Redewendungen mit Ursprung in der Bibel

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    • Redewendungen mit Ursprung in der Bibel

      Habe ich eben bestellt:

      Gerhard Wagner: Wer’s glaubt wird selig! Redewendungen aus der Bibel.
      Regionalia Verlag. ISBN 978-3-939722-36-6
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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    • Ja, es gibt viele Redewendungen im Alltag, von denen viele nicht glauben würden, dass sie in der Bibel stehen, wie z.B.:
      "Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein." (Psalm 7,16/ Sprüche 26,27 - Hoffnung für alle-Bibel)
      "Tohuwabohu" (1.Mose 1,2)
      "Wer Sturm sät, wird Wind ernten!" (Hosea 8,7)
      "Zeit und Stunde" (Dan.2,21)
      "Mühe und Arbeit" (1.Mos.5,29)
      "Buch mit sieben Siegeln" (Offb.5)
      "schlechtes Gewissen machen" (Kol.2,16)
      "Das Herz brechen" (Jer.31,20)
      "Hochmut kommt vor dem Fall!" (Sprüche 11,2/Sprüche 16,18)
      "Der Mensch denkt und Gott lenkt!" (Sprüche 16,1)
      usw. ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ja, es gibt viele Redewendungen im Alltag, von denen viele nicht glauben würden, dass sie in der Bibel stehen, wie z.B.:
      • "Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein." (Psalm 7,16/ Sprüche 26,27 - Hoffnung für alle-Bibel)
      • "Tohuwabohu" (1.Mose 1,2)
      • (...)


      Gerhard Wagner erläutert im oben genannten Buch beispielsweise Tohuwabohu so:

      Gerhard Wagner schrieb:

      „Ein einziges Tohuwabohu“
      ein großes Durcheinander

      In einigen unserer Redewendungen, die auf das Alte oder Neue Testament zurückgehen, kommen Wörter vor, die eindeutig nicht der deutschen Sprache entstammen. Zum Beispiel ist das Tohuwabohu, vielleicht weil es sich wie das Gemeinte anhört, in der deutschen Sprache heimisch geworden als Bezeichnung für ein großes Durcheinander. „Tohu wa bohu“ heißt auf Deutsch „wüst und leer“, und die allerersten Worte der Genesis beschreiben so den Zustand der Welt vor Beginn der Schöpfung: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer.“ Den der hebräischen Urfassung entnommenen Begriff „Tohuwabohu“ haben zuerst Gelehrte, die die Bibel im Original gelesen hatten, verwendet, dann ist er in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Es ist ein Vorurteil, dass in der Sprache der ordnungsliebenden Deutschen ein Wort für das Unaufgeräumte fehlt und sie deshalb gezwungen sind, Fremdwörter wie das hebräische „Tohuwabohu“ oder das griechische „Chaos“ zu verwenden.

      Das ist zwar alles nicht neu, aber ich lese so etwas immer noch gerne.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Daniels schrieb:

      Gerhard Wagner erläutert im oben genannten Buch beispielsweise Tohuwabohu so: ...
      Buber-Rosenzweig übersetzen das >>Tohuwabohu<< beispielsweise mit "Wirrsal und Irrsal"!

      Wer eine Bibel-Übersetzung lesen will, die sich ziemlich genau am Hebräischen Urtext des Alten Testamentes orientiert, der wird in der Buber-Rosenzweig - Übersetzung eine Fundgrube finden. Aber diese Übersetzung ist sehr schwer zu lesen - wie ich mir habe sagen lassen.

      Erst heute habe ich darüber mit meinem Pfarrer beim Kirchen-Kaffee nach dem Gottesdienst darüber gesprochen.

      Irgendwann werde ich mir die Buber-Rosenzweig auch mal anschaffen, aber ich warte jetzt erst mal auf die total neu revidierte neue Luther-Übersetzung im Oktober 2016 zum großen Reformations-Jubiläum 1517 - 2017!
    • Ich habe beide - als Softwareausgabe - bisher war ich von Buber in der Regel nicht sehr angetan, wenn ich mal was nachgeschlagen habe. Es ist uns doch sehr fremd. Die Luther Übersetzung (2017 - ganz neu!) verwende ich nun gelegentlich, als Parallele zu meiner Standardübersetzung (Elberfelder 2006)
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Die Luther Übersetzung (2017 - ganz neu!) verwende ich nun gelegentlich, als Parallele zu meiner Standardübersetzung (Elberfelder 2006)
      Gibt es die neu revidierte Luther - Übersetzung 2017 denn schon ???

