Offenbarung 1,10: Tag des Herrn

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    • Seele1986 schrieb:

      Ines. schrieb:

      "Lehrt sie", wie sie von Martin Luther Jahrhunderte lang überliefert wurde, war in diesem Fall richtig,
      Nun weiß ich nicht, was du willst.Denn jener Satz: Lehrt sie, ist der gleiche, in dem steht: und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes; welchen du als nachträglich und falsch hinstellst.
      Ich will darauf hinaus, dass die Taufe kein veräußerlichtes Ritual ist. Sondern es ist ähnlich wie bei dem so genannten Pfingstgeschehen. Christus offenbarte sich dabei durch Prophetenmund, wodurch die frühe christliche Urgemeinde geführt und geleitet wurde, und der Heilige Geist zeigt sich - vergleichbar "Feuerzungen" - über dem Haupt der Getauften. Und die auf diese Weise Getauften konnten dabei nicht beliebig ausgewählt werden. Sondern sie mussten durch ihr Leben die Voraussetzung dafür geschaffen haben. Das war der Wille von Jesus: Erst lehret, dann taufet, dann lehret weiter.
      So erklärt Johannes der Täufer: "Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich;...der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen" ( Matthäus 3,11 und Lukas 3,16). Nur ein bekehrter Mensch, der die Botschaft Christ verwirklichen will, sollte dann getauft werden, so hatte es sich Jesus gedacht. Darum geht es mir.
    • Ines. schrieb:

      denn die Bedeutung der Formulierung "Machet zu Jüngern" ist eindeutig "Lehrt sie".
      Warum sollte das so sein?

      Bedeutet Jünger sein wirklich gelehrt zu sein?
      Ab wann waren dann die Jünger Jesu genug gelehrt um als "Jünger" zu gelten?

      Ab wann ist heute jemand genug "gelehrt" um als Jünger akzeptiert zu werden?
      ...

      Du stellst eine These auf, ob du deren Konsequenzen wirklich durchdacht hast bleibt offen, und beurteilst nach Deiner These Bibelübersetzungen. Urteilst über die Arbeit von Philologen, zeihst sie der (kleine) "Lüge", die sich zur großen ausweitet - das soll seriös sein?
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Ines. schrieb:

      denn die Bedeutung der Formulierung "Machet zu Jüngern" ist eindeutig "Lehrt sie".
      Warum sollte das so sein?
      Bedeutet Jünger sein wirklich gelehrt zu sein?
      Ab wann waren dann die Jünger Jesu genug gelehrt um als "Jünger" zu gelten?

      Ab wann ist heute jemand genug "gelehrt" um als Jünger akzeptiert zu werden?
      ...

      Du stellst eine These auf, ob du deren Konsequenzen wirklich durchdacht hast bleibt offen, und beurteilst nach Deiner These Bibelübersetzungen. Urteilst über die Arbeit von Philologen, zeihst sie der (kleine) "Lüge", die sich zur großen ausweitet - das soll seriös sein?
      Nichts hast Du verstanden. Aber andere Menschen beschimpfst Du permanent. Nennst sie ohne sie zu kennen "Yeshua-Marotte",(siehe Zitate Thread), wo Du mich wegen eines Zitates von Herrn Leinfellner mehrmals denunziert und verfolgt hast und Vieles tust Du dergleichen. Mach Du Dir lieber Sorgen um Dich und Deine Umgangsweise. Es ist immer leicht die Gedanken, Überlegungen und Arbeiten, die im sachlichen Zusammenhang einer ehrlichen Überlegung eines Themas im Forum stehen zu zerpflücken und diese dann als unseriös darzustellen, gerade wenn man einen Satz heraus nimmt um über ihn herzufallen! Ich glaube es reicht! Mit Dir ist eine sachliche und ehrliche Diskussion bislang leider anhaltend unmöglich. Nimm Dir ein Beispiel an den Anderen hier. Und Tschüss, leb wohl!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ines. ()

    • HeimoW schrieb:

      Ist das eine Antwort auf meine Frage?

      Ich denke Jünger wird man durch Nachfolge und Hingabe nicht durch Belehrung.
      Voraussetzung ist es und war es zu wissen, wie man IHM nachfolgt und das Leben nach dem Willen Gottes führen zu wollen. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium! (Markus 1,15) Ebenfalls wird kein Mensch Nachfolger Jesu, ohne IHN als seinen Lehrer anzunehmen und in Seinem Willen unterwiesen zu sein. Matthäus 28:20 Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
    • Das Gras verdorrt. Die Blume verwelkt. Aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. (Jesaja 40,8)

      Ines. schrieb:

      Wie ist Jesus eigentlich auferstanden, durch Seine Kraftwirkung oder tat es jemand von außen??
      Wenn also zwei Menschen biblische Aussagen unterschiedlich verstehen oder interpretieren - Welcher von den Beiden sündigt ? :P
      Natürlich ist die Frage absurd, sie war nur als kleine Auflockerung gedacht...

