2015/Q4: Einführungsfragen zu JEREMIA

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    • 2015/Q4: Einführungsfragen zu JEREMIA

      Hallo,
      nun sind wir bereits im 4. Quartal (2015/Q4) und studieren zum Thema JEREMIA.

      Ich habe einige Fragen für interessierte zu JEREMIA.

      A.) inführungs-/Herkunfts-/Hintergrundfragen.
      Folgende denke ich wurde schon in den 3 ersten Wochenthemen behandet und muss nicht unbedingt jetzt nachträglich behandelt werden:

      A.1) Einführungs-/Herkunftsfragen: Wer war Jeremia?
      A.2) Einführungs-/Hintergrundfragen: In welcher Zeit, Ort, Situation, ... lebte Jeremia?



      B.) Einführungsfragen und spezielle Fragen:

      B.1) Was sind die Besonerheiten vom Jeremiabuch in der Bibel bzw. Jermemia als Propheten?
      B.2) Jeremia und Jesus: Welche Bezüge/Parallelen gibt es?
      B.3) Jeremia und das Neue Testament: Welche Bezüge/Parallelen gibt es?



      C.) Nicht mehr Einführungsfrage, sondern Anwendung (besser in eigenen Threads):
      Was sind die Lehren aus dem Buch Jeremia für uns Heute?

      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Gebe nur ein paar kurze Abrisse zu Jeremia.

      A,) Name "Jeremia" = "Gott erhöht/gründet"

      B.) Zeitspanne als Prophet (ca. 40 Jahre):
      627/626 v.Chr. Berufung in Jugend (Jer. 1:2) bis ~586 v.Chr. letzte Erwähnung (Jer. 1:3c)

      C.) Hinweis/Vorsicht: Das Jeremia-Buch ist nicht chronologisch aufgebaut!

      D.) In seiner Zeit erlebt er (ohne Details zu nennen):
      --) die letzten 5 Könige Judas (Josia, Joahas, Jojachim, Jojachin, Zedekia) und 1 Stadthalter Nebukadnezars (Gedalja).
      --) Bedrohung von 3 Weltmächten bzw. zwischen den Fronten von: anfangs Assyrien--Ägypten; später Babylon--Ägypten.
      --) insgesamt 3 Wegführungen nach Babylon:
      -----> 605 v.Chr. inkl. Daniel+Freunde, Teile der Oberschicht/etc. (insgesamt aber wenige Menschen)
      -----> 597 v.Chr. inkl. Hesekiel (mehr Menschen)
      -----> 587/6 v.Chr. endgültige Zerstörung Jerusalems, des Tempels, Hunger, großes Leid, Wegführung/Deportation sehr vieler Menschen
      --) viele Arten von Abfall/Verfall in: Politik/Herschaft, Verwaltung/Oberen, Priester & Propheten, Stadtbevölkerung und unter dem Volk.
      --) mehrmals Gefängnis, Schläge/Folter, Depressionen, Hader mit seinem Prophetenlos, ...

      E1.) Jeremia Kap. 1 wirkt wie ein Programmtext zum Buch+Zeit Jeremia:
      --) vor allem Vers 10:
      „siehe ich (=HERR) setze dich (=Jeremia) heute über Völker und Königreiche, dass du (=Jeremia)
      ausreißen und niederreißen,
      zerstören/vernichten und abzubrechen sollst

      und [auf]bauen und [ein]pflanzen.“

      --> Das sind Jeremias Aufgaben. Dem Übergewicht der destruktiven Wortpaare entspricht die Dominanz der Gerichtsreden im Buch Jeremia.

      E2.) „Prophet für die Völker/Nationen“ (Jeremia 1:5), dass ist einzigartig im AT.
      Besonderer Titel: 31x wird Jeremia als der Prophet“ bezeichnet (siehe auch

      Quelle zu E.): de.wikipedia.org/wiki/Jeremia#Jeremia_1_als_Programmtext


      Fortsetzung Jeremia und Jesus...

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von John Q. Public ()

    • Jeremia und Jesus

      F.) Jeremia und Jesus (Beispiele):

      --) Auf die Frage Jesu: "Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?" (Matt. 16:13) kommt als Anwort (Matt. 16:14) neben dem Propheten Elia, dem bereits getötetem Johannes dem Täufer nur Jeremia als einzig weiterer namentlich genannter [Prophet] in den Evangelien als Jesusvergleich(!!)

      --) Beide weissagen jeweils von einer Zerstörung Jerusalems und des Tempels.

      --) Jeremia und Jesus leiden beide unschuldig (stellvertretend) viel für ihr Volk, werden verworfen, geschlagen, gefoltert, etc.

      --) Beide beschäftigen sich mit dem Themenbereich des neuen Bundes / der Bekehrung / des neuen Herzens

      --) ...


      --) Jeremia hat einige Textstellen und Weissagungen über Jesus z.B. als: kommenden König/Fürsten/Spross / Hirten / Propheten / Leidenden /...

      -----> Besonders erwähnenswert ist z.B. Jeremia 23:4-9 (Auszug Vers 5-6):
      Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Spross (=Nachkommen) erwecken.
      Der wird als König regieren und verständig handeln und Recht und Gerechtigkeit im Land üben.
      In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen.
      Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: "Der HERR, unsere Gerechtigkeit".


      -----> und Jeremia 33:14ff (Auszug Vers 14-16):
      Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, dass ich das gnädige Wort erfüllen will [...].
      In jenen Tagen und zu dieser Zeit will ich dem David einen gerechten Spross (=Nachkommen) aufgehen lassen;
      der soll Recht und Gerechtigkeit schaffen im Lande.
      In jenen Tagen soll Juda geholfen/gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen,
      und man wird es nennen »Der HERR unsere Gerechtigkeit«.


      -----> und Jeremia 31:10ff (Auszug Vers 10-11):
      Höret, ihr Völker, des HERRN Wort und verkündet's fern auf den Inseln und sprecht:
      Der Israel zerstreut hat, der wird's auch wieder sammeln
      und wird es hüten wie ein Hirte (vgl. Joh 10:16!!) seine Herde ;
      denn der HERR wird Jakob erlösen und von der Hand des Mächtigen erretten.


