Abtreibung

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    • gabriel87 schrieb:

      HeimoW schrieb:

      die eine andere Position zu HS einnehmen
      Darum geht es nicht !!! Eine andere Position ? Eine andere Position die einen Menschen in den Tod treibt ? Das ist keine Meinung, wenn jemand sagt: "Man kann sich für HS entscheiden" - Heimo, wann hast denn Du dich entschieden heterosexuell zu sein ? Egal oder ? War ja nur eine kranke Schw*****l die sich da das Leben nahm, oder ? .

      Ich weiß nicht, warum Du dich so aufplusterst.
      Es gibt mehr Tote durch Suizid, als durch Verkehrsunfälle. Du greifst einen Fall auf, der erstens mit den Personen, die du im Video gezeigt hast nichts zu tun hat, zweitens wissen wir nichts näheres über den Fall, drittens hat er absolut nichts mit Abtreibungen zu tun.
      Niemand hat in irgendeiner Weise den Selbstmörder disqualifiziert, oder qualifiziert. Du machst aus der Frage nach der Abtreibung eine Diskussion über die sexuelle Orientierung und ob man die Wählen, ändern oder "heilen" könnte. Ich bin davon nicht persönlich betroffen und kann daher nichts sagen. Ich kann aber auch nicht beurteilen ob diese Leute von "Outcoming ministries" (?), die behaupten als Betroffene über ihr eigenes Leben zu sprechen, Recht haben oder nicht. Ich hab sie mir weder in Natura noch auf Video angesehen, bezweifle daher ihre Position ebensowenig wie Deine. Dass Du aber unterstellst der suizidale Jugendliche werde heruntergemacht, nur weil ich schreibe es sei hier OT ist eigenartig...
      .
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • HeimoW schrieb:

      Ich weiß nicht, warum Du dich so aufplusterst.
      Und ich weiß nicht, warum Du mit mir über Abtreibung diskutieren willst. Du hast Deinen Standpunkt bereits in einem anderen Thread geäußert und ich habe meinen Standpunkt. Was gibt's da noch viel zu sagen ? Das es Dir nicht darum ging, zu einem "gemeinsamen Verständnis" zu kommen, ist wohl offensichtlich.

      HeimoW schrieb:

      Es gibt mehr Tote durch Suizid, als durch Verkehrsunfälle. Du greifst einen Fall auf, der erstens mit den Personen, die du im Video gezeigt hast nichts zu tun hat, zweitens wissen wir nichts näheres über den Fall, drittens hat er absolut nichts mit Abtreibungen zu tun.
      Wenn eine Frau zu Jesus gekommen wäre und ihn gefragt hätte würde er möglicherweise sagen: "Liebe Frau, überlege Dir gut, was Du machst. Denke an die erheblichen medizinischen und psychischen Folgen einer Abreibung. Unter Umständen kann es Dir schwer zu schaffen machen. Denke auch an mögliche Spätfolgen - vielleicht quälen Dich die Selbstvorwürfe nach der Abtreibung jahrelang. Denke an das kleine Baby, das so gerne in Deinen Armen liegen würde."

      Zu den Menschen, die dabei stehen und zuhören, würde Jesus vielleicht sagen: "Geht hin und sorgt für die Frau mit ihrem Baby. Allein schafft sie es nicht. Aber Ihr besitzt so viel Hab und Gut, dass es für Euch eine Kleinigkeit ist. Wenn die Frau aus Verzweiflung abtreibt, dann seid Ihr mitschuldig an der Tötung des Kindes."

      Das Video soll einfach nur zeigen, mit welchen Absurditäten Homosexuelle von adventistischer Seite aus belagert werden. Ihm wurde eingeredet, dass er "krank" sei, dass er "abartig" wäre und das er sich entschieden hätte (!!!) schwul zu sein. Man setzte ihm psychisch so unter Druck, dass er keinen Ausweg mehr sah, als sich selbst das Leben zu nehmen. Ich würde es nicht wagen, jemanden die Mitschuld daran zu geben. Aber angesichts dessen, frag' Du mich bitte nicht, was ich vom Töten halte...

      Scheint, als ob Du beim "Töten" doch Abstufungen machst...

      HeimoW schrieb:

      Ich bin davon nicht persönlich betroffen und kann daher nichts sagen.
      Bist Du von einer Abtreibung persönlich betroffen ?

