Können wir sündlos leben?

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    • Allein schon weil du Deutscher bist oder in einem Industrieland aufwächst bist du Sünder. In dieser globalisierten Welt bist du mit deinem Konsum immer (allermeistens) mitveantwortlich für Tod, Ungerechtigkeit und Ausbeutung,..

      heutztage kann man gar nicht sündlos leben; Allein schon unterlassene Hilfeleistung bei den Sterbenden in Afrika oder nichtausgeführte Warnung (Verkündigung des Evangeliums)....

    • Lieber Jan,

      man kann nicht allen helfen. Ich glaube nicht, dass Gott es als Sünde sieht, dass wir nicht alle Kinder vorm Verhungern retten. Denn dann sollten wir im eigenen Land anfangen. Nein, Gott sieht die Einstellung. Solange wir im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen, wird Gott es anerkennen. Ich habe für mich den Tierschutz gewählt, andere adoptieren Kinder, wieder andere fahren in benachteiligte Länder und helfen vor Ort. Andere gehen in Katastrophen- oder Krisengebiete und riskieren ihr Leben. Aber keiner hat gesündigt, weil er nicht alles davon gemacht hat. Der, der seine Gaben nicht gottgewollt einsetzt sündigt, aber nicht der, der sein bestes gibt.

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • Ich bin jetzt zufällig auf dieses Thema gestoßen obwohl es schon etwas länger zurückliegt und ich muss sagen, dass es mich verwundert, dass Jonajim mit dieser Ansicht alleine steht. Wenn wir tatsächlich die letzte Generation sind - und vieles deutet darauf hin - dann wird es eine Zeit geben in der die Gnadenzeit zu ende geht. Jesus wird dann sein Mittlerdienst beenden. Während dieser Zeit, bis zu Seiner Wiederkunft werden wir ohne Mittler dastehen und wenn bis dahin unser Charakter nicht "ohne Flecken" sein sollte, wird es schlecht um uns stehen. Noch ist es Zeit die Sünden abzulegen, wenn wir aber zu lange warten, kann es unter Umständen zu spät werden...
      Viele Grüße,
      h264
    • Es ist aber auch krass kontrovers.

      Jetzt nehm ich die Aussage mal so an von H264, wenn wir ja glauben dass es soweit ist ich aber noch sündig bin ist es scheiße, ja richtig...MIST denn dann hab ich Angst vor seiner Wiederkunft. (Ich spreche jetzt mal ganz naiv menschlich)
      Aber nicht zu vergessen auch wenn Seeadler es anders interpretiert,die Letzte Versiegelung wird eine HIlfe Gottes sein dann für die letzte lebende Generation das durchzustehen)glaube ich fest wobei ich denke der Spätregen ist etwas anderes als die Versiegelung). Anders kann ich es mir auch nicht vorstellen denn wenn da dann alles soweit sein soll und kein besonderer Schutz von Gott kommt dann dreht sich mein Gedanke darum wer das dann überhaupt schaffen kann und genau da sind wir wieder beim " wer kanns denn schaffen?" und die Aussage ist ja ein knall rotes Problem. Ihr wisst schon Werksgerechtigkeit usw.

      Ich hab zu dem Thema keine Lösung.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Naja, das war einmal eine

      h264 schrieb:

      Ich bin jetzt zufällig auf dieses Thema gestoßen obwohl es schon etwas länger zurückliegt und ich muss sagen, dass es mich verwundert, dass Jonajim mit dieser Ansicht alleine steht. Wenn wir tatsächlich die letzte Generation sind - und vieles deutet darauf hin - dann wird es eine Zeit geben in der die Gnadenzeit zu ende geht. Jesus wird dann sein Mittlerdienst beenden. Während dieser Zeit, bis zu Seiner Wiederkunft werden wir ohne Mittler dastehen und wenn bis dahin unser Charakter nicht "ohne Flecken" sein sollte, wird es schlecht um uns stehen. Noch ist es Zeit die Sünden abzulegen, wenn wir aber zu lange warten, kann es unter Umständen zu spät werden...


