 15 sind die Engel, die in Offb 16 die Zornschalen ausgießen und dabei die Schöpfung zerstören – Gericht über die Gotteslästerer.

      2. Engel: Offb 17 beschreibt, warum es zum Fall von Babylon gekommen ist; Offb 18 die Vernichtung von Babylon.

      3. Engel: Offb 19 und 20 beschreiben die Vernichtung für alle, die das Tier und sein Bild anbeten.

      Lohn: Offb 21 und 22 beschreiben die Belohnung der Heiligen im Neuen Jerusalem


      Somit ist die 3-fache Engelsbotschaft die wichtigste Botschaft für die Endzeit und hilft Menschen für die kommende Täuschung und die große Trübsal vorzubereiten.

      Diese Gerichts-Botschaft lässt sich vergleichen mit der von Henoch und Noah.

      Damit die Menschen nicht ein ähnliches Schicksal erleiden wie einst die 24.000 Israeliten zur Zeit Bileams (die unmittelbar vor dem Einzug ins gelobte Land umkamen), daher müssen sie gewarnt werden.

      Bibelstelle

      Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so habe ich keinen Ruhm, denn eine Notwendigkeit liegt mir auf; [b]denn wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigte![/b] (1 Ko 9,16) [i] [/i]





      In diesem Sinne soll uns die 3-fache Engelsbotschaft, das „ewige Evangelium“, ein Herzensanliegen sein zu verkündigen. Sie ist eine faire Botschaft, die mit dem Lohn aufhört, nicht mit dem Gericht.
      Sie ist auch deswegen fair, weil sie dem Gottlosen die Konsequenzen aufzeigt (aber Raum zur Umkehr gewährt, während der Gläubige darunter sehr zu leiden hat), aber dem Gläubigen auf eine "ewige" Zukunft der Gerechtigkeit vertröstet.

      Ellen G. White behauptet, dass in der 3. Botschaft die Gesundheitsbotschaft stecke. Das einzige was ich finden konnte ist, dass die 1. Botschaft anleihen an die Schöpfung macht ("Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen"), aber mit den "Wasserquellen" auch das Gericht (ähnlich wie bei der Sintflut, als die Wassequellen der Tiefe sich öffneten).
      Die Schöpfung hat ebenso einen klar strukturellen Aufbau mit Gemeinsamkeiten zwischen dem 1. und 4., 2. und 5. sowie 3. und 6. Tag. Diese Gemeinsamkeiten sind großteils auch im NEWSTART bzw. WERTVOLL zu finden. Die restlichen Begriffe lassen sich aus dem 2. Schöpfungsbericht ableiten. (Siehe hier: Schöpfung mit NEWSTART)


      Die Bibel schreibt:

      Bibelstelle

      Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Gehet aus ihr hinaus, mein Volk, auf daß ihr nicht ihrer Sünden mitteilhaftig werdet, und auf daß ihr nicht empfanget von ihren Plagen; (Off 18,4)



      Die Bibel schreibt nicht:

      Bibelstelle

      "Gehet ein in die Adventgemeinde, mein Volk ..." (???)


      Babylon
      Während die Welt ein 3-faches Wehe zu erdulden hatte (siehe 5.-7. Posaune), wird Babylon ein 6-faches Wehe zuteil. Das möchte Gott den Menschen ersparen. Wer ihm glaubt, wird ausziehen. Gott hat den Untergang des Systems Babylon fest beschlossen. (Wer sich mit Systemen, Systeminhärenz, systemimmanentes Denken bzw. systemimmanente Problemfelder auseinandergesetzt hat, wird verstehen, weshalb Babylon [und so manch andere Organisation] sich niemals mehr von sich aus ändern wird. Der Einzelne hat auch gar keine Chance, diese Strukturen aufzubrechen. (Auch das Thema "Frauenordination" könnte sich zu einem ähnlichen Beispiel entwickeln.)

      Babylon ist, wer das tut, was Babylon in der Bibel tut. Wer das System unterstützt, muss darauf achtgeben, nicht eines Tages gegen Gott zu kämpfen.
      Der Vatikan heute ist in seinem Wesen nicht der Kirchenstaat von einst. Die tödliche Wunde heißt nicht umsonst "tödlich". Auch wenn das "religiöse Machtstreben über die Welt" weiterhin die Gesinnung der RKK ist, sind ihre Mittel seit geraumer Zeit andere.


      Gericht

      George R. Knight schrieb:

      „Der Sinn und Zweck des Gerichts in der Bibel besteht nicht darin, die Menschen vom Himmel fernzuhalten, sondern so viele wie möglich hineinzubringen.“ (George Knight, Die apokalyptische Vision und die Neutralisierung des Adventismus, S. 104)

      In dem ganzen Gericht (über das System Babylon und Co) hat Gott einen Ausweg geschaffen für jene, die nicht gegen ihn kämpfen, sondern mit ihm leben wollen.