      HeimoW schrieb:

      Dass Du aber unterstellst der suizidale Jugendliche werde heruntergemacht, nur weil ich schreibe es sei hier OT ist eigenartig...
      Das ist Deine Sichtweise Heimo.

      Mehr habe ich nicht mehr zu sagen.
    • gabriel87 schrieb:

      ...Das Video soll einfach nur zeigen, mit welchen Absurditäten Homosexuelle von adventistischer Seite aus belagert werden. Ihm wurde eingeredet, dass er "krank" sei, dass er "abartig" wäre und das er sich entschieden hätte (!!!) schwul zu sein. Man setzte ihm psychisch so unter Druck, dass er keinen Ausweg mehr sah, als sich selbst das Leben zu nehmen. Ich würde es nicht wagen, jemanden die Mitschuld daran zu geben. Aber angesichts dessen, frag' Du mich bitte nicht, was ich vom Töten halte...

      1. Ich habe einen Thread geöffnet nicht dich speziell gefragt.
      2. Nachdem die, die das machen, was Dir so verwerflich erscheint, selbst Betroffene sind kann ich schwerlich behaupten es wären "Absurditäten" - aber wie gesagt, nicht mein Thema und das sollen sie sich mit anderen Betroffenen ausmachen.
      3. Soweit mir bekannt hat der von Dir als Argument missbrauchte suizidale Jugendliche nichts mit Adventisten zu tun gehabt und wurde daher auch nicht "von adventistischer Seite belagert."
      Liebe Grüße, Heimo
    • philoalexandrinus schrieb:

      Da existiert ein absolut einmaliges menschliches Individuum. Das es zu schützen und zu bewahren gilt !
      Aber kann man dieses menschliche Früh-Fötenindividuum wirklich mit einem erwachsenen Menschen/ Baby ( wie es der von manchen gebrachte Vergleich zur Euthanasie nahelegt ) vergleichen oder mit einem spätschwangerschaftlichen ? Kann man diesen Schutz von dem du sprichst mit der Bibel begründen ?

      Mir scheint es ein bischen so als habe man den Wert des vorgeburtlichen Menschen erst eben mit dieser neuen Medizin erkannt , die es möglich gemacht hat durch Ultraschallaufnahmen und Ähnliches einen Blick in den genauen Ablauf zu bekommen.


      Aus einem Geoartikel über Schwangerschaft 2013 / Januar

      " Denn bei aller Sorge um das Wohlergehen des Ungeborenen war dieses zuvor weitgehend abstrakt geblieben. Man "sah " buchstäblich nur die Mutter. Und es waren ihre Interessen die im Zweifelsfall den Ausschlag gaben. Erwies sich eine Entbindung beispielsweise als schwierig und sollte abgebrochen werden , dachten sich die Geburtshelfer bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wenig dabei den Schädel eines Babys im Beckenkanal zu zertrümmern und es anschließend mit Messern zu zerstückeln , sodass sie es herausziehen konnten "
    • HeimoW schrieb:

      Ich habe einen Thread geöffnet nicht dich speziell gefragt.
      In welchem Du eine Aussage von mir zitiert hast und gefragt hast, ob man töten soll ? Wozu 2 Themen mit dem selben Inhalt?

      HeimoW schrieb:

      Soweit mir bekannt hat der von Dir als Argument missbrauchte suizidale Jugendliche nichts mit Adventisten zu tun gehabt und wurde daher auch nicht "von adventistischer Seite belagert."
      Red' bitte Klartext --> Soweit Dir bekannt --> aus welcher Quelle ? Weil ich nicht explizit "adventistisch" dazu schrieb ? Und nun leugnest Du einfach das dem nicht so ist? Du bist echt arg...

      Wieso fängst Du eigentlich nicht gleich damit an alles zu zensieren was Dir nicht in den Kram passt ?
    • Bei diesem Thema Abtreibung, fällt mir gerade auf, dass hier nur Männer mitschreiben, die nicht ungewollt Schwanger werden können.