      Das war einmal eine wichtige Idee im Adventismus,

      Nehmen wir einmal an, dass die zugrundeliegende Idee / Auslegung korrekt ist - was ich hiermit nicht bestätigen, aber auch nicht bestreiten will (sparen wir uns also diese Diskussion, nicht einmal Stofi will sie) - dann ist noch nicht gesagt, dass zwischen dem "Ende des Mittlerdienstes" und der Wiederkunft ein relevanter Zeitraum liegen wird. Darüberhinaus ist die frage, ob Vergebung NUR in diesem Mittlerdienst erfolgen kann und nicht auch beim "Endgericht".

      Das scheinbar so einfache Denkmodell unserer Pioniere hat schon eingie Lücken die man noch füllen könnte. Nicht umsonst ist aber das ganze Thema des Mittlerdienstes eine "heisse Kartoffel" (Ford et al).

      Persönllich bin ich davon überzeugt, das es keine Auslegung der Bibel gibt die uns einen Fahrplan für die letzten Ereignisse gibt, den wir "zeichnen" können und der dann genauso eintreten wird. Das ist m.E. Überstrapazieren der Prophetie, aber wenn jemand das tun will sei's ihm (ihr) unbenommen.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Baptist schrieb:

      @HeimoW du hast es schon ganz speziell mit "deiner" Stofi

      Warum? Habe ich sie falsch verstanden oder interpretiert? Ausserdem liest sie meine Postings nicht (jedenfalls hat sie das geschrieben).
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Baptist schrieb:

      Jetzt nehm ich die Aussage mal so an von H264, wenn wir ja glauben dass es soweit ist ich aber noch sündig bin ist es scheiße, ja richtig...MIST denn dann hab ich Angst vor seiner Wiederkunft. (Ich spreche jetzt mal ganz naiv menschlich)
      Es wird keine lange Zeit, aber genau diese menschliche Angst wird da sein. Die Heiligen werden "Angst" haben, ob sie wirklich alle ihre Sünden bekannt haben, ob nichts zwischen Gott und ihnen liegt, ob sie von Gott angenommen werden ..... es wird die "Nacht zu Jacob". Jacob hatte diese Angst, aber auch Jesus hatte sie. Bei den Heiligen wird sie so stark empfunden, dass sie diese Zeit nur mit der Kraft Gottes aushalten werden. Wie Du auch schon sagtest.
    • Stofi schrieb:

      Danke, h264, mit diesem Thema facht man aber eher viel Feuer an..... ob das was bringen würde? ich bezweifle es. verwirrtwegr
      Hallo Stofi, Das war gar nicht meine Absicht... eher eine spontane Reaktion ;)

      Trotzdem ist ein interessantes Thema, denn es wirft viele Fragen auf und obwohl ich selbst noch weeeeit von solchem Zustand entfernt bin, heißt es für mich nicht unbedingt, dass diese Ansicht falsch ist.
      Wenn man ohne Vorurteile mal darüber nachdenkt und zu dem Entschluß kommt, dass es nicht möglich ist die Sünde zu besiegen, sagt man eigentlich damit aus, dass Gott uns Gesetze auferlegt hat, die unmöglich zu halten sind, und das widerspricht vollkommen z. B. 1 Joh 5,3, wo es heißt "Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer."
      Viele Grüße,
      h264
    • h264 schrieb:

      Ich bin jetzt zufällig auf dieses Thema gestoßen obwohl es schon etwas länger zurückliegt und ich muss sagen, dass es mich verwundert, dass Jonajim mit dieser Ansicht alleine steht. Wenn wir tatsächlich die letzte Generation sind - und vieles deutet darauf hin - dann wird es eine Zeit geben in der die Gnadenzeit zu ende geht. Jesus wird dann sein Mittlerdienst beenden. Während dieser Zeit, bis zu Seiner Wiederkunft werden wir ohne Mittler dastehen und wenn bis dahin unser Charakter nicht "ohne Flecken" sein sollte, wird es schlecht um uns stehen. Noch ist es Zeit die Sünden abzulegen, wenn wir aber zu lange warten, kann es unter Umständen zu spät werden...

