Ist die Taufe durch eine Gemeinde notwendig zum Heil ?

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    • Hallo Eli59,

      Nun meinte der Prediger, ohne Mitgliedschaft keine Taufe.Er durfte mich nicht Taufen, ohne Mitgliedschaft.
      Nun, dein Weg zur beabsichtigten Taufe bei STA zeigt ja in etwa
      das auf was ich auch schrieb, was die Bedingungen für die Taufe betraf.

      Offensichtlich war ja auch der Versuch da, dich umfassend zu unterrichten doch "Die Fülle an Lehre war mir damals zuviel". ok,
      Mir ist klar dass bei STA doese Bedingungen zur Taufe recht rigid gehandhabt werden.

      Meine Taufe fand dann bei einer anderen Freikirche( ohne Mitgliedschaft) problemlos statt,-----Auf jedes andere Beiwerk konnte ich verzichten.

      Das ist der Punkt der oft Probleme verursacht.
      Wenn Du auf "Beiwerk" (was ist "Beiwerk und was sind unverzichtbare Glaubensgrundsätze) UND die Gemeindedarauf verzichten können--ok
      Jede Gemeinschaft definiert Unverzichtbares anders, eben nach ihrem Verständnis (die einzig wahre Lehre!!)

      Andererseits: worin besteht denn dann die "Einheit" der Gemeinde ? ;)
      Wenn Alles "beliebig" ist, was hat dann die Gemeinde für unverwechselbares Glaubensprofil anzubieten?
      So wird alles verwaschen und ungenau---Alles ist Richtig nichts ist falsch---ist das der Trend der Neuzeit?

      "Die Gemeinde Gottes" das Israel Gottes --auch im NT--zeigt doch in der Schrift unverzichtbare und unverhandelbare Aussagen.
      Da liegt ja die Schwierigkeit der Grenzziehung: Was ist Glaubens(Kern) und was ist "Beiwerk" ?
      Wenn eine Gemeinde zugibt "Beiwerk zu haben----warum bleibt sie bei diesem Beiwerk.
      Wenn es kein Beiwerk ist---ja dann fordert doch die Einheit im Geiste auch diese Punkte zum Glaubenskern zu zählen---dann sind sie alle verbindlich, oder?

      l.g.y.
    • Entschuldige Yokurt, dass ich mich da jetzt einmische - Ich habe den Eindruck, dass es nicht mehr um die Sache geht.

      Yokurt schrieb:

      Jede Gemeinschaft definiert Unverzichtbares anders, eben nach ihrem Verständnis (die einzig wahre Lehre!!)
      Andererseits: worin besteht denn dann die "Einheit" der Gemeinde ?
      Was willst Du damit sagen? Könntest Du das bitte etwas konkretisieren?

      Yokurt schrieb:

      Wenn Alles "beliebig" ist, was hat dann die Gemeinde für unverwechselbares Glaubensprofil anzubieten?
      Wie entstand Dein Eindruck, dass Elli59 das mit ihrem Post ausdrücken wollte?

      Ich würde Dich da gerne etwas besser verstehen können.


      Liebe Grüße
    • Yokurt schrieb:

      Das ist der Punkt der oft Probleme verursacht.
      Wenn Du auf "Beiwerk" (was ist "Beiwerk und was sind unverzichtbare Glaubensgrundsätze) UND die Gemeindedarauf verzichten können--ok
      Jede Gemeinschaft definiert Unverzichtbares anders, eben nach ihrem Verständnis (die einzig wahre Lehre!!)
      Die allermeisten Gemeinden behaupten nicht, die "einzig wahre Lehre" zu haben.
      Die Frage war doch, ob die Gemeindeordnungen-und Lebensrichtlinien zur Tauffeier gehören.
      Welche Regeln zur Mitgliedschaft gehören, das kann jede Gemeinde selbst entscheiden. Ebenso das Mitglied ob es dies mag, ob es biblisch ist oder nicht.
      Diese Regeln mit zum Taufversprechen zu verknüpfen, könnte bei Missachtung dieser Regeln, bei Geschwister die schwach sind im Glauben, starke überzogene Schuldgefühle und Versagensängste gegenüber Gott, auslösen.

