Würdest du auf Befehl Gottes jedes Opfer darbringen?

    • Lichtkrieger84 schrieb:

      Würdet Ihr ... So wie Abraham dazu bereit war, eure Kinder auf Gottes Befehl oder für Gott opfern?
      Das ist absolut nicht mehr nötig uns eine solche Prüfung aufzuerlegen - eine derartige "göttliche Versuchung" wird es nicht mehr geben und ist auch nicht nötig, weil GOTT, DER HERR - DER EWIGE JAHWEH - JEHOVAH, seinen geliebten Sohn als ein-für-alle-Mal erbrachtes und einziges Heils-notwendiges Opfer - in Liebe zu uns Sündern - dahingegeben hat! ===> Deshalb kann die Antwort auf Deine Frage nur NEIN lauten!
    • @Lichtkrieger84

      die Bindung Isaaks ist in der Tat ein Bild auf Jesus, wie vieles im Alten Testament.

      Die Antwort für Abrahams (unverständlichen) Gehorsam - wie viele sicher sagen würden - findest du im Hebräerbrief:

      Durch Glauben brachte Abraham den Isaak dar, als er versucht wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißung empfangen hatte
      und ihm gesagt worden war (1. Mose 21,12): "Was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden."
      Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er ihn auch als Gleichnis dafür wieder. (Hebr 11,17-19)

      Gott hatte Abraham zuvor eine große Nachkommenschaft zugesagt. Also dachte Abraham: Wenn Gott nun Isaaks Tod von mir fordert, so wird er meinen Sohn erwecken, denn Gott hat es versprochen.

      Es soll ein Bild für den Glauben sein; ferner ein Bild für den Vater, der seinen geliebten Sohn dahingibt für die Menschen.

      Würden wir heute noch?
      Nun, was soll denn jemand sagen, dessen Kind todkrank wird; und er hat noch Zeit während der Krankheit zu beten und zu bitten, Gott möge sein Kind erretten, aber der Herr nimmt es denn doch.

      Sagt er Gott ab oder nimmt er es aus seiner Hand?

      Was heißt hier "Das gibt es heute nicht mehr?" - Man muss sich mal von diesem Theaterbühnendenken und diesem theologischen Gewäsch verabschieden; als würde Gott hinter dem Vorhang brummen: "Abraham!!! Ich bin Gott! Töte deinen Sohn!"

      Solch ein Opfer geschieht jeden Tag tausende Male. Was sagte ich, wenn es mein Kind träfe? Darüber sollte man nachdenken.

      Würde ich? Ich will dann glauben wie Abraham. Denn die Hoffnung ist die Gleiche: Gott wird ihn aus dem Staub erwecken zu Leben.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      Nun, was soll denn jemand sagen, dessen Kind todkrank wird; und er hat noch Zeit während der Krankheit zu beten und zu bitten, Gott möge sein Kind erretten, aber der Herr nimmt es denn doch.

      Sagt er Gott ab oder nimmt er es aus seiner Hand?
      Da kann jemand sehr wohl in größte Glaubenszweifel geraten und Gott absagen! Wird Gott das diesem "schwachen Menschen" dann aber nach seinem Tode im Gericht vorwerfen? Ich glaube nicht - Aber dann wird dieser Vater auch "die verschlungenen Wege Gottes" verstehen und erkennen. Vielleicht wurde das Kind zu Gott gerufen, damit ihm auf Erden ein noch schlimmeres Schicksal erspart bleibt? Wer will das wissen?
      "Gottes Wege sind nicht unsere Wege!" (Jesaja 55,8+9 / Römer 11,33)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wird Gott das diesem "schwachen Menschen" dann aber nach seinem Tode im Gericht vorwerfen?
      Es geht dabei nicht um einen Vorwurf. Der Unglaube bringt seine Strafe selbst mit sich. Denn womit soll man sich behelfen?
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Nun, was soll denn jemand sagen, dessen Kind todkrank wird; und er hat noch Zeit während der Krankheit zu beten und zu bitten, Gott möge sein Kind erretten, aber der Herr nimmt es denn doch.

      Sagt er Gott ab oder nimmt er es aus seiner Hand?
      Da kann jemand sehr wohl in größte Glaubenszweifel geraten und Gott absagen! Wird Gott das diesem "schwachen Menschen" dann aber nach seinem Tode im Gericht vorwerfen? Ich glaube nicht -
      Dein Glaube ist zwar groß, aber ein falscher Glaube, weil Du ein falsches Verständnis über den Tod hast
    • Mir fällt gerade eine Bibelstelle ein in der ein Mann aus dem alten Israel seine Tochter geopfert hat weil er geschworen hat das erste zu opfern was er auf dem Weg zu seinem Haus sieht. Seine Tochter hat dann gesagt er soll es tun und sich nur Zeit ausbedungen um mit ihren Freundinnen ihre Jungfräulichkeit zu beweinen. Ich frage mich da warum Gott das nicht verhindert hat... Leider finde ich die Stelle gerade nicht...
    • Du meinst Richter 11:
      Und Jeftah gelobte dem HERRN ein Gelübde und sprach: Gibst du die Ammoniter in meine Hand, so soll, was mir aus meiner Haustür entgegengeht, wenn ich von den Ammonitern heil zurückkomme, dem HERRN gehören, und ich will`s als Brandopfer darbringen. (Ri 11,30.31)

      Das ist eine harte Mahnung, mit Schwüren aufzupassen; Jesus sagt ja letztich: Tue es gar nicht; sage Ja und Nein.
      Gebietet Gott irgendwas? Nein. Nicht Gott sagt: So soll es sein!, sondern Jeftah sagt es.