      Hallo

      ich habe mir auch schon oft und viel Gedanken darüber gemacht. Ich glaube ich werde es nie schaffen sündlos ...ohne Runzeln und Flecken ... zu sein. Deswegen habe ich mir schon oft gedacht, dass ich meinen Glauben eigentlich aufgeben kann. Hört sich krass an ist aber so.

      LG
    • Das ist eben, was mich immer so zum heiligen Zorn bringt, wenn ich in unseren Gemeinden (in der Sabbatschule wird es sooooooo oft mit Leid gesagt), dass wir Gottes Willen eeeeh nicht tun können, dass wir bis zum Schluss sündigen werden, dass es gaaaaar nicht anders geht, dass wir das nicht schaffen, sündlos zu leben..... ohne Ende.

      Wie bei einem Haufen lauter Ungläubiger! Wie in einer Selbsthilfegruppe klagen wir immer über unsere Sünden, darüber, wie unendlich schlecht wir sind....

      Kein Wunder, dass es so Leute gibt, wie @Phönix, die im Glauben dann keinen Sinn sehen und ihn aufgeben. Und ich muss ihnen Recht geben. So gesehen haben sie voll Recht.

      Wie Du richtig sagst @h264, was wäre das für ein liebender und gerechter Gott, der uns etwas auferlegt, was wir gar nicht schaffen können und Er uns dafür dann noch mit dem ewigen Tod "strafen" würde.!!!???

      Stimmt, WIR ALLEINE schaffen das nicht. Das sagt auch die Bibel.

      ABER MIT GOTT, mit JESUS IST ES MÖGLICH !!!! Davon spricht doch die Bibel nur!!

      Warum glauben wir dann sonst? Warum haben wir Gott, oder Jesus, warum bitten wir um Kraft, um den HG, um Leitung?? Warum beten wir: "führe uns an der Versuchung vorbei..". Wozu?, wenn Sündlos angeblich eh nicht zu schaffen ist? Machen wir uns mit solchen Gebeten über Gott lustig oder was soll das sein? Wenn wir lehren und glauben, Jesus verändert uns, Jesus lebt in unseren Herzen, wir sind neu geboren......... und dann DOCH ohne Ende sündigen ... dann macht Jesus etwas falsch in uns, oder? Oder ist Er schwächer, als unsere Natur?

      Natürlich passiert es uns immer wieder aus VERSEHEN, dass wir fallen. Aber warum rühmen wir uns ständig damit?? Warum klagen wir über unsere Sünden vor den Menschen, in den Bibelkreisen? Unsere Sünden sollen wir im stillen Kämmerlein Gott klagen, nicht öffentlich den Menschen.

      Und wenn wir dann zusammen sind, sollen wir uns ERMUTIGEN, sündlos zu leben, wir sollen uns Erfahrungen erzählen, wir sollen über die SIEGE über die Sünde Zeugnis geben, zur Ehre Gottes und zur Ermutigung der anderer. Menno, wir sind doch Kinder Gottes, wir glauben doch an die veränderliche Macht Gottes. ...oder doch nicht?
    • Stofi schrieb:

      Das ist eben, was mich immer so zum heiligen Zorn bringt, wenn ich in unseren Gemeinden (in der Sabbatschule wird es sooooooo oft mit Leid gesagt), dass wir Gottes Willen eeeeh nicht tun können, dass wir bis zum Schluss sündigen werden, dass es gaaaaar nicht anders geht, dass wir das nicht schaffen, sündlos zu leben..... ohne Ende.
      Vielen Dank Stofi, Du spricht mir aus dem Herzen, denn unser Pastor behauptet eban das Gleiche. Ich denke der erste und vielleich auch der einzig noetige Schritt, ist es, ein enges Verhaeltnis zu unserem Erloeser aufzubauen. Es ist gar nicht so trivial, wie es sich anhoert, denn wenn man es tatsaechlich schafft (und das geht wiederum und durch die Hilfe des Hl.Geistes), dann hat man nicht mehr den "Bedarf" zu Suendigen. Ich hoffe Ihr wisst was ich damit meine?

      Uebrigens, im anderen Thread sprechen wir gerade ueber die 144.000. Ich bin der festen Ueberzeugung, dass diese beiden Themen sehr stark miteinander zusammenhaengen.


