Das Opfer Jesu - was ist das Besondere daran?

    • Schwertwal schrieb:

      Hallo ,
      bitte die Frage nicht als Angriff verstehen. Sie geht mir als Außenstehendem ( „ Ungläubiger „ ) nur zur Zeit öfters durch den Kopf.

      Wenn ich als Jesus weiß , ich bin Gott , Gottes Sohn , ich werde auferstehen , ich bin unsterblich , ist es dann wirklich ein Opfer wenn ich mich ans Kreuz nageln lasse ?

      Worin besteht der Unterschied zwischen ihm und einem Spartakus der sich ebenfalls ans Kreuz hat nageln lassen. ( nicht freiwillig aber er wußte wohl was mit ihm passiert wenn man ihn erwischt ). Spartakus kämpfte im alten Rom als Rebell für die Freiheit der Sklaven und Gladiatoren. Könnte man ja auch sagen : er hat sich geopfert für die Menschen.


      In meinem täglichen Andachtsbuch lass ich heute folgendes.
      Es ist dies eine [Teil]Erklärung[sversuch] der auf manche Aspekte deiner Frage(n) bezug nimmt.

      Buch: Christus ist Sieger, Seite 24

      Nur Christus konnte die Sünde sühnen, 24. Januar


      Denkt daran, was es Gott gekostet hat, euch aus der Sklaverei der Sünde zu befreien ... Christus hat euch losgekauft, aber nicht mit Geld, sondern mit seinem eigenen kostbaren Blut, das er als unschuldiges, reines Lamm Gottes für uns geopfert hat. 1.Petrus 1,18.19 (Hfa).

      Der ganze Himmel trauerte über den Fall des Menschen. Die von Gott geschaffene Welt war vom Fluch der Sünde getroffen und ihre Bewohner zu Schmerz und Tod verurteilt. Es schien kein Entrinnen für die Gesetzesübertreter zu geben. Die Engel hielten inne bei ihren Lobgesängen. In den himmlischen Höfen wurde das Verderben beklagt, das durch die Sünde bewirkt worden war.

      Gottes Sohn, der erhabene Himmelsfürst, war von Mitleid für das gefallene Geschlecht erfüllt. Sein Herz wurde von unendlichem Erbarmen bewegt, wenn er an die Leiden der verlorenen Welt dachte. Aber Gottes Liebe hatte schon einen Plan für die Erlösung der Menschen ersonnen. Die Übertretung des göttlichen Gesetzes forderte das Leben des Sünders. Im gesamten Weltall aber gab es nur einen, der diesen Forderungen zugunsten des Menschen genügen konnte. Da Gottes Gesetz so heilig ist wie er selbst, konnte nur ein Wesen, das Gott gleich war, für die Übertretung sühnen. Niemand außer Christus war imstande, den gefallenen Menschen vom Fluch des Gesetzes loszukaufen und ihn wieder mit dem Himmel in Einklang zu bringen. Christus wollte Schuld und Schande der Sünde auf sich nehmen, die für einen heiligen Gott so beleidigend war, dass sie Vater und Sohn trennen musste ...

      Er setzte sich vor dem Vater für die Sünder ein. Lange verweilten beide in geheimnisvoller Unterredung und hielten den “Rat des Friedens” (Sacharja 6,13, EB) für die gefallenen Menschenkinder. Das Heer des Himmels erwartete das Ergebnis mit so lebhafter Anteilnahme, dass Worte sie nicht auszudrücken vermögen. Der Erlösungsplan war zwar schon vor der Erschaffung der Erde gelegt worden, denn Christus ist “das Lamm, das erwürgt ist von Anfang der Welt.” Offenbarung 13,8. Doch bedeutete es selbst für den König des Weltalls einen Kampf, seinen Sohn für das schuldig gewordene Geschlecht in den Tod zu geben. [Johannes 3,16 zitiert] ... Welch ein Geheimnis ist die Erlösung! Gott liebt eine Welt, die ihn nicht liebte! Wer kann die Tiefen dieser Liebe ermessen, die “alle Erkenntnis übertrifft”? Epheser 3,19 ...

