Der Film "Das Leben des Brian"

    • Ich kenne den Film nicht, aber grundsätzlich ist in meinen Augen die Frage problematisch.

      Es geht darum ob man etwas in einer bestimmten Weise empfindet (nämlich lustig) und das ist kaum zu erlauben oder zu verbieten. Eine Empfindung oder Haltung kann höchstens geteilt, oder abgelehnt werden. Ob man einen Film "lustig findet" oder sich diesen überhaupt ansieht ist eine Frage des persönlichen Gewissens. Und wenn Du im Glauben lebst, dann wird sich das weiterbilden ()ich meine das wird es jedenfalls, aber in dem Fall in christlichem Sinn) und vielleicht wird etwas, das Du heute als "lustig" empfindest morgen einen bitteren Beigeschmack haben oder etwas das Du heute nicht verstehst Dir morgen bedeutend sein.

      Daher kann auch aus diesem Gesichtspunkt Deine Frage nicht beantwortet werden,

      Vielleicht kann Dir aber einer der Mitdiskutanten, der den Film kennt, seine persönliche Einschätzung mitteilen.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ich habe mir den Film in meiner Jugend angesehen. Da werden die Juden und Jesus auf Derbste dargestellt. Nebenbei ist noch ein Hauch vom britischen Imperialismus nicht zu übersehen (die Römer brachten den primitiven Juden die Zivilisation). Für einen Christen ist der Film unerträglich, andererseits für Atheisten, Moslems, ... eine herrliche Belustigung. Stellt euch mal vor, man würde solch einen Film über Mohammed drehen.
      Josua 24,15:
      Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

      Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
    • Vitez Kojo schrieb:

      Für einen Christen ist der Film unerträglich
      So ist es!

      Vitez Kojo schrieb:

      Stellt euch mal vor, man würde solch einen Film über Mohammed drehen.
      Da würde es Mord und Totschlag geben! Schon die "Mohammed-Karrikaturen" vor einigen Jahren brachten gewalttätige Anschläge der Islamisten auf Dänische Zeitungen - oder man erinnere sich an die Todesforderungen an Salman Rushdie wegen seiner "Satanischen Verse"!
    • Ich habe den Film auch in meiner Jugend gesehen und habe mich nicht damit anfreunden können, obwohl ich schrägen Humor sonst sehr amüsant fand..z.B. den Film Harold and Maud....ich glaube ich empfand eher eine Trauer, weil doch das Original , die Geschichte Jesu, so wunderbar ist.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Vitez Kojo schrieb:

      Ich habe mir den Film in meiner Jugend angesehen. Da werden die Juden und Jesus auf Derbste dargestellt. Nebenbei ist noch ein Hauch vom britischen Imperialismus nicht zu übersehen (die Römer brachten den primitiven Juden die Zivilisation). Für einen Christen ist der Film unerträglich, andererseits für Atheisten, Moslems, ... eine herrliche Belustigung. Stellt euch mal vor, man würde solch einen Film über Mohammed drehen.
      Der Film ist doch so was von harmlos. Ausserdem geht es dabei eben nicht um Jesus.
      Wenn jemand sagt ich brauch keinen Gott ist das viel schlimmer.

      Lg Andi
    • Norbert Chmelar schrieb:

      - oder man erinnere sich an die Todesforderungen an Salman Rushdie wegen seiner "Satanischen Verse"!
      Zu den Zeiten willst du aber nicht zurück ?