      Yokurt schrieb:

      "Die Gemeinde Gottes" das Israel Gottes --auch im NT--zeigt doch in der Schrift unverzichtbare und unverhandelbare Aussagen.
      Da liegt ja die Schwierigkeit der Grenzziehung: Was ist Glaubens(Kern) und was ist "Beiwerk" ?
      Wenn eine Gemeinde zugibt "Beiwerk zu haben----warum bleibt sie bei diesem Beiwerk.
      Wenn es kein Beiwerk ist---ja dann fordert doch die Einheit im Geiste auch diese Punkte zum Glaubenskern zu zählen---dann sind sie alle verbindlich, oder?
      Ach Jokurt ich kenn dich nicht,und ich weiß nicht wie du als Christ lebst, aber nächstes Jahr bin ich seit 20 Jahren Christ. Wenn ich so überlege, was ich so alles an Sünden unter Christen kennengelernt habe. Fleisch essen und ein wenig Alkohol trinken, sind dagegen leere Seifenblasen.
      Ich denke gerade an einen advent. Bibellehrer der Reformgemeinde. Wir haben uns damals gut verstanden. Ich mag ihn als Mensch sehr. Er war ein überzeugter Veganer, trank keinen Tropfen Alkohol, trug ausgewählte Kleidung für sich und seine Frau. Hatte täglich seine Gebetszeiten. Ganz nach Vorschrift seiner Gemeinde. Sein Jähzorn gegenüber Katholiken und sein rasanter Fahrstil waren aus seiner Sicht irgendwie keine Sünden. Ich sprach eines Tages davon, dass die Gesetzte der STVO auch für uns Christen Gültigkeit hätten...u.s.w. Aber irgendwie konnte er den Zusammenhang nicht richtig sehen.....
      Ich meine, das wir vorsichtig mit Regelwerken sein sollten. Es gibt Geschwister, die ganz treu nach diesen Regeln leben und dann sich dem Trugschluss hingeben, sie seien gute Christen. Die Wirklichkeit ist aber ganz anders und die ganze Wahrheit über ihre Sünden bleibt im Verborgenem.
      Ich möchte hier nicht jedem Adventisten so etwas unterstellen. Das kann und darf ich nicht, aber ich hab halt auch so meine Erfahrungen gemacht.

      Ich bin mir ziemlich sicher, das keine Gemeinde die absolute Wahrheit besitzt.

      Gruß
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Hallo Gabriel87,
      Was willst Du damit sagen?
      Meine (original) Aussagen finde ich gedanklich nicht so ganz in deinen Zitaten wieder, deshalb nochmals:

      Erster Gedanke von mir war:
      Jede Gemeinschaft definiert Unverzichtbares anders, eben nach ihrem Verständnis (die einzig wahre Lehre!!)
      Jede Gemeinschaft hat ihr spezielles Glaubensverständnis aus der Schrift.
      Jede Glaubensgemeinschaft hat also auf die Frage "Was glaubt ihr"? Antworten, welche sehr oft schriftlich in einer Zusammenstellung dessen "was sie glauben" nachvollziehbar ist.
      Es ist ihr Glaubensbekenntnis.
      z.B:
      die röm. kat. Kirche ----im "Katechismus der Katholischen Kirche"
      die evang. Kirche -------in ihrem Glaubensbekenntnis
      die STA in------w3as Adventisten glauben
      usw.

      Diese jeweiligen Glaubensbekenntnisse sind die jeweilige "Einheit des Glaubens", so wie die jerweilige Gemeinde dies versteht.
      Biblische Einheit ist immer Einheit im Glauben !!!
      Dies ist jeweils die unverzichtbare gemeinsame Grundlage der Gruppe--eben ihr "Glaubensprofil.
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      zweiter Gedanke von mir war:
      wenn also kein verbindliches Glaubensverständnis--keine Einheit stiftendes "Glaubensprofil" von der Gruppe vorhanden, ja dann fvragt man sich
      Andererseits: worin besteht denn dann die "Einheit" der Gemeinde ?
      Wenn Alles "beliebig" ist, was hat dann die Gemeinde für unverwechselbares Glaubensprofil anzubieten?
      daraus folgt dann:
      "Wenn Alles "beliebig" ist, was hat dann die Gemeinde für unverwechselbares Glaubensprofil anzubieten?"
      -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      l.g.y.
    • Hallo Eli59,

