In den fremden Religionsunterricht gehen?

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    • In den fremden Religionsunterricht gehen?

      Hallo zusammen,

      wieder in Zusammenhang mit dem NDR Info "Im Anfang war das Wort", diesmal Cem Özdemir zum Thema Flüchtlinge.

      Eine Aussage in seinen Antworten ging in Richtung: Ich kam als gemäßigte (säkularer) Muslim nach Deutschland und weil es keinen islamischen Religionsunterricht gab, bin ich halt in den christlichen (evangelischen) Religionsunterricht gegangen. "Die glauben ja auch an einen Gott wie wir" (Aussage von seiner Mutter)

      Bei uns in Österreich kann man sich vom Religionsunterricht abmelden lassen. Wenn man nicht Katholik oder Evangelischer ist, dann ist man von dieser Sache freigestellt. Finde ich auch gut, dass man sich das aussuchen kann, dass man also die Freiheit hat. In Privatschulen ist das anders. Egal, was mich interessiert ist die Frage: Sollte ich als Christ (egal) jetzt als welcher in einen anderskonfessionellen Religionsunterricht gehen? Würdet ihr euer Kind dort hin schicken? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?

      Ich stelle die Frage vielleicht noch etwas provokanter: Würdet ihr euer Kind in den Religionsunterricht, der von Zeugen Jehovas gestaltet wird, schicken, weil die gerade in eurer Schule eine so große Mehrheit sind, dass dieser Religionsunterricht angeboten wird?

      viele Grüße

      Tricky
    • Bei uns in Österreich kann man sich vom Religionsunterricht abmelden lassen.

      tricky schrieb:

      Bei uns in Österreich kann man sich vom Religionsunterricht abmelden lassen.

      Auch an staatlichen west-deutschen und Berliner Schulen ist der Religionsunterricht wahlfrei und war does meines Wissens auch zu zu Özdemirs Schulzeit, also mußte in der Schule kein Religionsunterricht besucht werden.

      Antwort auf die provokante Fassung Deiner Frage: Noe, ich würde sie nicht in den Unterricht eines Zeugen Jehova, den ich nicht gut kenne, gehen lassen, wenn mein Kind noch nicht fast erwachsen wäre. Immerhin gibt es ausreichend deutliche Berichte über den autoritären Erziehungsstil und die sture Glaubensbelehrung durch Zeugen Jehova aus erster Hand, also von ehemaligen Zeugen Jehovas und von Kindern deren Eltern Zeugen waren.

      Aber ich würde mein Kind nicht einmal auf eine Schule gehen lassen, auf der es von Cem Özdemir unterrichtet würde; denn ich würde nicht wollen, dass aus meinem Kind vielleicht ein vorlauter besserwisserischer überangepaßter Superspießer wird. SCNR
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Daniels schrieb:

      Aber ich würde mein Kind nicht einmal auf eine Schule gehen lassen, auf der es von Cem Özdemir unterrichtet würde; denn ich würde nicht wollen, dass aus meinem Kind vielleicht ein vorlauter besserwisserischer überangepaßter Superspießer wird. SCNR
      Über den Politiker wollte ich eigentlich weniger reden, kannst du dir eh denken. Trotzdem danke für deine Antwort.

      Irgendwie klang es bei Özdemir so als ob er es sich nicht aussuchen konnte. Aber wohl mehr wegen seiner Mutter. Trotzdem belassen wir es bei ihm als dem Input-Geber des Themas.
    • tricky schrieb:

      ... Ich stelle die Frage vielleicht noch etwas provokanter: Würdet ihr euer Kind in den Religionsunterricht, der von Zeugen Jehovas gestaltet wird, schicken, weil die gerade in eurer Schule eine so große Mehrheit sind, dass dieser Religionsunterricht angeboten wird?
      ...
      nun ja, vorausgesetzt es wäre eine 'gute Schule' (von Jesuiten betriebenen Schulen sagt man sowas z.B. ja nach ...),
      würde mich das nicht stören, solange es kein Internat oder eine Ganztagsschule wäre;
      soviel häusliche Erziehungsarbeit kann ich schon erbringen, dass mein Kind den 'Religionsunterricht' bloß als Information über andere Glaubensgemeinschaften ansieht ...
      Ich selbst bin übrigens damals im Oberstufenunterricht freiwillig bei den Katholiken gesessen, weil die einen tollen Lehrer hatten, der längst nicht so vernagelt war wie sein evangelischer Kollege ...