      Seit 2000 Jahren ist Jesus Zentrum christlicher Theologie. Daran ändert sich bis in alle Ewigkeit nichts. Jesus ist im Zentrum des Evangeliums vom Kreuz und der Auferstehung. UND: Jesus ist im Zentrum der Wiederkunft. Beides ist das "ewige Evangelium" vom Sieg und der Hoffnung. - Punkt!

      Aber beides ist zugleich die ernste, eindringliche Botschaft vom Gericht.

      Das KREUZ ist uns gegeben, um den ERNST der Lage klar zu erkennen! So barmherzig Gott auch ist, aber am Tage des Gerichts (an diesem 1 Tag) wird Gott nicht schonen, so wie er seinen Sohn nicht geschont hat.

      Das Gericht tagt, sagt die 3-ENGELS-BOTSCHAFT. Sie will uns den ERNST der Situation klar legen! Gott wird nicht schonen!

      W. L. Walker schrieb:

      "Zorn kommt nur deshalb zum Ausdruck, weil Gott Liebe ist und die Sünde immer wieder seinen Kindern Schaden zufügt und seiner Liebesabsicht zuwiderläuft." (W. L. Walker, zit. in George R. Knight, ebd., S. 37)

      Wer die Endzeitbotschaft und die Botschaft vom Kreuz gegeneinander ausspielt oder versucht, sie auseinanderzudividieren, den bitte ich, noch einmal darüber in aller Ruhe nachzudenken.

      Der Herr gewähre uns seine Barmherzigkeit

      Gerald
      Vergib und diene!
    • philoalexandrinus schrieb:

      es darf darauf hingewiesen werden, dass ... es eine Fülle von Theologen gab - auch in Deutschland, dort vielleicht besonders!! - welche so um 1750 - 1800 - 1850 ... das Thema der mehr oder unmittelbar bevorstehenden Wiederkunft samt vorheriger Endzeit vertraten und predigten.
      In Deutschland war das vor allem der Württemberger Johann Albrecht Bengel (24.6.1687 - 2.11.1752), der das Jahr 1836 errechnet hatte - also sogar 7 - 8 Jahre vor Miller und Snow! "Aber, der Herr verzog!"
    • ​Die Braut Jesu ist nicht nur die Advent-Gemeinde!

      Bogi111 schrieb:

      Dass Du der Adventgemeinde, Jesu Braut, die Identität absprichst, ist schon ein hartes Stück.
      Die Braut Jesu ist nicht nur die Advent-Gemeinde, sondern der gesamte Leib Jesu, der aus Christen aller Denominationen und Bekenntnissen besteht!
    • Aus: www.glaubenstruhe - Die Geschichte der Dreiengelsbotschaft (Hinweis von Stofi unter NR.23
      3EB ist - definitiv: klick hier)
      >>Wir widmen jetzt unsere besondere Aufmerksamkeit einem der vielen oben genannten Verkündiger der Botschaft aus der Offenbarung 14. Mit progressivem Erfolg verkündigte William Miller etwa 15 Jahre lang die Botschaft des ersten Engels: Die Prophetie von der baldigen Wiederkunft Jesu.
      Eine große Erweckung kennzeichnete diese Zeit, in der ihm mehr und mehr Menschen tief bewegt zuhörten. Doch die Anfangs errechnete und erwartete Zeit (21. März 1843 und 21. März 1844) brachte nicht die sehnlichst erhoffte Wiederkunft Jesu.
      Eine große Enttäuschung erschütterte die wartende Schar der Gläubigen ...

      Die noch verbliebenen Adventgläubigen gaben nicht auf, sondern suchten nach der Ursache ihrer Enttäuschung. So kamen sie zunächst auf den rechnerischen Fehler, dessen Berichtigung sie dann auf den 22. Oktober 1844 leitete. ...

      Wie vorher versammelten sie sich wieder, beteten, sangen Lieder, lauschten dem Wort Gottes und warteten zusammen auf den Tag ihrer Erlösung. Aber auch dieser Tag ging vorüber und Jesus kam nicht wieder. Diesmal war die Enttäuschung noch größer als die erste...<<

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    • Welches war der Fehler von William Miller?