      -----> und Jeremia 30:8-9.21-22:
      Es soll aber geschehen in jenen Tagen, spricht der HERR Zebaoth,
      dass ich das Joch auf deinem Nacken zerbrechen will und deine Fesseln zerreißen.
      Sie werden nicht mehr Fremden dienen, sondern dem HERRN, ihrem Gott,
      und ihrem König David, den ich ihnen erwecken will. [...]
      [...] Und ihr Fürst soll aus ihrer Mitte kommen und ihr Herrscher von ihnen ausgehen;
      und er soll zu mir nahen, denn wer dürfte sonst sein Leben wagen und mir nahen?, spricht der HERR.
      Und ihr sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein.


      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Detailfrage zu Woche #7: Götzen/Götter = Nichts (Jeremia 10)?

      Hallo,
      habe eine Detailfrage zu Woche #7:

      Am Montag, 9.11.2015 wurde Jeremia 10,1-16 gelesen/studiert.
      Grundgedanke dort: "Götzen/Götter = Nichts = Menschengeschöpfe"


      Nun beschäftige ich mich auch ab und an mit Religionswissenschaft und natürlich viel mit der Bibel selbst...

      Meine echte, persönliche Frage:

      WARUM haben die Menschen früher sich Götter/Götzen gemacht/gegossen/geschnitzt, Geld ausgegeben, Zeit investiert, und ein ganze Gemeinwesen um diese gebaut, - wenn diese Idole/Gegenstände laut Jeremia 10,1ff (vgl. Jes. 44,9ff) so "offensichtlich-logisch" "Nichts bzw. Menschengeschöpfe" sind?



      Meine Vermutung, - denke die Antwort steckt im Text selbst bzw. müsste uns das Neuen Testament eine Deutung / Erklärung liefern...
      :greet:

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Gott segne Dich, lieber @John Q. Pulic,

      was Menschen im AT zum Götzendienst verleitete, kann ich Dir nicht genau sagen, dennoch war deren "Freizeitangebot", gesellschaftliche Begegnung, Festkalender, Versammlungsorte bzw. Begegnungszentren ... vielfach religiös motiviert bzw. geprägt. Kultur, Tradition, Ritus und Liturgie dürften sich auch allmählich in diese Richtung einer "Bilderverehrung" entwickelt haben, was durch die Handelsbeziehungen mit den umliegenden aber auch fernen Ländern gefördert haben dürfte.
      Gerade die Thematik Götzendienst und Bedrohung durch fremde Mächte ist ein sehr kontroverses. Leider zeichnet uns die Bibel und viele Predigten ebenso ein zu einfaches Bild (von gottgefällig bzw. gottabfällig). Deshalb verstehen viele Gläubige nicht, weshalb Gottes Volk bzw. einige Könige einen "götzendienerischen" Weg eingeschlagen hätten, obwohl die Offenbarungen Gottes bzw. dessen Wunder doch so offensichtlich gewesen seien.

      Auch gilt zu bedenken, dass zwischen einem bildlichen Symbol, einer Bilderverehrung und einer Bilderanbetung ein Unterschied gemacht wird, was auch in der ehernen Schlange zum Ausdruck kommt. Andere hingegen sehen in allem einen Götzendienst.
      Und wie Du darauf hingewiesen hast, bedeutet im AT das Wort "Götze" im hebräischen "Nichts".

      Hier zwei Links zu Wikipedia, die die Bilderverehrung und die Bedeutung des Begriffs "Götze" recht gut darlegen. Auch die Geschichte der Bilderverehrung im Christentum wird näher beleuchtet, was auch gut die nuancierte Wandlung darlegt.
      de.wikipedia.org/wiki/Bilderverehrung
      https://de.wikipedia.org/wiki/Götze
      Vergib und diene!
    • Ich versuche nun einen möglichen Weg zu zeichnen und auf die heutige Problematik hinzuweisen, die sich dadurch für uns Adventisten auftut, ohne es uns bewusst zu sein.

      Denken wir an die eherne Schlange (4 Mo 21,4-9), die es etwa 700 (!) Jahre gab und auf die man "sehen" musste, um nach einem Schlangenbiss am Leben zu bleiben. (Beim Auszug aus Ägypten ließ Mose sie etwa um 1410 v. Chr. errichten und König Hiskia zerstörte sie um ca. 720 v. Chr. [2 Kö 18,4]).

      König Salomo errichtete für seine vielen ausländischen ("fremden") Frauen diverse "Gotteshäuser" bzw. Kultstätten, damit sie ihren Glauben (mit Gleichgesinnten?) praktizieren konnten (GLAUBENSFREIHEIT). (1 Kö 11,1-8) In diesem Sinne errichtete auch das Volk Gottes (teilweise auch Ausländer?) auf ihrem eigenen Grund und Boden bzw. auf den Höhen Kultstätten (RECHT AUF EIGENTUM).

      Die beiden "goldenen Kälber" in Bethel und Dan sind ein Abglanz von Aarons "goldenem Kalb" gewesen. Sie gab es etwa 300 Jahre (von ca. 930/20 v. Chr. bis ca. 620 v. Chr.; ob das goldene Kalb in Dan auch zerstört wurde, weiß ich nicht) und wurden eingesetzt, damit die Israeliten aus dem Nordreich nicht zu den jährlichen Festen nach Jerusalem zogen. (1 Kö 12,26-33)

      König Ahas veränderte ein Stückweit die Geräte im Salomonischen Tempel, da er in Abhängigkeit zum assyrischer König stand, der ihn gegen die Syrer beschützte. Wahrscheinlich ist ein großes Stück Vertrauen in Gott verloren gegangen, weil Gott ihm nicht entsprechend von der ausländischen Übermacht geholfen hatte. (Siehe König Ahas von Juda in 2 Kö 16. Hingegen zeichnet 2 Chr 28 ein viel düsteres Bild von Ahas, aber auch seiner Situation, denn das Nordreich Israel erschlug 120.000 jüdische Männer und nahm 200.000 Frauen und Kinder gefangen, ließ sie aber wieder frei. Zudem fielen die Philister ein und die Edomiter nützten ebenso die Schwäche Judas aus. Das jüdische Reich war also ein Scherbenhaufen. In 2 Chr 28,22-25 kommt Ahas' Verzweiflung nach göttlicher Hilfe erst recht zur Geltung, aber auch seine Enttäuschung über Gott, die dann zur Schließung des Tempels führte.)
      Bemerkung: In 2 Kö 16,2 heißt es: "... Und er tat nicht was recht war in den Augen Jehovas, SEINES GOTTES, ..." Bei anderen "abgefallenen" Königen steht sonst "Und er tat, was böse war in den Augen Jehovas" (z. B. bei König Salomo in 1 Kö 11,6; bei Juda in 1 Kö 14,22; bei König Nadab vom Nordreich 1 Kö 15,26; ...) In 2 Chr 28,1 wird der Zusatz "seines Gottes" weggelassen und gleichzeitig ein schlimmeres Bild von Ahas gezeichnet, als von vielen anderen Königen, die "böse in den Augen Jehovas" waren.