      Gott offenbarte sich in Christus und “versöhnte in Christus die Welt mit ihm selber”. 2.Korinther 5,19. Der Mensch war durch die Sünde so entartet, dass er aus eigener Kraft nicht wieder mit dem in Übereinstimmung kommen konnte, dessen ganzes Wesen Reinheit und Güte ist. Aber nachdem Christus den Menschen von der Verdammnis des Gesetzes erlöst hatte, konnte er göttliche Kraft schenken, um das menschliche Bemühen zu unterstützen. So wurde es für Adams gefallene Kinder durch Reue und Glauben an Christus wieder möglich, “Gottes Kinder” zu werden. Vgl. 1.Johannes 3,2. Patriarchen und Propheten 40.41.

      Quelle:
      text.egwwritings.org/publicati…&pagenumber=24&QUERY=CS24

      Es geht um den Sündenfall des Menschen im Paradies.
      Der Andachtsartikel zeigt primär das Problem des GESETZESBRUCHES / GESETZESÜBERTRETUNG und den daraus RESULTIERENDEN Gesetzes-FLUCH, nämlich die VERURTEILUNG des SÜNDERS, d.h. seinen TOD.

      Die göttliche Antwort darauf ist das der GÖTTLICH-HEILIGE SCHÖPFER/URHEBER des GÖTTLICH-HEILIGEN GESETZES den Gesetzes-FLUCH auf sich nimmt, d.h. sein TOD.



      Betreff Spartakus: Spartakus war nicht der Schöpfer/Gesetzgeber (=göttlich), sondern selbst ein (sterbliches) Geschöpf.

      :wink:
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Das ist eine Irrlehre und vollkommen unmöglich!

      Gane MacShowan schrieb:

      Wie kann ein "Geschöpf Gottes" für die "Gerechtigkeit und Barmherzigkeit" Gottes sterben?
      Die Zeugen Jehovas haben ein statisches Gottesbild, wie die Juden und die Moslems. Für ZJ kann Gott nur EINER sein! Und es stimmt ja auch: GOTT IST EINER!(1.Kor.12,6/ 1.Tim.2,5/ Jak.2,19)
      Aber dieser EINE GOTT ist eben auch gleichzeitig DER DREIEINE!!!(1.Joh.5,7) Gott ist eben Beziehung in sich selbst, was schon durch den hebräischen Gottes-Namen
      E L O H I M (was eine Mehrzahl ausdrückt, im Sinne von GOTTHEIT!) klar wird! Und in dieser GOTTHEIT sind 3 Personen, die ohne einander aber gar nichts sind: So kann der Vater nicht ohne den Sohn sein, der Sohn kann nicht ohne den Heiligen Geist sein, Der Vater kann nicht ohne Heiligem Geist sein und der Sohn kann nicht ohne den Vater sein!) Das Wirken der göttlichen Dreieinigkeit wird auf der 1.Seite der Bibel aufgezeigt. GOTT ist eben gerade NICHT statisch, sondern personal!!!

      Auch als der HERR(JHWH) Abraham in der Form von 3 Männern erscheint (Gen.18,1+2) deutet dieses im AT schon auf die DREIEINIGKEIT. Und auch immer wenn Gott spricht und "wir" und "uns" sagt, deutet dies auf die Dreieinigkeit hin!

