Kindertaufe - in bestimmten Fällen zulässig?

    • Kindertaufe - in bestimmten Fällen zulässig?

      ich wurde zeuge einer kindertaufe in einer adventgemeinde....das kind war 9 jahre alt...ich protestierte dagegen und nahm nicht dran teil..aus meiner sicht,gibt es keine kindertaufe in der bibel nur die erwachsenen bekenntnistaufe :wink:
    • sildemower schrieb:

      ich wurde zeuge einer kindertaufe in einer adventgemeinde....das kind war 9 jahre alt...ich protestierte dagegen und nahm nicht dran teil..aus meiner sicht,gibt es keine kindertaufe in der bibel nur die erwachsenen bekenntnistaufe :wink:
      Ein typisches Beispiel einer verqueren Denkweise.
      Nur weil in der Bibel etwas nicht vorkommt, muß es noch lange nicht heißen, daß es falsch ist!

      Wer gibt dir das Recht, darüber zu urteilen, ob sich ein neunjähriges Kind taufen lassen darf oder nicht? :(
    • In Deutschland sind Kinder mit 9 Jahren noch Kinder ohne Haftungspflicht. Heißt also, dass in dem Alter noch keine Verantwortung über das eigene Leben und Entscheidungen übernehmen werden kann. Mit 14 wird es schon anders.

      @Norbert Chmelar, da eine Taufe nach Johannes und Jesu Beispiel ein persönlicher Entscheidungsakt ist, KONNTEN in dem Text aus Apg. KEINE Kinder getauft worden sein. Das ist so klar, wie die Sonne am Himmel. Übrigens: wenn dort doch Kinder im Haus waren, waren sie sicher schon erwachsen und konnten somit selbst entscheiden. Das Haus hat sich anhand des erkannten Evangeliums (aus der Predigt) zum neuen Leben mit Jesus entschieden..... das könnten kleine Kinder niemals.


      .
    • sildemower schrieb:

      ich wurde zeuge einer kindertaufe in einer adventgemeinde....das kind war 9 jahre alt...

      Ja in einigen "Kulturkreisen" nimmt man unser Grundgesetz nicht ernst.

      Da werden Kinder mit sanften und anderen Druck der Taufe zugeführt.

      Man kann sich dann mit der Zahl der getauften hervortun....und das natürlich alles im Namen Jesu!
    • Stofi schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Wer gibt dir das Recht, darüber zu urteilen, ob sich ein neunjähriges Kind taufen lassen darf oder nicht? :(
      Der gesunde Verstand und das biblische und bürgerliche Recht.



      .
      Der gesunde Verstand sagt mir, daß einem neunjähriges Kind, welches sich an Jesus binden will, der Wunsch sich taufen zu lassen, nicht abgeschlagen werden darf.

      Das biblische Recht sagt kein Wort davon, daß sich nur Erwachsene taufen lassen dürfen!
      Da bin ich mir ganz sicher!

      Zum bürgerlichen Recht:
      Welches von den von Menschen gemachten Gestze hättest du denn gern?
      Das Volljährigkeitsgesetz (in DE) mit 18 (früher 21), oder das Religionsmündigkeitsgesetz (in DE) mit 14?
    • Nanana, damüssen wir nicht nach der Berechtigung zur Kritik fragen : Ein Kind, das in diesem Alten in Nachbars gleichaltriges Töchterchen verliebt wäre -würden wir die beiden trauen ? - Es geht um unser aus der Bibel begründetes Verständnis der Taufe als freier, anhaltender Entschluss für ein ganzes Leben.



      Was wolltes Du denn mit 9 Jahren beruflich alles werden ? Feuerwehrmann, Linienpilot, Rauchfangkehrer - -

      Und wenn ich in US Foren (dort tauft man generell STA - Kinder sehr früh) herumschaue : STA Kindergarten, STA Volksschule, STA Kinderferiencamp mit Gruppendruck, KInderevangelisten, grosser Taufe nachher - - und mit 17 oder 18 sagt der / die Gute "Auf Nimmerwiedersehen".

      Busse, Umkehr, Neuorientierung mit derTaufe : Na, im Vorschulalter war ich der Meinung, der liebe Gott müsse froh sein über so brave, gläbige Kinder wie ich. In der Volksschulzeit fühlet ich mich - ohne Konkretes .- schuldbeladen und vergass nie, zu Sylvester für die im abgelaufenen Jahr begangenen Sünden um Gnade und Verzehung zu bitten


      Tertullian zur Kindertaufe : Ceterum parvulos est dubitandum - -
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Stofi schrieb:

      Lies meinen ganzen Beitrag zum Thema noch ein Mal, dann findest du die Antwort(-en).