      Das zeigt mir, dass König Ahas sehr wohl an Jehova glaubte, sein Vertrauen verlor, sich anderweitig um göttliche Hilfe umsah und götzendienerische Elemente einführte, was im Götzendienst mündete. König Ahas suchte Schutz für die jüdische Bevölkerung, die unter den Kriegen schwer zu leiden hatte, und versuchte, mit den Assyrern in Frieden zu leben.

      Sein Sohn Hiskia wandte sich Gott wieder ganz zu, eröffnete den Tempel neu und beseitigte darin die götzendienerischen Elemente. Er widersetzte sich auch dem assyrischen König Sanherib. Das assyrische Heer von 185.000 Mann kam tatsächlich im Jahr 701 v. Chr. um (durch den Engel des Herrn bzw. an einer Seuche?), doch Sanherib blieb noch weitere 20 Jahre Herrscher und eroberte sogar Babylon (689 v. Chr.). Erst 680 v. Chr. würde er von zwei seiner Söhne getötet werden.
      Sanherib konnte zwar die Stadt Jerusalem nicht erobern, aber das Nordreich und viele Gebiete in und um Juda waren in seiner Hand und verwüstet. Hiskia blieb also in Abhängigkeit zu Assyrien (auch wenn hier die Bibel ein scheinbar anderes Bild zeichnet).

      Ahas Enkel König Manasse würde es aber schlimmer treiben, als alle anderen Könige zuvor. Doch kehrte dieser (gegen Ende seiner Regierungszeit?) um. Die Höhen wichen nicht, das Volk "opferte" dort weiterhin, aber nun Jehova (2 Chr 33,17) und nicht mehr fremden Göttern. Hier kann man also einen gewissen Synkretismus erkennen.
      Vergib und diene!
    • Nun zum kontroversen Bild
      König Manasse musste sein ziemlich geschrumpftes jüdisches Reich wirtschaftlich stabilisieren und stand wie sein Vater Hiskia bzw. Großvater Ahas unter der Abhängigkeit der Assyrer. In dieser Zeit (binnen 20 Jahre) soll sich die Zahl der Bevölkerung verdreifacht haben aufgrund der Flüchtlinge (nach der assyrischen Eroberung des Nordreichs 722 v. Chr. und der Besetzung bzw. völligen Zerstörung Judas 701 v. Chr.). Juda wieder aufzubauen und rege Handelsbeziehungen zu pflegen, bedeutete aber auch, für die reisenden Karawanenzüge und ausländischen Bewohnern (einschließlich der Flüchtlinge) religiöse Kultstätten zu gewähren und zu bewahren, was aber den Unmut religiöser Vertreter mit sich zog.
      Überspitzt formuliert: König Manasse waren die "extremen" Propheten und Priester ein Dorn im Auge, die das Volk gegen die fremden Götter aufwiegelten. Er suchte endlich Frieden und Handel mit seinen Nachbarvölkern, die religiösen Fanatiker den Streit und die Separation, deren Botschaft es war, dass das Reich erstarken würde, wenn sie doch nur "umkehrten". - Das AT gibt Königen wie Ahas und Manasse wegen ihrer Gottlosigkeit die Schuld für die Zerstörung des Tempels und Jerusalems unter Nebukadnezar.
      Aber gerade die fanatische Weigerung irgendeines Götzenkultes am Herodianischen Tempel oder irgendeine frevelhafte Handlung am Tempel zu dulden führte 66 n. Chr. zum jüdischen Krieg und infolge 70 n. Chr. zur Zerstörung des Tempels und Jerusalems.
      Auch dieses Gedanken-Erbe, um der religiösen Heiligung willen zu kämpfen, führte zu weiteren jüdischen Aufständen (115-117 n. Chr.) bis hin zur völligen Zerstörung Jerusalems (132-135 n. Chr.) und zum Verbot der jüdischen Religion (einschließlich des Sabbats, der Beschneidung und der biblischen Feste) unter dem röm. Kaiser Hadrian, was die Urchristenheit (als jüdische Sympathisanten) ebenso schwer traf. - Der Wandel vom Sabbat in den Sonntag, vom Monotheismus zur Dreieinigkeit, von den biblischen Festen zu synkretistische ... ist ein Produkt der Separation zu den Juden, der massiven Christenverfolgung (= Judenverfolgung) und der Herausbildung einer eigenen christlichen Identität. Darunter fällt auch die allmähliche Legitimation der Bilderverehrung, da ja Gott sich im Menschen Jesus selbst "bildlich" offenbarte und damit angeblich sein eigenes Bilderverbot relativierte. Unterstützt wurde das durch die Bewunderung der verfolgten "Heiligen", der Sammlung bzw. Ausstellung von deren Reliquien und der künstlerischen Darstellung biblischer Personen und Ereignisse, um ihr "rühmliches" Gedächtnis der Gottestreue beizubehalten.

