Ein Zeugnis für Gott

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    • Ein Zeugnis für Gott

      gabriel87 schrieb:

      irgendwie will nix so richtig helfen, dann fragst Dich, wo in einer solchen Situation Gott ist...

      Seele1986 schrieb:

      ich schreib per PN weiter mit dir!
      Niemand wird es nachvollziehen können, was wir per PN geschrieben haben. Vergiss' das Negative was ich gesagt habe!

      Ich möchte jetzt für Gott Zeugnis geben:

      Ich denke, mir ist in den letzten 24 Stunden so einiges klar geworden... Bitte bete für mich, dass meine Augen auf Jesus gerichtet bleiben. Gott würde so etwas niemals tun, aber wenn notwendig, soll er meinen Blick erstarren lassen, dass ich meine Augen nicht mehr vom Kreuz abwenden kann. Als Jesus den Petrus einmal über das Wasser zu sich kommen ließ, machte Petrus den Fehler, dass er „auf den Windsturm blickte“. Da verlor er den Mut und fing an zu sinken.

      Aus dem, was Petrus und Elia erlebten, ziehe ich nun eine Lehre für mich: Wenn uns der Mut nicht verlassen soll, dürfen wir nicht über Gefahren nachgrübeln, die uns nur Angst machen. Wir müssen unseren Blick auf Gott richten, der uns Kraft und Hoffnung geben kann. Die Geschichte von Elia tröstet mich, es ging ihm nicht anders.

      In seiner abgrundtiefen Verzweiflung wollte auch Elia nicht mehr leben. „Ich bin nicht besser als meine Vorväter“, sagte er. Wie oft sagte ich das schon ? Ich kam/komm mir genauso wertlos vor. Kein Wunder, dass Elias schrie: „Es ist genug!“ Für ihn hatte das Leben keinen Sinn mehr. So schrie ich auch schon.

      Ich lebe mein Leben in einem kritischen Umstand, mit den man "schwer fertig wird". Vor lauter Erschöpfung habe ich gestern den ganzen Tag verschlafen. Lange bekam ich von Gott keine Antwort, er schien so abwesend. Oft hatte ich in letzter Zeit den Eindruck, als ob Gott gar nicht helfen will. Dachte, dass ich es mir mit Gott verscherzt habe. Heute in der Früh war ich so zornig, dass ich auf meine Bibel gespuckt habe und sie in ihre Einzelteile zerissen habe... Das ist übrigens schon die zweite Bibel, die ich auf diese Weise zerstört habe. Nennt mich deswegen ruhig einen Gotteslästerer...Schlief mit dem Gedanken ein, dass ich nicht mehr will und nicht mehr kann. Wie hat Gott dabei wohl empfunden ? Kurz vor dem Aufwachen vernahm ich ein "Flüstern" im Herzen: Die Reise ist zu viel für dich ! Ich habe mir nicht viel dabei gedacht, erst nach ein paar Stunden wach sein, wurde mir bewusst, was das bedeutet.

      Gott allein weiß, wohin mein Weg führt. Er weiß aber auch, dass ich das aus eigener Kraft nicht schaffen kann. Wie oft haderte ich mich Gott? War enttäuscht, mutlos, wütend oder zornig ? Die Reise ist zu viel für dich ! Seht welche Liebe uns der Herr erwiesen hat, heißt es in der Bibel.

      Amen! Ich diene einem Gott, der meine Ziele und Grenzen besser kennt als ich selbst. Und Dein Wort wurde mir zu Speise! Elias wurde durch einen Engel leiblich gesättigt,
      durch die eine Mahlzeit lösten sich Elias Probleme zwar nicht in Luft auf, doch sie gab ihm auf übernatürliche Weise Kraft.

      Dieser eine Satz "Deine Reise ist zu viel für Dich " ist für mich Nahrung.

      Vielleicht liest jemand meine Erfahrung und steckt in ähnlichen Krisen. Gott versorgt seine Kinder auch heute, aber er beschafft uns nicht durch ein Wunder buchstäbliches Essen.

      Er gibt uns auf andere Art Kraft, was viel wichtiger ist (Matthäus 4,4). Nehmen wir solche „Nahrung“ zu uns, lösen sich unsere Probleme wahrscheinlich auch nicht in Luft auf, aber es kann uns helfen, Situationen zu ertragen, die ansonsten unerträglich wären. Außerdem führt es zu „ewigem Leben“ (Johannes 17,3).

      Wenn auch Du in einer Krise steckst:
      Sei nicht traurig! Lebt ein erfülltes Leben, aufgebaut auf Jesus. Bete für Andere, segne Andere. Leg' Deinen Schmerz, Dein Gebet, Dein Ringen, Deinen Zorn in Gottes Hand und Du wirst sehen: Der ganze Himmel freut sich mit Dir.

      Wenn ich oft so furchtbare Schmerzen habe, so war ich oft im Konflikt mit dem Himmel, mit Gott: Warum? Was habe ich getan? Was kann ich dafür? Irgendwie habe ich eine Antwort auf all diese Fragen, wenn ich einfach bereit bin, wenn ich da bin und JA sage. Wenn man solche Schmerzen hat, ist es wichtig, JA sagen zu können: Ja Jesus, für dich will ich das erleiden, mit Dir das Kreuz tragen und gekreuzigt werden.

      Ich habe gut geschlafen und bin aufgestanden. Warum soll ich jetzt nicht glücklich und dankbar sein ? Wenn ich wieder so einen schlimmen Tag habe wie gestern, so hoffe ich, dass ich alle Sorgen auf Jesus werfen (kann), und nicht auf mein Leid sehe.

      Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
      der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt,
      der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt,
      der dich dein Leben lang mit seinen Gaben sättigt; wie dem Adler wird dir die Jugend erneuert.


      Auch heute war ich wieder in der Nacht spazieren, wieder schau ich rauf zu den Sternen und tief im Herzen diese "ruhige Freude". Wieder "hör" ich irgendwo, ganz leise im Herzen, diesen einen Vers, der mir vor lauter Schönheit die Gänsehaut aufstellt: "Siehst Du die Schätze der Dunkelheit? Kannst Du sie zählen?"



      Doch heute ist etwas anders: "Schau rauf! Da droben wohnt DER, ohne dessen Wissen und Willen passiert nichts. Sei Kind. Leg' Deine kleinen zerbrechlichen Hände in die starke Hand des himmlischen Papas. Sei Dir sicher, mein kleines Kind - ICH werde alles gut machen."


      Ganz liebe Grüße
      Gabriel