1.Johannes 3,8: Wer die Sünde tut, der ist vom Teufel

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    • 1.Johannes 3,8: Wer die Sünde tut, der ist vom Teufel

      1.Joh.3,8ff
      Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
      9 Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Kinder bleiben in ihm und können nicht sündigen; denn sie sind von Gott geboren.
      10 Daran wird offenbar, welche die Kinder Gottes und welche die Kinder des Teufels sind:
    • Zum besseren Verständnis würde ich das ganze Kapitel oder zumindest den gesamten Textabschnitt (von 1 bis 12) lesen:

      (SCH 2000) 1 Joh 3

      1 Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat.
      2 Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
      3 Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.
      4 Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.
      5 Und ihr wißt, daß Er erschienen ist, um unsere Sünden hinwegzunehmen; und in ihm ist keine Sünde.
      6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.
      7 Kinder, laßt euch von niemand verführen! Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist.
      8 Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre.
      9 Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.
      10 Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt.
      11 Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, daß wir einander lieben sollen;
      12 nicht wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder erschlug. Und warum erschlug er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.

      Insgesamt keine unbedingt leichte Textstelle. Vor allem die unterschiedlichen zeitlichen Beschreibungen "Die Welt erkennt uns ?JETZT? nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat" . Dann heißt es wieder, dass wir ihm gleichgestaltet erst sein werden, wenn er offenbar wird (und dadurch wir auch ofenbar werden).

      In Vers 10 dann die Gerechtigkeit, die wir üben sollen (an uns selbst!) und in Kombination damit die Liebe, die wir unserem Gegenüber, unserem Bruder, entgegenbringen sollen. An Letzterem hapert es genauso wie an der Gerechtigkeit, die an einem selbst geübt werden soll.




      Die Bibelübertragungen sind hier möglicherweise aussagekräftiger in so manchem Punkt:

      NLB

      1 Seht, wie viel Liebe unser himmlischer Vater für uns hat, denn er erlaubt, dass wir seine Kinder genannt werden - und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind.
      2 Meine lieben Freunde, wir sind schon jetzt die Kinder Gottes, und wie wir sein werden, wenn Christus wiederkommt, das können wir uns nicht einmal vorstellen. Aber wir wissen, dass wir bei seiner Wiederkehr sein werden wie er, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist.
      3 Und jeder, der diese Hoffnung hat, achtet darauf, dass er rein bleibt, so wie Christus rein ist.
      4 Wer sündigt, missachtet das Gesetz Gottes, denn Sünde bedeutet immer Auflehnung gegen Gottes Gesetz.
      5 Und ihr wisst, dass Jesus kam, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, denn er ist ohne Sünde.
      6 Wer also mit ihm lebt, sündigt nicht. Wer aber weiter sündigt, hat ihn nicht erkannt oder nicht begriffen, wer er ist.
      7 Liebe Kinder, lasst euch von niemandem verführen! Wer handelt, wie es dem Willen Gottes entspricht, ist gerecht, wie Christus gerecht ist.
      8 Aber wenn Menschen sündigen, zeigt das, dass sie zum Machtbereich des Teufels gehören, der von Anfang an gesündigt hat. Doch der Sohn Gottes kam, um die Taten des Teufels zu vernichten.
      9 Wer zu Gott gehört, sündigt nicht, weil Gottes Leben in ihm ist. Deshalb kann er nicht mehr sündigen, denn er ist von Gott geboren.
      10 Daran ist erkennbar, wer ein Kind Gottes und wer ein Kind des Teufels ist. Wer nicht nach Gottes Willen handelt und seinen Nächsten nicht liebt, der gehört nicht zu Gott.
      11 Das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben.
      12 Wir sollen nicht wie Kain sein, der dem Bösen angehörte und seinen Bruder tötete. Und warum tötete er ihn? Weil die Taten Kains böse waren, die seines Bruders aber gerecht.