      Fazit: Der Wandel zum Götzendienst ist demnach eine vielschichtige Angelegenheit, die nach unseren heutigen Wertmaßstäben (wie z. B. Glaubensfreiheit), kulturellen Vielfalt, aber auch notwendigen Toleranz, um des Friedens willen, nicht auf ein Schwarz-weiß-Denken reduziert werden kann. Die Bibel hingegen versucht, eine geraffte Darstellung der Ursachen für die Zerstörung des Tempels bzw. das babylonische Exil aufzuzeigen, und komprimiert etwa 400 Jahre Geschichte der Könige auf rund 100 Seiten und bricht die Thematik auf monokausale Zusammenhänge (Schwarz-weiß-Denken) herunter. - Beides hat seine Berechtigung, aber nicht für Gleichgültigkeit (links) oder Fanatismus (rechts).
      Die Könige sahen in der religiösen Vielfalt um das "Nichts" keinen Gottesfrevel. Im Laufe der Zeit wandelte sich aber die Religion zu einem Mittel, um in erster Linie die soziale Ordnung, den Frieden und die Sicherheit einer Nation aufrecht zu erhalten, und erst in zweiter Linie, dem wahren Gott damit gerecht zu werden. Wehe aber den Propheten, die die Religion miss-/ge-brauchten, um in Zeiten der Krise eine Gesellschaft im Namen Gottes aufzurühren und in einen Gottesstaat zu überführen; aber auch wehe den falschen Propheten, die Frieden predigten, wo Gott es nicht geheißen hat. - Ein großes Spannungsfeld, das sich hier auftut.
      Vergib und diene!
    • Exkurs: Auch die Urchristen (zur Zeit des Petrus und Paulus) waren beseelt von dem Gedanken, Jesus komme noch zu ihren Lebzeiten, weil seine wichtigsten Vertreter wie Petrus, Paulus, Johannes, Jakobus und Judas davon überzeugt waren. Auch das Markus-Evangelium war endzeitorientiert, schreibt vom Gericht und vom unauslöschlichen Feuer. Auch Jeremia betonte in Jer 50-51, dass Gott Rache an den Babyloniern üben würde, wegen seines zerstörten Tempels. Als Rom im Jahr 64 n. Chr. brandte, gab es einige christliche Eiferer (man schätzt ca. 10 %), die darin das Strafgericht über Babylon sahen und deswegen die Brandbekämpfung behinderten. (Die offizielle Todesstrafe für Brandstifter war, als lebende Fackel am Kreuz hingerichtet oder in der Arena den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen zu werden.) In diese Zeit fällt auch die Hinrichtung von Paulus und Petrus in Rom.

      Nun gibt es genügend adventistische "Endzeitpredigten" über Babylon, den Antichristen und den satanischen Mächten, die damit das Papsttum, die UNO, die USA oder den Islam in Verbindung bringen und schlecht reden. Die Problematik ist, dass einerseits die Welt in Aufruhr ist, der Papst, die UNO bzw. die USA den Frieden und den Schutz der Bevölkerung suchen, andererseits es genügend "fanatische" Prediger gibt, die um der "Wahrheit", der "Prophetie" oder "Gottes Wort" willen diese in Misskredit bringen. - Sollten diese Friedensbemühungen eines Tages mit solchen Endzeitpredigten zunichte gemacht werden, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir ernten, was wir gesät haben: keinen Frieden, sondern Trübsal, so wie das Wort Gottes es prophezeit hat. (Das zeigt mir die Geschichte um Manasse und die hingemordeten Propheten bzw. Priester, aber auch das Handeln der Urchristen während des Brandes in Rom.)
      Es ist daher sehr schwierig, einerseits der biblischen 3-Engels-Botschaft gerecht zu werden, andererseits Menschenrechte wie Glaubensfreiheit (einschließlich der praktischen Ausübung) anzuerkennen und Friedensbemühungen wertzuschätzen und Krisen nicht für eine "missionarische Endzeit-Propaganda" auszuschlachten.

      Götzendienst steht also im Kontrast zur wahrhaftigen Gottesverehrung und erweitert sich infolge um die Frage des wahren Evangeliums. Daher wird die Thematik um den Götzendienst von einst zum Gottesdienst von heute, von der radikalen Prophetie einzelner zur besonnenen Botschaft einer Denomination. - Paradoxerweise ist uns Jeremia darin kein Vorbild, auch wenn er definitiv Recht hatte.

      Gott segne Dich und Shabbat Shalom

      Gerald

      PS: Bitte entschuldige/entschuldigt den überlangen Post mit den 4 Teilen. - Danke!
      Vergib und diene!
    • @Heidrich: Danke für die ausführlichen Infos und Gedanken. Habe sie momentan nur überfolgen und werde mir am Sonntag genauer Zeit nehmen. Danke erstmals.


      John Q. Public schrieb:

      Hallo,
      habe eine Detailfrage zu Woche #7:

      Am Montag, 9.11.2015 wurde Jeremia 10,1-16 gelesen/studiert.
      Grundgedanke dort: "Götzen/Götter = Nichts = Menschengeschöpfe"


      Nun beschäftige ich mich auch ab und an mit Religionswissenschaft und natürlich viel mit der Bibel selbst...

      Meine echte, persönliche Frage:

      WARUM haben die Menschen früher sich Götter/Götzen gemacht/gegossen/geschnitzt, Geld ausgegeben, Zeit investiert, und ein ganze Gemeinwesen um diese gebaut, - wenn diese Idole/Gegenstände laut Jeremia 10,1ff (vgl. Jes. 44,9ff) so "offensichtlich-logisch" "Nichts bzw. Menschengeschöpfe" sind?

      Meine Vermutung, - denke die Antwort steckt im Text selbst bzw. müsste uns das Neuen Testament eine Deutung / Erklärung liefern...

      Die Antwort/Erklärung für mich ist im NT und AT:

      1. Korinther 10:1.19-21:
      1 Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst! [...]
      19 Was will ich nun damit sagen? Dass das Götzenopfer/Geopferte etwas sei? Oder dass der Götze/Götzenbild etwas sei?
      20 Nein, sondern was sie (=die Heiden) da opfern, das opfert man den bösen Geistern / Dämonen und nicht Gott. Nun will ich nicht, dass ihr Gemeinschaft mit den bösen Geistern / Dämonen habt.
      21 Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der bösen Geister / Dämonen; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilnehmen/teilhaben und am Tisch der bösen Geister /Dämonen.


      5. Mose 32:17 Sie opferten den bösen Geistern / Dämonen, die nicht Gott sind, - Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die erst vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten.