      Die allermeisten Gemeinden behaupten nicht, die "einzig wahre Lehre" zu haben.
      wenn genau hinterfragt wird haben sie ja doch "ihre (subjektive) Wahrheit.
      Soll so sein--sie haben "ihre Wahrheit". Wie überall: wer Mitglied ist sollte auch diese "Wahrheit" vertreten.
      Welche Regeln zur Mitgliedschaft gehören, das kann jede Gemeinde selbst entscheiden.
      Du sagst es, so ist es. Eine Gemeinschaft welche auf ihre eigenen Regeln und deren Beachtung nicht interessiert ist, was ist das dann für eine "Einheit im Glauben" ?
      Diese Regeln mit zum Taufversprechen zu verknüpfen,------
      diese Idee stammt nicht von mir.
      Wenn ich so überlege, was ich so alles an Sünden unter Christen kennengelernt habe.
      Wir sprachen von den Regeln der Gemeinde, nicht von der gängigen Praxis.

      l.g.y.
    • Yokurt schrieb:

      Was willst Du damit sagen?
      Gar nichts. Ich habe nachgefragt, um Dich besser verstehen zu können.

      Yokurt schrieb:

      wenn also kein verbindliches Glaubensverständnis--keine Einheit stiftendes "Glaubensprofil" von der Gruppe vorhanden, ja dann fvragt man sich - "Wenn Alles "beliebig" ist, was hat dann die Gemeinde für unverwechselbares Glaubensprofil anzubieten?"
      Was ist ein "einheitliches Glaubensverständis" ? Definiert sich dies über Lehre (Dogmatik) oder tatsächlich über den Inhalt des Glaubens (also ohne Interpretation/Dogmatik) ?



      Liebe Grüße
    • Hallo Gabriel87,

      Was ist ein "einheitliches Glaubensverständis" ?
      Wenn sich Alle "Eins sind" ---in ihrem Glaubensverständnis ;)
      "damit sie alle ---eins seien (im Glaubensverständnis) so wie du Vater in mir bist und ich in dir"----Joh. 17,21.

      Eine Glaubensgemeinschaft "definiert" sich also geradezu über ihr einheitliches Glaubensverständnis dessen was die Schrift (Ihnen) offenbart. Es ist eine "Zusammenfassung dessen was --Wikipedia-- die Darstellung der christlichen Glaubenslehre nennt. (Dogmatik)

      Glaubensgemeinschaft definiert sich eben über den Inhalt ihres (subjektiven) Glaubens, was denn sonst?
      l.g.y.
    • Yokurt schrieb:

      Glaubensgemeinschaft definiert sich eben über den Inhalt ihres (subjektiven) Glaubens, was denn sonst?
      Da möchte ich fragen:

      Ist Jesus auferstanden ?
      Ist Jesus subjektiv auferstanden ?


      Warum sprechen wir so oft im Bezug auf Einheit lieber über theologische Positionen als über das, oder besser gesagt, über die Person die uns tatsächlich in Einheit verbindet? Einheit in Jesus (nicht in einer dogmatischen Position) bringt das Leben Gottes zum Ausdruck. Natürlich wird eine Gemeinde nicht die völlige Wahrheit über einen unendlichen Gott darstellen.

      Aber sie kann im festen Vertrauen auf Jesus einen einzigartigen Sinn und Relevanz besitzen. Nicht Theologie oder Dogmatik sind überzeugende Argumente, die Liebe Gottes unter den Kindern Gottes ist es. Diese Welt braucht keine perfekte Theologie.

      Lass' die Menschen mal sehen und erleben wie das Kreuz Jesu alle Barrieren niederreißt! Wenn die allversöhnende Macht Jesu in einer Gemeinschaft echter und tiefer Liebe politische Extremisten verbindet, Unterdrücker und Unterdrückte, Täter und Opfer, Löwe und Lamm - Dann hast Du diese Einheit!

      „Oh seht mal! Wie sie einander streiten – Das sind sicher Christen“

      Ist es das, was wir zu zeigen haben? Christen gegen Christen ?

      Wie schade, denn nichts widerstreitet der Botschaft Christi mehr, als die gegenseitige Abgrenzung und Verurteilung einer Lebensform oder theologischen Ansicht. :(


      Liebe Grüße
    • Hi

      Ich glaube, wenn man sich taufen lassen möchten muss man in einigen Grundsätzen mit der gelehrten Lehre einverstanden sein. Für mich wären das:

      - Ich glaube an Gott, dass er alles gemacht hat und von Ewigkeit zu Ewigkeit ist und war.
      - Ich glaube an Jesus Christus, ich glaube, dass er Gottes Sohn ist, dass er auf die Erde kam, zur Vergebung unserer Sünden am Kreuz gestorben ist und dass er wiederkommt.
      - und ich glaube daran, dass Gott/Jesus den heiligen Geist gegeben hat, dass er uns in alle Wahrheit und Klarheit führen kann.