      Sowas sollte man lassen! Das ist ähnlich, wie dieses intuitive Bibelaufschlagen, um zu gucken, was Gott mir heute sagen will. - Solche Spielchen gehören nicht ins Glaubensleben.

      Zudem aber haben wir auch hier natürlich ein Bild. Die Tochter will ihre Jungfrauenschaft beweinen. Es bedeutet: Ich habe noch gar nicht gelebt (keinen Mann erkannt) und dein falscher Eifer tötet mich. Sie verzehrt sich, wofür auch letztlich das Feuer steht.

      Vergleiche nun die Erzählungen: Abraham gehorcht Gottes Wort und sein Sohn wird befreit bzw. "neu-geboren";
      Jeftah spricht einen (ungefragten) Schwur aus - nur, um siegreich zu sein, wohlgemerkt - und es ist und bleibt tatsächlich seine Tochter, die er opfern muss, wenn er Wort halten will.

      Wir können unsere Schwüre nicht recht überdenken und wir können meist nicht halten, was wir sagen.
      Wenn wir es halten (Jeftah ist hier konsequent, seine Tochter auch), dann schmerzt es.

      Deshalb sagt Jakobus: Seid langsam zum Reden...

      LG
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:


      Würden wir heute noch?
      Nun, was soll denn jemand sagen, dessen Kind todkrank wird; und er hat noch Zeit während der Krankheit zu beten und zu bitten, Gott möge sein Kind erretten, aber der Herr nimmt es denn doch.
      Ich war als Kind todkrank. Vom Arzt aufgegeben. Das Gebet meines Vaters um mein Leben ist für mich bis heute eine Leitlinie , obwohl ich mit diesem (gliehcsam) geopfert wurde : "Nicht unser Wille, sondern dein Wille geschehe - " (Das habe ich mitbekommen !)
    • GOTT HÄTTE BRANDOPFER DER TOCHTER VON JEPHTAH NICHT ANGENOMMEN!

      Lichtkrieger84 schrieb:

      Mir fällt gerade eine Bibelstelle ein in der ein Mann aus dem alten Israel seine Tochter geopfert hat weil er geschworen hat das erste zu opfern was er auf dem Weg zu seinem Haus sieht. Seine Tochter hat dann gesagt er soll es tun und sich nur Zeit ausbedungen um mit ihren Freundinnen ihre Jungfräulichkeit zu beweinen. Ich frage mich da warum Gott das nicht verhindert hat...
      Hier ein Beitrag von mir zum obigen Thema (Im Beitrag über: Gotthard-Tunneleröffnung)

      Eine der schlimmsten und dunkelsten Stellen im gesamten Alten Testament!

      Ob hier im Urtext wirklich "BRANDOPFER" steht, halte ich für fraglich! Die Hoffnung für alle - Bibel (Hfa) übersetzt Richter 11,31 überzeugender:

      Bibelstelle

      "Wenn ich...heil zurückkehre, dann soll dir gehören, was mir bei meiner Ankunft als Erstes von daheim entgegenkommt. Ich will es dir opfern."

      Dass Jephtah dies - wenn es ein echtes Brandopfer wäre - nicht widerrufen könne, ist nicht der Wille Gottes, der ansonsten seinem eigenem Gebot, dass er keine Menschenopfer will(!!!), widersprechen würde!
      Die Hfa - Bibel übersetzt Richter 11,37 wie folgt:

      Bibelstelle

      "Nur eine Bitte habe ich noch: Gib mir 2 Monate Zeit. Ich möchte mit meinen Freundinnen in die Berge gehen und darüber trauern, dass ich nie heiraten werde."

      ===> Daraus könnte man ableiten, dass Jepjtah seine einzigste Tochter in ein "Kloster" geschickt haben wird! So sagt es z.B. auch die Anmerkung 50 in der Neuen Induktiven Studienbibel(NISB)-Schlachter 2000 in einer Anmerkung zu Richter 11,39 auf Seite 443:
      >> Viele Ausleger gehen davon aus, dass Jephtahs Tochter nicht geopfert ["verbrannt"!] wurde (was dem Gesetz widersprochen hätte), sondern dem HERRN als jungfräuliche Dienerin für das Heiligtum gegeben wurde.<<
      ===> Ebenso soll laut kath. Tradition die Jungfrau Maria von Nazareth von ihren Eltern Joachim(=Eli - in Luk.3,24, welches die Kurzform von Elijachim, was Jojachim(=Joachim) bedeutet!) und Anna als Tempeljungfrau in den Jerusalemer Tempel eingeführt worden sein, mit 12 Jahren im Jahre 8 v.Chr. !

      Fazit: Ich glaube auch nicht, dass Gott verlangt hat, dass Jephtah seine Tochter als Brandopfer - also womöglich lebendig? - verbrannt hat bzw. geopfert hat, sondern deswegen weil sie ihre Ehelosigkeit 2 Monate lang beweinte, glaube ich, dass Jephtah seine Tochter als Tempel-Jungfrau zur Dienerin Gottes "geopfert" hatte!

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    • Diese Auslegung kenne ich - Nur : Wo in der Bibel steht etwas von "Tempeljungfrauen" - die kenne ich nur aus dem heidnischen Bereich !

      Norbert Chmelar schrieb:


      , sondern deswegen weil sie ihre Ehelosigkeit 2 Monate lang beweinte, glaube ich, dass Jephtah seine Tochter als Tempel-Jungfrau zur Dienerin Gottes "geopfert" hatte!
      Ja gut, diese auslegung kenne ich - Nur bitte, wo steht in der ganzen Bibel etwas von Tempeljungfrauen im Dienste Jahwes ? - Ich kenne die nur aus dem heidnischen Bereich ! - Die Prophetin Hanna lassen wir einmal beiseite (Lukas 2, 36 ff .)