      GNÜ

      1 Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder! Deshalb kennt uns die Welt nicht; sie hat ja auch ihn nicht erkannt.
      2 Ihr Lieben, wir sind schon Kinder Gottes. Was wir einmal sein werden, ist jetzt noch nicht sichtbar. Aber wir wissen, wenn es offenbar wird, werden wir Gott ähnlich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist.
      3 Alle, die das voller Zuversicht von ihm erwarten, halten sich von allem Unrecht fern, so wie Christus es getan hat.
      4 Wer sündigt, lehnt sich gegen Gott auf, denn Sünde ist nichts anderes als Auflehnung gegen Gott.
      5 Ihr wisst doch, dass Christus auf die Erde gekommen ist, um die Sünden der Menschen wegzuschaffen. In ihm gibt es keine Spur von Sünde.
      6 Wer mit ihm verbunden bleibt, sündigt nicht mehr. Wer aber sündigt, hat ihn nie gesehen und kennt ihn nicht.
      7 Lasst euch von niemand irreführen, meine Kinder! Wer das Rechte tut, kann wie Christus vor dem Urteil Gottes bestehen.
      8 Wer sündigt, stammt vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt. Der Sohn Gottes aber ist auf die Erde gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören.
      9 Wer Gott zum Vater hat, sündigt nicht, weil das Erbgut seines Vaters in ihm wirkt. Ein solcher Mensch kann gar nicht sündigen, weil er von Gott stammt.
      10 Aber wer Unrecht tut oder seinen Bruder und seine Schwester nicht liebt, stammt nicht von Gott. Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels zu erkennen.
      11 Die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, lautet: Wir sollen einander lieben!
      12 Wir sollen nicht sein wie Kain, der vom Teufel stammte und seinen Bruder ermordete. Warum hat er ihn ermordet? Weil seine eigenen Taten schlecht waren, aber die seines Bruders gut.
    • Wörtlich heißt der Text aus dem griechischen übersetzt:

      "Der die Sünde Tuende ist vom Teufel, weil von Anfang an der Teufel sündigt. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er auflöse die Werke des Teufels. Jeder Gezeugte aus Gott tut nicht Sünde, weil sein Same in ihm bleibt, und nicht kann er sündigen, weil er aus Gott gezeugt ist. Daran sind erkenntlich die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels; jeder nicht Tuende der Gerechtigkeit ist nicht aus Gott, und der nicht Liebende seines Bruders."

      Was hier zum Ausdruck kommt ist der Gedanke der fortdauernden Handlung. Das Wort "Tuende" (partizip präsens aktiv) drückt dies aus. Sinngemäß müsste der Satz so wiedergegeben werden. "Wer ständig Sünde treibt ist vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt." Dies zeigt ein charakterliches Verhalten an, ein nicht loslassen wollen vom sündigen.

      Ebenso wird in Vers 10 die Negativform der fortdauernden Handlung ausgedrückt: "der nicht Tuende (partizip präsens aktiv) der Gerechtigkeit und der nicht Liebende (partizip präsens aktiv) des Bruders."

      Der Apostel spricht hier also vom ständigen oder gewohnheitsmäßigen, fortgesetzten Verhalten.
      „Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)
    • Altor schrieb:

      Wörtlich heißt der Text aus dem griechischen übersetzt:

      "Der die Sünde Tuende ist vom Teufel,


      Der Apostel spricht hier also vom ständigen oder gewohnheitsmäßigen, fortgesetzten Verhalten.[/size]
      Sehr herzlichen Dank, dies ist ein schönes Beispiel für eine worterklärende Übersetzung, auch wenn bei uns das Partizip in der Umgangfssprache langsam vverschwunden ist ( ehedem ein Roman und ein Film : "Gottschützut die Liebenden" - eben ehedem.)
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Guten Abend!

      Altor schrieb:

      Was hier zum Ausdruck kommt ist der Gedanke der fortdauernden Handlung. Das Wort "Tuende" (partizip präsens aktiv) drückt dies aus. Sinngemäß müsste der Satz so wiedergegeben werden. "Wer ständig Sünde treibt ist vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt." Dies zeigt ein charakterliches Verhalten an, ein nicht loslassen wollen vom sündigen.

      So ist es!

      1. Johannes 2, 1 (Neue-Welt-Übersetzung 1986): "Meine Kindlein, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr keine Sünde begehen mögt. Und doch, wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten." 

      1. Johannes 3, 8 (Neue Welt-Übersetzung 1986): "Wer fortgesetzt Sünde begeht, stammt vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt. Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen."


      Gruß, GMacS
    • Altor schrieb:

      Was hier zum Ausdruck kommt ist der Gedanke der fortdauernden Handlung. Das Wort "Tuende" (partizip präsens aktiv) drückt dies aus. Sinngemäß müsste der Satz so wiedergegeben werden. "Wer ständig Sünde treibt ist vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt." Dies zeigt ein charakterliches Verhalten an, ein nicht loslassen wollen vom sündigen.
      ab wieviel Sünde bedeutet fortlaufend sündigen?