      Auch CHRISTUS IST GOTT ("Christus, der da ist Gott..." - Römer 9,5)! Auch DER HEILIGE GEIST IST GOTT ("Gott ist Geist." - Johannes 4,24)!
      Gott ist in Christus ("...Gott in Christus." - 2.Korinther 2,17 + "...Gott war in Christus..." - 2.Korinther 5,19)!
      Der Vater ist der allein wahre Gott (Johannes 17,3) - ebenso ist auch der Sohn Jesus Christus der wahrhaftige Gott (1.Johannes 5,20)
      Der Vater ist in Christus und Christus ist im Vater! (Johannes 14,11)
      Der Heilige Geist ist in Gott ("was in Gott ist...der Geist Gottes." - 1.Korinther 2,11)
      Gott, Vater und Gott Sohn kommen im Heiligen Geist in des Menschen Herz! (Johannes 14,23)
      So wie der Vater lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, so macht auch der Heilige Geist lebendig! (Johannes 5,21/ Römer 4,17/ Mark.5,35.41f./ Johannes 11,14.43f./ Johannes 6,63/ 2.Korinther 3,6)

      ===> Aus allen diesen Stellen zusammen genommen und zusammen gelesen ergibt sich die biblische Lehre der göttlichen Dreieinigkeit!

      "Wer es fassen kann, der fasse es!"
    • War der Wille Adams wirklich absolut frei?

      Gane MacShowan schrieb:

      wieviel mehr gilt das dann für vollkommene Menschen, die willentlich sündigten?
      War der Wille Adams wirklich absolut frei? Frei nicht zu sündigen? Adam und Evas Willen war nicht vollkommen frei, da Sie ja noch nie mit der Versuchung und Lüge konfrontiert wurden! Wenn beide absolut vollkommen gewesen wären, hätten sie nicht gesündigt, sondern sich allein auf das gute Wort Gottes verlassen! ==> Sie waren eben nicht absolut vollkommen, so wie es auch keinen absoluten Freien Willen gibt! Sie wurden verführt von Satan, der sich wie ein Bauchredner der Schlange bediente!
      Der einzige Mensch, der wirklich absolut vollkommen war, war der Gott-Mensch Jesus Christus. Er war als Mensch verführbar - doch er war ohne Sünde (2.Kor.5,21/ Hebr.4,15) - weil er eben durch die Zeugung durch Gott, den Heiligen Geist nicht nur Mensch, sondern zugleich "wahrer Mensch und wahrer Gott" war in einer Person! (Konzil von Ephesos 431 n.Chr.) Wenn Maria nicht von der Erbsünde befreit war dann hätte Jesus als Mensch auch sündigen können - wie Adam, aber Jesus sündigte nicht(1.Petr.2,22)! Wenn Maria von der Erbsünde befreit gewesen wäre(unfehlbares kath. Dogma von 1854), hätte er gar nicht sündigen können! (Darüber wurde hier im Forum schon lang und leidenschaftlich gestritten!)

      Fazit: Wenn Jesus ein geschaffenes Wesen gewesen wäre, hätte ER uns nicht erlösen können! ===> Nur jemand der sowohl Gottheit als auch Menschheit in sich selbst vereinigt hat, war in der Lage die von Gott abgefallene Menschheit zu erlösen! ===> Auf Grund dieses philosophisch logischen und nachvollziehbaren Satzes wurden ja die ersten 4 christlichen Konzile abgehalten, welche von der großen Mehrheit der Christenheit bis heute alle anerkannt wurden und werden!
      ( 1.) Nicäa 325 n.Chr. : Trinität / Gottheit Christi / Wesensgleichheit von Gottvater und Sohn / Ablehnung des Arianismus("Christus ist dem Vater nur wesensähnlich")
      ca. 250 Bischöfe nahmen daran teil!
      2.) Konstantinopel 381 n.Chr. : Trinität / Gottheit des Heiligen Geistes / Bekenntnis: " wahrer Gott von wahrem Gott"
      3.) Ephesos 431 n.Chr. : Christologie / Christus ist nur eine Person / Maria als Gottesgebärerin / Ablehnung des Nestorianismus("Maria ist nur Christusgebärerin") 200 Bischöfe nahmen daran teil!
      4.) Chalcedon 451 n.Chr. : Christologie / Zwei-Naturen-Lehre: Jesus ist "wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch" und zwar "unvermischt und...ungeteilt" / Ablehnung
      des Monophysitismus ("In Christus nur die eine Natur des fleischgewordenen Wortes Gottes") Meistbesuchtes Konzil!)
    • John Q. Public schrieb:

