Synkretismus

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    • Baptist schrieb:

      Yppsi schrieb:

      tricky schrieb:

      Menschen, die im Gottesdienst tanzen. Hm, also aus meiner Sicht spricht da biblisch nichts dagegen.
      Ähm...........und was spricht biblisch dagegen, daß man Ostern und Weihnachten feiert?Also die Auferstehung und die Geburt Jesu.
      Naja, was spricht denn biblisch bei Weihnachten dafür?
      Das war aber nicht meine Frage!
    • tricky schrieb:

      Hallo zusammen,
      ...

      philoalexandrinus schrieb:

      " - reiche ich Dir die rechte Hand der Gemeinschaft -. " - wo steht das in der Bibel - die redeten in Sprachen und weissagten nach der Taufe. Und Händeschütteln an sich ist nicht bekannt aus "Bible times".
      Wenn ich jemand anderem die Hand gebe, dann bete ich dabei ja nicht Gott an, oder? Da müssen wir die Kirche schon im Dorf lassen. Gesellschaftliche Gebräuche kann man pflegen, ohne sie als Gottesanbetung anzusehen und einzusetzen.

      philo schrieb:


      . Extatischer Ausdruckstanz mit spärlicher Bekleidung...ob das passt? . Ob sowas bei uns passend ist, ist eine andere Frage, siehe ein älteres Thema von mir zum Thema Gottesdienstform in den USA (schwarze bzw. weiße Kirchen).
      Dieser Satz gehört(e) aber bei uns zum STA - Taufritual, also zu einem speziellen Gotztesdienst Gleichzeitig ist dabei der Neugetaufter erstmals mit "Du" angeredet worden.

      An ekstatischen Ausdruckstanz mit spärlicher Bekelidung denkt wohl nicht sofort jeder.

      Ich wollte nur aufzeigen, wie wir in unseren (lokalen oder schichtspezifischen - WASP !) Gebräuchen unserer Umwelt verhaftet sind.
    • Hallo!
      Habt ihr als Kinder auch so gerne die "Was ist Was" Bücher gelesen?

      Was ist Was schrieb:

      Weihnachten in unserem heutigen Sinn gab es im alten Rom nicht. Im alten Rom feierte man dagegen die Wintersonnwende. Das ist der 21. oder 22. Dezember nach unserer heutigen Zeitrechnung, wenn die Tage wieder länger werden. Am 25. Dezember wurde die Geburt des Sonnengottes Sol Invictus gefeiert. [...] Papst Julius, der in Rom von 336 bis 352 nach Christus regierte, beschloss, diese Feierlichkeiten durch ein christliches Fest zu ersetzen. Das ist urkundlich erwähnt. Julius legte den 25. Dezember als den Geburtstag von Jesus Christus fest.
      Natürlich ging es Julius nicht darum, die Christen zu "Sonnenanbetern" zu machen. Stattdessen sollten Sonnenanbeter zu "Christen" werden. Biblisch betrachtet finde ich so eine Vorgehensweise mehr als bedenklich!

      Epheser 5, 10-11 (Einheitsübersetzung 1980): "Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf!"

      Römer 12:2 (Einheitsübersetzung 1980): "Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist."

      Wir werden aufgefordert zu "prüfen", ob etwas Gott gefällt, ist oder nicht!

      2. Korinther 6, 14-17 (Einheitsübersetzung 1980): "Beugt euch nicht mit Ungläubigen unter das gleiche Joch! Was haben denn Gerechtigkeit und Gesetzwidrigkeit miteinander zu tun? Was haben Licht und Finsternis gemeinsam? Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Beliar? Was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam? Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes; denn Gott hat gesprochen: Ich will unter ihnen wohnen und mit ihnen gehen. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Zieht darum weg aus ihrer Mitte und sondert euch ab, spricht der Herr, und fasst nichts Unreines an."