      Alles andere ist für mich kein Notwendigkeit um sich taufen zu lassen.
      Allerdings erwarte ich vo Täufling, dass er das innige Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott und Jesus haben möchte und dass er dabei sein will, wenn Jesus wieder kommt.

      Alles andere finde ich muss der Täufling selbst mit sich und Gott vereinbaren. Es liegt nicht an uns, da einen Massstab anzusetzen. Selbst wenn er mich bei einem der oben genannten Punkte anlügt ist das nicht mein Problem. Der Taufende ist nur Ausführender hier auf der Erde, so wie ein Botenläufer des Königs nur die Botschaften überbringt. Am Ende ist es nämlich eine persönliche Sache zwischen dem Täufling und Gott.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Hallo DonDomi,

      Ich glaube, wenn man sich taufen lassen möchten muss man in einigen Grundsätzen mit der gelehrten Lehre einverstanden sein. Für mich wären das:------------


      Nun, die drei von dir angeführten "Grundsätze" ----ohne weitere "gelehrte Lehre"------kennst Du eine solche Gemeinde?
      Damit wird ja die Problematik für den Täuflicng----aber auch für die Gemeinde -----sichtbar,und betrifft damit unmitelbar die gestellte Threadfrage.

      Um konkreter darüber sprechen zu können, wäre es möglich dass wir "deine Gemeinde" ganz praktisch diesbezüglich anschauen können?
      Es läßt sich dann leichter besprechen, was praktisch noch alles "zum Glaubensverständnis" dieser real existierenden Gemeinde gehört---und der Täufling eben durch die Taufe noch zusätzlich--nicht von deiner Seite aber von der Gemeinde--zuusätzliche gelehrte Lehre zu Glauben "erwartet" wird.

      Oder gehörst Du zu keiner Gemeinde?

      Du bist als Kind getauft, gibst Du an, -----ist es richtig dass Du der röm. kath Kirche angehörst?

      l.g.y.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yokurt ()

    • @Yokurt

      Nein, ich bin nicht katholisch sondern Neuapostolisch, das habe ich glaub ich Dir auch schon geschrieben. Bei uns ist die Taufe ein zweistufiger Akt. Als erstes erfolgt die Wassertaufe und später die Geistestaufe. Die Wassertaufe hat bei uns die Funktion die Erbsünde abzuwaschen und Gott geht damit einen Bund mit dem Täufling ein Bund ein. Durch die Wassertaufe wird man gemäss unserer Definition Christ. Bei der Geistestaufe wird dann der helige Geist gespendet. Ich habe jetzt noch in unserem Katechismus nachgesehen, was die Voraussetzung für die Wassertaufe sind: Die Voraussetzung ist dass man an Jesus Christus und sein Evangelium glaubt. Das ist dann auch schon alles.
      Wir erachten die Taufe als eine Notwendigkeit um auf ewig bei Gott sein zu können, da gemäss unserer Lehrmeinung die Kluft zwischen Mensch und Gott nur durch die Taufe überwunden werden kann, trotzdem ist es aus meiner Sicht trotzdem gut möglich, dass Gott da auch andere Wege kennt. Weil die Taufe bei uns nicht eine eigentliche Umkehr sondern das Eingehen eines Näheverhältnisses mit Gott ist werden bei uns bereits Säuglinge getauft. In diesen Fällen übernehmen die Eltern die Verantwortung für den Täufling, bis er Erwachsen ist. Bei uns gibt es dann die Konfirmation, wo die Eltern von der Verantwortung entbunden werden und die jungen Erwachsenen selbst die Verantwortung für ihr Glaubensleben übernehmen. Es ist jedem freigestellt, sich nicht konfirmieren zu lassen, in dem Fall würde die Glaubenszugehörigkeit zur Neuapostolischen Kirche erlischen und ebenso würde das Versprechen, das die Eltern bei der Wassertaufe und der Geistestaufe Gott gegenüber für den Säugling eingegangen sind, erlischen.
      Ich selbst kenne jetzt keinen Fall in dem sich jemand mit Wasser taufen lassen wollte ohne dem Glauben anzugehören. Dies wäre aber gemäss unserer Lehrmeinung möglich, anders sieht es da mit der Geistestaufe aus.