      .
      Habe ich.
      Antworten allerdings keine gefunden.
      Weder was biblisch gegen Kindertaufe sprechen soll, noch ab wann deiner Meinung nach jemand erwachsen genug sein soll, um selbst zu entscheiden, noch warum es einen Grund geben soll zu protestieren und die Kirche zu verlassen, bzw gleich gar nicht hinzugehen, wenn sich ein Neunjähriger taufen lassen will.
    • Yppsi schrieb:

      Weder was biblisch gegen Kindertaufe sprechen soll, noch ab wann deiner Meinung nach jemand erwachsen genug sein soll, um selbst zu entscheiden,
      Hallo Yppsi, vieleicht findest Du hier eine Antwort...

      Bei der Predigt: Zu Hause Angekommen.

      Zuhause angekommen / Atem der Hoffnung: Hope Channel Deutsch | Christliches Fernsehen und Radio
    • Hallo Bogi,
      geht auf meinem Laptop leider nicht.
      Ich kann mir hopechannel Sendungen nur anhören, wenn sie auf YT eingestellt sind.

      Aber ich weiß schon, daß ihr die Kindstaufe kritisiert, obwohl die Bibel sie nirgends konkret ablehnt.
      Deswegen erlaube ich mir auch, diesen euren Grundsatz zu kritisieren.

      Mir persönlich erscheint es besser, wenn Eltern ihre Kinder baldmöglichst taufen lassen und die Verantwortung übernehmen, bis die Kinder sich ab einem bestimmten Alter dann selbst entscheiden können/dürfen.

      Also Kindstaufe und Konfirmation z.B..
      Obwohl das natürlich in der Bibel ebensowenig vorgeschrieben, wie die Kindertaufe verboten wird.
    • Yppsi schrieb:

      Obwohl das natürlich in der Bibel ebensowenig vorgeschrieben, wie die Kindertaufe verboten wird.
      Hallo Yppsi,Du kannst Dir ja eine Mobilversion des Films herunterladen.

      Für mich ist Jesus Vorbild. Eigentlich hätte er keine Taufe gebraucht und Johannes wollte sie auch verweigern.

      Trotzdem wurde sie uns gegeben als ein Symbol, das dem Täufling eine wichtige Botschaft ist.

      Jesus hat mich mit seinem Blut reingewaschen,ich habe mit IHM einen Bund geschlossen ,ich gehöre Ihm.

      Ich werde durch den HL Geist geführt und Geschütz und darf Erfahrungen mit Jesus, anderen Menschen mitteilen!

      Ich glaube nicht aus "zweiter Hand", sondern lebe mit Jesus!

      Ich wünsche Dir ähnliche Glaubenserfahrungen!
    • Durch Taufe Jesu wurde Jesus zum Messias! -
      Daher war Jesu Taufe notwendig!

      Yppsi schrieb:

      Mir persönlich erscheint es besser, wenn Eltern ihre Kinder baldmöglichst taufen lassen und die Verantwortung übernehmen, bis die Kinder sich ab einem bestimmten Alter dann selbst entscheiden können/dürfen.

      Also Kindstaufe und Konfirmation z.B..
      Obwohl das natürlich in der Bibel ebensowenig vorgeschrieben, wie die Kindertaufe verboten wird.
      Ja! Denn durch die Kindertaufe bzw. Babytaufe wurde das Kind / Baby in die bedingungslose Gnade Gottes hineingenommen! Im Sinne des Jesus Wortes: "Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret Ihnen nicht!" Diese Taufgnade wird dann der (evang.) Konfirmand / (kath.) Firmling dann wenn er gesetzlich religionsmündig ist - also im Alter von 14 Jahren - in der Konfirmation / Firmung bestätigen - bzw. wenn er nicht glaubt, auch zurückweisen, sich also nicht konfirmieren oder firmen lassen. ===> Die (Kinder/Baby-)Taufe aber bleibt davon unabhängig nach wie vor gültig!