      Norbert Chmelar schrieb:

      Mit progressivem Erfolg verkündigte William Miller etwa 15 Jahre lang die Botschaft des ersten Engels: [Anmerk. von mir: 1831 -1843/1844] Die Prophetie von der baldigen Wiederkunft Jesu.
      Eine große Erweckung kennzeichnete diese Zeit, in der ihm mehr und mehr Menschen tief bewegt zuhörten. Doch die Anfangs errechnete und erwartete Zeit (21. März 1843 und 21. März 1844) brachte nicht die sehnlichst erhoffte Wiederkunft Jesu.
      Eine große Enttäuschung erschütterte die wartende Schar der Gläubigen ... So kamen sie... dann auf den 22. Oktober 1844.
      Welches war der Fehler von William Miller? In dem Buch von Ellen G. White : "DER GROSSE KAMPF..." schreibt diese auf Seite 328: "In Daniel 8 konnte er keinen Anhalt für den Ausgangspunkt der 2.300 Tage finden." ===> Dies war somit der Fehler von William Miller! Denn in Daniel 8 kann man sehr wohl einen Ausgangspunkt finden. Diesen habe ich gefunden - und zwar in den Versen Daniel 8,8-10, welche von den Diadochenkämpfen der 4 Nachfolger Alexanders des Großen nach dessen Tod 323 v.Chr. berichten!

      Bibelstelle

      Und der Ziegenbock wurde sehr groß. Und als er am stärksten geworden war, zerbrach das große Horn, und es wuchsen an seiner Stelle vier andere Hörner nach den vier Winden des Himmels hin. Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn; das wurde sehr groß nach Süden, nach Osten...hin. Und es...warf einige von dem Heer...zur Erde und zertrat sie."(Daniel 8,8-10)

      Auslegung:
      1. ) "der Ziegenbock" [Dan.8,8a)] = Griechenland
      2. ) "wurde sehr groß" [Dan.8,8a)] = Alexander der Große eroberte in nur 13 Jahren (336-323
        v.Chr.) ein Hellenistisches Weltreich, er eroberte ganz Persien(334 -331) und drang bis Indien vor!
      3. ) "Und als er am stärksten geworden war (323 v.Chr.!), zerbrach das große Horn" [Dan.8,8b)]
        = "das große Horn" = Alexander, der Große/ "zerbrach" = der Tod Alexanders im Jahre 323 v.Chr
      4. ) "an seiner Stelle vier andere Hörner" [Dan.8,8c)] = Alexanders Nachfolger, die sogen. Diadochen:
        Kassander, Lysimachos, Seleukos I. Nikator und Ptolemaios I. Lagi.
      5. ) "nach den vier Winden des Himmels" [Dan.8,8c)] = 4 Himmelsrichtungen: West, Ost, Süd + Nord: Im Westen erhielt Kassander (350-297 v.C.) Makedonien und Griechenland, Im Norden Lysimachos (361-281) Thrakien und Teile Kleinasiens (der heutigen Nordtürkei), im Osten Seleukos I.(358-280) Mesopotamien und Syrien und im Süden erhielt Ptolemaios I.(306-283) Ägypten und Pälästina.
      6. ) "ein kleines Horn" [Dan.8,9a)] = Dies ist Lysimachos, der König von Thrakien (seit 306/305 v.Chr.)
      7. ) "das (=kleine Horn) wurde sehr groß nach Süden, nach Osten...hin" [Dan.8,9b)] = Die Diadochen-
        kämpfe, bei denen Lysimachos Gewinne im Osten(Kleinasien 301 v.Chr. nach der Schlacht von Ipsos erworben!) und im Süden (287 v.Chr. Makedonien gewonnen!) verzeichnen konnte!
      8. ) "Und es(=das kleine Horn)...warf einige von dem Heer...zur Erde und zertrat sie." [Daniel 8,10] =
        Hier werden Kampfhandlungen beschrieben, also damit die Diadochenkämpfe, die 301 v.Chr. ihren vorläufigen und 281 v.Chr. bei der Schlacht von Kurupedion ihren endgültigen Abschluß fanden!
      ====> Damit beginnen die 2.300 Jahre 281 v.Chr.!==> 281 v.Chr. + 2.300 Jahre = 2019/2020 n.Chr.
      ====> Das deckt sich auch noch mit Daniel 8,17+19 ("die Vision geht auf die Zeit des Endes.") und mit Daniel 8,26 ("... es ist noch eine lange Zeit bis dahin.")

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      8. ) "Und es(=das kleine Horn)...warf einige von dem Heer...zur Erde und zertrat sie." [Daniel 8,10] =
      Hier werden Kampfhandlungen beschrieben, also damit die Diadochenkämpfe, die 301 v.Chr. ihren vorläufigen und 281 v.Chr. bei der Schlacht von Kurupedion ihren endgültigen Abschluß fanden!
      Das ist wieder ein Beweis für @Norbert Chmelar Gesinnung. Er lässt ein paar Wörter aus und deutet dann, dass das sehr gut auf die Diadochenkriege passt.