      Zum Vers 14 hat die Einheitsübersetzung eine interessante Fußnote:

      "14-7,1: Der Abschnitt unterbricht den Zusammenhang und ist eine kleine Mahnrede gegen das in die Gemeinde eindringende Heidentum."

      Womit wieder der Bogen zu 5. Mose 12:30-31 geschlagen wäre:

      5. Mose 12:30-31 (Einheitsübersetzung 1980): ...Erkundige dich nicht nach ihren Göttern und frag nicht: Wie dienen denn diese Völker ihren Göttern? Ich will das Gleiche tun wie sie. Wenn du dem Herrn, deinem Gott, dienst, sollst du nicht das Gleiche tun wie sie...

      Sowohl im AT, als auch im NT wird immer wieder auf den wichtigen Zusammenhang zwischen Anbetung und Heiligkeit hingewiesen. Gott legt Wert darauf!

      Gruß, GMacS
    • Der Tag an dem Jesus geboren wurde, ist unbekannt.
      Daß es der 25 Dez war, diese Chance steht 1:365.

      Aber wenn er unbekannt ist, warum soll man ihn dann nicht für immer und "ewig" an einem einmal festgelegten Tag, am 25 Dezember, feiern?
      Lieber gar nicht?
      Oder lieber an einem anderen Tag, weil im alten Rom und so................oder weil ein Papst diesen Tag festsetzte?


      Du das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, egal wer und was im alten Rom war!
    • @Baptist:

      Baptist schrieb:

      Macshow.... hat eigentlich biblisch argumentiert aber er wird mit der Freiheit niedergewalzt
      Nein, das hat er eigentlich nicht. Er hat Bibeltexte zitiert, aber sie - jedenfalls nach der hier mehrheitlich geäußerten Meinung nicht korrekt angewandt. Das könnte man auch als Missbrauch empfinden, den ich ihm aber nicht unterstellen will.
      "Biblisch argumentiert" ist dann ein treffendes Argument, wenn Texte passend zitiert werden und zwar nach dem Kontext und der Bedeutung - nicht nach (zufällig) übereinstimmenden Worten.

      Und "Freiheit" war kein Argument, sondern der in den Augen vieler einfach nicht vorhandene Bezug.

      Aber zur Sache - ich wiederhole: Die Frage scheint (nicht nur) mir ein gegenwärtiges Beispiel für die Anwendung der Prinzipien aus 1 Ko 8.
      Wer also immer heidnische Bezüge fürchtet oder sieht, der möge sich von christlichen Oster- und Weihnachtsfeiern fernhalten. Und wenn eine Gemeinde Glieder hat, die das so sehen, dann sollte sie keine derartigen Feste veranstalten.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Hallo Yppsi!

      Ich sehe das so wie die ersten Christen!

      Rolf Maag schrieb:

      Wie jedermann weiss, feiern Christen in aller Welt jedes Jahr am 25. Dezember den Geburtstag ihres Erlösers. Als sich diese Religion in den ersten Jahren unserer Zeitrechnung im Römischen Reich zu verbreiten begann, war dies aber keineswegs der Fall. Die wichtigsten Theologen des frühen Christentums, die sogenannten Kirchenväter, äusserten sich sogar abschätzig über Geburtstagsfeiern, in denen sie eine heidnische Unsitte sahen.

      Wikipedia schrieb:

      Kulturhistorisch geht der moderne Brauch der Geburtstagsfeier auf die frühe Hochkultur des Alten Ägypten sowie die Kultur der Antike (Griechen und Römer) zurück. Bei den Ägyptern wurde die Geburtstagsfeier zu Ehren des Pharao abgehalten. Bei den Griechen und Römern hingegen diente die Geburtstagsfeier zur Anrufung von Schutzgeistern, um die gefeierte Person vor Schlechtem zu bewahren. Geburtstagsgeschenke stellten dabei ein Opfer an den Schutzgeist dar. Auch das Ahnengedenken spielte eine Rolle. Ursprünglich waren monatliche Feiern, meist von Gemeinschaften am selben Tag geborener Menschen, üblich. Ein Bezug zu angeblich am selben Tag geborenen Göttern war konstitutiv. Einladungen, Segenswünsche, Geschenke, Reden und Gedichte waren üblich. In der römischen Kaiserzeit wurde der Geburtstag des Herrschers sowie der Mitglieder seiner Familie mit Dankfesten feierlich begangen. Nicht zuletzt wegen seiner Bedeutung für die Astrologie waren der Geburtstag und an ihm vorkommende besondere Ereignisse mit zahlreichen mystisch-magischen Vorstellungen über deren Vorbedeutung für das Schicksal des Betroffenen mit entsprechendem apotropäischen Brauchtum bzw. Ritualen verbunden, die auch unter der Vorherrschaft des der Geburtstagsfeier zunächst indifferent bis ablehnend gegenüberstehenden Christentums fortbestehen und sich bis in die Gegenwartskultur hinein weiterentwickeln (symbolische Geburtstagsgaben, Geburtstagskerzen, Geburtstagskuchen usw.).
      Und jetzt die Fragen aus 2. Korinther 6: "Was haben Licht und Finsternis gemeinsam? Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Beliar? Was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam? Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern?" Wer KEINEN Zusammenhang zum Thema sieht, ist ja nicht gezwungen sich von mir in irritieren zu lassen. Da ich (persönlich) sehr wohl einen Zusammenhang erkenne, sehe ich gar nicht ein, alles zu feiern was die "Welt" zu feiern pflegt. Auch keinen "Geburtstag" Jesu...

      Gruß, GMacS
    • Was ist was schrieb:
      Weihnachten in unserem heutigen Sinn gab es im alten Rom nicht. Im alten Rom feierte man dagegen die Wintersonnwende. Das ist der 21. oder 22. Dezember nach unserer heutigen Zeitrechnung, wenn die Tage wieder länger werden. Am 25. Dezember wurde die Geburt des Sonnengottes Sol Invictus gefeiert. [...] Papst Julius, der in Rom von 336 bis 352 nach Christus regierte, beschloss, diese Feierlichkeiten durch ein christliches Fest zu ersetzen. Das ist urkundlich erwähnt. Julius legte den 25. Dezember als den Geburtstag von Jesus Christus fest.

      Gane MacShowan schrieb:

      Natürlich ging es Julius nicht darum, die Christen zu "Sonnenanbetern" zu machen. Stattdessen sollten Sonnenanbeter zu "Christen" werden. Biblisch betrachtet finde ich so eine Vorgehensweise mehr als bedenklich!
      Diese Info von "was ist was" ist den allermeisten Christen bekannt. Sie wissen das, sogar eher als das Vertauschen von Sabbat mit Sonntag. Sie wollen auch nicht jedes Jahr erneut aufgeklärt werden, es nervt...

      Sie wissen um die falschen Tage und leben damit, weil sie sagen, dass es nicht um den genauen Tag ankommt, sondern um die Herzenshaltung und um den Glauben. Sie wissen, dass sie keine falsche Götter anbeten und dann ist es für sie gut...mehr nicht. Jeder darf selbständige Entscheidungen vor Gott treffen wie er Weihnachten feiert oder nicht....Die Verantwortung trifft jeder für sich selbst und gut ist.

      Ich habe volles Verständnis dafür, wenn Christen diese Feier nicht in der Gemeinde haben wollen.
      Ich brauche das auch nicht.

      Ich kann aber in keinster Weise für mich akzeptieren, dass mir eine Gemeinde Vorschriften macht, was ich zuhause privat machen darf oder nicht. Wenn ich klar und deutlich sage, dass ich keine Götter oder dergleichen anbete, dann hat man das zu akzeptieren und Schluß ist. Genauso mit Geburtstag. Wenn ich daheim den Geburtstag meiner Katze feiern sollte(mach ich nicht) dann geht das der Gemeinde nichts an.