      Ghasel, mit lieben Grüßen
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • ich würde zumindest da einen Unterschied machen, ob der andere Religionsunterricht christlich oder *...* sonst was ist. In einen muslimischen oder fernöstlichen Religionsunterricht würde ich meine Kinder nicht schicken. Bei christlich geprägten Unterricht sehe ich das anders. Da kann ich meinem Kind an Hand der Bibel helfen herauszufinden, ob das Gelehrte stimmen kann oder auch nicht. Das hat den Vorteil, dass sich mein Kind (eventuell) selbst für seinen Glauben entscheidet und sich nicht von mir/den Eltern irgendwo hineingedrängt fühlt. Denn dass so viele Jugendliche die Kirche verlassen, hat ja zumindest teilweise den Grund, dass sie nicht selbst entschieden haben, ob sie das glauben und leben wollen oder können. Es wurde schlicht vorgegeben.
    • Hallo zusammen

      Mir fällt zu dem Thread eine interessante und vor allem sehr offenherzige Doku ein: BBC: Extreme Pilgrim - Shaolin Monastery (yt)
      Der englische Pastor, der alles andere als engstirnig oder fundamentalistisch agiert, sondern bewusst und mit einer guten Auseinandersetzungsgabe, die ich für äußerst wertvoll erachte, im christlichen Glauben steht, geht hier auf mehrere Reisen und macht sich sehr respektvoll, wie man in mehreren Episoden erfahren kann, mit den Weltreligionen bekannt und vertraut.
      Ich halte die freie Entscheidung eines Kindes in der Frage des "bestimmten" Religionsunterrichtes für relevant und in jedem Fall zu unterstützen. Es ist mehr als vorbildlich, wenn das gegenseitige Verständnis, gerade trotz der religiösen Unterschiedlichkeiten, auch im Austausch mit anderen Glaubenszugehörigkeiten im Religionsunterricht stattfindet. Mein Bruder ist unter anderem auch Religionslehrer auf einer Grundschule und fördert diese Grundhaltung gerade deshalb, weil sich ohne diese christliche Grundhaltung, weiter gedacht, auch keine menschliche "Kultur des Umgangs" und der respektvollen Annäherung verwirklichen lässt.

      Lieben Gruß
      Ines
    • In der 7. Klasse oder 8. Klasse musste man sich für Ethik oder evangelischen Religionsunterricht an meinen Gymnasium entscheiden. Meine (adventistischen) Eltern überliesen mir damals die Wahl.Ich entschied mich für Ethik, weil ich mir damals dachte, da könnte ich mehr dazu lernen und es wäre "neutraler". Ich denke, es war die richtige Entscheidung, sowohl von meinen Eltern als auch von mir. In der Grundschule standen meine Eltern oder ich nie vor dieser Frage. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob ein Religionsunterricht auch da schon fakultativ angeboten wurde. Als Vater würde ich tendenziell mein Kinder eher den Ethikunterricht empfehlen, da es dort wohl mehr dazu lernen würde. Viele Inhalte des Religionsunterrichts sollten im Elternhaus schon besprochen wurden sein. Von daher schätze ich das "Wissensplus" durch den Ethikunterricht größer ein.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Hi