      Es gibt eine Menge Stellen in der Bibel, über die man diskutieren kann. Gerade in den unterschiedlichen Auslegungen der Bibel steckt doch auch der Kern der unterschiedlichen Meinungen. Ich beziehe mich übrigens mit meinem Beitrag nicht inhaltlich auf Dein obiges Zitat - Es drückt einfach ganz gut aus, was ich sagen möchte...

      Es gibt viele spannende Beiträge in diesem Thread zu lesen. Für mich ist das Tolle daran, dass alle "Schreiberlinge" hier selbst eine Beziehung zu Gott und Jesus haben. Klar kann man nicht mit allen Beiträgen hier "inhaltlich" einig sein, doch ich denke, man ist sich einig darin, dass man das gottgegebene Bedürfnis hat, die Bibel richtig verstehen zu wollen. Wir Menschen suchen gute und inspirierende Buchstaben, an denen wir uns festhalten können und ich ahne nur: Gott ist groß.

      Er ist größer als unsere Festlegung der genauen Bedeutung eines jeden Satzes der Bibel. Wenn biblische Texte genauer definiert werden, dann ist das was Feines, keine Frage. Ich glaube aber auch, dass es viele andere Gewichtungen von Gottestreue und Bibeltreue gibt, mit denen Gottes Wunsch und Ziel ebenfalls erreicht werden.

      Ines. schrieb:

      Wird/wurde hier absichtlich an unseren Bibeln manipuliert?
      In manchen jüngeren Texten finden sich manchmal Zusätze, die in den älteren Texten nicht vorkamen. Kopisten machten damals kleinere Abschreibfehler, leicht im Vergleich mit den älteren Texten zum erkennen. Manchmal gab es auch Randnotizen mit denen ein Kopist etwas erklären wollte. Manchmal gab es aber auch spätere Zusätze die in sämtlichen (älteren) Handschriften fehlten.


      Ein gutes Beispiel dafür ist das "Comma Johanneum" - Eine im 4. Jahrhundert erfolgte Deutung von 1. Johannes 5,7: "Drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: Der Vater, das Wort und der Heilige Geist - Diese Drei sind Eins. Und Drei sind es, die Zeugnis geben auf Erden: Der Geist, das Wasser und das Blut, und diese Drei sind Eins."

      Dieser Vers fehlt in allen alten Bibelübersetzungen, in allen orientalischen, griechischen, altlateinischen und älteren lateinischen Kirchenschriften, einschließlich Vulgata und Vetus Latina. In keiner frühchristlichen arabischen, armenischen, äthiopischen, koptischen, slawischen oder syrischen Bibel existiert der Zusatz. Ebenso wurde der Zusatz von keinem vornizäischen Kirchenvater zitiert.

      Der Zusatz aus 1. Johannes fand eine weite Verbreitung durch die Complutenser Polyglotte 1514 & 1520 und durch die Bibel von Erasmus 1521. In den ersten zwei Ausgaben von Erasmus 1516 & 1519 schloss er den Zusatz als "unecht" aus, weil er keine griechische Handschrift fand, die den Text belegen konnte. Man legte Erasmus plötzlich eine "neue griechische Handschrift" vor, die er höchst unseriös fand weil sie aus dem Lateinischen übersetzt wurde. Für Erasmus war dies kein Beleg und erst als man ihm drohte, nahm er 1521 den Einschub in einer separaten Ausgabe seiner lateinischen Übersetzung auf. 1522 auch in seiner 3. Ausgabe des NT - Sowohl in der lateinischen als auch in der griechischer Fassung um sein Werk und Leben vor "Verketzerung" zu schützen.


      Übrigens ließ auch Luther 1534 das "Comma Johanneum" vollständig aus. Er übersetzte auf Grundlage der 2. Ausgabe von Erasmus und somit ohne den Einschub. Erst 1581 fügte ein Buchdrucker eigenmächtig den Einschub in Luther's Übersetzung ein. Martin Luther schrieb über den Einschub : "Dieser Zusatz sei durch den Eifer der Theologen gegen die Arianer ungeschickt eingefügt worden. Ich könnte mich leicht darüber lustig machen, dass es keine ungeeignetere Beweisstelle für die Trinität gibt."