      Psalm 106:35 Sie vermischten sich mit den Nationen/Heiden und lernten ihre Werke. 36 Sie dienten ihren Götzen, die wurden ihnen zum FALLSTRICK. 37 Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den bösen Geistern / Dämonen,
      38 vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter, die sie den Götzen Kanaans opferten. So wurde das Land durch die Blutschuld entweiht.
      39 Sie verunreinigten sich durch ihre Werke und hurten durch ihre Taten.


      Im Endeffekt bzw. am Ende ist es ein Einlassen mit Dämonen und eine Bindung an sie und Angst.
      Man musste seine "Götter" = Dämonen besänftigen bzw. dir ihre Gunst durch Huldigung holen.
      Dies fängt klein an und wird immer ärger+gefährlicher.


      In Jeremia 10, dem Lektionsabschnitt von Woche #7 wäre es im Text (Jeremia 10:2):
      "So spricht der Herr: Lernt nicht den Weg der Heiden und ERSCHRECKT nicht vor den ZEICHEN DES HIMMELS, auch wenn die Heiden sich vor ihnen FÜRCHTEN!"

      Makaberes Thema.
      Trotzdem schönen Sabbat!
      :greet:

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Jeremia und Jesus[bezug]

      Hallo,
      kurz nochmal zu "Jeremia und Jesus[bezug]".

      Da Jeremia manchmal herausfordernd ist/wirkt, (so empfinde ich und teilweise andere es,) - empfehle ich bewusst auch:
      Jesus, Erlösung, Hoffnung, Vergebung, Errettung [der Übrigen], udgl. im Jeremiabuch zu studieren.


      Einige Jeremiatexte mit Bezug auf Jesus füge ich nochmal als Zitat ein.

      PS: in der Weltfeld-Lektion werden diese Jeremiatexte teilweise verwendet, - siehe für:
      ​+) Jeremia 23,1-8 am Donnerstag 15. Okt. (#3) und Samstag 19. Dez. + Donnerstag 24. Dez. (jeweils #13).
      ​+) Jeremia 33,14-18 am Donnerstag, 24. Dez. (#13).

      Gottes Segen euch,
      LG, franz

      John Q. Public schrieb:

      F.) Jeremia und Jesus (Beispiele):

      --) Auf die Frage Jesu: "Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?" (Matt. 16:13) kommt als Anwort (Matt. 16:14) neben dem Propheten Elia, dem bereits getötetem Johannes dem Täufer nur Jeremia als einzig weiterer namentlich genannter [Prophet] in den Evangelien als Jesusvergleich(!!)

      --) Beide weissagen jeweils von einer Zerstörung Jerusalems und des Tempels.

      --) Jeremia und Jesus leiden beide unschuldig (stellvertretend) viel für ihr Volk, werden verworfen, geschlagen, gefoltert, etc.

      --) Beide beschäftigen sich mit dem Themenbereich des neuen Bundes / der Bekehrung / des neuen Herzens

      --) ...


      --) Jeremia hat einige Textstellen und Weissagungen über Jesus z.B. als: kommenden König/Fürsten/Spross / Hirten / Propheten / Leidenden /...

      -----> Besonders erwähnenswert ist z.B. Jeremia 23:4-9 (Auszug Vers 5-6):
      Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Spross (=Nachkommen) erwecken.
      Der wird als König regieren und verständig handeln und Recht und Gerechtigkeit im Land üben.
      In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen.
      Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: "Der HERR, unsere Gerechtigkeit".


      -----> und Jeremia 33:14ff (Auszug Vers 14-16):
      Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, dass ich das gnädige Wort erfüllen will [...].
      In jenen Tagen und zu dieser Zeit will ich dem David einen gerechten Spross (=Nachkommen) aufgehen lassen;
      der soll Recht und Gerechtigkeit schaffen im Lande.
      In jenen Tagen soll Juda geholfen/gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen,
      und man wird es nennen »Der HERR unsere Gerechtigkeit«.


      -----> und Jeremia 31:10ff (Auszug Vers 10-11):
      Höret, ihr Völker, des HERRN Wort und verkündet's fern auf den Inseln und sprecht:
      Der Israel zerstreut hat, der wird's auch wieder sammeln
      und wird es hüten wie ein Hirte (vgl. Joh 10:16!!) seine Herde ;
      denn der HERR wird Jakob erlösen und von der Hand des Mächtigen erretten.


      -----> und Jeremia 30:8-9.21-22:
      Es soll aber geschehen in jenen Tagen, spricht der HERR Zebaoth,
      dass ich das Joch auf deinem Nacken zerbrechen will und deine Fesseln zerreißen.
      Sie werden nicht mehr Fremden dienen, sondern dem HERRN, ihrem Gott,
      und ihrem König David, den ich ihnen erwecken will. [...]
      [...] Und ihr Fürst soll aus ihrer Mitte kommen und ihr Herrscher von ihnen ausgehen;
      und er soll zu mir nahen, denn wer dürfte sonst sein Leben wagen und mir nahen?, spricht der HERR.
      Und ihr sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein.


      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • "Gross ist der HERR!" - "JAHWEH...ist der lebendige Gott und ein ewiger König!" (Jer.10,10)

      John Q. Public schrieb:

      Am Montag, 9.11.2015 wurde Jeremia 10,1-16 gelesen/studiert.
      Grundgedanke dort: "Götzen/Götter = Nichts = Menschengeschöpfe"


      Nun beschäftige ich mich auch ab und an mit Religionswissenschaft und natürlich viel mit der Bibel selbst...
      Man könnte Jeremia Kapitel 10 auch so überschreiben: JAHWE ist der lebendige Gott und ewiger König!

      Jer. 10,6 : "Doch dir, o JAHWEH, ist niemand gleich! Groß bist du, und groß ist dein Name an Macht!"

      Jer.10,10: "Aber JAHWEH ist in Wahrheit Gott; er ist der lebendige Gott und ein ewiger König. (wörtlich: König der Ewigkeit) ..."

      Jer.10,16: "Aber Jakobs Teil ist nicht wie diese, sondern der Schöpfer (wörtlich: Bildner) des Alls ist er, und Israel ist der Stamm seines Erbteils: JAHWEH der
      Heerscharen (hebr.: Zebaoth) ist sein Name."