      Was fühlen Frauen, nach einer schweren Vergewaltigung und nach der Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft? Wie fühlt sich Ekel und Scham an und dann das Wissen, das vom Täter etwas im Bauch heranwächst? Wie soll sie mit dem Kind, das aus ihrem Bauch kommt umgehen. Darf sie es ablehnen, kann sie es vielleicht dennoch lieben, muss sie es ablehnen, um zu überleben...?
      Was fühlen Frauen die schon 3 Kinder haben, vom Ehemann geschlagen werden, keine Freunde und keine Familie haben und nicht wissen wie sie das 4 Kind durchbringen werden. Ja, wie wird er zuschlagen wenn er von der erneuten Schwangerschaft hört.....
      Was fühlt eine Frau, die Drogen nimmt und Alkohol trinkt und nicht mehr so genau weiß, von wem sie schwanger ist....
      Wie fühlt eine 14 jährige, die von der Familie zum Abtreiben gedrängt wird oder die ihr Kind heimlich austragen musste, um es dann zur Adoption frei zu geben
      Wie fühlte sich eine Frau, die gern ihr Kind ausgetragen hätte, aber aus gesundheitlichen Gründen ihr Kind abtreiben musste.....
      Ich könnte hier noch mindestens 10 weitere Beispiele nennen, was Frauen so bzgl Abtreibung alles erleben...oder fühlen
      Vielleicht sollten bei so einem Thema, betroffene Frauen zur Sprache kommen.
      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Ich habe leider schonmal eine Erfahrung mit einer Abtreibung gehabt. Vor einigen Jahren ist meine damalige schon längere Freundin ungewollt von mir schwanger geworden. Wir wollten es beide versuchen, meine damalige Partnerin hatte nach 7 Wochen Schwangerschaft eine sehr schwierige Zeit und viele Probleme in ihrem Leben, unsere Beziehung war auch nicht einfach. Sie hat sich eines Tages dazu entschieden eine Abtreibung vorzunehmen und mir erst danach etwas davon gesagt. Es war kein gutes Gefühl, mir ging es erst nicht gut damit und meiner damaligen Freundin auch nicht. Ich hätte es wirklich gewollt ein Kind zu bekommen. Ich war vor dieser Erfahrung schon der Meinung das eine Abtreibung ethisch in Ordnung ist und das die Entscheidung letztendlich die Frau trifft, wenn der Mann nur dafür ist, oder sich nicht dagegen entscheiden kann. Der Meinung bin ich immer noch. So eine Erfahrung ist definitiv sehr unangenehm für die Beteiligten und alles andere als leicht getroffen. Ich finde es schade um die Möglichkeit, die es gab ein Kind zu bekommen, denke aber auch das man zum Zeitpunkt des Schwangerschaftsabbruchs noch nicht von einem Menschen sprechen konnte.
    • dschohnny schrieb:

      Mich wundert es, das bei dieser Diskussion in christl. Kreisen fast nie über das Beispiel der Abtreibung in der Bibel gesprochen wird. Gibt es überhaupt eine andere Stelle in der Bibel in der Abtreibung konkret angesprochen wird bzw. diese verboten wird?
      Kurz und bündig: Nein.

      Bei Assyrern und Sumerer war Abtreibung im den Gesetz verankert. In der Bibel wurde das Thema nicht angesprochen. Hauptargument: Du sollst nicht töten. Diesem Gebot stehen aber eine große Zahl von Aufforderungen zum Töten gegenüber.

      Man mag behaupten, meine Aussage sei falsch - Nur gibt das niemandem das Recht, von anderen Menschen zu fordern, sich an die Worte einer bestimmten Schrift zu halten. Wenn Du einem Verein angehören würdest, der mit soviel Bigotterie , Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Gewalt und schierer Ignoranz behaftet wäre wie Religion, würde wohl jeder protestierend austreten.

      HeimoW schrieb:

      Und auch OT: Darüberhinaus ist es fragwürdig, die Erfahrungen derer zu diskreditieren, die eine andere Position zu HS einnehmen. Das gilt in beiden Richtungen, für die die meinen ihre sexuelle Neigung leben zu müssen, wie für die die meinen sie nicht ausleben zu dürfen oder ändern zu können.
      Heimo, ich nehm' STA beim Wort. Ist jetzt ein bisserl blöd, wohl habt ihr Euch da selbst eine Zwickmühle erschaffen. Eure adventistische Einstellung zur Trennung von Kirche und Staat müsste Euch eigentlich dazu inspirieren, dass ihr Euch für die bürgerlichen Rechte von Schwulen und Lesben einsetzt und damit zu deren Schutz vor Kriminalisierung, Hass, Verfolgung und Diskriminierung beizutragen. Nicht meine Worte - Eure Worte.