      Also ich habe teilweise den katholischen Religionsunterricht mitbesucht. Ich bin einer sehr katholischen Gegend aufgewachsen über 98% waren katholisch. Vor allem in der Primarschule waren wir sehr oft in der katholischen Kirche und dies nicht nur im Religionsunterricht. Auch die Singstunde oder biblische Geschichte (das war ein separates Unterrichtsfach) wuden häufig dazu benutzt um in die katholische Kirche zu gehen und das korrekte Verhalten kennen zu lernen. Das fing beim richtigen Knicks vor dem Altar an, ging über die 14 Stationen des Kreuzganges und auch zu allerlei Messen war man in der Kirche. So war ich auch zum Halssegnen (oder korrekt Blasiussegen) in der Kirche. Genützt hat dieser Segen nichts, zwei oder drei Tage später lag ich mit Halsschmerzen und Fieber zu Hause. Geschadet hat das alles nichts, ich wusste als Kind immer, dass ich nicht zu dieser Religion gehöre. Dafür hatte ich etwas tieferen Einblick in die Liturgie der katholischen Kirche und den Kult der um Maria und viele andere Heilige getrieben wird. Aber man muss natürlich schon sehen, dass die Religion in unseren Breitengraden von den wenigsten Schülern wirklich ernst genommen wird. Meist sind es die Schulstunden wo am meisten Schabernack getrieben wird. Von dem her hätte ich bei uns kein Problem meine Kinder in einen fremden Religionsunterricht zu schicken, wenn ich selber gewisse Grenzen ziehen könnte. Z.B. muss die Beichte nun wirklich nicht sein.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Es kommt wohl auf der Untzerrichtenden an. Vor Jahrzehnten wurden iwr als Protestanten in der Volksschule alös "Affen Gotztes" vom Herrn Katecheten aus der Klasse gejagt. Dann waren wir einmal doch drinenne - er rederte drei Unterrichtsstunden lang vo r eine 4. Kabbenklasse über die Gefahren des offennen - halboffennen - geschlossenen BH. (Was ist das, bitte ??)

      Auch, in der Mittelschule hätte iuch eigentlich in den katlischne Religionsuntzerreicht gehen sollem - (dergrossartige Professor konvertierte dann einmal zu m Protestantismus, das solltte man erleb thaben !) der evangelkische -_ Nein, der war mir zu "butterweich" herumredend, nichtssagend. Da waren schon die Weihnachtsansprachen unerträglich.

      Einne wirklich "geistlichenr, mein Leben bestimenden Rat gab mir der Hillinger Franzi (Dr Franz Hillinger, zuletzt Pfarrer in Purbach) in der siebenten KLasse - ich bihm heute noch tief dankbar.
      ( _ dies nach enttäuschnedem, nicghstsagenden B albla des von mir ratuschend aufesuchten Uniosvorstehers !)


      Bei Kosnetter (Katholisch - theologische Fakutät der Uni Wien) war ich in seiner Vorlesung "Neues Testament " - - sehr profitabel.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • ich habe (drei Jahre nach meiner Taufe) im Fach kath. Religion maturiert, es war dank des weitsichtigen kath. Geistlichen und Professors ein schönes und überaus gewinnbringendes Erlebnis. Es half mir durchaus meinen Glauben zu festigen und ich konnte die Bibel unter neuen Aspekten schätzen lernen.
      Wenn die Pädagogik so halbwegs passt, würde der zeitweilige Besuch eines anderen Religionsunterrichts als sein Bekenntnis überhaupt sehr lehrreich sein, und könnte so durchaus zur Lösung manch alltägliche Konflikte zwischen unterschiedlichen Gläubigen beitragen.
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • philoalexandrinus schrieb:

      enttäuschnedem, nicghstsagenden B albla
      Lieber @philo... eine ganz dumme Frage. Wenn Du ein Passwort eingeben muss, wie oft musst Du wiederholen, bis die Maschine akzeptiert? :D

      Übrigens ich schätze sehr deine Beiträge...

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Epafroditus schrieb:

      Wenn Du ein Passwort eingeben muss,


      Häufig. Simpel und einfach ist die Staroperation schon längst fällig. Und dich hoffe, eine peinliche - eine von vielen - Situation damit beseitigen zu lassen : Meine Schwiegertochter betreibt eine Still-Beratung im Haus - ich kann doch nicht jeder jüngeren Frau, welche mir in unserem Shopping - Mallchen entgegenkommt, endlos ins Gesicht starren, bis ich sie erkenne oder nicht und begrüsse oder nicht. Andere optische Freuden gehen einem auch ab - - - - -

      Aber den AWA - Termin vorletztes Wochenende über die GK und den nächsten in einem halben Jahr über Homosexualität möchte ich nicht Operationsterminen wegen verpassen.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • philoalexandrinus schrieb:

      ist die Staropeation schon länghst fällig.