      Wenngleich man auch versuchte Erasmus eine "neue griechische Handschrift" für die "Richtigkeit" des Einschubes vorzulegen, so findet dieser seine Entstehung in einer dogmatischen Randnotiz zu den Worten "Drei sind Eins" aus dem 4. Jahrhundert. Ganz in der Tradition des Werkes "De ecclesiae catholicae unitate" von Thascius Caecilius Cyprianus und "Adversus praxean" von Quintus Septimius Florens Tertullianus deutet der Autor in mystisch-symbolischer Manier die drei irdischen Zeugen auf drei göttliche Personen.

      In der Lutherbibel 1892 wurde der Einschub nicht mehr angeführt. In der katholischen Einheitsübersetzung findet sich dieser seit 1897 nicht mehr. In den heutigen Bibelübersetzungen einschließlich der "katholischen" "Nova Vulgata" ist der Einschub nicht erwähnt bzw. deutlich als spätere Zufügung (in den Fußnoten) gekennzeichnet.

      Erstaunlich aber ist, dass sich der Zusatz (ohne Kennzeichnung) in der Schlachter 2000 wieder findet. Warum in dieser Bibelübersetzung "drei auf Erden und drei im Himmel etwas bezeugen müssen" bleibt mir schleierhaft. Was wolle man schon im Himmel bezeugen, wenn doch im Himmel keine Unwissenheit herrscht ? :thumbsup:

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      Abschließend möchte ich sagen:
      Ich mag Geschichte. Kirchengeschichte, Gesellschaftsgeschichte, Burgen- und Baugeschichte. Die Geschichte um den Einschub ist spannend, der Einschub des Textes nicht gravierend. Ich "muss" die Geschichte rund um den Einschub herum nicht kennen, wenn's halt nur nicht so spannend wäre... :D

      Der Bibelleser kann feststellen, dass nichts von alledem das Verständnis über die Lehren der Bibel verändert. Die wesentliche Wahrheit und der Wille Gottes, wie sie in der Bibel offenbart sind, sind trotz aller Tücken bei der Übermittlung des Textes unverändert bewahrt geblieben. Das eigentliche Problem entsteht vielleicht eher, wenn man an die Bibel im falschen Geist herantritt. Natürlich kann man durch falsche Bibelauslegung in die "Irre gehen". Doch das Wort Gottes sagt auch, dass es nicht vorrangig um die exakte Lehre oder die richtigen Begriffe geht. Wer könnte auch schon von sich behaupten, dass er hundertprozentig in der Wahrheit steht und diese auch lebt ? Gott und die Geisteswelt ist mit unserem Verstand nicht komplett zu erfassen. Vieles sehe ich noch im Nebel und nur stückweise... (1. Korinther 13, 12)


      Ich glaube, dass Jesus der rechte biblische Weg ist. Und ich glaube, dass wenn es zum Versuch kommt, dass Gläubige absichtlich durch Texte manipuliert werden sollen, die Wahrheit (Jesus) trotzdem felsenfest dasteht. Wer Gott von ganzem Herzen sucht, der wird Gott auch finden. Wenn es Menschen gibt, die das Wort Gottes entstellen oder gar verfälschen, so kann ich Gott trotzdem trauen. Gott hat seit jeher über die Wahrheit seines Wortes gewacht und seit jeher hat Gott über Seine Kinder gewacht. Wer mich sucht, der wird mich finden - Ich kann es mir nur schwer vorstellen, dass Gott sich finden lässt um dir dann zu sagen: "Du tut mir leid. Du bist einer Fälschung und Textmanipulation zum Opfer gefallen, da kann ich nichts machen. Tschüss, schön das Du warst - Ich geh dann wieder mal auf meinen Thron."

      Gott gibt einem die richtige Erkenntnis ins Herz, wenn man Ihm darum bittet. Und gewiss möchte Gott nicht, dass wir einer Fälschung unterliegen. Er möchte, dass wir leben (im geistlichen Sinne). Der Mensch kann frei entscheiden: Für oder gegen Gottes Wort... Aber die Wahrheit bleibt. Die Wahrheit, die bleibt, ist Jesus. Ich bin mir sicher, dass man auf Gott bauen kann und es mir "erwarten" darf, dass Gott imstande ist, sein Wort unverfälscht zu bewahren.

      Bibelstelle

      Das Gras verdorrt. Die Blume verwelkt. Aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. (Jesaja 40,8)


      PS: Nein,ich bin nicht "neu" hier, wie es in meinem Profil angezeigt wird. Nur die "Verpackung" hat sich geändert.
      Keine Ahnung warum ich als "neu" angezeigt werde...

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()