      Obendrein: Wann war es das letze mal als Homosexuelle vor Deiner Haustüre standen und sagten: "Guten Tag - Dürfen wir mit Ihnen über die frohe Botschaft von Elton John sprechen ? "

      HeimoW schrieb:

      Ich kann aber auch nicht beurteilen ob diese Leute von "Outcoming ministries" (?), die behaupten als Betroffene über ihr eigenes Leben zu sprechen, Recht haben oder nicht.
      Das sind adventistische Glaubensgeschwister, die werden doch wohl nicht lügen, oder ?

      Elli59 schrieb:

      Vielleicht sollten bei so einem Thema, betroffene Frauen zur Sprache kommen.
      Danke Elli, dass Du dich zu Wort gemeldet hast. Die Sichtweise einer Frau zum Thema war mir sehr wichtig.

      dschohnny schrieb:

      Ich habe leider schonmal eine Erfahrung mit einer Abtreibung gehabt.
      Ich kann es mir nicht vorstellen, wie schwer die Sache für Dich / Euch gewesen sein muss, da ist ganz schön viel zusammengekommen. Ich sehe es auch so "das man zum Zeitpunkt des Schwangerschaftsabbruchs noch nicht von einem Menschen sprechen konnte."

      HeimoW schrieb:

      Nachdem die, die das machen, was Dir so verwerflich erscheint, selbst Betroffene sind kann ich schwerlich behaupten es wären "Absurditäten" - aber wie gesagt, nicht mein Thema und das sollen sie sich mit anderen Betroffenen ausmachen.
      Nein Heimo... Ist völlig toll, was die da machen ! Diese adventistische Zaubershow hat mich völlig aus den Socken gerissen, dass hat Weltformat. Dafür sollte man doch glatt Kulturförderung beantragen.

      Nun gut, wenn dem so ist, dann kann ich auch weiterhin im Forum Witze über den Glauben machen, was Dir so verwerflich erscheint, aber wie gesagt, nicht mein Thema, ich mach einfach meine Witze: Die katholische und evangelische Kirche übrigens möchte den Adventisten gegenüber solidarisch bei der Kommunion sein: Da diese wissen, dass sich Adventisten meist vegan ernähren, könnt ihr statt dem "Leib Christi" nun auch ein Stück von der Dornenkrone haben. :whistling:

      HeimoW schrieb:

      Soweit mir bekannt hat der von Dir als Argument missbrauchte suizidale Jugendliche nichts mit Adventisten zu tun gehabt und wurde daher auch nicht "von adventistischer Seite belagert."
      Ist "totschweigen" und "verleugnen von Problemen" eine Tugend ?

      sdakinship.org/de/resources/ar…alk-about-it/deutsch.html

      Übrigens eine Seite von den STA mit dem Thema "HS - Ein Appell an heterosexuelle Adventisten". Informativ und auch inhaltlich gut gestaltet, über ein paar kleine grammatikalische Übersetzungsfehler kann man ja getrost wegsehen, natürlich kann man aber auch kleinlich sein. Zuerst informieren, dann urteilen. Die Details zur konkreten Begebenheit reiche ich in den nächsten Tagen nach.

      HeimoW schrieb:

      Ich habe einen Thread geöffnet nicht dich speziell gefragt.
      Ich würde Dich bitten, dass in Zukunft zu vermeiden. Wenn Du einen Post ungefragt als Anfangspost in einen neuen Thread setzt, schreibt das UrhG vor, dass die Verfügbarkeit nicht automatisch bedeutet, dass dieser auch kopiert und verwendet werden darf. Wenn schon besserwisserisch und kleinlich, dann aber richtig, oder ?

      Wir können das Ganze aber auch ganz entspannt, friedlich und sachlich angehen...


      GLG

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    • @dschohnny:

      dass ich es anders sehe, weißt du ja bereits; wir hatten ja mal darüber debattiert.
      Ich respektiere es aber sehr, dass du so offen über deine Erfahrungen sprichst!

      Zu deiner Bibelstelle noch eine Anmerkung:

      "Hüfte schwinde und Bauch schwelle" bedeutet nicht Abtreibung, sondern Schwangerschaft.
      Es geht im Text darum, dass der Ehebruch offenbar werden soll, wenn er denn begangen wurde. Bei einer rituell iniziierten Abtreibung wäre das nicht der Fall.
      Der Fluch soll ein Schandzeichen offenlegen: wird die Frau schwanger nach dem Trinken des Wassers, so beging sie Ehebruch. Das uneheliche Kind wäre dann das Schandzeichen.
      Deshalb wird es auch nicht "benannt" als Kind oder Nachwuchs, sondern es wird nur vom Phänomen der Schwangerschaft gesprochen: die Hüfte schwindet und der Bauch schwillt.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Schwertwal schrieb:

      Mir scheint es ein bischen so als habe man den Wert des vorgeburtlichen Menschen erst eben mit dieser neuen Medizin erkannt , die es möglich gemacht hat durch Ultraschallaufnahmen und Ähnliches einen Blick in den genauen Ablauf zu bekommen.