      Ich wünsche dir, dass es gut gelingt und wir deine Beiträge noch lange lesen können. Mein Schwiegerpapa hat es mit 80 machen lassen. Es ist überraschend leicht gelaufen, nachher hat er - eine zeitlang - nicht mal Lesebrille tragen müssen. :thumbup:

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Ich erlebte schon öfters, dass STA-Schüler (aber auch ZJ-Schüler!) im Rahmen der Religionsunterricht die Möglichkeit hatten über ihren "abweichenden" Glauben zu referieren. Hier im Forum haben wir auch eine Teilnehmerin - obwohl sie Religionsstunde nicht explizit erwähnt - die dieses "Angebot" bekam in der Schule:
      Mitgliederentwicklung und Verbreitung der STA seit der Gründung: Zahlen - Daten - Fakten

      Ghasel schrieb:

      Ich selbst bin übrigens damals im Oberstufenunterricht freiwillig bei den Katholiken gesessen, weil die einen tollen Lehrer hatten, der längst nicht so vernagelt war wie sein evangelischer Kollege ...
      ...ja, Schüler schauen oft nicht "welche Religion", sondern die Qualität der Unterrichtsperson - das finde ich völlig in Ordnung. Meine Kinder fanden damals wenig Freude bei dem kath. Religionslehrer - er sei total bodenlos, meinten sie...

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Boshafte Randbemerkungen.

      Nien , ich war leider nicht im katholischen Religionsunterricht: Bare ich habe die Bücher meines Grossvaters, einegsegnet 1909.

      wenn wir cshon - zu Recht !! gegen die Katholische Kirche argumentieren - oder aggressiv polemisieren - dann sollen die Argumente wenigstens stimnmen.

      Zum Beispiel : Der Priestersagt nach der Beiche .Ego te absolvo. Für das göttliche Vergeben steht "dimitto". Das sagt der Priester NICHT Oder der Priester bringt Jesus in der Wandlung in die Hostie. Blasphamie !!! Der ist allmächtiger als Jesus, der holt ihn vom Himel herunter !!! - - Nein, dies ist nur eine anderes Verständnis von "Nehmet, esset, das ist mein Leib" (Luther) - touto mou estin to swma ".

      Darüber hat schon lLuther polemisiert : "Est, est !!" - -Ted Wilson sagte neulichst : "ihr kennt meine Meinung, un die ist biblisch begründert" - Ja, so wie er die Bibel versteht. Du und ich vesretehn sie anders. Dsa wollen wir in aller Demut bekennen, - - dann aber werden wir es sehen von Angesicht zu Anagesicht.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • tricky schrieb:

      Hallo zusammen,

      wieder in Zusammenhang mit dem NDR Info "Im Anfang war das Wort", diesmal Cem Özdemir zum Thema Flüchtlinge.

      Eine Aussage in seinen Antworten ging in Richtung: Ich kam als gemäßigte (säkularer) Muslim nach Deutschland und weil es keinen islamischen Religionsunterricht gab, bin ich halt in den christlichen (evangelischen) Religionsunterricht gegangen. "Die glauben ja auch an einen Gott wie wir" (Aussage von seiner Mutter)

      Bei uns in Österreich kann man sich vom Religionsunterricht abmelden lassen. Wenn man nicht Katholik oder Evangelischer ist, dann ist man von dieser Sache freigestellt. Finde ich auch gut, dass man sich das aussuchen kann, dass man also die Freiheit hat. In Privatschulen ist das anders. Egal, was mich interessiert ist die Frage: Sollte ich als Christ (egal) jetzt als welcher in einen anderskonfessionellen Religionsunterricht gehen? Würdet ihr euer Kind dort hin schicken? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?

      Ich stelle die Frage vielleicht noch etwas provokanter: Würdet ihr euer Kind in den Religionsunterricht, der von Zeugen Jehovas gestaltet wird, schicken, weil die gerade in eurer Schule eine so große Mehrheit sind, dass dieser Religionsunterricht angeboten wird?