      Ich hoffe ich konnte damit etwas klarheit schaffen. Allerdings möchte ich jetzt nicht wieder eine ellenlange Diskussion über den Sinn oder Unsinn der Kindstaufe entfachen. Ich beantworte gerne Fragen zu meinem Glauben aber ohne nochmals über viele Seiten darüber zu streiten. Man muss mit meinem Glauben weder einverstanden sein noch ihn gutheissen, aber manchmal regen ja andere Glaubensauffassungen auch zum eigenen Denken an - ist mir schon oft so ergangen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Also bei uns wird auch nur auf Vater, Sohn und Geist getauft.

      Die Frage ist aber, was Yokurt meint:

      Nun, die drei von dir angeführten "Grundsätze" ----ohne weitere "gelehrte Lehre"------kennst Du eine solche Gemeinde?
      Natürlich gibt es "weitere Lehre" bzw. eine Auslegung; in jeder Kirche.

      Darauf wird man aber nicht getauft bzw. das ist keine Voraussetzung für die Taufe (also bei uns).
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Guten Morgen :)

      DonDomi schrieb:

      Ich hoffe ich konnte damit etwas klarheit schaffen.
      Vielen Dank DonDomi, dass hast du.
      =======================================================================================================================================================================

      Simon bringt es auf den Punkt:

      Seele1986 schrieb:

      Auf Vater, Sohn und Geist getauft.
      Die Bibel sagt: Es ist ein Herr, eine Taufe, ein Glaube - Ganz klar. Eben getauft "auf" den, an den ich glaube: An Vater, Sohn und Geist.

      DonDomi schrieb:

      Ich selbst kenne jetzt keinen Fall in dem sich jemand mit Wasser taufen lassen wollte ohne dem Glauben anzugehören
      Wenn ich diese "eine Taufe" nun durch diese oder jene Kirche empfange, dann werde ich auch mit dieser Kirche einverstanden sein. Kirchen haben Traditionen, Gewohnheiten und verschiedene Tendenzen. Menschen werden sich "dieser" oder "jener" Glaubensgemeinschaft anschließen, weil sie davon überzeugt sind, dass ihnen diese Gemeinschaft die beste Bedingung für geistliches Wachstum bietet und die beste Möglichkeit um den Nächsten zu "dienen".

      Als Beispiel:

      Wenn ich heute einen Evangelikalen frage: "Warum rauchst Du nicht?"
      Bekomme ich als Antwort: "Weil ich an Jesus glaube und es so in der Bibel erkannt habe."

      Wenn ich heute einen Baptisten frage: "Warum schlägst Du nicht zurück?"
      Bekomme ich als Antwort: "Weil ich an Jesus glaube und es so in der Bibel erkannt habe."

      Wenn ich heute einen Adventisten frage: "Warum verzichtest Du auf Fleisch"
      Bekomme ich als Antwort: "Weil ich an Jesus glaube und es so in der Bibel erkannt habe."

      Seele1986 schrieb:

      Natürlich gibt es "weitere Lehre" bzw. eine Auslegung; in jeder Kirche. Darauf wird man aber nicht getauft bzw. das ist keine Voraussetzung für die Taufe (also bei uns).
      Wir können feststellen, dass christliche Gemeinden (egal wie sie heißen) gemeinsame grundlegende Merkmale aufweisen. Wer die Glaubensbekenntnisse der verschiedenen Kirchen betrachtet, kann feststellen, dass fast alle im Wesentlichen identisch sind. Diese Bekenntnisse können sich wegen ihrer Riten unterscheiden und den Anschein erwecken, theologische Besonderheiten hervorzuheben. Als Basis erkennen sie alle an, dass Jesus Christus der mensch-gewordene Gott ist, der am Kreuz starb und auferstanden ist, damit wir das Heil erlangen können. Und genau das ist die wichtigste Tatsache für die gesamte Menschheit. :Aha:

      Die Verwurzelung im Evangelium, die Treue zum Wort Gottes ist doch eines der wichtigsten Kriterien, oder etwa nicht? Es kann schließlich nur "Lehre" und "Auslegung" geben, wenn die Treue zum Ursprung, also zu Gott und seinem Wort gegeben ist.