      Aus einem Geoartikel über Schwangerschaft 2013 / Januar

      " Denn bei aller Sorge um das Wohlergehen des Ungeborenen war dieses zuvor weitgehend abstrakt geblieben. Man "sah " buchstäblich nur die Mutter. Und es waren ihre Interessen die im Zweifelsfall den Ausschlag gaben.



      Dem steht die Aussage über Johannes den Täufer gegenüber : "Vom Heiligen Geist erfüllt im Mutterleibe". Dem steht der Eid des Hippokrates - den heutzutage niemand schwört ! - als historisch -heidnischens Zeungis entgegen. Dem steht eine Stelle von Cicero entgegen. Und die Kirchenväter nach Origenes haben sich auch etwas gedacht. Jene "Zauberer" = Giftmischer, die Paulus vom Himmelreich ausschliesst, sollen auch reichlich Abortiva auf den Markt geworfen haben.

      Das Volkstum wusste um die "geheimen Mittelchen" auch in unseren Breiten bescheid : "Petersil und suppenkraut wächst in unserem Garten. Unser Lieschen ist dieBraut, muss nicht lange warten." Petersil : In kleinen Dosen harntreibend, in grösseren ein Aphrodisiakum, in noch grössern ein Abortivum. - ERs gibt noch eine ülle anderer derartiger Sprüche, den Sexualkundeunterricht brauchten die lieben Kleinen vor Zeiten nicht !

      Wenn ich persönlich das Leben der Mutter gegenüber dem Leben des Ungeborenen abgewogen habe - meine möglichen Fehleinschätzung und Unvollkommenheit bewusst- so ist das meine Gewissensentscheidung. Die katholische kirche hat von alters her das Leben der Mutter gar nicht abgewogen - Mutter tot, aber Kind gerade noch mit drei Atemzügen notgetauft. Oder dem Ungeborenen im Muttermund noch shnell mit der "Taufspritze" das Sakrament gespendet - was beide seltenüberlebt haben.


      Gerade wenn wir uns so gerne (ich auch ! - nur nich der "Gesundkost" wegen !) auf 1. Korinther 3, dort besonders die Verse 16 und 17 sowie auf 1. Korinther 6, 19. und 20. berufen, so sollte dies eingebettet sein in eine grundsätzliche heilige Scheu vor der leiblichen Existenz des Menschen. Dies betrifft beonders die Reproduktionsmedizin , diese aber nicht nur.

      Ein "Gesetz", ein "Grundsatz" gibt eine ideale Normvorstellung vor; das Richten daraus steht uns nicht zu : Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein - -
    • hm, vielleicht sind ja die Fragen auch einfach die:

      "Welche Möglichkeiten bietet unsere Gesellschaft Kindern, die aus welchen Gründen auch immer, nicht von ihrer Mutter erzogen werden können?"

      "Wie werden sogenannte 'Rabenmütter' von unserer Gesellschaft behandelt?"



      Ghasel, mit lieben Grüßen
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Hi

      Ich finde das Thema sehr schwierig und ich wüsste nicht was ich einer Frau als Seelsorger raten würde. Ich glaube man könnte sicherlich gemeinsam mal anschauen, was dafür und dagegen spricht, aber ich denke das machen die meisten sowieso schon. Ich würde der Frau einfach zu verstehen geben, dass Gott sie so liebt egal welche Entscheidung sie fällt. Ebenso würde ich ihr meine Unterstützung zusichern egal, ob sie sich für oder gegen das Kind entscheidet. Ich glaube, das ist das wichtigste, das man in einer solchen Situation machen kann. Die Frau stärken, ihr zu spüren geben, dass man für sie da ist egal ob ich ihre Entscheidung gut finde oder nicht. Das sollte auch eine Gemeinde so machen. Möglichst den Druck wegnehmen, Hilfe geben, für die beroffene Seele einstehen und beten und ihr das Gefühl von Geborgenheit geben.
      Ich finde eine mögliche Abtreibung ist ein sehr schwieriger Entscheid und ich möchte mit keiner Frau tauschen müssen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Eine freie Entscheidung ?