      In meinem täglichen Andachtsbuch lass ich heute folgendes.
      Es ist dies eine [Teil]Erklärung[sversuch] der auf manche Aspekte deiner Frage(n) bezug nimmt.
      Buch: Christus ist Sieger, Seite 24

      Nur Christus konnte die Sünde sühnen, 24. Januar


      [...]

      Quelle: text.egwwritings.org/publicati…&pagenumber=24&QUERY=CS24

      Es geht um den Sündenfall des Menschen im Paradies.
      Der Andachtsartikel zeigt primär das Problem des GESETZESBRUCHES / GESETZESÜBERTRETUNG und den daraus RESULTIERENDEN Gesetzes-FLUCH, nämlich die VERURTEILUNG des SÜNDERS, d.h. seinen TOD.

      Die göttliche Antwort darauf ist das der GÖTTLICH-HEILIGE SCHÖPFER/URHEBER des GÖTTLICH-HEILIGEN GESETZES den Gesetzes-FLUCH auf sich nimmt, d.h. sein TOD.


      Betreff Spartakus: Spartakus war nicht der Schöpfer/Gesetzgeber (=göttlich), sondern selbst ein (sterbliches) Geschöpf.

      Auch Heute war wieder etwas dabei im Andachtsbuch:
      Buch: Christus ist Sieger, Seite 25

      Die Engel staunten über Gottes Rettungsplan, 25. Januar


      [...]

      Er (=Jesus) sollte zwischen den Sünder und dessen Strafe treten, [...]

      [...] die Strafe der Übertretung, die Sündenlast der ganzen Welt, auf ihm (=Jesus) läge.

      Die Engel fielen vor ihrem Herrn nieder und boten sich als Opfer für die Menschen an. Aber ihr Leben genügte nicht, die Schuld zu bezahlen. Nur er, der die Menschen schuf, hatte auch die Macht, sie zu erlösen. [...]

      Christus versicherte den Engeln, dass er durch seinen Tod viele loskaufen und den (=Satan/Teufel), „der Gewalt über den Tod hatte“ (Hebräer 2,14), vernichten würde.
      Patriarchen und Propheten 41.42. {CS 25.6}
      Quelle:
      text.egwwritings.org/publicati…&pagenumber=25&QUERY=CS25

      Die Idee, dass man Schöpfer-Gott und Gesetzgeber sein muss um die Strafe/Schuld nehmen zu können bzw. um erlösen zu können wird hier weiter ausgeführt.
      Engel sind als Geschöpfe hierzu nicht fähig.

      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

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    • Was ist biblisch, was ist fiktiv?

      Hallo Norbert!

      Norbert Chmelar schrieb:

      Und wenn es in Joh.1,1 heißt " Im Anfang(also vor aller Zeit!) war das Wort(=der Logos = Christus) und as Wort war bei Gott(vor aller Zeit und Ewigkeit!) und das Wort(=der Logos = Christus) war Gott", so kann dies trotz "ho theos" und "theos" nur bedeuten, dass Christus eben k e i n geschaffenes Wesen war, sondern die selbe Ewigkeit hatte wie Gott, der Vater!
      Nur steht in Johannes 1, 1 gar nichts von „vor aller Zeit und Ewigkeit“, sondern einfach nur „im Anfang“! Sollte das gleichbedeutend mit „ohne Anfang“ sein, dann müssten auch die Engel ohne Anfang existent sein, denn als Gott „im Anfang“ Himmel und Erde schuf, waren die Engel bereits da!