      Jer.10,23: "Ich weiß, JAHWEH, dass der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht, dass der Mensch, wenn er geht, seine Schritte nicht lenken kann." ==>

      Das erinnert stark an 1.Mose 2,17("vom Baum der Erkenntnis sollst du nicht essen!...")und 1.Mose 3,1-15("sie wollten sein wie Gott und mußten
      sterben!" = der Sündenfall!) ==> siehe auch Sprüche 20,24: "Vom EWIGEN hängen die Schritte des Mannes ab; was versteht der Mensch von seinem
      Weg?" Wenn der Mensch den Weg ohne Gott geht, werden seine Schritte auf Abwege und Irrwege geleitet ==> bis hin zu den schrecklichen
      Ideologien des 20. Jahrhunderts, wie Nationalsozialismus und Kommunismus/Stalinismus/Maoismus, sowie bis zur heutigen
      menschenverachtenden Ideologie des Islamismus einer ISIS!

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    • Jeremia ist im besonderen auch der Prophet der Verheißung für Israel!

      Der Prophet Jeremia (lebte ca. von 645 - 555 v.Chr.) hat auch eine große Bedeutung als "der Prophet der Verheißung für Israel"! ebenso wie die Propheten Jesaja und Hesekiel. Diese drei großen Propheten haben insgesamt 36 Prophetien verfasst, welche die Rückkehr der Juden aus aller Welt verheißen haben. Das sind zusammen somit 3/4 = 75 % aller insgesamt 48 Prophetien der Rückkehr der Juden aus aller Welt im AT! Im Jeremia-Buch sind es insgesamt 13 Stück, die ich hier aufführen möchte:

      1.)

      Bibelstelle

      Jeremia 3,14+18: "...Und ich will euch...nach Zion bringen. ...In jenen Tagen wird das Haus Juda mit dem Haus Israel ziehen und sie werden miteinander aus dem Land des Nordens[=UdSSR] in das Land kommen, das ich euren Vätern zum Erbteil gegeben habe."


      2.)

      Bibelstelle

      Jeremia 12,15: "Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, will ich mich wieder über sie erbarmen und will sie wieder heimführen, jeden zu seinem Erbteil und jeden in sein Land."


      3.)

      Bibelstelle

      Jeremia 16,15: "...>>So wahr JAHWE lebt, der die Kinder Israels heraufgeführt hat aus dem Land des Nordens und aus allen Ländern, wohin er sie verstoßen hatte!<< Denn ich will sie wieder in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe."


      4.)

      Bibelstelle

      Jeremia 23,3: "Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe; und ich werde sie wieder zu ihren Weideplätzen bringen, dass sie fruchtbar sein und sich mehren sollen."


      5.)

      Bibelstelle

      Jeremia 23,8: "...>>So wahr JAHWE lebt, der den Samen des Hauses Israel aus dem Land des Nordens herausgeführt und wiedergebracht hat, und aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe!<< Und sie sollen wohnen in ihrem Land."


      6.)

      Bibelstelle

      Jeremia 24,6: "...ich werde...sie wieder in dieses Land zurückbringen;...."


      7.)

      Bibelstelle

      Jeremia 29,14: "...Und ich werde euer Geschick(od. eure Gefangenschaft) wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe, spricht JAHWE; und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe."


      8.)

      Bibelstelle

      Jeremia 30,3+10: "...ich werde sie wieder in das Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe und die sollen es in Besitz nehmen. ...Denn siehe, ich will dich aus einem fernen Land[=USA] erretten und deine Nachkommen aus dem Land ihrer Gefangenschaft und Jakob wird zurückkehren,..."


      9.)

      Bibelstelle

      Jeremia 31,8-10: "Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde; ...eine große Gemeinde kehrt hierher zurück! Weinend kommen sie und unter Flehen führe ich sie; ...Hört das Wort des EWIGEN...und verkündigt es auf den fernen Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde."


      10.)

      Bibelstelle

      Jeremia 31,16+17: "So spricht JAHWE:...sie sollen aus dem Land des Feindes zurückkehren. Ja,...deine Kinder werden in ihr Gebiet zurückkehren!"


      11.)

      Bibelstelle

      Jeremia 32,37+41: "Siehe, ich will sie sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie in meinem Zorn und Grimm und in meiner großen Entrüstung verstoßen habe, und ich werde sie wieder an diesen Ort zurückführen und sie sicher wohnen lassen; ...und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit, mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele."


      12.)

      Bibelstelle

      Jeremia 46,27: "Du aber, mein Knecht Jakob, fürchte dich nicht, und du, Israel, erschrick nicht! Denn siehe, ich rette dich aus einem fernen Land und deine Nachkommen aus dem Land ihrer Gefangenschaft; und Jakob wird heimkehren, ruhig und sicher wohnen und niemand wird ihn aufschrecken."


      13.)

      Bibelstelle

      Jeremia 50,4+19: "In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht JAHWE, werden die Kinder Israels kommen...Und ich will Israel zu seiner Weide zurückführen, damit es auf dem Karmel und in Baschan weide und auf dem Bergland Ephraim und in Gilead seinen Hunger stille."


      Man sieht: Gott ist ein Gott der Prophetie! Diese 13 Prophezeiungen betrafen nicht nur die Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft ab 538 v.Chr., sondern auch die Rückkehr der Juden aus aller Welt seit 1882(der ersten jüdischen Einwanderungswelle nach Palästina/Israel) und erst Recht seit 1948 - der Staatsgründung Israels! Denn es ist ausdrücklich oft in diesen Versen von "fernen Landen" und von "vielen Völkern" die Rede und davon dass die Juden in "ihr Land" zurückkehren werden! Dieses eigene Land bzw. den eigenen wiedererrichteten Staat Israel haben die Juden erst seit 1948! ==> Man sieht also: Gott hält auch nach 1878 Jahren seit der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahre 70 n.Chr. wieder oder erneut zu seinem auf immer erwählten Volk Israel und wird ihm auch in Zukunft viel Gnade erweisen, denn wie schrieb Jeremia in Jeremia 33,7 so treffend:

      Bibelstelle

      "Und ich (=JAHWEH GOTT, DER EWIGE HERR) werde das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und sie wieder bauen wie im Anfang." (Jeremia 33,7)


      Ja, dass die Juden noch existieren - nach Jahrhunderten der Verfolgung - ja sogar im Gelobten Lande wieder eine Heimat gefunden haben, ist ein göttliches Wunder! Und Erfüllung biblischer Prophetie in unserer Zeit! Israel ist der Zeiger an der Weltenuhr Gottes! Ja, die Juden sind sogar ein Gottesbeweis, denn so sagte der preußische General von Ziethen auf die Frage Friedrich des Großen, ob er ihm Gott beweisen könne, nur 3 Worte: "Ja, die Juden!"