      Ein neues Gebot gebe ich euch: Das ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt. (Joh 13,34)

      Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor. (Matt 7,15-17)

      Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde. (Römer 14,23)

      Der Glaube kommt allein aus dem Hören der Botschaft; die Botschaft aber gibt uns Christus. (Römer 10,17)

      Eine "Lehre" oder "Dogmatik" wird weder heilbringend noch aufklärend sein, wenn diese nicht mit dem Wort des Herrn übereinstimmt. Jesus meinte: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr , wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.“

      Was nützt es also, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, aber keine Werke? Kann etwa ein solcher Glaube erretten? Nehmt mal an, ein Mensch hat keine Kleidung, nichts zu essen. Nun sagt jemand: "Geh hin in Frieden, kleide Dich warm und iss Dich satt!" - Ihm aber nicht gibt, was er braucht. Was nutzt das? So ist auch der Glaube tot, wenn er keine Werke hat. Da kann man nun vielleicht sagen: “Der eine hat Glauben, der andere hat Werke”. Glauben ohne Werke oder Glauben zeigen durch das, was man tut ? Der Glaube ohne Werke wirkungslos - So wie der Leib tot ist ohne den Geist, so ist der Glaube tot ohne Werke.

      Wenn ich zu einem Menschen sage: “Ich glaube an Dich”, dann will ich doch auch eine Art Vertrauensverhältnis beschreiben und das zeigt sich doch auch im Handeln, oder? Wenn es das nicht tut, dann ist mein Glaube ohne Wirkung. Glauben im Sinne der Bibel, errettender Glauben, ist also mehr als nur zu sagen: "Ich glaube an Gott" – Glaube ist mehr als als Erkennen und Lehre.
      Glaube ist auch mehr als nur eine Erkenntnis von Wahrheiten, denn dieser versetzt mich ich in die Lage um Konsequenzen zu ziehen. Glaube an Gott hat Auswirkung. Das setzt einen Prozess in Gang, den die Bibel “Heiligung” nennt: Ich erkenne, wie ich wirklich bin, nehme die Vergebung an, die Gott mir anbietet und möchte lernen, so zu leben, wie es Gott gefällt.

      Und das tun wir doch - Nicht weil wir zu diesem oder jenen "christlichen Club" gehören... Wir gehören zu dieser oder jener Kirche, eben weil (wie schon gesagt), wir davon überzeugt sind, dass uns diese die beste Bedingung bietet. Aber wir gehören dieser oder jener Kirche an und tun auch die Werke des Glaubens weil wir an Gott glauben, einen wundervollen himmlischen Papa, der die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn opferte - Jesus - Der am Kreuz starb und auferstanden ist, damit wir das Heil erlangen können.

      Liebe Grüße und einen schönen Tag Euch allen! :wink:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Hallo Gabriel,

      sehr schön dargelegt, finde ich.

      Das ist es im Prinzip, was wir z.B. mit "unsichtbare Kirche" meinen.

      Die "sichtbare(n) Kirche(n)" sind immer ein bestimmter "Club", ein Schild, eine Flagge usw.; das ist auch gut so. Man braucht Institutionen, Strukturen und Regeln- das ist nichts falsches.

      Die sichtbare Kirche kann aber (nach unserem Verständnis) immer nur bruchstückhaft sein, denn sie wird von Menschen gegründet, geleitet, gestaltet.

      Die unsichtbare Kirche ist sozusagen die "katholische" (allgemeine) Kirche; also jene aus Glauben. Wer Christus glaubt (auch im Werk), gehört jener Kirche an.

      Übrigens auch, wenn das Lehrgebäude drumherum vielleicht total verquer ist oder wenn man an den Werten scheitert.

      Ist es nicht schön, eine Religion zu haben, in der man scheitern darf? Wo bei Übertretung oder Fehler nicht gesagt wird: "Ne Junge, du bist raus!"
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Hallo DonDomi,
      Danke für die Darstellung der (Glaubens) Situatiopn in deiner Gemeinde. Ich darf darauf noch zurückkommen.
      Doch zuerst noch zuück, zu dem Problem welches ich grundsätzlich sehe und das ich offensichtlich nicht genau genug erklären kann, nämlich

      Hallo Seele1986,

      Also bei uns wird auch nur auf Vater, Sohn und Geist getauft.
      Natürlich gibt es "weitere Lehre" bzw. eine Auslegung; in jeder Kirche.