      Heute noch habe ich mir Gedanken gemacht über drei private Feier, die ich im Sommer machen möchte. Niemals würde ich um Erlaubnis bei einem Gemeineältesten oder dergleichen bitten. Ich kann mein Handeln und Tun gegenüber Gott verantworten.

      Deine angegebenen Bibelstellen sind alle interessante Texte bzgl Anbetung falscher Götter.
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Yppsi schrieb:

      Ähm...........und was spricht biblisch dagegen, daß man Ostern und Weihnachten feiert?
      Du hast den Sinn des Themas nicht verstanden. Es geht darum zu diesen Festen etwas zu machen, mit dem man (gut gemeint, das will ich nicht in Abrede stellen!) Gott anbetet.

      Feste feiern, nichts dagegen.

      Hier geht es aber um Synkretismus:

      Synkretismus – Wikipedia

      Wikipedia schrieb:

      Synkretismus ist in erster Linie die Synthese religiöser Ideen oder Philosophien zu einem neuen System oder Weltbild. Voraussetzung ist, dass sich diese Ideen oder Philosophien zuvor als inhaltlich voneinander unterschieden abgegrenzt haben und dass sie als religiös-philosophische Teilaspekte auf einen Absolutheitsanspruch verzichten. Synkretismus nimmt vielmehr die Aspekte unterschiedlicher Religionen mehr oder weniger bewusst auf und formt sie zu etwas Neuem.
      Wenn du also zu Ostern einen übermannsgroßen Osterhasen in deinem Gottesdienst aufstellst und sagst: 5 Minuten beten wir zu Gott und 5 Minuten beten wir zum Osterhasen, dann wäre es Synkretismus. Verschärft formuliert, aber vielleicht wird das jetzt klarer.

      Wenn du meinst, dass man mit Ostereiern und Schokohasen Gott anbeten kann, dann betreibst du Synkretismus. Wenn du nur gerne Eier ist und zu Ostern eines mehr, dann hat das nichts mit Gottesdienst zu tun!!
    • @HeimoW

      HeimoW schrieb:

      Aber zur Sache - ich wiederhole: Die Frage scheint (nicht nur) mir ein gegenwärtiges Beispiel für die Anwendung der Prinzipien aus 1 Ko 8.
      Wer also immer heidnische Bezüge fürchtet oder sieht, der möge sich von christlichen Oster- und Weihnachtsfeiern fernhalten. Und wenn eine Gemeinde Glieder hat, die das so sehen, dann sollte sie keine derartigen Feste veranstalten.
      genau das wäre wünschenswert. Eine persönliche Bewertung und persönliche Schlüsse daraus.



      Ich hätte mir gewünscht, dass anhand solcher Argumente:

      HeimoW schrieb:

      Nein, das hat er eigentlich nicht. Er hat Bibeltexte zitiert, aber sie - jedenfalls nach der hier mehrheitlich geäußerten Meinung nicht korrekt angewandt. Das könnte man auch als Missbrauch empfinden, den ich ihm aber nicht unterstellen will.
      "Biblisch argumentiert" ist dann ein treffendes Argument, wenn Texte passend zitiert werden und zwar nach dem Kontext und der Bedeutung - nicht nach (zufällig) übereinstimmenden Worten.
      aufgezeigt wird WAS nicht passend zitiert wurde. Eine biblische Diskussion also. Ich würde mich so freuen über einen möglichst sachlichen Austausch über diese Thematik.
    • HeimoW schrieb:

      @Baptist:

      Baptist schrieb:

      Macshow.... hat eigentlich biblisch argumentiert aber er wird mit der Freiheit niedergewalzt
      Nein, das hat er eigentlich nicht. Er hat Bibeltexte zitiert, aber sie - jedenfalls nach der hier mehrheitlich geäußerten Meinung nicht korrekt angewandt. Das könnte man auch als Missbrauch empfinden, den ich ihm aber nicht unterstellen will.
      Naja, wenn das die Mehrheit sagt wirds wohl stimmen.
      Eine andere Auslegung der Schrift (und das was Macshow tat war AUslegung eines Textes, absolut legitim) als Missbrauch ?
      Ich weiß garnicht was ich zu so einer Aussage noch sagen soll.
      :S
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Jetzt stellt sich vielmehr die Frage was spricht biblisch für eine Weihnachtsfeier?
      Meines Erachtens spricht dafür, dass ein "Kirchenjahr" den Israeliten von Gott geboten wurde, damit sie sich an die großen Taten Gottes erinnern. Dass wir als STA so etwas nicht haben ist meines Erachtens eine Konsequenz übertriebener Abgrenzung von anderen Christen. Die wesentlichen Ereignisse des Evangeliums in geordneter Abfolge jährlich zu feiern (ihrer zu gedenken) halte ich für angebracht. Das Datum für Weihnachten ist dabei völlig unerheblich, ebenso das Datum für Ostern. Es geht um den Jahresrhythmus und das Gedenken und verkündigen der Großtaten Gottes.
      Liebe Grüße, Heimo
    • tricky schrieb:

      aufgezeigt wird WAS nicht passend zitiert wurde
      Alle hier (Beitrag) angeführten Texte scheinen mir unpassend - daher habe ich sie nicht einzeln aufgelistet. Es ist meines Erachtens kein Zusammenhang zu erkennen.

      Während die Texte auf Synkretismus abstellen ist die geänderte Sinngebung für Ostern und Weihnachten (nehmen wir mal an die gibt es) kein Synkretismus, sondern man könnte das genauso als Überwindung des Heidentums interpretieren. Synkretismus wäre es, wenn man parallel zur Auferstehung der heidnischen Götter gedenken würde - aber die kennt man ja gar nicht (mehr), außer man hält Vorträge um zu demonstrieren, wie böse Ostern ist. Haben wir wirklich kein besseres, wichtigeres, Evangelium???? In meine Augen: beschämend!

      Ich finde es schade, dass das aufgeworfene Thema "Synkretismus" zu Ostern und Weihnachten umgedeutet wird.

      Aktuell könnte man sich eher damit auseinandersetzen, wo Christen Amulette (Heiligenbilder) verwenden, Homöopathie als Heilmethode verstehen oder zu "Wunderheilern" gehen - in meinen Augen viel eher synkretistische Tendenzen, als eine Auferstehungspredigt zu Ostern.
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      ...Aktuell könnte man sich eher damit auseinandersetzen, wo Christen Amulette (Heiligenbilder) verwenden, Homöopathie als Heilmethode verstehen oder zu "Wunderheilern" gehen - in meinen Augen viel eher synkretistische Tendenzen, als eine Auferstehungspredigt zu Ostern.
      Das mit der Homöopathie ist eine interessante Sache.
      Du hast da vollkommen recht, wenn ich es mir auch recht überlege fällt die Homöopathie genau hier rein da es eigentlich ein Ritual und keine Naturheilkunde (keine Phytotherapie) darstellt.
      Aber hier wurde ich genauso dafür kritisiert wie ich eine "anerkannte Heilmethode" die niemandem schadet kritisiere.
      Leider ist die Homöopathie eine weit verbreitete Sache in unserer Kirche.
      Es ist für mich eigentlich unhaltbar diese "Heilmethode" zu nutzen wenn man deren Ursprung und Wirkungsprinzip hinterfragt.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • HeimoW schrieb:

      Baptist schrieb:

      Jetzt stellt sich vielmehr die Frage was spricht biblisch für eine Weihnachtsfeier?
      Meines Erachtens spricht dafür, dass ein "Kirchenjahr" den Israeliten von Gott geboten wurde, damit sie sich an die großen Taten Gottes erinnern. Dass wir als STA so etwas nicht haben ist meines Erachtens eine Konsequenz übertriebener Abgrenzung von anderen Christen. Die wesentlichen Ereignisse des Evangeliums in geordneter Abfolge jährlich zu feiern (ihrer zu gedenken) halte ich für angebracht. Das Datum für Weihnachten ist dabei völlig unerheblich, ebenso das Datum für Ostern. Es geht um den Jahresrhythmus und das Gedenken und verkündigen der Großtaten Gottes.