      Hiob 38, 4-7 (Elberfelder 2006): Wo warst du, als ich die Erde gründete? Teile es mit, wenn du Einsicht kennst! Wer hat ihre Maße bestimmt, wenn du es kennst? Oder wer hat über ihr die Messschnur ausgespannt? Worauf sind ihre Sockel eingesenkt? Oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten?

      Norbert Chmelar schrieb:

      Die von Gott gefallene Menschheit konnte nur derjenige wieder mit Gott versöhnen, der sowohl Gottheit, als auch Menschheit in sich selbst vereinigt hat! ===> Und das war und ist einzig und allein Jesus Christus
      Klingt immer wieder toll, aber wo in der Bibel steht denn nun, dass die Menschheit nur durch jemanden versöhnt werden konnte, der (allmächtiger) Gott und Mensch zugleich ist? Ich finde lediglich die gegenteilige Aussage:

      1.Timotheus 2, 5 (Elberfelder 2006): Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus,

      Alles andere mag einen romantischen Klang haben, ist aber nichts anderes als eine menschliche Gedankenkonstruktion.

      Gruß, GMacS
    • Hallo Norbert!

      Norbert Chmelar schrieb:

      Wie könnten auch Menschen ein geschaffenes Wesen anbeten? Das wäre in der Tat Gotteslästerung! Dass aber Jesus, als er auf Erden wandelte, angebetet wurde, beweist das NT eindeutig! Schon die Weisen aus dem Morgenland haben das Jesus-Baby angebetet! (siehe: Matth.2,11: "Da fielen sie nieder und beteten es an;" Schlachter 2000) Auch der Blinde, den Jesus am Sabbat geheilt hatte, betete Jesus an! (siehe: Joh.9,38: "Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel anbetend vor ihm nieder." Schlachter 2000) siehe auch noch: Matth.14,33 / Matth.28,9+17 - alle Schlachter 2000 u.a.!)

      In den von dir zitierten vier Bibelversen ist es immer das griechische Wort „proskyneo“, welches in der Schlachter 2000 mit „anbeten“ übersetzt wird. Würden diese Verse tatsächlich „eindeutig beweisen“, dass Jesus angebetet wurde, dann wäre gleichzeitig der „eindeutige Beweis“ dafür erbracht, dass auch König Davis sich anbeten ließ:

      1. Samuel 25, 23 (Schlachter 2000): Als nun Abigail David sah, stieg sie rasch vom Esel und fiel vor David auf ihr Angesicht und neigte sich zur Erde,

      2. Samuel 18,28 (Schlachter 2000): Achimaaz aber rief und sprach zum König: Friede! Dann warf er sich vor dem König auf sein Angesicht zur Erde nieder und sprach: Gelobt sei der Herr, dein Gott, der die Leute dahingegeben hat, die ihre Hand gegen meinen Herrn, den König, erhoben haben!

      1. Könige 1, 16 (Schlachter 2000): Und Bathseba neigte und verbeugte sich vor dem König. Der König aber sprach: Was willst du?

      1. Könige 1, 23 (Schlachter 2000): Da meldete man dem König und sprach: Siehe, der Prophet Nathan ist da! Und als er vor den König hineinkam, verneigte er sich vor dem König mit dem Angesicht zur Erde.

      In der griechischen Septuaginta steht an jeder dieser Bibelstellen das Wort „proskyneo“, genau wie in Matthäus 2, 11; Johannes 9, 38; Matthäus 14, 33 und Matthäus 28, 9 & 17. Ist es also tatsächlich „eindeutig bewiesen“, dass Jesus in diesen Versen angebetet wurde, oder könnte es auch sein, dass die katholische Einheitsübersetzung hier korrekter übersetzt?

      Matthäus 2, 11 (Einheitsübersetzung 1980): Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

      Matthäus 14, 33 (Einheitsübersetzung 1980): Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.

      Matthäus 28, 9 (Einheitsübersetzung 1980): Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.