      Die Frage ist vielleicht ob man als Christ ( oder Moslem in 20 /30 Jahren ) auch über sich selbst lachen kann und ob eine Komikertruppe die für ihren schwarzen Humor weltbekannt war sich eine Selbstzensur auferlegen darf.Über Politiker , Frau Merkel und Co wird sich bundesweit belustigt ( und beleidigt und beschimpft ) aber wenns mal in die eigene Richtung geht ....
      Hab ihn gestern teilweise gesehen , die Römer wurden auch ein bischen durch den Kakao gezogen.Jesus selber kam glaub ich nur an einer Stelle kurz vor.Generell gings eigentlich aus meiner Sicht mehr um die ganze Zeit damals. " Was , du willst nicht feilschen ? "
    • @Schwertwal:

      ich finde, du wirst immer so politisch :D

      Es geht nicht drum, ob Religiöse irgendwann mal (in einer besseren Zukunft) auch über sich selbst lachen können.
      Manche mögen den Film, manche nicht.

      Ich lache auch nicht über mich selbst, wenn ich den Film lustig finde, denn ich habe mit dem, was der Film zeigt, überhaupt nichts zu tun.

      Ich finde den Film übrigens klasse. Großartige Historienkritik.
      Wenn die Leute brüllen: "Brian, sprich zu uns!" und er brüllt: "Ja was denn??"; großartig :D :D
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      Historienkritik
      ???
      Josua 24,15:
      Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

      Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
    • Ich habe die DVD bei mir zu Hause und den Film Life of Brian schon einige male angeschaut. Über die Komiker Monty Python kann man durchaus geteilter Meinung sein. Aber der britische Humor in diesem Film ist darin unübertroffen.

      Über Jesus selbst wollten die Pythons aus Respekt keine Witze machen, was sich für die Arbeit an dem Film selbst als sehr schwierig zeigte. Der Schauspieler Terry Jones (Monty Pythonmitglied) sagte über den Film „Das Leben des Brain ist nicht Blasphemie, sondern Häresie, da er sich gegen die kirchliche Autorität wendet, während der Glaube an Gott unangetastet bleibt. Christus sagt all diese wunderbaren Dinge über Friede und Liebe, doch zweitausend Jahre lang bringen sich die Menschen gegenseitig in seinem Namen um, weil sie sich nicht einigen können, wie er es gemeint hat.“ Als die Anhängerschaft über die richtige Interpretation einer von Brian's verlorenen Sandalen streitet, ist das laut Terry Jones „die Geschichte der Kirche in drei Minuten.“

      Jesus selbst tritt nur am Anfang des Films kurz in Erscheinung, aber nur um deutlich zu machen, dass mit Brian eben nicht Jesus gemeint ist, obwohl es zwischen beiden deutliche Parallelen gibt. Jesus selbst ist nicht Gegenstand der Witze in dieser Komödie. Die Witze entzünden sich nicht an ihm, sondern richteten sich gegen die unverständigen Zuhörer seiner Zeit.

      Genial in dieser Satire sind aus meiner Sicht ...
      ....die Partei "Volksfront von Judäa" gegen die konkurierende Partei "Jüdische Volksfront",
      ....der lispelnde Pilatus,
      ....ein Zenturio der Brian beim Graffiti der Palastwände erwischt und Nachhilfe in lateinischer Grammatik gibt.
      „Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)
    • Gut also wenn man so wollte könnte man natürlich als " Glaubender " kritisch einwenden daß so getan wird als wäre das Volk damals Jedem hinterhergerannt der etwas predigte ( also auch Jesus dann wohl ).

      Und die Szene mit den Endzeitpropheten ,
      weiß jetzt nicht ob es damals wirklich soviele waren aber die Frage muß dann schon gestattet sein was der Unterschied zwischen so Einem und einem Johannes ist der die Offenbarung schrieb und wie man dann den Richtigen herausfindet der in den Kanon darf.
      Die Kreuzigung wird ein bischen als " gar nicht so schlimm " dargestellt.Und der Schluß ist dann vielleicht ein bischen agnostisch-nihilistisch. " Du kommst aus dem Nichts und du gehst ins Nichts , was hast du also verloren ? Nichts . "

      Alles in allem find ich aber sollte man es aushalten daß jemand so einen Film macht und daß ihn andere lustig finden dürfen.