      Vielen Dank für die Darstellung.


      Das Christentum beruft sich auf das Heilsgeschehen, also der Menschwerdung Gottes, seins Wirkens, sein Tod und seine Auferstehung.


      Dies ist sowohl ein einmaliges historisches Ereignis vor 2000 Jahren gewesen, aber auch ein zeitloses ewiges Prinzip, dass allen Menschen aller Zeiten und Orte die Erlösung ermöglicht.


      Die historischen Ereignisse des Heilsgeschehens konnte nur sehr wenige Menschen erleben. Damit die Nachfolgerinnen und Nachfolger des daraus entstandenen Evangeliums aber auch die Möglichkeit haben, wenigstens ein bisschen am historischen Geschehen teilzuhaben, wird allen großen Ereignissen aus der Heilsgeschichte mindestens einmal im Kirchenjahr durch einen Feiertag gedacht.


      Somit sind alle Christen wenigstens ein bisschen an den damaligen Ereignisses im gelobten Land beteiligt.


      Wer von den STA-Forum-Mitdiskutanten wäre nicht gerne einer der Hirten auf dem Felde oder der Weisen aus dem Morgenland gewesen? Da es uns aber nun mal nicht vergönnt war, haben wir wenigstens das Weihnachtsfest, um es nachzuholen.


      Das jeweilige Datum ist dabei -wie Heimo völlig zutreffend schreibt- wirklich relativ egal. Und die jeweiligen kirchlichen Feiertage erheben auch keinen Anspruch, dem damaligen Datum zu entsprechen. Diese Denkweise ist nordeuropäisch und war dem damaligen Orient völlig fremd.


      Zwingend notwendig sind solche Feiertage sicherlich nicht. Aber sie sind schon eine sehr schöne Veranschaulichung des damals Geschehenen ist unserem heutigen täglichen Leben.
    • tricky schrieb:

      Wenn du also zu Ostern einen übermannsgroßen Osterhasen in deinem Gottesdienst aufstellst und sagst: 5 Minuten beten wir zu Gott und 5 Minuten beten wir zum Osterhasen, dann wäre es Synkretismus. Verschärft formuliert, aber vielleicht wird das jetzt klarer.
      Wenn du meinst, dass man mit Ostereiern und Schokohasen Gott anbeten kann, dann betreibst du Synkretismus. Wenn du nur gerne Eier ist und zu Ostern eines mehr, dann hat das nichts mit Gottesdienst zu tun!!

      Ich bin manchmal vielleicht schon ein wenig begriffstutzig, aber..........nee lassen wir es.

      Habe den Sinn des Threads schon verstanden und war auch nicht derjenige, der hier wieder auf Weihnachten und Ostern kam.
    • Ist denn dann Synkretismus nicht auch die Vermischung von Esoterik und Christentum. Ich hab in die CD von Anselm Grün reingehört und finde dass es sehr den esoterischen Büchern ähnelt.
      Es ist zeitlich zu spät( nach 23 Uhr) um die Sätze heraus zu schreiben, aber sie gehen über den Bereich von Stärkung der Selbstliebe, im Sinne von "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst " hinaus.
      Der Gott in uns, die Liebe zu uns selbst mit dem Göttlichen in uns...hör auf dich selbst, sei du selbst.....da fehlt nicht viel zu der Literatur von Blavatzky &Co und dann sind wir selbst Gott, auf den wir hören.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • HeimoW schrieb:

      Ich finde es schade, dass das aufgeworfene Thema "Synkretismus" zu Ostern und Weihnachten umgedeutet wird.
      Das hat sich im Thema so entwickelt, ich weiß auch nicht genau warum... . Ganz von der Hand zu weisen sind diese Gedanken aber nicht, wenn eben die christliche Anbetung Gottes durch diese Einflüsse konterkariert oder ersetzt wird. Ich sehe diese Tendenz in der Adventgemeinde nicht.