      Das Thema ist wirklich schwierig.

      Für mich stellt sich in erster Linie nicht die Frage ob Abtreibung Mord oder nicht Mord ist. Sondern ob und inwiefern eine Kirche oder Glaubensgemeinschaft sich in solch' persönlicher Thematik mit Sätzen wie "Das ist Mord" einmischen soll.

      Gott kann jeden von uns im Dienst an anderen Menschen und ihren Problemen gebrauchen.

      Was hat dieser oder jener Bibelvers (Mord/nicht Mord) mit der persönlichen Frage einer Frau zu tun, die über eine Abtreibung nachdenkt ? Hilft es bei schwierigen Entscheidungen, wenn wir davon ausgehen, dass unser eigenes Schriftverständnis, unser eigener Wille automatisch der Wille Gottes ist ?

      Hat im Christentum der freie Wille nicht einen hohen Wert ? Nur ein Mensch, der sich frei entscheiden kann, ist verantwortlich für sein Tun. Anderenfalls gäbe es keine Sünde, oder ?

      Wann immer wir über die Qual der Wahl stöhnen oder unter Entscheidungs(un)fähigkeit leiden – Machen wir uns bewusst, dass diese Schwierigkeiten allemal leichter zu ertragen sind als das Gefühl, gar keine Wahl zu haben, wenn gesagt wird: "Abtreibung ist Mord und punkt."


      GLG
    • DonDomi schrieb:

      ... Ebenso würde ich ihr meine Unterstützung zusichern egal, ob sie sich für oder gegen das Kind entscheidet. Ich glaube, das ist das wichtigste, das man in einer solchen Situation machen kann. Die Frau stärken, ihr zu spüren geben, dass man für sie da ist egal ob ich ihre Entscheidung gut finde oder nicht. Das sollte auch eine Gemeinde so machen. ...

      ... welche Unterstützung könnte die Frau denn konkret erwarten, wenn sie sich trotz 'widriger Umstände' für das Kind entscheidet ?

      Ghasel, mit lieben Grüßen
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Rabenväter

      Ghasel schrieb:

      "Wie werden sogenannte 'Rabenmütter' von unserer Gesellschaft behandelt?"
      Und die "Rabenväter" ?

      Da wird fast immer nur von den Frauen gesprochen und zu selten von den Männern. Finster genug, doch warum reden wir immer nur über die Frauen? Der "Rabenvater" sitzt unbehelligt im Büro und kümmert sich um sein Fortkommen, während Frauen die nach der Karenz schnell wieder arbeiten gehen gerne mal als "Rabenmutter" dargestellt werden.


      GLG
    • RE: Rabenväter

      gabriel87 schrieb:

      ... doch warum reden wir immer nur über die Frauen? ...

      na ja, es liegt beim Thema Abtreibung zunächst einmal nahe, sich mit den Frauen zu beschäftigen; aber Du hast schon Recht, die Ursache für die Problematik liegt tatsächlich häufig bei den Männern ...

      Ghasel, mit lieben Grüßen

      p.s.: Rabenvögel sind eigentlich gar keine schlechten Eltern ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Ghasel schrieb:

      DonDomi schrieb:

      ... Ebenso würde ich ihr meine Unterstützung zusichern egal, ob sie sich für oder gegen das Kind entscheidet. Ich glaube, das ist das wichtigste, das man in einer solchen Situation machen kann. Die Frau stärken, ihr zu spüren geben, dass man für sie da ist egal ob ich ihre Entscheidung gut finde oder nicht. Das sollte auch eine Gemeinde so machen. ...

      ... welche Unterstützung könnte die Frau denn konkret erwarten, wenn sie sich trotz 'widriger Umstände' für das Kind entscheidet ?