      viele Grüße

      Tricky
      Na ja, die Einstellung seiner Mutter hat Cem Özdemir sicher nicht geschadet. ;)
      Was mich angeht, so war bei uns eigentlich der evangelische Reliunterricht sozusagen das Sammelbecken für alle, die nicht katholisch waren, egal. welcher sonstigen Konfession. Daher hab damals auch ich (baptistisch erzogen) dort teilgenommen, eigentlich, abgesehen von 4 Jahren im kth. Mädcheninternat in Sigmaringen, während meiner gesamten Schulzeit.
      Ja, der Reliunterricht! Die Lehrer hatten es diesbezüglich jedenfalls nicht unbedingt einfach mit mir. *g*
      In der 5. oder 6. Klasse schrieb ich mal einem Relilehrer in die Klassenarbeit "Und ich glaube nicht an Ihren Charles Darwin, egal, was Sie dazu sagen."
      Später dann hab ich bei den Relilehrern so jede Unterrichtsstunde kommentiert, was ich gut fand und was ich mir wie anders gewünscht hätte - entweder persönlich oder durch entsprechende Kommentare zum Unterrichtsstoff. ;)
      So wußten die bei mir jedenfalls sehr genau, woran sie waren...
      Hmm, da ich nicht verheiratet bin und auch keine eigenen Kinder habe, ist die Frage sehr theoretisch, wie ich es bei eigenen Kindern handhaben würde.
      Ich denke mal, ich würde versuchen, sie in dem Reliunterricht unterzubringen, der am ehesten meinen Glaubensüberzeugungen entspricht, ggf. auch auf einer christlichen oder adventistischen Privatschule. ;)
      Bei den Zeugen Jehovas nur dann, wenn ich sie vorher über die Sonderlehren der Zeugen Jehovas aufgeklärt hätte und ihnen gesagt, daß letztlich das zählt, was eine ganz normale (Elberfelder, Luther, Schlachter z.B.) Bibel sagt. ;)
    • ... solange der Religionsunterricht dem Curriculum (Lehrplan) für öffentliche Schulen folgt,
      sehe ich da kein Problem, dass ein Schüler / eine Schülerin irgendwie indoktriniert werden könnte,
      dieser Unterricht ist wohl eher informativ als konfirmativ;
      wer dennoch Befürchtungen für das Seelenheil seiner Kinder hegt,
      hat an staatlichen Schulen immer auch die Wahl, einen bekenntnisorientierten Religionsunterricht zu vermeiden
      und durch Philosophie- oder Ethikunterricht zu ersetzen.

      Der private Bereich des Religionsunterrichts ist mir da schon viel suspekter,
      wenn ich mir so anschaue, was die Kinder in salafistisch orientierten Koranschulen
      (aber bei weitem nicht nur dort, Fundamentalisten gibt es auch anderswo...)
      alles so lernen, dann rollen sich mir die Fußnägel auf ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • tricky schrieb:

      Sollte ich als Christ (egal) jetzt als welcher in einen anderskonfessionellen Religionsunterricht gehen?
      Hallo Tricky,

      wir haben da in unserem Fall in Österreich ein kleines Problem!

      Gehört man z. B. der röm.-kath. Kirche an, dann darf ich als Schüler nur an dem röm.-kath. Religionsunterricht teilnehmen. Er ist dann auch ein Pflichtgegenstand. Ebenso gilt das für den evangelischen, den freikirchlichen, sowie den jüdischen oder islamischen Religionsunterricht. Außer, ich als Elternteil, melde mein Kind innerhalb der 1. Schulwoche des neuen Schuljahres, vom Reli-Unterricht schriftlich ab.

      Einzig die Schüler, die in ihrem Bekenntnis o. B. (ohne Bekenntnis) stehen haben, können den Religionsunterricht als Freigegenstand auswählen.

      Zu den Zeugen Jehovas kann ich soviel sagen; sie bieten weltweit keinen Religionsunterricht in den Schulen an, um den staatlichen Kontrollen zu entgehen!

      LG aus Oberösterreich
      „Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)
    • Altor schrieb:

      wir haben da in unserem Fall in Österreich ein kleines Problem!
      das Problem kann ich nicht erkennen,
      denn nach Deiner Darstellung können doch alle Eltern frei entscheiden,
      welcher Art von 'Religionsunterricht' sie ihre Kinder aussetzen wollen ...

      nachtrag: vor einer Entscheidung sollte man sich einfach mal die Lehrpläne für das Fach anschauen,
      die sind sowohl in Österreich als auch in der Schweiz und Deutschland öffentlich einsehbar ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)

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