      HeimoW schrieb:

      Aktuell könnte man sich eher damit auseinandersetzen, wo Christen Amulette (Heiligenbilder) verwenden, Homöopathie als Heilmethode verstehen oder zu "Wunderheilern" gehen - in meinen Augen viel eher synkretistische Tendenzen, als eine Auferstehungspredigt zu Ostern.
      Interessantes Beispiel. Inwieweit ist der Wunsch nach Heilung (um einen nicht genannten Preis) mit Gottesdienst gleichzusezten. Indem man Gott als "Arzt" beiseite schiebt? Inwiefern ist das wirklich Synkretismus? Amulette ja - keine Frage, aber nur zum "Wunderheiler" (in D-Land ?Heilpraktiker?) gehen - da ist die Eindeutigkeit für Synkretismus schwer auszumachen - finde ich.


      Baptist schrieb:

      Leider ist die Homöopathie eine weit verbreitete Sache in unserer Kirche.
      Es ist für mich eigentlich unhaltbar diese "Heilmethode" zu nutzen wenn man deren Ursprung und Wirkungsprinzip hinterfragt.
      regional und von Person zu Person verschieden stark verbreitet, auch in unserer Kirche, in der viele Gläubige den allgemein gültigen Theorien zu Themen (politisch wie wissenschaftlich) kritisch gegenüberstehen. Da ist ein natürliches, sanftes Heilverfahren natürlich sehr willkommen, vor allem dann, wenn die Info darüber ein bisschen geheim ist.
      Ich lehne es ebenso ab, ohne natürlich jemanden zu verurteilen, der es eben anders sieht.

      Letztens habe ich in der Gemeinde eine Empfehlung für einen Osteopathen mitgehört. Das ist aus meiner Sicht auch so ein Graubereich


      Pfingstrosen schrieb:

      Ist denn dann Synkretismus nicht auch die Vermischung von Esoterik und Christentum.
      Auf jeden Fall! Im persönlichen Fall kommt die Esoterik sicher der Gott angenehmen Anbetung in die Quere!
    • Synkretismus - Beispiele


      ien protestantischer Theologe hat einmal aufegschrien : Christus sei zwischen Mose und Elia - und nicht zwischen Aristoteles und Platon verklärt worden.

      - - Und das stellt uns vor die Frage, weiweit wir von Aristoteles und Platon geleitet werden oder uns leiten lassen oder dies und jenes erst ganricht in Farge stellen.

      Der US - Zweig der STA ist simpel von den Aufklärern und der US - Verfassung geprägt, samt dem "Pursuit of Happiness", der einiges erlaubt, was wir in Europa als Skandalon ansehen. Der europäische Zweig - besonders in Deutschland - kam aus dem unteren Mittelstand - samt "Lebensreform" , kleinbürgerlichem Lifestyle - der Opposition zur Landeskirche in den Konventikelkn - der 1848er Revolutione, der Restauration, dem Aufkommen des Proletariates und der Fabriksherren - - Kuturkampf - - - .

      Unsere Gesundheitsbotaschaft ist ein Mix aus Naturphilosophie der Romantik - gegenaufklärerisch - und beinhartem Materialismus/Naturalismus/Positivismus. - Dazu etwa 4 Artikeln von Hanz Gutierrez, einem peruvianischen Psychiater, Theologen und Philosophen, derzeit Leiter der Abteilung für Systematische Theologie in der Villa Aurora / Florenz unter www. spectrummagazine.org >> Columns >> "Towards an Adventist Theology of Health".

      Aber wir leben hier und jetzt.