      Ghasel, mit lieben Grüßen


      Naja Du musst sehen, ich bin Seelsorger (auch wenn ich damit kein Geld verdiene) von her kann ich da eher moralische Unterstützung als Finanzielle bieten, allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht genau weiss, was unsere Kirche an finanzieller Unterstützung kennt, für solche Fälle. Wie gesagt, ich war bisher noch nie mit einem solchen Fall konfrontiert, aber ich würde sicherlich auch Abklärungen treffen, was es an zusätzlicher Unterstützung gibt, aber ich weiss es im Moment einfach nicht. Ich denke aber gerade bei Glaubensgeschwistern ist der Gewissenskonflikt sehr gross, vor allem auch, wie das von der Kirche angesehen wird, und da finde ich es wichtig, dass man Ängste wegnimmt.
      Für mich ist eine Frau, die abgetrieben hat, kein schlechterer Mensch als ein anderer, auch wenn ich persönlich Abtreibung für keine gute Entscheidung halte, aber das sagt sich ja so einfach.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Sie hat abgetrieben versus Wir haben abgetrieben

      Ghasel schrieb:

      na ja, es liegt beim Thema Abtreibung zunächst einmal nahe, sich mit den Frauen zu beschäftigen; aber Du hast schon Recht, die Ursache für die Problematik liegt tatsächlich häufig bei den Männern ...
      Stimmt, da gebe ich Dir vollkommen Recht.

      Vielleicht ist es ein Denkfehler von mir (es erinnert mich etwas an die Frage "Huhn oder Ei"), was war vor der Frage der Abtreibung ? Zum Sex gehören zwei. Ich kann's sicher nicht pauschal sagen, in meinen Bekanntenkreis kenn' ich kein Mädel und auch keine Jungs, für die eine ungewollte Schwangerschaft eine leichte Situation wär.

      Wie gesagt – kann mein Denkfehler sein – ich stell' mir die Frage nach Gerechtigkeit. Und da die Schuld immer nur auf Frauen zu schieben (sie hat ja das Kind im Bauch) sehe ich persönlich als ungerecht. Als Beispiel: Für Christen vielleicht undenkbar (Kein Sex vor der Ehe), doch "in der Welt" sieht es anders aus: Wenn ein Mädel heute einen regeren (sexuellen) Partnerkontakt hat, dauert es nicht lange und das Mädchen wird als "Schlampe" abgestempelt. Wenn die Jungs regen (sexuellen) Partnerkontakt haben, dann sind sie die Helden. Und montagmorgens im Zug auf dem Weg zur Arbeit/Schule prahlen die Jungs lautstark, wie viele Mädels dieser am Wochenende "flach gelegt" hat.

      Es gibt Männer, die "ihre" persönliche Geschichten "ihrer" Abtreibungen erzählen.
      Sie schildern ganz subjektiv die Ereignisse, die oft lange zurückliegen. Viele dieser Männer waren vor der Entscheidung hin- und hergerissen, wie die Frauen; sie sprechen von Reue, weil sie die Entscheidung ihrer Partnerin überlassen haben und das nun für einen Fehler halten. Mehrere Frauen hatten ihren Männern signalisiert: "Hättest du nur deutlich gesagt, dass du dir ein Kind mit mir vorstellen kannst, ich hätte es bekommen." Einige Männer waren von dem eigenmächtigen Handeln der Partnerin wie vor den Kopf gestoßen. Einen brachte die Abtreibung so aus der Fassung, dass er Strafanzeige stellte, um sie zu verhindern, vergeblich. Zwei Männer sagten, nach der Abtreibung hätten sie plötzlich den Wunsch gespürt, Vater zu werden. Alle hat dieses Erlebnis verändert, es hat sie geprägt.

      ===========================================================================================================================================================================
      Es heißt "Du sollst nicht töten". Man spricht sich für die Möglichkeit zur Abtreibung aus, als "christliches Argument" kommt: Man kann nicht für die Möglichkeit einer Abtreibung sein und gleichzeitig gegen Krieg oder Todesstrafe " Das empfinde ich als Polemik: Opfer in Kriegen oder bei der Todesstrafe sind ausgewachsene und bewusste Lebewesen. Die moralischen Fragen, die hinter den Themen stehen, sind anders.

      Ich spreche mich auch deutlich gegen ein "Abtreibungsverbot per Gesetz" aus. Für viele Christen undenkbar, manche haben mir schon wegen dieser Ansicht meinen Glauben abgesprochen...
      Selbst wenn "verboten", man könnte leicht Mittel, welche eine Abtreibung einleiten, auf dem Schwarzmarkt erwerben. Das Verbot bewirke lediglich, dass Abtreibungen spät in der Schwangerschaft, von unqualifizierten Menschen und unter unhygienischen Bedingungen durchgeführt werden. Auch in Europa war der Abbruch bis in die 70er Jahre verboten, und trotzdem hat es unglaublich viele Abbrüche gegeben, verbunden mit zahlreichen Komplikationen und Todesfällen aufgrund der unsachgemäßen Durchführung.