      (P.S. Bitte verzeiht mir, dass ich manchmal ohne Umlaute poste, habe aber teilweise nur ein englisches OS zur Hand.)
      Viele Grüße,
      h264
    • h246 schrieb:

      ...
      Wenn man ohne Vorurteile mal darüber nachdenkt und zu dem Entschluß kommt, dass es nicht möglich ist die Sünde zu besiegen, sagt man eigentlich damit aus, dass Gott uns Gesetze auferlegt hat, die unmöglich zu halten sind, und das widerspricht vollkommen z. B. 1 Joh 5,3, wo es heißt "Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer."

      Das unterstellt, dass wer die Gebote hält "sündlos" wäre. Ich denke aber, dass gerade Begebenheiten wie der Reiche Jüngling zeigen, dass es mehr braucht als nur die Gebote zu halten. Jesus spricht ihm nicht ab, dass er "von Kind an" die Gebote gehalten habe (und das waren wahrscheinlich mehr als die 10 Gebote) dennoch "fehlt" ihm etwas.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      h246 schrieb:

      ...
      Wenn man ohne Vorurteile mal darüber nachdenkt und zu dem Entschluß kommt, dass es nicht möglich ist die Sünde zu besiegen, sagt man eigentlich damit aus, dass Gott uns Gesetze auferlegt hat, die unmöglich zu halten sind, und das widerspricht vollkommen z. B. 1 Joh 5,3, wo es heißt "Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer."

      Das unterstellt, dass wer die Gebote hält "sündlos" wäre. Ich denke aber, dass gerade Begebenheiten wie der Reiche Jüngling zeigen, dass es mehr braucht als nur die Gebote zu halten. Jesus spricht ihm nicht ab, dass er "von Kind an" die Gebote gehalten habe (und das waren wahrscheinlich mehr als die 10 Gebote) dennoch "fehlt" ihm etwas.
      .

      Hallo

      genau darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht!

      Wann also genau ist man sündlos?????

      LG
    • Stofi schrieb:



      Wie Du richtig sagst @h264, was wäre das für ein liebender und gerechter Gott, der uns etwas auferlegt, was wir gar nicht schaffen können und Er uns dafür dann noch mit dem ewigen Tod "strafen" würde.!!!???



      Die Frage ist ob uns Gott das "auferlegt" oder ob er nicht genau deshalb weil er weiss, dass das dem gefallenen Menschen nicht 100%ig möglich ist in Christus für uns gestorben ist, um uns so zum Heil zu führen. In eine neue Existenz, eine neue Welt, wo das dann gegeben ist. Vielleicht kann die Beziehung zwischen einem gefallenen Menschen und Gott gar nicht so eng sein, dass der Mensch vollkommen sündlos lebt?

      Und, wie gesagt, Sündlosigkeit ist mehr als das Halten der 10 Gebote und abstinent (oder vegetarisch) zu leben.. :!:
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Phönix schrieb:


      Hallo

      genau darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht!

      Wann also genau ist man sündlos?????

      LG


      Wenn du mich fragst: auf der "Neuen Erde".

      Was keinesfalls bedeutet, dass die Gebote Gottes uns nicht hier zeigen würden wie wir leben sollen und als Christen wollen und auch weitgehend leben werden. Ich will die Idee (oder Aufgabe) und das Ziel eines geheiligten Lebens nicht marginalisieren oder in die "Ewigkeit" verlagern.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Der reiche Jüngling hat die Gebote eben NICHT gehalten. Er hat es nur gesagt, aber er hat es nicht getan, er hat sie nicht gelebt.

      Noch ´mal: Gebote halten heißt nicht sündlos zu leben. Davon reden wir hier nicht. Die Gebote müssen im Herzen sein. Denn im Herzen werden sie zu unserem Charakter. Und darum geht es. Der Weg der Heiligung ist nichts anderes, als MIT GOTT ZUSAMMEN zu lernen, wie man ein "guter Mensch" WIRD. Und ein guter Mensch kann doch nichts Schlechtes mehr tun.

      Und WENN es doch aus absoluten Versehen mal passiert...... " so haben wir Christus, unseren Herrn."