      Matthäus 28, 17 (Einheitsübersetzung 1980): Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel.

      Johannes 9, 38 (Einheitsübersetzung 1980): Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.

      So wie man auch in unserem Land noch vor wenigen Jahren einen Diener machte, wenn eine Person höheren Ranges anwesend war, so war es auch in Israel eine alltägliche Geste jemanden seine Unterwerfung, seinen Respekt und seine Anerkennung zu zeigen, indem man sich vor der „Respektsperson“ zu Boden warf. Auch in den folgenden griechischen Texten (Septuaginta u. NT) steht jeweils „proskyneo“::

      1. Mose 33, 3 (Schlachter 2000): Er selbst aber ging ihnen voraus und verneigte sich siebenmal zur Erde, bis er nahe zu seinem Bruder kam.

      1. Mose 42, 6 (Schlachter 2000): Joseph aber war Regent über das Land; er allein verkaufte dem ganzen Volk des Landes Korn. Darum kamen die Brüder Josephs und beugten sich vor ihm nieder, das Angesicht zur Erde gewandt.

      Matthäus 18, 26 (Schlachter 2000): Da warf sich der Knecht nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen!

      Für diesen Akt gebrauchte man das Wort „proskyneo“, welches nur dann für „Anbetung“ steht, wenn aus dem Kontext einwandfrei hervorgeht, dass es um „Anbetung“ geht. Mal ganz ehrlich: Was hätten wohl die Pharisäer mit den Personen machen lassen, die Jesus auf offener Straße (und im Beisein vieler Zeugen) angebetet hätten? Und warum hat man nicht Jesus dafür angeklagt, dass er sich hat anbeten lassen? Warum mussten sich die Schriftgelehrten erst Falschanklagen aus den Ärmeln schütteln, wenn er doch auf offener Straße Anbetung entgegengenommen hat?

      Matthäus 26, 59-60 (Schlachter 2000): Aber die obersten Priester und die Ältesten und der ganze Hohe Rat suchten ein falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu töten. Aber sie fanden keines; und obgleich viele falsche Zeugen herzukamen, fanden sie doch keines.

      Jesus sagte deutlich, an wen „wahre Anbeter“ ihre Gebete richten:

      Johannes 4, 23 (Schlachter 2000): Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.

      Gruß, GMacS
    • Schwertwal schrieb:

      Hallo ,
      bitte die Frage nicht als Angriff verstehen. Sie geht mir als Außenstehendem ( „ Ungläubiger „ ) nur zur Zeit öfters durch den Kopf.

      Wenn ich als Jesus weiß , ich bin Gott , Gottes Sohn , ich werde auferstehen , ich bin unsterblich , ist es dann wirklich ein Opfer wenn ich mich ans Kreuz nageln lasse ?

      Worin besteht der Unterschied zwischen ihm und einem Spartakus der sich ebenfalls ans Kreuz hat nageln lassen.( nicht freiwillig aber er wußte wohl was mit ihm passiert wenn man ihn erwischt ) .Spartakus kämpfte im alten Rom als Rebell für die Freiheit der Sklaven und Gladiatoren. Könnte man ja auch sagen : er hat sich geopfert für die Menschen.