      Stimmt doch:

      Und es ... warf einige vom Heer zur Erde ... und zertrat sie. (Daniel 8,10)

      Passt doch ganz gut? Das kleine Horn hat einige Gegner 'plattgemacht'.

      Schauen wir uns aber den vollständigen Vers an:

      Und es wuchs bis an das Heer des Himmels und warf einige vom Heer und von den Sternen zur Erde und zertrat sie. (Daniel 8,10)

      Huch!? Plötzlich sieht es ganz anders aus. Plötzlich können es Lysimachos oder Antiochios oder ... nicht mehr sein. Plötzlich bleibt nur ein Kandidat übrig.

      Und genau das ist die Arbeitsweise der Dispensationalisten und @Norbert Chmelars.
      Josua 24,15:
      Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

      Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
    • Du wurdest des Betrugs überführt und das ist dein einziger Kommentar?

      Norbert Chmelar schrieb:

      Und wer soll das bitte sein?
      Josua 24,15:
      Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

      Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
    • Von Betrug kann gar keine Rede sein!
      Ich gebe zu, der Vers 10 aus Daniel 8 ist in seiner Gänze schwer zu verstehen und allgemein, wie das gesamte 8.Kapitel des Danielbuches nicht leicht auszulegen. Aber im Textzusammenhang Dan.8,8-10 macht meine Auslegung sehr wohl Sinn! ===> Gegenüberstellung in der Bibel von "großem Horn" der Griechen = Alexander der Große und "kleinem Horn" der Griechen = Lysimachos.

      PS: Wie sollte ein kleines Horn "Sterne zur Erden werfen können und zertreten" [Dan.8,10b)] ?
      Denn in der biblischen Symbolsprache stehen "Sterne" für "Engel"!
    • Ich glaube, jeder von euch kennt im Buch Daniel das Prinzip der Wiederholung und Erweiterung.
      Nimmt man als Roten Faden nun Daniel 2, dann haben wir 4 Weltreiche:

      1.Babylon
      2. Medo-Persien
      3. Griechenland
      4. Rom

      In Daniel 7 haben wir genau die gleiche Situation

      1. Löwe = Babylon
      2. Bär = M-P
      3. Panther = Griechenland
      4. Schreckliche Tier = Rom (heidn Rom)
      5. kleines Horn = päpstl. Rom

      So unter diesem Grundsatz muss man nun auch Daniel 8 / 11 sehen.

      Die Abfolge lautet, dass nach Griechenland Rom kommt. In Daniel 11 werden sie als die Räuber Gottes dargestellt (V14). Das sollte man im Kopf haben. Rom ist der Widersacher Gottes und um die gehts, bis ans Ende der Welt.

      Die Diadochen sind meiner Meinung nach Nebenschauplatz, auch wenn sie in Daniel 11 beschrieben sind, bzw wahrscheinliche habe ich auch noch nicht alles verstanden.

      Aber in Daniel 8 ist das kleine Rom definitiv Rom. Interessanterweise wechselt es zwischen heidn. und päpstlichen Rom ab. V9 heidn / V10 päpstl. / V11 heidn. / V12 päpstl

      Satan versucht immer Jesus zu kopieren. Der wahre König des Nordens ist Christus. Aber Satan versucht so zu sein wie Christus (siehe Jesaja 14) deshalb kopiert er einen König des Nordens, welches das Papsttum ist. Dies ist das Meisterwerk Satans (die Institution, nicht die Gläubigen, die liebt Jesus genauso). Das ist der Feind vom Volk Gottes. Davor werden die Menschen immer wieder in der Bibel gewarnt.

      "Those who become confused in their understanding of the Word, who fail to see the meaning of antichrist, will surely place themselves on the side of antichrist" {7BC 949.6}

      Hier wird uns gesagt, dass diejenigen die Verwirrungen über den Anti-Christ haben, werden definitiv auf der Seite des Anti-Christen enden.
      Es wäre gut für jeden einzelnen wenn man Klarheit darüber bekommt, wer Rom ist.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Von Betrug kann gar keine Rede sein!
      Doch! Wenn man Zitate durch Auslassungen fälscht - ist das Betrug!


      Norbert Chmelar schrieb:

      der Vers 10 aus Daniel 8 ist in seiner Gänze schwer zu verstehen
      Ja, wenn man aber die Bibel missbraucht um die eigenen unbiblischen Theorien zu stützen, kann ich mir schon vorstellen, dass es kompliziert wird.
      Josua 24,15:
      Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

      Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.