      "Ganz klar. Eben getauft "auf" den, an den ich glaube: An Vater, Sohn und Geist".----- ergänzt diesen Gedanken Gabriel87


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      Nun, auf den getauft, (Vater,Sohn, Geist) an den ich "glaube" ist eine Generalaussage, eine Überschrift an WEN ich glaube.
      Und ? welche praktischen Glaubensinhalte sind es nun, welche "geglaubt werden" entsprechend dem jeweiligen Schriftverständnis.
      Diese Generalaussage bedarf damit einer Reihe von----Lehr- und damit Glaubenspunkten.
      Somit sind diese zu definierenden Lehrpunkte (Ich glaube dies und Jenes) für die Taufe verpflichtend, weil in der Generalaussabe enthalten.

      Darauf wird man aber nicht getauft bzw. das ist keine Voraussetzung für die Taufe

      Um aber feststellen zu können "was keine Voraussetzung zur Taufe ist", (weitere Lehre bzw. Auslegung jeder Kirche ??) bedarf es der genauen Kenntnis der verlangten Voraussetzungen.
      Was ist also Voraussetzung im Lehr-und Glaubensverständnis für eine Taufe? im ev. Bereich, im Neu Apostolischen Bereich, in der rkk?

      Dazu bedarf es eben des jeweiligen detailierten Glaubensbekenntnis ! z.B. ist dies in der rkk der Katechismus, ein Werk mit rd. 800 Seiten.

      und welche Bedeutung sollen dann lediglich die "weiteren Lehren" in der jeweiligen Gemeinde haben ? so die Gemeinde
      Sind sie verbindlich ? dann gehören sie zur Taufe dazu
      Sind sie nicht verbindlich? was sind sie dann ?, unverbindlich? Empfehlungen? --
      ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Wie es also jetzt aussieht, sehe ich folgendes Faktum:
      +) die jeweilige Taufe in eine jeweilige Gemeinde ist zum Heil nötig
      +) was gleichzeitig bedeutet, daß (mit dem allg. nötigen Bekenntnis zum Glauben an Vater/Sohn/hl. Geist) bestimmte Glaubenspunkte der jeweiligen Gemeinde gemeint sind und (mit) akzeptiert werden (müssen)

      was wären dann konkret beschriebenen, weiteren Lehrpunkte, welche (angeblich) nicht zur Taufe nötig sind? wo wäre dann die Abgrenzung dazu erkennbar?
      Mit dem allgemeinen Bekenntnis zum"Glauben an Vater/Sohn/Geist reicht das nicht.
      z.B. im rkk Katechismus gibt es diese "weiteren Lehrpunkte" nicht.---

      l.g.y.
    • Hallo Yokurt,

      ich finde, du machst es komplizierter, als es ist.

      Was jemand im Detail in seinem Bekenntnis versteht und denkt, kann ich (als Kirche) doch eh nicht wissen oder bestimmen.

      Jemand sagt: "Ich glaube an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, an Jesus Christus, seinen Sohn, an den Heiligen Geist..."

      Diese Aussage muss bzw. kann ich ernstnehmen. Was er genau darunter versteht oder was für Gedankengänge er dazu hat, weiß ich natürlich nicht.

      Muss ich auch nicht wissen. Die Gedankengänge des Menschen sind bruchstückhaft und fehlerhaft, genauso wie die Kirche; aber das Bekenntnis ist es nicht.

      Die Worte "gelten" bzw. sie verpflichten den Sprechenden auf das, was er gesagt hat.

      Er kann daran fehlen, er kann daran scheitern; er kann sich auch davon abwenden und sagen: "Damit habe ich nichts mehr zutun!" - Alles möglich, denn der Mensch ist fehlbar. (Meine Meinung)

      Wir taufen nicht auf die Garantie des Menschen, sondern auf die Garantie Gottes. Nur daran können wir uns halten.

      Natürlich steht darunter eine Lehre, ein Verständnis des Textes. Das wird auch gelehrt, zum einem in der Predigt, zum anderen im Konfirmandenunterricht (z.B.).
      Das kann und soll (bei uns) der Mensch hören und lernen. Er muss damit aber nicht konform gehen, er kann es anders verstehen.

      Denn auch die Kirche, die etwas in bestimmte Worte gefasst hat, ist fehlbar und bruchstückhaft, so wie der einzelne Mensch, der eine Aussage macht.

      Wenn ich einen Menschen auf die Dogmatik "verpflichte", dann ist er der Kirche oder Gemeinde ja ausgeliefert, wenn er daran scheitert oder etwas anders versteht. Ich kann die Dogmatik nur nahelegen, vermitteln.

