2015/Q4: Feedback-Fragen zu "JEREMIA"

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    • 2015/Q4: Feedback-Fragen zu "JEREMIA"

      Letztes Quartal (2015/Q4) wurde Jeremia studiert.

      Jeremia: ein Bibelbuch; eine spezielle Zeit/Zeitperiode; das damalige Volk; die Person Jeremia selbst und natürlich Gott als Urheber ("Gottesbild").


      Euer Feedback würde mich interessieren, sucht euch 1-3 Punke:

      o) Wie ging es euch beim Studium bzw. Austausch in den Gesprächsgruppen?
      o) Was hat euch bewegt? Was wurde/war wesentlich für euch?
      o) Gab es neue Erkenntnisse (für euch)?
      o) Was wollt ihr umsetzen bzw. habt ihr bereits umgesetzt?
      o) War das Meiste stimmig und hilfreich?
      o) Sind noch (persönliche) Fragen offen geblieben? --> ins STA-Forum stellen
      o) Hat etwas gefehlt oder wäre verbesserungswürdig?


      LG, franz
      :greet:

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • John Q. Public schrieb:

      o) Wie ging es euch beim Studium bzw. Austausch in den Gesprächsgruppen?

      Das Studium war für mich streckenweise sehr zäh. Immer dann, wenn ich Probleme mit dem jeweiligen Wochenthema hatte und keine Anwendung für mich entdecken konnte, war die Gesprächsgruppe umso produktiver!

      John Q. Public schrieb:

      o) Was hat euch bewegt? Was wurde/war wesentlich für euch?

      Bewegt hat mich der feste Glaube Jeremias. Die wesentliche Frage für mich war: Warum glaubt man? Welche Motivation steckt dahinter? Jeremia stellt sein Volk vor der Wahl: Segen oder Fluch. Wenn das Volk gehorsam ist, dann wird es gesegnet. Wenn es ungehorsam ist, dann kommt ein großes Unglück. Das Leben Jeremias steht für mich dazu - aus menschlicher Sicht - im Widerspruch: Er ist gehorsam und erleidet sehr viel Schmerz und Verachtung - wo blieb der Segen für seinen Gehorsam?

      John Q. Public schrieb:

      o) Gab es neue Erkenntnisse (für euch)?

      Nicht sonderlich viel - eher neue Gedankenanstöße, s.o.

      John Q. Public schrieb:

      o) Was wollt ihr umsetzen bzw. habt ihr bereits umgesetzt?

      Gehorsam sein, aber nicht weil ich den Segen will. Man hinterfragt sich und arbeitet daran.

      John Q. Public schrieb:

      o) War das Meiste stimmig und hilfreich?

      Wenn die Frage auf die Studienhilfe abziehlt, dann hatte ich Probleme damit ein Konzept hinter der Themenwahl und Struktur des Heftes zuerkennen. Aber letztendlich wird nicht das Heft studiert, sondern die Bibel :)

      John Q. Public schrieb:

      o) Sind noch (persönliche) Fragen offen geblieben? --> ins STA-Forum stellen

      Nicht wirklich, nur das was ich oben schon geschrieben habe.

      John Q. Public schrieb:

      o) Hat etwas gefehlt oder wäre verbesserungswürdig?

      Mir hat eine Übersicht über Buch Jeremia gefehlt. Ich habe nicht verstanden, warum es immer so hin und her ging im Heft und warum manche Kapitel ausgewählt wurden und manche nicht. Teilweise wiederholten sich manche Themen zu oft (z.B. Götzendienst), aber das ist wohl auch dem Buch Jeremia geschuldet.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      ...

      John Q. Public schrieb:

      o) Hat etwas gefehlt oder wäre verbesserungswürdig?

      Mir hat eine Übersicht über Buch Jeremia gefehlt. Ich habe nicht verstanden, warum es immer so hin und her ging im Heft und warum manche Kapitel ausgewählt wurden und manche nicht. Teilweise wiederholten sich manche Themen zu oft (z.B. Götzendienst), aber das ist wohl auch dem Buch Jeremia geschuldet.

      Mir geht es auch so!
      Liebe Grüße, Heimo
    • Eine Übersicht über das Buch Jeremia zu erstellen, ist fast unmöglich, da das Buch weder thematisch noch sachlich noch zeitlich geordnet ist. Das liegt wohl dran, dass Zedekia das Buch verbrennen ließ, als es nur ein Exemplar davon gab. Später hat dann Jeremia aus dem Gedächtnis dem Baruch wieder vieles neu diktiert.

      Also bitte nicht verzagen.

