Umgang mit Betrug und Lüge

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    • Umgang mit Betrug und Lüge

      Hi,
      hab eine Frage, wie ich mit offenen Betrug umgehen soll.
      Also ich bezahle von meiner vor letzten wohnung noch nebenkosten ab, obwohl die Abrechnung nicht rechtens war. das gleiche passiert jetzt wieder in meiner letzten Wohnung, ich bin gerade umgezogen. Ich frage mich wirklich soll ich es auf sich beruhen lassen, oder zum Rechtsanwalt gehen.
      Oder kann ich mich darauf berufen " Mein ist die Rache".
      Habe letztens im TV gehört, als christ hälst du auch die rechte Backe hin.
    • Ich würde erst einmal nicht Betrug unterstellen; sondern das nur richtigstellen und sachlich eine Korrektur fordern. Wenn ein Rechtsanwalt das für Dich erledigt, macht es in der Regel mehr Eindruck; weil der Empfänger dann davon ausgehen muss, dass Dein Rechtsanwalt Deine Rechte genau kennt und sie ohne Zögern zielstrebig durchsetzt.

      Ich sehe keinen Grund, warum ein Christ sachlich falsche Abrechnungen hinnehmen sollte. In der Regel darf man bei einem Hausbesitzer oder -verwalter auch davon ausgehen, dass er nicht aus einer Not handelt, der man mit christlicher Nachsicht begegnen müßte.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Hallo alisha :)

      Wie Daniels schon sagte, versuche die Sache zunächst neutral und sachlich richtig zu stellen. Ich würde - sofern möglich - einfach mal den Vermieter anrufen und das Gespräch suchen. Buchhaltung, Abrechnung, usw.. laufen über EDV-Systeme, da kann schon mal ein Fehler passieren... Auf den Sachverhalt angesprochen, merkst Du dann eh, wie sich der Vermieter Dir gegenüber verhält bzw. wie dieser die "unrichtige" Abrechnung rechtfertigt.

      Versuche in solchen Gesprächen stets so diplomatisch wie möglich zu sein. Sei mit Wörtern wie "Betrug", "Anwalt", "Anzeige" sehr vorsichtig. Wenn der Vermieter nicht mit sich reden lassen sollte, vermeide unbedingt Sätze wie "Dann zeige ich Sie bei der Polizei (wegen Betrugs) an / gehe zum Anwalt." Der Vermieter könnte sich durch diese Aussage dazu "genötigt" sehen, dass du ihm dadurch zur Rückzahlung bewegen willst, und gegen Dich Anzeige wegen Nötigung erheben. Ob wirklich konkret eine Nötigung vorliegt, müssen dann sowieso die Juristen entscheiden, dass kann nervenaufreibend, teuer und vor allem unnötig sein.

      Ein Anwalt kann Dich natürlich jederzeit kompetent und fachmännisch unterstützen. Da ich nicht weiß, um welche Summe es sich konkret handelt, möchte ich darauf hinweisen, dass auch Überlegungen wie "Ist das für mich wirtschaftlich?" eventuell nicht "fehl am Platz" wären. Wenn es sich um einen "Streitwert" von z.B. 300,-€ handelt, dann kommen in etwa Kosten von 80,- bis 180,- pro Beratung des Anwalts auf Dich zu. (Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, dann brauchst Du dir darüber ja eh nicht den Kopf zerbrechen.)

      Wäre ja auch schade, wenn Du zwar Dein Geld vom Vermieter zurückbekommen würdest, dieses aber gleich an den Anwalt "abtreten" müsstest. Übrigens: Viele Anwälte beraten Dich zunächst mal kostenlos, dass bedeutet, dass das erste Gespräch mit einem Anwalt zunächst kostenlos ist. Der Anwalt wird Dich über weitere Schritte (außergerichtlich/gerichtlich) und Kosten informieren, und mit Dir gemeinsam eine "Vorgehensweiße" erarbeiten.

      Du hast schon Recht wenn Du danach fragst, ob wir Christen nicht auch "die andere Backe" hinhalten sollten - Aber das bedeutet nicht, dass wir uns alles gefallen lassen müssen...
      Und vor allem: Du hast den besten "Anwalt" auf Deiner Seite: Jesus :happy:

      Liebe Grüße und viel Erfolg beim Klären dieser unangenehmen Situation
    • Danke für Eure Antworten. Also ich habe nie gegenüber den Vermieter von Betrug gesprochen, nur hier, um es deutlich zu machen.
      Und es sind Privatleute die die wohnungen vermietet haben. Meine Schwester meint, das man mir das ansieht, das man mit mir alles machen kann.
      Ich wäre zu freundlich und zuvorkommend, würde zugeständnisse machen usw. Ich war sehr traurig, als die letzte Vermieterin na ja, so gemein agiert hat. Sie hat mir fast 600 € Nebenkosten berechnet, und auch noch Strom von mir gestohlen.
      Ich bin sehr sparsam, mit Wasser, Heizung usw. . Aber die Berechnung die sie zugrunde legt, ist nicht korrekt. Und nach meinem Auszug hat sie, bis der Stromableser kam , noch Strom und zwar ganz schön viel auf meinen Zähler laufen lassen, da sie in meiner alten Wohnung umbaut.
      Diese Ungerechtigkeit hat mich sehr mitgenommen und ich habe gebetet, das ich mir das nicht so zu Herzen nehme und es hat geklappt. Es belastet mich nicht mehr. Aber trotz allem muss ich meiner Schwester Geld zurückgeben, da sie mir die Kaution für die neue Wohnung vorgestreckt hat. Ich hatte natürlich damit gerechnet, das ich wenigstens ein guten Teil meiner Kaution zurückbekomme.
      Insbesondere deshalb, da ich bei meiner vorherigen Nebenkostenabrechnung von mir aus die Miete erhöht habe, damit nicht mehr soviel anfällt. Aber pustekuchen, zu den 220 € die ich zusätzlich gezahlt habe, hat sie noch von der Kaution 372 € genommen. Sie hat mir den Rest der Kaution überwiesen, am Ende des Monats März, ich bin zum 1. März ausgezogen. Und die Nebenkostenabrechnung habe ich immer noch nicht bekommen, obwohl ich sie schon zweimal angerufen habe, deswegen.
      Naja, so sind die Menschen halt. Was soll ich sagen. ?(