      Sind sie nicht verbindlich? was sind sie dann ?, unverbindlich? Empfehlungen? --
      Unsere Dogmatik ist als Lehre der Kirche verbindlich, d.h., die Kirche lehrt es so (bis etwas revidiert oder reformiert wird). Aber sie ist nicht für das einzelne Mitglied verbindlich, weil man diese Verbindlichkeit ohnehin nicht prüfen kann.
      Man lehrt es so, vermittelt es so, und der Einzelne stimmt dem zu oder widerspricht dem.

      Das darf jeder, allerdings muss man (auch bei uns) beim Widerspruch mit den Antworten rechnen und leben, die dann kommen. Das können auch bei uns sehr heiße Debatten werden, hat aber nichts mit Ausschluss, geschweige denn "Heil" zutun.

      Die alten Texte sagen dies noch: "Verflucht sei die Lehre, dass..." - Das handhaben wir heute nicht mehr so. Widerspruch geschieht, aber ohne Fluch oder Bann.

      Soviel von meiner Seite.

      Lg
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • P.S.: Zu den praktischen Glaubensinhalten bzw. konkreten Glaubenspraxis:

      Es gilt erstens der Aufruf an jeden Christen: "Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten, wie dich selbst".
      (Auch dies kann ich nicht "prüfen", sondern es nur mahnen und ans Herz legen)

      Zweitens besteht die konkrete Praxis in den Sakramenten, die verwaltet und gespendet werden: eben die Taufe und das Abendmahl.

      Wie die Praxis konkret aussieht, ist zwar niedergeschrieben, aber kein Muss.

      Die Taufe geschieht oft nicht mehr biblisch durch ganzes Untertauchen (wie früher noch bei uns), sondern durch Begießen. Doch viele lassen sich auch bei uns wieder baptistisch taufen, also durch ganzes Untertauchen (baptizo). Beides geht.
      Das eine hat sich mit der Zeit eingebürgert, das andere war immerschon gut und findet wieder immer mehr Anklang.

      Beim Abendmahl ebenso: es gibt eine Gottesdienstordnung, aber sie ist kein Muss. Wir haben zahlreiche Varianten, wie das Abendmahl gestaltet und durchgeführt werden kann.

      Lg
      denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
      (Hebräer 11,27b)
    • Hallo Seele1986,

      Danke füre deine Infos,

      Ich habe nicht die Absicht zum Verkomplizieren, aber--

      Unsere Dogmatik ist als Lehre der Kirche verbindlich, d.h., die Kirche lehrt es so (

      ich verstehe immer noch nicht für wen, wen nicht zwischen Täufling und Kirche "die Lehre der Kirche" (Dogmatik) denn verbindlich sein soll.
      Wenn die Lehre der Kirche (nur jene für den Täufling wenigstens) nach aussen hin verbindlich sein soll, ist sie dann nicht auch für den Täufling verbindlich??----eigenartig für mich

      Aber sie ist nicht für das einzelne Mitglied verbindlich, weil man diese Verbindlichkeit ohnehin nicht prüfen kann.
      Dann blieben aber ALLE Glaubenspunkte--gem dieser Argumentation---auch jene für den Täufling unverbindlich, weil ja auch diese "nicht" von der Gemeinde überprüft werden können.

      Es ergibt den Eindruck, dass möglichst alles unverbindlich bleiben soll, lediglich die Überschrift "Glaube an Vater/Sohn/hl. Geist soll als "einigendes Band" herhalten---
      egal was der Täufling etc darunter versteht und dann auch tut.---für mich reichlich verschwommen das Ganze.

      Aber soll so sein----
      l.g.y.
    • Hi

      Bei uns ist für die heilige Wassertaufe tatsächlich nur das bekenntnis Notwendig dass man an Jesus und sein Evangelium glaubt. Kirchenspezifische Dinge werden da nicht abgefragt und sind bei uns keine Voraussetzung. Dies wird bei uns erst in der Geistestaufe verlangt. Aus diesem Grund wird die Taufe auch als gültig anerkannt, wenn sie in einer anderen Glaubensgemeinschaft durchgeführt wurde. Es spielt auch keine Rolle ob die Taufe durch untertauchen durchgeführt wurde oder sonstwie. Für uns ist das nur ein äusseres Zeichen und dementsprechend ist der Stellenwert relativ gering.

      Liebe Grüsse
      DonDomi