      Für mich war interessant, wie das Volk zwischen den echten und falschen Propheten hin und her schwankte und dabei doch immer - trotz allem Götzendienst - der Meinung war, Gottes Volk zu sein, welches er niemals im Stich lassen würde. In ihrem Abfall waren die Juden so weit fort geschritten, dass sie - wohl auf Grund einer Jahrhunderte langen Praxis - gar nicht mehr merkten, wie sie sich von Gottes Wegen ab wandten.

      Hier könnte man Parallelen zur heutigen Zeit ziehen. Wie viele Menschen, die sich für gute Christen halten, meinen heute, Gottes Gebote und Regeln nicht mehr für voll nehmen zu müssen, siehe die Sabbat Diskussion. Gerde unter Evangelikalen ist es gerade zu verpönt, Sabbat zu feiern. Das ist für sie einfach "jüdisch". Auch die Aufnahme von Flüchtlingen wird unter Evangelikalen mehr negativ diskutiert und Sympathien für Pegida gezeogt. Steckt dahinter vielleicht ein latenterr Antisemitismus ? Ich behaupte das nicht, ich frage nur.

      Aus dem Buch Jeremia sehe ich jedenfalls, dass ein solcher Antinomismus auch bei bestem Willen und bester Absicht letztlich ins Verderben führt. Von den frommen Israeliten, die Gott und Götzen verehrten, wurde keiner in judäischer Erde begraben. Ist das vielleicht ein Hinweis auf alle diejenigen, die meinen, Gottes Gebote und besonders das Sabbt Gebot mit 1000 Tricks in Frage stellen zu müssen ?

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Ich habe erkannt, dass das Studium Jeremia kein Zufall gewesen ist. Man konnte sehen, wie ernst es Gott mit der Verehrung "des Wahren" Gottes ist, und wie verblendet das Volk Israel war....und wie verblendet auch wir oft heute sind.

      Der Text: Jer 17,1 Die Sünde Judas ist geschrieben mit eisernem Griffel und mit diamantener Spitze gegraben auf die Tafel ihres Herzens und auf die Hörner an ihren Altären;

      klinkt mir immer noch in den Ohren. Es bedeutet, dass die Sünde, der Götzendienst mit allen den heidnischen Traditionen so fest in ihren Herzen drin war (mit Diamanten in Stein geritzt), dass sie es nicht mehr los werden konnten.... NUR Gott konnte / kann so ein Herz herausreißen und für ein fleischernes ersetzen.

      Die Lehre davon für uns heute ist sehr wertvoll. Wir haben versucht den Götzendienst, die heidnischen Traditionen, die sich in unsere Familien und die Kirche eingeschlichen haben (so unauffällig, wie damals bei Israel)... zu erkennen, sie zu benennen. Es war nicht immer leicht, da es oft Dinge waren, die keiner erst "glauben" wollte, dass sie sich AUCH bei fest eingenistet haben.

      Wir hatten das ganze Quartal sehr fruchbare, nützliche Disskussionen, haben viel gelernt und vieles für unser Leben jetzt und heute entdeckt.


      .
    • Ich habe im Buch Jeremia dasselbe Evangelium erkannt wie es die Adventisten später in 1888 taten.

      Gott weist ständig auf Missetaten des Volkes hin, aber letztendlich war nicht das "Halten der Gebote" das Entscheidende, sondern das unbekehrte Herz, die fehlende Beziehung zu Gott. Götzendenst ist auf falsche Herzenseinstellung, falsches Gottesbild, falsches Verständnis der Gerechtigkeit zurückzuführen. Jeremia hatte mit Pharisäertum zu kämpfen.

      Oft, wenn Gott von Götzendienst sprach, sprach Gott von sich selbst: Ich bin die Quelle des Lebens, der Erlöser, die Liebe und der Schöpfer. Damit wollte Gott als erstes auf sich selbst lenken und die Zuneigung der Menschen zu Ihm gewinnen:

      - Quelle des Lebens und Erlöser: Eine Gerechtigkeit durch Werke ist unmöglich. Sondern die lebendige Beziehung zu Gott verwandelt den Menschen und führt als Folge zu gerechten Taten ("ohne mich könnt ihr nichts tun").

      - Liebe: Gott zeigt Seine Liebe und Geduld zu den Sündern auf barmherzige Weise und erneuert den Bund. Die Liebe Gottes zeigt sich auch in Seinen Nachfolgern.

      - Schöpfer: Gott hat die Macht, einem Sündern zu helfen, ihn zu verändern. An der Macht und Allwissenheit Gottes sollte man nicht zweifeln, im Vertrauen kann man alle schweren Zeiten hindurch überstehen, denn alles geschieht nach Seinem Willen.

      Ein solcher Gott (bzw. ein solches Gottesbild) erweckt in mir die Zuneigung zu Ihm, das Vertrauen und die Liebe. Diese Liebe befähigt und motiviert mich dazu, nach Seinen Geboten zu leben und Abstand von weltlichen Dingen zu nehmen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)