      Dies führt dann zu einer großen Gefahr für die Gesundheit und das Leben von Frauen. Wie sieht es da mit der "christlicher Sicht" von "Du sollst nicht töten" aus, wenn sich Christen in Politik und Gesetz einmischen, um ein Abtreibungsverbot zu befürworten / zu ermöglichen ?


      Ghasel schrieb:

      p.s.: Rabenvögel sind eigentlich gar keine schlechten Eltern ...
      Das wusste ich gar nicht. Vielen Dank für den Hinweis. Hab' mich gerade ein bisserl informiert: Rabenvögel sind erstaunliche Wesen. Voll cool :)


      GLG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Also wir haben Schwangerschaftskonfliktberatung in der Diakonie zum Beispiel; mehr oder weniger gut und professionell gestaltet, da gibt es teilweise noch viel Ausbaubedarf. Bei vollzogener Abtreibung gibt es ebenfalls Beratung und Seelsorge.

      Natürlich wollen wir, dass man nicht abtreibt! Das ist erstmal die Position. Aber wenn es geschehen ist, dann muss man der Frau bzw. der Familie helfen; es hat keinen Sinn über ein abgetriebenes Kind zu diskutieren, nach dem Motto: "Hättest du nicht, dann..."; das hilft keinem.
      Den Konflikt verspürt die Frau bereits, sonst bräuchte sie keine Hilfe; Vorwürfe sind da deplatziert! Wäre es ihr egal, hätte sie eh keinen Gesprächsbedarf; davon kann man dann halten, was man will.

      Die Lebenssituation der Frau ist ihre Lebenssituation; darauf muss dann eingegangen werden. Erstmal gilt die Position für das ungeborene Leben, das ist eine ganz klare Aussage!

      Ein Mensch ist ein Mensch, sobald man von ihm weiß! Die "Entwicklungsstufe" ist egal!
      Sobald die Frau weiß, dass sie schwanger ist, empfindet sie einen Menschen in sich; sie empfindet keinen "Zellhaufen" (eine Frau, die so denkt, hat ne Störung).
      Man erfährt, dass man ein Kind bekommt, und sofort zieht dieses Wesen alle Aufmerksamkeit, alle Sorgen, alle Ängste und Hoffnungen auf sich, obwohl es nur aus ein paar Zellen besteht. Ich habe es bei meiner Frau und mir erlebt, ebenso, wie bei anderen.

      Menschsein ist keine biologische Einheit, sondern eine ideelle Einheit.
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • gabriel87 schrieb:

      Wenn die Jungs regen (sexuellen) Partnerkontakt haben, dann sind sie die Helden. Und montagmorgens im Zug auf dem Weg zur Arbeit/Schule prahlen die Jungs lautstark, wie viele Mädels dieser am Wochenende "flach gelegt" hat.

      Ich höre oder lese über die Medien immer wieder einmal solche pauschalen Vorwürfe gegen Männer und bin der Ansicht, dass viel davon Phanasie und Mythenbildung ist. Ähnlich wie die Behauptung aus feministischen Kreisen, dass Männer im Beruf immer durch Männer-Netzwerke bevorzugt würden. Ich habe mal einen sehr guten Freund allein unter vier Augen vertraulich und ernsthaft gefragt, ob er solch einen konkreten Fall dieser Art persönlich erlebt hat. Antwort: Nein. Ob er jemals von einem solchen Fall in seinem Umfeld, einem konkreten Fall, auch nur gehört habe. Antwort: Nein. Ob er irgendeine Art von Männer-Netzwerk selber kennt, das in dieser Art wirke. Antwort: Nein.

      Natürlich ist es schwierig von persönlichen Erfahrungen auf die Allgemeinheit zu schließen. Jedenfalls kann ich mich aus meiner Jugend an kein einziges Gespräch im Bus erinnern, in dem meine damals jungen Altersgenossen sich ihrer jüngsten sexuellen Kontakte gebrüstet hätten, -- und schon gar nicht an regelmäßige Gespräche dieser Art. Das könnte auch ein Schichtenproblem sein; ich jedenfalls kann mich nicht erinnern, dass Männer aus meiner Bekanntschaft sich überhaupt umfänglich oder gar in prahlerischer Absicht über ihre Sexualpartner und ihr Sexualleben geäußert haben.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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