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    • Chronologie von Jeremia

      Da das Einfügen von Tabellen hier nicht funktionierte bzw. ich nicht weiß, wie das funktioniert, füge ich zur besseren Übersicht eine Word-Tabelle mit Jahreszahl und dazugehörenden Kapiteln als Dateianhang hinzu und hoffe, dass diese Tabelle geöffnet werden kann.

      Leider ist Jeremia nicht chronologisch geschrieben worden, was oft das Verstehen schwierig macht. Daher habe ich einen "chronologischen Leseplan" erstellt, bei der der geneigte Leser das Jeremia-Buch auch chronologisch lesen kann, was sicherlich das Verständnis erleichtern wird.
      Warum wurde Jeremia nicht chronologisch verfasst? Weil die Jeremia-Rollen wiederholt von bösen Königen Judas verbrannt worden sind und so Jeremia mühsam wieder neue Rollen geschrieben hat. Da er mit nach Ägypten verschleppt wurde(Jer.43,6+7)konnte er womöglich die Jeremia-Buch bzw. Papyrus-Rollen wohl nicht mehr rechtzeitig in die chronologische Reihenfolge bringen. Wie in der Neuen Induktiven Studien-Bibel NISB mit dem Text der Schlachter 2000 auf Seite 1.285 steht, sei Jeremia im Jahre 574 v.Chr. laut Tradition in Ägypten zu Tode gesteinigt worden. Demnach wäre der Prophet Jeremia 71 Jahre geworden, wenn wir vom Geburtsjahr 645 v.Chr. ausgehen, da Jeremia als er im Jahre 627 v.Chr.("im 13.Jahr der Regierung Josias[=640 - 609 v.Chr.]" - Jer.1,2) seinen prophet. Dienst angetreten hatte, noch sehr jung bzw. "noch ein Knabe" (so wörtlich in Jer.1,6) war; somit könnte er im Jahre 627 v.Chr vielleicht 18 Jahre gewesen sein. (?)
      Dateien

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    • Hallo Norbert Chmelar.

      Alle Texte, die Du anführst, sehe ich auf dem Hintergrund, auf dem sie gesprochen wurden. In Juda herrschte ein großer Abfall, nachdem der fromme König Josia gefallen war. Seine drei nachfolgenden Söhne hatten nicht das Format ihres Vaters. So konnte Götzendienst das Land verderben. Hinzu kam noch, dass es viele falsche Propheten gab, wie den Hananja, die sogar im Namen Gottes weissagten, und echte Propheten, wie den Uria, der vom König umgebracht wurde. Die wahren Propheten verkündeten Untergang, die falschen aber Sieg und Herrlichkeit.

      Was hört der Mensch lieber ?

      In dieser Situation versucht Gott durch Jeremia immer wieder, durch Verheißungen sein Volk auf den rechten Weg zurück zu bringen. Aus diesen Verheißungen stammen alle die von Dir zitierten Texte. Sie sind auch nach der geweissagten 70-jährigen Gefangenschaft in Erfüllung gegangen. Und es wäre noch eine herrliche Zeit für Juda gefolgt, wenn sie nicht in das alte Verhalten zurück gefallen wären.

      Um eine zweite Erfüllung zu prognostizieren geht eine bestimmte darbystische Richtung her und liest aus den genannten Texten eine zweite Erfüllung am Ende der Welt voraus. Dafür gibt es aber keinen Bibeltext. Deshalb geht man her und schneidet von den schon im Jahr 34 m.Chr. abgelaufenen 70 Jahrwochen (das war die letzte Gnadenzeit für das Volk Gottes des alten Bundes) künstlich die letzte Woche ab und verlegt diese willkürlich an das Ende der Welt und in diese hinein dann noch einmal die Zwangsbekehrung Israels. Das kann natürlich niemand nach prüfen. Aber wir haben bei Jeremia ein warnendes Beisispiel für einen ähnlichen Vorgang:

      Der (falsche) Prophet Hananja verkündete im Namen Gottes den Sieg über Babylon. Jeremia nannte ihn darauf hin, ebemfalls im Namen Gottes, einen falschen Propheten, den der Herr dafür mit dem Tode bestrafen werde. Und drei Monate später war Hananja tot. Falsche Propheten wie Hananja sollten heute gewärtig sein, dass unser Gott lebt und so auch noch heute verfahren kann wie mit Hananja.

      Liebe Grüße von benSalomo.

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    • #11: Der Bund

      Hallo,
      in Woche #11 (Titel: "Der Bund"geht es um das Thema "Bund" in der Bibel bzw. Jeremia.

      Möchte euch einige persönliche Tipps für's Selbststudium "Bund" mitgeben.

      a) speziell zum Neues Testament (NT):
      +) Im NT ist die Wörter "Bund" und "Testament" oft austauschbar.
      +) Weiters sind oft "Bund/Testament"-Textstellen im NT (eigentlich) Zitate aus AT-Bundtextstellen.

      b) Interessant in der Bibel ist die Beziehung "Bund / Testament" im Zusammenhang mit/zu anderen Wörtern zu studieren, z.B.:
      +) Herz & Bund
      +) Geist & Bund
      +) Frieden(s) & Bund / Friedensbund
      +) erste[r] Bund ... (Anmerkung: fälschlich oft als "alter Bund")
      +) neue[r] Bund
      +) besser[er] / besser[en] Bund
      +) ewig[er] Bund

      c) interessante Textstellen in Jeremia zum Thema "Bund" (Auswahl):
      --) Jeremia 11,1-17 (Der Bundesbruch des Volkes und Gottes Gericht); vgl. Jer. 22,8-9
      +) Jeremia 31,10-11 (Der Erlöser/Hirte = messianisch)
      +) Jeremia 31,3. 31-34 (neuer Bund; Gesetz im Herz; ...)
      +) Jeremia 32,38-41 (ewiger Bund; Gottesfurcht im Herzen; ...)

      d) Bezüge/Parallelen zum Thema "Bund" bei Jeremia zu Hesekiel und im NT:

      Fortsetzung später in der Woche...