      Gruß
      Der Unterschied besteht einmal darin, daß Jesus ohne Sünde war und in der Bibel oft als das "Lamm Gottes" bezeichnet wird, nachdem im AT oftmals Tiere für die Sünden der Menschen geopfert wurden.
      Jesu Opfer besteht auch darin, daß Er es AUS LIEBE ZU UNS und somit FREIWILLIG auf Sich genommen hat mit der Kreuzigung und Auferstehung, obwohl es Ihn alles gekostet hat und sicher nicht gerade der bequemste Weg für Ihn war.
      Ein weiterer Unterschied ist auch, daß es Spartakus um ein irdisches Reich ging, Jesus aber hat Sein Königreich im Himmel, Er kam also nicht als politscher Führer, um Israel von der römischen Besatzung zu befreien.
      Zu Deiner Frage, ob Jesu Kreuzigung wirklich ein Opfer für Ihn war:
      Einmal - Wer leidet schon gerne freiwillig?(Von SVVlern (SelbstVerletendem Verhalten) mal abgesehen). Auch Jesus hat es viel Tapferkeit gekostet, was Sein Gebet in Getsemane kurz vor der Festnahme zeigt.
      Zu Seiner Erdenzeit war auch Jesus nicht unsterblich, da Er in dieser Zeit auch ein wahrer Mensch wurde, nur halt ohne Sünde. Das kam dann erst seit Seiner Auferstehung wieder.
      Vom Zusammenhang her ist es ja so, daß wir Menschen dadurch, daß die ersten Menschen Adam und Eva durch die Verführung durch die Schlange, durch die Satan sprach, das Paradies und die Gemeinschaft mit Gott durch ihren Ungehorsam Gott gegenüber verloren haben. Und unsere guten Werke ändern da auch nichts daran.
      Da Gott aber den Wunsch hatte, mit uns Menschen ungetrübte Gemeinschaft zu haben, mußte Jesus die Strafe, die wir für unseren Ungehorsam Gottes Wort (der Bibel) gegenüber verdient haben, am Kreuz an unserer Stelle bezahlen.
      Und dieses Opfer hat Er für uns gebracht.
      Ob wir, also Du, ich und jeder andere Mensch, dies annehmen und Ihm aus Dankbarkeit dafür das Steuer unseres Lebensautos überlassen, das ist seither jedem seine persönliche Entscheidung. ;)
      Ein gutes Beispiel ist das Folgende:
      Stell Dir einmal vor, Du bist mit dem Auto zu schnell gefahren und geblitzt worden. Was passiert, wenn Dich daraufhin ein Verkehrspolizist anhält? Richtig, er verlangt, daß Du eine Strafgebühr bezahlst, und ein paar Punkte in Flensburg gibt es vermutlich ebenfalls. Nun sitzt aber Jesus mit im Auto und sagt dem Verkehrspolizisten, daß Er die Rechnung bezahlt und daß auch die Flensburgpunkte auf Sein Konto gehen sollen statt auf Deines. Der Verkehrspolizist ist einverstanden.
      Mußt Du nun dennoch die Strafe auch noch bezahlen? Nein, denn Jesus tat dies ja schon stellvertretend für Dich. Du mußt dies nur noch annehmen und Dich bei Ihm bedanken. ;)
    • Hallo Schwerwal.

      Ich sehe das ählich wie im vorigen Beitrag.

      Jede Sünde ist eine Beleidigung Gottes. Und es gibt nur eine einzige Strafe: den Tod. Adam und Eva wurden allein wegen eines in unsern Augen vielleicht kleinen Ungehorsams mit dem Tode bestraft.

      Es gibt kein Nachkomme von Adam, der ohne eine einzige Sünde wäre. Jesus war als Mensch die einzige Ausnahme. Er fragte die Pharisäer, seine ärgsten Widersacher, direkt: Wer kann mich auch nur einer Sünde zeihen?

      Schon im ganzen AT wiesen die Schuld losen Opfertiere, die anStelle des Sünders starben, auf das endgültige Opfer hin, auf Gott in Menschen Gestalt, der stellvertretend für den schuldigen Menschen starb. Und in Jesus wurde dieses Symbol dann Wirklichkeit.

      Das wunderbare an dieser Sache ist: Das Opfer Jesu gilt grundsätzlich für jeden Menschen und für jede Sünde. Aber wirksam wird es nur für den, der sich Jesus freiwillig unterwirft und ihm die Führung des Lebens über lässt.

      Und die Folge ist dann die Auferstehunh und ein eiges Leben auf der Neuen Erde.

      Liebe Grüße von benSalomo.