      Ich habe im Internet und in der Presse gelesen, dass diese erst am Mittwoch, 19. Oktober 2016 in den Buchhandel komme!!! (?)
    • Danke, für die Antwort!
      Wie wird man "Software-Tester"?
      Also stimmt der Erscheinungstermin - 19.10.2016 ?

      Zusatz-Frage: Ist die Luther 2017er Übersetzung besser geworden bzw. näher dran am Urtext? Darfst Du das verraten? Denn immerhin wurden wohl ca. 41.000 Verse (?) [Ich meine das mal im Internet gelesen zu haben] ___ n e u ___ übersetzt!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Ich habe das eingangs erwähnte Buch vor ca. 2 Jahren mal im Souveniershop der Hohenzollernburg gefunden und für den Preis direkt mit genommen. Die Aufmachung ist sehr hübsch und hochwertig. Es ist die 9. Auflage. Bin gespannt, ob du eine höhere Auflage bekommst @Daniels
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Da fällt mir zusätzlich eion : "Sein Licht nicht unter einmen Scheffel stellen " Ich hörte einmal, wie jemand einem anderen Jemand den Vorwurf machte : "Du stellst Dein Licht unter einen Scheffel, achtest aber, dass etwas davon hervorscheint !".
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Azatoth schrieb:

      Ich habe das eingangs erwähnte Buch vor ca. 2 Jahren mal im Souveniershop der Hohenzollernburg gefunden und für den Preis direkt mit genommen. Die Aufmachung ist sehr hübsch und hochwertig. Es ist die 9. Auflage. Bin gespannt, ob du eine höhere Auflage bekommst @Daniels
      Das Buch ist inwischen schon eine Weile bei mir und liegt sehr oft neben meinem Bett, ich lese derzeit oft vorm Schlafen etwas darin.

      Ich habe die 16. Auflage geliefert bekommen.

      Sehr positiv finde ich, dass die Redewendungen nach dem Vorkommen in der Bibel gruppiert sind. Also kann ich hintereinander weg mehrere Artikel über Redewendungen lesen, die alle zurückgehen auf zum Beispiel das Buch Hiob und lese dabei auch kurze Paraphrasen oder Kommentare zum Buch Hiob.

      Das Buch hat abgesehen vom Vorwort, dem alphabetischen Stichwortverzeichnis und von Literaturverzeichnis sowie Bildnachweis vier Kapitel:
      1. Altes Testament Die Bücher Mose
      2. Altes Testament Geschichtsbücher / Lehrbücher / Propheten
      3. Neues Testament Die Evangelien
      4. Neues Testament Apostelgeschichte / Briefe / Offenbarung

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    • Anläßlich der Wahlen am heutigen Tage:

      Gerhard Wagner schrieb:



      Der „Landesvater“
      ein leutseliger Regierungschef

      Vor allem Ministerpräsidenten lassen sich gerne in der Attitüde eines Landesvaters portraitieren, der leutselig seinen Untertanen seine Huld schenkt. Dabei vergessen sie leicht, dass sie vom Volk gewählte Menschen aus eben jenem Volk sind, die ein gnädiges Schicksal – oder ein Parteitag – in diese hohe Position gebracht hat. Der Begriff „Landesvater“ geht zurück auf die Geschichte Josefs in Ägypten, der bekanntlich seinem Pharao den nicht mit Geld aufzuwiegenden Rat mit der Vorratshaltung gegeben und so das ägyptische Volk vor einer Hungersnot gerettet hatte. Der Pharao dankte es ihm großzügig, indem er ihn zu seinem Stellvertreter machte; „er ließ ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und ließ vor ihm her ausrufen: Der ist des Landes Vater!“ (1 Mos, 41, 43). Ein Regierungschef und ein Ratgeber, die aufgrund ihrer veranwortungsvollen Politik beide den Ehrentitel „Landesvater“ verdient hatten.


      In der neuen evangelistischen Übersetzung: „Er ließ ihn auf seinen zweiten Wagen steigen und vor ihm her ausrufen: Abrek, Achtung! So machte er ihn zum Herrn über ganz Ägypten.“ Karlheinz Vanheiden merkt zu dem Ausruf an: „Vielleicht: Achtung! Die genaue Bedeutung des Begriffs ist bis heute unbekannt.“

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