      Bogi111 schrieb:

      Für mich ist Jesus Vorbild. Eigentlich hätte er keine Taufe gebraucht und Johannes wollte sie auch verweigern.
      Vom Heilsaspekt her hätte Jesus - da er sündlos war - und "voll der Gnade" - keine Taufe gebraucht! Aber durch die Taufe wurde Jesus quasi zum Messias = Christus eingesetzt und symbolisch gesalbt - analog der israelitischen Könige, :king: die mit heiligem Öl gesalbt wurden (siehe 1.Sam.10,1 / 1.Sam.16,13 / 1.Kön.1,39 / 2.Kön.9,6)! Daher war die Taufe Jesu, ca. Mitte August 29 n.Chr. notwendig, denn dadurch wurde Jesus von Nazareth der Christus = der Gesalbte, der jüdische Messias und Heiland aller Welt!
    • Yppsi schrieb:


      ....
      Aber ich weiß schon, daß ihr die Kindstaufe kritisiert, obwohl die Bibel sie nirgends konkret ablehnt.
      ...
      Die Frage ist doch nicht, ob sie die Bibel ablehnt, sondern ob sie die Kindestaufe konstituiert! Die Erwachsenentaufe wird ja nicht ausgeführt, weil sie die Bibel nicht "ablehnt", sondern weil sie die Bibel (ja Jesus selbst) konstituiert. Sie dann zu einer Kindertaufe umzuformen ist eine Sinnstörung (die Busse enfällt, ebenso wie das "lehrt sie halten").
      Sinn macht es also umgekehrt, die Kindertaufe ist gegenstandslos, da sie nicht durch Jesus eingeführt wurde und die von Jesus gestiftete Taufe wesentlicher Elemente beraubt. Die man dann über Umwege zu kompensieren sucht (Firmung etc.). Aber als Sakrament wird sie dennoch als verbindlich angesehen, selbst wenn jemand z.B. die Firmung "auslässt". Es ist eine "Zwangsaufnahme" in die Kirche und widerspricht wesentlichen Werten Gottes (z.b. der freien Entscheidung).
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ja, trotzdem spricht in der Bibel nichts gegen eine Taufe kleiner Kinder. Ob sie jetzt notwendig ist oder nicht.
      Die Taufe könnte ja - obwohl das m.W. nirgends so praktiziert wird, sondern m.W. nach nur durch Konfirmation bzw Firmung - ab einem bestimmten Alter erneut erfolgen, wenn der Mensch alt genug ist, selbst zu entscheiden.

      Bis zu einem gewissen Alter übernehmen eben die Eltern die Verantwortung.

      Ich kann da beim besten Willen nichts Falsches erkennen, außer daß die Taufe halt nicht mehr Taufe, sondern Konfirmation oder Kommunion oder Firmung heißt.
    • Hi

      Man kann hier glaub ich noch endlos über die Kindertaufe diskutieren, aber der Grund liegt meines erachtens im unterschiedlichen Taufverständnis. Bei den Adventisten geht es für mich eher Richtung Busse und Umkehre, während es in andern Kirchen ein Gnadenakt Gottes ist, bei uns wird das oftmals mit einem ersten Näheverhältnis Gottes beschrieben. Beim einen ist die Taufe eine eher aktive Handlung vom Gläubigen, beim andern liegt der aktive Teil viel mehr bei Gott. Daher muss bei dem adventistischen Taufverständnis mündig genug sein um zu entscheiden, bei einem andern Taufverständnis jedoch nicht.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Wenn von der Taufe des Hauses die Rede ist, dann sind Kinder dort etwaig miteingeschlossen, denn ein "Haus" ist alles, was sich im Haus bzw. dessen Hoheit befindet (daher auch Sklaven und Mägde; und die sind mitnichten gefragt worden, ob sie das möchten).

      Ein Haus hatte damals im Regelfall Kinder, davon kann man ausgehen.
      Die Idee, in den erwähnten Häusern seien keine Kinder gewesen oder diese seien schon erwachsen, ist irrsinnig.
      Es gibt beides in der Bibel bzw. einen klassischen Verlauf:

      Menschen kommen zum Glauben an eine neue Lehre und geben es dann an Kinder und Kindeskinder weiter. Ganz normale, selbstverständliche Sache.

      Dass jeder einzelne in dieser Familiengeschichte selbst schauen und vertreten muss, was er glaubt und was er tut, ist ebenfalls selbstverständlich. Darum geht es in den Texten aber auch nicht. Auch jene Erwachsenen, die den Glauben angenommen haben, müssen fernerhin schauen, wie sie leben. Da ist kein Unterschied.

      Werde ich in einer gläubigen Familie groß, dann ist das ein Segen und auch ein Schutz (denn ich bekomme die gute Lehre aus erster Hand und von der Wiege an), aber es ist kein Freifahrtschein für mich und mein Leben, wenn ich mündig bin.
      Eigentlich ist dies auch hinfällig immer wieder zu erwähnen, denn es gibt in der Bibel generell keine Freifahrtscheine! Auch Gnade und Erlösung sind keine, denn sobald ich das denke, bin ich bereits gescheitert an der Sache.
      Die Bibel widerspricht sich selbst nämlich immer dort, wo Menschen es falsch verstehen könnten und daraus Selbsterhöhung ableiten könnten.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)