      :greet:

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Fortsetzung...

      d1) Bezüge/Parallelen zum Thema "Bund" bei Jeremia --> im NT:

      +) Der "neue Bund", "durch Jesu Blut" = Sterben & Leben Jesu:


      Lukas 22,20 Desgleichen [nahm er] auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.

      1. Korinther 11,23-26
      Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich daß der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm, und dankte, es brach und sprach: Nehmt, eßt! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!
      Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, so oft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis!
      Denn so oft ihr dieses Brot eßt und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt
      .

      Hebräer 7,21-22 dieser aber durch den Eid dessen, der zu ihm spricht (Psalm 110,4): »Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit [nach der Ordnung/Weise/Art Melchisedeks].« So ist Jesus Bürge eines viel besseren Bundes geworden.

      Hebräer 8 [1-13]
      Jesus Christus als Hoherpriester des wahrhaftigen, himmlischen Heiligtums

      1 Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel, 2 einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch.
      3 Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; daher muß auch dieser etwas haben, was er darbringen kann.
      4 Wenn er sich nämlich auf Erden befände, so wäre er nicht einmal Priester, weil hier die Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern. 5 Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der göttlichen Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen sollte: »Achte darauf«, heißt es nämlich, »daß du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!«

      Jesus Christus — der Mittler eines neuen, besseren Bundes

      6 Nun aber hat er einen um so erhabeneren Dienst erlangt, als er auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund von besseren Verheißungen festgesetzt/gegründet wurde.
      7 Denn ewenn jener erste Bund tadellos gwesen wäre, so wäre nicht Raum für einen zweiten [Bund] gesucht worden.
      8 Denn er tadelt doch, indem er zu ihnen spricht (Jeremia 31,31-34):
      »Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; 9 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus dem Land Ägypten zu führendenn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen, spricht der Herr —, 10 sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben; und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
      11 Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! Denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen; 12 denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten, und an ihre Sünden [und ihre Gesetzlosigkeiten] werde ich nicht mehr gedenken

      13 Indem er sagt: »Einen neuen Bund«, hat er den ersten [Bund] für veraltet erklärt; was aber veraltet ist und sich überlebt hat, das wird bald verschwinden.

       

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Fortsetzung2...

      Hebräer 9, 1 Es hatte nun zwar auch der erste Bund gottesdienstliche Ordnungen und ein irdisches/weltliches Heiligtum.
      [...]
      Das Blut des Hohenpriesters Jesus Christus als Grundlage des neuen Bundes und der ewigen Erlösung

      11 Als aber der Christus/Messias kam als ein Hoherpriester der zukünftigen [Heils-]Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt [=himmlisch!], das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist,
      12 auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.
      13 Denn wenn das Blut von Stieren und Böcken und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zur Reinheit des Fleisches,
      14 wieviel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt.
      15 Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes/Testamentes, damit — da sein Tod geschehen ist zur Erlösung von den unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen/Sündendie Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.
      16 Denn wo ein Testament/Bund ist, da muß notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament/Bund gemacht hat; 17 denn ein Testament/Bund tritt auf den Todesfall hin in Kraft, da es keine Gültigkeit hat, solange derjenige lebt, der das Testament/Bund gemacht hat.
      18 Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht.
      [...]
      19-21 [...] Blutbesprengung bei [Einweihung der Geräte/Zeltes im] ersten Bund [...]
      [...]
      22 und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
      22 Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
      23 So also mussten die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden; die himmlischen Dinge selbst aber müssen bessere Opfer haben als jene.
      24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen; 25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; 26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.
      27 Und wie den Menschen bestimmt ist, "einmal" zu sterben, danach aber das Gericht:
      28 so ist auch Christus "einmal" geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil / Rettung.

      Hebräer 10,5 Darum spricht er bei seinem Eintritt/Kommen in die Welt (Psalm 40,7-9): »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. 6 An Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen. 7 Da sprach ich: Siehe, ich komme — in der Buchrolle steht von mir geschrieben —, um deinen Willen, o Gott, zu tun
      8 Oben sagt er: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, du hast auch kein Wohlgefallen an ihnen« — die ja nach dem Gesetz dargebracht werden —, 9 dann fährt er fort: »Siehe, ich komme, um deinen Willen, o Gott, zu tun«. [Somit] hebt er das erste auf, um das zweite einzusetzen.
      10 Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, [und zwar] ein für allemal.
      11 Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt oftmals dieselben Opfer dar, die doch niemals Sünden hinwegnehmen können;
      12 Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt, 13 und er wartet hinfort, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt werden.
      14 Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.
      15 Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist; denn nachdem zuvor gesagt worden ist (Jeremia 31,33-34):
      16 »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben«, 17 sagt er auch: »An ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken.«

      18 Wo aber Vergebung für diese ist, da gibt es kein Opfer mehr für Sünde.

      Hebräer 12,24 und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung/Reinigung, das besser redet als Abels Blut.

      Hebräer 13,20 Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe aus den Toten heraufgeführt hat durch das Blut eines ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus,
      21 vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Nochmal kurz zusammengefasst gesagt:

      Das Buch Hebräer widmet sich dem Thema [neuer] Bund aussführlichst und erklärt in ganzen Kapiteln!!
      ----> im Kern Hebräer Kapiel 8 + Kapitel 9 + Kapitel 10a

      ----> aber schon in Kap. 7,22 + Kontext und danach noch erwähnend in Kap. 12,24 und Kap. 13,20f

      Ebenso im Galaterbrief widmet sich Paulus dem Thema [neuer] Bund: Galater Kapitel 3 u. 4 (!)

      PS: noch ein weiteres ganzes Kapitel widmet Paulus dem Thema [neue] Bund und [Heiliger] GEIST: 2. Korinther 3 (!)

      ----> u.a. Vers 3+6 (bitte ganzen Kontext beachten!)


      Fazit: ca. 12-13 [ganze] Kapitel nur bei Paulus :ohn:


      Alles Gute,

      :wink: [/size]

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«